Werkzeuge erklärt
So funktioniert der Interview-Spickzettel
Aktualisiert:
Kurz gesagt
Der Interview-Spickzettel ist ein Dokument, kein Gespräch. Du fügst ein einzelnes Stelleninserat und deinen Lebenslauf ein, wählst den Runden-Typ, und bekommst in der Regel in unter einer Minute eine bearbeitbare Seite: eine Selbstvorstellung von rund 110 Sekunden, drei belegte Stärken, 24 Kästchen mit je einem wörtlichen Zitat aus dem Inserat und deiner Antwort daneben, ein Ablaufraster für 45 Minuten und die Wortliste des Inserats. Jede Zeile lässt sich ändern, abhaken und ausdrucken. Zum Erstellen braucht es ein Konto, und es kostet nichts.
Übe das Gespräch laut, und sieh, wie du abschneidest
Ein KI-Panel stellt die Fragen, du antwortest gesprochen wie im echten Gespräch. Danach bekommst du eine Bestehens-Wahrscheinlichkeit und die Stellen, an denen es gehakt hat.
Interview live übenDer Zuschnitt ist der ganze Unterschied. Eine Fragenliste aus dem Netz gilt für jede Stelle und deshalb für keine; dieses Dokument entsteht aus genau zwei Quellen — dem Inserat, das du vor dir hast, und deinem eigenen Werdegang. Die Kästchen zitieren das Inserat wörtlich, damit du beim Nachlesen siehst, worauf du antwortest, und nicht auf eine Umschreibung hereinfällst, die jemand anders formuliert hat.
Die zweite Eigenheit ist die Sprache. Der Spickzettel schreibt in der Sprache, die deine Oberfläche gerade spricht, behält aber Firmennamen, Rollenbezeichnungen, Fachbegriffe und die Zitate aus dem Inserat im Original. Das ist keine Bequemlichkeit, sondern eine Anpassung an einen mehrsprachigen Arbeitsmarkt: Von den offenen Inseraten auf SwissJobs.app, die überhaupt eine Sprachanforderung nennen, verlangen 31,8 Prozent mindestens eine andere Sprache als jene, in der sie geschrieben sind. Das Inserat entscheidet also nicht zuverlässig, in welcher Sprache du im Zimmer sitzt.
Diese Seite beschreibt das Werkzeug so genau, dass du es prüfen kannst — was es verlangt, was im Dokument steht, was fest im Code steht und was nur als Anweisung formuliert ist, was gratis ist und was es ausdrücklich nicht kann. Alle Angaben zum Produkt wurden am 6. September 2026 im Code nachgelesen, nicht aus dem Gedächtnis geschrieben.
Anteil der Inserate mit Sprachanforderung, die mindestens eine andere Sprache nennen als die eigene Textsprache. Offene Inserate auf SwissJobs.app, Stand 5. September 2026, Lehr- und Praktikumsstellen ausgeschlossen.
- Vier Schritte: Rollen-Basics (Titel, Firma, Runden-Typ), Stellenbeschreibung, Über dich, Generieren. Weiter geht es erst ab 80 Zeichen Inserat und 80 Zeichen Lebenslauf.
- Sechs Runden-Typen stehen zur Wahl: HR-Erstgespräch, Hiring Manager, Technisch, Panel, Finalrunde, Andere. Der Typ steuert den Ton und die Länge des Ablaufrasters — 45 Minuten, beim HR-Erstgespräch 30.
- Drei Stärken sind im Code erzwungen: Es sind immer genau drei, notfalls mit leeren Feldern. Die 24 Kästchen sind als Anweisung formuliert, nicht erzwungen — ein dünnes Inserat kann weniger ergeben.
- Dein Lebenslauf ist die einzige zugelassene Quelle für biografische Angaben. Verlangt das Inserat etwas, das dein Werdegang nicht hergibt, bleibt das Feld leer statt erfunden.
- Ausgabe in deiner Oberflächensprache; Eigennamen und die Zitate aus dem Inserat bleiben im Original. 66 Prozent der offenen Inserate nennen überhaupt eine Sprachanforderung, und 30,7 Prozent davon nennen mehr als eine.
- Bearbeiten, Abhaken und Ergänzen laufen direkt im Dokument und werden automatisch gespeichert; daneben liegen ein Chat für Änderungen in Worten, eine Versionsliste und ein Duplizieren-Knopf.
- Das Konto wird beim Generieren verlangt, nicht davor. Die Tagesgrenzen der Lebenslauf- und Briefgeneratoren (fünf pro Tag, zehn pro rollender Woche) gelten für Spickzettel nicht.
Was du eingibst — und was das Minimum ist
Der Assistent hat vier Schritte. Schritt eins fragt drei Dinge: Stellenbezeichnung, Firma und den Runden-Typ aus einer Liste von sechs. Beide Textfelder sind Pflicht und auf 200 Zeichen begrenzt. Schritt zwei ist das Inserat, als Text eingefügt; der Knopf «Weiter» wird erst ab 80 Zeichen aktiv, und der Zähler unter dem Feld zeigt dir jederzeit, wie viel du eingefügt hast.
Schritt drei ist dein Teil: der Lebenslauf als Klartext, ebenfalls ab 80 Zeichen, dazu optional ein Motivationsschreiben und ein Feld für Fähigkeiten, die nicht im Lebenslauf stehen. Bis zu drei Dateien im PDF- oder Word-Format lassen sich anhängen; aus ihnen wird der Text herausgelesen und wie eine weitere Notiz behandelt. Jedes dieser Felder wird beim Speichern auf rund 48 Tausend Zeichen gekürzt, was etwa zwanzig eng beschriebenen A4-Seiten entspricht — für ein Inserat und einen Lebenslauf ist das reichlich.
Schritt vier zeigt eine Zusammenfassung mit den Zeichenzahlen und der Zahl der Anhänge und startet die Generierung. Der Fortschrittsbalken nennt die Blöcke beim Namen, während sie entstehen. Auf dem Startbildschirm steht «in ~30 Sekunden bereit», die Wartemeldung sagt «normalerweise unter einer Minute» — beides trifft die Erfahrung besser als jede Sekundenangabe, die wir hier hinschreiben könnten.
Was im fertigen Dokument steht
Acht Blöcke, immer in derselben Reihenfolge. Der Kopf nennt Firma, Rolle und Termin. Danach «Erzähl von dir»: fünf bis acht kurze Absätze, ausgelegt auf rund 110 Sekunden gesprochen, der erste Absatz die heutige Rolle in einem Satz, der letzte die Antwort auf «warum diese Stelle jetzt».
Es folgt eine Kalibrierungsfrage — eine Frage, die du zu Beginn stellst, um zu hören, worauf dein Gegenüber wirklich hinauswill. Dann drei Stärken, jede mit einem wörtlichen Zitat aus dem Inserat und dem, was du dazu sagst. Das Herzstück sind die 24 Kästchen in vier bis sechs Gruppen: links eine kurze Wendung aus dem Inserat, rechts deine Antwort aus dem Lebenslauf, davor eine Box zum Abhaken.
Zum Schluss drei kleinere Blöcke: eine Abschlussprüfung («habe ich alles untergebracht, gibt es offene Bedenken»), ein Ablaufraster mit Zeitspalten für 45 Minuten — beim HR-Erstgespräch auf 30 gekürzt — und ein Spiegelblock, der die Wörter des Inserats den Wörtern deiner Antworten gegenüberstellt. Wichtig für die Genauigkeit: Die Zahl drei bei den Stärken ist im Code festgeschrieben und wird notfalls mit leeren Feldern aufgefüllt; die Zahl 24 steht nur in der Anweisung an das Modell. Bei einem sehr kurzen Inserat kommen erfahrungsgemäss weniger Zeilen zurück.
Woher der Inhalt kommt — und was bewusst leer bleibt
Es gibt genau zwei Quellen: das eingefügte Inserat und die Angaben zu dir. Es wird nichts aus dem Netz nachgeschlagen, kein Firmenprofil geladen, keine Gehaltsdatenbank befragt. Die Anweisung an das Modell ist in diesem Punkt hart formuliert: Der Lebenslauf ist die einzige Quelle für Arbeitgeber, Daten, Titel, Zahlen und Technologien; nichts davon darf erfunden werden.
Daraus folgt eine Eigenschaft, die auf den ersten Blick wie ein Fehler aussieht und keiner ist: Verlangt das Inserat etwas, das dein Lebenslauf nicht belegt, bleibt die Antwort leer. Ein leeres Feld ist die ehrliche Ausgabe — und gleichzeitig der nützlichste Teil des Dokuments, weil es dir vor dem Gespräch zeigt, wo deine Unterlagen eine Lücke haben, die dein Gegenüber ebenfalls sehen wird.
Die Zitate werden wörtlich übernommen, ohne Umformulierung. Das ist der Grund, warum die Kästchen manchmal sperrig klingen: Es ist die Sprache des Inserats, nicht unsere. Genau so willst du sie im Gespräch auch wiedererkennen.
In welcher Sprache er schreibt
Der Spickzettel schreibt in der Sprache, die deine Oberfläche gerade spricht — Deutsch, Englisch, Französisch oder Italienisch —, unabhängig davon, in welcher Sprache Inserat und Lebenslauf verfasst sind. Ausgenommen bleiben Eigennamen, Rollenbezeichnungen, Technologie- und Werkzeugnamen sowie die Zitate aus dem Inserat: Die stehen im Original.
Diese Trennung ist keine Spielerei, sondern die Antwort auf eine Eigenheit des Schweizer Marktes. Von den offenen Inseraten auf SwissJobs.app nennen 66 Prozent überhaupt eine Sprachanforderung. Unter diesen verlangen 30,7 Prozent mehr als eine Sprache, und 31,8 Prozent nennen mindestens eine Sprache, die nicht jene des Inserats ist. Nach Sprache des Inserats aufgeschlüsselt: bei deutsch verfassten Inseraten 28,1 Prozent, bei englischen 33,0, bei französischen 41,8 und bei italienischen 44,5.
Für dich heisst das: Ein englisch geschriebenes Inserat ist kein Versprechen, dass das Gespräch auf Englisch geführt wird — in einem Viertel der englischsprachigen Inserate mit Sprachanforderung steht Deutsch mit dabei. Wer die Notizen in seiner sicheren Sprache lesen und die Anforderungen in der Sprache des Inserats zitieren kann, ist auf beide Fälle vorbereitet. Umschalten geht jederzeit über die Sprachwahl der Oberfläche; der Chat neben dem Dokument kann eine bestehende Seite auf Wunsch auch übersetzen.
Was du danach damit machst
Das fertige Dokument ist kein Ausdruck, sondern eine Arbeitsfläche. Jeder Text lässt sich direkt anklicken und überschreiben, jede Gruppe um eigene Zeilen ergänzen, jede Zeile löschen, und unter jedem Block liegt Platz für freie Notizen. Die Kästchen sind echte Kontrollkästchen; oben mitlaufend siehst du, wie viele von wie vielen du abgehakt hast. Gespeichert wird automatisch, kurz nachdem du aufhörst zu tippen.
Rechts liegt ein Chat für Änderungen, die du in Worten beschreibst — «mach die Einleitung kürzer», «füge eine Frage zu Führung hinzu». Auch dort kannst du Dateien anhängen, wenn eine neue Fassung deines Lebenslaufs eingearbeitet werden soll. Jede solche Änderung entsteht als neue Fassung, ältere Fassungen bleiben in der Versionsliste erhalten; eine längere Tipp-Sitzung wird dabei zu einer einzigen Version zusammengefasst statt zu Dutzenden.
Der Duplizieren-Knopf erzeugt aus einem bestehenden Spickzettel eine Kopie — praktisch für eine zweite Runde bei derselben Firma. Der Knopf «Drucken» öffnet den Druckdialog deines Browsers, in dem du das Blatt auch als PDF sichern kannst; die Bedienelemente werden dabei ausgeblendet, gedruckt wird nur das Dokument.
Was gratis ist und wo das Konto verlangt wird
Ohne Konto siehst du auf der Werkzeugseite, was der Spickzettel tut, samt Beispiel. Verlangt wird das Konto beim Erstellen: Der Aufruf, der die Generierung startet, weist eine Anfrage ohne Anmeldung ab. Das ist strenger als bei Lebenslauf- und Motivationsschreiben-Generator, die anonym laufen und erst beim Speichern und ab dem zweiten Dokument nach einem Konto fragen. Wir schreiben das hier hin, weil eine Werkzeugbeschreibung, die eine Hürde verschweigt, beim ersten Klick auffliegt.
Das Konto selbst ist gratis, und die Erstellung eines Spickzettels kostet nichts. Die Mengengrenzen des Lebenslauf-Generators — fünf Dokumente pro Tag, zehn pro rollender Woche — werden im Code auf Spickzettel nicht angewendet; sie zählen auf ein anderes Budget als CV und Brief. Das ist der heutige Stand und keine Zusage für alle Zeit; wenn sich das ändert, ändert sich dieser Absatz.
Darüber liegt das kostenpflichtige Angebot, das den Rest des Produkts betrifft: sieben Tage gratis testen, danach CHF 15 im Monat oder CHF 95 im Jahr, jederzeit kündbar. Für den Spickzettel brauchst du es nicht.
Was der Spickzettel ausdrücklich nicht tut
Er stellt dir keine Fragen und hört dir nicht zu. Es gibt keine Stimme, keine Aufnahme, keine Rückmeldung zu Tempo oder Füllwörtern. Lautes Üben ist eine eigene Arbeit, und dafür ist dieses Werkzeug das falsche — es liefert das Material, nicht das Training.
Er lädt kein Inserat von einer Adresse. Du fügst den Text ein; ein Link allein genügt nicht. Er exportiert auch keine Datei: Der Weg nach draussen führt über den Druckdialog deines Browsers, aus dem ein PDF entsteht. Eine Word-Datei gibt es hier nicht — die gibt es beim Lebenslauf-Generator.
Er kennt weder die Person, die dir gegenübersitzt, noch den internen Ablauf der Firma, noch die Lohnbandbreite der Stelle. Er prüft deinen Lebenslauf nicht auf Wahrheit: Steht dort etwas zu gross, steht es nachher auch im Spickzettel. Er ersetzt keine Beratung und ist kein Nachweis gegenüber dem RAV. Und er verspricht keine Zusage — belegbar ist nur die Wirkungsweise: Wer zu jeder Anforderung des Inserats ein eigenes Beispiel bereitliegen hat, muss im Gespräch weniger improvisieren.
Wie du in fünf Minuten prüfst, ob er stimmt
Erstens: Lies drei Kästchen und suche das Zitat im Inserat. Es muss dort wortwörtlich stehen. Findest du eine Anforderung, die im Inserat nicht vorkommt, hast du ein Dokument, das dich auf ein anderes Gespräch vorbereitet.
Zweitens: Nimm drei Antworten und suche den Beleg in deinem Lebenslauf. Jede Zahl, jeder Arbeitgeber, jede Technologie muss dort stehen. Das ist der Test, an dem allgemeine Werkzeuge scheitern, und du kannst ihn in zwei Minuten machen.
Drittens: Zähl die leeren Felder. Sie sind keine Panne, sondern die Liste der Stellen, an denen das Inserat mehr verlangt, als deine Unterlagen hergeben. Genau diese Punkte gehören vor dem Gespräch auf ein eigenes Blatt — entweder du hast doch ein Beispiel, das im Lebenslauf fehlt, dann ergänze es im Feld «Notizen», oder du hast keines, dann überlegst du dir vorher eine ehrliche Antwort statt im Zimmer.
Produktangaben am 6. September 2026 im Quellcode des Werkzeugs nachgelesen (Assistent, Erzeugungsanweisung, Dokumentschema, Preiskonstanten), nicht aus dem Gedächtnis. Marktzahlen aus den offenen Inseraten auf SwissJobs.app, Stand 5. September 2026; Lehr- und Praktikumsstellen ausgeschlossen, Sprachanforderungen pro Inserat gezählt. Anteile, keine absoluten Zahlen.
Quellen
Verwandte Fragen
Was unser Stellenindex über den Schweizer Markt sagt
Live aus unserem eigenen Index berechnet, nicht aus einer Studie zitiert. Nur Anteile, Stand heute.
Sprache der Inserate
- Deutsch
- 60%
- English
- 23%
- Français
- 13%
- Italiano
- 3%
Von den Inseraten mit Sprachanforderung verlangen
- Deutsch
- 70%
- English
- 43%
- Français
- 21%
- Italiano
- 3%
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