Lebenslauf Penetration Tester: Beispiel und Vorlage
Ein vollständiges Schweizer Lebenslauf-Beispiel für Penetration Tester mit Offensive-Security-Zertifizierungen, Projektnachweisen und messbaren Resultaten.
Aktuell 1 offene Stellen als Penetration in der Schweiz in 1 Kantonen. Am meisten ausgeschrieben hat Deloitte.
Lebenslauf-Beispiel — zweiseitige Vorlage
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Welchen Abschluss brauche ich als Penetration Tester in der Schweiz?
Ein Informatik-Abschluss auf Stufe EFZ, HF oder FH ist die üblichste Basis, entscheidend sind aber praktische Offensive-Security-Zertifikate wie OSCP.
Die meisten Schweizer Stellenausschreibungen verlangen einen BSc in Informatik oder Wirtschaftsinformatik von einer Fachhochschule wie ZHAW, FHNW, HSLU oder OST beziehungsweise eine ETH- oder EPFL-Ausbildung. Ebenso anerkannt ist der Weg über das Informatiker EFZ mit anschliessendem Dipl. Techniker HF Informatik oder dem eidgenössischen Fachausweis Cyber Security Specialist. Nennen Sie Ihren Abschluss im Lebenslauf immer mit der offiziellen Schweizer Bezeichnung und dem Abschlussjahr, damit HR die Stufe korrekt einordnen kann.
Deutlich stärker gewichtet werden im Bewerbungsprozess die praktischen Zertifizierungen. OSCP gilt als De-facto-Eintrittsnachweis, darüber hinaus sind OSEP, OSWE, GIAC GPEN oder GXPN, CREST CRT und der Burp Suite Certified Practitioner gern gesehen. Führen Sie diese Zertifikate mit Jahr auf und verzichten Sie auf reine Teilnahmebestätigungen ohne Prüfung, denn erfahrene Fachvorgesetzte erkennen den Unterschied sofort.
Wenn Sie im Finanzsektor arbeiten möchten, erwähnen Sie Erfahrung mit FINMA-Rundschreiben 2023/1, ISO/IEC 27001 und dem revidierten Datenschutzgesetz. Für Industrie- und Energiekunden sind IEC 62443 und OT-Kenntnisse relevant, für Bundes- und Kantonsmandate der Bezug zum NCSC sowie Erfahrung mit Sicherheitsprüfungen in eCH-konformen Umgebungen. Solche Angaben zeigen, dass Sie den regulatorischen Rahmen und nicht nur Werkzeuge kennen.
Wie baue ich als Einsteiger Berufserfahrung im Penetration Testing auf?
Dokumentieren Sie belegbare Praxis aus Labs, Bug-Bounty-Programmen, Home-Lab-Projekten und einer Zwischenstation im Betrieb oder SOC.
Reine Zertifikate ohne Praxisnachweis überzeugen in der Schweiz selten. Bewährt hat sich der Umweg über System- oder Netzwerkadministration, Application Support oder eine SOC-Analyst-Rolle: Wer Active Directory, Firewalls und Log-Quellen aus dem Betrieb kennt, findet später schneller realistische Angriffspfade. Formulieren Sie diese Stationen im Lebenslauf offensiv sicherheitsnah, etwa mit Härtung von 210 Servern nach CIS Benchmarks oder Bearbeitung von 40 Incidents pro Monat.
Zeigen Sie zusätzlich einen kleinen, aber überprüfbaren Portfolio-Abschnitt: Anzahl gelöster Maschinen auf Plattformen wie Hack The Box oder TryHackMe, akzeptierte Bug-Bounty-Reports mit Schweregrad, veröffentlichte CVEs, eigene Tools auf GitHub oder Vorträge an einem Meetup wie einem lokalen OWASP-Chapter. Zahlen und Links wirken hier stärker als Adjektive.
Rechnen Sie mit einem Einstieg als Junior Penetration Tester bei etwa CHF 85'000 bis CHF 100'000, mit drei bis fünf Jahren Erfahrung und OSCP sind CHF 110'000 bis CHF 135'000 üblich, in Senior- und Red-Team-Lead-Rollen auch mehr. Erwähnen Sie im Lebenslauf ausdrücklich, dass Sie zu einem Strafregisterauszug, einer Personensicherheitsprüfung und dem Unterzeichnen von NDA-Vereinbarungen bereit sind, da dies bei Bank- und Bundesmandaten Voraussetzung ist.
Wie lang soll der Lebenslauf sein und braucht es ein Foto?
Zwei Seiten sind der Standard, ein professionelles Foto ist in der Schweiz weiterhin üblich und wird von den meisten Arbeitgebern erwartet.
Halten Sie den Lebenslauf auf zwei Seiten, maximal drei, wenn Sie eine lange Projektliste haben. Beginnen Sie mit einem kurzen Profil, danach Berufserfahrung in umgekehrt chronologischer Reihenfolge mit Monat und Jahr, anschliessend Zertifikate, Ausbildung, Sprachen und technische Schwerpunkte. Lange Auflistungen einzelner Mandate gehören in ein separates Referenzblatt, das Sie auf Anfrage nachreichen.
Ein sachliches Portraitfoto, Wohnort, Nationalität beziehungsweise Aufenthaltsbewilligung und die Sprachniveaus nach GER gehören zu den Schweizer Eigenheiten. Vertrauliche Kundennamen dürfen Sie nicht nennen: Schreiben Sie stattdessen Branche und Grösse, etwa Retailbank mit 1'200 Mitarbeitenden, und belegen Sie Ihre Leistung mit Zahlen wie Anzahl Assessments, Findings oder Remediation-Quote.
Passen Sie Wortwahl und Schwerpunkte an die Ausschreibung an: Verlangt der Arbeitgeber Web- und API-Tests, stellen Sie OWASP WSTG, ASVS und Burp-Erfahrung nach vorne; geht es um Red Teaming, betonen Sie C2-Infrastruktur, MITRE ATT&CK und EDR-Evasion. Ein PDF mit klarem Dateinamen, ein aktuelles LinkedIn-Profil und ein kurzes, konkretes Motivationsschreiben runden das Dossier ab.
Wo Penetration in der Schweiz gesucht werden
Verteilung der 1 offenen Stellen auf die Kantone.
Zahlen als Tabelle
| Kanton | Inserate |
|---|---|
| Basel-Stadt | 1 |
Welche Sprachen die Inserate verlangen
Von 1 Inseraten mit Sprachangabe — in Klammern die Zahl, die Verhandlungsniveau verlangt.
Zahlen als Tabelle
| Sprache | Inserate |
|---|---|
| Englisch | 1 (1) |
| Deutsch | 1 (1) |
Wer in der Schweiz Penetration sucht
Arbeitgeber mit den meisten offenen Stellen. Personalvermittler sind ausgeschlossen.
Zahlen als Tabelle
| Arbeitgeber | Inserate |
|---|---|
| Deloitte | 1 |
Vollzeit oder Teilzeit?
Wie die Stellen ausgeschrieben sind.
Zahlen als Tabelle
| Pensum | Inserate |
|---|---|
| Vollzeit / plein temps | 1 |
Der Lebenslauf im Volltext
Zum Nachlesen und Übernehmen.
Nino Brunschwiler
Senior Penetration Tester (OSCP, OSEP) · BSc Informatik ZHAW
Senior Penetration Tester mit 8 Jahren Erfahrung in Web-, Infrastruktur- und Active-Directory-Assessments für Banken, Versicherer und Industrieunternehmen in der Schweiz. Führt Tests nach OWASP WSTG, PTES und NIST SP 800-115 durch und übersetzt Findings in priorisierte, umsetzbare Massnahmen für Entwicklungs- und Betriebsteams. Erfahren in FINMA-relevanten Prüfungen, Red-Team-Simulationen nach TIBER-EU-Logik und in der Nachverfolgung von Remediation bis zum Retest.
Was mich unterscheidet
Nachweisbare Exploit-Tiefe: Entwickelt eigene Proof-of-Concepts und Umgehungen von EDR-Kontrollen; in 14 von 22 Red-Team-Einsätzen wurde Domain-Admin ohne Auslösen eines SOC-Alarms in unter 48 Stunden erreicht.
Berichte, die gelesen werden: Zweistufige Berichtsstruktur (Management Summary auf Deutsch, technischer Teil auf Englisch) mit CVSS-4.0-Scoring; Remediation-Quote der High-Findings innert 90 Tagen von 54 auf 88 Prozent gesteigert.
Regulatorisches Verständnis: Kennt die Erwartungen aus FINMA-Rundschreiben 2023/1 zu operationellen Risiken sowie ISO/IEC 27001 A.8.8 und liefert Prüfnachweise, die Interne Revision und externe Auditoren direkt verwenden können.
Secure-Coding-Brücke: Führt nach jedem Web-Assessment Debriefings für Entwicklerteams durch; nach 18 Sessions sanken wiederkehrende OWASP-Top-10-Findings bei einem Kunden um 61 Prozent.
Wichtigste Erfolge
Kritische Lücke im E-Banking-Portal. Fand eine verkettete IDOR- und JWT-Signaturschwäche, die Zugriff auf 42'000 Kundenkonten erlaubt hätte; Fix innert 6 Tagen produktiv, Retest ohne Restrisiko.
Aufbau eines internen Pentest-Teams. Baute bei einem Versicherer ein Team von 4 Testern auf, reduzierte externe Mandatskosten um CHF 240'000 pro Jahr und erhöhte die getestete Applikationsabdeckung von 31 auf 79 Prozent.
OT-Assessment in der Produktion. Leitete ein Purdue-Level-2-Assessment über 6 Werke, identifizierte 23 unsegmentierte Verbindungen und begleitete die Umsetzung einer Zonen-Conduit-Architektur nach IEC 62443.
Berufserfahrung
Senior Penetration Tester — Nordwall Security AG, Zürich, seit 03/2021
Offensive-Security-Boutique mit 28 Mitarbeitenden, Fokus Finanzsektor und kritische Infrastruktur in der Deutschschweiz.
- Durchführung von 45 bis 55 Mandaten pro Jahr (Web, API, Mobile, interne Infrastruktur, Wi-Fi) mit einer durchschnittlichen Kundenbewertung von 4.8 von 5.
- Verantwortlich für 22 Red-Team- und Assumed-Breach-Einsätze; in 14 Fällen Domain-Dominanz in unter 48 Stunden erreicht und 9 SOC-Detektionslücken dokumentiert.
- Aufbau einer wiederverwendbaren Testing-Toolchain (Nuclei-Templates, Burp-Extensions, Impacket-Wrapper), die den Aufwand pro Infrastrukturtest um 1.5 Tage senkte.
- Fachliche Führung von 3 Junior Testern inklusive Review von 130 Berichten und Begleitung zu OSCP-Prüfungserfolgen.
Penetration Tester / Security Analyst — Helvetica Assurance Gruppe, Basel, 08/2018 - 02/2021
Internes Security-Testing-Team eines Versicherers mit rund 3'800 Mitarbeitenden und 260 Business-Applikationen.
- Aufbau des internen Pentest-Programms von 0 auf 60 Assessments pro Jahr; Testabdeckung der kritischen Applikationen von 31 auf 79 Prozent erhöht.
- Einführung von Threat-Led-Testing auf Basis von MITRE ATT&CK; 118 Findings mit CVSS 7.0 oder höher identifiziert, 91 Prozent innert SLA behoben.
- Integration von authentifizierten DAST-Scans in 14 Azure-DevOps-Pipelines, wodurch 38 Prozent der Findings vor Produktivgang gefunden wurden.
- Reduktion externer Mandatskosten um CHF 240'000 pro Jahr bei gleichzeitig steigender Testfrequenz.
Junior Security Consultant — Bergblick IT Services GmbH, St. Gallen, 09/2016 - 07/2018
IT-Dienstleister für KMU und Gemeinden, Schwerpunkt Netzwerk, Microsoft-Umgebungen und Vulnerability Management.
- Durchführung von 74 Vulnerability-Assessments und 19 begleiteten Pentests für 40 KMU-Kunden mit 1'200 bis 9'000 geprüften Assets pro Mandat.
- Aufbau eines Nessus-basierten Scan-Services für 26 Kunden mit monatlichem Reporting; wiederkehrende kritische Findings um 47 Prozent gesenkt.
- Erstellung von 30 Phishing-Simulationen; Klickrate über 12 Monate von 24 auf 9 Prozent reduziert.
- Erarbeitung von Härtungsvorgaben für Windows-Server nach CIS Benchmarks Level 1, ausgerollt auf 210 Systeme.
Ausbildung
BSc FH, Informatik, Vertiefung Information Security — ZHAW School of Engineering, Winterthur · 2016
Eidg. Fähigkeitszeugnis, Informatiker EFZ, Fachrichtung Systemtechnik — Berufsfachschule Uzwil · 2012
OSCP - Offensive Security Certified Professional (2018) · OSEP - Offensive Security Experienced Penetrator (2022) · GIAC GPEN - Penetration Tester (2020) · Burp Suite Certified Practitioner (2023)