Teilzeit in der Schweiz: 4'488 von 20'777 Stellen nehmen dich unter 100%

Mario Gunther9 Min. Lesezeit
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Balkendiagramm der offenen Schweizer Stellen nach Teilzeit-Signal: 4'488 akzeptieren unter 100%, 2'033 nennen 80–100% im Titel, 1'533 verwenden das Wort Teilzeit, 1'340 sind als Teilzeit markiert – von 20'777 Inseraten am 10. August 2026.

Vor drei Tagen habe ich eine Auswertung nach Kantonen publiziert, und darin stand ein Satz: 6,4% der offenen Stellen sind Teilzeit. Der Satz stimmt. Er ist genau das, was das Feld «Anstellungsart» hergibt. Nur beschreibt er die Etikette und nicht den Inhalt, und ehrlich gesagt wusste ich das schon beim Schreiben.

Also habe ich heute Morgen dieselben 20'777 publizierten Inserate nochmals durchgerechnet, mit einer anderen Frage. Nicht «steht da Teilzeit», sondern «würde mich dieser Arbeitgeber auch unter 100% nehmen». Andere Frage, ganz andere Antwort: 4'488 Inserate. 21,6% des ganzen Marktes. Und 2'853 davon liegen bei uns als Vollzeit markiert im Index, weil die Flexibilität ausschliesslich als Zahl im Stellentitel steht.

Wenn du also schon länger den Teilzeit-Filter setzt und danach denkst, in der Schweiz gebe es kaum Teilzeit: genau deshalb. Du liest die Etikette. Der Markt schreibt die Information woanders hin.

Kurzfassung

Wie viele Stellen in der Schweiz sind wirklich Teilzeit?
Von den 20'777 Inseraten, die am 10. August 2026 auf unserer Plattform offen waren, nennen 4'488 (21,6%) ein Pensum, das unter 100% beginnt – der Arbeitgeber stellt dich also auch mit weniger als einem Vollpensum an. Nur 1'533 (7,4%) verwenden das Wort Teilzeit irgendwo, und bloss 1'340 (6,4%) tragen die strukturierte Teilzeit-Markierung. Zwischen 6,4% und 21,6% liegt die ganze Geschichte.
Was heisst 80–100% in einem Stelleninserat?
Das ist das Pensum, zu dem der Arbeitgeber anstellt: 80% ist die Untergrenze, 100% die Obergrenze, dazwischen ist verhandelbar. Es ist die mit Abstand häufigste Formulierung im Schweizer Stellenmarkt – 2'033 offene Inserate tragen exakt diese Spanne, und 1'697 davon sind gleichzeitig als Vollzeitstelle markiert. Lies es als: «Am liebsten 100, mit 80 stellen wir dich auch an.»
In welchen Berufen geht Teilzeit am ehesten?
In der Pflege, mit grossem Abstand: 61,9% der 1'349 Inserate mit einem Pflege- oder Gesundheitstitel gehen unter 100%. Danach Administration und Sachbearbeitung 38,1%, Verkauf 30,7%, HR 29,8%, Reinigung und Facility 28,6%, Gastro 21,6%, Finanzen und Buchhaltung 19,7%. Am unteren Ende: Engineering und IT 9,7% von 2'263 Inseraten, Aussendienst und Key Account 8,2%, Lehrstellen 0,4%.
In welchem Kanton ist Teilzeit am verbreitetsten?
Graubünden 33,5%, Wallis 33,4%, Aargau 33,1%, Bern 33,0% und Luzern 32,3% der lokalen Inserate akzeptieren ein reduziertes Pensum. Genf ist Schlusslicht mit 8,0%, davor Tessin 9,4% und Freiburg 12,6%. Aggregiert: 26,3% in der Deutschschweiz gegenüber 14,7% in der Romandie. Der Röstigraben zeigt sich in keiner anderen Kennzahl so deutlich.
Warum finde ich diese Teilzeitstellen mit dem Filter nicht?
Weil der Filter ein strukturiertes Feld liest, und 2'955 der 4'488 flexiblen Inserate füllen dieses Feld nie – die Flexibilität steht nur als Prozentzahl im Stellentitel. Such deshalb nach der Zahl statt nach dem Label: gib 80, 60 oder 80–100 ins Stichwortfeld ein, und du siehst Stellen, die dir jeder Teilzeit-Filter des Landes vorenthält.

Wie viele Stellen sind wirklich Teilzeit?

4'488 von 20'777 offenen Inseraten – 21,6% – stellen unter 100% an, aber nur 1'340 tragen die Markierung, die ein Teilzeit-Filter liest.

Drei Arten, dasselbe zu zählen, drei völlig verschiedene Zahlen. Das strukturierte Feld sagt bei 1'340 Inseraten Teilzeit, das sind 6,4%. Nimmt man jedes Inserat dazu, das die Wörter Teilzeit, part-time, temps partiel, stundenweise oder auf Abruf im Titel oder in der Zusammenfassung führt, kommt man auf 1'533 – 7,4%. Und zählt man alle, deren angegebenes Pensum irgendwo unter 100% beginnt, springt es auf 4'488. 21,6%.

Die letzte Zahl ist die ehrliche, und zwar aus einem einfachen Grund. Ein Inserat mit dem Titel «Systemtechniker:in Raumautomation 80–100%» ist keine Vollzeitstelle, die notfalls auch weniger duldet. Das ist eine Stelle, die der Arbeitgeber mit 80% besetzt, wenn mit 80% die richtige Person kommt. Die Bereitschaft steht in der Überschrift. Sie steht dort einfach als Rechnung statt als Etikette.

Die Mechanik dahinter ist unspektakulär, aber wichtig: 2'955 der 4'488 flexiblen Inserate zeigen ausser der Prozentzahl im eigenen Titel nirgends ein Teilzeit-Signal. 2'853 sind explizit als Vollzeit markiert. Der Filter ist also nicht kaputt – er beantwortet nur eine engere Frage, als du stellst. Du willst wissen: «Nehmen die mich mit 80?» Er antwortet: «Hat jemand das Häkchen Teilzeit gesetzt?»

Ein Vorbehalt, den ich lieber selber ausspreche: unser strukturiertes Pensum-Feld ist praktisch leer, ganze 2 von 20'777 Inseraten füllen es. Deshalb habe ich die Titel von Hand geparst. Und ich lese nur Titel und Zusammenfassungen, keine kompletten Inseratstexte. Viele Stellen erwähnen das Teilpensum erst im dritten Abschnitt der Beschreibung, wo ich es nicht sehe. 21,6% ist also eine Untergrenze, keine Obergrenze. Der wahre Wert liegt höher, und um wie viel, kann ich dir nicht sagen.

Drei Arten, Teilzeit im offenen Stellenmarkt zu zählen
Pensum beginnt unter 100%4'488 · 21,6%
Titel nennt «80–100%»2'033 · 9,8%
Wort «Teilzeit» kommt vor1'533 · 7,4%
Als Teilzeit markiert (was der Filter liest)1'340 · 6,4%

Live-Bestand SwissJobs, 10. August 2026. Basis: alle 20'777 publizierten Inserate. Pensum aus den Stellentiteln geparst – das strukturierte Pensum-Feld ist bei 2 Inseraten gefüllt und damit unbrauchbar.

Was heisst 80–100% wirklich?

Es ist eine Anstellungsspanne mit Boden und Decke – und von den 4'853 Inseraten mit Pensum-Angabe haben 3'683 einen Boden unter 100%.

4'853 offene Inserate schreiben eine Prozentzahl in den Stellentitel. Das sind 23,4% des Marktes, und allein das sagt schon etwas darüber, wie zentral das Pensum in einem Schweizer Inserat ist: es steht in der Überschrift, gleich neben der Klammer mit (m/w/d), bevor irgendjemand ein Wort über die Aufgaben gelesen hat.

Von diesen 4'853 schreiben genau 1'170 «100%» und sonst nichts. Alle anderen – 3'683 Inserate, 75,9% – haben einen Boden unterhalb der Vollzeit. Der mit grossem Abstand häufigste Boden ist 80%: 2'235 Inserate gehen nicht unter 80, aber bis 80. Danach 60% (520 Inserate), 50% (261), 40% (269), 20% (139), 70% (108). Es gibt sogar einen kleinen Ausläufer bei 10% und 5% – so sieht ein Samstagseinsatz oder eine Aushilfe im Inseratstext aus.

Der häufigste einzelne Ausdruck im ganzen Schweizer Stellenmarkt ist «80–100%», auf 2'033 Inseraten. Ich lese ihn inzwischen als kulturellen Satz: Wir hätten gern jemanden Vollzeit, wir wissen, dass wir wahrscheinlich niemanden finden, 80 ist okay, bewirb dich. 1'697 dieser 2'033 sind bei uns als Vollzeit markiert – genau die Diskrepanz, wegen der dieser Artikel existiert.

Zwei weitere Muster, bevor du das nächste Inserat liest. 3'113 der Pensum-Angaben sind Spannen statt Einzelwerte, und 2'604 dieser Spannen enden bei 100% – oben offen, unten geschlossen. Und 509 Inserate nennen eine Spanne, die nie 100% erreicht, etwa 20–40% oder 40–60%. Das ist eine echte Teilzeitstelle, die auch später keine Vollzeitstelle wird, egal wie gut das Gespräch läuft. Lohnt sich zu erkennen, bevor du eine Lebensplanung darauf baust.

Tiefstes Pensum, zu dem angestellt wird – wo das Inserat eines nennt
Boden bei 80–99%2'277 Inserate
Nur 100%, keine Flexibilität1'170 Inserate
Boden bei 60–79%632 Inserate
Boden bei 40–59%533 Inserate
Boden unter 40%241 Inserate

Live-Bestand SwissJobs, 10. August 2026. Basis: die 4'853 von 20'777 Inseraten mit einer Pensum-Angabe im Titel. «Boden» ist die Untergrenze der Spanne bzw. der Einzelwert, wenn nur einer genannt wird.

In welchen Berufen geht Teilzeit tatsächlich?

Pflege 61,9%, Administration 38,1% und Verkauf 30,7% gehen routinemässig unter 100% – Engineering und IT mit 9,7% und Aussendienst mit 8,2% praktisch nie.

Ich habe die Stellentitel gegen Berufs-Stichwörter gematcht und für jede Gruppe gefragt, welcher Anteil unter 100% anstellt. Die Spannweite ist riesig, und sie folgt fast perfekt einer Linie: Schichtarbeit lässt sich teilen, Projektarbeit gefühlt nicht.

Die Pflege ist ein eigener Markt. 61,9% der 1'349 Inserate mit Pflege- oder Gesundheitstitel gehen unter 100%, und wenn man nur Pflegefachfrau/-mann und vergleichbare Titel nimmt, sind es 57,9% von 708. Ein Dienstplan lässt sich sauber in Bruchteile schneiden, also wird er es. Danach Administration und Sachbearbeitung 38,1% von 598, Verkauf 30,7% von 1'033, HR 29,8% von 282, Reinigung und Facility 28,6% von 119, Gastro 21,6% von 245, Finanzen und Buchhaltung 19,7% von 380.

Unten wird es interessant. Engineering und IT: 9,7% von 2'263 Inseraten. Aussendienst und Key Account Management: 8,2% von 417. Lehrstellen: 3 von 755, also 0,4% und im Grunde ein Rundungsartefakt – eine Lehrstelle ist von Natur aus ein Vollzeitvertrag.

Aber Achtung: 9,7% von 2'263 sind immer noch 220 Engineering-Stellen, die dich mit 80% nehmen. Linux System Engineer 80–100%, Security Engineer 80–100%, ICT System Engineer DevOps 80–100% – gibt es alles, heute, im Bestand. Der Unterschied ist die Verteilung. In der Pflege ist Flexibilität der Normalfall und du verhandelst nach oben; in der IT ist sie die Ausnahme und du musst den einen Arbeitgeber finden, der sie anbietet. Das ist ein Suchproblem. Suchprobleme kann man lösen.

Anteil der Inserate, die unter 100% anstellen – nach Berufsfeld
Pflege & Gesundheit (1'349)61,9%
Administration & Sachbearbeitung (598)38,1%
Verkauf & Detailhandel (1'033)30,7%
Finanzen & Buchhaltung (380)19,7%
Engineering & IT (2'263)9,7%
Aussendienst & Key Account (417)8,2%

Live-Bestand SwissJobs, 10. August 2026. Berufsfelder über Stichwörter im Stellentitel gematcht, Basis je Gruppe in Klammern. Schnitt über alle 20'777 Inserate: 21,6%.

Wo ist ein reduziertes Pensum normal?

In der Deutschschweiz akzeptieren 26,3% der Inserate unter 100%, in der Romandie 14,7% – Bern liegt bei 33,0%, Genf bei 8,0%.

Graubünden 33,5%. Wallis 33,4%. Aargau 33,1%. Bern 33,0%. Luzern 32,3%. Solothurn 27,4%. Thurgau 26,0%. St. Gallen 24,7%. Zürich 22,8%. Basel-Stadt 19,3%. Zug 19,3%. Dann der Absturz: Waadt 14,9%, Neuenburg 14,1%, Freiburg 12,6%, Tessin 9,4%, Genf 8,0%.

Nach Städten ist es noch krasser, und Städte sind nun mal, wo die Arbeitgeber sitzen. Luzern 38,4% seiner 526 Inserate, Bern 33,1% von 946, St. Gallen 25,8% von 329, Zürich 19,5% von 2'630, Basel 19,2% von 937. Genf: 7,6% von 1'059. Eine von dreizehn. Wenn ein reduziertes Pensum für dich nicht verhandelbar ist und du in Genf suchst, fischst du messbar in einem kleineren Teich.

Das Wallis mit 33,4% hat meine Erwartung gebrochen – ein teilweise französischsprachiger Kanton zuoberst auf einer Deutschschweizer Liste. Eine saubere Erklärung habe ich nicht. Die Zusammensetzung kippt stark Richtung Tourismus, Pflege und öffentlicher Dienst, und alle drei sind von Natur aus teilbar. Ich lese es als Branchenmix, nicht als Kultur. Und die Basis ist klein: 503 Inserate.

Auf das regionale Muster selber würde ich dagegen wetten, weil es genau das bestätigt, was dir jede und jeder erzählt, die schon auf beiden Seiten des Röstigrabens gearbeitet haben. Ein 80%-Pensum ist in Bern oder Aarau eine unauffällige Karriere. In Genf ist es weiterhin ein Gespräch. Die Inserate sagen nur laut, was die Kultur längst entschieden hat.

Anteil der lokalen Inserate, die unter 100% anstellen – nach Kanton
Graubünden (334)33,5%
Bern (1'254)33,0%
Luzern (863)32,3%
Zürich (3'330)22,8%
Waadt (1'102)14,9%
Genf (1'231)8,0%

Live-Bestand SwissJobs, 10. August 2026. Basis: Inserate mit aufgelöstem Kanton, Anzahl in Klammern. Aggregiert: Deutschschweiz 26,3% von 9'570, Romandie 14,7% von 3'743.

Wie suchst du die Stellen, die der Filter verschluckt?

Nicht über den Teilzeit-Filter, sondern über die Prozentzahl im Titel – dort verstecken sich 2'955 Inserate, die als Vollzeit markiert sind.

Konkret: gib die Zahl ins Stichwortfeld ein, nicht ins Filtermenü. «80», «60», «80–100», «Pensum». Das klingt banal, holt dir aber genau die Inserate, die kein Teilzeit-Häkchen haben und trotzdem unter 100% anstellen – und das sind zwei Drittel des flexiblen Angebots.

Danach sortierst du nach dem Boden, nicht nach dem Wort. Wenn du 60% brauchst, ist ein Inserat mit «80–100%» kein Vielleicht, sondern ein Nein, und eine Bewerbung darauf kostet dich einen Abend. Wenn du 80% brauchst, ist «60–100%» dagegen ein klares Ja, auch wenn nirgends Teilzeit steht. Diese eine Regel spart mehr Zeit als jede CV-Optimierung, die ich dir empfehlen könnte.

Noch ein Hinweis zum Timing: 4'864 der 20'777 Inserate sind in den letzten sieben Tagen dazugekommen, davon 975 mit Teilzeit-Signal. Das sind rund 140 neue flexible Stellen pro Tag. Wer einmal pro Woche schaut, sieht einen anderen Markt als wer einmal pro Monat schaut – und beide sehen einen kleineren Markt, als da ist, wenn sie den Filter benutzen.

Und ja, ein Teil der Flexibilität steht gar nicht im Inserat, sondern entsteht im Gespräch. Ich habe genug Prozesse gesehen, in denen aus «100%» am Schluss 90% wurden, weil die Person überzeugt hat. Das ist aber nichts, worauf du eine Suchstrategie baust. Bau sie auf die 4'488, die es hinschreiben.

Wie fragst du nach 80%, ohne dich rauszuschiessen?

Pensum als Spanne, im selben Block wie Wohnort und Verfügbarkeit, im oberen Drittel der ersten Seite – und nur auf Inserate bewerben, deren Boden bei oder unter deiner Zahl liegt.

Schweizer Screenings sind in den ersten Sekunden eine Logistikprüfung: Wo wohnt die Person, welcher Status, ab wann, welches Pensum. Diese vier Antworten gehören ins obere Drittel von Seite eins, in den Kopfbereich, nicht in ein Motivationsschreiben, das ohnehin niemand öffnet. «Zürich · CH/EU · ab 1. Oktober · 60–80%». Vier Fakten, eine Zeile. Ich habe Tausende Dossiers gelesen, und durch kommen die, bei denen jemand um 16:40 alle vier Fragen beantworten kann, ohne zu scrollen.

Schreib das Pensum als Spanne, nicht als Punkt. «60–80%» liest sich wie jemand mit einem Plan, der reden will. «Nur 60%» liest sich wie ein Problem, das die Rekrutierung lösen muss – und im Screening löst sie es nicht, sie nimmt das nächste Dossier. Gleiche Information, völlig andere Wirkung. Ich finde das ein bisschen unfair. Es ist trotzdem so.

Und begründe es kurz, wenn dein Pensum tief ist. Ein Satz reicht: Weiterbildung, Betreuungspflichten, zweites Mandat. Ohne Begründung liest die Gegenseite das Schlimmste hinein, mit Begründung ist es eine Rahmenbedingung wie jede andere. Das ist die einzige Stelle im Dossier, wo ich eine Erklärung wirklich empfehle.

Falls du nicht sicher bist, ob dein Lebenslauf diese vier Fragen in fünf Sekunden beantwortet: genau das haben wir automatisiert. Inserat einfügen, CV hochladen, und du siehst, was ein Schweizer Screening im oberen Drittel nicht findet. Dauert kürzer, als diesen Abschnitt zweimal zu lesen.

Was ich dafür benutzen würde

Drei Links, zwei davon von uns – das sage ich dazu.

  • SwissJobsunser Tool

    Von uns. Alle 20'777 offenen Schweizer Inserate, und die Quelle jeder Zahl in diesem Artikel. Für Teilzeit: lass den Anstellungsart-Filter weg und tipp stattdessen 80, 60 oder Teilzeit ins Stichwortfeld. So erreichst du die 2'955 flexiblen Stellen, die kein Filter zeigt.

  • Von uns, gratis. Lebenslauf gegen ein konkretes Inserat prüfen: Der Check zeigt, was ein Schweizer Erstscreening sucht und meistens nicht findet – Wohnort, Status, Verfügbarkeit, Pensum und Sprachniveaus, und zwar im oberen Drittel der ersten Seite.

  • Nicht von uns. Meine Zahlen zählen Inserate, das BFS zählt Menschen. Wenn du wissen willst, wie viel der Schweiz tatsächlich Teilzeit arbeitet – und nicht, wie viele Arbeitgeber Teilzeit ausschreiben – ist das die Quelle. Zwei verschiedene Fragen, beide interessant.

Die Korrektur bleibt also stehen: 6,4% war die Etikette, 21,6% ist der Markt, und dazwischen liegen 2'955 Stellen, die dich mit 80% anstellen und sich nach aussen als Vollzeit ausgeben. Das ist keine Verschleierung. Das ist ein Markt, der seine Flexibilität als Zahl in die Überschrift schreibt statt als Häkchen in eine Datenbank – und jede Jobplattform, die nicht hier gebaut wurde, macht denselben Fehler.

In einem Quartal rechne ich das nochmals. Interessant wird nicht Graubünden gegen Genf, das ist strukturell. Interessant wird, ob die englischsprachigen Inserate anfangen, Pensum-Spannen in den Titel zu schreiben. Heute tun das 8,4% von ihnen. Wenn diese Zahl steigt, ist die Konvention am Wachsen und nicht bloss am Überleben.

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