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Gibt es ein kostenloses Interview-Training?

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Gibt es ein kostenloses Interview-Training?

Kurz gesagt

Ja, es gibt drei. Wer beim RAV angemeldet und einem Kurs zugewiesen ist, zahlt nichts: Die Arbeitslosenversicherungsverordnung verbietet dem Veranstalter in Artikel 85a ausdrücklich, von den teilnehmenden Personen Kursgeld oder Beiträge für Lehrmittel zu erheben. Wer sofort üben will, hat mit einem Sprachmodell mit Sprachfunktion ein Gegenüber, das fragt und nachhakt — gratis und in jeder Landessprache. Und den Spickzettel zu einem bestimmten Inserat erzeugen Werkzeuge wie unseres ohne Bezahlung, aber nicht ohne Konto.

Verbindlich sind allein die Auskunft deines RAV und die Verfügung deiner Arbeitslosenkasse. Jede Beurteilung erfolgt im Einzelfall. Dieser Text ist redaktionell, keine Rechtsberatung.

Übe das Gespräch laut, und sieh, wie du abschneidest

Ein KI-Panel stellt die Fragen, du antwortest gesprochen wie im echten Gespräch. Danach bekommst du eine Bestehens-Wahrscheinlichkeit und die Stellen, an denen es gehakt hat.

Interview live üben

Der Unterschied zwischen den drei Wegen ist nicht der Preis, sondern der Vorlauf und die Frage, wer entscheidet. Der Kurs ist gratis, aber das RAV weist ihn zu, und für Kurse und Ausbildungspraktika muss das Gesuch mindestens zehn Tage vor Beginn vorliegen. Das Sprachmodell ist sofort da, kennt die hiesigen Verhältnisse aber nur ungefähr. Der Spickzettel ist in einer halben Stunde fertig, ersetzt das laute Sprechen aber nicht.

Ein Warnhinweis gilt für die ganze Produktkategorie: «kostenlos» steht oft am Anfang und nicht am Ende. Erzeugen gratis, herausholen kostenpflichtig. Sieben Tage gratis, danach ein Abonnement. Fragenliste gratis, Rückmeldung kostenpflichtig. Woran du das in zwanzig Minuten erkennst, steht weiter unten — zusammen mit der ehrlichen Auskunft, was bei uns nichts kostet und was schon.

Wie alt die Inserate sind, für die du dich vorbereitest
Wie alt die Inserate sind, für die du dich vorbereitesthöchstens 7 Tage13.8%8 bis 14 Tage22.6%15 bis 30 Tage25.7%31 bis 60 Tage10.4%älter als 60 Tage27.4%

Anteil der aktiven Inserate nach Alter der Ausschreibung. Eigene Auszählung, Stand 22. August 2026.

  • «Kostenlos» ist beim zugewiesenen Kurs keine Kulanz, sondern eine Vorschrift: Artikel 85a der Arbeitslosenversicherungsverordnung untersagt dem Veranstalter, Kursgeld oder Beiträge für Lehrmittel bei den Teilnehmenden einzuziehen.
  • 36,5 Prozent der bei uns aktiven Inserate sind höchstens zwei Wochen alt, 62,2 Prozent höchstens einen Monat. Ein Kursgesuch muss zehn Tage vor Beginn beim RAV liegen — für den Termin nächste Woche kommt der Gratis-Kurs zu spät.
  • Von den Inseraten mit erkennbarer Sprache sind 56,1 Prozent deutsch, 27,2 Prozent englisch, 13,1 Prozent französisch und 2,2 Prozent italienisch. Ein allgemeines Sprachmodell deckt alle vier ab, ohne dass du dafür etwas zahlst.
  • Auf hundert Inserate kommen bei uns rund elf verschiedene Bewerbungsziele, und das grösste davon trägt nur 10,6 Prozent. Es gibt kein Verfahren, das du einmal lernst und dann überall kennst.
  • Wer die Beitragszeit nicht erfüllt, ist nicht automatisch aussen vor: Artikel 59d des Gesetzes sieht innerhalb von zwei Jahren bis zu 260 Tage Leistungen vor, wenn die Amtsstelle eine Bildungs- oder Beschäftigungsmassnahme verfügt.

«Kostenlos» meint drei verschiedene Dinge

Erstens: öffentlich finanziert. Die Kosten trägt jemand anders — bei arbeitsmarktlichen Massnahmen die Arbeitslosenversicherung —, und dir wird nichts verrechnet. Der Eintritt ist kein Klick, sondern ein Status: angemeldet, geprüft, zugewiesen. Das ist der einzige der drei Wege, bei dem eine Fachperson dir zuhört, statt dass ein Text erzeugt wird.

Zweitens: vom Anbieter verschenkt. Das Werkzeug verlangt kein Geld, aber ein Konto, eine Adresse und deine Unterlagen. Die Gegenleistung ist, dass du das Produkt kennenlernst und vielleicht später zahlst. Hier lohnt die Frage, ob das Ergebnis dir gehört — also ob du es bearbeiten, ausdrucken und mitnehmen kannst, ohne eine Karte zu hinterlegen.

Drittens: befristet gratis. Eine Testphase ist ein Datum, kein Preis. Sie ist trotzdem brauchbar, wenn du einen einzigen Termin vorbereitest und im Kalender notierst, wann du wieder aussteigst. Unbrauchbar wird sie, wenn du zwei Monate suchst und in Woche drei plötzlich zahlst, ohne es gemerkt zu haben.

Wer weiss, in welchem der drei Regale er steht, stellt die richtige Frage. Sie lautet nicht «was kostet es», sondern «was muss ich erfüllen, damit es nichts kostet» — beim Kurs ein Status, beim Werkzeug ein Konto, bei der Testphase ein Datum.

Der Kurs über das RAV: gratis, weil es so vorgeschrieben ist

Der wichtigste Satz steht nicht im Gesetz, sondern in der Verordnung dazu. Artikel 85a der Arbeitslosenversicherungsverordnung lautet: «Der Veranstalter der Massnahme darf von den teilnehmenden Personen keine Beiträge für Kursgeld und Lehrmittel erheben.» Wenn dich also ein zugewiesener Kurs am Empfang nach einer Kursgebühr fragt, ist das nicht bloss unangenehm, es ist unzulässig.

Dazu kommt der Ersatz der Auslagen. Artikel 59cbis Absatz 3 des Gesetzes verpflichtet die Versicherung, den Teilnehmenden die nachgewiesenen und notwendigen Auslagen für die Teilnahme zu erstatten. Die Verordnung wird konkret: Als Reisekosten bewilligt die kantonale Amtsstelle Billette oder Abonnemente zweiter Klasse des öffentlichen Verkehrs innerhalb der Landesgrenzen; ein privates Fahrzeug wird nur ausnahmsweise entschädigt, wenn kein öffentliches Verkehrsmittel zur Verfügung steht. Was du für Unterkunft und Verpflegung am Kursort erhältst, bestimmt ebenfalls die kantonale Amtsstelle.

Beim Abrechnen scheitern mehr Leute als beim Bewilligen. Die Arbeitslosenkasse zahlt die Vergütungen in der Regel zusammen mit dem Taggeld; wer keine Taggelder bezieht, legt seine Unterlagen bis Ende Monat vor. Rechnungen für Kursbeiträge und grössere Anschaffungen von Lehrmitteln kann man der Kasse direkt zur Bezahlung einreichen. Und: Wer die Vergütung nicht spätestens drei Monate nach Ablauf des Monats geltend macht, in dem die Kosten angefallen sind, bekommt sie nicht mehr. Gerät man dadurch in eine wirtschaftliche Notlage, ist ein Vorschuss auf Reise-, Unterkunfts- und Verpflegungskosten möglich.

Die Bedingungen für einen Kurs nennt der Bund selbst, und sie sind kurz: arbeitslos oder von Arbeitslosigkeit bedroht, beim RAV angemeldet, die Arbeitsmarktlage muss eine Kursteilnahme erfordern, und durch den Kurs muss sich deine Vermittelbarkeit verbessern. Dass die Massnahmenliste kein eigenes Bewerbungstraining führt, haben wir in der Antwort zum besten Interview-Training ausgeführt; für dich heisst es hier nur, dass du nach dem Namen des Angebots in deinem Kanton fragen musst und nicht nach einer Kategorie.

Gratis auch dann, wenn du gar kein Taggeld bekommst

Das ist der Teil, nach dem fast niemand fragt. Artikel 59d des Arbeitslosenversicherungsgesetzes gibt Personen, welche die Beitragszeit weder erfüllen noch davon befreit sind und den Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung auch nicht erschöpft haben, innerhalb einer zweijährigen Frist während höchstens 260 Tagen Anspruch auf die Leistungen nach Artikel 59cbis Absatz 3 — vorausgesetzt, sie nehmen aufgrund eines Entscheids der zuständigen Amtsstelle an einer Bildungs- oder Beschäftigungsmassnahme teil, die sie zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit befähigt. Die Kosten teilen sich Versicherung und Kantone je zur Hälfte.

Ähnlich für Menschen, die noch eine Stelle haben, sie aber verlieren werden. Artikel 60 Absatz 2 nennt neben den Versicherten ausdrücklich die unmittelbar von Arbeitslosigkeit bedrohten Personen, die Leistungen nach Artikel 59cbis Absatz 3 beanspruchen können. Der Bund formuliert die Praxis dazu vorsichtiger als das Gesetz: Für Personen ohne Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung sei «eine Beteiligung an Kurskosten möglich». Beteiligung heisst Beteiligung — rechne nicht damit, dass alles gedeckt ist.

Praktisch folgt daraus eine einzige Handlung: Frag beim RAV nach, bevor du irgendwo eine Kursgebühr überweist. Der entscheidende Punkt ist nicht dein Anspruch auf Geld, sondern der Entscheid der Amtsstelle über die Massnahme. Diese beiden Dinge werden ständig verwechselt, und die Verwechslung kostet Leute Kurse, die sie gratis hätten haben können.

viamia: kostenlos ab vierzig — aber kein Interview-Training

viamia ist das kostenlose Angebot des Bundes und der Kantone für Menschen über vierzig. Du meldest dich bei der Anlaufstelle deines Wohnkantons, besprichst mit einer Fachperson deine berufliche Situation, erhältst eine Einschätzung, wo du im Arbeitsmarkt stehst, und legst konkrete nächste Schritte fest. Die Beratung ist ausdrücklich als kostenlose persönliche Beratung ausgeschrieben.

Es gibt eine Bedingung, die viele übersehen: Du darfst keinen Anspruch auf vergleichbare Angebote der Arbeitslosenversicherung, der Invalidenversicherung oder der Sozialhilfe haben. Wer beim RAV angemeldet ist, geht also nicht zu viamia, sondern zum RAV. Im Zweifel klärt das die viamia-Anlaufstelle deines Wohnkantons.

Und die ehrliche Einordnung: viamia ist eine berufliche Standortbestimmung, kein Rollenspiel für den Termin am Dienstag. Wer wissen will, ob seine Fähigkeiten im Arbeitsmarkt noch gefragt sind und wohin er sich entwickeln kann, ist dort richtig. Wer üben will, laut zu sprechen, ist es nicht. Es als Interview-Training zu verkaufen wäre bequem und falsch.

Das Gratis-Gegenüber, das du schon hast

Für das laute Sprechen brauchst du kein Produkt zu kaufen. Ein allgemeines Sprachmodell mit Sprachfunktion stellt eine Frage, hört zu und hakt nach; das Telefon nimmt dich auf. Der Unterschied zwischen einer nutzlosen und einer harten Runde liegt in der Anweisung. Brauchbar ist: eine Frage, warten, meine Antwort in drei Sätzen kritisieren, keine Komplimente, dann die nächste Frage — und am Schluss die drei Stellen nennen, an denen ich ausgewichen bin.

Der Sprachvorteil ist grösser, als man denkt. Von den Inseraten mit erkennbarer Sprache sind 56,1 Prozent auf Deutsch verfasst, 27,2 Prozent auf Englisch, 13,1 Prozent auf Französisch und 2,2 Prozent auf Italienisch. Ein Gratis-Sprachmodell wechselt zwischen diesen vier ohne Aufpreis, während viele bezahlte Trainingsprodukte einsprachig gebaut sind. Wer sich auf Französisch bewirbt und dafür ein englischsprachiges Werkzeug übersetzt, übt eine Sprache, die im Raum nicht gesprochen wird.

Die Grenzen gehören dazu. Das Modell kennt deinen Werdegang nur, wenn du ihn einfügst. Es rät bei Kündigungsfristen, Pensen und Bewilligungen. Und es lobt zu schnell, weil es darauf gebaut ist, angenehm zu sein. Nimm es für die Übung und nicht für die Fakten — und prüfe jede Zahl, die es über den Schweizer Arbeitsmarkt behauptet, an einer amtlichen Quelle.

Wo die Bezahlschranke steht: der Zwanzig-Minuten-Test

Drei Prüfungen genügen. Erstens: Erzeuge ein Ergebnis und versuche, es herauszubekommen — drucken, kopieren, herunterladen. Wenn die Arbeit getan ist und erst dann eine Zahlung verlangt wird, ist das Werkzeug nicht gratis, sondern nachträglich teuer. Zweitens: Suche nach einem Datum statt nach einem Preis; «sieben Tage gratis» ist eine Frist. Drittens: Schau, ob beim Anlegen des Kontos eine Karte verlangt wird. Wo eine Karte liegt, endet das Gratis-Angebot von selbst.

Bei uns sieht die Antwort so aus, und wir schreiben sie hin, damit du sie nicht selbst herausfinden musst. Es braucht ein Konto mit E-Mail-Adresse, aber keine Karte. Der Spickzettel zu einem Inserat, das Bearbeiten der Kästchen, die Rückfragen im Chat daneben, die früheren Fassungen und das Ausdrucken kosten nichts. Premium kostet CHF 15 im Monat oder CHF 95 im Jahr, mit sieben Tagen vorab — für den Spickzettel selbst brauchst du es nicht.

Was nirgends gratis ist: ein Mensch, der zuhört und widerspricht. Dafür gibt es zwei kostenlose Ersatzwege — eine Person aus deinem Umfeld, die eine einzige Runde mit dir macht, und beim RAV die Beratung durch die Personalberaterin oder den Personalberater. Für technische Gespräche mit Live-Programmieren oder Systementwurf bietet weder unser Werkzeug noch ein Sprachmodell einen brauchbaren Ersatz.

Gratis und sofort gegen gratis und langsam

Die beiden Gratis-Welten passen zeitlich nicht zusammen, und das ist der eigentliche Grund, warum die Frage nach dem kostenlosen Training so oft ins Leere läuft. In unserem Bestand sind 13,8 Prozent der aktiven Inserate höchstens sieben Tage alt und weitere 22,6 Prozent zwischen acht und vierzehn Tagen; zusammen sind 36,5 Prozent keine zwei Wochen alt und 62,2 Prozent keinen Monat. Gleichzeitig sind 27,4 Prozent älter als sechzig Tage — dort hast du Zeit.

Ein Kursgesuch muss mindestens zehn Tage vor Beginn beim RAV liegen, und vorher steht die Prüfung. Der kostenlose Kurs ist damit ein Instrument für die Suche insgesamt, nicht für den Termin am Dienstag. Die vernünftige Reihenfolge: Gesuch heute stellen, weil es für die nächsten Bewerbungen zählt, und den anstehenden Termin mit der sofort verfügbaren Gratis-Schicht vorbereiten.

Dazu kommt die Zersplitterung der Verfahren. Auf hundert Inserate kommen bei uns rund elf verschiedene Bewerbungsziele; das grösste einzelne trägt 10,6 Prozent, die zwanzig grössten zusammen 38,9 Prozent, und 45,1 Prozent aller Ziele tragen genau ein Inserat. Es gibt also kein Verfahren, das du einmal lernst und danach überall wiedererkennst. Die beste kostenlose Vorbereitung bleibt deshalb die Seite des Arbeitgebers selbst: Sie nennt oft die Runden, die Personen und den Zeitplan — und kostet nichts ausser einer Viertelstunde.

Der kostenlose Plan für die sieben Tage vor dem Termin

Tag eins und zwei: Inserat und Lebenslauf nebeneinander. Zu jeder Anforderung eine Stelle aus deinem Werdegang mit Jahr, Betrieb und Ergebnis. Ob du das in einem Textdokument machst oder unseren Spickzettel dafür nimmst, ändert nichts am Preis; beides kostet nichts. Was leer bleibt, bleibt leer — eine Lücke ist eine Aufgabe, keine Einladung zum Erfinden.

Tag drei und vier: zwei Durchgänge laut, mit Aufnahme. Erst die Selbstvorstellung, dann fünf Fragen aus dem Inserat. Hör dir nur die ersten neunzig Sekunden an; darin steckt fast alles, was du ändern musst. Wenn dein Gespräch in einer zweiten Sprache stattfinden könnte, übe drei Minuten davon in dieser Sprache.

Tag fünf: eine einzige Runde mit einer Person, die nachfragt. Tag sechs: deine eigenen Rückfragen, aufgeschrieben, aus der Arbeitgeberseite hergeleitet. Tag sieben: nichts mehr. Und wenn du beim RAV angemeldet bist, geht am ersten dieser Tage das Kursgesuch raus — nicht für diesen Termin, sondern für die nächsten.

Die Marktzahlen stammen aus einer Auszählung der am 22. August 2026 bei uns aktiven Inserate. Das Alter eines Inserats wird ab dem im Inserat genannten Veröffentlichungsdatum gerechnet; für 99,7 Prozent der Inserate liegt ein solches Datum vor. Die Sprachanteile beziehen sich auf jene rund drei Viertel der Inserate, bei denen sich die Sprache des Textes eindeutig bestimmen lässt. Als Bewerbungsziel gilt die Adresse, an die das Inserat zur Bewerbung führt; unterschiedliche Auftritte desselben Anbieters sind nicht zusammengeführt. Die Bestimmungen zu Kursgeld, Auslagen und Fristen stammen aus dem Arbeitslosenversicherungsgesetz (AVIG, SR 837.0) und der zugehörigen Verordnung (AVIV, SR 837.02) in der geltenden Fassung sowie von den Seiten von arbeit.swiss (SECO); ob eine Massnahme in deinem Fall bewilligt wird, entscheidet dein RAV. Die Angaben zu viamia stammen von viamia.ch, jene zu unserem eigenen Werkzeug aus dem Programmcode, beides abgerufen am 22. August 2026.

Gratis-Spickzettel aus dem Inserat und deinem Lebenslauf erstellen

Gibt es ein kostenloses Interview-Training mit Stimme?

Kurz gesagt

Ja, aber gesprochenes Üben ist fast nirgends unbegrenzt gratis, weil jede Minute Sprachausgabe Geld kostet. Bei SwissJobs.app beantwortest du die erste Frage ohne Konto; mit einem kostenlosen Konto kommen am ersten Tag fünf Fragen dazu, danach fünf pro Monat, jeweils mit Stimme, gestellt aus deinem Lebenslauf und dem Stelleninserat und mit einer Bewertung pro Antwort. ChatGPT bietet im Gratisplan eine begrenzte Sprachfunktion ohne festen Wert. Ein menschliches Training kostet in der Schweiz rasch CHF 230.

Übe das Gespräch laut, und sieh, wie du abschneidest

Ein KI-Panel stellt die Fragen, du antwortest gesprochen wie im echten Gespräch. Danach bekommst du eine Bestehens-Wahrscheinlichkeit und die Stellen, an denen es gehakt hat.

Interview live üben

Die ehrliche Rechnung für den Gratisweg bei uns: eine Antwort ohne Konto plus fünf am Tag der Registrierung ergeben sechs gesprochene Antworten. Ein vollständiger Durchgang hat acht Fragen. Gratis reicht also für einen fast vollständigen ersten Durchgang, danach für einen kurzen Block pro Monat. Das genügt, um zu hören, wie deine Antworten klingen, aber nicht, um eine Woche lang täglich zu trainieren.

Welche Variante die richtige ist, hängt weniger vom Preis ab als davon, was du brauchst: ein Gegenüber, das fragt, eine Rückmeldung, die sagt, was fehlt, oder einen Menschen, der dich im Raum sieht. Weiter oben auf dieser Seite stehen die Wege ohne Stimme, darunter der RAV-Kurs; hier geht es nur um das laute Üben.

  • Ohne Konto: Gespräch beginnen, die beiden Fragen ansehen und die erste mit Stimme beantworten.
  • Kostenloses Konto: fünf Fragen am Tag der Registrierung, danach fünf pro Monat. Ein Durchgang hat acht Fragen.
  • Abo nach sieben Tagen Probezeit: CHF 15 pro Monat oder CHF 95 im Jahr, bis 40 Fragen pro Monat (Jahresabo 80).
  • ChatGPT: Sprachmodus im Gratisplan mit begrenztem Zugang; OpenAI schreibt selbst, dass sich die Grenzen ändern können.
  • Gemini Live läuft laut Google-Hilfe derzeit nur in der Mobile-App und setzt ein Mindestalter von 18 Jahren voraus.
  • Ein Interviewtraining mit Coach bei cvpics.ch kostet CHF 230 für rund 35 Minuten Simulation und rund 35 Minuten Feedback.

Warum Stimme selten gratis bleibt

Ein Text-Chatbot kostet den Anbieter pro Antwort fast nichts. Ein Gespräch, in dem eine Stimme fragt, zuhört, mitschreibt und antwortet, kostet pro Minute. Deshalb haben alle Angebote, die wir gelesen haben, eine Grenze: ein Tageskontingent, ein Monatskontingent oder eine Anzahl Durchgänge pro Woche. Wer ein Werkzeug findet, das mit Stimme angeblich ohne jede Grenze gratis ist, sollte nachsehen, wo die Grenze steht, bevor der Termin näher rückt.

Das ist kein Grund, auf den Gratisweg zu verzichten. Für die Frage, ob deine Antwort auf «Warum wollen Sie wechseln?» nach sechzig Sekunden fertig ist oder nach drei Minuten immer noch sucht, reichen wenige Durchläufe. Nur solltest du vorher wissen, wie viele es sind, und sie nicht an Aufwärmfragen verbrauchen.

Was bei SwissJobs.app ohne Bezahlung geht

Du bestimmst die Stelle, fügst das Inserat ein, lädst den Lebenslauf hoch und gibst an, wer im Raum sitzt, bis zu fünf Rollen. Die Firmengrösse wählst du ebenfalls, da ein Kleinbetrieb andere Fragen stellt als ein Konzern. Anschliessend führst du das Gespräch mit einer KI-Stimme, die Deutsch, Französisch, Italienisch oder Englisch spricht. Ohne Konto siehst du die ersten beiden Fragen und beantwortest die erste.

Für die zweite Frage brauchst du ein kostenloses Konto. Am Tag der Registrierung hast du damit fünf Fragen, danach fünf pro Monat. Jede Antwort bekommt eine Note von 0 bis 10 mit Begründung und dem Hinweis, was eine stärkere Antwort enthalten hätte. Genau diese Rückmeldung fehlt, wenn du allein vor dem Spiegel übst.

Wer mehr braucht, testet sieben Tage und zahlt danach CHF 15 pro Monat oder CHF 95 im Jahr, jederzeit kündbar. Auch dann gibt es eine Obergrenze: bis zu zehn Durchgänge und 40 Fragen pro Monat, im Jahresabo 80. Wir schreiben das hin, weil ein Preis ohne Grenze nur die halbe Auskunft ist.

Die Gratis-Stimme, die viele schon auf dem Handy haben

ChatGPT hat einen Sprachmodus, und er ist gut. OpenAI nennt für den Gratisplan einen begrenzten Zugang zu einem kleineren Sprachmodell und hält fest, dass sich die Grenzen ändern können; gemessen wird über ein rollendes 24-Stunden-Fenster. Im Plan Go sind es drei Stunden pro Tag. Für lockeres Sprechen in einer Fremdsprache ist das oft genug.

Der Haken liegt nicht im Preis, sondern in der Vorbereitung: Du musst selbst beschreiben, welche Rolle das Modell spielen soll, das Inserat einfügen und um eine Bewertung bitten. Es kennt die Schweizer Gepflogenheiten nur ungefähr, fragt nicht von sich aus nach Kündigungsfrist oder Lohnvorstellung und vergibt keine vergleichbare Note, die du beim zweiten Versuch wieder nachlesen kannst.

Gemini Live von Google funktioniert ähnlich, läuft laut Hilfeseite derzeit aber nur in der Gemini-App auf dem Handy, nicht im Browser, und setzt voraus, dass du mindestens 18 Jahre alt bist. Wer ohnehin mit dem Handy übt, verliert dadurch nichts.

Yoodli und ähnliche Trainingsplattformen

Yoodli wirbt mit Interviewvorbereitung und Kommunikationstraining und schreibt: kostenlos starten, später upgraden. Die Einzelpläne kosten bei jährlicher Abrechnung 8 und 20 US-Dollar pro Monat; im günstigeren sind bis zu zehn Rollenspiele pro Woche enthalten, und jede Übung über 30 Sekunden zählt als Rollenspiel. Wer sich auf englischsprachige Gespräche vorbereitet, etwa bei einem internationalen Konzern in Zug oder Genf, findet dort ein ausgereiftes Werkzeug.

Was solche Plattformen nicht mitbringen, ist der Schweizer Rahmen: Arbeitszeugnis, Bewilligung, Pensum in Prozent, die Lohnfrage im Erstgespräch. Das kannst du selbst ergänzen, aber du musst es wissen.

Wann ein Mensch das Geld wert ist

Keine Simulation sieht dich. Haltung, Blickkontakt, der Händedruck und wie du auf eine unerwartete Unterbrechung reagierst, bleiben ungeprüft. Wer eine Kaderstelle anstrebt, nach einer längeren Pause zurückkehrt oder bei einem Gespräch schon einmal blockiert hat, profitiert von einem Menschen, der zurückfragt, warum.

Zum Vergleich: cvpics.ch verlangt für ein Interviewtraining CHF 230, dafür rund 35 Minuten Simulation und rund 35 Minuten Feedback und Coaching, per Videocall oder vor Ort in Thalwil. Wer beim RAV angemeldet ist, fragt vorher dort nach einem zugewiesenen Kurs, der für dich nichts kostet; die Bedingungen stehen weiter oben auf dieser Seite. Und eine Freundin, die dich eine halbe Stunde lang befragt, ist gratis und oft ehrlicher, als du erwartest.

So nutzt du die Gratisfragen am besten

Nimm das echte Inserat, nicht ein allgemeines. Verbrauche die Gratisfragen nicht an der Vorstellungsrunde, die du schon kannst, sondern an den Fragen, vor denen du dich drückst: Lohnvorstellung, Lücke im Lebenslauf, Grund für den Wechsel. Lies nach jeder Antwort die Begründung und sprich dieselbe Antwort am nächsten Tag noch einmal, mit dem fehlenden Baustein.

Wenn du nach sechs Antworten erkennst, dass du mehr willst, ist die Probewoche die zweckmässigere Wahl als ein Monatsabo auf Verdacht. Und wenn du erkennst, dass dir nicht das Üben fehlt, sondern die Rückmeldung eines Menschen, ist das Geld beim Coach besser angelegt.

Gratis-Kontingent, Fragen pro Durchgang, Abo-Grenzen und Preise von SwissJobs.app am 16. September 2026 in der Live-Version geprüft. Angaben zu ChatGPT, Gemini Live, Yoodli und cvpics.ch am 16. September 2026 von den Seiten der Anbieter gelesen.

Erste Interviewfrage mit Stimme gratis beantworten

Quellen

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Was unser Stellenindex über den Schweizer Markt sagt

Live aus unserem eigenen Index berechnet, nicht aus einer Studie zitiert. Nur Anteile, Stand heute.

Sprache der Inserate

Deutsch
60%
English
23%
Français
13%
Italiano
3%

Von den Inseraten mit Sprachanforderung verlangen

Deutsch
70%
English
43%
Français
21%
Italiano
3%

19% in den letzten 7 Tagen ausgeschrieben · Grösste Märkte: Zürich 18% · Bern 10% · Genève 5% · Basel 5%