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KI-Prompts

Mit welchen Prompts kann ich die Stellensuche mit KI-Agenten automatisieren?

Aktualisiert:

Kurz gesagt

Automatisiere das Finden, nicht das Bewerben. Fünf Prompts decken den mechanischen Teil ab: ein wöchentlicher Suchauftrag mit Profil und Stichdatum, ein Abgleich der Inserate mit dem eigenen Lebenslauf, eine Entdoppelung nach Arbeitgeber und Titel, ein Zuschnitt auf das einzelne Inserat und ein Wochenrapport. Absenden, Formulieren als deine Stimme und die Meldung der Arbeitsbemühungen bleiben bei dir. Ein guter Prompt nennt Rolle, Schweizer Kontext, gewünschte Ausgabeform und verbietet ausdrücklich das Erfinden fehlender Angaben.

Die Prompts unten sind zum Kopieren gedacht und in eckigen Klammern markiert, wo deine eigenen Angaben hineingehören. Sie funktionieren in jedem Chatfenster und in jedem Agentenwerkzeug, das Webseiten lesen kann; wo eine Quelle hilft, steht sie im Prompt, statt dass das Modell raten muss.

Jeder Abschnitt erklärt danach, warum die einzelnen Bestandteile drinstehen. Das ist der Teil, der sich auf deinen Beruf übertragen lässt — ein Prompt ist eine Anweisung mit Randbedingungen, keine Zauberformel.

Wie alt offene Inserate sind — Anteil, der innerhalb von … Tagen publiziert wurde
Wie alt offene Inserate sind — Anteil, der innerhalb von … Tagen publiziert wurde1 Tag2.6%3 Tage11.3%7 Tage23.4%30 Tage47.9%

Offene Inserate auf SwissJobs.app, Stand 5. September 2026; Lehr- und Praktikumsstellen ausgeschlossen.

  • Ein Prompt braucht vier Dinge: eine Rolle, den Schweizer Kontext (Pensum, Sprachniveaus, Bewilligung), die gewünschte Ausgabeform und eine Regel gegen erfundene Angaben.
  • Zweimal pro Woche laufen lassen: knapp drei Prozent der offenen Inserate sind einen Tag alt, gut elf Prozent drei Tage, knapp ein Viertel eine Woche.
  • Nach Arbeitgeber UND Titel entdoppeln — siebenundzwanzig Prozent der Inserate teilen ihren Titel mit einem anderen, und der grössere Teil davon stammt vom selben Arbeitgeber.
  • Meldepflichtige Stellen sind in den ersten fünf Arbeitstagen nur über Job-Room sichtbar; das kann kein Agent umgehen.
  • Die persönlichen Arbeitsbemühungen reichst du selbst ein — der Agent bereitet die Liste nur vor.

Was ein Agent übernehmen darf — und was nicht

Die Trennlinie verläuft zwischen Finden und Entscheiden. Suchen, sortieren, Dubletten entfernen, Anforderungen gegen den eigenen Lebenslauf halten, eine Wochenübersicht bauen: das sind mechanische Aufgaben, und ein Agent macht sie schneller und gleichmässiger als du am Sonntagabend.

Was der Agent nicht übernimmt: die Bewerbung abschicken, den Text als deinen ausgeben, und die Arbeitsbemühungen melden. Das erste kostet dich Ruf, das zweite Glaubwürdigkeit, das dritte möglicherweise Geld. Alle fünf Prompts unten sind deshalb so gebaut, dass am Ende ein Entwurf oder eine Liste steht, die du liest, änderst und selbst verschickst.

Prompt 1: Der wöchentliche Suchauftrag

Der erste Prompt ist der wichtigste, weil er festlegt, worauf der Agent überhaupt schaut. Drei Dinge machen ihn gut: ein Profil mit Zahlen statt Adjektiven, ein Stichdatum, und eine Quelle, aus der der Agent gültige Suchadressen bauen kann statt sie zu raten.

Du bist mein Rechercheassistent für den Schweizer Stellenmarkt. Lies zuerst https://swissjobs.app/llms.txt und benutze die dort beschriebenen URL-Muster, um Suchseiten pro Beruf und Ort zu bauen. Mein Profil: Beruf [Berufsbezeichnung], Wunschpensum [80 bis 100 Prozent], Kantone [Zürich, Aargau, Zug], Sprachen [Deutsch muttersprachlich, Englisch B2, Französisch A2], Bewilligung [Schweizer Bürgerin / Ausweis B / Ausweis C], frühester Start [Datum]. Suche offene Inserate, die seit dem [Datum der letzten Runde] neu dazugekommen sind. Gib eine Tabelle aus mit den Spalten: Titel, Arbeitgeber, Ort, Publikationsdatum, Link, geforderte Sprachen, Pensum, ein Satz warum es passt. Regeln: nur Inserate, die du wirklich geöffnet hast; keine Links erfinden; wenn ein Feld im Inserat nicht steht, schreibe 'nicht angegeben' statt zu raten; sortiere nach Publikationsdatum, das neueste zuerst.

Warum die Datei am Anfang steht: https://swissjobs.app/llms.txt beschreibt die URL-Muster pro Sprache — swissjobs.app/stellen/{beruf}/{ort} auf Deutsch, /jobs/ auf Englisch, /emplois/ auf Französisch, /lavoro/ auf Italienisch — samt der Berufs- und Ortsbezeichnungen, die es wirklich gibt. Ohne so eine Vorlage erfindet ein Modell Adressen, die ins Leere führen, und du merkst es erst beim Klicken. Der Satz 'nicht angegeben statt raten' ist der zweite Sicherungsstift: er verwandelt eine Halluzination in eine sichtbare Lücke.

Das Stichdatum ist kein Detail. Gut die Hälfte der offenen Inserate in unserem Index ist länger als einen Monat online; ohne Datumsfilter liest der Agent jede Woche denselben Bestand neu und du bekommst eine Liste, die zu rund drei Vierteln aus alten Bekannten besteht.

Prompt 2: Der Abgleich mit dem eigenen Profil

Der zweite Prompt beantwortet die Frage, die nach dem Suchen kommt: auf welche dieser Stellen bewerbe ich mich wirklich. Wichtig ist, dass die Bewertung in getrennte Kriterien zerlegt wird. Eine einzelne Zahl 'Passung acht von zehn' ist nicht überprüfbar; vier Zahlen zeigen dir, ob es an der Sprache, am Pensum oder am Weg scheitert.

Du bist eine erfahrene Schweizer Personalverantwortliche. Hier ist mein Lebenslauf: [einfügen]. Hier sind [Anzahl] Inserate: [einfügen]. Bewerte jedes Inserat einzeln auf einer Skala von null bis zehn, und zwar getrennt nach vier Kriterien: fachliche Passung, Sprachanforderung gegenüber meinem Niveau, Pensum, Arbeitsweg von [Wohnort]. Nenne pro Inserat die eine Anforderung, die ich klar nicht erfülle, und die eine, die ich klar übertreffe. Erfinde keine Anforderung, die nicht im Text steht: wenn das Inserat kein Sprachniveau nennt, schreibe das hin. Am Schluss drei Listen: 'jetzt bewerben', 'nur mit angepasstem Dossier', 'nicht bewerben, weil'. Begründe jede Einordnung in einem Satz.

Die Sprachanforderung verdient eine eigene Spalte, weil sie in der Schweiz häufiger über eine Absage entscheidet als das Fachliche: rund zwei Drittel der offenen Inserate in unserem Index nennen mindestens eine geforderte Sprache, und die grosse Mehrheit dieser Angaben verlangt Berufsniveau, nicht Konversation.

Der Zusatz 'erfinde keine Anforderung' ist nicht Höflichkeit gegenüber der Maschine, sondern der Kern. Ein Modell, das eine fehlende Angabe ergänzt, sortiert dich aus Stellen aus, für die du qualifiziert bist.

Prompt 3: Dubletten und Wiederholungsinserate

Wer mehrere Quellen abgräst, bekommt dieselbe Stelle mehrfach. In unserem eigenen Index teilen sich siebenundzwanzig Prozent der offenen Inserate den Titel mit mindestens einem anderen Inserat — und der grössere Teil davon, gut zwanzig Prozent aller Inserate, ist derselbe Titel beim gleichen Arbeitgeber.

Bereinige diese Inseratsliste. Behandle zwei Einträge als dasselbe Inserat, wenn Arbeitgeber und Stellentitel übereinstimmen, auch wenn Ort oder Link verschieden sind. Behalte pro Gruppe den Eintrag mit dem ältesten Publikationsdatum und notiere in einer Spalte 'Wiederholung', wie oft dieselbe Stelle sonst noch auftaucht und seit wann. Behandle gleiche Titel bei verschiedenen Arbeitgebern NICHT als Dublette. Gib die bereinigte Liste aus und darunter eine kurze Notiz, welche Stellen offenbar seit Monaten immer wieder ausgeschrieben werden. Liste: [einfügen].

Deshalb lautet die Regel im Prompt: Arbeitgeber UND Titel müssen übereinstimmen. Nur nach Titel zu entdoppeln wäre falsch — 'Projektleiter' bei zwei verschiedenen Firmen sind zwei Stellen. Nur nach Link zu entdoppeln wäre ebenfalls falsch, weil dieselbe Stelle auf mehreren Portalen unterschiedliche Adressen hat.

Die Spalte 'Wiederholung' ist der eigentliche Gewinn. Eine Stelle, die seit Monaten in immer neuen Inseraten auftaucht, sagt dir etwas über die Fluktuation oder die Erwartungen dort — und sie ist ein guter Anlass, direkt beim Arbeitgeber nachzufragen statt das Formular zum vierten Mal auszufüllen.

Prompt 4: Zuschnitt auf ein einzelnes Inserat

Hier hört die Automatisierung auf und die Vorbereitung fängt an. Der Prompt erzeugt bewusst keinen fertigen Brief, sondern eine Gegenüberstellung: Anforderung links, Beleg oder Lücke rechts. Das ist die Form, die dir beim Schreiben hilft und die du in zwei Minuten prüfen kannst.

Du bist mein Bewerbungscoach für die Schweiz. Inserat: [Text des Inserats einfügen]. Mein Lebenslauf: [einfügen]. Erstelle erstens eine Gegenüberstellung: jede im Inserat genannte Anforderung in einer Zeile, daneben der konkrete Beleg aus meinem Lebenslauf oder das Wort 'Lücke'. Zweitens formuliere für die drei wichtigsten Treffer je einen Stichpunkt in der Sprache des Inserats, mit einem messbaren Ergebnis, höchstens zwei Zeilen. Drittens nenne die zwei Lücken, die ich im Motivationsschreiben ansprechen sollte, und wie. Harte Regel: erfinde keine Station, keinen Abschluss und kein Ergebnis. Wenn ein Beleg fehlt, sage das, statt etwas Plausibles zu schreiben. Schweizer Konventionen beachten: Pensum in Prozent, Sprachen nach dem europäischen Referenzrahmen, Bewilligungsstatus als eigene Zeile.

Die harte Regel gegen erfundene Stationen steht da, weil generative Modelle genau das gut können: eine plausible Zeile schreiben, die im Gespräch nicht hält. In einem Schweizer Verfahren mit Arbeitszeugnissen und Referenzen fällt so etwas auf, und zwar spät, wenn es teuer ist.

Die drei Schweizer Konventionen im Prompt — Pensum in Prozent, Sprachniveaus nach dem europäischen Referenzrahmen, Bewilligung als eigene Zeile — sind der Unterschied zwischen einem Dossier, das hier gelesen wird, und einem, das nach einem amerikanischen Muster aussieht.

Prompt 5: Der Wochenrapport für das eigene Dossier

Der fünfte Prompt ist Buchhaltung, und sie ist der Teil, den fast alle liegen lassen, bis das Monatsende kommt.

Fasse meine Bewerbungen der letzten Woche zusammen. Rohdaten: [Datum, Arbeitgeber, Stelle, Kanal, Stand, Antwort]. Gib erstens eine Tabelle mit den Spalten Datum, Arbeitgeber, Stelle, Art der Bewerbung, Ergebnis. Zweitens drei Zeilen Auswertung: wo ich zu wenig gemacht habe, welcher Kanal Rückmeldungen bringt, welche zwei Nachfassaktionen diese Woche fällig sind. Formuliere nichts um, was ich nicht getan habe. Wichtig: das ist meine Arbeitsunterlage, nicht die Einreichung. Die persönlichen Arbeitsbemühungen reiche ich selbst über Job-Room oder beim RAV ein.

Der letzte Satz des Prompts ist der wichtigste der ganzen Seite. Der Nachweis der persönlichen Arbeitsbemühungen wird online über Job-Room eingereicht — arbeit.swiss führt diese Einreichung ausdrücklich als eService, der nur beim RAV angemeldeten und in Job-Room registrierten Personen offensteht. Ein Agent kann die Liste vorbereiten; einreichen musst du, und was zählt, ist das, was dort ankommt.

Wenn du die Bewerbungen ohnehin bei uns mitführst, fällt dieser Prompt weg: die Anwendung füllt das SECO-Formular aus den erfassten Bewerbungen und du druckst es aus.

Wie oft der Agent laufen soll — was die Zahlen sagen

Die häufigste Fehleinstellung ist täglich. Von den offenen Inseraten in unserem Index wurden am Stichtag knapp drei Prozent innerhalb des letzten Tages publiziert, gut elf Prozent innerhalb von drei Tagen und knapp ein Viertel innerhalb einer Woche. Das mittlere offene Inserat ist rund einen Monat alt.

Daraus folgt eine praktische Kadenz: zweimal pro Woche. Ein täglicher Lauf zeigt dir im Schnitt eine sehr dünne Liste und erzeugt trotzdem jedes Mal Arbeit; ein Lauf alle drei bis vier Tage fängt praktisch alles ein, was wirklich neu ist. Wer täglich sucht, sucht vor allem dieselben Inserate noch einmal.

Die Ausnahme ist der Meldepflicht-Vorlauf weiter unten: dort entscheidet nicht deine Kadenz, sondern dein Zugang.

Der blinde Fleck: die ersten fünf Tage

Ein Agent, der öffentliche Stellenportale liest, sieht einen Teil des Marktes systematisch später als andere. Offene Stellen, die Arbeitgeber im Rahmen der Stellenmeldepflicht melden, sind während der ersten fünf Arbeitstage nach der Publikation ausschliesslich für beim RAV angemeldete und in Job-Room registrierte Stellensuchende sichtbar; erst danach dürfen sie auf anderen Portalen veröffentlicht werden. So steht es auf arbeit.swiss.

Das ist keine Schwäche der Prompts, sondern eine Eigenschaft des Marktes, und sie hat eine einfache Konsequenz: wer angemeldet ist, schaut in dieser Zeit selbst in Job-Room hinein. Kein Agent, kein Portal und kein Werkzeug kann diesen Vorlauf ersetzen.

Was du nie automatisieren solltest

Erstens das Absenden. Eine Bewerbung, die ohne dein Lesen rausgeht, enthält irgendwann den falschen Firmennamen — und das ist die eine Sorte Fehler, die in der Schweiz sofort disqualifiziert.

Zweitens die Menge. Der Reflex, mit einem Agenten mehr statt besser zu bewerben, ist verständlich und kontraproduktiv: Schweizer Recruiterinnen erkennen das Standardschreiben, das an ein Treuhandbüro und an ein Alterszentrum gleichzeitig passt.

Drittens die Meldung an das RAV. Und viertens deine Personendaten: was du in ein Chatfenster kopierst, verlässt deinen Rechner. Adressen, Geburtsdatum, AHV-Nummer und Arbeitszeugnisse gehören nicht hinein — für einen Abgleich reichen die Berufserfahrung und die Qualifikationen.

Was Betroffene berichten

  • Der administrative Teil der Stellensuche gilt in der Schweiz als die eigentliche Belastung: stundenlang Inserate kopieren, Arbeitsbemühungen ins Formular übertragen, den Überblick verlieren, sobald ein Inserat offline geht. Genau dieser Teil ist der, den ein Agent übernehmen darf.

    LinkedIn-Beitrag einer Schweizer Fachperson, Mai 2026 — aggregiert wiedergegeben, keine Person genannt.

  • Auf der Gegenseite berichten Schweizer Recruiterinnen und Recruiter regelmässig vom selben Muster bei Zugezogenen: hunderte verschickte Bewerbungen, keine Antworten, weil dieselbe allgemeine Unterlage an Stellen ging, die nicht zum Profil passten. Mehr Volumen ist nicht die Lösung, die ein Agent liefert.

    Aggregierte Beobachtung aus mehreren LinkedIn-Beiträgen Schweizer Personalvermittlungen, November 2025 bis August 2026.

Marktzahlen aus den offenen Inseraten auf SwissJobs.app, Stand 5. September 2026; Lehr- und Praktikumsstellen ausgeschlossen, Anteile statt absoluter Zahlen. Die Regel zu den ersten fünf Arbeitstagen und zur Einreichung der Arbeitsbemühungen am 6. September 2026 auf arbeit.swiss nachgelesen.

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Quellen

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Was unser Stellenindex über den Schweizer Markt sagt

Live aus unserem eigenen Index berechnet, nicht aus einer Studie zitiert. Nur Anteile, Stand heute.

Sprache der Inserate

Deutsch
60%
English
23%
Français
13%
Italiano
3%

Von den Inseraten mit Sprachanforderung verlangen

Deutsch
70%
English
43%
Français
21%
Italiano
3%

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