Wo finde ich Ingenieurstellen — und warum sind zwei von drei «Engineer»-Treffern gar keine?
Aktualisiert:
Kurz gesagt
Ingenieurstellen machen rund 4 Prozent der von uns erfassten offenen Schweizer Inserate aus, und sie sind schwerer zu finden, als diese Zahl vermuten lässt. 11,5 Prozent aller Inserate führen ein Ingenieurwort im Titel — nur meint bloss gut ein Drittel davon einen Ingenieurberuf ausserhalb der Informatik. Wer «Engineer» eintippt, bekommt in 27,8 Prozent der Treffer eine Ingenieurstelle und sonst Software. Wer «Ingenieur» eintippt, liegt zu 90,6 Prozent richtig, sieht aber nur 27,5 Prozent des Feldes.
Die Schweizer Jobportale auf einen Blick
Bild anklicken für die grosse Ansicht. Was jedes Portal wirklich ist, steht daneben.

1. SwissJobs.appUnsere App
Über 21 000 offene Schweizer Stellen aus ATS-Systemen, Firmenseiten und LinkedIn an einem Ort — und aus jedem Inserat heraus direkt Lebenslauf, Motivationsschreiben, CV-Check und Interviewvorbereitung. Das RAV-Formular für die Arbeitsbemühungen füllt sich aus dem Bewerbungstracker. Kostenlos nutzbar, Konto erst beim Speichern.
Stellen nach Beruf, Ort oder Sprache
Tippe einen Beruf, eine Stadt oder eine Sprache, die Seite zeigt die aktuell offenen Inserate dazu.
Nach Beruf
- Berater
- Projektleiter
- Verkauf
- Pflegefachfrau
- Pflege
- Sachbearbeiter
- Account Manager
- Software Engineer
- Öffentliche Verwaltung
- Architekt
- Versicherung
- Koch
71 weitere — Suchbegriff eingrenzen
Nach Sprache
Nach Arbeitsform
Der Ausweg ist die Disziplin. «Bauingenieur» trifft in unserer Erfassung zu 100 Prozent, «Mechanical» zu 72,7, «Automation» zu 40,2 Prozent — und zusammengenommen decken die Disziplinwörter ab, was ein einzelnes Berufsfeldwort nie erreicht. Die drei Landessprachvarianten Ingenieur, ingénieur und ingegnere zusammen kommen auf 80,4 Prozent Trefferqualität, finden aber nur ein gutes Drittel der Stellen: Zwei Drittel der Ingenieurinserate sind englisch betitelt.
Die zweite Hälfte der Antwort ist der Absender. Ingenieurinserate kommen aus deutlich weniger Häusern als ein gleich grosser Ausschnitt des übrigen Marktes: 2,09 offene Stellen pro Arbeitgeber gegenüber 1,70, und 36,1 Prozent der Inserate stehen bei Arbeitgebern mit fünf oder mehr offenen Ingenieurstellen gegenüber 24,6 Prozent. Ingenieure werden schubweise gesucht. Wer die zwei Dutzend Firmen kennt, die gerade eine Welle fahren, sieht den grösseren Teil des Angebots ohne jede Suche.
Und die Liste dreht langsam. Ein Ingenieurinserat ist im Median 30 Tage alt, bei Endarbeitgebern 36, im übrigen Markt 22 — und 39,6 Prozent der Inserate von Endarbeitgebern sind älter als zwei Monate. In diesem Feld ist ein sechs Wochen altes Inserat der Normalfall und kein Hinweis auf eine vergebene Stelle.
Anteil der erfassten offenen Ingenieurinserate je Disziplin, zugeordnet über Titel und Inseratstext. Laufende Auswertung der von uns erfassten offenen Schweizer Inserate, Stand August 2026.
- Von den Ingenieurinseraten mit erkennbarer Sprache sind 47,5 Prozent auf Deutsch und 43,6 Prozent auf Englisch verfasst; im übrigen Markt sind es 25 Prozent englisch. Französisch kommt auf 8,4, Italienisch auf 0,4 Prozent.
- Der Englischanteil hängt fast vollständig an der Disziplin: Forschung und Entwicklung 77,1 Prozent, Qualität und Validierung 64,4, Maschinenbau 57,7, Automation 43,6, Elektrotechnik 21,2 — und Bauingenieurwesen 4,8 Prozent. Bau ist das deutscheste Teilfeld des Ingenieurmarkts.
- Bei den Sprachanforderungen dreht sich das übliche Verhältnis um: 68,7 Prozent der Ingenieurinserate mit Sprachangabe verlangen Englisch, 60,6 Prozent Deutsch. Im übrigen Markt sind es 69 Prozent Deutsch und 39,1 Prozent Englisch.
- Englisch geschriebene Ingenieurinserate nennen Deutsch nur in 21,3 Prozent der Fälle überhaupt als Anforderung — und wenn, dann in 38,1 Prozent bloss auf Konversationsniveau. Das englische Inserat ist in diesem Feld ein echtes Signal, keine Höflichkeit.
- Teilzeit gibt es praktisch nicht: 0,7 Prozent der Ingenieurinserate sind als Teilzeitstelle ausgeschrieben, im übrigen Markt 6 Prozent. Dafür führen 18,7 Prozent «Senior» oder «Lead» im Titel gegenüber 11,7 Prozent, und nur 3,3 Prozent nennen einen Einstieg.
- Titel, die das Wort nie verwenden — Konstrukteur, Elektroplaner, Gebäudetechnikplaner —, kommen zu den gezählten Inseraten noch einmal 14 Prozent obendrauf. Wer nur nach «Ingenieur» und «Engineer» sucht, lässt diesen Teil komplett liegen.
«Ingenieur» ist präzise, «Engineer» ist breit — und meistens Software
Zwei Suchwörter, zwei entgegengesetzte Fehler. «Ingenieur» im Stellentitel liefert in unserer Erfassung zu 90,6 Prozent tatsächlich eine Ingenieurstelle: Wer das Wort deutsch ausschreibt, meint es auch. Nur führen es bloss 27,5 Prozent der Ingenieurinserate. Drei von vier Stellen des Feldes tauchen in dieser Suche gar nicht erst auf.
«Engineer» ist der gegenteilige Fall. Das Wort steht in 66,8 Prozent der Ingenieurinserate und ist damit das mit Abstand häufigste Titelwort des Feldes — aber nur 27,8 Prozent aller Treffer sind Ingenieurstellen. Der Rest ist Informatik: System Engineer, Security Engineer, DevOps Engineer, Cloud Engineer. Von allen Inseraten, die ein Ingenieurwort im Titel führen, entfallen 61,4 Prozent auf Software- und Infrastrukturrollen und nur 35,5 Prozent auf klassische Ingenieurberufe.
Die französische und die italienische Variante liegen dazwischen und sind zahlenmässig klein: «ingénieur» trifft zu 57,1 Prozent und findet 6,4 Prozent des Feldes, «ingegnere» zu 41,7 Prozent und findet 0,6 Prozent. Alle drei Landessprachwörter zusammen kommen auf 80,4 Prozent Trefferqualität bei 34,5 Prozent Abdeckung.
Praktisch heisst das: Nimm «Ingenieur» als Anker für eine saubere, kurze Liste — und dann das Disziplinwort für die Breite. «Bauingenieur» trifft zu 100 Prozent, «Mechanical» zu 72,7 Prozent, «Automation» zu 40,2 Prozent. Wörter wie «Technik» oder «Elektro» sind dagegen fast nutzlos: Sie liefern zu 7,3 beziehungsweise 10,3 Prozent Ingenieurstellen und im Übrigen Servicetechniker, Elektroinstallateure und Elektromonteure — gute Berufe, aber nicht die gesuchten.
Neun Disziplinen, neun verschiedene Arbeitsmärkte
Das Feld zerfällt sauber in Teilfelder, und sie verhalten sich unterschiedlich genug, dass eine gemeinsame Suchstrategie kaum funktioniert. Maschinenbau und Konstruktion tragen 18,5 Prozent der Ingenieurinserate, Projekt- und Planungsrollen 16,2, Automation mit Robotik und Mechatronik 14,1, Bau- und Tiefbauingenieurwesen 11,9, Forschung und Entwicklung 9,8, Elektro- und Elektronikingenieurwesen 9,4, Qualität mit Test und Validierung 8,8, Verfahrens-, Energie- und Gebäudetechnik 7,3 und der technische Vertrieb 4 Prozent.
Die Sprache trennt sie schärfer als die Grösse. In Forschung und Entwicklung sind 77,1 Prozent der Inserate auf Englisch geschrieben, im Bauingenieurwesen 4,8 Prozent. Das ist derselbe Arbeitsmarkt nur dem Namen nach: Das eine Teilfeld rekrutiert international und schreibt entsprechend, das andere arbeitet an Schweizer Normen, Bewilligungsverfahren und Gemeinden und stellt in der Sprache der Baustelle ein.
Auch das Tempo unterscheidet sich. Automation ist mit einem Medianalter von 19 Tagen das schnellste Teilfeld, Verfahrenstechnik liegt bei 20, Projektstellen bei 24, Maschinenbau, Elektrotechnik, Qualität und Forschung bei 31 und Bauingenieurstellen bei 36 Tagen. Der technische Vertrieb ist mit 52 Tagen das langsamste — dort steht ein Inserat oft ein ganzes Quartal.
Und die Hierarchie ist ungleich verteilt: Im Bauingenieurwesen führen nur 1,9 Prozent der Titel «Senior» oder «Lead», in Forschung und Entwicklung 26,7 Prozent, im Maschinenbau 26,4. Wer nach einer ersten Stelle sucht, hat im Bau, in der Planung und in der Gebäudetechnik die besseren Karten als in der Forschung.
Wenige Absender — dafür gleich mehrere Stellen auf einmal
Die brauchbarste Eigenschaft dieses Feldes ist seine Konzentration. Rechnet man die Inserate heraus, die unter dem Namen einer Vermittlung stehen, verteilen sich die Ingenieurstellen auf 2,09 Inserate je Arbeitgeber; in gleich grossen Stichproben des übrigen Marktes sind es 1,70. 36,1 Prozent der Ingenieurinserate stehen bei Arbeitgebern mit fünf oder mehr gleichzeitig offenen Ingenieurstellen, im übrigen Markt 24,6 Prozent. Und nur 62,5 Prozent der Arbeitgeber haben genau eine Stelle offen, gegenüber 73,2 Prozent sonst.
Das ist kein statistisches Kuriosum, sondern die Art, wie Ingenieurarbeit organisiert ist. Entwicklung und Projektierung laufen in Teams und in Projekten; wird ein Projekt gewonnen oder eine Serie aufgelegt, entstehen fünf Stellen gleichzeitig und nicht eine. Für die Suche heisst das: Der Arbeitgeber ist die bessere Einheit als das einzelne Inserat. Wer eine passende Stelle sieht, sollte immer die ganze Stellenliste dieses Hauses anschauen — die Wahrscheinlichkeit, dass daneben eine zweite passende steht, ist in diesem Feld deutlich höher als anderswo.
In unserer Erfassung stehen hinter dieser Konzentration Namen, die man kennen kann: Stadler, VAT Group, Bühler, Hitachi Energy, GE Vernova, Variosystems, Baumer, Hamilton Medical, Tecan, Körber Pharma, Axetris, Oerlikon, Roche, Siemens, das Paul Scherrer Institut und CERN auf der einen Seite, die Ingenieur- und Planungsbüros AFRY, CSD Engineers, Basler & Hofmann, Gruner, BakerHicks, ATP und IM Maggia auf der anderen.
Ein Vorbehalt gehört dazu: 16,8 Prozent der Ingenieurinserate tragen den Namen einer Vermittlung statt den des Betriebs, und ein einziger Absender dieser Art trägt allein 13,7 Prozent des Feldes. Das ist weit weniger als in der Informatik, wo 51,1 Prozent der Inserate mit Ingenieurwort von Vermittlern stammen — aber es heisst, dass etwa jedes sechste Ingenieurinserat den Einsatzbetrieb nicht nennt. Diese Frage gehört vor die Bewerbung, nicht danach.
Die Adresse ist oft ein Werk und keine Stadt
Ingenieurstellen sind stärker an Standorte gebunden als der übrige Markt. Bei Endarbeitgebern verteilen sich die Inserate auf 169 Orte, während gleich grosse Stichproben des übrigen Marktes auf 224 Orte kommen — 4,33 Ingenieurinserate je Ort gegenüber 3,30. Das Feld hat weniger Adressen, dafür stehen an jeder mehr Stellen.
Zürich trägt 21,3 Prozent der Ingenieurinserate gegenüber 15,1 Prozent im übrigen Markt, Basel 7,5 und Lausanne 5,2 Prozent. Interessanter sind die Orte dahinter. Gemessen an ihrem Anteil am übrigen Stellenmarkt sind Domat/Ems, Sennwald, Steinach, St. Margrethen, Bussnang, Uzwil, Grabs, Männedorf, Kägiswil, Villigen und Lenzburg um ein Vielfaches übervertreten — und in den meisten dieser Orte kommen sämtliche Ingenieurinserate von einem einzigen Haus: Stadler in St. Margrethen und Bussnang, Bühler in Uzwil, Variosystems in Steinach, Körber Pharma in Grabs, Tecan in Männedorf, Baumer in Frauenfeld, VAT in Sennwald, Hamilton Medical in Domat, Axetris in Kägiswil, das Paul Scherrer Institut in Villigen.
Das ist die praktische Antwort auf die Ortsfrage. In den meisten Berufen sucht man eine Stadt und findet dort viele Arbeitgeber. Im Ingenieurwesen sucht man ein Werk und findet dort viele Stellen. Ein Ortsfilter auf «Zürich» blendet genau die Orte aus, an denen die Industrie tatsächlich sitzt — das St. Galler Rheintal, den Thurgau, das Fricktal, das untere Aaretal, die Zentralschweizer Talstandorte.
Umgekehrt ist die Fahrzeit der Preis dieser Struktur. Wer im Ingenieurwesen ausschliesslich innerhalb einer Stadt sucht, sucht am Feld vorbei; wer bereit ist, eine halbe Stunde aus der Agglomeration hinauszufahren, verdoppelt in vielen Regionen sein Angebot. Genau deshalb lohnt es sich, die Suche über die Disziplin und nicht über den Ort zu führen und den Ort erst am Ende als Filter zu setzen.
Das englischste Berufsfeld der Schweiz — und was das für Deutsch heisst
43,6 Prozent der Ingenieurinserate mit erkennbarer Sprache sind auf Englisch verfasst. Im übrigen Markt sind es 25 Prozent. Das Ingenieurwesen ist damit englischer als jedes andere grosse Berufsfeld, das wir messen — englischer sogar als die Informatik, wenn man beide Felder gleich abgrenzt.
Bei den ausdrücklich genannten Sprachanforderungen kehrt sich das übliche Verhältnis um: 68,7 Prozent der Ingenieurinserate mit Sprachangabe verlangen Englisch, 60,6 Prozent Deutsch. Im übrigen Markt stehen 69 Prozent Deutsch gegen 39,1 Prozent Englisch. Englisch ist hier keine Zusatzqualifikation, sondern in vielen Häusern die Arbeitssprache der Entwicklung.
Der wichtigste Einzelbefund für Zugezogene: Englisch geschriebene Ingenieurinserate nennen Deutsch nur in 21,3 Prozent der Fälle überhaupt als Anforderung, und wo sie es tun, verlangen 38,1 Prozent lediglich Konversationsniveau. Ein englisches Inserat in diesem Feld ist also tatsächlich ein englischsprachiger Arbeitsplatz und nicht eine höfliche Übersetzung. Deutsch bleibt trotzdem der Unterschied zwischen der Hälfte des Feldes und dem ganzen: Ohne Deutsch verschwinden Bau, Gebäudetechnik, Elektroplanung und ein grosser Teil der Projektstellen aus deiner Liste.
Für die Suche folgt daraus eine simple Regel: Suche in beiden Sprachen, immer. Dieselbe Stelle heisst in Zürich «Entwicklungsingenieur», in Neuenburg «ingénieur développement» und in einem international geführten Haus zwei Strassen weiter «R&D Engineer». Drei Suchen, ein Beruf.
Inserate, die stehen bleiben — und warum das eine Chance ist
Ein Ingenieurinserat ist im Median 30 Tage alt, gerechnet nur auf Endarbeitgeber 36 Tage. Im übrigen Markt sind es 22. 39,6 Prozent der Inserate von Endarbeitgebern sind älter als zwei Monate. Bei englischsprachigen Ingenieurinseraten liegt der Median sogar bei 44 Tagen.
Der naheliegende Schluss — «alt heisst vergeben» — ist in diesem Feld falsch. Ein Inserat bleibt hier stehen, weil die Besetzung dauert: enge Profile, wenige passende Bewerbungen, mehrstufige Auswahl, oft eine Kündigungsfrist von drei Monaten auf der Gegenseite. Die Stelle ist im Zweifel noch offen, und die Konkurrenz um sie ist nach vier Wochen kleiner als am ersten Tag, weil die meisten Suchenden nur die frischen Treffer anschauen.
Daraus wird eine konkrete Taktik. Sortiere in diesem Feld nicht nach Datum, sondern nach Passung, und bewirb dich auf die zwei Monate alten Inserate zuerst. Wenn du unsicher bist, ob die Stelle noch offen ist, ist ein Anruf beim genannten Kontakt die schnellste Antwort — in einem Feld, in dem der Absender fast immer der Arbeitgeber selbst ist, führt dieser Anruf zu einer Person und nicht in eine Warteschleife.
Umgekehrt ist die kleine Zahl der frischen Inserate ein Argument für ein Abo statt für tägliches Nachschauen: Nur 11,6 Prozent der Ingenieurinserate sind jünger als eine Woche, praktisch gleich viel wie im übrigen Markt mit 12,5 Prozent. Es lohnt sich nicht, täglich zu suchen — es lohnt sich, benachrichtigt zu werden.
Einstieg, Pensum und Abschluss: was die Titel sonst verraten
Der Einstieg ist die Engstelle dieses Feldes. Nur 3,3 Prozent der Ingenieurinserate nennen im Titel «Junior», «Graduate», «Trainee» oder ein Praktikum; im übrigen Markt sind es 5,9 Prozent. Gleichzeitig führen 18,7 Prozent «Senior» oder «Lead» gegenüber 11,7 Prozent. Wer frisch von der Hochschule kommt, sucht in einer Liste, die überwiegend Erfahrene meint — und findet den Einstieg eher über Praktika, Werkstudentenstellen und Masterarbeiten, die in diesem Feld ausgeschrieben werden, als über Junior-Titel.
Teilzeit ist die zweite Auffälligkeit: 0,7 Prozent der Ingenieurinserate sind als Teilzeitstelle ausgeschrieben, im übrigen Markt 6 Prozent. Pensumsangaben im Titel sind mit 18,9 Prozent sogar seltener als sonst mit 23,2 Prozent, und wo eine steht, ist es meist die Spanne 80–100 Prozent. Ein reduziertes Pensum ist in diesem Feld eine Verhandlung nach der Zusage, kein Suchfilter.
Beim Abschluss reden die Inserate wenig, aber deutlich. Ein Hochschulwort — ETH, EPFL, FH, HES, Bachelor, Master, Doktorat — steht in 9,4 Prozent der Ingenieurausschreibungen gegenüber 6,4 Prozent im übrigen Markt; ETH oder EPFL werden in 1,3 Prozent namentlich genannt gegenüber 0,2 Prozent. Umgekehrt heisst das: In neun von zehn Ingenieurinseraten steht überhaupt kein Abschluss. Die Anforderung steckt in der Aufgabe, nicht im Diplom, und eine Bewerbung ohne den genau genannten Studiengang ist hier weit weniger aussichtslos, als sie sich anfühlt.
Wer einen ausländischen Abschluss mitbringt, klärt am besten vorab, ob sein Beruf überhaupt ein Anerkennungsverfahren braucht — für viele technische Tätigkeiten ist das nicht der Fall, für reglementierte Berufe schon. Das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation führt dazu die zuständigen Stellen und das Verfahren auf.
Ein Suchplan, der zu diesem Feld passt
Erstens: Suche mit drei Wörtern statt mit einem. Das deutsche Berufswort für die saubere Liste, das englische für die Breite, das Disziplinwort für die Präzision — «Ingenieur», «Engineer» und «Maschinenbau» finden zusammen ein anderes Feld als jedes einzeln.
Zweitens: Wenn ein Treffer passt, öffne die ganze Stellenliste dieses Arbeitgebers, bevor du dich bewirbst. In einem Feld mit 2,09 offenen Stellen je Haus ist die zweite passende Stelle oft schon da.
Drittens: Setze den Ortsfilter zuletzt und grosszügig. Die Werke liegen in Uzwil, Bussnang, Sennwald, Villigen und Domat, nicht in den Stadtzentren; ein enger Radius um eine Stadt schneidet genau den industriellen Teil des Angebots ab.
Viertens: Ignoriere das Alter der Inserate. Ein Drittel bis 40 Prozent des Feldes ist älter als zwei Monate und trotzdem offen. Und fünftens: Lies bei jedem Treffer, ob der Absender der Betrieb oder eine Vermittlung ist — in fünf von sechs Fällen ist es der Betrieb, und dann ist der direkte Anruf der kürzeste Weg zur Antwort.
Anteile aus unserer laufenden Auswertung der von uns erfassten offenen Schweizer Inserate, Stand August 2026. Als Ingenieurinserat zählt hier eine Ausschreibung, deren Titel eines der Wörter Ingenieur, ingénieur, ingegnere, Engineer oder Engineering führt und deren Disziplin sich aus Titel und Inseratstext einer klassischen Ingenieurdisziplin zuordnen lässt; Software-, System-, Netzwerk-, Security- und Cloud-Rollen sind ausgeschlossen und werden separat ausgewiesen. Titel, die nie ein Ingenieurwort führen — Konstrukteur, Elektroplaner, Gebäudetechnikplaner —, sind nicht mitgezählt und kämen mit rund 14 Prozent obendrauf. Vergleichswerte zum übrigen Markt stammen bei Konzentrations- und Ortsmassen aus gleich grossen Stichproben, damit die Zahl der Inserate das Ergebnis nicht verzerrt; Sprach-, Alters- und Titelanteile sind am ganzen übrigen Bestand gerechnet.
Quellen
Verwandte Fragen
Was unser Stellenindex über den Schweizer Markt sagt
Live aus unserem eigenen Index berechnet, nicht aus einer Studie zitiert. Nur Anteile, Stand heute.
Sprache der Inserate
- Deutsch
- 60%
- English
- 23%
- Français
- 13%
- Italiano
- 3%
Von den Inseraten mit Sprachanforderung verlangen
- Deutsch
- 70%
- English
- 43%
- Français
- 21%
- Italiano
- 3%
19% in den letzten 7 Tagen ausgeschrieben · Grösste Märkte: Zürich 18% · Bern 10% · Genève 5% · Basel 5%






