Was motiviert Sie bei der Arbeit?
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Kurz gesagt
Antworte mit einem Gegenstand, nicht mit einer Eigenschaft. Sag, woran dir die Arbeit Freude macht — Menschen, ein Fach, eine bestimmte Sorte Aufgabe —, belege es mit etwas, das du in den letzten Wochen tatsächlich getan hast, und verbinde es mit einer Zeile aus dem Inserat. Genau so benennen deutschsprachige Schweizer Inserate Motivation selbst: Von jenen, die überhaupt davon sprechen, sagen 47,9 Prozent «Freude an», nur 16,7 Prozent «Leidenschaft». Das leise, gerichtete Wort ist hier das übliche.
Übe das Gespräch laut, und sieh, wie du abschneidest
Ein KI-Panel stellt die Fragen, du antwortest gesprochen wie im echten Gespräch. Danach bekommst du eine Bestehens-Wahrscheinlichkeit und die Stellen, an denen es gehakt hat.
Interview live übenDie Frage klingt weich und ist es nicht. Sie kommt in der Schweiz meist im fachlichen Teil des Gesprächs, nicht im Small Talk, und sie wird gleich behandelt wie eine Fachfrage: Antwort, dann Beispiel. Die offizielle Bewerbungsbroschüre des Bundes stellt den typischen Gesprächsablauf genau so dar — im Block der fachlichen Fragen steht die Aufforderung, Motivation zu zeigen und die Antworten «sachlich» zu beantworten und «mit Beispielen» zu untermauern. Eine Antwort ohne Beispiel ist damit nicht bescheiden, sondern unvollständig.
Und sie ist eine Passungsfrage, keine Charakterprüfung. Das KMU-Portal des Bundes beschreibt das Auswahlverfahren aus Arbeitgebersicht so, dass sich der Betrieb ein Bild von Kompetenzen und Motivation machen und beurteilen soll, «inwiefern diese zu einer bestimmten Stelle passt oder nicht». Bewertet wird also nicht, wie stark deine Motivation ist, sondern ob sie auf etwas zeigt, das diese Stelle täglich liefert. Wer Abwechslung nennt und sich auf eine Stelle bewirbt, die aus drei wiederkehrenden Abläufen besteht, hat die Frage laut, aber falsch beantwortet.
Ausgezählt am 5. September 2026 über die offenen deutschsprachigen Inserate mit auswertbarem Beschrieb, ein Inserat pro Arbeitgeber. Ein Inserat kann mehrere Wörter benutzen, deshalb summieren sich die Anteile über hundert.
- Von den deutschsprachigen Inseraten unseres Bestands, die überhaupt von Motivation sprechen, sagen 47,9 Prozent «Freude an», 30,8 Prozent «Interesse an», 21,3 Prozent «Begeisterung» und 16,7 Prozent «Leidenschaft». Auf drei Inserate mit «Freude» kommt rund eines mit «Leidenschaft».
- Worauf sich diese Motivation richtet, ist erstaunlich eng: 35,5 Prozent der Nennungen zeigen auf Menschen — Kundinnen, Patienten, Gäste, Bewohnerinnen —, 30,3 Prozent auf ein Fach, eine Technik oder ein Handwerk. Zusammen sind das zwei Drittel.
- «Ein gutes Team» und «abwechslungsreiche Aufgaben» — die beiden häufigsten Standardantworten — sind im Inserat die seltenen Kategorien: Team 8,7 Prozent der Nennungen, Vielseitigkeit 1,3 Prozent.
- Wie oft die Frage gewichtig ist, hängt am Beruf. Im Detailhandel nennen 24,0 Prozent der Inserate eine Motivation ausdrücklich, in der Gastronomie 15,9, in der Pflege 15,3, im kaufmännischen Bereich 15,2, in der Informatik 10,1 und im Bau- und Handwerksbereich 9,7 Prozent.
- Das Register kippt an der Sprachgrenze: In den französischsprachigen Inseraten führt «passion» mit 71,2 Prozent der Nennungen, während «plaisir» — die wörtliche Entsprechung zu «Freude» — praktisch nicht vorkommt.
Was der Arbeitgeber mit dieser Frage wirklich prüft
Wer dich einlädt, hat das Inserat geschrieben, einen Stapel Dossiers gelesen und rechnet mit einer Einarbeitung von Monaten. Die teuerste Fehlbesetzung ist nicht die fachlich schwächere Person, sondern die, die nach einem halben Jahr merkt, dass die Arbeit nicht das enthält, wofür sie gekommen ist. Die Motivationsfrage ist der Versuch, das vorher zu erkennen — und zwar an einem Gegenstand, den man mit der Stellenbeschreibung vergleichen kann.
Das Bundesportal für kleine und mittlere Unternehmen formuliert diesen Zweck offen und aus der Gegenrichtung. Es empfiehlt, Auswahlmethoden zu kombinieren, um sich «eine genauere Vorstellung von den Kompetenzen und der Motivation» zu machen und zu beurteilen, «inwiefern diese zu einer bestimmten Stelle passt oder nicht». Das letzte Wortpaar ist das entscheidende: eine bestimmte Stelle. Motivation wird hier nicht als Menge gemessen, sondern als Richtung.
Die zweite Quelle, die offizielle Bewerbungsbroschüre der Arbeitslosenversicherung, sagt dasselbe von der Bewerberseite her: «Qualifikationen, Erfahrungen und Referenzen — das ist das eine, das andere ist die Motivation.» Und sie nennt die drei Fragen, die dahinterstehen: weshalb bewerbe ich mich auf diesen Job, was interessiert mich, welche Fähigkeiten und Erfahrungen bringe ich mit. Diese Punkte, schreibt die Broschüre, sollen «auch beim Bewerbungsgespräch spürbar sein».
Daraus folgt eine Regel, die in der Schweiz mehr Gewicht hat als anderswo: Die Frage prüft nicht deine Energie, sondern deine Kenntnis der Stelle. Wer nicht weiss, woraus der Alltag dieser Stelle besteht, kann sie gar nicht beantworten — er kann nur Adjektive anbieten.
Das Wort, das Schweizer Inserate für Motivation benutzen
Wir haben die offenen Inserate unseres Bestands danach ausgezählt, wie sie selbst von Motivation sprechen. Gerechnet wird auf den beschreibenden Texten, ein Inserat pro Arbeitgeber, damit kein grosser Inserent eine Quote trägt. Rund jedes siebte deutschsprachige Inserat nennt eine Motivation überhaupt — und innerhalb dieser Gruppe ist die Wortwahl auffällig einheitlich.
«Freude an» oder «Freude am» führt mit 47,9 Prozent. «Interesse an» folgt mit 30,8 Prozent, «Begeisterung» mit 21,3 und «Leidenschaft» mit 16,7 Prozent. «Spass an» ist praktisch verschwunden. Das Verhältnis ist also rund drei zu eins zugunsten des leisesten Wortes im Feld — und «Freude an» ist überdies das einzige, das grammatikalisch einen Gegenstand verlangt. Man hat nicht einfach Freude, man hat Freude an etwas.
Das ist mehr als Wortkosmetik. Es sagt dir, in welchem Register die Antwort erwartet wird. Wer aus Deutschland kommt, bringt oft die lautere Variante mit — «Leidenschaft», «brennen für», «mit Herzblut». Das ist nicht falsch, aber es liegt im Schweizer Inseratsdeutsch am unteren Rand der Häufigkeit, und im Gespräch klingt es entsprechend eine Spur zu gross für den Raum. Umgekehrt gilt: Eine ruhige, konkrete Antwort wirkt hier nicht lustlos, sondern normal.
Die Auszählung hält beiden Robustheitsproben stand. Rechnet man ohne die Beschränkung auf ein Inserat pro Arbeitgeber, verschieben sich die Werte um wenige Zehntel und die Rangfolge bleibt gleich; der grösste einzelne Arbeitgeber trägt zu keinem der veröffentlichten Werte mehr als ein Prozent bei.
Worauf die genannte Motivation zeigt — und worauf fast nie
Die zweite Auszählung ist die nützlichere. Wenn ein Inserat «Freude an», «Interesse an», «Begeisterung für» oder «Leidenschaft für» schreibt, folgt darauf ein Gegenstand. Wir haben diese Gegenstände sortiert. Auf Menschen zeigen 35,5 Prozent der Nennungen — Kundinnen und Kunden, Patientinnen, Gäste, Bewohner, Kinder, der «Umgang mit Menschen». Auf ein Fach, eine Technik oder ein Handwerk zeigen 30,3 Prozent. Zwei von drei genannten Motivationen richten sich also auf eine dieser beiden Grössen.
Der Rest verteilt sich dünn: Lernen und Neues 9,5 Prozent, Team und Zusammenarbeit 8,7, Beratung und Verkauf 7,4, Genauigkeit und Qualität 6,1, Selbständigkeit und Verantwortung 5,2 — und Vielseitigkeit 1,3 Prozent. Rund drei Viertel aller Nennungen liessen sich einer dieser Gruppen zuordnen; der unklassifizierte Rest sind Einzelfälle, keine verborgene neunte Kategorie.
Jetzt lies diese Reihenfolge gegen die beiden Antworten, die in Gesprächen am häufigsten fallen: «ein gutes Team» und «abwechslungsreiche Aufgaben». Beide zielen genau auf die zwei Kategorien, die der Markt praktisch nie nennt. Das macht sie nicht unwahr — Kolleginnen und Abwechslung sind reale Gründe, gern zur Arbeit zu gehen. Aber sie beschreiben Bedingungen, unter denen du arbeitest, nicht die Arbeit selbst. Und dein Gegenüber sitzt da, um die Arbeit selbst zu besetzen.
Ein strengerer Test bestätigt die Rangfolge. Verlangt man, dass der Gegenstand unmittelbar neben dem Motivationswort steht statt irgendwo im selben Satz, sinken alle Werte, aber die Reihenfolge bleibt: Menschen vor Fach, und Vielseitigkeit zuunterst.
Die Antwort, die trägt — Aufbau und ein durchgerechnetes Beispiel
Drei Teile, in dieser Reihenfolge, und keiner davon länger als zwei Sätze. Erstens der Gegenstand: woran genau macht dir die Arbeit Freude. Zweitens der Beleg: eine Sache, die du in den letzten Wochen getan hast und die zeigt, dass das stimmt. Drittens die Verbindung: eine Zeile aus diesem Inserat, in der derselbe Gegenstand vorkommt. Zusammen dauert das gut dreissig Sekunden und beantwortet nebenbei die Frage, ob du das Inserat gelesen hast.
Ein Beispiel für eine Sachbearbeitungsstelle mit Kundenkontakt: «Am meisten Freude macht mir der Teil, in dem ich einen Fall von Anfang bis Ende behalte — auch wenn er kompliziert wird. In meiner jetzigen Stelle habe ich die Reklamationen übernommen, weil sie sonst zwischen zwei Abteilungen hin und her gingen; seither gehen sie über meinen Tisch und ich rufe die Leute selber zurück. In Ihrem Inserat steht die direkte Kundenbetreuung an zweiter Stelle, und das ist der Teil, für den ich mich bewerbe.»
Beachte, was dieses Beispiel nicht tut. Es behauptet keine Eigenschaft. Es nennt keine Zahl, die niemand prüfen kann. Es lobt den Betrieb nicht. Es gibt einen Gegenstand, ein überprüfbares Verhalten und eine Zeile aus dem Inserat — drei Dinge, die dein Gegenüber in seinem Bogen notieren kann, während er zuhört.
Ein Beispiel aus einem technischen Beruf sieht gleich aus, nur mit anderem Gegenstand: «Mich zieht die Fehlersuche. Am letzten Standortumbau habe ich zwei Wochen an einer sporadischen Störung gesessen, die nur nachts auftrat, und sie am Ende auf ein Netzteil zurückführen können. Ihr Inserat nennt den Unterhalt der Anlagen als Hauptaufgabe — das ist genau diese Sorte Arbeit.» Derselbe Aufbau, kein einziges Adjektiv.
Die klassischen Fehler, in der Reihenfolge ihrer Häufigkeit
Der erste ist die Eigenschaft statt des Gegenstands. «Ich bin sehr motiviert» beantwortet die Frage nicht, sondern wiederholt sie. Dasselbe gilt für die Adjektivkette — motiviert, engagiert, belastbar —, die zusätzlich das Problem hat, dass sie in der schriftlichen Bewerbung bereits stand. Wer im Gespräch dieselben Wörter noch einmal sagt, liefert keine neue Information, und das Gespräch existiert genau dafür.
Der zweite ist die Motivation, die auf den Arbeitgeber zeigt statt auf die Arbeit. «Ihr Unternehmen ist innovativ» ist ein Kompliment und wird als solches gehört; es ist ausserdem austauschbar, weil derselbe Satz auf zwanzig andere Betriebe passt. Die Frage nach dem Betrieb kommt in Schweizer Gesprächen ohnehin separat — sie hier vorwegzunehmen kostet dich beide Antworten.
Der dritte ist der Lohn als Motivation. Er ist ein legitimer Grund für einen Stellenwechsel und wird in der Schweiz auch offen verhandelt, aber im Rahmenteil des Gesprächs, nicht hier. Der offizielle Gesprächsablauf setzt Salär, Ferien und Arbeitszeiten in einen eigenen Block; sie in die Motivationsantwort zu ziehen, verschiebt das Gespräch an eine Stelle, an der du noch nichts in der Hand hast.
Der vierte ist der überzeichnete Einsatz. «Ich brenne für diesen Beruf, Arbeit ist für mich kein Job» ist im Schweizer Register eine Spur zu laut und provoziert eine Nachfrage, die niemand gewinnt. Und der fünfte, seltener aber teurer: die Motivation, die eigentlich eine Kritik am bisherigen Arbeitgeber ist. Die Bewerbungsbroschüre des Bundes sagt dazu einen Satz, der ohne Einschränkung gilt: Äussere dich nie schlecht über frühere Arbeitgeber — an deiner Haltung gegenüber der alten Firma wird abgelesen, wie du dich gegenüber der neuen verhalten wirst.
Je nach Beruf wiegt die Frage unterschiedlich schwer
Ob die Motivationsfrage bei dir eine Prüfung oder eine Aufwärmrunde ist, kannst du am Inserat ablesen — und im Schnitt am Berufsfeld. Im Detailhandel nennen 24,0 Prozent der deutschsprachigen Inserate eine Motivation ausdrücklich, in der Gastronomie und Hotellerie 15,9, in der Pflege und im Gesundheitswesen 15,3, im kaufmännischen Bereich 15,2. Deutlich tiefer liegen die technischen Felder: Informatik 10,1 Prozent, Bau und Handwerk 9,7.
Das Muster ist einleuchtend, sobald man es sieht. Wo die Arbeit den ganzen Tag aus Kontakt mit Menschen besteht, ist die Haltung zu diesem Kontakt eine fachliche Eigenschaft und wird entsprechend ausgeschrieben. Wo die Arbeit an einer Maschine, an einem Bau oder an einem System stattfindet, entscheidet zuerst das Können, und die Motivation wird im Inserat schlicht nicht erwähnt.
Praktisch heisst das: Steht in deinem Inserat «Freude am Kundenkontakt», dann ist das eine Anforderung und keine Floskel — die Antwort darauf gehört vorbereitet und belegt. Steht dort nichts dergleichen, kommt die Frage trotzdem, aber sie ist dann der Übergang zwischen zwei fachlichen Blöcken. Eine kurze, konkrete Antwort reicht, und die gewonnene Zeit gehört den Fachfragen.
Zwei Zusatzregeln, beide aus dem Inserat abzulesen: Wenn das Inserat den Gegenstand nennt, benutze sein Wort und nicht dein Synonym. Und wenn es zwei Gegenstände nennt — «Freude am Kundenkontakt und an präziser Arbeit» —, nimm den, für den du den besseren Beleg hast, statt beide oberflächlich zu bedienen.
Über die Sprachgrenze ändert sich das Register, nicht die Frage
Dieselbe Auszählung in den französischsprachigen Inseraten ergibt ein gespiegeltes Bild. Dort führt «passion» mit 71,2 Prozent der Nennungen, «intérêt» folgt mit 27,1 Prozent, «goût pour» liegt bei 3,4 — und «plaisir», die wörtliche Entsprechung des deutschen Leitworts, kommt praktisch nicht vor: über den ganzen französischsprachigen Teil hinweg steht es in 1,8 Prozent der Inserate, die überhaupt eine Motivation nennen, und diese wenigen Fälle stammen von zwei Detailhandelsunternehmen.
Für dich heisst das zweierlei. Erstens: Eine wörtlich übersetzte Antwort landet falsch. Wer seine deutsche «Freude an»-Antwort ins Französische überträgt, benutzt ein Wort, das in diesem Markt niemand schreibt; wer umgekehrt aus der Romandie mit «ma passion» in ein Deutschschweizer Gespräch geht, ist eine Stufe zu laut. Zweitens: Der Inhalt bleibt identisch. Der Gegenstand, der Beleg und die Zeile aus dem Inserat funktionieren in allen vier Landessprachen gleich — nur das Wort davor wechselt.
Im englischsprachigen Teil unseres Bestands, den viele internationale Arbeitgeber in der Schweiz bedienen, führt «interest in» mit 40,2 Prozent vor «passion» mit 28,9, «enjoy» mit 23,7 und «enthusiasm» mit 22,7 Prozent. Auch hier ist das nüchterne Wort das häufigste — was gegen die Erwartung vieler Zugezogener spricht, die aus dem angelsächsischen Raum eine Begeisterungsrhetorik mitbringen.
Der italienischsprachige Teil ist zu klein, um diese Aufteilung zu tragen. Wir veröffentlichen dafür bewusst keine Rangfolge: Die Werte springen zwischen den Rechenweisen, was bei dieser Zahl von Arbeitgebern zu erwarten ist. Für das Tessin gilt deshalb die Regel und nicht die Statistik — Gegenstand, Beleg, Zeile aus dem Inserat.
Wenn dich die Frage kalt erwischt
Es gibt eine Notfallversion, und sie ist besser als das Adjektiv. Nimm die Aufgabe, die du in deiner jetzigen oder letzten Stelle am längsten und am liebsten gemacht hast, beschreibe sie in zwei Sätzen so konkret, dass jemand sie sich vorstellen kann, und höre auf. Das ist bereits eine Antwort auf die Motivationsfrage, weil sie einen Gegenstand nennt — auch wenn du das Wort «Motivation» gar nie in den Mund nimmst.
Wenn du die Frage nicht richtig verstanden hast, wiederhole sie. Die offizielle Broschüre empfiehlt das ausdrücklich als Technik: «Sie möchten wissen, weshalb …» — das gibt dir Zeit zum Überlegen und wirkt aufmerksam statt unsicher. Besser eine Sekunde Pause als eine Antwort, die an der Frage vorbeigeht und dann korrigiert werden muss.
Und wenn deine ehrliche Antwort etwas ist, das man ungern sagt — Sicherheit, ein kürzerer Arbeitsweg, geregelte Zeiten wegen Betreuungspflichten —, dann nenne sie nicht als Motivation, sondern als Rahmenbedingung an der Stelle, an der über Rahmenbedingungen gesprochen wird. Das ist kein Verstecken. Es ist dieselbe Trennung, die das Gespräch selbst schon macht.
Was Betroffene berichten
Ein Schweizer Personaldienstleister beschreibt die Grenze der Motivationsfrage aus der auswählenden Perspektive: Nicht jede fachliche Lücke ist ein Quereinstieg, und keine noch so überzeugend vorgetragene Motivation macht eine unpassende Bewerbung plausibel. Motivation entscheidet zwischen zwei geeigneten Personen — sie ersetzt die Eignung nicht.
Sinngemäss zusammengefasst aus einem öffentlichen Beitrag eines Schweizer Personaldienstleisters auf LinkedIn zum Verhältnis von Bewerbungszahl und Eignung.
Die Marktzahlen wurden am 5. September 2026 über die zu diesem Zeitpunkt offenen Inserate auf SwissJobs.app ausgezählt; wir veröffentlichen Anteile und nie den absoluten Umfang des Bestands. Lehrstellen, Praktika und Traineestellen sind über den Titel ausgeschlossen. Gerechnet wird auf dem beschreibenden Kurztext, den wir zu einem Inserat halten, und die Sprache wird an diesem Text erkannt; rund ein Fünftel dieser Kurztexte folgt einer festen Vorlage mit eigenem Wortschatz und ist vollständig ausgeschlossen, sonst würde die Vorlage statt des Inserats gemessen. Pro Arbeitgeber zählt ein Inserat, damit kein grosser Inserent eine Quote trägt; der grösste einzelne Beitrag liegt bei jedem veröffentlichten Wert unter einem Prozent. Die Anteile der Motivationswörter beziehen sich auf die Inserate, die überhaupt eine Motivation nennen, und summieren sich über hundert, weil ein Inserat mehrere Wörter benutzen kann. Die Aufteilung nach Gegenstand beruht auf dem Textfenster unmittelbar nach dem Motivationswort; ein strengerer Test mit engerem Fenster ergibt dieselbe Rangfolge bei tieferen Werten. Für den italienischsprachigen Teil wird bewusst keine Rangfolge veröffentlicht, weil sie zwischen den Rechenweisen nicht stabil ist. Die Angaben zu Auswahlverfahren und Gesprächsablauf stammen aus den unten verlinkten Veröffentlichungen des Bundes, Stand 5. September 2026; verbindlich sind die dortigen Angaben.
Quellen
- SECO / arbeit.swiss — Broschüre «Wie bewerbe ich mich richtig?»: «Qualifikationen, Erfahrungen und Referenzen — das ist das eine, das andere ist die Motivation», typischer Gesprächsablauf und Verhalten im Vorstellungsgespräch (PDF, deutsch)
- KMU-Portal des Bundes — Personalauswahl: «eine genauere Vorstellung von den Kompetenzen und der Motivation … inwiefern diese zu einer bestimmten Stelle passt oder nicht»
- arbeit.swiss — Bewerbungstipps für Stellensuchende
- arbeit.swiss — Publikationen: Broschüren und Flyer
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Was unser Stellenindex über den Schweizer Markt sagt
Live aus unserem eigenen Index berechnet, nicht aus einer Studie zitiert. Nur Anteile, Stand heute.
Sprache der Inserate
- Deutsch
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- 3%
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