Lebenslauf online erstellen — vom leeren Feld zur fertigen PDF-Datei
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Wie ein Lebenslauf im Browser entsteht: welche Angaben du zusammenträgst, bevor du das erste Feld ausfüllst, in welcher Sprache du schreibst, wie du pro Inserat eine eigene Fassung ziehst und was am Schluss als Datei herauskommen muss. Belegt mit den Vorgaben von arbeit.swiss, mit dem Datenschutzgesetz und mit dem, was die aktiven Inserate auf SwissJobs.app tatsächlich verlangen.
- Wie erstelle ich einen Lebenslauf online?
- Word-Vorlage oder Online-Generator?
- Kann ich einen Lebenslauf am Handy erstellen?
Wie erstelle ich einen Lebenslauf online?
Kurz gesagt
In sechs Schritten: Angaben sammeln, Sprache wählen, das Gerüst füllen, auf das einzelne Inserat zuschneiden, als PDF exportieren, die Datei sauber benennen. Online heisst dabei nicht schöner, sondern wieder verwendbar — du erfasst deine Stationen einmal und ziehst danach pro Inserat eine eigene Fassung. Genau das ist der Punkt: 68,3 Prozent der aktiven Inserate auf SwissJobs.app tragen einen Stellentitel, der im ganzen Bestand kein zweites Mal vorkommt. Am Schluss steht immer eine Datei — arbeit.swiss schreibt: «Speichern und versenden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen als PDF-Dateien.»
Der Unterschied zwischen einem Lebenslauf im Textprogramm und einem im Browser ist nicht das Aussehen, sondern die Art des Gegenstands. Im Textprogramm hast du ein Dokument: Jede neue Fassung ist eine Kopie, die du von Hand nachziehst, und nach der dritten Kopie weisst du nicht mehr sicher, welche die aktuelle ist. Im Browser hast du einen Datensatz mit einer Ansicht darüber: Du pflegst Stationen, Daten und Sprachniveaus an einer Stelle und erzeugst daraus so viele Fassungen, wie du Bewerbungen schreibst.
Dass sich das lohnt, ist keine Geschmacksfrage, sondern lässt sich am Bestand zeigen. Der Median-Arbeitgeber auf SwissJobs.app hat zwei offene Stellen, und 45,4 Prozent aller Arbeitgeber haben genau eine einzige. Du bewirbst dich also fast nie zweimal beim selben Unternehmen — und praktisch nie zweimal auf denselben Stellentitel. Eine einzige Standardfassung, die überallhin geht, trifft damit rechnerisch auf keines der Inserate genau.
Und der letzte Schritt ist überall derselbe: eine Datei, die jemand anderes öffnen muss. Ob du sie an eine Adresse schickst oder in ein Formular hochlädst, ändert nichts daran. Deshalb ist der Export kein Nebenschritt, sondern der Schritt, an dem die meisten Werkzeuge entweder Geld verlangen oder eine Zeile mit ihrem eigenen Namen in dein Dokument setzen.
Anteile unter den aktiven Inseraten auf SwissJobs.app, bei denen eine Sprachanforderung auswertbar vorliegt — das sind rund drei Viertel des Bestands. Gemessen am 21. August 2026. Mehr als ein Viertel dieser Inserate verlangt zwei oder mehr Sprachen; die häufigste Kombination ist Deutsch mit Englisch.
- Sammle zuerst, tippe später: Monat und Jahr jeder Station, exakter Firmenname, Ort, Funktion, Pensum. Diese fünf Angaben sind es, die dich sonst mitten im Formular ausbremsen.
- Schreib in der Sprache des Inserats. Wo das Inserat selbst keine eindeutige Sprache vorgibt, entscheidet die Sprachanforderung: 27,4 Prozent der Inserate verlangen mindestens eine Sprache, die nicht die des Inserats ist.
- Rechne mit einer zweiten Fassung. Von den Inseraten mit auswertbarer Sprachanforderung verlangen 27,6 Prozent zwei oder mehr Sprachen, und 30,3 Prozent der Arbeitgeber mit drei oder mehr offenen Stellen schreiben in mehr als einer Sprache aus.
- Übernimm den Stellentitel wörtlich in dein Dokument. Er ist im Median vier Wörter lang, und zwei von drei Titeln kommen im ganzen Bestand nur einmal vor — genau deshalb wirkt er als Zuschnitt.
- Sprachen als Stufe, nicht als Adjektiv. Ein Formularfeld verführt zu «gut»; hineingehört «C1» oder «Muttersprache».
- Höchstens drei Seiten. arbeit.swiss: «Der Lebenslauf sollte nicht mehr als drei Seiten umfassen.» Eine Vorlage, die dich auf eine Seite zwingt, arbeitet gegen diese Vorgabe.
- Exportiere als PDF und öffne die Datei danach selbst — auf dem Handy und am Rechner. Was der Editor zeigt, ist eine Vorschau, nicht das Ergebnis.
- Benenne die Datei nach dir und nicht nach dem Werkzeug, und verschick sie von einer Adresse mit Vor- und Nachnamen. Beides steht so in den Bewerbungstipps von arbeit.swiss.
- Prüfe vor dem ersten Tippen, wie du wieder herauskommst: Export, Kontolöschung, Auskunft. Das Datenschutzgesetz gibt dir diese Rechte, aber nur du merkst rechtzeitig, ob der Anbieter sie bequem macht.
«Online erstellen» bedeutet drei verschiedene Dinge
Bevor du irgendwo klickst, lohnt es sich, drei Wege auseinanderzuhalten, die im Alltag alle «online» heissen. Nur einer davon erzeugt am Ende eine Datei, die du überallhin mitnehmen kannst.
Der erste Weg ist ein Editor im Browser: Du füllst Felder aus, siehst rechts eine Vorschau und lädst am Schluss ein PDF herunter. Das ist der Weg, den diese Frage meint, und der einzige, der ein Ergebnis liefert, das dir gehört. Alles, was danach kommt — Formular, Portal, E-Mail — setzt diese Datei voraus.
Der zweite Weg ist das Bewerbungsformular des Arbeitgebers. Du tippst deine Angaben direkt in die Maske und schickst ab. Bequem, aber es entsteht nichts, was du beim nächsten Inserat wiederverwenden kannst — und die meisten dieser Masken verlangen zusätzlich einen Datei-Upload, weil intern doch wieder ein Dokument abgelegt wird. Wer nur diesen Weg geht, tippt bei jeder Bewerbung alles neu.
Der dritte Weg ist ein Profil auf einer Plattform. Ein Profil ist nützlich, um gefunden zu werden, aber es ist keine Bewerbung: Es hat kein Deckblatt, keine Reihenfolge, die du bestimmst, und keine drei Seiten, die jemand ausdrucken kann. Wer sich auf ein Profil verlässt, hat für den Moment, in dem eine konkrete Stelle konkret wird, nichts in der Hand.
Schritt 1: sammeln, bevor du das erste Feld ausfüllst
Der häufigste Grund, warum ein online begonnener Lebenslauf halbfertig liegen bleibt, ist banal: Mitten im Formular fehlt ein Datum. Wann genau hat die Stelle in Winterthur angefangen, wie hiess die Firma nach der Übernahme, war das 80 oder 90 Prozent? Man steht auf, sucht das Arbeitszeugnis, kommt nicht zurück.
Leg dir deshalb vorher fünf Angaben pro Station bereit: Monat und Jahr von Beginn und Ende, den exakten Firmennamen in der Schreibweise des Zeugnisses, den Ort, deine Funktionsbezeichnung und das Pensum. Dazu die Ausbildungen mit Abschlussjahr und, wenn dein Diplom aus dem Ausland stammt, der Stand der Anerkennung.
Welche Blöcke am Ende gefüllt sein müssen, gibt arbeit.swiss vor: Titel «Lebenslauf», persönliche Daten mit Foto, bisherige berufliche Tätigkeiten, besuchte Schulen und Weiterbildungen, Sprachkenntnisse, besondere Kenntnisse oder Tätigkeiten, Interessen und Hobbys, Referenzen. Wenn dein Werkzeug für einen dieser Blöcke kein Feld hat, ist es nicht für die Schweiz gebaut.
Drei Zeilen kommen dazu, die keine internationale Vorlage vorsieht und die trotzdem als Erstes gelesen werden: der Wohnort, der Stand deiner Bewilligung und der Beschäftigungsgrad, den du anbieten kannst. Sie gehören in das obere Drittel der ersten Seite, nicht auf Seite zwei.
Schritt 2: die Sprache — und warum es oft zwei sind
Die Sprachfrage entscheidest du nicht einmal für dein Leben, sondern pro Inserat. Die Grundregel ist einfach: Du schreibst in der Sprache, in der das Inserat verfasst ist. Sie zeigt, in welcher Sprache im Betrieb gearbeitet und gelesen wird.
Nur ist die Sprache des Inserats nicht immer die geforderte. Von den aktiven Inseraten auf SwissJobs.app, bei denen sowohl die Sprache des Textes als auch die Sprachanforderung auswertbar vorliegt, verlangen 27,4 Prozent mindestens eine Sprache, die nicht die des Inserats ist. Ein deutschsprachiges Inserat, das Französisch auf Verhandlungsniveau fordert, ist keine Ausnahme, sondern der Normalfall in einem zweisprachigen Kanton.
Wie oft daraus wirklich zwei Fassungen werden, zeigt die Verteilung im Diagramm: 72,4 Prozent der Inserate mit auswertbarer Anforderung nennen genau eine Sprache, 20,9 Prozent zwei, 5,8 Prozent drei und 1,0 Prozent vier oder mehr. Unter den Inseraten mit zwei oder mehr Sprachen ist Deutsch mit Englisch die häufigste Kombination — sie macht 47,8 Prozent dieser Gruppe aus; Deutsch, Französisch und Englisch zusammen kommen auf 15,9 Prozent, Deutsch mit Französisch auf 13,8.
Das gilt sogar innerhalb desselben Unternehmens: 30,3 Prozent der Arbeitgeber mit drei oder mehr offenen Stellen schreiben diese in mehr als einer Sprache aus. Wer online arbeitet, legt für die zweite Sprache eine Kopie an und ersetzt die Texte; wer im Textprogramm arbeitet, pflegt ab diesem Moment zwei Dateien, die auseinanderlaufen.
Schritt 3: zuschneiden — der einzige Schritt, der online wirklich schneller geht
Zuschneiden heisst nicht umschreiben. Es heisst: drei bis fünf Stellen im Dokument so ändern, dass jemand, der das Inserat geschrieben hat, sich darin wiedererkennt. Der Kopf mit der Zielbezeichnung, die Reihenfolge der Aufgabenzeilen in der jüngsten Station, der Block «besondere Kenntnisse» und, wenn es passt, eine Zeile im Kurzprofil.
Der wirksamste Eingriff ist der billigste: Übernimm den Stellentitel des Inserats wörtlich. Er ist im Median vier Wörter lang, bei einem Zehntel der Inserate acht oder mehr — also kurz genug, um ihn wirklich abzuschreiben. Und er ist erstaunlich individuell: 68,3 Prozent der aktiven Inserate tragen einen Titel, der im ganzen Bestand nur ein einziges Mal vorkommt, auch nachdem Prozentangaben und Geschlechterkürzel weggerechnet sind.
Umgekehrt heisst das: Eine Fassung, die auf «Sachbearbeiter» lautet, während das Inserat «Sachbearbeiter Debitoren mit Schwerpunkt Mahnwesen» sucht, hat die einfachste Gelegenheit verpasst. Online kostet dieser Eingriff eine Minute, weil du die Fassung duplizierst und drei Felder änderst. Im Textprogramm kostet er zwanzig, weil sich beim Ändern des Titels die Seitenumbrüche verschieben.
Zeit hast du dafür, aber nicht beliebig viel. Die aktiven Inserate sind im Median 18,8 Tage alt, das jüngste Viertel ist unter 9,4 Tage alt, und 14,3 Prozent sind in den letzten sieben Tagen dazugekommen. Ein Lebenslauf, der drei Wochen im Entwurf liegt, verpasst nicht den Markt, aber genau die Inserate, auf die er zugeschnitten war.
Schritt 4: der Export ist der Teil, an dem es schiefgeht
Ein Lebenslauf ist erst fertig, wenn die Datei auf deinem Gerät liegt und du sie geöffnet hast. Die Vorgabe dazu ist eindeutig und stammt nicht von einem Anbieter, sondern von der offiziellen Stelle: «Speichern und versenden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen als PDF-Dateien.» Ebenso eindeutig ist die Länge: «Der Lebenslauf sollte nicht mehr als drei Seiten umfassen.»
Öffne die exportierte Datei danach zweimal — einmal am Rechner, einmal auf dem Handy. Die Vorschau im Editor ist eine Vorschau; der Umbruch entsteht erst beim Erzeugen des PDF. Häufigste Überraschungen: eine vierte Seite mit drei Zeilen darauf, ein Foto, das im Export weicher wird, und Sonderzeichen in Ortsnamen, die im Editor stimmten.
Der zweite Stolperstein ist der Dateiname. Ein Export heisst ab Werk gern nach dem Werkzeug oder nach «Dokument 1». In der Mailbox der Personalabteilung liegen dann zwanzig gleich benannte Anhänge. Nimm deinen Namen und die Art des Dokuments, und verschick das Ganze von einer Adresse, die «idealerweise Ihren Vor- und Nachnamen enthält» — auch das steht so in den Bewerbungstipps von arbeit.swiss.
Der dritte Stolperstein ist wirtschaftlicher Natur: Bei vielen Anbietern ist genau dieser Schritt der bezahlte. Man baut eine Stunde lang ein Dokument und stösst beim Herunterladen auf ein Bezahlfenster oder auf eine Anbieterzeile im Fussbereich. Wie oft das passiert und was es kostet, haben wir in zwei eigenen Fragen auf dieser Seite ausgezählt; für die Reihenfolge deiner Arbeit heisst es nur eines: Teste den Export mit einem halb gefüllten Dokument, bevor du das ganze füllst.
Was mit deinen Daten passiert, wenn du sie in ein Formular tippst
Ein Lebenslauf ist die dichteste Sammlung von Personendaten, die die meisten Menschen je über sich anlegen: Adresse, Geburtsdatum, Nationalität, Bewilligungsstatus, jeder Arbeitgeber seit der Lehre, oft ein Foto. Wenn du das online erstellst, liegt diese Sammlung anschliessend bei einem Unternehmen, und die Frage, wie du sie dort wieder herausbekommst, stellt sich meistens erst dann, wenn es unangenehm wird.
Das Bundesgesetz über den Datenschutz (SR 235.1), seit dem 1. September 2023 in der revidierten Fassung in Kraft, gibt dir zwei Rechte, die genau hier greifen. Artikel 25 Absatz 1: «Jede Person kann vom Verantwortlichen Auskunft darüber verlangen, ob Personendaten über sie bearbeitet werden.» Die Auskunft umfasst unter anderem die bearbeiteten Daten selbst, den Zweck, die Aufbewahrungsdauer und die Empfänger; sie ist in der Regel innert dreissig Tagen und kostenlos zu erteilen.
Artikel 28 ergänzt das um die Herausgabe: Wer seine Daten automatisiert bearbeiten lässt und sie mit Einwilligung oder im Zusammenhang mit einem Vertrag geliefert hat, kann sie in einem gängigen elektronischen Format zurückverlangen — oder verlangen, dass sie an einen anderen Verantwortlichen übertragen werden, sofern das keinen unverhältnismässigen Aufwand bedeutet.
Praktisch heisst das drei Dinge, und alle drei prüfst du besser vorher als nachher. Erstens: Gibt es einen Export, der mehr liefert als ein Bild deines Lebenslaufs — also die Angaben selbst? Zweitens: Findest du eine Kontolöschung, ohne den Support anschreiben zu müssen? Drittens: Steht in der Datenschutzerklärung, wie lange die Daten nach der Löschung noch aufbewahrt werden? Ein Werkzeug, das bei diesen drei Punkten schweigt, ist kein Werkzeug, dem du deinen vollständigen Lebenslauf gibst.
Wann du gar kein Werkzeug brauchst
Wenn du einen aktuellen Lebenslauf in der richtigen Sprache hast, der die acht Blöcke von arbeit.swiss führt, dreiseitig oder kürzer ist und als PDF vorliegt, dann brauchst du für die nächste Bewerbung keinen Generator, sondern zwanzig Minuten: Zielbezeichnung anpassen, die jüngste Station umsortieren, Sprachniveaus prüfen, exportieren. Ein neues Werkzeug an dieser Stelle kostet dich mehr Zeit, als es spart.
Für einen Generator sprechen drei Situationen. Erstens der Neuanfang: Du hast gar keinen Lebenslauf oder eine Fassung, die älter ist als deine letzte Stelle. Zweitens der Sprachwechsel: Du brauchst dieselben Angaben auf Deutsch und Französisch oder auf Deutsch und Englisch, und zwar dauerhaft gepflegt statt einmal übersetzt. Drittens die Menge: Du bewirbst dich in Serie, und jede Fassung soll den Titel des jeweiligen Inserats tragen.
Unsere eigene Position gehört dazu, damit du sie einordnen kannst: Der Lebenslauf-Generator auf SwissJobs.app ist im Gratis-Konto enthalten, der Export kostet nichts und trägt keine Anbieterzeile. Bezahlt wird bei uns die Ebene darüber — die Bewertung gegen ein konkretes Inserat, der ausführliche Check und die tagesaktuellen Treffer. Wir verkaufen also auch ein Abonnement; nur eben nicht den Export.
Und ein letzter Satz zur Erwartung: Kein Werkzeug macht aus einem dünnen Lebenslauf einen dichten. Was am Ende zählt, sind die Angaben, die du vor dem ersten Klick zusammengetragen hast — Daten, Firmennamen, Pensen, Niveaus. Der Rest ist Sortierung, und die kann eine Maschine übernehmen.
Alle Marktanteile sind aus den aktiven Inseraten auf SwissJobs.app ausgezählt, Stand 21. August 2026. Die Nenner sind verschieden und im Text jeweils genannt: Angaben zu Sprachanforderungen beziehen sich auf die Inserate mit auswertbarer Sprachanforderung — rund drei Viertel des Bestands; Angaben zu Stellentiteln, Alter und Arbeitgebern auf alle aktiven Inserate. Stellentitel wurden vor dem Vergleich normalisiert: Prozentangaben, Geschlechterkürzel und Satzzeichen wurden entfernt. Keine dieser Zahlen ist eine Umfrage, es sind Auszählungen der Inserate selbst. Inhaltsliste, PDF-Vorgabe, Seitenzahl und der Hinweis zur E-Mail-Adresse stammen wörtlich von der Seite «Bewerbungstipps» auf arbeit.swiss (SECO), abgerufen am 22. August 2026. Die zitierten Rechte stammen aus dem Bundesgesetz über den Datenschutz (SR 235.1) in der seit dem 1. September 2023 geltenden Fassung, Artikel 25 und 28, gelesen auf fedlex.
Schreib für jede Bewerbung einen passenden Lebenslauf
Die meisten schicken überall denselben Lebenslauf. Der Editor schreibt deinen auf das Inserat um — Schweizer Format, richtige Sprache, in etwa einer Minute.
Lebenslauf mit KI erstellen: für ein konkretes InseratWord-Vorlage oder Online-Generator?
Kurz gesagt
Beide Wege führen zu einer gültigen Bewerbung, denn was am Ende verschickt wird, ist in beiden Fällen eine PDF-Datei: arbeit.swiss schreibt, Bewerbungsunterlagen seien als PDF zu speichern und zu versenden. Die Wahl entscheidet sich also nicht beim Verschicken, sondern beim Bearbeiten. Word passt, wenn Sie eine Fassung pflegen und selten ändern. Ein Online-Generator passt, wenn Sie pro Inserat eine eigene Fassung brauchen. Ein Test mit derselben Bewerbung in fünf Dateiformen gab jedes Wort in der richtigen Reihenfolge zurück — an der Maschinenlesbarkeit hängt die Entscheidung nicht.
Damit fällt das Argument weg, mit dem am lautesten geworben wird. «Word wird nicht gelesen» und «nur unser Format kommt durch» beschreiben ein Problem, das sich in unserem Test nicht zeigte — weder bei der zweispaltigen Tabelle, die fast jede Word-Vorlage benutzt, noch beim Textfeld, in dem Designvorlagen den Namen und die Kontaktangaben unterbringen. Übrig bleibt die Frage, die tatsächlich Arbeit spart oder Arbeit macht: Wie oft müssen Sie dieselbe Bewerbung in einer anderen Zusammenstellung ausgeben?
Die Antwort darauf steht in den Inseraten, nicht in der Software. Sieben von zehn aktiven Inseraten tragen einen Stellentitel, der im ganzen Bestand genau einmal vorkommt. Und wo derselbe Titel bei mindestens drei verschiedenen Arbeitgebern ausgeschrieben ist, verlangen diese Arbeitgeber in 62,1 Prozent der Fälle nicht dieselben Sprachen. Eine einzige gespeicherte Datei passt deshalb selten zweimal. Wer den Lebenslauf einmal im Jahr anfasst, ist mit Word schneller am Ziel; wer zehn Bewerbungen im Monat schreibt, bezahlt jede manuelle Anpassung mit Zeit.
Anteil der Stellentitel, bei denen sich die verlangten Sprachen zwischen den Arbeitgebern unterscheiden. Gezählt aus den aktiven Inseraten auf SwissJobs.app am 22. August 2026, und zwar je Titel und Arbeitgeber einmal — eine Kette, die dieselbe Filialstelle neunzig Mal ausschreibt, zählt also einfach. Berücksichtigt sind nur Inserate mit auswertbarer Sprachanforderung. Die Gruppe mit fünf oder mehr Arbeitgebern umfasst weniger als zwei Dutzend Titel und zeigt eine Richtung, keine Präzision.
- Entscheiden Sie nach der Anzahl Fassungen, nicht nach dem Dateiformat. Eine Bewerbung im Jahr: Word genügt. Mehrere pro Woche: Sie brauchen etwas, das aus einem Datensatz beliebig viele Ausgaben zieht.
- Verschicken Sie in beiden Fällen eine PDF-Datei, und nach der Vorgabe von arbeit.swiss alle Dokumente in einer einzigen zusammengestellt. Der Lebenslauf soll dabei drei Seiten nicht überschreiten.
- Prüfen Sie Ihre eigene Datei in zwei Minuten, statt zu raten: PDF öffnen, alles markieren, kopieren, in einen einfachen Texteditor einfügen. Kommt der Text vollständig und in der Reihenfolge zurück, in der Sie ihn gelesen haben, ist die Datei lesbar. Kommt Kauderwelsch, liegt es an der Vorlage, nicht am Weg.
- Öffnen Sie vor dem Versand einer Word-Datei einmal Datei → Informationen → Eigenschaften. Dort steht, welcher Name als Autor gespeichert ist — bei einer heruntergeladenen Vorlage ist das nicht immer Ihrer.
- Wenn jemand ausdrücklich eine bearbeitbare Datei verlangt, schicken Sie eine bearbeitbare Datei. Das ist der eine Fall, in dem Word die richtige Antwort ist, und kein Grund, den Rest der Bewerbung umzustellen.
- Kontrollieren Sie bei jeder Vorlage zuerst, ob sie Platz für Bewilligung, Nationalität, Pensum und Verfügbarkeit hat. Fehlen diese Zeilen, kostet die schöne Vorlage mehr, als sie bringt.
Word-Vorlage oder Online-Generator
| Kriterium | Word-Vorlage | Online-Generator |
|---|---|---|
| Ohne Konto nutzbar | ja | teilweise |
| Datei gehört Ihnen | ja, dauerhaft | Export nötig |
| Layout bleibt beim Bearbeiten heil | nein, verschiebt sich | ja |
| Mehrere Versionen pflegen | manuell, fehleranfällig | der eigentliche Vorteil |
| Schweizer Felder vorgesehen | nur wenn die Vorlage es kann | wenn das Werkzeug den Markt kennt |
| Offline | ja | nein |
| Wann welches | eine Bewerbung, fertiger Text | laufende Suche, viele Anpassungen |
Eine Word-Datei gehört Ihnen und funktioniert ohne Konto und ohne Internet. Ein Generator nimmt Ihnen das Layout ab. Welches besser ist, hängt davon ab, ob Sie einmal etwas brauchen oder laufend anpassen.
Die Formatfrage ist entschieden, bevor die Werkzeugfrage beginnt
Auf der Seite «Bewerbungstipps» von arbeit.swiss steht der Satz ohne Einschränkung: «Speichern und versenden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen als PDF-Dateien.» Ein paar Zeilen darüber die zweite Vorgabe: «Alle Dokumente sollten in einer PDF-Datei zusammengestellt werden» — Arbeitszeugnisse lückenlos, chronologisch, das aktuellste zuerst, und dasselbe gilt für Diplome und Zertifikate. Zur Länge heisst es: «Der Lebenslauf sollte nicht mehr als drei Seiten umfassen.»
Damit ist die Ausgangsfrage kleiner, als sie aussieht. Word ist kein Versandformat, sondern ein Schreibprogramm; ein Online-Generator ist keine Bewerbung, sondern ein Formular mit einer Druckfunktion. Beide erzeugen dieselbe Art Datei, sobald Sie auf Exportieren oder auf «Als PDF speichern» klicken. Wer die Wahl als «Word gegen PDF» führt, vergleicht ein Werkzeug mit einem Ergebnis.
Praktisch heisst das: Egal welchen Weg Sie nehmen, der letzte Schritt ist derselbe. Aus dem Programm heraus als PDF ausgeben, die Datei nach dem Muster Nachname_Vorname_Bewerbungsunterlagen benennen — arbeit.swiss verlangt ausdrücklich «korrekte und eindeutige Dateibezeichnungen» — und von einer Adresse verschicken, die Ihren Vor- und Nachnamen enthält.
Der Test: dieselbe Bewerbung in fünf Dateiformen
Um die verbreitetste Behauptung zu prüfen, wurde ein erfundener Schweizer Lebenslauf von 236 Wörtern angelegt — Kopfteil mit Name, Adresse, Jahrgang und Bewilligungslage, ein kurzes Profil, vier Stationen mit Datum und Aufgaben, dazu Ausbildung, Sprachen, IT und Referenzen. Derselbe Wortlaut wurde danach in fünf verschiedene Dateien gegossen.
Drei davon sind Word-Dateien: einmal als schlichte Absätze, einmal mit der zweispaltigen Tabelle, die praktisch jede Lebenslauf-Vorlage für die Datumsspalte benutzt, und einmal mit dem Kopfteil in einem frei platzierten Textfeld, so wie es Designvorlagen für den Namensbalken machen. Zwei sind PDF-Dateien, im Browser gedruckt: einmal einspaltig, einmal zweispaltig mit Seitenleiste.
Anschliessend wurde jede Datei mit gängigen Textauslesern zurückgelesen — also so, wie ein annehmendes System den Inhalt sieht. Ergebnis: Alle fünf gaben alle 236 Wörter zurück. In jeder Datei stand das Datum weiterhin unmittelbar bei der Stelle, zu der es gehört, und der Namensblock war überall vorhanden. Keine Variante verlor etwas, keine vertauschte die Reihenfolge.
Zwei Einschränkungen gehören dazu. Die Word-Dateien wurden direkt im Office-Format geschrieben, nicht aus Word heraus gespeichert; geprüft ist damit das Format, nicht jede Eigenheit des Programms. Und eine Datei aus einem Grafikprogramm war nicht Teil des Tests. Der Befund lautet deshalb nicht «alles ist immer lesbar», sondern: Sie können es an Ihrer eigenen Datei nachsehen, statt es zu glauben.
Was die Vorlage wirklich entscheidet, sind die Felder
Der Unterschied, der in der Praxis zählt, sitzt nicht in der Dateiendung, sondern darin, welche Zeilen eine Vorlage überhaupt vorsieht. Die meisten frei verfügbaren Word-Vorlagen sind für einen internationalen oder amerikanischen Lebenslauf gebaut. Sie haben eine Zeile für die Position und eine für die Schule — aber keine für Nationalität und Bewilligung, keine für das gewünschte Pensum, keine für die Verfügbarkeit und keine für den Hinweis, dass Referenzen auf Anfrage bekannt gegeben werden.
Genau diese Zeilen erwarten Schweizer Leserinnen und Leser. Auch das EU-Formular Europass lässt sie weg: Es bringt ein Sprachraster mit, aber keinen Platz für Foto, Nationalität und Bewilligung oder für die Arbeitszeugnisse, auf die sich der Rest des Dossiers stützt.
Wer eine Vorlage herunterlädt, übernimmt deshalb immer auch deren Vorstellung davon, was zu einer Bewerbung gehört. Die Gegenprobe dauert eine Minute: Suchen Sie in der geöffneten Vorlage nach einem Platz für Bewilligung, Pensum und Verfügbarkeit. Finden Sie keinen, müssen Sie ihn selbst einbauen — und dann ist es kein fertiges Layout mehr, sondern eine Baustelle mit fremden Formatvorlagen.
Wie oft Sie dieselbe Bewerbung neu zusammenstellen müssen
Hier liegt der eigentliche Unterschied zwischen den beiden Wegen, und er lässt sich an den Inseraten messen. Sieben von zehn aktiven Inseraten tragen einen Stellentitel, der im gesamten Bestand genau einmal vorkommt; auf die verschiedenen Titel gerechnet sind es 88 Prozent, die nur ein einziges Mal auftauchen. Das Inserat vor Ihnen ist also meistens ein Einzelstück, auch wenn der Beruf ein häufiger ist.
Noch deutlicher wird es dort, wo derselbe Titel mehrfach vorkommt. Zählt man je Titel und Arbeitgeber nur einmal, unterscheiden sich bei Titeln mit mindestens zwei Arbeitgebern in 35,1 Prozent der Fälle die verlangten Sprachen; ab drei Arbeitgebern sind es 62,1 Prozent. Beim Titel «HR Business Partner» stehen hinter acht verschiedenen Arbeitgebern sieben verschiedene Sprachforderungen — von Deutsch allein über Deutsch mit Englisch bis zu Deutsch, Italienisch und Rätoromanisch.
Dazu kommt der Zeitdruck: Das mittlere aktive Inserat ist 19 Tage alt, rund ein Viertel ist höchstens 10 Tage alt. Sie haben also Tage, nicht Wochen, um eine passende Fassung zu erstellen. Wer dafür jedes Mal ein Dokument dupliziert, umbenennt und von Hand umschreibt, verliert genau dort Zeit, wo es knapp ist.
Und die Sprachfrage ist kein Randfall: Unter den Inseraten mit auswertbarer Anforderung — rund drei Vierteln des Bestands — verlangen 27,6 Prozent mehr als eine Sprache. Welche das sind, sagt Ihnen erst das einzelne Inserat.
Wann Word die bessere Wahl ist
Word gewinnt, wenn Sie ohnehin schon dort sind. Ein gepflegter Lebenslauf, der seit Jahren in einer Datei liegt und den Sie einmal im Jahr um eine Zeile ergänzen, muss nicht umziehen. Der Aufwand, ihn in ein Formular zu übertragen, zahlt sich erst ab mehreren Fassungen aus.
Word gewinnt zweitens, wenn Sie ohne Konto und ohne Internet arbeiten wollen. Die Datei liegt auf Ihrem Gerät, sonst nirgends. Wer damit ein Anliegen verbindet, hat hier ein sachliches Argument, und kein kleines.
Word gewinnt drittens, wenn jemand ausdrücklich eine bearbeitbare Datei verlangt. Das kommt vor, wenn eine Vermittlung das Dossier für die Weitergabe umformatiert. Dann ist die richtige Antwort, genau das zu schicken, was verlangt wurde — und für den eigenen Versand trotzdem beim PDF zu bleiben.
Der Preis dafür ist die Pflege. Jede Änderung an der Struktur — eine Zeile mehr, eine Station weniger — kann die Seitenumbrüche verschieben, und bei Vorlagen mit Tabellen und Textfeldern verschiebt sie auch das Layout. Rechnen Sie nach jeder Anpassung damit, die zweite Seite noch einmal anzusehen.
Wann der Online-Weg die bessere Wahl ist
Ein Generator gewinnt, sobald aus einer Bewerbung mehrere werden. Sie erfassen Ihre Stationen einmal und geben danach pro Inserat eine eigene Zusammenstellung aus, ohne das Layout je wieder anzufassen: andere Reihenfolge der Schwerpunkte, andere Sprachzeile, ein Pensum, das zum Inserat passt. Genau die Arbeit, die nach der Auszählung oben regelmässig anfällt.
Er gewinnt zweitens, weil das Gerüst schon steht. Ein Formular, das nach Bewilligung, Pensum und Sprachstufen fragt, verhindert die Lücken, die man in einer leeren Vorlage übersieht. Und er gewinnt drittens dort, wo kein Word installiert ist: auf dem Telefon, am fremden Rechner, in der Bibliothek.
Dagegen stehen zwei Kosten, die man vorher klären sollte. Ihre Angaben liegen dann auf einem fremden Server — sehen Sie nach, ob Sie das Konto und die Daten wieder löschen können. Und prüfen Sie, bevor Sie eine Stunde investieren, ob der Export tatsächlich frei ist und ohne Anbieterzeile am Fuss der Seite herauskommt. Beides erkennt man am schnellsten, indem man einmal ganz bis zum Herunterladen klickt.
Der Zwischenweg ist erlaubt und verbreitet: die Fassungen online pflegen, das PDF von dort verschicken, und für den seltenen Fall der ausdrücklich verlangten bearbeitbaren Datei eine Word-Kopie behalten. Was Sie nicht tun sollten, ist beide Ablagen parallel zu pflegen — dann kursieren zwei Stände, und der ältere geht irgendwann raus.
Die Zitate zu PDF, Dateibezeichnung, Seitenzahl und E-Mail-Adresse stammen wörtlich von der Seite «Bewerbungstipps» auf arbeit.swiss (SECO), abgerufen am 22. August 2026; die gleichlautenden Vorgaben wurden am selben Tag in den Fassungen fr, it und en geprüft. Der Lesbarkeitstest wurde am 22. August 2026 mit einem erfundenen Lebenslauf von 236 Wörtern durchgeführt: drei Dateien im Word-Format — schlichte Absätze, zweispaltige Tabelle, Kopfteil im Textfeld — und zwei im Browser gedruckte PDF-Dateien, einspaltig und zweispaltig; zurückgelesen wurde mit gängigen quelloffenen Textauslesern. Die Word-Dateien wurden direkt im Office-Format geschrieben und nicht aus Word gespeichert; eine Datei aus einem Grafikprogramm war nicht Teil des Tests. Alle Marktanteile sind aus den aktiven Inseraten auf SwissJobs.app ausgezählt, Stand 22. August 2026. Die Nenner sind verschieden und im Text genannt: Sprachforderungen beziehen sich auf die Inserate mit auswertbarer Anforderung — rund drei Viertel des Bestands; Angaben zu Stellentiteln und Inseratsalter auf alle aktiven Inserate. Stellentitel wurden vor dem Vergleich normalisiert, also von Prozentangaben, Geschlechterkürzeln und Satzzeichen befreit, und je Titel und Arbeitgeber nur einmal gezählt. Keine dieser Zahlen ist eine Umfrage; es sind Auszählungen der Inserate selbst.
Schreib für jede Bewerbung einen passenden Lebenslauf
Die meisten schicken überall denselben Lebenslauf. Der Editor schreibt deinen auf das Inserat um — Schweizer Format, richtige Sprache, in etwa einer Minute.
Lebenslauf mit KI erstellen: für ein konkretes InseratKann ich einen Lebenslauf am Handy erstellen?
Kurz gesagt
Ja. Am Telefon entsteht ein vollständiger Lebenslauf, solange am Schluss eine PDF-Datei herauskommt: arbeit.swiss verlangt, dass alle Unterlagen in einer PDF-Datei zusammengestellt werden. Der Engpass ist nicht das Tippen, sondern das Abschicken. Jedes aktive Inserat auf SwissJobs.app führt in ein fremdes Bewerbungsformular, und von den fünfzig grössten dieser Systeme lieferten beim Abruf am 22. August 49 von 50 eine Ansicht fürs Telefon aus. Der Weg ist also fast überall handytauglich — entscheidend ist, dass die fertige Datei auf dem Gerät liegt, von dem aus du sie hochlädst.
Dass die Frage überhaupt gestellt wird, hat einen statistischen Grund. Nahezu die gesamte Schweizer Bevölkerung geht mobil ins Netz: Laut Bundesamt für Statistik haben 98,8 Prozent in den drei Monaten vor der Befragung ein mobiles Gerät für die Internetnutzung verwendet — mehr als in jedem EU-Land ausser den Niederlanden und Dänemark, und deutlich über dem EU-Schnitt von 92,6 Prozent. Für einen erheblichen Teil der Stellensuchenden ist das Telefon nicht das zweite Gerät, sondern das einzige.
Was sich am Telefon wirklich ändert, ist nicht das Schreiben, sondern die Zahl der Formulare, durch die du danach musst. Hinter den aktiven Inseraten stehen über zweitausendvierhundert verschiedene Bewerbungssysteme; das grösste einzelne deckt 10,6 Prozent der Inserate ab, die zehn grössten zusammen 32 Prozent, und 45,1 Prozent aller Systeme kommen im ganzen Bestand genau einmal vor. Wer sich auf zwanzig Inserate bewirbt, trifft rechnerisch 17,3 verschiedene Formulare. Genau darum lohnt sich die eine fertige Datei so sehr: Sie ist das Einzige, was in allen siebzehn gleich funktioniert.
- Schreib am Telefon, exportiere sofort als PDF. Solange der Lebenslauf nur im Browser oder in einer Notiz-App liegt, existiert er für kein Bewerbungsformular. Die Datei ist das Arbeitsergebnis, nicht der Text.
- Leg die Datei dorthin, wo der Datei-Auswähler des Telefons sie findet. Ein Upload-Feld im mobilen Browser zeigt dir die Dateien-App und die verbundenen Speicherdienste — nicht deinen Chatverlauf. Ein Lebenslauf, der als Anhang in einem Messenger steckt, muss zuerst gesichert werden.
- Fotografiere deinen Lebenslauf nicht ab. Die Upload-Felder der geprüften Systeme akzeptieren teilweise ausdrücklich nur .pdf, .doc, .docx, .txt und .rtf — kein einziges Bildformat. Ein Kamerabild wird in diesen Formularen abgewiesen, bevor irgendjemand es ansieht.
- Achte auf die Grössenlimite. Die sichtbaren Grenzen der geprüften Formulare lagen zwischen 5 MB und 100 MB, mehrere bei 5 oder 10 MB. Eingescannte Arbeitszeugnisse in voller Kameraauflösung sprengen das schnell; eine Scan-Funktion, die als PDF speichert, bleibt darunter.
- Rechne mit Formularen, die keine Kamera anbieten. Bei keinem der geprüften Upload-Felder war der direkte Kamerazugriff vorgesehen. Du wählst immer eine bestehende Datei aus — also muss sie vorher fertig sein.
- Nutze die Wartezeit, nicht den Küchentisch. 18,3 Prozent der aktiven Inserate sind höchstens sieben Tage alt, 8,7 Prozent höchstens drei. Die Bewerbung, die am Bahnsteig abgeht, ist die, die noch im ersten Stapel landet.
- Prüf den Zeilenumbruch einmal auf einem grossen Bildschirm — oder in der PDF-Vorschau. Am Telefon siehst du das Dokument stark verkleinert; ob eine Zeile umbricht oder ein Abschnitt auf die zweite Seite rutscht, erkennst du erst in der Vollansicht.
Der Test: wie handytauglich die Bewerbungsformulare wirklich sind
Die Antwort auf diese Frage hängt nicht davon ab, was ein Lebenslauf-Werkzeug kann, sondern davon, was am Ende der Bewerbung steht. Deshalb haben wir am 22. August die fünfzig grössten Bewerbungssysteme hinter den aktiven Inseraten auf SwissJobs.app mit einem Telefon-Browser aufgerufen — zusammen decken sie 51 Prozent aller Inserate ab. Fünfzig antworteten, und 49 davon lieferten eine Seite aus, die ausdrücklich für eine Telefonbreite gebaut ist. Ein einziges tat es nicht.
Das Ergebnis ist deutlicher, als die Frage vermuten lässt: Die Bewerbung selbst ist am Telefon kein Sonderfall mehr, sondern der Normalfall, auf den die grossen Systeme vorbereitet sind. Was nicht vorbereitet ist, bist du — wenn die Datei fehlt. Fünf der geprüften Formulare zeigten ihr Upload-Feld schon in der Seite selbst, und dort steht in Klartext, was sie annehmen. Zwei grosse internationale Systeme führen die Liste .pdf, .doc, .docx, .txt, .rtf — Bildformate stehen nicht darin. Ein Schweizer System nimmt zusätzlich .jpeg, .jpg und .png an, aber mit einer Obergrenze von 15 MB.
Daraus folgt die praktische Regel für alles Weitere: Ein Foto deines ausgedruckten Lebenslaufs ist keine Bewerbung. Was du brauchst, ist eine PDF-Datei, die auf dem Telefon liegt und über den Datei-Auswähler erreichbar ist. Alles andere an dieser Frage ist Detail.
Warum du nicht ein Formular lernst, sondern siebzehn
Der grösste Unterschied zwischen der Schweiz und einem Markt mit zwei, drei dominierenden Portalen liegt in der Streuung. Hinter den aktiven Inseraten stehen über zweitausendvierhundert verschiedene Bewerbungssysteme. Das grösste deckt 10,6 Prozent ab, die zehn grössten 32 Prozent, die fünfzig grössten 51 Prozent und die hundert grössten knapp 60 Prozent — der Rest verteilt sich auf einen langen Schwanz, in dem 45,1 Prozent aller Systeme genau einmal vorkommen. Auch bei den Arbeitgebern ist es so: 45,4 Prozent von ihnen haben genau ein aktives Inserat.
Rechnet man das auf eine normale Bewerbungsrunde um, ergibt sich die Zahl, die diese Frage beantwortet: Bei zehn Bewerbungen triffst du im Schnitt 9,2 verschiedene Systeme, bei zwanzig 17,3, bei dreissig 24,8. Es gibt also praktisch keine Lernkurve. Jedes Formular fragt anders, sortiert die Felder anders und nennt die Anhänge anders. Was du dagegen einmal machst und immer wieder brauchst, ist die Datei.
Für die Arbeit am Telefon heisst das etwas sehr Konkretes: Optimiere nicht das Ausfüllen, sondern das Bereitliegen. Ein Lebenslauf als PDF, ein Motivationsschreiben als PDF, die Zeugnisse in einer weiteren PDF-Datei — in einem Ordner, den der Datei-Auswähler deines Telefons in zwei Fingerbewegungen erreicht. Diese Vorbereitung dauert einmal zwanzig Minuten und spart sie in jeder einzelnen Bewerbung wieder ein.
Wer diese Frage stellt — und warum der Markt ihr recht gibt
Die Vorstellung, ein Lebenslauf entstehe selbstverständlich an einem Schreibtisch, passt schlecht zu dem, was der Schweizer Stellenmarkt tatsächlich sucht. Zählt man die Berufsfelder zusammen, in denen kaum jemand seinen Arbeitstag an einem Bildschirm verbringt — Verkauf und Detailhandel, Pflege, Bau und Handwerk, Gastronomie und Hotellerie, Logistik, Reinigung und Hauswartung —, kommt man auf 20,7 Prozent aller aktiven Inserate. Verkauf allein macht 7,4 Prozent aus, Pflege 6,3 Prozent.
Das sind genau die Bereiche, in denen die Frage nach dem Telefon keine Bequemlichkeit ist, sondern die Bedingung. Wer im Schichtdienst arbeitet, schreibt seine Bewerbung nicht zwischen 9 und 17 Uhr an einem Bürorechner. Und der Bestand belohnt Tempo: 18,3 Prozent der aktiven Inserate sind höchstens sieben Tage alt, 8,7 Prozent höchstens drei, das mittlere Inserat ist 19 Tage alt. In den schnellen Feldern ist die Streuung noch enger — in Gastronomie und Pflege sind 18,2 Prozent der Inserate jünger als eine Woche, im Bau nur 12,6 Prozent.
Umgekehrt heisst das auch: Die Handy-Bewerbung ist kein Kompromiss, den du erklären müsstest. Am Formular ist nicht erkennbar, mit welchem Gerät die Datei ausgewählt wurde. Sichtbar ist nur die Datei — ihr Name, ihr Aufbau, ihre Länge.
Die Reihenfolge, die am Telefon funktioniert
Am Bildschirm arbeitet man oft parallel: Inserat links, Lebenslauf rechts. Am Telefon geht das nicht, und der Versuch, es trotzdem zu tun, ist der Hauptgrund, warum die Handy-Bewerbung als mühsam gilt. Die Reihenfolge, die funktioniert, ist seriell. Erstens: Inserat lesen und die drei Anforderungen notieren, die du belegen kannst — in die Notiz-App, nicht ins Gedächtnis. Zweitens: den Lebenslauf im Browser anpassen, mit diesen drei Punkten vor Augen. Drittens: als PDF sichern. Viertens: Formular öffnen und die Datei auswählen.
Der zweite Schritt ist der, bei dem das Telefon tatsächlich langsamer ist als der Computer — nicht wegen des Bildschirms, sondern wegen der Tastatur. Deshalb lohnt es sich, alles zu vermeiden, was Neuschreiben verlangt. Die Berufsbezeichnung aus dem Inserat kopierst du, statt sie abzutippen. Die Stationen deines Lebenslaufs stehen schon; angepasst wird die Reihenfolge und das Kurzprofil, nicht der ganze Text.
Ein Detail, das am Telefon besonders auffällt: Inseratstitel sind lang. Die Hälfte von ihnen hat mehr als 40 Zeichen, der mittlere genau 40. Auf einer Telefonbreite bricht so ein Titel um — und wer ihn dann aus dem Gedächtnis in den Lebenslauf schreibt, verliert regelmässig den Zusatz, auf den es ankommt: das Pensum, den Standort, das Kürzel des Abschlusses. Kopieren statt abtippen ist am Telefon keine Bequemlichkeit, sondern Genauigkeit.
Zeugnisse, Scans und die eine PDF-Datei
Der Teil der Bewerbung, an dem das Telefon wirklich gebraucht wird, ist nicht der Lebenslauf, sondern die Beilagen. arbeit.swiss schreibt, dass die Arbeitszeugnisse lückenlos und chronologisch geordnet sein müssen, das aktuellste zuerst, und dass alle Dokumente in einer PDF-Datei zusammengestellt werden sollen — dasselbe gilt für Diplome und Zertifikate. Wer diese Papiere nur auf Papier hat, braucht genau eine Fähigkeit: sauber scannen.
Und die hat das Telefon. Die Kamera ist der bessere Scanner, sofern du die Scan-Funktion benutzt und nicht die Foto-Funktion: Google beschreibt für Drive ausdrücklich das Scannen von Dokumenten und das Speichern als durchsuchbare PDF-Datei. Der Unterschied ist nicht kosmetisch. Ein Foto ist ein Bild — und Bildformate werden von einem Teil der Bewerbungsformulare, wie oben gezeigt, gar nicht angenommen. Ein Scan ist eine PDF-Datei mit gerade gerückten Kanten und einer Dateigrösse, die unter jeder Limite bleibt.
Praktisch heisst das: Scanne die Zeugnisse einmal, in der richtigen Reihenfolge, in eine einzige Datei. Benenne sie so, dass sie ohne Öffnen erkennbar ist — Nachname, Dokumentart, Jahr. Danach ist jede weitere Bewerbung eine Frage von Minuten, unabhängig davon, wo du gerade bist.
Wann ein grosser Bildschirm trotzdem hilft
Es gibt drei Momente, in denen ein Telefon der schlechtere Ort ist, und sie haben alle mit Sehen zu tun, nicht mit Tippen. Der erste ist die Seitenaufteilung: ob dein Lebenslauf auf einer oder auf zwei Seiten steht und ob der Umbruch mitten in einer Station liegt, siehst du in einer verkleinerten Vorschau schlicht nicht. Der zweite ist die Spaltenbreite, wenn dein Layout zwei Spalten hat. Der dritte ist der Vergleich zweier Fassungen nebeneinander.
Für alle drei genügt eine PDF-Vollansicht auf dem Telefon, in die du hineinzoomst — oder ein einziger Durchgang an einem beliebigen Bildschirm, bevor du die erste Bewerbung schickst. Danach ist die Datei gesetzt und wird pro Inserat nur noch inhaltlich angepasst.
Und wenn gar kein Computer verfügbar ist: Die Bibliothek, das RAV und viele Gemeinden stellen Arbeitsplätze bereit. Ein einziger Termin dort reicht, um Layout und Seitenumbruch endgültig festzuzurren. Alles Weitere — anpassen, exportieren, hochladen — bleibt danach am Telefon.
Marktzahlen berechnet am 22. August 2026 aus den aktiven Inseraten auf SwissJobs.app. Die Prüfung der Bewerbungsformulare erfolgte am selben Tag: Aufruf der fünfzig grössten Bewerbungssysteme hinter diesen Inseraten mit einem Telefon-Browser, Prüfung auf eine ausdrücklich für Telefonbreite gebaute Seite sowie auf die Angaben der sichtbaren Upload-Felder. Die Angaben zur mobilen Internetnutzung stammen vom Bundesamt für Statistik.
Schreib für jede Bewerbung einen passenden Lebenslauf
Die meisten schicken überall denselben Lebenslauf. Der Editor schreibt deinen auf das Inserat um — Schweizer Format, richtige Sprache, in etwa einer Minute.
Lebenslauf mit KI erstellen: für ein konkretes InseratQuellen
- arbeit.swiss — Bewerbungstipps (alle Dokumente in einer PDF-Datei)
- Fedlex — Bundesgesetz über den Datenschutz (DSG), SR 235.1
- EDÖB — Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter
- BFS — Benutzte Geräte (mobile Internetnutzung, internationaler Vergleich)
- Google Drive-Hilfe — Dokumente scannen und als PDF speichern
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Was unser Stellenindex über den Schweizer Markt sagt
Live aus unserem eigenen Index berechnet, nicht aus einer Studie zitiert. Nur Anteile, Stand heute.
Sprache der Inserate
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