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CV-Check: SwissJobs.app oder Kickresume Checker?

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Kurz gesagt

Für eine Bewerbung an eine Schweizer Adresse nimm den Check von SwissJobs.app: Er benotet Bewilligung, Sprachniveaus und Foto als eigene Punkte und misst gegen das konkrete Inserat. Kickresumes ATS-Prüfer ist die bessere Wahl, wenn du technisch prüfen willst, ob eine Maschine dein Dokument sauber liest — nur verlangt er dafür ein Konto: Der hochgeladene Lebenslauf landet auf ihrer Registrierungsseite, und in ihrer eigenen Preistabelle steht der Prüfer erst ab Premium. Stand 4. September 2026.

Beide Werkzeuge geben eine Zahl aus, und beide Zahlen sind ehrlich gemeint. Sie beantworten nur verschiedene Fragen. Die eine heisst: Kann ein Bewerbersystem dieses Dokument fehlerfrei zerlegen? Die andere heisst: Hat eine Schweizer Personalabteilung nach dem ersten Blick, was sie braucht? Ein Dokument kann die erste Frage glatt bestehen und an der zweiten scheitern. Genau das ist unten nachgemessen.

Dasselbe CV, sieben benotete Dimensionen — wo der Schweizer Check Punkte abzieht
Dasselbe CV, sieben benotete Dimensionen — wo der Schweizer Check Punkte abziehtErfolge65%ATS & Stichwörter62%Hard Skills58%Soft Skills45%Auftreten & Passung40%USP22%Motivation18%

Ein einzelner Durchlauf am 4. September 2026 mit einem absichtlich schlichten Test-Lebenslauf: eine Spalte, Standardüberschriften, kein Foto, reiner Text — also genau das Dokument, zu dem Kickresumes ATS-Ratgeber rät. Die neun Lesbarkeitsprüfungen bestand er fast vollständig; die Gesamtnote lag bei 44. Eine Veranschaulichung des Rasters, keine Marktzahl.

  • Kickresume ATS Resume Checker — Was geprüft wird: über zwanzig Einzelprüfungen an Formatierung, Design, Schriften, Struktur und Inhalt, plus ein Abgleich mit erfolgreichen Lebensläufen aus ihrer eigenen Sammlung · Bezug zum Inserat: im Prüfer keiner; das Einfügen des Inseratstexts ist bei ihnen ein anderes Werkzeug (Resume Tailoring) · Ohne Konto: nein — der Upload leitet auf die Registrierung weiter · Preis bis zur Punktzahl: Premium, also EUR 24 im Monat, EUR 54 im Quartal oder EUR 96 im Jahr, abgerechnet in Euro · Schweizer Kriterien: keine; ihr Ratgeber rät ausdrücklich zu «drop photos» und gegen zweispaltige Layouts · Sprachen der Oberfläche: Englisch, Deutsch, Spanisch, Italienisch, Portugiesisch, Slowakisch · Danach: Vorlagen, KI-Umschreiber und Anpassung ans Inserat, alle im selben Abo.
  • SwissJobs.app CV-Check — Was geprüft wird: neun benannte Lesbarkeitsprüfungen (Kontaktblock, Standardüberschriften, Einspaltigkeit, Jobtitel, Datumsformate, Textebene, Länge, Stichwortabdeckung, Foto), sieben benotete Dimensionen und ein eigener Schweizer Block aus Bewilligung, Sprachniveaus und Profilfoto · Bezug zum Inserat: ja — wähl ein Inserat aus unserem Bestand oder füg eines ein, dann wird dagegen gemessen; ohne Inserat läuft die Schweizer Prüfung · Ohne Konto: ja, ein Check je Browser · Preis bis zur Punktzahl: null · Schweizer Kriterien: Bewilligungszeile, Niveaus A1 bis C2, Foto nach Schweizer Konvention, Länge am hiesigen Mass · Sprachen: Deutsch, Französisch, Italienisch, Englisch, je mit eigener Seite · Danach: der Lebenslauf wird zum Inserat neu geschrieben, Export als PDF und Word.
  • Gemeinsamer Boden — beide prüfen Formatierung, Abschnittsüberschriften, Datumsformate und Stichwörter; beide warnen vor zweispaltigen Layouts, weil viele Bewerbersysteme die Spalten ineinanderschieben; und beide können dir nicht sagen, ob du bei einem bestimmten Arbeitgeber durchkommst.
  • Wo Kickresume vorn liegt — an der Bedienung: Du lädst eine bestehende PDF-Datei hoch und musst nichts aufbauen. An der Kalibrierung: Ihr Prüfer ist an den grossen internationalen Systemen ausgerichtet, und wenn du dich auf ein englischsprachiges Inserat eines Konzerns bewirbst, ist genau das die richtige Eichung. An der Reichweite: sechs Oberflächensprachen, Handy-Apps, und eine Gratis-Stufe mit unbegrenzten Downloads — nur eben ohne den Prüfer.

Wen wählen?

Der Unterschied ist nicht das Werkzeug, sondern womit es anfängt: Bei uns liegt das Inserat schon da. Du wählst die Stelle direkt aus unserem eigenen Schweizer Stellenindex — bei Kickresume suchst du das Inserat woanders und kopierst es hinein.

Nimm Kickresume, wenn

  • Kickresume — über 40 Vorlagen, ein KI-Schreibassistent für Lebenslauf und Anschreiben, ein eigener ATS-Check und Import aus dem LinkedIn-Profil.

Nimm SwissJobs.app, wenn

  • Die Stelle direkt auswählen — Wir führen den Stellenindex selbst. Der Inseratstext ist bereits drin, und alles Weitere entsteht gegen genau diesen Text — kein Suchen, kein Kopieren, kein Einfügen.

  • Vier Werkzeuge statt einem — Lebenslauf, Motivationsschreiben zum selben Inserat, CV-Check gegen dieses Inserat und Interviewvorbereitung — aus einem Konto und mit denselben Daten.

  • Das RAV-Formular — Die Arbeitsbemühungen werden aus deinem Bewerbungstracker gefüllt und als offizielles SECO-Blatt ausgedruckt. Kein anderes Werkzeug in diesem Vergleich hat das.

  • Word-Export ohne Wasserzeichen — PDF und DOCX, beide sauber. Viele Anbieter geben im Gratisplan nur eine Textdatei heraus oder setzen ein Wasserzeichen aufs Dokument.

  • Anfangen ohne Konto — Die Werkzeuge öffnen ohne Anmeldung. Nach dem Konto gefragt wird beim Speichern und ab dem zweiten Dokument — der erste Download geht ohne.

Funktionsvergleich

FunktionSwissJobs.appKickresume
Lebenslauf prüfenJaJa
Prüfung ohne KontoJanicht ausgewiesen
Gegen ein konkretes Inserat, nicht allgemeinJaNein
Inserat kommt aus eigenem StellenindexJaNein
ATS-LesbarkeitJanicht ausgewiesen
Fehlende Stichwörter benanntJanicht ausgewiesen
Schweizer Konventionen geprüftJanicht ausgewiesen
Direkt korrigierter Lebenslauf als ErgebnisJaNein
Motivationsschreiben zum selben InseratJaNein
Kostenlos nutzbarJanicht ausgewiesen
SprachenDE / EN / FR / ITnicht ausgewiesen
In der Schweiz gebautJanicht ausgewiesen

Stand 4. September 2026. «nicht ausgewiesen» heisst: auf der Anbieterseite nicht lesbar — nicht «gibt es nicht». Unsere Angaben stammen aus dem Code (lib/stripe/trialConfig.ts) und dem live durchlaufenen Ablauf, nicht aus Marketingtexten.

Preise nebeneinander

Was du zahlstSwissJobs.appKickresume
MonatspreisCHF 15 — alle sechs Werkzeuge, ein Abonicht ausgewiesen
JahrespreisCHF 95 im Jahr (= CHF 7.92 im Monat) — dieselben sechs Werkzeugenicht ausgewiesen
Gratis testenUnsere sieben Tage sind der volle Funktionsumfang, nicht eine eingeschränkte Vorschau.7 Tage voller Zugang, monatlich kündbarnicht ausgewiesen
Was ohne Zahlung gehtWir schreiben die Grenze hin, weil das die Zahl ist, die ein Vergleich sonst weglässt.Werkzeuge ohne Konto öffnen; Gratiskonto: 5 Dokumente/Tag, 10 pro rollender Wochenicht ausgewiesen
WährungCHFnicht ausgewiesen
AbrechnungAchte bei jedem Anbieter auf Vier-Wochen-Perioden: das sind 13 Abbuchungen im Jahr statt 12.Kalendermonat, jederzeit kündbarnicht ausgewiesen

Stand 4. September 2026. «nicht ausgewiesen» heisst: auf der Anbieterseite nicht lesbar — nicht «gibt es nicht». Unsere Angaben stammen aus dem Code (lib/stripe/trialConfig.ts) und dem live durchlaufenen Ablauf, nicht aus Marketingtexten.

Der Versuch: ein Lebenslauf nach ihren Regeln, geprüft nach unseren

Kickresume sagt sehr genau, was ein Dokument mitbringen muss, um bei ihnen die volle Punktzahl zu erreichen. Wörtlich steht dort: «drop photos, background patterns, graphic skill bars, and two-column layouts» — dazu eine Standardschrift, alle üblichen Abschnitte, überall Anfangs- und Enddatum, und die Stichwörter aus dem Inserat. Für diesen Vergleich wurde genau so ein Dokument gebaut: eine Spalte, keine Grafik, kein Foto, Überschriften wie Berufserfahrung, Ausbildung, Sprachen und Fähigkeiten, Daten durchgehend im Format Jahr bis Jahr, als reiner Text. Ein Muster-Projektleiter aus Zürich, drei Stationen, drei Sprachen mit Niveaus.

Durch unseren Check gelaufen, bestand dieses Dokument den technischen Teil beinahe glatt. Von den neun Lesbarkeitsprüfungen kamen sieben als «vorhanden» zurück: Kontaktblock als echter Text, konventionelle Überschriften, Einspaltigkeit, erkennbarer Zieltitel, einheitliche Datumsformate, extrahierbare Textebene, Foto ohne Beanstandung. Zwei standen auf «mittel» — die Länge und die Stichwortabdeckung. So weit bestätigt unsere Prüfung ihre Regeln.

Die Gesamtnote lag trotzdem bei 44 von 100. Der Grund steht in den Feldern, die eine Lesbarkeitsprüfung gar nicht kennt. Der Schweizer Block gab «Arbeitsberechtigung und Eligibilität: fehlt» zurück, mit der Begründung, es sei nicht angegeben, ob es sich um eine Schweizer Staatsbürgerschaft oder um eine Bewilligung B, C oder L handle. Die Sprachniveaus kamen als «vorhanden» zurück, weil sie als C2, C1 und B2 dastanden und nicht als «fliessend». Das Profilfoto stand auf «mittel»: kein Hinweis auf ein eingebettetes Bild, während ein Porträt hierzulande erwartet wird. Dazu kamen niedrige Noten für Motivation und USP, weil dem Dokument ein Profilabsatz fehlte.

Das ist der ganze Unterschied in einem Durchlauf. Ein Dokument, das nach den Regeln eines ATS-Prüfers gebaut ist, kann technisch tadellos sein und trotzdem einer Schweizer Personalabteilung genau die drei Angaben schuldig bleiben, nach denen sie zuerst sucht.

Wo Kickresumes Prüfer dich anhält — nachgegangen, nicht vermutet

Ihre Seite zum ATS-Prüfer sieht offen aus. Es gibt ein Feld «Upload Your Resume», daneben den Hinweis «Privacy guaranteed», und von einer Anmeldung ist an dieser Stelle nicht die Rede. Am 4. September 2026 wurde derselbe Test-Lebenslauf dort in einem echten Browser hochgeladen, ohne Konto und ohne Anmeldung. Die Seite wechselte kurz auf ihre Analyseansicht, zeigte «Wird geladen» — und leitete dann auf ihre Registrierungsseite weiter. Dort steht «Los geht´s mit deinem Konto», darunter die Anmeldung über LinkedIn, E-Mail, Apple, Google oder Facebook. Eine Punktzahl war zu keinem Zeitpunkt zu sehen.

Der zweite Halt steht in ihrer eigenen Preistabelle, und er ist der teurere. In der Spalte «Free» trägt die Zeile «AI Resume Checker» einen Strich; ein Haken steht dort erst bei den drei bezahlten Stufen. Ihre Gratis-Stufe ist grosszügig gebaut — unbegrenzte Lebensläufe, unbegrenzte Anschreiben, unbegrenzte Downloads, vier Vorlagen — aber der Prüfer aus der Frage gehört nicht dazu.

Damit steht der Preis bis zur Punktzahl fest. Premium kostet EUR 24 im Monat, EUR 54 für drei Monate oder EUR 96 für zwölf. Die kürzeste Bindung, die zu einer Punktzahl führt, ist damit das Quartal: EUR 54, zum Referenzkurs der Europäischen Zentralbank vom 3. September 2026 — ein Euro entsprach 93.90 Rappen — sind das CHF 50.71. Ihre Preisseiten nennen an keiner Stelle einen Frankenbetrag, auch die deutsche nicht, die Umrechnung übernimmt also deine Karte, mit dem Kursaufschlag, den deine Bank dafür verlangt.

Unsere Seite dieser Rechnung, am selben Tag am laufenden Betrieb geprüft: Der Check läuft einmal je Browser ohne Konto. Der Upload braucht keine Anmeldung, die Auswertung auch nicht, und die Punktzahl kam in weniger als einer Minute zurück. Erst der zweite Lauf verlangt ein Gratis-Konto — E-Mail, keine Karte. Danach gilt unsere Leiter: fünf Dokumente am Tag und zehn in sieben rollenden Tagen, dann sieben Gratistage, dann CHF 15 im Monat oder CHF 95 im Jahr, kündbar wann du willst.

Was die beiden Prüfungen überhaupt messen

Kickresume beschreibt sein Raster offen, und das ist ihnen anzurechnen. Der Prüfer führt nach eigener Angabe «mehr als 20 verschiedene Prüfungen» durch, an Formatierung, Designfehlern, Schriftarten, Struktur und Inhalt. Dazu kommt ein zweiter Massstab, der in einer Vergleichsseite gern übersehen wird: Der Prüfer vergleicht dein Dokument «mit erfolgreichen Lebensläufen aus unserer Datenbank, die von Leuten bereitgestellt wurden, die über Kickresume eine Stelle gefunden haben». Deine Punktzahl misst also auch, wie ähnlich du einer bestimmten Vergleichsgruppe bist — und wer in dieser Gruppe steckt, entscheidet mit, was als gut gilt. Ihre Startseite nennt als Beispiele Menschen, die bei Google, Amazon, Disney und Volvo untergekommen sind.

Sie nennen auch eine Bestehensgrenze: «Alles ab 75 % gilt im Allgemeinen als gut.» Das ist eine klare Ansage und für den Leser bequem. Unser Check kennt bewusst keine solche Grenze. Er gibt eine Prozentzahl, eine einzeilige Begründung je Kategorie und eine Liste konkreter Korrekturen aus — aber keine Schwelle, ab der ein Dokument «bestanden» hätte, weil es diese Schwelle bei keinem Arbeitgeber gibt.

Unser Raster besteht aus drei Teilen. Erstens dieselben neun Lesbarkeitsprüfungen, die oben durchgelaufen sind. Zweitens sieben benotete Dimensionen: Stichwörter und ATS-Passung, Hard Skills, Soft Skills, Motivation, Auftreten und Senioritätspassung, USP, messbare Erfolge. Drittens der Schweizer Block mit Arbeitsberechtigung, Sprachniveaus und Profilfoto, jeweils mit «vorhanden», «mittel» oder «fehlt» und einer Korrektur, wenn es nicht «vorhanden» ist. Dazu eine kurze Notiz zum Schweizer Markt; im Testlauf lautete sie, die fehlende Angabe zur Arbeitsberechtigung werde von Schweizer Banken sofort abgefragt.

Der zweite Unterschied ist der Bezug zum Inserat, und hier gehört eine Klarstellung her. Kickresume kann sehr wohl auf ein Inserat hin arbeiten — ihr Resume Tailoring verlangt, dass du Stellentitel, Firmennamen und den Inseratstext einfügst, und schreibt danach um. Es ist nur nicht der Prüfer, und es ist ebenfalls im Abo. Bei uns ist das Inserat Teil der Prüfung selbst: Wählst du eines aus unserem Bestand, wird gegen dessen Text gemessen; liegt keiner vor, läuft die Schweizer Prüfung, und das Ergebnis sagt dir, welche der beiden gelaufen ist.

Das Foto und die zweite Spalte — einig und uneinig zugleich

Bei der zweiten Spalte sind sich beide Werkzeuge einig, und das ist der Teil, den ein Schweizer Leser ernst nehmen sollte. Kickresume rät von zweispaltigen Layouts ab. Unser Raster tut dasselbe: Es benotet Einspaltigkeit als eigene Prüfung und stuft Seitenleisten ausdrücklich auf «mittel» oder «fehlt» herunter, weil viele Systeme die Spalten beim Einlesen ineinanderschieben. Wer eine hübsche Vorlage mit Seitenleiste verschickt, riskiert das in der Schweiz genauso wie anderswo.

Beim Foto laufen die beiden auseinander, und zwar nicht aus Geschmack, sondern weil sie von verschiedenen Märkten sprechen. Ihr Ratgeber sagt: Foto weg. Unser Raster benotet ein vorhandenes professionelles Porträt als «vorhanden» mit dem Vermerk, dass es der Schweizer Norm entspricht, und weist im selben Atemzug auf die Spannung zur maschinellen Verarbeitung hin. Es ist also kein Widerspruch in der Sache, sondern eine andere Gewichtung: Sie optimieren den Automaten, wir das Dossier, das ein Mensch danach in der Hand hält.

Wer entscheidet, ist nicht das eine oder das andere Werkzeug, sondern die offizielle Stelle. Auf den Bewerbungstipps von arbeit.swiss führt der Lebenslauf «Persönliche Daten, gegebenenfalls mit Bewerbungsfoto» und soll «nicht mehr als drei Seiten umfassen». Interessant ist der Vergleich mit den anderen Sprachfassungen derselben Seite: Die französische schreibt «données personnelles avec photo vous mettant en valeur», die italienische «dati personali, inclusa la vostra fotografia» — beide ohne Einschränkung, während die deutsche mit «gegebenenfalls» eine Tür offen lässt. Die Konvention ist in der Schweiz also real, aber sie ist nicht überall gleich streng formuliert, und wer das Foto weglässt, verstösst gegen keine Regel.

Bemerkenswert ist, dass diese Empfehlung in allen ihren Sprachausgaben identisch bleibt. Die deutsche Fassung rät, «auf Fotos» zu verzichten, die italienische «evita foto», die englische «drop photos» — dieselbe Anweisung, sauber übersetzt, in jedem Markt dieselbe. Übersetzt wird die Sprache, nicht der Massstab. Für eine Bewerbung in Bern oder Lugano heisst das: Du liest den Rat in deiner Sprache und bekommst trotzdem die Norm eines anderen Arbeitsmarkts.

Worauf ein Punktestand geeicht ist

Ein ATS-Wert ist immer die Nachbildung bestimmter Systeme. Kickresume sagt selbst, sie testeten ihre Vorlagen «mit den gängigsten Bewerbermanagementsystemen auf dem Markt» — die Frage für eine Schweizer Leserin ist, auf welchem Markt.

Gerechnet auf unseren offenen Bestand zeigt sich: Von den Inseraten, deren Bewerbungsadresse überhaupt ein benanntes Bewerbersystem trägt, zielen 28.3 Prozent auf ein in der Schweiz gebautes System — Prospective, Solique, Abacus Umantis, Refline, Dualoo, Ostendis. Mehr als jedes vierte. In keinem englischsprachigen ATS-Ratgeber kommt eines davon vor. Die restlichen knapp drei Viertel entfallen auf internationale Anbieter, unter denen Workday der grösste ist.

Daraus folgt kein Vorwurf. Es folgt nur, wie du die Zahl lesen solltest: Ein Punktestand aus einem international gebauten Prüfer beschreibt zuverlässig den international gebauten Teil dieses Marktes. Für den anderen Teil ist er nicht falsch, sondern schlicht nicht geeicht — und die Felder, die dort zusätzlich zählen, sind Pensum, Bewilligung und Sprachniveau.

Was keine der beiden Zahlen wissen kann

Hier hört die Werbung auf, und zwar für beide Seiten. Keine Punktzahl kann dir zusichern, dass ein Bewerbersystem dich durchlässt. Was in der Auswahlsoftware eines Arbeitgebers eingestellt ist, sieht weder unser Werkzeug noch ihres, und wer eine Erfolgsquote nennt, nennt eine Vermutung. Was ein Check leisten kann, ist ein Mechanismus, kein Ergebnis: Ein Dokument, das die Wörter des Inserats trägt, wird von einem stichwortbasierten Filter besser gefunden als ein allgemein gehaltenes. Mehr ist redlich nicht zu sagen.

Ihre eigene Seite nennt in diesem Zusammenhang die bekannte Zahl, Bewerbermanagementsysteme würden «von 99 % der Fortune-500-Unternehmen» eingesetzt. Das ist eine Aussage über sehr grosse amerikanische Konzerne. Als Beschreibung des Schweizer Arbeitsmarkts, in dem ein grosser Teil der Inserate von kleinen und mittleren Betrieben, Spitälern, Kantonen und Gemeinden kommt, taugt sie nicht — und sie ist auch nicht dafür gedacht.

Ein praktischer Rat, der von beiden Werkzeugen unabhängig ist: Die aussagekräftigste Prüfung kostet nichts. Öffne deine PDF-Datei, markiere alles, kopiere es in ein leeres Textdokument und lies, was dabei herauskommt. Was dort in falscher Reihenfolge steht oder ganz fehlt, sieht ein Bewerbersystem genauso. Das ersetzt keinen Check, aber es findet den einen Fehler, der wirklich weh tut.

Wer welches Werkzeug nehmen sollte

Nimm Kickresumes Prüfer, wenn du eine fertige PDF-Datei hast und wissen willst, ob eine Maschine sie sauber liest; wenn du dich in mehreren Ländern gleichzeitig bewirbst; wenn dein nächstes Inserat auf Englisch von einem internationalen Konzern kommt, der über Workday oder Greenhouse einstellt; oder wenn du ohnehin dort baust und der Prüfer im Abo schon enthalten ist. Ihre Beschreibung des eigenen Rasters ist die offenste, die in dieser Werkzeugklasse zu finden ist, und daran kann man sich orientieren.

Nimm den Check von SwissJobs.app, wenn die Bewerbung an eine Schweizer Adresse geht. Dann zählen die drei Felder, die in einem internationalen Raster nicht vorkommen: die Bewilligung, die Niveaus von A1 bis C2 und das Foto. Dann zählt, dass gegen ein konkretes Inserat gemessen wird und nicht gegen einen Durchschnitt. Dann zählt, dass du zwischen Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch wechseln kannst. Und dann zählt, dass die erste Zahl nichts kostet und kein Konto verlangt.

Am günstigsten fährst du, wenn du beides machst und die zwei Befundlisten nebeneinanderlegst. Unser Check kostet einmal nichts und verlangt keine Anmeldung; ihre Gratis-Stufe lässt dich bauen und herunterladen, auch ohne den Prüfer. Wo beide Listen dasselbe bemängeln, sitzt der Fehler wirklich im Dokument. Wo sie auseinandergehen, liegt es fast immer am Markt, für den sie gebaut sind — und dann entscheidet die Adresse, an die deine Bewerbung geht.

Alle Angaben zu Kickresume stammen aus eigenen Aufrufen ihrer öffentlichen Seiten am 4. September 2026: der englischen und der deutschen Seite zum ATS-Prüfer, der englischen und der deutschen Preisseite und der Seite zum Resume Tailoring. Der Upload-Versuch wurde am selben Tag in einem echten Browser ohne Konto durchgeführt und endete auf ihrer Registrierungsseite; hinter der Anmeldung wurde nichts geprüft, und was ihr Prüfer nach einer Registrierung ausgibt, ist hier entsprechend nicht beschrieben, sondern nur, was ihre eigene Preistabelle dazu sagt. Die eigene Zeile wurde am selben Tag am laufenden Betrieb geprüft: ein anonymer Durchlauf mit einem Test-Lebenslauf, dazu die Konstanten der Preisstufen im Programmcode nachgezählt. Die Marktzahl stammt aus den offenen Inseraten auf SwissJobs.app vom 4. September 2026 ohne Lehr- und Praktikumsstellen; ausgewertet wurde je Inserat der Hostname der Bewerbungsadresse, und die Einteilung ist eine Auslegungsfrage. Wir veröffentlichen Anteile, keine Bestandszahlen. Umrechnung von Euro in Franken zum Referenzkurs der Europäischen Zentralbank vom 3. September 2026.

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Kostenlos: Sprachen, Bewilligung, Anforderungen und mehr — bewertet gegen ein konkretes Inserat.

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Quellen

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Sprache der Inserate

Deutsch
60%
English
23%
Français
13%
Italiano
3%

Von den Inseraten mit Sprachanforderung verlangen

Deutsch
70%
English
43%
Français
21%
Italiano
3%

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