Lebenslauf Security Engineer: Beispiel und Vorlage
So strukturieren Sie Ihren Lebenslauf als Security Engineer in der Schweiz, damit Zertifizierungen, Detection-Kennzahlen und Compliance-Erfahrung sofort erkennbar sind.
Aktuell 32 offene Stellen als Security Engineer in der Schweiz in 6 Kantonen, davon 4 aus den letzten 7 Tagen. Am meisten ausgeschrieben hat vontobel.
Lebenslauf-Beispiel — zweiseitige Vorlage
Diese Vorlage lässt sich direkt bearbeiten — oder laden Sie Ihren bestehenden Lebenslauf hoch, und er wird automatisch in dieses Layout übertragen.
Welchen Abschluss brauchen Sie als Security Engineer in der Schweiz?
Ein Informatik-Studium oder eine Informatiklehre mit Weiterbildung genügt - entscheidend sind anerkannte Zertifizierungen und nachweisbare Praxis.
Der klassische Weg führt über ein BSc in Informatik an einer Fachhochschule (ZHAW, FHNW, HSLU, BFH) oder ein ETH/EPFL-Studium in Computer Science, oft ergänzt durch den Joint Master of Science in Engineering mit Vertiefung Cyber Security. Ebenso verbreitet und in Stelleninseraten ausdrücklich akzeptiert ist der Weg über das EFZ Informatiker/-in (Plattformentwicklung oder Betriebsinformatik) mit anschliessender höherer Berufsbildung, etwa dem eidg. Diplom als ICT Security Expert oder dem eidg. Fachausweis Cyber Security Specialist. Nennen Sie den Abschluss immer mit dem korrekten Schweizer Titel und Jahr, weil HR-Systeme genau darauf filtern.
Zertifikate sind in dieser Rolle kein Beiwerk, sondern Auswahlkriterium. Führen Sie sie in einem eigenen Block mit Jahr und ausstellender Organisation: OSCP oder GIAC-Zertifikate (GCIH, GCIA, GPEN) für die technische Tiefe, CISSP oder CISM für Senior- und Führungspositionen, dazu plattformspezifische Nachweise wie AZ-500, SC-200 oder AWS Security Specialty. Wenn ein Zertifikat abläuft (CISSP-CPE-Zyklus, GIAC-Renewal), schreiben Sie den Gültigkeitszeitraum dazu.
Fehlt Ihnen ein formaler Abschluss, kompensieren Sie ihn mit überprüfbarer Praxis: Hack-The-Box- oder CTF-Rankings, veröffentlichte Sigma-Regeln oder Tools auf GitHub, CVE-Nummern aus eigenen Findings, Vorträge bei Area41, Swiss Cyber Storm oder BSides Zürich. Diese Belege wirken bei technischen Hiring Managern oft stärker als ein Diplom, ersetzen es aber selten bei Banken und Versicherungen, wo Compliance-Vorgaben formale Qualifikationen verlangen.
Wie stellen Sie Ihre Berufserfahrung als Security Engineer dar?
Beschreiben Sie pro Station Umgebungsgrösse, Technologie-Stack und Ergebnis in Zahlen - nicht Ihre Aufgabenliste.
Geben Sie zu jeder Position zuerst den Kontext: Branche, Anzahl Assets oder Endpoints, Log-Volumen pro Tag, Cloud- oder On-Prem-Anteil, SOC-Modell (intern, co-managed, MSSP) und Regulator. Ein Satz wie 'hybride Azure-Umgebung, 2'400 Endpoints, 1.8 TB SIEM-Ingest pro Tag, FINMA-beaufsichtigt' sagt einer Recruiterin mehr über Ihr Niveau als drei Zeilen Aufgabenbeschreibung. Danach folgen drei bis vier Bullet Points, die jeweils ein messbares Resultat enthalten.
Nutzen Sie die Kennzahlen, die in Security-Teams tatsächlich gesteuert werden: MTTD und MTTR, False-Positive-Rate, ATT&CK-Technikabdeckung, Patch-SLA-Erfüllung, Anzahl kritischer Findings im Backlog, Compliance-Score in Defender for Cloud, Automatisierungsgrad der Alert-Triage oder eingesparte Lizenz- und Analystenkosten in CHF. Formulieren Sie Vorher-Nachher-Werte, etwa 'False Positives von 34 % auf 7 % gesenkt'. Vermeiden Sie Aussagen wie 'verantwortlich für IT-Sicherheit' - sie sind für jede Rolle wahr und damit wertlos.
Trennen Sie klar zwischen Engineering und Betrieb. Wenn Sie als SOC-Analyst gearbeitet haben, beschreiben Sie Alert-Volumen und Eskalationsqualität; als Engineer die Regeln, Pipelines, Infrastructure-as-Code-Module und Härtungsstandards, die Sie gebaut haben. Erwähnen Sie Pikett- und Schichtmodelle sowie Rufbereitschaft explizit, da viele Schweizer Arbeitgeber genau diese Verfügbarkeit einkaufen. Projekte wie eine SIEM-Migration, ein PAM-Rollout oder eine IEC-62443-Segmentierung verdienen eigene Bullet Points mit Dauer und Teamgrösse.
Länge, Foto und Schweizer Eigenheiten - worauf müssen Sie achten?
Zwei Seiten, Foto optional aber üblich, und ein sauberer Nachweis zu Arbeitsbewilligung, Sprachen und Sicherheitsprüfungen.
Halten Sie den Lebenslauf auf zwei Seiten, bei über zehn Jahren Erfahrung maximal drei. Ältere Stationen fassen Sie in einer Zeile zusammen. Ein professionelles Porträtfoto ist in der Schweiz weiterhin verbreitet und wird von vielen Personaldiensten erwartet, ist aber nicht Pflicht. Ergänzen Sie im Kopfbereich Wohnort, Nationalität beziehungsweise Bewilligungstyp (C, B, G) und Verfügbarkeit ab Datum - bei Security-Rollen in Banken, bei Bundesstellen oder in der Rüstungsindustrie ist das relevant, weil Personensicherheitsprüfungen nach PSPV oder Clearance-Anforderungen anstehen können.
Sprachen entscheiden häufiger als vermutet: In der Deutschschweiz genügt oft Deutsch plus verhandlungssicheres Englisch, bei Arbeitgebern in Genf, Lausanne oder bei bundesnahen Betrieben ist Französisch ein echter Vorteil. Geben Sie Niveaus nach GER an (C1, B2) statt vager Umschreibungen und erwähnen Sie, wenn Sie Incident-Kommunikation oder Audit-Gespräche in einer Fremdsprache geführt haben. Eine Lohnvorstellung nennen Sie nur, wenn sie verlangt wird; Marktbänder für Security Engineers liegen je nach Erfahrung und Region etwa zwischen CHF 105'000 und CHF 160'000 pro Jahr.
Achten Sie auf Diskretion und Nachvollziehbarkeit. Nennen Sie keine internen Systemdetails, keine offenen Schwachstellen früherer Arbeitgeber und keine Kundennamen, wenn Sie beim MSSP gearbeitet haben - schreiben Sie stattdessen 'Grossbank, 12'000 Endpoints'. Speichern Sie die Datei als PDF mit dem Namensmuster Lebenslauf_Nachname_Vorname.pdf, verwenden Sie eine schlichte, ATS-lesbare Struktur ohne Grafiken für Kompetenzbalken und verlinken Sie LinkedIn sowie GitHub. Ein kurzer Hinweis auf Referenzen 'auf Anfrage' ist üblich; Arbeitszeugnisse reichen Sie erst im Bewerbungsdossier oder auf Verlangen nach.
Wo Security Engineer in der Schweiz gesucht werden
Verteilung der 32 offenen Stellen auf die Kantone.
Zahlen als Tabelle
| Kanton | Inserate |
|---|---|
| Zürich | 7 |
| Waadt | 3 |
| Zug | 2 |
| Basel-Stadt | 2 |
| Aargau | 2 |
| Bern | 2 |
Welche Sprachen die Inserate verlangen
Von 30 Inseraten mit Sprachangabe — in Klammern die Zahl, die Verhandlungsniveau verlangt.
Zahlen als Tabelle
| Sprache | Inserate |
|---|---|
| Deutsch | 22 (21) |
| Englisch | 13 (13) |
Wer in der Schweiz Security Engineer sucht
Arbeitgeber mit den meisten offenen Stellen. Personalvermittler sind ausgeschlossen.
Zahlen als Tabelle
| Arbeitgeber | Inserate |
|---|---|
| vontobel | 2 |
| Axians in Switzerland | 1 |
| die Mobiliar | 1 |
| Idorsia Pharmaceuticals Ltd | 1 |
| SoftwareOne | 1 |
| AMAG Group | 1 |
Vollzeit oder Teilzeit?
Wie die Stellen ausgeschrieben sind.
Zahlen als Tabelle
| Pensum | Inserate |
|---|---|
| Vollzeit / plein temps | 28 |
Der Lebenslauf im Volltext
Zum Nachlesen und Übernehmen.
Nicolas Brunschwiler
Security Engineer, MSc Cyber Security (BFH) · OSCP · CISSP
Security Engineer mit 8 Jahren Erfahrung im Aufbau und Betrieb von Detection- und Response-Fähigkeiten in regulierten Umgebungen (Banking, Versicherung, KRITIS). Schwerpunkte sind SIEM-Engineering mit Microsoft Sentinel und Splunk ES, Härtung von Azure- und Kubernetes-Landschaften nach CIS Benchmarks sowie Purple-Team-Übungen entlang MITRE ATT&CK. Ich arbeite eng mit CISO, Internal Audit und externen Prüfern und übersetze Anforderungen aus ISO/IEC 27001, FINMA-Rundschreiben 2023/1 und dem revidierten DSG in belastbare technische Kontrollen.
Was mich unterscheidet
Detection Engineering as Code: Über 180 Sigma- und KQL-Regeln in Git verwaltet, mit CI/CD-Pipeline und automatisierten Unit-Tests gegen Atomic Red Team - False-Positive-Rate von 34 % auf 7 % gesenkt.
Regulatorik technisch umgesetzt: Erfahrung mit FINMA-Rundschreiben 2023/1 (Operationelle Risiken), ISO/IEC 27001:2022 Annex A und NIS2-Vorgaben von EU-Muttergesellschaften - inklusive Nachweisführung für externe Audits ohne Major Findings.
Cloud- und Container-Härtung: Azure Landing Zones und AKS-Cluster nach CIS Benchmark Level 2 gehärtet, Policy-as-Code mit Azure Policy und Kyverno - Compliance-Score von 61 % auf 94 % erhöht.
OT/IT-Schnittstelle: Segmentierung nach IEC 62443 Zone-Conduit-Modell für ein Energieversorgungsunternehmen, inkl. Purdue-Level-Trennung und passiver Anomalieerkennung in 14 Unterwerken.
Incident Response unter Druck: Lead Responder in 23 Sicherheitsvorfällen, davon 4 mit Ransomware-Bezug - mittlere Containment-Zeit 47 Minuten, kein Datenabfluss mit Meldepflicht nach Art. 24 DSG.
Wichtigste Erfolge
MTTD von 9 Stunden auf 22 Minuten reduziert. Neuaufbau der Log-Onboarding-Strategie für 2'400 Endpoints und 190 Server: EDR-, Entra-ID- und Firewall-Telemetrie normalisiert (ASIM), 62 priorisierte ATT&CK-Techniken abgedeckt.
CHF 210'000 Lizenzkosten pro Jahr eingespart. SIEM-Ingest von 1.8 TB auf 0.9 TB pro Tag halbiert durch Filterung auf Datenquellen-Ebene und Auslagerung von Audit-Logs in einen Data Lake - bei gleichbleibender Use-Case-Abdeckung.
Zero-Findings-Audit nach ISO/IEC 27001:2022. Technische Evidenz für 43 Controls automatisiert bereitgestellt (Vulnerability-Management, Patch-SLA, Privileged Access); Rezertifizierung 2024 ohne Abweichung, Aufwand für Auditvorbereitung um 120 Personenstunden gesenkt.
Berufserfahrung
Senior Security Engineer — Helvenda Financial Services AG, Zürich, 03/2021 - heute
Vermögensverwalter mit FINMA-Bewilligung, 1'100 Mitarbeitende, hybride Azure/On-Prem-Umgebung, SOC im Co-Managed-Modell.
- SIEM-Migration von QRadar auf Microsoft Sentinel für 2'400 Assets in 7 Monaten geleitet, 180 Detection-Regeln als Code migriert, MTTD von 9 h auf 22 min reduziert.
- Automatisierte Response mit Logic Apps und Defender for Endpoint eingeführt: 68 % der Phishing-Alerts vollständig automatisch triagiert, 310 Analystenstunden pro Jahr freigesetzt.
- Vulnerability-Management nach CVSS- und EPSS-Priorisierung neu aufgesetzt: kritische Findings mit Patch-SLA von 7 Tagen, Backlog von 4'700 auf 620 Findings abgebaut.
- Technischer Ansprechpartner für Internal Audit und FINMA-Prüfgesellschaft; ISO/IEC 27001:2022-Rezertifizierung 2024 ohne Major Finding bestanden.
Security Engineer — Alpstein Grid Services AG, Bern, 08/2018 - 02/2021
Netzbetreiber mit OT-Infrastruktur (14 Unterwerke), Einstufung als kritische Infrastruktur, Meldepflicht gegenüber NCSC.
- Netzsegmentierung nach IEC 62443 in 14 Unterwerken umgesetzt, 640 OT-Assets inventarisiert, flache Netze auf 9 Zonen mit definierten Conduits reduziert.
- Passive Anomalieerkennung für Modbus- und IEC-104-Verkehr eingeführt, 100 % Asset-Sichtbarkeit im Prozessnetz erreicht, 3 nicht dokumentierte Fernzugänge stillgelegt.
- Incident-Response-Playbooks für 6 OT-Szenarien erstellt und in 2 Tabletop-Übungen mit 28 Teilnehmenden getestet; Alarmierungskette von 4 h auf 35 min verkürzt.
- Härtungsstandards für 190 Windows-Server nach CIS Benchmark automatisiert per Ansible ausgerollt, Konfigurationsabweichungen um 87 % reduziert.
Junior Security Engineer / SOC Analyst L2 — Cyberia Managed Security AG, Basel, 09/2016 - 07/2018
MSSP mit 40 Kunden im Schweizer Mittelstand, 24/7-SOC nach Follow-the-Sun-Modell.
- Rund 1'800 Alerts pro Jahr in Splunk ES analysiert und eskaliert, Fehleskalationsquote von 19 % auf 6 % gesenkt.
- 42 Splunk-Korrelationsregeln für Kundenumgebungen entwickelt und dokumentiert, 11 davon als Standardpaket für alle Neukunden übernommen.
- Onboarding von 14 Neukunden ins SIEM begleitet, durchschnittliche Time-to-Value von 21 auf 12 Tage reduziert.
- Interne Wissensbasis mit 95 Runbooks aufgebaut, Einarbeitungszeit neuer L1-Analysten von 6 auf 4 Wochen verkürzt.
Ausbildung
Master of Science, Cyber Security (Joint Master) — Berner Fachhochschule BFH · 2016
Bachelor of Science, Informatik, Vertiefung IT-Security — ZHAW School of Engineering, Winterthur · 2013
Eidg. Fähigkeitszeugnis, Informatiker EFZ, Systemtechnik — Berufsfachschule Baden · 2009
OSCP - Offensive Security Certified Professional (2020) · CISSP - ISC2 (2022) · Microsoft AZ-500: Azure Security Engineer Associate (2023) · GIAC GCIH - Certified Incident Handler (2019)