Wo in der Schweiz gibt es die meisten offenen Stellen?
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Wo in der Schweiz gibt es die meisten offenen Stellen?
Kurz gesagt
Zürich führt mit deutlichem Abstand: Etwa ein Sechstel aller Schweizer Inserate entfällt auf die Stadt und ihr unmittelbares Umfeld. Danach folgen Bern mit rund acht Prozent, Basel mit gut sechs, Genf mit gut fünf, Luzern mit gut drei und Lausanne mit knapp drei Prozent. Zusammen tragen diese sechs Städte rund vier von zehn ausgeschriebenen Stellen des Landes.
Diese Konzentration ist die eine Hälfte der Antwort. Die andere wird selten erzählt: Rund ein Fünftel aller Inserate verteilt sich auf mehr als tausend Orte mit jeweils nur einer Handvoll Ausschreibungen. Der Schweizer Stellenmarkt hat einen sehr langen Schwanz, und in ihm ist der Wettbewerb pro Stelle systematisch geringer.
Für die Suche folgt daraus eine unbequeme Erkenntnis: «Wo gibt es am meisten Stellen» und «wo habe ich die besten Chancen» sind zwei verschiedene Fragen. Die Orte mit den meisten Inseraten sind auch die Orte, an die sich die meisten bewerben.
Anteil aller erfassten Inserate je Ort, Schreibvarianten zusammengefasst. Laufende Auswertung, Stand August 2026.
- Die sechs grössten Städte tragen zusammen rund 41 Prozent aller Inserate, die zehn grössten rund 48 Prozent.
- Rund ein Fünftel aller Inserate liegt in Orten mit jeweils weniger als zwei Dutzend Ausschreibungen.
- Die Inserate verteilen sich insgesamt auf weit über tausend verschiedene Orte.
- Zürich hat den grössten Markt, aber den tiefsten Teilzeitanteil unter den grossen Städten.
- Genf hat den höchsten Anteil an Stellen, für die keine Landessprache verlangt wird.
Die Rangliste — und was sie verschweigt
Die Reihenfolge folgt weitgehend der Wirtschaftsgeografie des Landes. Zürich als Finanz-, Versicherungs- und Technologiezentrum liegt mit rund einem Sechstel aller Inserate klar vorn. Bern folgt auf Rang zwei, was viele überrascht — es erklärt sich aus der Bundesverwaltung, den bundesnahen Betrieben, dem Gesundheitswesen und der Rolle als Kantonshauptort mit grossem Einzugsgebiet.
Basel liegt dank Pharma, Chemie und Logistik auf Rang drei, Genf mit internationalen Organisationen, Finanzplatz und Handel auf Rang vier. Luzern und Lausanne folgen als starke regionale Zentren, danach Freiburg, St. Gallen, Neuenburg und Winterthur.
Was diese Rangliste verschweigt, ist die Grösse relativ zur Bevölkerung. Bern, Basel und Luzern erscheinen im Verhältnis zu ihrer Einwohnerzahl stärker, als es die absolute Zahl vermuten lässt, weil sie Verwaltungs- und Gesundheitszentren für weite Regionen sind. Zürich dagegen zieht Bewerbungen aus dem ganzen Land an — die Zahl der Inserate wächst dort, aber die Zahl der Mitbewerbenden pro Stelle wächst mit.
Ein zweiter blinder Fleck: Ein Ortsname im Inserat ist nicht immer der Arbeitsort. Konzerne schreiben regelmässig unter der Hauptsitzadresse aus, obwohl die Stelle an einem anderen Standort angesiedelt ist. Lies deshalb bei grossen Arbeitgebern immer den Fliesstext, bevor du eine Stelle wegen der Distanz aussortierst.
Warum die meisten Stellen nicht die besten Chancen sind
Die Zahl der Inserate an einem Ort sagt nichts darüber, wie viele Menschen sich auf jede einzelne davon bewerben. Und genau dieses Verhältnis entscheidet über deine Chancen.
In den grossen Zentren fällt beides zusammen: viele Stellen und viele Bewerbende, verstärkt durch Zuzug, Pendelverkehr und die Bereitschaft, für eine Stelle in Zürich eine Stunde Anfahrt hinzunehmen. In einem mittelgrossen Zentrum ist die Zahl der Ausschreibungen kleiner, der Kreis der Bewerbenden aber überproportional kleiner, weil weniger Menschen dorthin pendeln wollen.
Das zeigt sich auch in den Merkmalen der Inserate. Die kleineren und mittleren Zentren haben deutlich höhere Teilzeitanteile als Zürich und Genf, und sie sind stärker von Gesundheitswesen, Bildung, Verwaltung und Gewerbe geprägt — Bereichen mit anhaltendem Personalmangel. Wo Personal fehlt, ist die Hürde für eine Bewerbung niedriger.
Die praktische Regel lautet daher: Nimm die grossen Zentren in die Suche, aber mach sie nicht zur Suche. Ein Radius, der neben Zürich auch Winterthur, Baden, Aarau, Zug und Olten umfasst, vergrössert die Zahl der erreichbaren Stellen nur mässig — er verändert aber das Verhältnis von Stellen zu Mitbewerbenden spürbar zu deinen Gunsten.
Der lange Schwanz ist ein Fünftel des Marktes
Über tausend Orte tragen jeweils nur wenige Ausschreibungen — zusammen aber rund ein Fünftel aller Inserate. Das ist mehr, als die vier grössten Städte nach Zürich zusammen ausmachen.
Dieser Teil des Marktes wird von Suchenden systematisch übersehen, weil er sich nicht über einen Ortsnamen finden lässt. Wer nach «Zürich» sucht, findet Zürich. Wer eine Stelle in einer Gemeinde im Aargau, im Thurgau oder im Wallis finden will, muss über den Kanton oder über einen Umkreis suchen — sonst sieht er sie nie.
Genau dort sitzen viele der Arbeitgeber, die am dringendsten suchen: regionale Spitäler und Heime, Gemeindeverwaltungen, Schulen, Industriebetriebe mit einem einzigen Standort, Gewerbebetriebe. Sie inserieren selten, sie inserieren lange, und sie bekommen weniger Bewerbungen als ein vergleichbarer Betrieb in der Stadt.
Wenn du örtlich flexibel bist — und sei es nur um zwanzig Minuten Anfahrt —, ist die Umkreissuche statt der Ortssuche die wirksamste einzelne Änderung an deiner Suchstrategie.
Die Sprachregionen sind verschiedene Märkte
Die Deutschschweiz stellt den mit Abstand grössten Teil der Ausschreibungen, gefolgt von der Romandie; das Tessin ist deutlich kleiner. Das entspricht ungefähr der Bevölkerungsverteilung, aber die Märkte unterscheiden sich in ihrer Struktur stärker, als es die blosse Grösse nahelegt.
In der Romandie ist der Anteil der Stellen, für die keine Landessprache verlangt wird, am höchsten — Genf liegt hier vor allen Deutschschweizer Städten. Wer international sucht, findet dort anteilig mehr. In der Deutschschweiz dagegen ist der Markt breiter aufgestellt, mit mehr Industrie, mehr Gewerbe und einem grösseren Teilzeitangebot.
Für dich ist die entscheidende Frage nicht, welche Region am meisten Stellen hat, sondern welche zu deinem Sprachprofil passt. Ein solides Französisch öffnet einen Markt, in dem viele Deutschschweizer Bewerbende gar nicht antreten — und umgekehrt gilt dasselbe.
Das Tessin ist ein Sonderfall: klein, stark auf Gesundheitswesen, Tourismus, Handel und Finanzdienstleistungen ausgerichtet, mit Italienisch als Arbeitssprache und einer engen Verflechtung mit dem norditalienischen Grenzraum. Wer Italienisch spricht, hat dort wenig Konkurrenz aus dem Rest des Landes.
Wie du deinen Suchradius setzt
Beginne mit der Zeit, nicht mit dem Ort. Lege fest, wie lange du täglich pendeln willst, und übersetze das in einen Umkreis. In der Schweiz sind das dank des Bahnnetzes oft mehr Kilometer, als eine Autokarte vermuten lässt — von Zürich aus liegen Zug, Baden, Winterthur, Aarau und Luzern in einem Radius, den viele nicht als pendelbar einschätzen.
Suche dann über diesen Umkreis statt über einen einzelnen Ortsnamen. Damit erfasst du automatisch den langen Schwanz, der über die Ortssuche unsichtbar bleibt.
Prüfe bei jeder interessanten Stelle den tatsächlichen Arbeitsort im Fliesstext, besonders bei grossen Arbeitgebern. Und prüfe umgekehrt, ob eine Stelle in einem kleineren Zentrum nicht sogar bequemer erreichbar ist als eine in der Stadt, in der du zusätzlich den Weg vom Bahnhof rechnen musst.
Und lass dir neue Inserate für deinen Umkreis automatisch melden. Gerade im langen Schwanz erscheinen Ausschreibungen unregelmässig — die Wahrscheinlichkeit, sie durch gelegentliches Nachsehen zu entdecken, ist gering.
Was Betroffene berichten
Aus dem Schweizer Markt wird derzeit wiederkehrend berichtet, dass auch gut qualifizierte Fachleute mit überzeugendem Lebenslauf mehrere Monate suchen. Das passt zum Befund einer starken Konzentration: Dort, wo die meisten Stellen ausgeschrieben sind, ist auch das Bewerberfeld am grössten.
Wiederkehrendes Thema in LinkedIn-Beiträgen zur aktuellen Lage auf dem Schweizer Arbeitsmarkt, ausgewertet im August 2026.
Regelmässig wird darauf hingewiesen, dass ein erheblicher Teil der Stellen nie breit ausgeschrieben werde und der Zugang über persönliche Kontakte laufe. Für kleinere Orte und regionale Arbeitgeber ist diese Beobachtung besonders plausibel, weil dort ohnehin seltener und weniger breit inseriert wird.
Wiederkehrende Behauptung in deutschsprachigen LinkedIn-Beiträgen zur Stellensuche, in der Grössenordnung uneinheitlich und nicht belegt, ausgewertet im August 2026.
Anteile aus unserer laufenden Auswertung der von uns erfassten Schweizer Stelleninserate, Stand August 2026. Grundlage ist die Ortsangabe des Inserats, wobei Schreibvarianten desselben Orts zusammengefasst wurden; der im Inserat genannte Ort entspricht nicht immer dem tatsächlichen Arbeitsort. Wir veröffentlichen Anteile, keine absoluten Bestandszahlen.
Welche Region hat die meisten Stellen?
Kurz gesagt
Nach der Beschäftigungsstatistik des Bundes entfallen im zweiten Quartal 2026 rund 24,1 Prozent aller offenen Stellen der Schweiz auf die Grossregion Zürich — mehr als auf jede andere. Gemessen an den Stellen, die es in der Region überhaupt gibt, führt Zürich jedoch nicht: Die Quote der offenen Stellen liegt in der Zentralschweiz bei 2,10 und in der Ostschweiz bei 2,06 Prozent, in Zürich bei 1,99. «Am meisten» hat also zwei Antworten, und für deine Bewerbung zählt die zweite.
Der Unterschied ist kein Zahlenspiel. Die erste Rangliste sagt dir, wo viele Inserate stehen — und damit auch, wo viele andere Bewerbungen schreiben. Die zweite sagt dir, wie viel Bewegung in einem regionalen Arbeitsmarkt steckt: Sie misst, welcher Anteil aller Stellen einer Region gerade unbesetzt ist. Schweizweit sind das 1,70 Prozent.
Eine dritte Zahl trennt die Regionen noch schärfer, und sie wird selten zitiert: wie oft Betriebe melden, dass sie jemanden gar nicht gefunden haben. Dort liegen Ostschweiz und Zentralschweiz vorn und die Region lémanique am Ende — genau umgekehrt zum Bild, das die Zahl der Inserate erzeugt.
Anteil der unbesetzten an allen Stellen einer Grossregion, zweites Quartal 2026. Quelle: Beschäftigungsstatistik des Bundesamts für Statistik. Schweiz gesamt: 1,70 Prozent.
- Nach Zahl der offenen Stellen führt Zürich mit 24,1 Prozent, vor Espace Mittelland 16,8, Region lémanique 15,6, Ostschweiz 15,0, Nordwestschweiz 14,4, Zentralschweiz 12,4 und Ticino 1,7 Prozent.
- Nach Quote der offenen Stellen dreht sich die Reihenfolge: Zentralschweiz 2,10 Prozent, Ostschweiz 2,06, Zürich 1,99, Nordwestschweiz 1,87, Espace Mittelland 1,44, Region lémanique 1,36, Ticino 0,67 — schweizweit 1,70.
- In der Ostschweiz melden 7,0 Prozent der Betriebe, Personal mit Berufslehre nur schwer gefunden zu haben, und 2,3 Prozent gar nicht — beides die höchsten Werte des Landes. In der Region lémanique sind es 2,9 und 0,9 Prozent, die tiefsten.
- In den von uns erfassten Inseraten ist die Ostschweiz stark untervertreten: rund 10,6 Prozent, gegenüber 15,0 Prozent der amtlich gezählten offenen Stellen. Wer nur online sucht, sieht diesen Markt zu klein.
- Die sieben Grossregionen sind seit 1997 für die Schweizer Statistik verbindlich und entsprechen den NUTS-2-Regionen von Eurostat. «Region» ist also keine Geschmacksfrage, sondern eine Definition.
Was in der Schweiz «Region» heisst
Bevor man Regionen vergleicht, muss klar sein, welche gemeint sind. Das Bundesamt für Statistik formuliert es so: «Für regionale und internationale Vergleiche wurden auf Basis der Kantone sieben Grossregionen geschaffen. Diese sind mit den NUTS 2 von EUROSTAT (Statistikamt der europäischen Union) und den TL-2 Regionen der OECD deckungsgleich. Seit 1997 sind sie für die Schweizer Statistik zudem verbindlich.»
Die sieben sind Region lémanique (Genf, Waadt, Wallis), Espace Mittelland (Bern, Freiburg, Jura, Neuenburg, Solothurn), Nordwestschweiz (Aargau, Basel-Landschaft, Basel-Stadt), Zürich (nur der Kanton Zürich), Ostschweiz (Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Glarus, Graubünden, St. Gallen, Schaffhausen, Thurgau), Zentralschweiz (Luzern, Nidwalden, Obwalden, Schwyz, Uri, Zug) und Ticino (nur das Tessin).
Schon die Zuschnitte erklären einen Teil der Zahlen. Espace Mittelland umfasst 632 Gemeinden, die Region lémanique 467, die Ostschweiz 309, die Nordwestschweiz 285 — der Kanton Zürich dagegen 160, die Zentralschweiz 157 und das Tessin 100. Zürich ist die dichteste der sieben Regionen, nicht die grösste: Es bringt fast einen Viertel der offenen Stellen auf einem der kleinsten Gebiete auf.
Die Rangliste nach Zahl der offenen Stellen
Im zweiten Quartal 2026 verteilen sich die offenen Stellen der Schweiz so: Zürich 24,1 Prozent, Espace Mittelland 16,8, Region lémanique 15,6, Ostschweiz 15,0, Nordwestschweiz 14,4, Zentralschweiz 12,4 und Ticino 1,7 Prozent. Das ist die Antwort auf die Frage, wie sie meistens gemeint ist — und sie ist eindeutig: Zürich.
Bemerkenswert ist aber, wie eng es dahinter zugeht. Zwischen Espace Mittelland auf Rang zwei und Zentralschweiz auf Rang sechs liegen keine vier Prozentpunkte. Vier Regionen teilen sich das Mittelfeld fast gleichmässig auf, und keine davon ist in der öffentlichen Wahrnehmung ein Arbeitsmarktschwergewicht. Wer nur Zürich, Bern, Basel und Genf im Kopf hat, unterschätzt drei von sieben Regionen systematisch.
Der Ausreisser nach unten ist das Tessin mit 1,7 Prozent. Das ist weniger als ein Vierzehntel des Zürcher Anteils, und es ist auch relativ zur Bevölkerung wenig. Der Tessiner Arbeitsmarkt ist der einzige der sieben, den man ohne Mobilität oder Grenzgängerperspektive kaum als eigenständige Suchregion behandeln kann.
Die Rangliste nach Quote — und warum sie mehr sagt
Die Quote der offenen Stellen setzt die unbesetzten Stellen ins Verhältnis zu allen Stellen einer Region. Sie beantwortet damit die Frage, die einen Bewerbenden eigentlich interessiert: Wie viel ist hier gerade in Bewegung? Schweizweit liegt sie im zweiten Quartal 2026 bei 1,70 Prozent.
Regional sieht es so aus: Zentralschweiz 2,10 Prozent, Ostschweiz 2,06, Zürich 1,99, Nordwestschweiz 1,87, Espace Mittelland 1,44, Region lémanique 1,36 und Ticino 0,67. Zürich, das nach Zahl der Inserate mit Abstand führt, liegt nach diesem Mass nur auf Rang drei. Und die beiden Regionen davor — Zentralschweiz und Ostschweiz — führen kaum jemand als erste Suchregion im Kopf.
Der Abstand zwischen Spitze und Schluss ist gross. Die Quote der Zentralschweiz ist mehr als das Dreifache der Tessiner. Zwischen Zentralschweiz und Region lémanique liegt der Faktor rund anderthalb. Das ist mehr Unterschied, als die meisten Wechselüberlegungen berücksichtigen — und er ist über die Grenze einer Grossregion hinweg oft in Pendeldistanz erreichbar.
Wo die Betriebe niemanden finden
Dieselbe Erhebung fragt die Betriebe auch, wie es mit der Rekrutierung gelaufen ist. Für Personal mit Berufslehre — der grösste Qualifikationsblock des Landes — geben im zweiten Quartal 2026 schweizweit 4,5 Prozent der Betriebe an, jemanden nur schwer gefunden zu haben, und 1,6 Prozent, gar niemanden gefunden zu haben.
Regional ist die Spanne erheblich. In der Ostschweiz sind es 7,0 Prozent «schwer» und 2,3 Prozent «gar nicht» — die höchsten Werte des Landes. Es folgen Nordwestschweiz mit 5,2 und 1,7, Zürich mit 4,7 und 2,0, Zentralschweiz mit 4,5 und 2,1. Am unteren Ende steht die Region lémanique mit 2,9 und 0,9 Prozent.
Damit ist die Landkarte doppelt gedreht. Die Region mit den meisten Inseraten ist nicht die mit der höchsten Quote, und die Region mit der höchsten Quote ist auch die, in der Betriebe am häufigsten scheitern. Für ein Profil mit Berufslehre ist die Ostschweiz nach beiden amtlichen Massen der Markt mit dem günstigsten Verhältnis — und die Romandie der mit dem ungünstigsten.
Was unsere eigenen Inserate zeigen — und wo sie danebenliegen
Wir haben jedes von uns erfasste offene Schweizer Inserat über das amtliche Gemeindeverzeichnis des Bundes einer Grossregion zugeordnet; für rund 93,5 Prozent gelingt das eindeutig. Das Ergebnis: Zürich 24,5 Prozent, Espace Mittelland 20,9, Region lémanique 17,2, Nordwestschweiz 14,1, Zentralschweiz 11,0, Ostschweiz 10,6 und Ticino 1,6 Prozent.
Für Zürich, die Nordwestschweiz und das Tessin deckt sich das fast exakt mit den amtlichen Anteilen. Zwei Regionen weichen deutlich ab, und in beide Richtungen: Espace Mittelland ist bei uns rund ein Viertel stärker vertreten, als es der amtliche Anteil erwarten liesse, die Ostschweiz dagegen nur zu rund sieben Zehnteln. 15,0 Prozent der offenen Stellen des Landes stehen dort — aber nur 10,6 Prozent der Inserate.
Das ist ein Befund über Stellenportale, nicht über die Ostschweiz. Ein erheblicher Teil dieses Marktes wird über Kanäle besetzt, die auf keiner Plattform auftauchen: regionale Betriebe, die schon immer über die Gemeinde, den Verband oder das eigene Fenster suchen. Wer die Ostschweiz allein über Inserate beurteilt, unterschätzt sie um rund einen Drittel — und das gilt für jede Plattform, unsere eingeschlossen.
Wie lange die Inserate offen bleiben
Ein letztes Mass, diesmal wieder aus unseren eigenen Daten: Wie viele Inserate stehen nach dreissig Tagen noch? Über alle erfassten offenen Stellen sind das rund 50,5 Prozent. Regional reicht die Spanne von 44,2 Prozent in der Nordwestschweiz und 47,0 in Zürich bis zu 55,3 in der Zentralschweiz, 55,6 in der Region lémanique und 64,9 Prozent im Tessin.
Die Zahl lässt sich in beide Richtungen lesen, und beides stimmt. Ein Inserat, das lange steht, hat niemanden gefunden — das spricht für den Bewerbenden. Es kann aber auch heissen, dass in dieser Region insgesamt wenig nachfliesst und derselbe Bestand länger sichtbar bleibt. Für das Tessin, das zugleich die tiefste Quote des Landes hat, ist eher die zweite Lesart die richtige.
In Zürich und der Nordwestschweiz dreht der Bestand am schnellsten. Praktisch heisst das: In diesen beiden Regionen lohnt es sich, häufig zu schauen, weil das, was heute steht, in vier Wochen zur Hälfte weg ist. In der Zentralschweiz und der Region lémanique bringt tägliches Nachsehen weniger — dort ist die Vollständigkeit der Suche wichtiger als ihre Frequenz.
Was das für deine Suche heisst
Wenn du die Region frei wählen kannst und ein Profil mit Berufslehre oder höherer Berufsbildung hast, sprechen alle drei amtlichen Masse in dieselbe Richtung: Zentralschweiz und Ostschweiz. Hohe Quote, häufige Rekrutierungsschwierigkeiten, und im Fall der Ostschweiz ein Markt, der online kleiner wirkt, als er ist.
Wenn du an Zürich gebunden bist, ist die Nachricht nicht schlecht — der Markt ist der grösste des Landes und dreht am schnellsten. Nur ist er eben auch der, den alle anderen zuerst anschauen. Der Aufwand pro Bewerbung ist dort höher, nicht die Zahl der Stellen tiefer.
Und wenn du in der Romandie oder im Tessin suchst, ist die ehrliche Auskunft: Beide Regionen haben die tiefsten Quoten des Landes, und in beiden melden Betriebe am seltensten, dass sie niemanden gefunden haben. Das heisst nicht, dass dort nichts geht — es heisst, dass Sprache und Mobilität dort einen grösseren Teil des Ergebnisses erklären als die reine Zahl der Inserate. Wer Deutsch mitbringt, hat über die Sprachgrenze hinweg eine zweite Rangliste zur Verfügung, und die sieht deutlich besser aus.
Anteile, Quoten und Rekrutierungsangaben nach Grossregion aus der Beschäftigungsstatistik des Bundesamts für Statistik, zweites Quartal 2026, veröffentlicht am 27. August. Die Angaben zu unseren Inseraten sind Anteile aus einer laufenden Auswertung der von uns erfassten offenen Schweizer Stellen, Stand August 2026; jedes Inserat wurde über das amtliche Gemeindeverzeichnis des Bundes einer Grossregion zugeordnet, für rund 93,5 Prozent gelingt das eindeutig. Wir veröffentlichen Anteile, keine absoluten Bestandszahlen.
Quellen
- Bundesamt für Statistik — Arbeit und Erwerb
- SECO / arbeit.swiss — Informationen für Stellensuchende
- Bundesamt für Statistik — Offene Stellen (Beschäftigungsstatistik)
- Bundesamt für Statistik — Offene Stellen nach Grossregion (Tabelle)
- Bundesamt für Statistik — Betriebe nach Schwierigkeiten bei der Personalrekrutierung, Grossregion und Ausbildungsniveau
- Bundesamt für Statistik — Grossregionen (Nomenklatur)
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Was unser Stellenindex über den Schweizer Markt sagt
Live aus unserem eigenen Index berechnet, nicht aus einer Studie zitiert. Nur Anteile, Stand heute.
Sprache der Inserate
- Deutsch
- 60%
- English
- 23%
- Français
- 13%
- Italiano
- 3%
Von den Inseraten mit Sprachanforderung verlangen
- Deutsch
- 70%
- English
- 43%
- Français
- 21%
- Italiano
- 3%
19% in den letzten 7 Tagen ausgeschrieben · Grösste Märkte: Zürich 18% · Bern 10% · Genève 5% · Basel 5%