Lebenslauf Gebäudetechnikplaner: Beispiel und Vorlage
So strukturieren Sie Ihren Lebenslauf als Gebäudetechnikplaner Heizung, Lüftung oder Sanitär, damit Planungsbüros und Generalunternehmer Ihre Fachtiefe sofort erkennen.
Aktuell 6 offene Stellen als Gebäudetechnikplaner in der Schweiz in 1 Kantonen, davon 2 aus den letzten 7 Tagen. Am meisten ausgeschrieben hat Burkhalter Group.
Lebenslauf-Beispiel — zweiseitige Vorlage
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Welcher Abschluss gehört in den Lebenslauf als Gebäudetechnikplaner?
Nennen Sie zuerst Ihre Fachrichtung im EFZ und danach jede höhere Qualifikation, denn Planungsbüros suchen gezielt nach Heizung, Lüftung, Sanitär oder Kälte.
Schreiben Sie den Abschluss immer vollständig aus: 'Gebäudetechnikplaner Heizung EFZ' sagt mehr als 'gelernter Planer'. Wenn Sie die Lehre nach der alten Bezeichnung als Heizungszeichner, Sanitärzeichner oder Lüftungszeichner absolviert haben, ergänzen Sie die heutige Berufsbezeichnung in Klammern. Hatten Sie einen ausländischen Abschluss, geben Sie den Stand der Anerkennung beim SBFI an, weil das für die Personalabteilung eine der ersten Fragen ist.
Weiterbildungen sind in diesem Beruf ein starkes Auswahlkriterium. Führen Sie den dipl. Techniker HF Gebäudetechnik, den Bachelor FH Gebäudetechnik, den eidg. Fachausweis Projektleiter Gebäudetechnik oder das eidg. Diplom als Gebäudetechnikexperte mit Schule und Jahr auf. Ergänzen Sie Zertifikate mit direktem Praxisbezug wie GEAK-Experte, Minergie-Fachpartner, Nachweis nach SWKI VA104-01 oder eine BIM-Ausbildung.
Verzichten Sie auf Kursbestätigungen ohne Fachbezug und stellen Sie stattdessen Ihre Normenkenntnis in den Vordergrund. Ein Satz wie 'Nachweise nach SIA 384/1, SIA 380/1, SIA 385/1 und MuKEn 2014 selbstständig erstellt' zeigt sofort, auf welchem Niveau Sie arbeiten. Wenn Sie in Ausbildung sind, notieren Sie das Abschlussdatum, damit die Personalverantwortliche Ihre Verfügbarkeit einschätzen kann.
Wie beschreibe ich Berufserfahrung und Projekte überzeugend?
Ordnen Sie jede Stelle nach Gebäudekategorie, SIA-Phasen und Projektvolumen und belegen Sie Ihre Leistung mit Zahlen wie kW, m³/h oder CHF.
Geben Sie pro Anstellung in einem Kontextsatz an, welche Bauten Sie betreut haben - Mehrfamilienhäuser, Schulhäuser, Spitäler, Labors oder Industriebauten stellen völlig unterschiedliche Anforderungen. Nennen Sie danach die SIA-Phasen, in denen Sie tätig waren, zum Beispiel 'Vorprojekt bis Ausschreibung (SIA-Phasen 31 bis 41)' oder 'Realisierung inklusive örtliche Bauleitung'. So erkennt das Büro, ob Sie eher in die Planung, in die Submission oder auf die Baustelle passen.
Quantifizieren Sie konsequent: Anlagenleistungen in kW, Luftmengen in m³/h, Anzahl Wohneinheiten, Gebäudetechnikkosten in CHF, Anzahl Werkpläne oder erreichte Energieeinsparung in Prozent. Formulierungen wie 'Erdsonden-Wärmepumpe 310 kW für 96 Wohnungen, Betriebskosten von CHF 118'000 auf CHF 78'000 gesenkt' sind aussagekräftiger als 'Planung von Heizungsanlagen'. Erwähnen Sie auch Führungsspannen, etwa die Anzahl geführter Sachbearbeitenden oder Lernenden.
Listen Sie Ihre Software separat und konkret auf, denn viele Ausschreibungen filtern danach. Plancal nova, Trimble Nova, Revit MEP, AutoCAD MEP, WinWatt, Polysun, IDA ICE, Solibri sowie Devisierungslösungen wie Messerli oder Sorba gehören dazu. Wenn Sie BIM-Erfahrung haben, beschreiben Sie Ihre Rolle im Modell und nicht nur den Programmnamen, zum Beispiel 'HLKS-Modellverantwortlicher mit wöchentlicher IFC-Kollisionsprüfung'.
Wie lang darf der Lebenslauf sein, braucht er ein Foto und was ist schweiztypisch?
Zwei Seiten, ein freundliches Portraitfoto und ein separates Projektblatt sind in der Schweizer Gebäudetechnik der Standard.
Halten Sie sich an maximal zwei Seiten, bei über zehn Jahren Erfahrung sind drei Seiten akzeptiert, wenn die letzte Seite eine Projektliste ist. Ein Portraitfoto oben rechts ist in der Schweiz weiterhin üblich und wird von den meisten Planungsbüros erwartet. Ergänzen Sie im Kopf Wohnort, Kontaktdaten und Ihren Aufenthaltsstatus - bei Grenzgängerinnen und Grenzgängern oder Bewilligung B, C oder G ist das für die Vertragsabwicklung relevant.
Ein separates Referenzprojektblatt hebt Sie deutlich ab: fünf bis acht Projekte mit Objektbezeichnung, Bauherrschaft in neutraler Form, Gebäudetechnikkosten, Ihrer Rolle und dem Jahr. Achten Sie auf Vertraulichkeit und nennen Sie keine Namen, die Sie nicht nennen dürfen. Führen Sie zusätzlich Ihren Führerschein Kategorie B auf, da Baustellenbesuche in der Region zum Alltag gehören.
Nennen Sie Sprachkenntnisse mit Niveau nach dem europäischen Referenzrahmen, weil Projekte im Kanton Bern, in Fribourg oder im Wallis oft zweisprachig laufen. Erwähnen Sie das gewünschte Eintrittsdatum, die Kündigungsfrist und optional eine Lohnvorstellung, wenn diese verlangt wird - realistische Bandbreiten liegen je nach Region und Verantwortung zwischen CHF 85'000 und CHF 130'000 pro Jahr. Legen Sie schliesslich Arbeitszeugnisse und Diplomkopien als eine PDF-Datei bei und benennen Sie diese sauber, zum Beispiel 'Lebenslauf_Bruegger_Gebaeudetechnikplaner.pdf'.
Wo Gebäudetechnikplaner in der Schweiz gesucht werden
Verteilung der 6 offenen Stellen auf die Kantone.
Zahlen als Tabelle
| Kanton | Inserate |
|---|---|
| Schwyz | 3 |
Welche Sprachen die Inserate verlangen
Von 5 Inseraten mit Sprachangabe — in Klammern die Zahl, die Verhandlungsniveau verlangt.
Zahlen als Tabelle
| Sprache | Inserate |
|---|---|
| Deutsch | 5 (5) |
Wer in der Schweiz Gebäudetechnikplaner sucht
Arbeitgeber mit den meisten offenen Stellen. Personalvermittler sind ausgeschlossen.
Zahlen als Tabelle
| Arbeitgeber | Inserate |
|---|---|
| Burkhalter Group | 3 |
| Hilti Schweiz | 1 |
| Meier-Kopp Gruppe | 1 |
Vollzeit oder Teilzeit?
Wie die Stellen ausgeschrieben sind.
Zahlen als Tabelle
| Pensum | Inserate |
|---|---|
| Vollzeit / plein temps | 6 |
Der Lebenslauf im Volltext
Zum Nachlesen und Übernehmen.
Marco Brügger
Gebäudetechnikplaner Heizung EFZ, dipl. Techniker HF Gebäudetechnik
Gebäudetechnikplaner mit 11 Jahren Erfahrung in HLKS-Planung von Wohnbauten, Schulhäusern und Laborgebäuden von SIA-Phase 31 bis 53. Ich rechne Heizlast nach SIA 384/1 und Heizwärmebedarf nach SIA 380/1, dimensioniere Lüftungsanlagen nach SIA 382/1 und führe Submissionen mit NPK-Positionen bis zum Vergabeantrag. Aktuell leite ich Projekte mit Bauvolumen bis CHF 4,2 Mio. Gebäudetechnikkosten und modelliere konsequent in Plancal nova und Revit MEP nach IFC-Koordination.
Was mich unterscheidet
Normsicher von der Heizlast bis zur Abnahme: Ich erstelle Nachweise nach SIA 384/1, SIA 380/1 und SIA 382/1 selbstständig und begleite Einregulierung, hydraulischen Abgleich sowie Hygieneabnahmen nach SWKI VA104-01 bis zur Übergabe.
Wärmepumpen und Erdsonden als Spezialgebiet: Ich habe 27 Erdsonden- und Luft/Wasser-Wärmepumpenanlagen von 12 bis 480 kW dimensioniert, inklusive Sondenfeldberechnung, Schallnachweis nach LSV und Bewilligungsdossier beim Kanton.
BIM-Koordination ohne Reibungsverluste: Als HLKS-Modellverantwortlicher führe ich wöchentliche IFC-Kollisionsprüfungen in Solibri und reduzierte Kollisionen in einem Schulhausprojekt von 340 auf 18 vor Ausführungsfreigabe.
Kostentransparenz nach eBKP-H: Ich kalkuliere Gebäudetechnikkosten nach eBKP-H, schreibe mit NPK-Positionen aus und hielt in den letzten 4 Jahren 9 von 10 Projekten innerhalb des Kostenvoranschlags von +/- 5 Prozent.
Wichtigste Erfolge
Energiekosten einer Wohnüberbauung um 34 Prozent gesenkt. Umbau von Gasheizung auf Erdsonden-Wärmepumpe mit 310 kW für 96 Wohnungen; Betriebskosten von CHF 118'000 auf CHF 78'000 pro Jahr reduziert, Minergie-Zertifikat erreicht.
Submission mit Einsparung von CHF 210'000. Ausschreibung der HLKS-Gewerke für ein Verwaltungsgebäude in 4 Losen mit NPK-Leistungsverzeichnissen; Vergabesumme CHF 3,1 Mio. und damit 6,3 Prozent unter Kostenvoranschlag.
Lüftungssanierung im laufenden Betrieb. Etappierte Erneuerung von 12 Monoblöcken mit 84'000 m³/h in einem Pflegezentrum; Umsetzung in 9 Etappen ohne Betriebsunterbruch, spezifische Ventilatorleistung um 41 Prozent verbessert.
Berufserfahrung
Projektleiter Gebäudetechnik HLKS — Aarehof Gebäudetechnik Planung AG, Olten, seit 03/2020
Planungsbüro mit 38 Mitarbeitenden, Projekte für Wohnbau, Bildung und Gesundheitswesen in der Nordwestschweiz.
- Leitung von 7 bis 9 Parallelprojekten mit Gebäudetechnikkosten von CHF 400'000 bis CHF 4,2 Mio. über alle SIA-Phasen 31 bis 53
- Einführung der BIM-Methodik für HLKS in Plancal nova; Planungsstunden pro Projekt um 12 Prozent gesenkt, Ausführungspläne 3 Wochen früher freigegeben
- Verantwortung für 14 Minergie- und MuKEn-Nachweise, alle Zertifizierungen ohne Nachbesserung erteilt
- Fachliche Führung von 4 Sachbearbeitenden und 2 Lernenden Gebäudetechnikplaner EFZ
Fachplaner Heizung und Kälte — Sennhof Ingenieure AG, Zofingen, 08/2016 - 02/2020
Ingenieurbüro für Energie- und Gebäudetechnik mit Fokus auf Sanierungen und Ersatzneubauten.
- Dimensionierung von 31 Wärmeerzeugungsanlagen von 15 bis 480 kW inklusive Heizlastberechnung nach SIA 384/1 und hydraulischem Abgleich
- Erarbeitung von 22 GEAK-Plus-Berichten und Fördergesuchen; Fördermittel von insgesamt CHF 1,4 Mio. für Bauherrschaften ausgelöst
- Bauleitung Gebäudetechnik auf 5 Baustellen mit je 8 bis 14 Unternehmerbesprechungen bis zur Mängelfreiheit nach SIA 118
- Aufbau einer Detailbibliothek mit 140 Standardschemata, Zeichnungsaufwand für Prinzipschemata um 25 Prozent reduziert
Gebäudetechnikplaner Heizung EFZ — Rietberg Haustechnik Planung GmbH, Aarau, 08/2013 - 07/2016
Kleines Planungsbüro mit 9 Mitarbeitenden für Ein- und Mehrfamilienhäuser sowie Gewerbebauten.
- Erstellung von rund 180 Ausführungs- und Werkplänen in AutoCAD MEP und Plancal nova für 45 Wohnbauprojekte
- Raumweise Heizlast- und Fussbodenheizungsberechnungen für über 600 Räume, Auslegungstemperatur auf 35/28 °C optimiert
- Massenauszüge und Devisierung mit NPK 244 und 245 für Submissionen im Umfang von CHF 6 Mio. Gesamtvolumen
- Berufsmatura begleitend abgeschlossen bei 100 Prozent Anstellung
Ausbildung
Dipl. Techniker HF, Gebäudetechnik, Vertiefung Heizung — Höhere Fachschule für Technik, Zürich · 2019
Eidg. Fähigkeitszeugnis EFZ, Gebäudetechnikplaner Heizung — Berufsfachschule Aarau · 2013
Berufsmaturität, Technik, Architektur, Life Sciences — Berufsmaturitätsschule Olten · 2015
GEAK-Experte Gebäudehülle und Gesamtenergie (2018) · Minergie-Fachpartner Weiterbildung Gebäudetechnik (2021) · BIM-Koordinator Gebäudetechnik, Bauen digital Schweiz Kurs (2022) · SUVA Kurs Arbeitssicherheit für Bauleitende (2023)