Was ist der beste Lebenslauf-Generator für die Schweiz?
Aktualisiert:
- Was ist der beste Lebenslauf-Generator für die Schweiz?
- Gibt es einen wirklich kostenlosen Lebenslauf-Generator?
- Welcher CV-Builder ist gratis und ohne Wasserzeichen?
- Lohnt sich ein bezahlter Lebenslauf-Generator?
- Welche Lebenslauf-Vorlage passt für die Schweiz?
Was ist der beste Lebenslauf-Generator für die Schweiz?
Kurz gesagt
Den einen besten Lebenslauf-Generator gibt es nicht — es gibt einen, der zur Schweiz passt, und viele, die es nicht tun. Vier Kriterien entscheiden: Das Werkzeug muss das konkrete Inserat lesen statt nur eine Vorlage zu füllen, es muss den Lebenslauf in der Sprache des Inserats ausgeben, es muss die Schweizer Zeilen kennen (Bewilligung, Sprachniveaus, Pensum, höchstens drei Seiten) und es darf nichts erfinden. Der CV-Generator von SwissJobs.app erfüllt alle vier und ist zum Ausprobieren kostenlos.
Warum das Lesen des Inserats so schwer wiegt, lässt sich an unseren eigenen Inseraten messen. Wir haben Paare von Inseraten verglichen, die exakt denselben Stellentitel tragen, aber von zwei verschiedenen Arbeitgebern stammen. Im Median teilen sie nur 15 Prozent ihres Anforderungswortschatzes. Bei drei von vier dieser Titel liegt die Überschneidung unter 20 Prozent.
Anders gesagt: Der Stellentitel verrät dir fast nichts darüber, was dieser eine Arbeitgeber tatsächlich sucht. Eine Vorlage kann diese Lücke nicht schliessen, weil sie das Inserat gar nicht kennt. Genau hier trennt sich ein Generator, der ein hübsches Dokument baut, von einem, der deine Bewerbung passend macht.
Median der paarweisen Wortüberschneidung in den Anforderungstexten unserer aktiven Inserate, gemessen am 21. August 2026.
- Liest er das Inserat? Ohne den Ausschreibungstext bleibt jede Anpassung geraten.
- Kann er die Sprache wechseln? Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch sind hier kein Extra, sondern der Markt.
- Kennt er die Schweizer Zeilen? Nationalität und Bewilligung, Sprachen als Niveau, Pensum, Arbeitszeugnisse, Referenzen auf Anfrage.
- Hält er sich an das offizielle Format? Höchstens drei Seiten, chronologisch mit dem Aktuellsten zuerst, Versand als PDF.
- Erfindet er etwas? Ein Werkzeug, das Stellen, Werkzeuge oder Zertifikate hinzudichtet, kostet dich das Gespräch, nicht den Arbeitgeber.
Woran Sie ein Bewerbungswerkzeug für die Schweiz messen
| Kriterium | Worauf achten | Warum es zählt |
|---|---|---|
| Schweizer Felder | Foto, Bewilligung, Sprachniveaus, Pensum | internationale Werkzeuge haben sie nicht |
| Sprachen der Oberfläche und der Ausgabe | DE, FR, IT, EN | 65,6 % der Inserate verlangen Deutsch, 21,9 % Französisch |
| Export ohne Wasserzeichen | vor der Anmeldung testen | der häufigste versteckte Haken |
| Nutzbar ohne Konto | wie weit kommen Sie ohne | zeigt, wo die Wand steht |
| Was kostet was | auf der Preisseite, nicht im Kleingedruckten | unklare Grenzen sind ein Warnsignal |
| Ihre Daten | Export und Löschung möglich | Sie brauchen das Dokument später wieder |
| Belegte Zahlen statt Behauptungen | nennt das Werkzeug seine Quelle | gilt auch für diese Seite |
Statt einer Rangliste, die nächste Woche falsch ist: die Punkte, an denen sich ein Werkzeug für den Schweizer Markt entscheidet. Prüfen Sie damit auch uns.
Was «am besten» in der Schweiz überhaupt heisst
Die Frage klingt nach einer Rangliste, ist aber eine Passungsfrage. Ein Generator, der in den USA oder in Deutschland gute Ergebnisse liefert, produziert für die Schweiz ein Dokument, das formal sauber und trotzdem falsch ist: eine Seite statt zwei bis drei, kein Wort zu Wohnort und Bewilligung, Sprachen als «gut» statt als Niveau, Erfahrung als Aufgabenliste statt als Ergebnis, dafür eine Unterschrift, die hier niemand erwartet. Der Inhalt stimmt, der Rahmen nicht — und der Rahmen wird zuerst gelesen.
Deshalb lohnt es sich, «am besten» in Kriterien zu zerlegen, die du in fünf Minuten selbst prüfen kannst. Lade dieselbe Datei in zwei Werkzeuge, füge dasselbe Inserat ein und vergleiche zwei Dinge: Taucht im Ergebnis eine Anforderung auf, die nur in diesem Inserat steht? Und steht irgendwo eine Tatsache, die du nie geschrieben hast? Das erste ist der Beweis, dass gelesen wurde. Das zweite ist der Grund, ein Werkzeug sofort wieder zu schliessen.
Warum eine Vorlage genau an dieser Stelle verliert
Zur Messung: Für jedes aktive Inserat mit einer auswertbaren Zusammenfassung — rund drei Viertel unseres Bestands — haben wir die inhaltstragenden Wörter herausgelöst, Füllwörter entfernt und je Arbeitgeber ein Inserat pro Stellentitel behalten, damit Filialketten mit identischem Text das Ergebnis nicht verfälschen. Dann haben wir alle Paare mit demselben Titel verglichen.
Das Resultat ist unbequem für jede Vorlagensammlung: 15 Prozent gemeinsamer Wortschatz im Median. Zum Vergleich haben zwei beliebige, thematisch nicht verwandte Inserate 4 Prozent gemeinsam — und zwei verschiedene Rollen beim gleichen Arbeitgeber 13 Prozent. Der Stellentitel bringt dich also kaum weiter als die blosse Kenntnis der Firma. Rund 85 Prozent der Anforderungswörter bleiben in jedem Fall unterschiedlich.
Dazu kommt, wie stark der Schweizer Markt in die Breite geht statt in die Tiefe: Nur 5,8 Prozent der unterschiedlichen Stellentitel werden überhaupt von zwei oder mehr Arbeitgebern ausgeschrieben, und 45,4 Prozent aller inserierenden Arbeitgeber haben genau eine offene Stelle bei uns. Die zehn grössten Arbeitgeber zusammen stellen 21,4 Prozent aller Inserate. Ein Standard-Lebenslauf für «die Branche» trifft in einem so zersplitterten Feld selten.
In welcher Sprache der Lebenslauf herauskommen muss
Ein Generator, der nur eine Sprache kann, ist hier ein Werkzeug für einen Teilmarkt. Von unseren aktiven Inseraten sind 41,6 Prozent auf Deutsch verfasst, 20,2 Prozent auf Englisch, 9,7 Prozent auf Französisch und 1,6 Prozent auf Italienisch; bei rund einem Viertel lässt sich die Sprache nicht sauber bestimmen, und die zählen wir bewusst nicht in die vier Zahlen hinein.
Die verlangten Sprachkenntnisse zeichnen dasselbe Bild aus der anderen Richtung. Über den gesamten Bestand nennen 49,6 Prozent der Inserate Deutsch, 30,2 Prozent Englisch, 14,8 Prozent Französisch und 2,8 Prozent Italienisch. 27,2 Prozent nennen gar keine Sprache — was nicht heisst, dass keine erwartet wird, sondern dass der Text es offen lässt. Und wo ein Niveau genannt wird, ist es in 84 Prozent der Nennungen berufliches Niveau, nicht Konversation.
Praktisch heisst das: Schreibe den Lebenslauf in der Sprache des Inserats, und gib deine eigenen Sprachkenntnisse als Stufe an statt als Adjektiv. Von den Inseraten, die überhaupt eine Sprache nennen, verlangen 27,6 Prozent mindestens zwei — die Sprachzeile ist also selten eine Nebensache.
Was das offizielle Merkblatt verlangt — und was Folklore ist
Die Bewerbungstipps von arbeit.swiss (SECO) sind die einzige Quelle, die man in dieser Frage guten Gewissens als verbindliche Referenz nehmen kann. Sie halten fest: Der Lebenslauf soll nicht mehr als drei Seiten umfassen, er ist chronologisch aufgebaut mit dem Aktuellsten zuerst, er trägt den Titel «Lebenslauf» und enthält persönliche Daten, bisherige Tätigkeiten, Ausbildungen und Weiterbildungen, Sprachkenntnisse, besondere Kenntnisse, Interessen und einen Hinweis auf Referenzen.
Zwei Details lohnen die genaue Lektüre, weil Ratgeber sie regelmässig strenger darstellen als die Behörde. Erstens die Seitenzahl: Verlangt sind höchstens drei Seiten — nicht zwingend genau zwei. Zweitens das Foto: In der deutschsprachigen Fassung steht «Persönliche Daten, gegebenenfalls mit Bewerbungsfoto». Das ist ausdrücklich fakultativ formuliert. Dass ein Foto in der Schweiz üblich ist, bleibt richtig; dass es Pflicht wäre, sagt die offizielle Seite nicht.
Ebenfalls dort und für die Werkzeugwahl praktisch relevant: Arbeitszeugnisse gehören lückenlos und chronologisch, das neueste zuerst, und alle Dokumente sollen zu einer PDF-Datei zusammengefasst werden. Ein Generator, der dir eine Bilddatei oder ein unhandliches Layout ausgibt, erzeugt dir also Arbeit statt sie abzunehmen.
Wann du gar keinen Generator brauchst
Ehrlich bleibt ehrlich: Wenn du einen stabilen Lebenslauf hast und dich einmal im Jahr auf eine einzige Stelle bewirbst, reicht ein sauberes Dokument in Word plus die offizielle Checkliste vollkommen. Der Nutzen eines Werkzeugs entsteht erst bei Menge und Wechsel — zehn bis vierzig Bewerbungen, verschiedene Rollen, zwei Sprachen, jede mit anderen Schwerpunkten.
Auch bei gestalterischen Berufen gilt eine Ausnahme: Wo das Layout selbst Arbeitsprobe ist, ist ein Design-Werkzeug die richtige Wahl — dann aber zusätzlich zu einem schlichten, gut lesbaren Dokument für die Vorauswahl, nicht an dessen Stelle.
Für alle anderen Fälle ist unser CV-Generator genau darauf gebaut: Inserat einfügen, bestehenden Lebenslauf hochladen, nach etwa einer Minute eine an dieses Inserat angepasste Fassung im Schweizer Format erhalten, als PDF oder Word, mit allen Fakten so, wie du sie geliefert hast. Kostenlos ausprobierbar, in vier Sprachen, und ohne dass du deine Angaben in ein fremdes Format zwängen musst.
Was Betroffene berichten
Wenn Schweizer Fachleute öffentlich über Lebensläufe schreiben, drehen sich die Beiträge fast immer um zwei Punkte: das Bewerbungsfoto und die Zeile zu Nationalität und Bewilligung. Jeder der beiden kam in rund der Hälfte der gesammelten Beiträge vor.
Auszählung von 33 öffentlichen LinkedIn-Beiträgen zum Schweizer Lebenslauf, gesammelt im August 2026. Wir veröffentlichen das Muster, nicht die Texte.
Bewerbungssoftware war in derselben Sammlung fast kein Thema — sie kam in genau einem Beitrag vor. Die Sorge um die Maschine ist in der Schweizer Diskussion deutlich kleiner als in der angelsächsischen; diskutiert wird über Form, Vollständigkeit und Bezug zur Stelle.
Dieselbe Sammlung von 33 Beiträgen; gezählt wurde jede Erwähnung von Bewerbungs- oder Auswahlsoftware.
Aus Arbeitgebersicht kehrt ein Bild immer wieder: der Lebenslauf «mit der Giesskanne» — dieselbe Datei an sehr unterschiedliche Stellen, ohne erkennbaren Bezug zur Ausschreibung. Genau das ist die Lücke, die unsere 15-Prozent-Messung beziffert.
Mehrere Beiträge von Personalverantwortlichen in derselben Sammlung, sinngemäss zusammengefasst.
Marktzahlen aus den aktiven Inseraten auf SwissJobs.app, gemessen am 21. August 2026; Anteile beziehen sich auf alle aktiven Inserate, die Wortüberschneidung auf jene rund drei Viertel mit auswertbarer Zusammenfassung. Formatangaben aus den Bewerbungstipps von arbeit.swiss (SECO), abgerufen am 21. August 2026.
Schreib für jede Bewerbung einen passenden Lebenslauf
Die meisten schicken überall denselben Lebenslauf. Der Editor schreibt deinen auf das Inserat um — Schweizer Format, richtige Sprache, in etwa einer Minute.
Lebenslauf mit KI erstellen: für ein konkretes InseratGibt es einen wirklich kostenlosen Lebenslauf-Generator?
Kurz gesagt
Ja, aber «gratis» bedeutet bei Lebenslauf-Generatoren vier verschiedene Dinge. Ohne Bedingung kostenlos ist Europass, betrieben von der EU-Kommission. Bei Novorésumé ist der Gratis-Plan «Basic» echt, aber auf eine Seite und eine einzige Version begrenzt, und die Preisseite hält selbst fest: «downloading a document with Premium features is not possible in the Basic account». Enhancv beschreibt seinen Gratis-Plan als «Valid for 7 days» mit «Enhancv branding». Unser eigener CV-Generator exportiert ohne Bezahl-Fenster — dafür braucht es ein Gratis-Konto: E-Mail, keine Kreditkarte.
Die einzige Frage, die «gratis» wirklich entscheidet, lautet: Wo steht das Bezahl-Fenster? Ein Werkzeug, das dich eine Stunde lang tippen lässt und erst beim Herunterladen nach der Karte fragt, ist nicht kostenlos, sondern kostenpflichtig mit verzögerter Rechnung. Genau deshalb lohnt es sich, die Reihenfolge umzudrehen und den Export zu testen, bevor du den Lebenslauf fertig schreibst.
Für die Schweiz kommt ein zweites Problem dazu, das mit dem Preis gar nichts zu tun hat: Die verbreitetste Begrenzung im Gratis-Plan ist eine Seite. Die Bewerbungstipps von arbeit.swiss (SECO) halten dagegen fest, dass der Lebenslauf «nicht mehr als drei Seiten umfassen» soll, lückenlos und chronologisch, und dass alle Dokumente in einer PDF-Datei zusammengestellt werden. Wer Arbeitszeugnisse und Weiterbildungen sauber unterbringen will, stösst an die Gratis-Grenze, bevor er an die Schweizer Grenze stösst.
Median-Alter der aktiven Inserate je Berufsfeld auf SwissJobs.app, gemessen am 21. August 2026. Die sieben Tage stammen von der Preisseite von Enhancv, abgerufen am 22. August 2026.
- Teste den Export zuerst. Lege drei Zeilen an und klicke auf Herunterladen — was jetzt passiert, ist die ganze Antwort auf die Preisfrage.
- Schau auf das Format des Gratis-Downloads. Eine PDF ist brauchbar, eine Textdatei oder ein Bild macht dir zusätzliche Arbeit.
- Prüfe das fertige Blatt auf einen Anbieternamen in der Fusszeile. Fremdes Branding auf deinem Lebenslauf ist eine Form von Bezahlung.
- Frage nach der Kreditkarte. Wo für den «Gratis»-Zugang eine Karte hinterlegt werden muss, ist es ein Probeabo, kein Gratis-Plan.
- Zähle die erlaubten Versionen und Seiten. Eine Version und eine Seite reichen für eine Schweizer Bewerbungsmappe selten.
- Merke dir das Ablaufdatum. «Valid for 7 days» endet, während die Inserate, für die du dich bewirbst, noch offen sind.
«Gratis» hat vier verschiedene Bedeutungen
Die erste Bedeutung ist die einzige, die den Namen verdient: kostenlos nutzen, kostenlos herunterladen, ohne Ablaufdatum. Die zweite ist der Gratis-Plan mit Deckel — du darfst alles, aber nur eine Seite, eine Version oder eine begrenzte Zahl von Abschnitten. Die dritte ist das befristete Gratis-Fenster, das nach einigen Tagen zugeht. Die vierte ist der Gratis-Editor mit Bezahl-Ausgang: Schreiben kostet nichts, das Herunterladen schon.
Diese vier lassen sich nicht am Preisschild unterscheiden, weil auf allen vieren dasselbe Wort steht. Unterscheidbar werden sie an genau einer Stelle — dort, wo die fertige Datei den Dienst verlässt. Deshalb ist die Reihenfolge, in der du ein Werkzeug ausprobierst, wichtiger als jede Vergleichstabelle: erst exportieren, dann schreiben.
Eine fünfte Variante ist seltener, aber teurer: der Gratis-Download mit fremdem Namen auf dem Dokument. Bezahlt wird dann nicht mit Geld, sondern mit einer Zeile Werbung auf einem Blatt, das eine Personalverantwortliche liest. Das ist die einzige Form der «Bezahlung», die man nicht rückgängig machen kann, wenn das Dokument bereits verschickt ist.
Angaben zu anderen Anbietern stammen von deren eigenen Preisseiten, abgerufen am 22. August 2026, und sind als Zitat wiedergegeben; zety.com antwortete nicht, Canva wies unsere Abrufe ab, deshalb steht zu beiden keine Zahl hier. Formatangaben aus den Bewerbungstipps von arbeit.swiss (SECO), abgerufen am 22. August 2026. Unsere eigenen Preise stammen aus dem Code, nicht aus der Werbung. Das Alter der Inserate wurde am 21. August 2026 auf den aktiven Inseraten von SwissJobs.app gemessen.
Schreib für jede Bewerbung einen passenden Lebenslauf
Die meisten schicken überall denselben Lebenslauf. Der Editor schreibt deinen auf das Inserat um — Schweizer Format, richtige Sprache, in etwa einer Minute.
Lebenslauf mit KI erstellen: für ein konkretes InseratWelcher CV-Builder ist gratis und ohne Wasserzeichen?
Kurz gesagt
Von den heute geprüften Anbietern verspricht nur FlowCV im Gratis-Plan wörtlich «No watermarks or branding», dazu «Free forever» und «No credit card required» — dafür genau einen Lebenslauf. Enhancv schreibt bei seinem Gratis-Plan «Enhancv branding» offen hin, resume.io gibt gratis ausschliesslich eine TXT-Datei heraus, und Novorésumé markiert nicht, sondern sperrt den Download. Unser eigener Export läuft über die Druckfunktion des Browsers und trägt keinen Anbieternamen im Dokument; nötig ist dafür ein Gratis-Konto mit E-Mail-Adresse.
Die Frage nach dem Wasserzeichen zerfällt bei genauem Hinsehen in zwei getrennte Fragen. Die erste lautet: Steht ein fremder Name auf dem Blatt? Die zweite, und die wird fast nie gestellt: Wenn nicht — womit bezahlst du stattdessen? Bei jedem Gratis-Plan, den wir heute gelesen haben, gab es eine Antwort auf die zweite Frage, und sie stand jedes Mal in derselben Kachel wie das Versprechen.
Wie viel eine solche Zeile wiegt, lässt sich messen statt behaupten. Wir haben denselben zweiseitigen Musterlebenslauf zweimal gedruckt — einmal so, wie unser Editor ihn ausgibt, einmal mit einer erfundenen Anbieterzeile im Seitenfuss — und danach aus beiden fertigen Dateien den Text wieder ausgelesen. Der Unterschied sind zehn Wörter: fünf pro Seite. Sie stehen nicht am Schluss, sondern mitten im Lebenslauf.
Eigener Test am 22. August 2026: ein zweiseitiger Musterlebenslauf aus unserem Editor, zweimal auf A4 gedruckt und beide Male aus der fertigen Datei zurückgelesen. Die Anbieterzeile im zweiten Durchgang ist erfunden und trägt einen Beispielnamen.
- FlowCV nennt im Gratis-Plan «No watermarks or branding» — und im selben Kasten «1 resume and 1 cover letter».
- Enhancv ist ehrlich beschriftet: Der Gratis-Plan listet «Enhancv branding», die bezahlte Stufe listet «No branding».
- resume.io hat gratis kein Wasserzeichen, weil es gratis kein Layout gibt: «Downloads only in TXT format».
- Novorésumé markiert nicht, sondern verweigert: Ein Dokument mit Premium-Elementen lässt sich im Basic-Konto nicht herunterladen.
- Bei Kickresume kostet nicht der Download, sondern die Gestaltung — gratis bleibt, wer bei den freien Gestaltungsoptionen bleibt.
- In unserem Ausdruck steht kein Anbietername; das Blatt ist A4 mit Seitenrand null, und als Erzeuger nennt die Datei die Druckausgabe deines Browsers.
Wasserzeichen ist nicht gleich Wasserzeichen
Umgangssprachlich meint «Wasserzeichen» den grauen Schriftzug quer über der Seite. In diesem Markt ist das die seltenste Form. Häufiger sind vier andere: eine Zeile im Seitenfuss mit Anbietername und Adresse, ein kleines Logo neben den Kontaktdaten, ein Eintrag in den Dateieigenschaften, den man auf dem Papier gar nicht sieht — und die stillste Variante, bei der die Seite gar kein Text mehr ist, sondern ein Bild.
Für dich sind diese Formen verschieden teuer. Ein Logo neben der Adresse kostet Aufmerksamkeit in genau dem Bereich, den ein Mensch zuerst liest. Eine Fusszeile kostet eine Zeile pro Seite. Ein Eintrag in den Dateieigenschaften kostet praktisch nichts, weil ihn niemand aufmacht. Und eine Seite, die in Wahrheit ein Bild ist, kostet am meisten: Sie lässt sich nicht mehr korrigieren, nicht durchsuchen, und der Text darin ist für jede automatische Auswertung schlicht nicht vorhanden.
Deshalb ist die Frage «gibt es ein Wasserzeichen?» als Auswahlkriterium zu grob. Brauchbar wird sie erst in drei Teilen: Steht ein fremder Name auf dem Blatt, in welcher Form — und wenn nicht, was verlangt der Gratis-Plan dafür an anderer Stelle?
Was die Gratis-Pläne am 22. August wirklich hergeben
FlowCV ist der klarste Fall. Der Gratis-Plan steht mit «$0 /month», «Free forever» und «No credit card required» da und listet «Unlimited PDF downloads» sowie «No watermarks or branding». Die Antwort auf die Titelfrage ist damit sauber belegt. In derselben Kachel steht aber auch die Gegenleistung: «1 resume and 1 cover letter». Und in den häufigen Fragen wird es noch deutlicher — wer von der bezahlten Stufe zurückwechselt, behält nur den ersten Lebenslauf bearbeitbar: «additional versions remain safely stored in your account but are locked until you upgrade again».
Enhancv verkauft die Marke offen. Der Gratis-Plan zeigt «€ 0», daneben «Valid for 7 days», «Enhancv branding» und «Maximum 12 section items»; die bezahlte Quartalsstufe listet ausdrücklich «No branding». Das ist die ehrlichste Bauform im Feld: Der Anbietername ist die Währung, und beide Seiten wissen es. Die Preiskacheln selbst werden erst im Browser berechnet und zeigten bei unserem Abruf «€ NaN», deshalb nennen wir hier nur die Angabe «Starting from $16.50» aus dem Seitentitel und keine Monatszahl, die wir nicht gesehen haben.
resume.io löst das Problem, indem es das Dokument gar nicht erst herausgibt. Der Gratis-Plan steht als «$ 0.00 free plan» in der Reihe und listet drei Zeilen: «Only one resume and cover letter», «Downloads only in TXT format», «Limited resume sharing and analytics». Ein Wasserzeichen kann dort nicht stehen, weil eine reine Textdatei keine Gestaltung kennt — kein Layout, keine Schrift, keine Seitenaufteilung. Daneben liegt ein Einstiegsangebot für «$ 2.95» über sieben Tage, das laut derselben Zeile danach «auto-renews to $29.95 billed every 4 weeks».
Novorésumé wiederum markiert nichts und sperrt stattdessen. Der Gratis-Plan heisst «Basic Free Unlimited», ist als «Ideal for students» beschrieben und listet «Single version», «Max 1-Page Resume», «Predefined Layouts», «No Cover Letter». In den häufigen Fragen steht der entscheidende Satz: «The only difference is that downloading a document with Premium features is not possible in the Basic account.» Wer im Editor ein bezahltes Element benutzt, hat also kein markiertes Dokument, sondern gar keines. Immerhin ist das Format geklärt: «all the documents are saved as PDFs».
Kickresume verschiebt die Grenze noch einmal woanders hin. Der Gratis-Plan listet vier einfache Lebenslauf-Vorlagen, vier passende Anschreiben-Vorlagen und «Unlimited downloads»; die häufigen Fragen sagen dazu: «Can I download it for free? Yes, you can as long as you stick to free customization options.» Bezahlt wird also nicht der Ausgang und nicht die Marke, sondern die Gestaltung — mit dem unangenehmen Nebeneffekt, dass man beim Bauen laufend prüfen muss, welches Element gerade zur bezahlten Sorte gehört.
Angaben zu anderen Anbietern stammen von deren eigenen Preisseiten, abgerufen am 22. August 2026, und sind wörtlich zitiert; Enhancvs Preiskacheln werden erst im Browser berechnet und blieben leer, deshalb steht dazu nur die Angabe aus dem Seitentitel. Der Ausdruck-Test wurde am selben Tag mit unserer eigenen Lebenslauf-Vorlage und unserem eigenen Druck-Stylesheet durchgeführt; gezählt wurden die Wörter, die sich aus der fertigen Datei zurücklesen lassen. Das Verhalten unseres Exports stammt aus dem Quelltext, nicht aus der Werbung.
Schreib für jede Bewerbung einen passenden Lebenslauf
Die meisten schicken überall denselben Lebenslauf. Der Editor schreibt deinen auf das Inserat um — Schweizer Format, richtige Sprache, in etwa einer Minute.
Lebenslauf mit KI erstellen: für ein konkretes InseratLohnt sich ein bezahlter Lebenslauf-Generator?
Kurz gesagt
Selten. Von den 36 Funktionen, die fünf grosse Anbieter heute hinter ihre Bezahlschranke stellen, verändern nur fünf ein Wort im Lebenslauf; 13 betreffen das Aussehen und 15 die Menge oder das Dateiformat. Bezahlt wird ausserdem keine Anschaffung, sondern eine Laufzeit: Die bisherige Dauer einer registrierten Stellensuche liegt laut SECO im Juli 2026 im Median bei 5,0 Monaten und im Durchschnitt bei 7,0. Genau diese fünf Monate kosten bei resume.io auf dem beworbenen Weg rund 148 Franken — und bei demselben Anbieter über zwei Quartalspläne rund 81.
Die Frage «lohnt sich das» hat deshalb zwei Hälften, und die Preisseiten beantworten nur die erste. Die eine Hälfte ist der Preis, und der steht nicht dort, wo er zu stehen scheint: resume.io schreibt «After 7 days, auto-renews to $29.95 billed every 4 weeks», und vier Wochen sind kein Monat, sondern ein Dreizehntel Jahr. Die andere Hälfte ist der Gegenwert, und der besteht bei jedem der fünf geprüften Anbieter überwiegend aus Schriften, Farben, Vorlagen und Download-Kontingenten.
Unsere eigene Position gehört dazu, damit du sie einordnen kannst: Der Lebenslauf-Generator auf SwissJobs.app ist im Gratis-Konto enthalten und kostet nichts. Bezahlt wird bei uns die Ebene darüber — Bewertung gegen ein konkretes Inserat, der ausführliche CV-Check, tagesaktuelle Treffer und Alerts — für 15 Franken im Monat oder 95 im Jahr. Wir verkaufen also auch ein Abo; nur eben nicht den Generator.
Eigene Rechnung: die auf den Preisseiten am 22. August 2026 angeschriebenen Beträge, hochgerechnet auf 5,0 Monate — den Median der bisherigen Dauer der Arbeitslosigkeit im Juli 2026 laut SECO — und zum Monatsmittel Juli 2026 der Schweizerischen Nationalbank in Franken umgerechnet (USD 0,81002, EUR 0,92538). Kartengebühren für Fremdwährungen sind nicht enthalten.
- resume.io schreibt «After 7 days, auto-renews to $29.95 billed every 4 weeks». Vier Wochen sind kein Monat: Das ergibt 13 Abbuchungen im Jahr statt 12 — eine ganze zusätzliche Rechnung, ohne dass der Preis steigt.
- Enhancv verlangt monatlich 39 Dollar, halbjährlich 99. Dieselben fünf Monate kosten damit einmal rund 158 Franken und einmal rund 80 — der Weg, den die Seite zuerst anbietet, ist der doppelt so teure.
- Bei Kickresume kippt die Rechnung nach vier Monaten: 24 Euro im Monat erreichen bei vier Monaten genau den Jahrespreis von 96 Euro. Ab dem fünften Monat zahlst du monatlich mehr für weniger Laufzeit.
- Novorésumé ist der einzige der fünf, der ausdrücklich «Pay once. No recurring billing» und «There Is No Automatic Subscription» hinschreibt — und der einzige, bei dem Vergessen nichts kostet.
- FlowCVs Gratis-Plan enthält bereits «All resume templates» und «Full design customization». Bezahlt wird dort die Anzahl Dokumente, nicht das Design — ein nützlicher Massstab dafür, was Gestaltung überhaupt wert ist.
- Alle fünf rechnen in Dollar oder Euro ab. Was am Ende von deinem Franken-Konto abgeht, hängt am Tageskurs und an dem, was deine Karte für Fremdwährungen verlangt.
Vier Wochen sind kein Monat
Der erste Grund, warum die Frage schwer zu beantworten ist: Der Preis, den du siehst, ist nicht der Preis, den du zahlst. resume.io bietet oben auf der Preisseite sieben Tage für 2.95 Dollar an und schreibt in derselben Kachel, wörtlich: «After 7 days, auto-renews to $29.95 billed every 4 weeks». Wer das als «rund 30 Dollar im Monat» liest, verrechnet sich um eine ganze Abbuchung im Jahr. Ein Jahr hat 13,04 Vier-Wochen-Perioden. Aus 12 mal 29.95 werden 13 mal 29.95 — 389.35 Dollar statt 359.40, ohne dass irgendwo eine höhere Zahl steht.
Der zweite Grund liegt im Wort «auto-renews». Ein Probeabo, das sich selbst verlängert, ist keine Probe, sondern eine Anmeldung mit Rabatt auf die erste Woche. Das ist erlaubt und wird auch klar hingeschrieben — es steht nur an der Stelle, an der man beim Klicken nicht liest. Kickresume gibt eine «14-day money back guarantee» an, resume.io eine «7-day money back guarantee», Novorésumé schreibt «You can ask for refund the first 14 days». Alle drei Fristen sind kürzer als die Zeit, die eine Schweizer Bewerbung von der Absendung bis zur Antwort braucht.
Der dritte Grund ist die Währung. Keiner der fünf geprüften Anbieter schreibt Franken an. Vier rechnen in Dollar oder Euro ab, und deine Karte legt für die Umrechnung noch etwas drauf. Für diesen Text haben wir die Beträge zum Monatsmittel Juli 2026 der Nationalbank umgerechnet — rund 81 Rappen je Dollar und rund 93 Rappen je Euro — und die Kartengebühr weggelassen, weil sie von Bank zu Bank verschieden ist. Sie macht die Zahlen unten also eher zu klein als zu gross.
Zusammen ergibt das eine einfache Regel, bevor irgendein Vergleich sinnvoll wird: Rechne nie mit dem Preis in der Kachel. Rechne mit dem Betrag, der Anzahl Abbuchungen und der Laufzeit, die du tatsächlich brauchst.
Wann sich Bezahlen trotzdem lohnt
Es gibt drei Fälle, in denen ein bezahltes Werkzeug sein Geld wert ist. Erstens: Du bewirbst dich in grosser Zahl und brauchst wirklich viele Versionen. Genau das ist bei FlowCV und resume.io die eigentliche Bezahlfunktion, und für 49 Franken im Jahr ist sie fair bepreist. Zweitens: Dir fällt das Formulieren schwer und du willst Hilfe an den Wörtern. Dann kaufst du eine der fünf inhaltlichen Funktionen — prüfe vorher, ob sie in deiner Sprache brauchbar arbeitet und nicht bloss englische Standardsätze einsetzt. Drittens: Du brauchst ein bestimmtes Layout für einen Markt, der es erwartet. Die Schweiz gehört nicht dazu.
Wenn du zahlst, dann so: den längsten Abrechnungszeitraum wählen, den du dir zutraust, das Kündigungsdatum sofort in den Kalender eintragen und die Rückgabefrist kennen. Der Unterschied zwischen «monatlich, vergessen zu kündigen» und «Halbjahresplan, Termin notiert» ist bei Enhancv der Faktor zwei, bei resume.io fast derselbe.
Und der Fall, in dem sich Bezahlen nicht lohnt, ist der häufigste: Du brauchst einen sauberen, einspaltigen Schweizer Lebenslauf in der Sprache des Inserats, mit Bewilligung, Sprachniveaus und Pensum an der richtigen Stelle. Dafür verlangt bei uns niemand Geld. Der Generator auf SwissJobs.app liegt im Gratis-Konto, exportiert ohne Anbieterzeile und ohne Kreditkarte. Wer später mehr will — die Bewertung gegen ein konkretes Inserat, den ausführlichen Check, die tagesaktuellen Treffer —, zahlt 15 Franken im Monat oder 95 im Jahr, was 7.92 im Monat entspricht. Auch das ist ein Abo mit einer Probewoche, die sich am achten Tag verlängert; wir schreiben es hier hin, weil wir es von den anderen fünf auch verlangt haben.
Preise und Formulierungen stammen von den Preisseiten von resume.io, Enhancv, Novorésumé, Kickresume und FlowCV, abgerufen am 22. August 2026, und sind wörtlich zitiert; Enhancvs Preiskacheln werden erst im Browser berechnet und blieben leer, die Beträge dort stammen aus den strukturierten Angaben derselben Seite. zety.com antwortete auf unsere Abrufe nicht, deshalb steht dazu keine Zahl hier. Gezählt wurden 36 Funktionen, die auf diesen fünf Seiten ausschliesslich in einer bezahlten Spalte stehen; was in derselben Tabelle auch gratis erscheint, wurde nicht gezählt. Dauer der Stellensuche: SECO, «Die Lage auf dem Arbeitsmarkt», Juli 2026, Tabellen 6 und 7. Umrechnung in Franken zum Devisen-Monatsmittel Juli 2026 der Schweizerischen Nationalbank. Anteile aus den aktiven Inseraten auf SwissJobs.app, gemessen am 21. August 2026. Unsere eigenen Preise stammen aus dem Code, nicht aus der Werbung.
Schreib für jede Bewerbung einen passenden Lebenslauf
Die meisten schicken überall denselben Lebenslauf. Der Editor schreibt deinen auf das Inserat um — Schweizer Format, richtige Sprache, in etwa einer Minute.
Lebenslauf mit KI erstellen: für ein konkretes InseratWelche Lebenslauf-Vorlage passt für die Schweiz?
Kurz gesagt
Die Schweiz hat eine amtliche Vorlage, und sie steht bei arbeit.swiss: Titel «Lebenslauf», persönliche Daten, bisherige berufliche Tätigkeiten, besuchte Schulen und Weiterbildungen, Sprachkenntnisse, besondere Kenntnisse, Interessen, Referenzen. Chronologisch aufgebaut, das Aktuellste zuerst, höchstens drei Seiten, verschickt als PDF. Eine passende Vorlage ist die, die diese acht Blöcke in dieser Reihenfolge führt, Platz für Bewilligung und Beschäftigungsgrad lässt und Sprachen als Stufe statt als Adjektiv ausweist. Alles andere ist Dekoration.
Der Unterschied zwischen einer Schweizer und einer importierten Vorlage liegt selten in der Schriftart. Er liegt darin, welche Felder überhaupt existieren. Eine nordamerikanische Resume-Vorlage beginnt mit einem Profiltext und einer Kompetenzgrafik — beides kommt auf der amtlichen Liste nicht vor. Dafür fehlen ihr drei Zeilen, die hier laufend gebraucht werden: Bewilligung, Beschäftigungsgrad und Sprachen mit Stufe. Wer eine solche Vorlage übernimmt, formatiert nicht bloss anders, sondern beantwortet andere Fragen als die, die im Inserat stehen.
Wie oft diese Zeilen gebraucht werden, lässt sich auszählen. In den aktiven Inseraten auf SwissJobs.app, gemessen am 21. August 2026, trägt gut jedes fünfte Inserat den Beschäftigungsgrad schon im Stellentitel — 22,1 Prozent —, und 62,7 Prozent davon nennen dort eine Spanne statt einer festen Zahl. Von den Inseraten mit Sprachauswertung verlangen 6,6 Prozent drei Sprachen oder mehr, und die häufigste mehrsprachige Anforderung — Deutsch zusammen mit Englisch — betrifft 13,2 Prozent aller Inserate, die überhaupt eine Sprache nennen. Eine Vorlage mit einer einzigen Sprachzeile und ohne Pensumsfeld ist damit nicht schlicht, sondern unvollständig.
Eigene Auszählung der aktiven Inserate auf SwissJobs.app am 21. August 2026: Anteil der Stellentitel, die eine Prozentangabe zum Pensum enthalten. Jeder Balken ist am Bestand seiner eigenen Sprachgruppe gemessen. Die italienischsprachige Gruppe ist die mit Abstand kleinste; ihr Wert zeigt eine Richtung, keine Messung.
- Titelzeile: Die amtliche Liste beginnt mit dem Titel «Lebenslauf». Viele importierte Vorlagen setzen stattdessen den Namen als Kopfzeile und kennen gar kein Dokumentthema.
- Pensumsfeld: Wenn das Inserat im Titel «80 – 100 %» verhandelt, muss dein Lebenslauf eine Zeile haben, die darauf antwortet. Vorlagen aus Märkten ohne Teilzeitkultur haben diese Zeile nicht.
- Sprachblock mit Stufen: nicht «gut» und «fliessend», sondern Stufen. Und genug Zeilen für drei Sprachen: 6,6 Prozent der ausgewerteten Inserate verlangen deren drei oder mehr.
- Bewilligung und Wohnort: eine Zeile bei den persönlichen Daten, die eine Rückfrage erspart. Auf der amtlichen Liste steht dafür nur «persönliche Daten» — den Platz musst du selbst vorsehen.
- Referenzhinweis: Laut arbeit.swiss wird im Lebenslauf in der Regel vermerkt, dass Referenzen auf Anfrage bekannt gegeben werden. Das ist ein eigener Block, keine Fussnote.
- Drei Seiten als Obergrenze, nicht als Ziel: Eine Vorlage, die auf genau eine Seite ausgelegt ist, hat für Weiterbildungen, Sprachen und Referenzen schlicht keinen Platz mehr.
Die amtliche Liste ist die Vorlage
Die Frage nach der richtigen Vorlage wird meistens als Geschmacksfrage behandelt, obwohl es eine offizielle Antwort gibt. Auf arbeit.swiss, dem Portal von SECO und den kantonalen Arbeitsmarktbehörden, steht unter «Bewerbung: Dossier und Gespräch» ein vollständiger Inhaltsplan: Der Lebenslauf «muss vollständig und übersichtlich gestaltet sein», er «sollte nicht mehr als drei Seiten umfassen», und «üblicherweise» enthält er Titel, persönliche Daten, bisherige berufliche Tätigkeiten, besuchte Schulen und Weiterbildungen, Sprachkenntnisse, besondere Kenntnisse oder Tätigkeiten, persönliche Interessen und Referenzen.
Dazu kommt eine Reihenfolge, die nicht verhandelbar ist: «Der Lebenslauf ist chronologisch aufzubauen, wobei das Aktuellste jeweils zuerst genannt wird.» Damit fällt eine ganze Vorlagenfamilie weg. Kompetenzbasierte Layouts, die die Stationen nach Fähigkeiten gruppieren und die Daten in eine Randspalte schieben, widersprechen dieser Vorgabe direkt. Sie sind in anderen Märkten ein anerkanntes Mittel gegen Lücken; hier arbeiten sie gegen die Erwartung der lesenden Person.
Ebenso aufschlussreich ist, was nicht auf der Liste steht. Kein Profiltext, keine Selbsteinschätzung in Balken, kein Kompetenzrad, kein Zitat über die eigene Arbeitshaltung. Wer eine Vorlage öffnet, deren erstes Drittel aus einem «Professional Summary» und fünf Fortschrittsbalken besteht, füllt eine Seite mit Elementen, die die offizielle Empfehlung nirgends verlangt — und schiebt dafür die Stationen nach hinten, die sie ausdrücklich zuerst sehen will.
Die zweite Hälfte der amtlichen Anleitung betrifft nicht das Aussehen, sondern das Dossier: Arbeitszeugnisse «lückenlos und chronologisch geordnet», alles «in einer PDF-Datei» zusammengestellt, dazu «korrekte und eindeutige Dateibezeichnungen» und eine seriöse Absenderadresse. Eine Vorlage, die sich nur um Seite eins kümmert, löst also höchstens die Hälfte der Aufgabe.
Dieselbe Bundesseite, vier Sprachen, drei verschiedene Sätze zum Foto
Die Foto-Frage gilt als die grosse Unbekannte jeder Schweizer Vorlage. Der interessanteste Befund dazu steht nicht in Ratgebern, sondern in den Sprachversionen derselben amtlichen Seite. Am 22. August 2026 haben wir alle vier gelesen und verglichen.
Die deutsche Fassung schreibt: «Persönliche Daten, gegebenenfalls mit Bewerbungsfoto». «Gegebenenfalls» ist eine Einschränkung. Die französische Fassung derselben Seite schreibt «données personnelles avec photo vous mettant en valeur» — persönliche Daten mit einem Foto, das dich vorteilhaft zeigt, ohne jeden Vorbehalt. Die italienische Fassung schreibt «dati personali, inclusa la vostra fotografia nell’apposito formato» — inklusive Foto, im passenden Format. Die englische Fassung schreibt «personal details, including photograph».
Drei von vier Sprachversionen setzen das Foto als Bestandteil, nur die deutsche relativiert es. Für die Vorlagenwahl heisst das etwas sehr Praktisches: Der Fotoplatz ist kein Stilelement, das man je nach Geschmack streicht, sondern ein Feld, dessen Notwendigkeit von der Sprache der Bewerbung abhängt. Eine Vorlage, in der das Bild fest ins Raster eingebaut ist und sich nicht sauber entfernen lässt, ist für eine deutschsprachige Bewerbung unpraktisch. Eine Vorlage ganz ohne Bildplatz ist es für eine französisch- oder italienischsprachige.
Die vier Fassungen unterscheiden sich noch an einer zweiten Stelle. Die französische verlangt ausdrücklich «Évitez les lacunes dans votre parcours», die englische «not contain any gaps», die italienische «senza lacune nella cronologia». Die deutsche Fassung erwähnt an dieser Stelle nur Vollständigkeit und Übersichtlichkeit. Wer sich auf Französisch, Italienisch oder Englisch bewirbt, sollte deshalb eine Vorlage wählen, die Zeiträume gut sichtbar führt — eine feste Datumsspalte statt frei gesetzter Jahreszahlen.
Die Zeile, die keine importierte Vorlage hat: das Pensum
Der schweizerischste Teil eines Stelleninserats steht oft schon im Titel. Von den aktiven Inseraten auf SwissJobs.app enthielten am 21. August 2026 22,1 Prozent eine Prozentangabe im Stellentitel. Das ist keine Randerscheinung, sondern jedes fünfte Inserat — Titel wie «Co-Leitung Physio 30 – 100 %» oder «Solutions Architect (Hybrid; 80 – 100 %)».
Entscheidend ist die Form dieser Angabe. 62,7 Prozent der Titel mit Prozentzahl nennen eine Spanne, nicht einen Wert. 26,4 Prozent nennen schlicht 100 Prozent, 10,9 Prozent eine einzelne Zahl darunter. Eine Spanne im Titel ist eine offene Frage an dich: Der Arbeitgeber sagt, in welchem Bereich er verhandeln kann, und wartet auf deine Antwort. Wenn dein Lebenslauf kein Feld für Verfügbarkeit und gewünschtes Pensum hat, bleibt diese Frage im Dossier unbeantwortet und wandert ins Gespräch — falls es dazu kommt.
Die Konvention ist regional ungleich verteilt, und das ist für die Vorlagenwahl direkt nutzbar. Bei deutschsprachigen Inseraten steht in 29,1 Prozent der Titel eine Prozentzahl, bei französischsprachigen in 18,5 Prozent, bei englischsprachigen nur in 9,1 Prozent. Die italienischsprachige Gruppe liegt bei 3,6 Prozent, allerdings auf einer so kleinen Grundmenge, dass der Wert nur die Richtung anzeigt. Für eine Bewerbung in der Deutschschweiz ist das Pensumsfeld also fast Pflicht; für eine englischsprachige Bewerbung bei einem internationalen Arbeitgeber in Zürich ist es freiwillig, aber nie falsch.
Dazu kommt der Teil des Marktes, der Teilzeit sucht, ohne es in den Titel zu schreiben: 5,5 Prozent der aktiven Inserate sind als Teilzeitstellen erfasst, und ein erheblicher Teil davon führt keine Prozentzahl im Titel. Zusammen ergibt das rund 9,2 Prozent aller Inserate, die eine Verfügbarkeit unterhalb von hundert Prozent signalisieren. Eine Zeile, die in beiden Fällen sofort antwortet, kostet dich einen Zentimeter Papier.
Der Sprachblock ist bei den meisten Vorlagen zu klein gebaut
Der zweite systematische Fehler importierter Vorlagen ist ein Platzproblem. In vielen Layouts sitzt «Sprachen» als schmale Zeile in der Fusszone oder als kleines Kästchen in der Randspalte — Raum für zwei Einträge, mehr nicht. Das passt nicht zu dem, was Schweizer Inserate verlangen.
Dass Schweizer Inserate oft mehr als eine Sprache verlangen, ist weiter oben auf dieser Seite bereits beziffert. Für die Vorlagenwahl zählt aber nicht der Anteil, sondern die Form der Anforderung. Unter den Inseraten, die überhaupt eine Sprache nennen, sieht sie so aus: Deutsch allein 43,9 Prozent, Englisch allein 19,3 Prozent, Deutsch und Englisch zusammen 13,2 Prozent, Französisch allein 7,6 Prozent, Deutsch mit Englisch und Französisch 4,4 Prozent, Deutsch mit Französisch 3,8 Prozent. 6,6 Prozent der ausgewerteten Inserate verlangen drei Sprachen oder mehr. Ein Kästchen mit zwei Zeilen deckt damit weder die drittwichtigste noch die fünft- oder sechstwichtigste Kombination ab.
Auch die Tiefe der Angabe ist nicht beliebig, und die aufschlussreiche Zahl ist hier die kleine: Nur 1,4 Prozent aller Sprachnennungen geben sich mit Grundkenntnissen zufrieden, 11,7 Prozent mit Konversationsniveau, 2,9 Prozent verlangen Muttersprache. Der ganze Rest liegt auf beruflichem Niveau. Für die Vorlage heisst das: Der Sprachblock braucht eine eigene Spalte für die Stufe, nicht bloss eine Aufzählung nebeneinander. Wer «Deutsch: gut» schreibt, lässt genau die Frage offen, die fast jedes Inserat stellt.
Ein Wort zur Europass-Tabelle, weil sie oft als Lösung empfohlen wird: Das Selbstbeurteilungsraster der Europäischen Kommission ist fünf Fertigkeiten breit — Hören, Lesen, an Gesprächen teilnehmen, zusammenhängendes Sprechen, Schreiben — und sechs Stufen tief, von A1 bis C2. Vollständig ausgefüllt belegt eine einzige Sprache damit fünf Felder. Für drei Sprachen ist das eine halbe Seite. Die brauchbare Zwischenform: eine Zeile pro Sprache mit einer Stufe, und die volle Tabelle nur dort, wo das Inserat ausdrücklich nach einzelnen Fertigkeiten fragt.
Anteile aus den aktiven Inseraten auf SwissJobs.app, gemessen am 21. August 2026. Die Angaben zu Pensum im Stellentitel sind am gesamten aktiven Bestand gemessen; die Angaben zu geforderten Sprachen und Stufen an den Inseraten mit vorliegender Sprachauswertung, das sind rund drei Viertel des Bestands. Die Werte je Sprachgruppe sind jeweils am Bestand dieser Gruppe gemessen; die italienischsprachige Gruppe ist die kleinste und ihr Wert entsprechend unsicher. Der Wortlaut der amtlichen Vorgaben stammt von arbeit.swiss, alle vier Sprachversionen am 22. August 2026 gelesen und wörtlich zitiert. Das Selbstbeurteilungsraster mit fünf Fertigkeiten und sechs Stufen stammt von Europass. Zu Foto, Motivationsschreiben und Arbeitszeugnissen veröffentlichen wir bewusst keinen Anteil: Unsere Zusammenfassungen führen den Formalteil der Inserate nicht mit, und ein Anteil aus dieser Quelle wäre eine falsche Zahl.
Quellen
- arbeit.swiss (SECO) — Bewerbungstipps: «Der Lebenslauf ist chronologisch aufzubauen», höchstens drei Seiten
- Novorésumé — Preisseite («Pay once. No recurring billing»)
- Enhancv — Preisseite (PRO monatlich, quartalsweise, halbjährlich)
- Europass — Startseite der EU-Kommission
- FlowCV — Preisseite (Gratis-Plan und Pro)
- resume.io — Preisseite («auto-renews to $29.95 billed every 4 weeks»)
- Kickresume — Preisseite (Monats-, Quartals- und Jahresplan)
- SECO — Die Lage auf dem Arbeitsmarkt, Juli 2026 (Tabellen 6 und 7)
- Schweizerische Nationalbank — Devisenkurse, Monatsmittel Juli 2026
- travail.swiss (SECO) — französische Fassung derselben Seite («données personnelles avec photo vous mettant en valeur»)
- lavoro.swiss (SECO) — italienische Fassung («dati personali, inclusa la vostra fotografia nell’apposito formato»)
- arbeit.swiss (SECO) — englische Fassung («personal details, including photograph»)
- Europass — Selbstbeurteilungsraster des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens
Verwandte Fragen
Was unser Stellenindex über den Schweizer Markt sagt
Live aus unserem eigenen Index berechnet, nicht aus einer Studie zitiert. Nur Anteile, Stand heute.
Sprache der Inserate
- Deutsch
- 60%
- English
- 23%
- Français
- 13%
- Italiano
- 3%
Von den Inseraten mit Sprachanforderung verlangen
- Deutsch
- 70%
- English
- 43%
- Français
- 21%
- Italiano
- 3%
19% in den letzten 7 Tagen ausgeschrieben · Grösste Märkte: Zürich 18% · Bern 10% · Genève 5% · Basel 5%