Lebenslauf Product Designer: Beispiel und Vorlage
Ein vollständiges Schweizer Lebenslauf-Beispiel für Product Designer - mit messbaren Design-Ergebnissen, Portfolio-Bezug und den Erwartungen von Schweizer Produktteams.
Aktuell 10 offene Stellen als Product Designer in der Schweiz in 3 Kantonen, davon 1 aus den letzten 7 Tagen. Am meisten ausgeschrieben hat proton.
Lebenslauf-Beispiel — zweiseitige Vorlage
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Welcher Abschluss wird als Product Designer in der Schweiz erwartet?
Üblich ist ein Bachelor oder Master in Interaction, Industrial oder Digital Design von einer Schweizer Fachhochschule, ergänzt um eine Weiterbildung im Bereich Human-Centred Design.
Für digitale Produkte nennen Schweizer Stellenausschreibungen am häufigsten den BA oder MA Interaction Design der ZHdK, Digital Ideation oder Screen Design der Hochschule Luzern, Media Engineering und Interaction Design der HEIG-VD oder Media Interaction Design der ECAL. Bei physischen Produkten sind Industrial Design (ZHdK, ECAL, SUPSI) sowie technische Profile wie ein FH-Bachelor in Produktentwicklung gefragt. Führen Sie den Abschluss mit exakter Bezeichnung, Hochschule und Jahr auf, damit HR die Gleichwertigkeit auf Anhieb einordnen kann.
Der Quereinstieg funktioniert in diesem Beruf besser als in regulierten Berufen, verlangt aber Belege: Ein CAS in Human-Centred Design und Usability Engineering (FHNW), das CAS User Experience Design der HWZ oder die Zertifizierung CPUX-F des UXQB zeigen, dass Sie Methodik nach EN ISO 9241-210 beherrschen und nicht nur Oberflächen gestalten. Ergänzen Sie bei ausländischen Diplomen einen kurzen Hinweis auf die Anerkennung durch Swissuniversities oder das SBFI.
Wichtiger als jeder Titel ist der Nachweis der Arbeitsweise. Verlinken Sie im Lebenslauf-Kopf Ihr Portfolio mit zwei bis drei Case Studies, die Problemstellung, Research, Design-Entscheid und Wirkung zeigen. Nennen Sie dort auch die technische Sprache, die Ihre Ansprechpersonen erwarten: Design Tokens, Komponenten-Governance, Prototyping-Tiefe, Accessibility-Prüfungen und der Handoff an das Frontend.
Wie baue ich die Berufserfahrung als Product Designer wirkungsvoll auf?
Beschreiben Sie pro Station den Produktkontext und danach drei bis vier Ergebnisse mit Zahlen aus Research, Delivery und Produktkennzahlen.
Nennen Sie zuerst den Rahmen: Welches Produkt, wie viele Nutzende, welche Plattformen, wie gross das Team und in welcher Rolle Sie im Sprint standen. Ein Satz wie 'B2B-SaaS für Buchhaltung, 42'000 aktive Nutzende, drei Scrum-Teams' sagt mehr über Ihr Niveau als eine Liste von Aufgaben. Danach folgen Stichpunkte mit Wirkung: Completion-Rate, Task Success, SUS-Wert, Support-Tickets, Conversion, Time-to-Market oder Anzahl produktiv genutzter Komponenten.
Machen Sie Ihren eigenen Beitrag sichtbar. Schreiben Sie, wie viele Usability-Tests Sie moderiert haben, wie viele Interviews in welcher Sprache geführt wurden und welche Findings zu welchem Design-Entscheid führten. Formulierungen wie 'Onboarding von 11 auf 6 Schritte reduziert, Completion-Rate von 54 % auf 78 %' sind überprüfbar; 'verantwortlich für UX' ist es nicht. Wenn Kennzahlen unter Vertraulichkeit stehen, arbeiten Sie mit relativen Angaben wie '+14 % Conversion'.
Achten Sie auf die Balance zwischen Craft und Zusammenarbeit. Schweizer Produktteams erwarten, dass Sie Entwürfe mit Product Owner, Frontend, Legal und Compliance abstimmen - etwa zum revidierten Datenschutzgesetz bei Consent-Flows oder zu BehiG-Anforderungen bei öffentlichen Auftraggebern. Ein Punkt pro Station zu Design-Reviews, Workshop-Moderation oder Mentoring von Junior-Designern rundet das Bild ab.
Wie lang soll der Lebenslauf sein und braucht es Foto und Portfolio?
Zwei Seiten, ein sachliches Porträtfoto und ein gut sichtbarer Portfolio-Link sind in der Schweiz der Standard für Product Designer.
Halten Sie den Lebenslauf auf maximal zwei Seiten, auch bei zehn Jahren Erfahrung: Die letzten drei Stationen ausführlich, ältere Anstellungen nur mit Funktion, Firma und Zeitraum. Ein Foto ist in der Schweiz weiterhin üblich und wird von vielen Personalabteilungen erwartet - wählen Sie eine professionelle, neutrale Aufnahme. Gestalten Sie das Dokument ruhig und typografisch saubar; ein überdesignter Lebenslauf wirkt bei Product-Rollen eher gegen Sie, weil das Portfolio die Gestaltungskompetenz zeigt.
Der Portfolio-Link gehört in die Kopfzeile, nicht ins Anschreiben. Stellen Sie sicher, dass die Seite ohne Passwort erreichbar ist oder legen Sie das Passwort direkt daneben. Zwei bis drei Case Studies genügen, wenn sie Prozess und Wirkung zeigen. Achten Sie auf NDA-Verpflichtungen: Anonymisierte Screens, veränderte Zahlenbasis oder eine kurze Notiz zur Vertraulichkeit sind akzeptierter als fehlende Belege.
Schweizer Eigenheiten runden das Dossier ab: Arbeitsbewilligung oder Bürgerrecht, Wohnort, frühestmöglicher Eintritt, Pensum und Sprachniveaus nach GER. Nennen Sie Ihre Lohnvorstellung nur, wenn sie verlangt wird - für Product Designer liegen Bandbreiten je nach Erfahrung und Region etwa zwischen CHF 85'000 und CHF 135'000. Referenzen führen Sie mit dem Hinweis 'auf Anfrage' auf und legen Zwischenzeugnisse sowie Diplome als PDF-Beilagen bei.
Wo Product Designer in der Schweiz gesucht werden
Verteilung der 10 offenen Stellen auf die Kantone.
Zahlen als Tabelle
| Kanton | Inserate |
|---|---|
| Zürich | 2 |
| Genf | 2 |
| Tessin | 1 |
Welche Sprachen die Inserate verlangen
Von 9 Inseraten mit Sprachangabe — in Klammern die Zahl, die Verhandlungsniveau verlangt.
Zahlen als Tabelle
| Sprache | Inserate |
|---|---|
| Englisch | 8 (8) |
| Deutsch | 1 (1) |
Wer in der Schweiz Product Designer sucht
Arbeitgeber mit den meisten offenen Stellen. Personalvermittler sind ausgeschlossen.
Zahlen als Tabelle
| Arbeitgeber | Inserate |
|---|---|
| proton | 2 |
| bjakcareer | 1 |
| Lengacher & Partner GmbH | 1 |
| cradlebio | 1 |
| sonarsource | 1 |
| QA Ltd | 1 |
Vollzeit oder Teilzeit?
Wie die Stellen ausgeschrieben sind.
Zahlen als Tabelle
| Pensum | Inserate |
|---|---|
| Vollzeit / plein temps | 4 |
Der Lebenslauf im Volltext
Zum Nachlesen und Übernehmen.
Nadine Brunner
Senior Product Designer (BA Interaction Design ZHdK, CAS Human-Centred Design FHNW)
Senior Product Designer mit neun Jahren Erfahrung in B2B-SaaS und Mobile Banking, von der Discovery bis zum Design-Handoff im Sprintbetrieb. Ich arbeite nach EN ISO 9241-210, führe Usability-Tests selbst durch und übersetze Erkenntnisse in Design-Systeme, die Frontend-Teams direkt implementieren können. Zweisprachige Projektarbeit (Deutsch/Französisch) für Kundschaft in der Deutschschweiz und der Romandie, Barrierefreiheit nach WCAG 2.2 AA und eCH-0059 gehört für mich zum Standard.
Was mich unterscheidet
Design-System-Ownership statt Einzelscreens: Ich baue und pflege Komponentenbibliotheken mit Figma Variables und Design Tokens, dokumentiert in Zeroheight und synchron mit Storybook - so bleiben Web und App visuell und funktional konsistent.
Eigene Research-Kompetenz: Interviews, Contextual Inquiry und moderierte Tests nach EN ISO 9241-11 führe ich selbst durch, inklusive Rekrutierung, Auswertung in Dovetail und Priorisierung der Findings mit dem Product Owner.
Barrierefreiheit ab dem Wireframe: Kontrastwerte, Fokusreihenfolge, Tastaturbedienung und Screenreader-Labels prüfe ich schon im Prototyp - bei zwei Audits nach eCH-0059 gab es keine kritischen Findings.
Zweisprachige Produktarbeit: Ich gestalte Interfaces für DE/FR-Märkte und berücksichtige Textlängen, Formatierung von Datum, CHF-Beträgen und Anredeformen bereits im Layout statt erst in der Lokalisierung.
Wichtigste Erfolge
Onboarding-Completion von 54 % auf 78 %. Neugestaltung des Self-Service-Onboardings einer Buchhaltungs-SaaS für KMU: Reduktion von 11 auf 6 Schritte, Completion-Rate innerhalb von vier Monaten um 24 Prozentpunkte gesteigert.
Design System senkt Time-to-Market um 30 %. Aufbau von 120 Komponenten mit Design Tokens; die durchschnittliche Umsetzungsdauer eines Standard-Features sank von 15 auf 10.5 Entwicklertage bei drei Produktteams.
App-Rating von 3.6 auf 4.5 Sterne. Redesign der Zahlungs- und eBill-Flows einer Mobile-Banking-App mit 210'000 Nutzenden; Support-Tickets zum Thema Zahlungsfreigabe gingen um 22 % zurück.
Berufserfahrung
Senior Product Designer — Nordwand Digital AG, Zürich, 03/2021 - heute
B2B-SaaS für Buchhaltung und Lohnabrechnung von KMU, 42'000 aktive Nutzende, drei Scrum-Teams, Design-Team mit 4 Personen.
- Aufbau und Pflege des Design Systems 'Aare DS' mit 120 Komponenten in Figma und Storybook; Time-to-Market pro Standard-Feature um 30 % reduziert
- Onboarding-Redesign von 11 auf 6 Schritte: Completion-Rate von 54 % auf 78 %, Aktivierungsquote nach 14 Tagen +19 %
- 18 Kernflows auf WCAG 2.2 AA gebracht, externes Audit nach eCH-0059 ohne kritische Findings abgeschlossen
- 24 moderierte Usability-Tests mit 96 Teilnehmenden geplant und ausgewertet; Findings in ein Backlog mit 140 priorisierten Items überführt
Product Designer — Limmat Fintech AG, Zug, 08/2018 - 02/2021
Mobile Banking und eBill für eine Regionalbanken-Kooperation, 210'000 Nutzende, Releases im Zweiwochen-Rhythmus.
- Redesign des Zahlungs- und eBill-Flows: App-Store-Rating von 3.6 auf 4.5, Support-Tickets -22 %
- 12 A/B-Tests mit Amplitude begleitet, Conversion beim digitalen Kontoeröffnungsantrag +14 %
- 40 Kundeninterviews in Deutsch und Französisch geführt und zwei Personas plus zwei Journey Maps als Team-Grundlage etabliert
- Design-Handoff standardisiert: Rückfragen aus dem Frontend-Team pro Sprint von durchschnittlich 14 auf 5 gesenkt
Junior UX/UI Designer — Studio Rhein Design GmbH, Basel, 09/2015 - 07/2018
Digitalagentur mit 22 Mitarbeitenden, Projekte für Industrie, Bildung und Detailhandel in der Nordwestschweiz.
- 18 Projekte mit Budgets zwischen CHF 40'000 und CHF 180'000 gestalterisch verantwortet
- Wiederverwendbares UI-Kit eingeführt und die Prototyping-Zeit pro Projekt um 35 % verkürzt
- Relaunch eines B2B-Shops: Absprungrate im Bestellprozess -19 %, Bestellungen pro Woche +11 %
Ausbildung
Bachelor of Arts, Interaction Design — Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) · 2015
CAS, Human-Centred Design und Usability Engineering (EN ISO 9241-210) — Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW, Brugg-Windisch · 2019
Weiterbildung, Design Leadership und Produktstrategie — HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich · 2023
CPUX-F (UXQB) - Certified Professional for Usability and User Experience, 2018 · NN/g UX Certification, Spezialisierung Interaction Design, 2021 · IAAP CPACC - Certified Professional in Accessibility Core Competencies, 2022 · Professional Scrum Product Owner I (PSPO I), 2020