Vorstellungsgespräch als Consultant: die Fragen, die aus den Inseraten folgen
Ich habe die Schweizer Inserate für Consultant ausgewertet und ausgezählt, welche Anforderungen darin wiederkehren. Das ist keine allgemeine Fragenliste — das ist die Liste für diesen Beruf.
MS Office / IT steht in 13% der Ausschreibungen, Belastbar / flexibel in 12%. Wenn du dich auf zwei Dinge vorbereitest, dann auf diese beiden.
Was Consultant-Inserate am häufigsten verlangen
Anteil der ausgewerteten Consultant-Inserate, die die Anforderung nennen. Gemessen 2026-08-16 auf SwissJobs.app.
Die Reihenfolge unten ist die Rangfolge deiner Vorbereitung. Zu jedem Punkt brauchst du eine Situation aus deiner Arbeit — nicht die Behauptung, dass du es kannst, sondern ein Beispiel, in dem es vorkam.
Bei Consultant fällt auf: MS Office / IT in 13% der Inserate, Belastbar / flexibel in 12%, Deutsch in 11%. Genau danach wird gefragt, meist ohne dass die Frage so klingt.
In welcher Sprache läuft das Gespräch?
Anteil der Inserate mit dieser Sprache, die verhandlungssicher oder Muttersprache verlangen. Gemessen 2026-08-16 auf SwissJobs.app.
Deutsch steht in 64% der Inserate, und 93% davon verlangen verhandlungssicher oder Muttersprache. Englisch folgt mit 60%. Rechne damit, dass das Gespräch auf Deutsch geführt wird.
Ausgeschrieben wird vor allem in Zürich (39%), Genf (10%), Basel-Stadt (8%), Bern (6%).
Was bei Consultant anders läuft
Consultant ist der einzige der ausgewerteten Berufe, in dem Deutsch und Englisch praktisch gleichauf liegen — beide in weit über der Hälfte der Inserate, beide überwiegend auf verhandlungssicherem Niveau. Das ist keine Wahlmöglichkeit, sondern eine Doppelanforderung: Erwarte, dass das Gespräch in einer Sprache beginnt und in der anderen weitergeht, und zwar ohne Ankündigung.
Fast vier von zehn Ausschreibungen liegen in Zürich, gefolgt von Genf. Diese beiden Standorte funktionieren unterschiedlich: Zürich ist Finanzdienstleistung und Industrie, Genf ist internationale Organisationen und Rohstoff. Wer die Bandbreite aus Zürich in einem Genfer Gespräch nennt, verhandelt an der falschen Referenz.
MS Office steht bei Consultants ganz oben, und ausnahmsweise ist das keine Floskel. Gemeint sind Excel und PowerPoint auf einem Niveau, das im Prozess geprüft wird — bei den grösseren Häusern als Fallstudie mit Zeitlimit. Wer Modellierung und Foliendramaturgie beherrscht, sollte das im Lebenslauf konkret machen, nicht unter «MS Office» verstecken.
Wo Consultant gesucht werden
Anteil der offenen Ausschreibungen je Kanton. Gemessen 2026-08-16 auf SwissJobs.app.
Die Ausschreibungen verteilen sich nicht gleichmässig über die Schweiz. Bei Consultant führt Zürich mit 39% der Inserate, gefolgt von Genf (10%) und Basel-Stadt (8%).
Für das Gespräch heisst das zweierlei. Erstens: wer bereit ist, in einen der stärkeren Kantone zu pendeln, verhandelt aus einer besseren Position. Zweitens ist die Frage nach dem Arbeitsweg in der Schweiz keine Höflichkeit, sondern eine echte Prüfung — Pendelzeiten von über einer Stunde gelten als Kündigungsrisiko, und wer das im Gespräch von sich aus anspricht, nimmt dem Thema die Schärfe.
Wer gerade Consultant sucht
Aktuell schreiben unter anderem Rocken®, EY, Deloitte aus. Ein Blick auf die Firma vor dem Gespräch lohnt sich mehr als eine weitere Fragenliste — die Auswahl in diesem Beruf ist grösser, als die meisten denken.
Praktisch alle Consultant-Stellen sind Vollzeit ausgeschrieben. Wer Teilzeit sucht, sollte das früh ansprechen: in diesem Beruf ist es die Ausnahme, und ein Nein später im Prozess kostet beide Seiten Zeit.
Ein letzter Punkt, der bei Consultant oft übersehen wird: MS Office / IT steht in 13% der Inserate, Berufserfahrung dagegen nur in 7%. Diese Rangfolge ist auch die Rangfolge, in der du deine Beispiele parat haben solltest — die häufigste Anforderung kommt fast sicher, die seltenste vielleicht gar nicht.
Wie diese Zahlen entstanden
Gezählt über die aktuell ausgeschriebenen Consultant-Stellen auf SwissJobs.app, Stand 16.08.2026. Es ist eine Auszählung dessen, was Inserate schreiben — keine Umfrage unter Personalverantwortlichen. Die Herleitung «was oft verlangt wird, wird auch gefragt» ist plausibel, aber eine Herleitung.