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Tools im Vergleich

Welches Tool ist das beste, um die RAV-Arbeitsbemühungen zu erfassen?

Aktualisiert:

Kurz gesagt

Rechtlich zählen nur zwei Orte: der eService «Arbeitsbemühungen» im Job-Room und das amtliche Formular «Nachweis der persönlichen Arbeitsbemühungen» beim RAV. Beide sind gratis, für beide gilt dieselbe Frist — spätestens der 5. Tag des Folgemonats (Art. 26 AVIV). Alles andere auf dieser Liste — SwissJobs.app, Easy JobRoom, Awaso, jobs.ch, eine eigene Tabelle — ist eine Sammelstelle davor und nie ein Ersatz. Als Sammelstelle empfehlen wir SwissJobs.app, wenn du dich auf Schweizer Inserate bewirbst; Easy JobRoom, wenn dir das automatische Ausfüllen des Job-Room wichtiger ist als die Stellensuche. Stand: 28. August 2026.

Verbindlich sind allein die Auskunft deines RAV und die Verfügung deiner Arbeitslosenkasse. Jede Beurteilung erfolgt im Einzelfall. Dieser Text ist redaktionell, keine Rechtsberatung.

Der Grund für diese Zweiteilung steht auf der Rückseite des amtlichen Formulars: Für jede Kontrollperiode — jeden Kalendermonat — musst du der zuständigen Amtsstelle schriftliche Angaben über deine Bemühungen einreichen, und schriftliche Unterlagen wie Kopien von Bewerbungsschreiben oder Absagebriefen sind aufzubewahren und auf Verlangen einzureichen. Ein Werkzeug, das nur Zeilen zählt, deckt also die Hälfte der Pflicht ab. Ein Werkzeug, das die Unterlagen behält, deckt mehr. Und übermitteln musst du in jedem Fall selbst.

Geprüft am 28. August 2026. Die Preise stammen von den Preisseiten der Anbieter, die Sternbewertung und die technischen Angaben zur App aus dem Schweizer App Store, die Angaben zum eService aus den Oberflächentexten des Job-Room in allen vier Sprachen, und Aufbau und Rechtshinweise des amtlichen Formulars direkt aus dem PDF von arbeit.swiss. Wo eine Formulierung eines Anbieters die klarste Auskunft ist, steht sie in Anführungszeichen.

  • Im Job-Room kannst du Arbeitsbemühungen «maximal 6 Monate zurück erfassen» und «maximal 5 Tage im Voraus». Ausserhalb dieser Spanne nimmt die Maske das Datum nicht an.
  • Das Übermitteln ist endgültig. Der Job-Room warnt wörtlich: «Diese Aktion kann nicht rückgängig gemacht werden.» Wer eine Bemühung vergessen hat, klärt das mit der Beratungsperson, nicht mit einem zweiten Klick.
  • Der Job-Room kennt eine «Persönliche Notiz» pro Eintrag — und sagt dazu selbst: «Die Notiz steht nur Ihnen persönlich zur Verfügung und wird nicht übermittelt.» Das ist die einzige Stelle im amtlichen Kanal, an der du für dich selbst schreiben darfst.
  • Aus einem Inserat auf Job-Room heraus gibt es «Arbeitsbemühung übernehmen»: die Angaben des Inserats wandern in den Nachweis. Für Inserate, die anderswo stehen, gibt es diesen Weg nicht — und dort liegt der grössere Teil des Marktes.
  • Das amtliche Formular hat 14 Zeilen und rund 200 ausfüllbare Felder im PDF, plus Unterschrift und eine Zeile für Beilagen auf der Rückseite. Zürich erwartet «in der Regel 10-12» Bemühungen pro Monat — ein Blatt reicht also normalerweise für einen Monat.
  • Das Formular gibt es auf Deutsch, Französisch und Italienisch. Auf Englisch existiert es nicht: Die englische Formularseite von arbeit.swiss führt die deutsche Datei unter der Überschrift «Forms for jobseekers (in German)».
  • Easy JobRoom ist gratis für sechs Bewerbungen und drei automatische Ausfüllvorgänge, danach CHF 7 im Monat, CHF 15 für drei Monate oder CHF 25 für sechs Monate. Im Schweizer App Store steht es bei 4.2 von 5 — aus 27 Bewertungen, also auf dünner Basis.
  • Awaso speichert «ausschliesslich lokal in Ihrem Browser». Kein Konto heisst hier auch: kein zweites Gerät, und wer den Browserspeicher leert, löscht den Monat.

Wen wählen?

Die anderen Werkzeuge hier sind echt und für ihren Zweck gut — die Tabelle sagt bei jedem, wofür. Der Grund, warum wir oben stehen, ist eine einzige Zeile darin: der Stellenindex ist unser eigener, also liegt das Inserat schon da.

Nimm SwissJobs.app, wenn

  • Die Stelle direkt auswählen — Du wählst die Ausschreibung aus unserem eigenen Schweizer Index, und Lebenslauf, Schreiben und Check entstehen gegen genau diesen Text — kein Suchen, kein Kopieren.

  • Vier Werkzeuge statt einem — Lebenslauf, Motivationsschreiben, CV-Check und Interviewvorbereitung aus einem Konto und mit denselben Daten.

  • Das RAV-Formular — Arbeitsbemühungen aus dem Tracker, gedruckt auf dem offiziellen SECO-Blatt. Keines der anderen Werkzeuge in dieser Liste hat das.

  • Ohne Konto anfangen — Öffnen und schreiben ohne Anmeldung; nach dem Konto gefragt wird beim Speichern und ab dem zweiten Dokument.

  • CHF 15 im Monat, sieben Tage gratis vorweg — Voller Zugang im Test, monatlich kündbar, in Franken abgerechnet — keine Vier-Wochen-Perioden, kein Kursrisiko.

Die Werkzeuge im direkten Vergleich

KriteriumSwissJobs.appExcelGoogle SheetsNotionHuntr
PreisCHF 15/Mt · CHF 95/JTeil von Microsoft 365gratisGratis-Stufek. A.
Bewerbungen festhaltenJaJaJaJaJa
Das Inserat wird mitgeführtJaNeinNeinNeink. A.
Aus der Stellensuche befülltJaNeinNeinNeinNein
RAV-Formular (SECO)JaNeinNeinNeinNein
Druckfertiges MonatsblattJaNeinNeinNeinNein
Lebenslauf je Bewerbung verknüpftJaNeinNeinNeink. A.
Ohne HandarbeitJaNeinNeinNeink. A.
Schweizer BezugJaNeinNeinNeinNein

Stand 4. September 2026. Jede Angabe zu einem fremden Werkzeug stammt von dessen eigener Seite; «k. A.» heisst, dass sie dort nicht lesbar war — nicht, dass es die Funktion nicht gibt. Unsere Zeile stammt aus dem Code und dem live durchlaufenen Ablauf.

Erfassen und einreichen sind zwei verschiedene Dinge

Fast alle Vergleiche zu diesem Thema gehen an derselben Stelle daneben: Sie behandeln den Nachweis wie eine Fleissaufgabe, die man mit der besseren App erledigt. Er ist aber eine amtliche Handlung mit Frist. Erfassen darfst du, wo du willst — auf einem Bierdeckel, wenn du magst. Eingereicht wird an genau zwei Orten, und die Uhr läuft bis zum 5. Tag des Folgemonats.

Was ein Werkzeug taugt, entscheidet sich deshalb daran, wie nahe es an die Felder des amtlichen Formulars herankommt. Verlangt werden pro Bewerbung: Datum, Firma mit Adresse, Kontaktperson mit Telefonnummer, Stellenbezeichnung, ob es eine Zuweisung des RAV war, das Pensum (Vollzeit oder Teilzeit in Prozent), die Art der Bewerbung (brieflich beziehungsweise elektronisch, persönlich, telefonisch) und das Ergebnis — noch offen, Vorstellungsgespräch, Anstellung oder Absage mit Grund. Ein Tracker mit drei Spalten füllt davon vielleicht die Hälfte.

Zwei Dinge werden dabei regelmässig übersehen. Erstens gilt die Pflicht, sich um Arbeit zu bemühen, schon vor der Arbeitslosigkeit — «zum Beispiel während der Kündigungsfrist oder dem befristeten Arbeitsverhältnis», wie das Formular es formuliert. Wer erst am ersten Tag ohne Stelle mit dem Erfassen anfängt, hat bereits Monate liegen lassen. Zweitens sind die Unterlagen selbst Teil der Pflicht: Kopien von Bewerbungsschreiben und Absagebriefen aufbewahren und auf Verlangen einreichen. Deshalb steht in der Liste unten bei jedem Werkzeug dasselbe in derselben Reihenfolge — was es ist, was es kostet, für wen es passt, und wo es aufhört.

Job-Room

Was es ist: der eService «Arbeitsbemühungen» auf job-room.ch, der Plattform der öffentlichen Arbeitsvermittlung. Du erfasst laufend, schliesst den Monat ab und klickst «Übermitteln» — danach liegt der Nachweis beim zuständigen RAV, ohne Papier, ohne E-Mail, ohne Poststempel. Steht das Inserat auf Job-Room selbst, gibt es «Arbeitsbemühung übernehmen»: Firma, Stellenbezeichnung und Datum wandern direkt in den Nachweis.

Was es kostet: nichts. Der eService gehört zur Arbeitslosenversicherung und ist Teil der Leistung, für die du Beiträge bezahlt hast.

Für wen es passt: für alle, die beim RAV angemeldet sind. Vorausgesetzt sind ein AGOV-Login, die AHV-Nummer und die achtstellige Personennummer, die auf den Unterlagen der Arbeitslosenversicherung steht. Wer die drei hat, sollte hier erfassen und nirgends sonst — jede Zeile, die im amtlichen Kanal entsteht, muss nie übertragen werden.

Wo es aufhört: Vor der Anmeldung beim RAV gibt es keinen Zugang, und genau in dieser Zeit — Kündigungsfrist, Wartewochen, Umzug in die Schweiz — laufen die ersten Bemühungen bereits. Rückwirkend nimmt die Maske höchstens sechs Monate, im Voraus höchstens fünf Tage. «Übermitteln» ist unwiderruflich. Und der eService ist kein Bewerbungsmanager: keine Erinnerungen, keine Stufen von gespeichert bis Angebot, keine Ablage für Dossiers, keine Auswertung. Er ist ein Formular mit Datenbank dahinter, und mehr will er auch nicht sein.

Das Formular «Nachweis der persönlichen Arbeitsbemühungen»

Was es ist: das amtliche Papier, das es seit der Ausgabe vom September 2019 unverändert gibt. Zwei Seiten, 14 Zeilen für Bewerbungen, rund 200 ausfüllbare Felder in der PDF-Fassung, eine Zeile für Beilagen und die Unterschrift der versicherten Person auf der Rückseite. Darunter stehen die Rechtsfolgen im Klartext, inklusive Einstellung in der Anspruchsberechtigung bis zu 60 Tagen bei ungenügenden Bemühungen.

Was es kostet: nichts. Herunterladen, am Computer ausfüllen, drucken, unterschreiben.

Für wen es passt: für alle, die noch keinen Job-Room-Zugang haben, für alle, deren Beratungsperson das Formular ausdrücklich will, und für alle, die dem Amt lieber ein unterschriebenes Blatt geben als einen Klick. Zürich nennt vier Wege für die Abgabe — online, per E-Mail an die Beratungsperson, per Post, persönlich vor Ort.

Wo es aufhört: Du tippst jede Zeile selbst, jeden Monat neu, und niemand erinnert dich an den 5. Es gibt das Formular auf Deutsch, Französisch und Italienisch — auf Englisch existiert keine Ausgabe, und die englische Formularseite von arbeit.swiss verweist deshalb auf die deutsche Datei unter der Überschrift «Forms for jobseekers (in German)». Wer nur Englisch liest, füllt also ein deutsches Amtsformular aus.

SwissJobs.app

Was es ist: eine Schweizer Stellensuche mit einer Bewerbungsübersicht in vier Stufen — Gespeichert, Beworben, Interview, Angebot. Was du im Job-Feed speicherst, steht dort schon mit Firma, Rolle, Link und Datum; für Bewerbungen von anderswo gibt es einen Eintrag von Hand. Die Oberfläche gibt es auf Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch.

Was es kostet: Die Übersicht ist gratis, ein Konto mit E-Mail-Adresse genügt, eine Kreditkarte braucht es nicht. Die Bewerbungswerkzeuge daneben — Lebenslauf pro Inserat, Abgleich mit einem konkreten Inserat, Motivationsschreiben — kosten CHF 15 im Monat oder CHF 95 im Jahr, mit sieben Tagen gratis.

Für wen es passt: für alle, die sich auf Schweizer Inserate bewerben und die Angaben nicht zweimal schreiben wollen. Weil die Übersicht in derselben Stellensuche sitzt, ist die halbe Zeile schon da, sobald du ein Inserat speicherst — und aus dem Inserat kommen Firma, Titel und Datum in derselben Schreibweise, die das Amt später sehen will. Für Leute, die neben dem Nachweis auch pro Inserat ein Dossier brauchen, ist es das einzige Werkzeug auf dieser Liste, das beides an einem Ort hat.

Wo es aufhört, und das reden wir nicht schön: Wir übermitteln nichts ans RAV, und wir erzeugen den amtlichen Nachweis nicht. Es gibt bei uns heute keinen PDF-Export für den Monatsnachweis und kein automatisches Ausfüllen des Job-Room. Am Monatsende überträgst du die Zeilen von Hand in den eService oder auf das Formular. Wer genau dieses Übertragen loswerden will und dafür bezahlen mag, ist mit Easy JobRoom besser bedient — das ist deren Kernfunktion und nicht unsere. Und wer gar kein Konto anlegen will, nimmt Awaso.

Easy JobRoom

Was es ist: ein Schweizer Zusatzwerkzeug des Anbieters Farid Rehila, bestehend aus einer Browser-Erweiterung für Chrome, Edge und Firefox sowie Apps für iOS und Android. Bewerbungen lassen sich aus LinkedIn, Indeed, jobup.ch und jobs.ch übernehmen, werden nach Monat sortiert, und die Erweiterung füllt den Nachweis im Job-Room aus. Die eigene Werbung ist präzise genug, um sie zu zitieren: «Füllen Sie Ihre 12 Job Room-Nachweise in 2 Minuten aus — ein Klick, fertig.»

Was es kostet: gratis für sechs Bewerbungen und drei automatische Ausfüllvorgänge. Danach CHF 7 im Monat, CHF 15 für drei Monate oder CHF 25 für sechs Monate — im Halbjahresabo also gut CHF 4 im Monat. Es ist das einzige Werkzeug auf dieser Liste, für das man überhaupt etwas bezahlen kann.

Für wen es passt: für alle, die im Monat zweistellig viele Bewerbungen verschicken und das Abtippen im Job-Room als die eigentliche Zumutung empfinden. Wer ohnehin auf LinkedIn und Indeed sucht, spart hier am meisten.

Wo es aufhört: Es ist ausdrücklich nicht amtlich. Der Anbieter schreibt selbst: «Easy Job Room ist ein unabhängiger Dienst — nicht mit dem RAV oder der Schweizer Arbeitslosenversicherung verbunden», und die Daten aus der App gehen von sich aus nie ans RAV — das Übermitteln bleibt deine Sache. Im Schweizer App Store steht die App am 28. August 2026 bei 4.2 von 5, allerdings nur aus 27 Bewertungen; Version 2.5.0 vom 5. August 2026, mindestens iOS 15.1, 97.9 MB. Auffällig: Der Store-Eintrag führt als Sprache ausschliesslich Englisch, während die Website in vier Sprachen läuft.

Awaso

Was es ist: ein privates Informationsportal für Stellensuchende, das sich selbst «der unabhängige Wegweiser für Stellensuchende in der Schweiz» nennt, mit einem Arbeitsbemühungen-Tracker als Werkzeug. Pro Eintrag Datum, Firma und Kontaktart, ein Monatsziel, das auf zehn voreingestellt ist, und vor dem 5. des Folgemonats der Knopf «Nachweis als PDF sichern».

Was es kostet: nichts. Die Seite wirbt mit «100 % kostenlos» und «Ohne Konto»; bezahlt werden nur Lebenslauf-Vorlagen, ab CHF 10.

Für wen es passt: für alle, die weder ein Konto anlegen noch eine App installieren wollen, aber am Monatsende ein sauberes PDF in der Hand halten möchten. Es ist der kürzeste Weg von «ich habe mich beworben» zu einem unterschreibbaren Blatt.

Wo es aufhört: Die Daten liegen «ausschliesslich lokal in Ihrem Browser». Das ist datenschutzfreundlich und zugleich die grösste Schwäche — kein zweites Gerät, kein Handy neben dem Laptop, und wer den Browserspeicher leert oder den Rechner wechselt, verliert den Monat. Die Felder sind knapper als die des amtlichen Formulars, Kontaktperson und Pensum fehlen. Und es gibt die Seite nur auf Deutsch: für die Romandie und das Tessin fällt sie damit aus.

jobs.ch

Was es ist: keine RAV-Funktion, sondern die Statusverwaltung im eigenen jobs.ch-Konto. Unter «Meine Bewerbungen» bekommt jede über jobs.ch verschickte Bewerbung einen Status — «Im Gespräch», «Absage erhalten» oder «Jobangebot erhalten» — und lässt sich jederzeit ändern.

Was es kostet: nichts; ein jobs.ch-Konto genügt.

Für wen es passt: für alle, die faktisch fast nur über jobs.ch bewerben und einen Überblick über den Stand wollen, ohne ein weiteres Werkzeug zu öffnen.

Wo es aufhört: Erfasst wird nur, was durch jobs.ch selbst läuft. Direktbewerbungen auf der Website des Betriebs, Telefonate und Initiativbewerbungen tauchen nicht auf — und gerade die zählen für das RAV mit. Es gibt keinen Export, keine Felder für Kontaktperson, Pensum oder Absagegrund und keine Frist-Erinnerung. Als Gedächtnisstütze brauchbar, als Grundlage für den Nachweis allein zu schmal.

Eine eigene Tabelle

Was es ist: Excel, Google Sheets oder LibreOffice Calc, eine Zeile pro Bewerbung — und wenn du die Kopfzeile einmal exakt nach den Spalten des amtlichen Formulars anlegst, ist das Abschreiben am Monatsende reine Mechanik statt Suche.

Was es kostet: LibreOffice Calc und Google Sheets nichts, Excel liegt im Microsoft-365-Abo. Für den Zweck reicht die Gratisvariante.

Für wen es passt: für alle, die ihre Daten wirklich besitzen wollen, offline arbeiten, oder Fälle haben, die kein fertiges Werkzeug vorsieht — Zwischenverdienst, mehrere Pensen nebeneinander, Bewerbungen in zwei Sprachregionen. Eine Tabelle beugt sich jeder Sonderform, eine App nicht.

Wo es aufhört: Nichts erinnert dich, nichts wird übernommen, nichts wird ausgefüllt. Die Tabelle ist genau so gut wie deine Disziplin — und sie ist der Grund, warum die meisten Nachweise am 4. des Folgemonats aus dem Gedächtnis rekonstruiert werden. Dafür gehört sie dir für immer und funktioniert auch dann noch, wenn ein Anbieter zumacht.

Wer welches nehmen sollte

Bist du beim RAV angemeldet und hast Job-Room-Zugang: dort erfassen, laufend, am Tag der Bewerbung. Jede Zeile, die direkt im amtlichen Kanal entsteht, musst du nie übertragen — das ist der einzige echte Zeitgewinn in dieser ganzen Liste. Bewirbst du dich vor allem auf Schweizer Inserate und willst eine Sammelstelle, die dir die Zeile schon vorschreibt: SwissJobs.app, gratis. Willst du das Ausfüllen im Job-Room automatisieren und ist dir das ein Abo wert: Easy JobRoom. Willst du weder Konto noch App, aber ein PDF: Awaso, allerdings nur auf Deutsch. Hast du Sonderfälle, die kein Werkzeug kennt: eine Tabelle.

Nicht in der Liste, aber im Netz zu finden: MatchMyCareer bewirbt einen «RAV Begleiter» in vier Sprachen, schreibt aber auf der eigenen Preisseite, man befinde sich «derzeit in einer begrenzten Alpha-Phase», und nennt keine Preise. Ein Werkzeug ohne öffentlichen Preis und ohne offenen Zugang lässt sich nicht ehrlich mit den anderen vergleichen — wir führen es hier auf, damit du weisst, warum es fehlt.

Und der Satz, der über allen anderen steht: Kein Werkzeug auf dieser Liste ersetzt das Einreichen. Was nach dem 5. Tag des Folgemonats ankommt, «kann nicht mehr berücksichtigt werden, ausser es liegt ein entschuldbarer Grund vor», und wer sich zu wenig um zumutbare Arbeit bemüht, wird je nach Verschulden bis zu 60 Tage in der Anspruchsberechtigung eingestellt. Eine App, die dich daran erinnert, ist Gold wert. Eine App, die dir das Gefühl gibt, damit sei es erledigt, ist gefährlich.

Arbeitsbemühungen-Formular automatisch ausfüllen

Quellen

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Live aus unserem eigenen Index berechnet, nicht aus einer Studie zitiert. Nur Anteile, Stand heute.

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