Englischsprachige Stellen in der Schweiz — welche Jobbörse zeigt sie wirklich?
Aktualisiert:
Kurz gesagt
Keine grosse Schweizer Jobbörse führt englischsprachige Stellen als eigene Kategorie — die Portale unterscheiden sich darin, ob sie die verlangte Sprache überhaupt gespeichert haben. jobs.ch hat den differenziertesten Filter, aber nach seinen eigenen Zählwerten trägt nur gut ein Drittel der Inserate ein Sprachfeld. JobScout24 und LinkedIn haben gar keines. Job-Room speichert die Anforderung, lässt aber nur Arbeitgeber danach suchen. Bei uns tragen zwei Drittel der offenen Inserate eine aus dem Inseratstext ausgelesene Sprachanforderung, und sechzehn Prozent des Bestands sind allein auf Englisch zu bearbeiten.
Die Schweizer Jobportale auf einen Blick
Jeder Link öffnet direkt den Englisch-Filter des jeweiligen Portals, nicht die Startseite. Die Zahlen daneben sind die Trefferzahl vom 10. September 2026.

1. SwissJobs.appUnsere App
3 028 Stellen, bei denen Englisch die Arbeitssprache ist. Gefiltert wird nach dem, was das Inserat VERLANGT, und danach, in welcher Sprache es geschrieben ist, ein Inserat, das Deutsch auf Berufsniveau fordert, erscheint hier nicht. Kostenlos, ohne Konto.

Das einzige reine Englisch-Verzeichnis für die Schweiz: «Find publicly listed, English-speaking job openings in Switzerland», heute 2 124 Stellen. Die Startseite gliedert sie selbst nach Kanton (Zürich 616, Waadt 283, Genf 264) und nach Art, 72 Remote, 344 Teilzeit, 12 mit Visa-Sponsoring. Kein Sprachfilter auf einem grösseren Index, sondern von vornherein nur englischsprachige Inserate.
Stellen nach Beruf, Ort oder Sprache
Tippe einen Beruf, eine Stadt oder eine Sprache, die Seite zeigt die aktuell offenen Inserate dazu.
Nach Beruf
- Berater
- Projektleiter
- Verkauf
- Pflegefachfrau
- Pflege
- Sachbearbeiter
- Account Manager
- Software Engineer
- Öffentliche Verwaltung
- Architekt
- Versicherung
- Koch
71 weitere — Suchbegriff eingrenzen
Nach Sprache
Nach Arbeitsform
Der Grund für den Unterschied ist banal und wird selten gesagt: Auf den grossen Portalen füllt der Arbeitgeber das Sprachfeld beim Aufschalten von Hand aus — oder eben nicht. Bei jobs.ch heisst die häufigste Antwort im Sprachfilter deshalb «nicht angegeben»; sie gilt für rund zwei Drittel des Bestands. Der Filter funktioniert einwandfrei, er sieht nur den kleineren Teil der Inserate. Wer ihn setzt, sortiert nicht die Stellen ohne Englisch weg, sondern alle Stellen, deren Arbeitgeber sich beim Aufschalten keine Zeit genommen hat.
Bei den frischen Inseraten ist das Feld deutlich besser gefüllt: Unter den letzten zweitausend auf jobs.ch aufgeschalteten Stellen nennen 64,8 Prozent eine Sprache. Und genau dort zeigt sich, was «englisch» in einem Sprachfeld bedeutet: 25,4 Prozent dieser Inserate führen Englisch auf, aber nur 5,5 Prozent führen Englisch auf, ohne gleichzeitig eine andere Sprache auf Niveau «fliessend» oder «Muttersprache» zu verlangen. Zwei Drittel der Inserate mit Englisch im Feld verlangen zusätzlich fliessendes Deutsch.
Für die Praxis heisst das: Wer nur Englisch spricht, sucht auf mindestens zwei Portalen. englishjobs.ch beantwortet genau diese Frage und nichts anderes — nach eigener Zählung knapp zweitausend Stellen, die einzige Pflichtsprache Englisch. Das ist die kleinste, aber sauberste Auswahl. jobs.ch bringt die grösste Menge, sobald man den Filter als das nimmt, was er ist: eine Suche im gefüllten Drittel. Und wer RAV-Taggeld bezieht, schaut ohnehin zusätzlich auf Job-Room, weil die Arbeitsbemühungen dort nachgewiesen werden.
Eigene Abrufe vom 4. September 2026. jobs.ch und jobup.ch aus den Zählwerten ihrer eigenen Suche, Job-Room aus einer Stichprobe der öffentlichen Suche, SwissJobs.app aus dem eigenen Bestand offener Inserate ohne Lehrstellen. JobScout24 und LinkedIn führen in der Stellensuche gar kein Sprachfeld.
- jobs.ch führt im Sprachfilter vier Sprachen mit vier Niveaus und zusätzlich die Option «nicht angegeben» — das differenzierteste Filterdesign im Vergleich.
- Nach den eigenen Zählwerten von jobs.ch tragen 64,2 Prozent der Inserate kein Sprachfeld; auf jobup.ch sind es 63,2 Prozent.
- JobScout24 kennt in der Stellensuche kein Sprachfeld: Die Formularfelder sind Volltext, Ort, Region, Umkreis, Pensum, Aktualität und Sortierung. Die Volltextsuche «English» liefert dort 572 Treffer aus einem Bestand von über achtzigtausend Inseraten.
- Job-Room speichert zu jedem Inserat Sprachkenntnisse mit Niveau für Sprechen und Schreiben — und bietet den Filter nur in der Kandidatensuche für Arbeitgeber an, nicht in der Stellensuche.
- In einer Stichprobe von Job-Room-Inseraten sind 94,8 Prozent auf Deutsch verfasst, 3,5 Prozent auf Französisch, 1,4 Prozent auf Englisch und 0,2 Prozent auf Italienisch.
- Bei uns tragen 66,7 Prozent der offenen Inserate eine ausgelesene Sprachanforderung; 23,9 Prozent davon sind allein auf Englisch zu bearbeiten, 43,5 Prozent allein auf Deutsch.
Warum SwissJobs.app für die englische Suche — und wofür die anderen
«Wir verstehen die Schweiz» ist gegenüber jobs.ch oder Job-Room kein Argument; die verstehen sie auch. Der Unterschied liegt allein darin, woher die Sprachanforderung kommt und was danach mit dem gefundenen Inserat passiert.
Die Anforderung wird gelesen, nicht abgewartet — Wir lesen die verlangten Sprachen samt Niveau aus dem Inseratstext aus, statt darauf zu warten, dass der Arbeitgeber ein Feld ausfüllt — deshalb liegt unsere Abdeckung bei zwei Dritteln statt bei einem.
Der Filter schliesst aus, statt zu erwähnen — Ausgewählt «Englisch» heisst bei uns: jede Sprache, die das Inserat auf Berufs- oder Muttersprachenniveau verlangt, ist Englisch. Ein Inserat mit fliessendem Deutsch und etwas Englisch erscheint nicht.
Das Inserat liegt schon im Generator — Aus dem Treffer heraus entsteht der Lebenslauf gegen genau diesen Inseratstext — kein Kopieren zwischen zwei Seiten, weil Stellenindex und Bewerbungswerkzeuge dieselbe Anwendung sind.
Vier Oberflächensprachen, auch Italienisch — Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch mit je eigenen Seiten. jobs.ch leitet /it/ auf die deutsche Fassung um, jobup.ch auf die französische, JobScout24 hat gar keine italienische Fassung.
Das RAV-Formular am Ende der Kette — Erfasste Bewerbungen füllen das offizielle SECO-Formular für den Nachweis der Arbeitsbemühungen. Eingereicht wird es weiterhin so, wie es das eigene RAV verlangt — wir füllen es aus, wir ersetzen den Schritt nicht.
Wie die Portale mit der Sprachanforderung umgehen (Stand 4.9.2026)
| Kriterium | SwissJobs.app | jobs.ch | JobScout24 | Job-Room | englishjobs.ch |
|---|---|---|---|---|---|
| Ausgewiesene InserateJeweils die Angabe des Portals selbst am 4.9.2026. Job-Room zählt die in den letzten 60 Tagen online gestellten Inserate, die anderen den aktuellen Bestand. | über 20 000 | 43 003 | 85 207 | 74 603 | 1 937 |
| Sprachfilter in der StellensucheJob-Room führt einen Sprachfilter, aber in der Kandidatensuche für Arbeitgeber. Stellensuchende können nach Arbeitgeber, Vertragsart, Pensum, «online seit» und Sortierung filtern. | ja, vier Sprachen | ja, vier Sprachen mit vier Niveaus | nein | nein | ja — das ganze Portal ist der Filter |
| Woher die Sprachanforderung stammt | aus dem Inseratstext ausgelesen | Feld, das der Arbeitgeber setzt | — | Feld, das der Arbeitgeber setzt | teils aus der Quelle, teils aus der Inseratsprache geschlossen |
| Inserate mit hinterlegter SprachanforderungBei jobs.ch ist «nicht angegeben» mit 27 619 Inseraten der häufigste Wert des eigenen Sprachfilters. | 66,7 % | 35,8 % | — | 45 % der Stichprobe | nicht ausgewiesen |
| Englisch im Sprachfeld | 46,6 % der Inserate mit Angabe | 3 179 Inserate, 7,4 % des Bestands | — | 1,5 % der Stichprobe | nach eigener Definition alle |
| Allein auf Englisch zu bearbeitenDer Wert für jobs.ch stammt aus den letzten zweitausend aufgeschalteten Inseraten: Englisch im Feld, ohne eine zweite Sprache auf «fliessend» oder «Muttersprache». | 23,9 % der Inserate mit Angabe, 16,0 % des Bestands | 5,5 % der neuen Inserate mit Angabe | nicht ermittelbar | nicht ermittelbar | die gesamte Auswahl |
| Inseratsprache und verlangte Sprache getrennt | ja | ja | nein | ja im Datensatz, nicht in der Suche | teilweise — bei fehlender Angabe wird die Inseratsprache angenommen |
| Volltextsuche «English» als ErsatzEine Volltextsuche findet auch «English teacher» und «English skills an advantage»; sie ist kein Sprachfilter. | nicht nötig | möglich | 572 von 85 207 Inseraten | möglich | nicht nötig |
| Oberflächensprachenjobs.ch/it/ leitet auf die deutsche Fassung um, jobup.ch/it/ auf die französische, jobscout24.ch/it/ antwortet mit 404. Job-Room ist als Bundesangebot viersprachig. | Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch | Deutsch, Französisch, Englisch | Deutsch, Französisch, Englisch | Deutsch, Französisch, Italienisch, Englisch | Englisch |
| Suchen ohne Konto | ja | ja | ja | ja | ja, einzelne Inserate verlangen eine Anmeldung bei der Quelle |
| Werkzeuge am gefundenen Inserat | Lebenslauf und Motivationsschreiben zum Inserat, CV-Check, Interview-Vorbereitung, Bewerbungs-Tracker | Lohnvergleich, Job Coach, Firmenprofile | Ratgeber und Vorlagen zum Herunterladen | ALV-Dienste, Arbeitsbemühungen erfassen | keine |
| Arbeitsbemühungen zählen dort für das RAVDer Nachweis muss so eingereicht werden, wie es das eigene RAV verlangt — über Job-Room oder auf dem kantonalen Formular. | nein — wir füllen nur das offizielle Formular aus | nein | nein | ja, das ist der amtliche Kanal | nein |
Alle Werte am 4. September 2026 ohne Anmeldung von den Portalen selbst gelesen. Indeed Schweiz beantwortete unsere Abrufe mit HTTP 403 und fehlt deshalb, statt geraten zu werden.
SwissJobs.app und jobs.ch im direkten Vergleich
| Funktion | SwissJobs.app | jobs.ch |
|---|---|---|
| Offene Inserate (4.9.2026)jobs.ch führt gut doppelt so viele. Das ist ihr Vorteil und er ist gross. | über 20 000 | 43 003 |
| Sprachfilter vorhanden | ja | ja |
| Niveaus im SprachfilterHier ist ihr Filter feiner als unserer. | Berufs- und Muttersprachenniveau sperren, Konversationsniveau nicht | vier Niveaus einzeln wählbar |
| Filter «Sprache nicht angegeben» | nein | ja |
| Abdeckung des Sprachfelds | 66,7 % | 35,8 % |
| Sprachanforderung mit Niveau je Inserat sichtbar | ja | ja, wo der Arbeitgeber sie gesetzt hat |
| Inseratsprache separat erfasst | ja | ja |
| Lebenslauf zum konkreten Inserat | ja, aus dem Treffer heraus in rund einer Minute | nein |
| Motivationsschreiben zum selben Inserat | ja | nein |
| Lebenslauf-Check gegen ein Inserat | ja | nein |
| Interview-Vorbereitung zum Inserat | ja | nein |
| KI-Prompt, der das Dokument ändert | ja | nein |
| Manuelle Bearbeitung jedes Elements | ja | nein |
| PDF-Export ohne Wasserzeichen | ja | keine eigene Lebenslauf-Software |
| Word-Export (DOCX) ohne Wasserzeichen | ja | Vorlagen im Ratgeber, kein Editor |
| Designvarianten | 54 Varianten: 2 Layouts x 3 Schriften x 9 Akzentfarben | keine |
| Schweizer Konventionen im Dokument | Bewilligungszeile, Sprachniveaus A1–C2, Foto, Pensum in Prozent | im Ratgeber beschrieben |
| Bewerbungs-Tracker | ja | Merkliste im Konto |
| RAV-Formular für die Arbeitsbemühungen | ja, das offizielle SECO-Formular, ausgefüllt aus dem Tracker | nein |
| LohnvergleichZwei verschiedene Quellenarten; ihr Rechner beruht auf Selbstauskünften ihrer Mitglieder, unsere Seiten auf der Bundesstatistik. | Lohnseiten aus der Lohnstrukturerhebung des Bundes | eigener Lohnrechner aus Angaben registrierter Mitglieder |
| Firmenbewertungen | nein | ja |
| Job-Alert per E-Mail | ja, nur mit E-Mail-Adresse | ja, im Konto |
| Oberfläche auf Italienisch | ja | nein, /it/ leitet auf Deutsch um |
| Suchen und filtern ohne Konto | ja | ja |
| Bewerbungswerkzeuge ohne Konto testen | ja, Konto erst beim Speichern und ab dem zweiten Dokument | entfällt |
Was es kostet — für die Person, die sucht
| Leistung | SwissJobs.app | jobs.ch | englishjobs.ch |
|---|---|---|---|
| Stellen suchen und filtern | gratis, ohne Konto | gratis, ohne Konto | gratis, ohne Konto |
| Job-Alert per E-Mail | gratis, nur E-Mail-Adresse | gratis, im Konto | nicht ausgewiesen |
| Inserat ansehenenglishjobs.ch schreibt das in den eigenen FAQ: Ein Teil der übernommenen Inserate liegt auf Portalen, die zum Ansehen eine Registrierung verlangen. | ohne Anmeldung | ohne Anmeldung | einzelne Inserate verlangen eine Anmeldung bei der Quelle |
| Lebenslauf oder Brief erstellen, ohne Konto | ja, Konto erst beim Speichern und ab dem zweiten Dokument | nicht im Angebot | nicht im Angebot |
| Gratis-Stufe mit Konto | 5 Dokumente pro Tag, 10 pro rollender Woche | entfällt | entfällt |
| Testphase | 7 Tage voller Zugang | entfällt | entfällt |
| Danach im Monat | CHF 15, jederzeit kündbar | entfällt | entfällt |
| Danach im Jahr | CHF 95, also CHF 7.92 im Monat | entfällt | entfällt |
Für Stellensuchende ist die Suche auf allen verglichenen Portalen gratis; bezahlt wird auf den grossen Börsen von den Arbeitgebern. Unsere Preise stammen aus dem Code der Bezahlstufe, nicht aus dem Gedächtnis.
Die Frage lautet nicht, welches Portal am meisten hat
Beim Vergleich von Jobbörsen zählt normalerweise die Menge. Für englischsprachige Stellen zählt sie nicht, weil kein Portal diese Stellen als Kategorie führt. Was es gibt, ist ein Datenfeld pro Inserat — die verlangten Sprachen — und die Portale unterscheiden sich vor allem darin, ob dieses Feld gefüllt ist und ob man danach suchen kann. Ein Portal mit doppelt so vielen Inseraten und einem zur Hälfte leeren Sprachfeld zeigt am Ende weniger als ein kleineres, in dem die Anforderung steht.
Deshalb ist die brauchbare Kennzahl nicht die Bestandesgrösse, sondern die Abdeckung: Wie viele Inserate tragen überhaupt eine Sprachanforderung? Bei uns sind es 66,7 Prozent der offenen Inserate. Bei jobs.ch weist der eigene Sprachfilter für den grösseren Teil des Bestands den Wert «nicht angegeben» aus, was 64,2 Prozent entspricht; bei jobup.ch sind es 63,2 Prozent. Auf Job-Room trugen in unserer Stichprobe 45 Prozent der Inserate Sprachkenntnisse. Bei JobScout24 und in der öffentlichen LinkedIn-Stellensuche gibt es das Feld nicht.
Das ist kein Vorwurf an die Arbeitgeber. Wer ein Inserat aufschaltet, füllt zuerst Titel, Ort, Pensum und Text aus; das Sprachfeld ist optional und die Anforderung steht ohnehin im Fliesstext. Für die Suchmaske hat das aber eine harte Folge: Der Filter kann nur sehen, was jemand von Hand eingetragen hat.
jobs.ch: der beste Filter, auf dem kleinsten Teil des Bestands
jobs.ch hat von allen verglichenen Portalen das durchdachteste Filterdesign. Vier Sprachen, vier Niveaus von Grundkenntnissen bis Muttersprache, und zusätzlich der Wert «nicht angegeben», mit dem man die Inserate ohne Angabe gezielt ein- oder ausblenden kann. Wer das Feld nutzt, sucht präziser als bei uns, weil unsere Auswahl eine Checkbox ist und ihre ein Niveau kennt.
Nur ist dieses Feld eben meistens leer. Ihre eigene Zählung am 4. September ordnet dem Wert «nicht angegeben» den grössten Teil des Bestands zu; Deutsch steht bei rund einem Drittel, Englisch bei 7,4 Prozent, Französisch bei 5,9, Italienisch bei 0,5 Prozent. Wer «Englisch» anklickt, sieht also nicht die englischsprachigen Stellen der Schweiz, sondern die Teilmenge, deren Arbeitgeber Englisch eingetragen hat.
Bei den frisch aufgeschalteten Inseraten sieht es besser aus, und das ist die praktisch nützlichste Zahl auf dieser Seite: Unter den letzten zweitausend Aufschaltungen — alles, was am 3. und 4. September dazukam — nennen 64,8 Prozent eine Sprache. Von diesen führen 25,4 Prozent Englisch auf. Aber nur 5,5 Prozent führen Englisch auf, ohne gleichzeitig eine andere Sprache auf «fliessend» oder «Muttersprache» zu verlangen: Von den Inseraten mit Englisch im Feld verlangen 66,6 Prozent zusätzlich fliessendes Deutsch und 15,2 Prozent fliessendes Französisch.
Damit ist auch gesagt, wofür jobs.ch die richtige Wahl ist: für die grösste Auswahl, für alle, die genug Deutsch oder Französisch können, um den Rest des Marktes ohnehin mitzulesen, und für alle, die ein bestimmtes Niveau suchen statt einer Ja/Nein-Antwort. Wer nur Englisch spricht, sollte den Filter setzen und daneben eine zweite Suche laufen lassen, in der das leere Feld nicht bestraft wird.
JobScout24, LinkedIn, Indeed: gar kein Sprachfeld
Bei JobScout24 gibt es in der Stellensuche kein Sprachfeld. Die Suchmaske führt Volltext, Ort, Region, Umkreis, Pensum, Aktualität, Lehrstellen und Sortierung — mehr nicht. Wer dort nach englischsprachigen Stellen sucht, gibt «English» ins Volltextfeld ein und erhält 572 Treffer aus einem Bestand von über achtzigtausend Inseraten. Das ist keine Sprachsuche: Sie findet die Englischlehrerin, das Inserat mit «English skills an advantage» und das englisch verfasste Inserat, das trotzdem fliessendes Deutsch verlangt, gleichermassen.
Die öffentliche LinkedIn-Stellensuche zeigt für «English» in der Schweiz einen gedeckelten Zähler, der bei tausend stehen bleibt, und derzeit vier Filter: Datum, Firma, Easy Apply und «unter 10 Bewerbende». LinkedIn erklärt das auf der Seite selbst: «Where are the filters? You're now using AI-powered job search», und verweist darauf, die Filter vorläufig direkt in die Suchzeile zu tippen. Trotzdem gehört LinkedIn in jede Liste, weil internationale Arbeitgeber dort oft zuerst ausschreiben — nur eben nicht als filterbare Sprachsuche.
Indeed Schweiz beantwortete unsere Abrufe am 4. September mit einem HTTP-Fehler 403. Wir tragen das Portal deshalb nicht mit einer geratenen Antwort in die Tabelle ein, sondern lassen die Zeile weg. Ein geratenes «Nein» wäre in einem Vergleich schlimmer als eine Lücke.
Job-Room: die Daten sind da, die Stellensuche kennt sie nicht
Der interessanteste Fall ist das öffentliche Portal des Bundes. Job-Room speichert zu jedem Inserat Sprachkenntnisse mit getrenntem Niveau für Sprechen und Schreiben — der Arbeitgeber trägt sie beim Aufschalten ein, und in unserer Stichprobe war das Feld bei 45 Prozent der Inserate gefüllt, also häufiger als bei jobs.ch.
In der Stellensuche kann man es nicht benutzen. Die Filter der Stellensuche sind Arbeitgeber, Vertragsart, «online seit», Pensum, Informationsvorsprung und Sortierung. Einen Sprachfilter gibt es im Portal durchaus — aber in der Kandidatensuche, mit der Arbeitgeber nach Personen suchen. Die Sprachkenntnisse sind also erfasst und für die eine Seite des Marktes durchsuchbar, für die andere nicht.
Dazu kommt die Sprache der Inserate selbst. In unserer Stichprobe waren 94,8 Prozent auf Deutsch verfasst, 3,5 Prozent auf Französisch, 1,4 Prozent auf Englisch und 0,2 Prozent auf Italienisch; Englisch wurde in 1,5 Prozent der Inserate überhaupt als Sprachkenntnis genannt. Wer ohne Deutsch sucht, findet auf dem amtlichen Portal also wenig — was kein Mangel des Portals ist, sondern zeigt, wer dort ausschreibt: Personaldienstleister und Betriebe mit Meldepflicht, in der Regel auf Deutsch.
Unabhängig davon bleibt Job-Room für einen Teil der Leserinnen und Leser Pflicht: Wer Arbeitslosenentschädigung bezieht, muss die Arbeitsbemühungen so nachweisen, wie es das eigene RAV verlangt — über Job-Room oder auf dem kantonalen Formular. Unser Formular für die Arbeitsbemühungen füllt das offizielle SECO-Dokument aus den erfassten Bewerbungen aus; eingereicht wird es weiterhin dort. Wir sind eine Hilfe beim Ausfüllen, kein Ersatz für den Nachweis.
englishjobs.ch: das Portal, das genau diese eine Frage beantwortet
englishjobs.ch — die Seite läuft heute unter englishjobsearch.ch — macht nichts anderes als das hier Gesuchte. Der eigene Zähler nannte am 4. September knapp zweitausend Stellen, mit Kantonsseiten von Zürich über die Waadt, Genf, Basel-Stadt und Bern bis zu einstelligen Zahlen in Uri und Obwalden. Die Definition steht in ihren FAQ und ist genau unsere: eine englischsprachige Stelle ist eine, bei der Englisch die einzige zwingende Sprachanforderung ist.
Ehrlicherweise schreiben sie auch die Schwäche dazu: Wenn ein übernommenes Inserat keine Anforderung nennt, nehmen sie an, dass die Sprache des Inserats die verlangte Sprache ist. Genau diese Annahme ist die häufigste Fehlerquelle bei englischsprachigen Stellen — ein englisch geschriebenes Inserat eines Konzerns kann im Anforderungsteil fliessendes Deutsch verlangen. Dazu kommt, dass ein Teil der Inserate auf Portalen liegt, die zum Ansehen eine Registrierung verlangen.
Für wen ist es die richtige Wahl? Für alle, die nur diese eine Frage haben und keine Werkzeuge brauchen: eine kurze, saubere Liste, gratis, ohne Konto, mit einer Kantonsübersicht auf der Startseite. Wer die Auswahl in der Breite braucht, kommt mit knapp zweitausend Stellen nicht weit — das ist ein Bruchteil dessen, was die grossen Börsen führen.
Was wir anders machen — und wo wir verlieren
Unser Unterschied ist die Herkunft der Anforderung: Wir warten nicht auf ein Feld, sondern lesen die verlangten Sprachen samt Niveau aus dem Inseratstext aus. Deshalb tragen 66,7 Prozent der offenen Inserate eine Anforderung, und deshalb lässt sich die Suche als Ausschluss statt als Erwähnung formulieren. Angeklickt «Englisch» heisst: Jede Sprache, die das Inserat auf Berufs- oder Muttersprachenniveau verlangt, ist Englisch. Deutsch «von Vorteil» oder auf Konversationsniveau schliesst nicht aus — sonst bliebe fast nichts übrig. Von den Inseraten mit Angabe erfüllen 23,9 Prozent diese Bedingung für Englisch, 43,5 Prozent für Deutsch, 11,1 Prozent für Französisch und 1,5 Prozent für Italienisch.
Und hier die andere Seite, ohne die die erste nichts wert ist: Unsere Anforderung ist eine Lesart, keine Erklärung des Arbeitgebers. Wo jobs.ch ein Feld zeigt, das der Betrieb selbst gesetzt hat, zeigen wir, was im Text steht — das deckt mehr ab und ist im Einzelfall angreifbarer. Unser Bestand ist ausserdem rund halb so gross wie der von jobs.ch und rund ein Viertel von JobScout24, und er ist anders zusammengesetzt: mehr internationale Arbeitgeber, weniger lokales Gewerbe. Ein Teil unseres höheren Englisch-Anteils ist genau das und nicht ein besserer Blick auf denselben Markt.
Die praktische Konsequenz ist unspektakulär: Für die englische Suche sind wir das genauere Werkzeug, für die vollständige Marktübersicht ist es jobs.ch. Zwei Suchen dauern zusammen weniger lang als eine Bewerbung, die an einer Zeile im Anforderungsteil scheitert.
Wie man in der Praxis sucht, in welcher Reihenfolge
Erstens: die Suche zweimal aufsetzen, einmal mit Sprachfilter und einmal ohne. Der Filter zeigt die geprüften Treffer, die zweite Runde die Inserate, bei denen niemand etwas eingetragen hat — die sind weder versprochen noch ausgeschlossen und werden am schnellsten übersehen.
Zweitens: bei jedem Treffer die Anforderungszeile lesen, bevor man etwas schreibt. Die Sprache, in der ein Inserat verfasst ist, sagt wenig darüber, in welcher Sprache gearbeitet wird; das ist bei internationalen Arbeitgebern der Regelfall und nicht die Ausnahme.
Drittens: das Dossier auf Schweizer Konventionen bringen, sobald etwas passt. Sprachkenntnisse werden hier als Niveau angegeben — B2, C1 — und nicht als «fliessend»; das Pensum steht in Prozent; wer keinen Schweizer Pass und keine Niederlassung hat, nennt die Bewilligung; Arbeitszeugnisse gehören ins Dossier. Diese vier Punkte kosten zehn Minuten und entscheiden häufiger als die Wahl der Jobbörse.
Viertens, für Bezugsberechtigte: Was auf einem Portal gefunden und beworben wurde, muss als Arbeitsbemühung so nachgewiesen werden, wie es das eigene RAV verlangt. Die Suche ist frei, der Nachweis nicht.
Alle Angaben zu den Portalen stammen aus eigenen Abrufen vom 4. September 2026 ohne Anmeldung. Bestandes- und Sprachwerte von jobs.ch und jobup.ch aus den Zählwerten ihrer eigenen öffentlichen Suche; die Auswertung «neue Inserate» liest die letzten zweitausend dort aufgeschalteten Stellen, also alles vom 3. und 4. September, und ist damit eine Momentaufnahme des Zulaufs, nicht des ganzen Bestands. Job-Room aus einer Stichprobe von rund zweieinhalbtausend der in den letzten 60 Tagen veröffentlichten Inserate; die Filterliste stammt aus der Oberflächendatei des Portals selbst. JobScout24 aus Suchmaske und Trefferseite, LinkedIn aus der öffentlichen Stellensuche ohne Anmeldung, englishjobs.ch aus Startseite und FAQ. Indeed Schweiz antwortete mit HTTP 403 und fehlt deshalb. Unsere eigenen Werte stammen aus dem Bestand offener Schweizer Inserate am selben Tag, ohne Lehrstellen, ausgewertet mit derselben Regel, die der Sprachfilter der Website verwendet; publiziert werden Anteile. Zahlen und Funktionen ändern sich: Vor einer Entscheidung selbst nachlesen.
Quellen
- jobs.ch — Stellensuche (abgerufen 04.09.2026)
- JobScout24 — Stellensuche (abgerufen 04.09.2026)
- Job-Room — Stellensuche des Bundes (abgerufen 04.09.2026)
- arbeit.swiss — RAV, Arbeitslosenversicherung (abgerufen 04.09.2026)
- englishjobs.ch — Startseite und FAQ (abgerufen 04.09.2026)
- Bundesamt für Statistik — Sprachen, Erhebung 2024 (abgerufen 04.09.2026)
Verwandte Fragen
Was unser Stellenindex über den Schweizer Markt sagt
Live aus unserem eigenen Index berechnet, nicht aus einer Studie zitiert. Nur Anteile, Stand heute.
Sprache der Inserate
- Deutsch
- 60%
- English
- 23%
- Français
- 13%
- Italiano
- 3%
Von den Inseraten mit Sprachanforderung verlangen
- Deutsch
- 70%
- English
- 43%
- Français
- 21%
- Italiano
- 3%
19% in den letzten 7 Tagen ausgeschrieben · Grösste Märkte: Zürich 18% · Bern 10% · Genève 5% · Basel 5%



