Lebenslauf Network Engineer: Beispiel und Vorlage

So strukturieren Sie Ihren Lebenslauf als Network Engineer für den Schweizer Arbeitsmarkt - mit Beispieltexten, die Routing-, Security- und Automationskompetenz messbar machen.

Aktuell 21 offene Stellen als Network Engineer in der Schweiz in 7 Kantonen, davon 2 aus den letzten 7 Tagen. Am meisten ausgeschrieben hat RUAG.

Lebenslauf-Beispiel — zweiseitige Vorlage

Diese Vorlage lässt sich direkt bearbeiten — oder laden Sie Ihren bestehenden Lebenslauf hoch, und er wird automatisch in dieses Layout übertragen.

Welche Ausbildung und welche Zertifikate erwarten Schweizer Arbeitgeber von einem Network Engineer?

Der übliche Weg führt über das Informatiker EFZ, ergänzt durch einen Abschluss HF oder FH und mindestens eine aktuelle Herstellerzertifizierung auf Professional-Level.

Die meisten Stelleninserate verlangen eine abgeschlossene Berufslehre als Informatiker/in EFZ (Fachrichtung Plattformentwicklung oder Betriebsinformatik) oder Telematiker/in EFZ, danach eine Weiterbildung zum Dipl. Techniker/in HF Systemtechnik, zum eidg. Fachausweis ICT System- und Netzwerktechnik oder einen Bachelor FH in Informatik. Nennen Sie diese Abschlüsse exakt so, wie sie im Diplom stehen, inklusive Schule und Abschlussjahr - Schweizer HR-Verantwortliche kennen die Titel und erkennen sofort, ob jemand den regulären Bildungsweg gegangen ist. Ein ausländischer Abschluss gehört mit dem Hinweis auf eine Anerkennung durch das SBFI in den Lebenslauf.

Bei den Zertifikaten zählt Aktualität mehr als Menge. Führen Sie CCNA, CCNP Enterprise oder CCIE, Fortinet NSE 4 bis 7, Juniper JNCIA/JNCIP, Aruba ACMA/ACMP oder Palo Alto PCNSE mit Ablaufdatum auf und ergänzen Sie bei Cloud-Netzwerken AWS Advanced Networking oder Azure Network Engineer Associate. Wenn Sie an einer Rezertifizierung arbeiten, schreiben Sie das transparent hin, zum Beispiel 'CCIE Enterprise Infrastructure, Written bestanden 2024, Lab geplant'.

Setzen Sie die Zertifikate immer in Bezug zur Praxis: Ein CCNP ohne belegtes BGP- oder EVPN-Projekt wirkt in Zürich oder Basel schwächer als eine dokumentierte Migration mit Zahlen. Für Salärgespräche hilft die Einordnung: Junior-Rollen starten häufig bei rund CHF 80'000 bis CHF 95'000, erfahrene Network Engineers liegen je nach Region und Branche bei CHF 105'000 bis CHF 135'000, mit Pikettentschädigung zusätzlich.

Wie beschreibe ich meine Berufserfahrung als Network Engineer überzeugend?

Beschreiben Sie pro Stelle zuerst die Netzwerkgrösse und Technologie und danach drei bis vier messbare Ergebnisse statt einer Aufgabenliste.

Geben Sie zu jeder Position den Kontext an: Anzahl Standorte, Anzahl Endgeräte oder Ports, Anzahl Rechenzentren, Verfügbarkeitsziel im SLA und Teamgrösse. Der Unterschied zwischen einem Campus-Netz mit 300 Ports und einer Multi-Site-Umgebung mit 42 Standorten ist für die Personalverantwortlichen entscheidend, geht aus Formulierungen wie 'Betrieb der Netzwerkinfrastruktur' aber nie hervor. Nennen Sie zusätzlich die Branche, denn Anforderungen in einer Bank, einem Spital mit Medizinaltechnik-Netzen oder in einem Industriebetrieb mit OT-Segmentierung sind sehr unterschiedlich.

Formulieren Sie Ergebnisse mit Zahlen: gesenkte MTTR, erhöhte Verfügbarkeit, reduzierte Failover-Zeit, eingesparte WAN-Kosten in CHF, Anzahl migrierter Geräte, Anzahl automatisierter Changes. Ein Punkt wie 'MTTR von 4.2 auf 1.6 Stunden gesenkt bei 1'200 Tickets pro Jahr' sagt mehr als drei Zeilen Aufgabenbeschreibung. Nennen Sie auch die konkreten Protokolle und Plattformen, weil viele Bewerbungen über ein Bewerbermanagementsystem nach Stichworten wie BGP, EVPN, SD-WAN, ISE oder FortiManager gefiltert werden.

Ergänzen Sie Aspekte, die im Schweizer Betrieb wichtig sind: Pikett- und Wartungsfenster (oft nachts oder am Wochenende), Change-Management nach ITIL mit CAB-Freigabe, Zusammenarbeit mit Carriern und Fiber-Providern, Dokumentationspflicht sowie Erfahrung mit Ausschreibungen nach öffentlichem Beschaffungsrecht, falls Sie für Kantone oder Gemeinden gearbeitet haben. Wer Französisch oder Italienisch für Standorte in der Romandie oder im Tessin einbringt, sollte das Niveau nach GER angeben.

Wie lang soll der Lebenslauf sein, braucht es ein Foto und was ist sonst schweizspezifisch?

Zwei Seiten, ein professionelles Foto und ein vollständiges Bewerbungsdossier mit Arbeitszeugnissen sind in der Schweiz der Standard.

Halten Sie den Lebenslauf auf maximal zwei Seiten, bei über zehn Jahren Erfahrung sind drei Seiten akzeptabel, wenn die dritte Seite Zertifikate, Projekte und Weiterbildungen enthält. Ältere Stellen fassen Sie in einer Zeile zusammen. Ein Foto ist in der Schweiz weiterhin üblich und wird von den meisten Arbeitgebern erwartet: neutraler Hintergrund, Geschäftskleidung, aktuell. Angaben zu Geburtsdatum, Zivilstand und Nationalität beziehungsweise Aufenthaltsbewilligung (B, C oder G für Grenzgänger) sind gängig und helfen bei der administrativen Einordnung.

Legen Sie dem Dossier Ihre Arbeitszeugnisse bei, nicht nur Referenzkontakte - das ist die grösste Abweichung zu vielen anderen Ländern. Zwischenzeugnisse aus einer laufenden Anstellung sind ebenfalls gern gesehen. Diplome, Zertifikatsnachweise (zum Beispiel die Cisco-Verifizierungsnummer) und ein aktueller Auszug aus dem Strafregister, falls für sicherheitskritische Umgebungen verlangt, runden das Dossier ab. Alles zusammen als ein einziges PDF mit sauberem Dateinamen einreichen.

Passen Sie Profil und Stichworte an die Ausschreibung an: Ein Betreiber mit Cisco-Landschaft interessiert sich für NX-OS, ISE und Catalyst SD-WAN, ein Fortinet-Haus für FortiManager und SD-WAN-Overlays, ein Cloud-lastiger Arbeitgeber für Transit Gateways, ExpressRoute und Zero Trust. Erwähnen Sie zudem Bereitschaft zu Pikettdienst, Führerausweis Kategorie B für Standortbesuche und - falls zutreffend - Erfahrung mit Vorgaben wie ISO 27001, IEC 62443 oder dem IKT-Minimalstandard des Bundes. Diese Details entscheiden häufiger über die Einladung als die Gestaltung der Vorlage.

Wo Network Engineer in der Schweiz gesucht werden

Verteilung der 21 offenen Stellen auf die Kantone.

Zürich3Graubünden2Thurgau1Bern1Basel-Landschaft1Tessin1Waadt1
Zahlen als Tabelle
KantonInserate
Zürich3
Graubünden2
Thurgau1
Bern1
Basel-Landschaft1
Tessin1
Waadt1

Welche Sprachen die Inserate verlangen

Von 16 Inseraten mit Sprachangabe — in Klammern die Zahl, die Verhandlungsniveau verlangt.

Deutsch14 (13)Englisch5 (4)Italienisch1 (1)
Zahlen als Tabelle
SpracheInserate
Deutsch14 (13)
Englisch5 (4)
Italienisch1 (1)

Wer in der Schweiz Network Engineer sucht

Arbeitgeber mit den meisten offenen Stellen. Personalvermittler sind ausgeschlossen.

RUAG2Sunrise2Kanton Thurgau1informatica ag1AMERICAN SYSTEMS1ITRIS One AG1
Zahlen als Tabelle
ArbeitgeberInserate
RUAG2
Sunrise2
Kanton Thurgau1
informatica ag1
AMERICAN SYSTEMS1
ITRIS One AG1

Vollzeit oder Teilzeit?

Wie die Stellen ausgeschrieben sind.

Vollzeit / plein te…20
Zahlen als Tabelle
PensumInserate
Vollzeit / plein temps20

Der Lebenslauf im Volltext

Zum Nachlesen und Übernehmen.

Marco Brunner

Senior Network Engineer, Dipl. Techniker HF Systemtechnik, CCNP Enterprise

Network Engineer mit 11 Jahren Erfahrung im Betrieb und Redesign von Enterprise-Netzwerken für Finanz- und Industriekunden in der Deutschschweiz. Schwerpunkte sind BGP/OSPF-Routing, VXLAN/EVPN-Fabrics in georedundanten Rechenzentren sowie Netzwerksegmentierung nach ISO 27001 und FINMA-Vorgaben. Automatisiert Konfigurationen mit Ansible und NetBox und übernimmt regelmässig 24/7-Pikettdienst für kritische Infrastrukturen.

Was mich unterscheidet

Rechenzentrums-Fabrics statt reinem Break-Fix: Plant und betreibt VXLAN/EVPN-Fabrics auf Cisco Nexus mit MP-BGP-Control-Plane und aktiv/aktiv-Georedundanz zwischen zwei Schweizer Rechenzentren inklusive DWDM-Dark-Fiber-Strecke.

Regulatorik-Erfahrung im Finanzumfeld: Setzt Netzwerkanforderungen aus ISO 27001, dem revDSG und FINMA-Rundschreiben zu Operational Risk um und liefert Auditoren Zonenkonzepte, Firewall-Regelreviews und Nachweise ohne Nacharbeit.

Netzwerkautomation mit Infrastructure as Code: Führt Konfigurationen über Ansible-Playbooks und NetBox als Single Source of Truth, mit Git-Review und Pre-Change-Validierung statt manueller CLI-Änderungen auf 300+ Geräten.

IT/OT-Segmentierung für Industriekunden: Trennt Produktionsnetze nach IEC 62443 in Zonen und Conduits, inklusive Purdue-Modell, Data Diodes und redundantem PRP/HSR-Design für Steuerungsnetze.

Wichtigste Erfolge

SD-WAN-Rollout an 42 Standorten. Migration von MPLS auf SD-WAN in 14 Monaten abgeschlossen, WAN-Kosten um CHF 380'000 pro Jahr gesenkt und die Ausfallzeit pro Standort auf unter 20 Minuten begrenzt.

Failover-Zeit um 94 Prozent reduziert. Neuaufbau der Rechenzentrumskopplung Zürich-Bern mit EVPN Multihoming: Umschaltzeit von 8 Minuten auf unter 30 Sekunden, keine ungeplanten Ausfälle in 26 Monaten.

Audit ohne Befunde. 380 VLANs auf 24 dokumentierte Sicherheitszonen konsolidiert und 1'900 Firewall-Regeln bereinigt; die Zahl der Auditbefunde sank von 11 auf 0.

Berufserfahrung

Senior Network EngineerAlpstein Netlink AG, Zürich, 03/2020 - heute

Interner Netzwerkbetrieb für einen Finanzdienstleister mit 42 Standorten, 6'500 Endgeräten und zwei georedundanten Rechenzentren; Team von 5 Engineers, Pikett im 4-Wochen-Turnus.

  • SD-WAN-Migration von 42 MPLS-Standorten in 14 Monaten geleitet, jährliche WAN-Kosten um CHF 380'000 reduziert
  • VXLAN/EVPN-Fabric mit 12 Leaf- und 4 Spine-Switches aufgebaut, Failover-Zeit von 8 Minuten auf unter 30 Sekunden gesenkt
  • 802.1X mit Cisco ISE für 6'500 Endgeräte ausgerollt, Enrollment-Quote 99.8 Prozent, 340 unbekannte Geräte identifiziert
  • Ansible- und NetBox-Automation eingeführt: Konfigurationsaufwand für Standard-Changes von 90 auf 12 Minuten reduziert

Network EngineerRhonetal Systems AG, Bern, 08/2016 - 02/2020

ICT-Dienstleister mit 60 KMU- und Gemeindekunden in den Kantonen Bern und Wallis; 2nd- und 3rd-Level-Support sowie Projektumsetzung.

  • BGP-Multihoming mit zwei Carriern für 14 Kunden implementiert, Internet-Verfügbarkeit von 99.7 auf 99.97 Prozent erhöht
  • WLAN-Redesign mit 420 Wi-Fi-6-Access-Points inklusive Site Survey, Roaming-Abbrüche um 78 Prozent reduziert
  • MTTR bei Netzwerkstörungen von 4.2 auf 1.6 Stunden gesenkt bei rund 1'200 Tickets pro Jahr
  • FortiGate-Cluster für 23 Kunden migriert, Projektvolumen gesamt CHF 640'000, alle Termine eingehalten

Systemtechniker NetzwerkAarequell ICT AG, Aarau, 09/2013 - 07/2016

Betrieb und Ausbau von Campus-Netzwerken für zwei Spitäler und einen Industriekunden mit rund 2'400 Anwenderinnen und Anwendern.

  • Switch-Refresh mit 1'800 Ports in 9 Etappen umgesetzt, jede Migration im Wartungsfenster von 4 Stunden abgeschlossen
  • Monitoring mit Zabbix und NetFlow für 240 Geräte aufgebaut, Fehlalarme um 60 Prozent reduziert
  • IPv6-Dual-Stack-Pilot für 3 Standorte umgesetzt und Adresskonzept für 12'000 Adressen dokumentiert
  • Netzwerkdokumentation von 0 auf 100 Prozent der Standorte gebracht, Einarbeitungszeit neuer Kollegen halbiert

Ausbildung

Dipl. Techniker HF, Systemtechnik, Vertiefung NetzwerktechnikHöhere Fachschule für Technik, Bern · 2016

Eidg. Fachausweis, ICT System- und NetzwerktechnikBerufsprüfung ICT-Berufsbildung Schweiz · 2019

Informatiker EFZ, Fachrichtung BetriebsinformatikBerufsfachschule Aarau · 2013

Cisco CCNP Enterprise (ENCOR, ENARSI), gültig bis 2026 · Fortinet NSE 7 Enterprise Firewall · Cisco DevNet Associate (Netzwerkautomation) · ITIL 4 Foundation