SwissJobs.app oder Google Interview Warmup?
Aktualisiert:
Kurz gesagt
Die Wahl stellt sich heute nicht mehr: Google Interview Warmup ist nicht mehr erreichbar. Wer die Adresse am 16. September 2026 aus der Schweiz öffnet, landet auf der europäischen Startseite von Grow with Google, die Schweizer und die US-Sprachversion melden «Seite nicht gefunden». Als Ersatz passt SwissJobs.app für alle, die ein Gespräch für eine konkrete Schweizer Stelle üben wollen: Fragen aus Inserat und Lebenslauf, eine gesprochene Gesprächsrunde und eine Note pro Antwort. Wer nur gratis und ohne Bewertung laut üben will, nimmt den Sprachmodus von ChatGPT.
Übe das Gespräch laut, und sieh, wie du abschneidest
Ein KI-Panel stellt die Fragen, du antwortest gesprochen wie im echten Gespräch. Danach bekommst du eine Bestehens-Wahrscheinlichkeit und die Stellen, an denen es gehakt hat.
Interview live übenWarmup war ein gutes Werkzeug, und viele Listen im Netz empfehlen es immer noch. Deshalb lohnt der genaue Blick darauf, was es konnte. Nach Googles eigenem Ankündigungsbeitrag vom 2. Juni 2022 ging es um Fragen, die Branchenfachleute ausgewählt hatten, um ein Transkript in Echtzeit und um Muster in der eigenen Antwort. Eine Note gab es bewusst nicht. Genau dort liegt der Unterschied zu unserem Übungsinterview, und er ist nicht in jeder Situation ein Vorteil für uns.
- Status: Google Interview Warmup ist am 16.09.2026 aus der Schweiz nicht mehr erreichbar, die Adresse leitet auf die europäische Startseite von Grow with Google um.
- Warmup lieferte feste Fragensets, ein Live-Transkript und Hinweise auf Fachbegriffe, häufige Wörter und Gesprächsthemen, ohne jede Note.
- SwissJobs.app erzeugt die Fragen aus Stellentitel, Firmengrösse, Gesprächsrunde und wahlweise Inserat und Lebenslauf und stellt sie mit einer KI-Stimme.
- Jede Antwort bekommt eine Note von 0 bis 10 mit den Teilnoten Substanz, Aufbau und Passung, am Ende folgt eine Nachbesprechung der ganzen Runde.
- Gratis: ohne Konto eine beantwortbare Frage, mit Gratiskonto fünf Fragen am Tag der Anmeldung und danach fünf pro Monat. Das Abo kostet CHF 15 im Monat oder CHF 95 im Jahr.
- Wer ohne Bewertungsdruck üben will, ist mit dem Sprachmodus von ChatGPT, mit Gemini Live oder mit einer vertrauten Person besser bedient.
Warum SwissJobs.app statt Google Interview Warmup
Warmup übte allgemeine Fragen und verzichtete auf eine Note. SwissJobs.app übt das Gespräch für eine bestimmte Stelle, mit den Leuten, die im Raum sitzen werden, und sagt dir nach jeder Antwort, wo sie trägt.
Es ist verfügbar — Warmup ist aus der Schweiz nicht mehr aufrufbar. Unser Übungsinterview läuft in vier Sprachen auf eigenen Seiten.
Fragen zur Stelle, nicht zum Berufsfeld — Die Fragen entstehen aus dem Stellentitel und, wenn du sie hinzufügst, aus Inserat und Lebenslauf, also mit echten Projekten und echten Anforderungen.
Eine Runde statt eines Formulars — Du legst bis zu fünf Rollen fest, etwa HR, Teamleitung und Fachperson. Die Stimme sagt an, wer fragt, und hakt einmal nach, wenn eine Antwort vage bleibt.
Eine begründete Note — Pro Antwort eine Note von 0 bis 10, aufgeteilt in Substanz, Aufbau und Passung, dazu eine Begründung und ein Hinweis, was eine starke Antwort enthalten hätte.
Schweizer Register — Die Firmengrösse steuert den Ton: Du-Kultur im Kleinbetrieb, Sie und strukturierte Antworten im Konzern. Lohnvorstellung, Arbeitszeugnis und Kündigungsfrist gelten als normale Themen.
Funktionsvergleich
| Funktion | SwissJobs.app | Google Interview Warmup |
|---|---|---|
| Verfügbar am 16.09.2026Aus der Schweiz Umleitung auf die europäische Startseite von Grow with Google, Sprachversionen melden «Seite nicht gefunden». | Ja | Nein |
| Herkunft der Fragen | Für jede Sitzung neu erzeugt | Von Branchenfachleuten ausgewählt |
| Fragen zu einem bestimmten Inserat | Ja, Inserat einfügen oder aus der Vorlage wählen | Nein, feste Fragensets |
| Fragen zum eigenen Lebenslauf | Ja, wenn du ihn hochlädst | nicht ausgewiesen |
| Berufe | Jeder frei eingegebene Stellentitel | Felder der Google Career Certificates plus allgemeine Fragen |
| Fragen werden gesprochen | Ja, KI-Stimme in Echtzeit | nicht ausgewiesen |
| Nachfragen bei vager Antwort | Ja, eine kurze Nachfrage | nicht ausgewiesen |
| Gesprächsrunde mit mehreren Rollen | Ja, bis zu fünf Rollen | nicht ausgewiesen |
| Ton nach Firmengrösse | Ja, vier Grössenklassen | nicht ausgewiesen |
| Transkript der Antwort | Ja | Ja, in Echtzeit |
| Hinweise zu Wortwahl und Gesprächsthemen | Nein, dafür Begründung pro Antwort | Ja: Fachbegriffe, häufigste Wörter, Themenanteile |
| Note pro Antwort | Ja, 0 bis 10 | Nein, bewusst ohne Bewertung |
| Teilnoten | Substanz, Aufbau, Passung | Nein |
| Hinweis auf eine starke Antwort | Ja | nicht ausgewiesen |
| Nachbesprechung der ganzen Runde | Ja, mit Stärken, Bedenken und Notizen pro Rolle | Nein |
| Wiederholen | Innerhalb des Kontingents | Beliebig oft |
| Gesprächssprachen | Deutsch, Französisch, Italienisch, Englisch | nicht ausgewiesen |
| Schweizer Themen (Lohnvorstellung, Arbeitszeugnis, Kündigungsfrist) | Ja | nicht ausgewiesen |
| Start ohne Konto | Ja, eine Frage beantwortbar | nicht ausgewiesen |
| Weitere Werkzeuge im selben Konto | Lebenslauf, Motivationsschreiben, CV-Check, Stellensuche | Kurse von Grow with Google |
Warmup: Googles Ankündigungsbeitrag vom 2. Juni 2022 und eigene Abrufe der Werkzeugadresse am 16. September 2026. SwissJobs.app: im Code des Übungsinterviews am selben Tag nachgelesen. «nicht ausgewiesen» heisst: in Googles Beschreibung nicht genannt, nicht «gab es nicht».
Preise und Grenzen
| Was du zahlst | SwissJobs.app | Google Interview Warmup |
|---|---|---|
| Monatspreis | CHF 15, dasselbe Abo wie alle anderen Werkzeuge | kein Preis ausgewiesen |
| Jahrespreis | CHF 95 (rund CHF 7.92 im Monat) | kein Preis ausgewiesen |
| Ohne Konto | Zwei Fragen sichtbar, eine beantwortbar | nicht ausgewiesen |
| Gratiskonto | Fünf Fragen am Anmeldetag, danach fünf pro Monat | entfällt |
| Probezeit | Sieben Tage, voller Zugang | entfällt |
| Obergrenze im AboDie Obergrenze gilt auch zahlend, weil die Sprachminuten die teure Ressource sind. Eine Sitzung umfasst bis zu acht Fragen; der Zähler beginnt am Monatsersten neu. | Zehn Sitzungen und 40 Fragen pro Monat, im Jahresabo 80 Fragen | entfällt |
| Heute verfügbar | Ja | Nein |
SwissJobs.app: Kontingente aus dem Code des Übungsinterviews und Preise aus der Preiskonfiguration, 16. September 2026. Warmup: Googles Beitrag nennt keinen Preis, das Werkzeug ist nicht mehr erreichbar.
Was mit Google Interview Warmup passiert ist
Google stellte Interview Warmup am 2. Juni 2022 im eigenen Blog vor, als Teil von Grow with Google. Gedacht war es für Lernende der Google Career Certificates, deshalb gab es Fragensets pro Zertifikat, dazu allgemeine Fragen für alle Berufe. Wir haben die Werkzeugadresse am 16. September 2026 dreimal abgerufen: Die Hauptadresse leitet aus der Schweiz auf die europäische Startseite von Grow with Google um, die Schweizer und die US-Sprachversion zeigen «Seite nicht gefunden». Schon bei unserem Werkzeugvergleich vom 28. August war die Umleitung dieselbe.
Das hat eine praktische Folge. Listen mit «kostenlosen Interview-Trainern» werden oft über Jahre nicht nachgeführt, und Warmup steht in vielen davon noch weit oben. Wer einem solchen Tipp folgt, landet auf einer Kursübersicht und sucht vergeblich. Diese Seite beantwortet deshalb zwei Fragen: was Warmup gut gemacht hat und wo du das heute bekommst.
Was Warmup gut gemacht hat
Das Werkzeug hatte eine klare Haltung. Google schrieb, die Antworten würden «nicht benotet oder beurteilt», man könne jede Frage so oft beantworten, wie man wolle, und es sei ein privater Raum zum Üben. Für nervöse Menschen ist das ein echter Vorteil. Wer vor jedem Gespräch blockiert, braucht zuerst Wiederholung ohne Urteil, nicht eine Zahl.
Dazu kamen Hinweise, die eine Note nicht liefert: welche Fachbegriffe man verwendet, welche Wörter man am häufigsten sagt und wie viel Zeit auf Erfahrung, Fähigkeiten und Ziele entfällt. Wer jede Antwort mit «eigentlich» beginnt, sah das dort schwarz auf weiss. Unser Übungsinterview zählt solche Wörter nicht. Es begründet stattdessen die Note in zwei bis drei Sätzen, und das ist eine andere Art Rückmeldung, keine vollständige Ablösung.
Wie das Übungsinterview von SwissJobs.app arbeitet
Pflicht ist nur der Stellentitel. Dazu wählst du die Firmengrösse in vier Klassen, von eins bis fünf Mitarbeitenden bis über zweihundert, und legst fest, wer im Raum sitzt: bis zu fünf frei benannte Rollen. Inserat und Lebenslauf sind freiwillig, machen die Fragen aber deutlich genauer. Ein gespeicherter Lebenslauf aus den anderen Werkzeugen steht dafür schon bereit.
Die Fragen sind für das Sprechen gebaut: eine Frage pro Mal, höchstens rund 25 Wörter, ohne zwei Fragen in einer. Die HR-Rolle fragt nach Motivation, Passung und Lohn, die Fachperson nach konkreten Situationen aus dem Inserat, eine Rolle aus einem anderen Beruf nach der Zusammenarbeit über diese Grenze hinweg. Die KI-Stimme sagt an, wer fragt, und stellt höchstens eine kurze Nachfrage, wenn deine Antwort vage bleibt. Während des Gesprächs kommentiert sie nichts.
Nach jeder Antwort liest ein Sprachmodell das Transkript und vergibt eine Note von 0 bis 10 mit Teilnoten für Substanz, Aufbau und Passung, dazu eine kurze Begründung und einen Satz dazu, was eine starke Antwort enthalten hätte. Am Schluss bespricht die Runde das ganze Gespräch: Stärken, Bedenken, eine Notiz pro Rolle und eine Einschätzung, wie wahrscheinlich du diese Runde bestehst. Diese Zahl bewertet Antworten gegen ein Raster und sagt keinen Entscheid eines Arbeitgebers voraus.
Die Schweizer Seite des Gesprächs
Warmup kam aus einem US-Programm. Ein Gespräch in der Schweiz hat Eigenheiten, die ein solches Fragenset nicht abbildet. Im Kleinbetrieb duzt man sich oft schon im ersten Gespräch, im Konzern bleibt es beim Sie und bei strukturierten Antworten nach dem STAR-Muster. Unser Werkzeug stellt den Ton über die Firmengrösse ein. Lohnvorstellung, Arbeitszeugnis und Kündigungsfrist behandelt es als normale Gesprächsthemen.
Für Leserinnen und Leser aus Deutschland lohnt ein Hinweis: Nach dem Lohn fragt man hier als «Lohnvorstellung», und viele Schweizer Stellen zahlen einen 13. Monatslohn, was beim Nennen einer Zahl zählt. Und die Sprache der Stelle entscheidet: Wer sich in Lausanne bewirbt, übt auf Französisch, wer ins Tessin geht, auf Italienisch. Das Übungsinterview führt das Gespräch in der Sprache, die du wählst.
Wann du etwas anderes nehmen solltest
Wer gratis laut üben will, beginnt am besten mit dem Sprachmodus von ChatGPT. Er ist gut, er kostet in der Grundversion nichts, und die meisten probieren ihn ohnehin zuerst. Wer lieber bei Google bleibt, findet in der Gemini-App einen Sprachmodus namens Gemini Live. Beide stellen dir Fragen, wenn du sie darum bittest, kennen aber weder deine Gesprächsrunde noch ein Schweizer Register, solange du es nicht selbst beschreibst.
Wer genau die Haltung von Warmup suchte, also üben ohne Urteil, ist mit einer vertrauten Person oder einem Sprachmodell ohne Bewertung besser bedient als mit einer Note nach jeder Antwort. Und wer vor einem entscheidenden Gespräch steht, etwa einer Kaderstelle, bekommt bei einem guten Bewerbungscoach etwas, das keine Software liefert: jemanden, der die Branche kennt und sieht, wie du im Raum wirkst.
Was es kostet
Ohne Konto siehst du zwei Fragen und beantwortest eine davon. Mit einem Gratiskonto kommen am Tag der Anmeldung fünf Fragen dazu, danach fünf pro Monat. Das Abo kostet CHF 15 im Monat oder CHF 95 im Jahr, es gilt für alle Werkzeuge, und davor liegt eine siebentägige Probezeit mit vollem Zugang.
Die Grenze, die ein Vergleich sonst verschweigt: Auch im Abo ist das Kontingent begrenzt, auf zehn Sitzungen und 40 Fragen pro Monat, im Jahresabo auf 80 Fragen. Eine Sitzung hat bis zu acht Fragen. Wer täglich mehrere volle Runden üben will, stösst an diese Grenze und sollte das vorher wissen.
Angaben zu Google Interview Warmup aus Googles Ankündigungsbeitrag vom 2. Juni 2022 und aus eigenen Abrufen der Werkzeugadresse am 16. September 2026 aus der Schweiz (Hauptadresse sowie Schweizer und US-Sprachversion); beide Seiten sind als Kopie gesichert. Angaben zu SwissJobs.app am selben Tag im Code des Übungsinterviews nachgelesen: Fragen- und Bewertungsvorgaben, Kontingente, Preise. Einen Preis für Warmup nennt Googles Beitrag nicht, deshalb nennen wir auch keinen.
Quellen
Verwandte Fragen
Was unser Stellenindex über den Schweizer Markt sagt
Live aus unserem eigenen Index berechnet, nicht aus einer Studie zitiert. Nur Anteile, Stand heute.
Sprache der Inserate
- Deutsch
- 60%
- English
- 23%
- Français
- 13%
- Italiano
- 3%
Von den Inseraten mit Sprachanforderung verlangen
- Deutsch
- 70%
- English
- 43%
- Français
- 21%
- Italiano
- 3%
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