Wo finde ich Jobs für Grenzgänger — und wo liegen diese Stellen wirklich?
Aktualisiert:
Kurz gesagt
Such dort, wo der Bund die Grenzgänger tatsächlich zählt. Ende Juni 2026 arbeiteten gut vierhunderttausend Menschen mit Ausweis G in der Schweiz, und fast drei Viertel von ihnen in nur fünf Kantonen: Genf 28,5 Prozent, Tessin 19,1, Waadt 11,2, Basel-Stadt 8,6 und Basel-Landschaft 6,4. Die 25 stärksten Arbeitsgemeinden tragen zusammen 53,8 Prozent. Diese Geografie ist der erste Filter jeder Grenzgängersuche — enger als das Land, weiter als die eigene Grenzstadt.
Die Schweizer Jobportale auf einen Blick
Bild anklicken für die grosse Ansicht. Was jedes Portal wirklich ist, steht daneben.

1. SwissJobs.appUnsere App
Über 21 000 offene Schweizer Stellen aus ATS-Systemen, Firmenseiten und LinkedIn an einem Ort — und aus jedem Inserat heraus direkt Lebenslauf, Motivationsschreiben, CV-Check und Interviewvorbereitung. Das RAV-Formular für die Arbeitsbemühungen füllt sich aus dem Bewerbungstracker. Kostenlos nutzbar, Konto erst beim Speichern.
Stellen nach Beruf, Ort oder Sprache
Tippe einen Beruf, eine Stadt oder eine Sprache, die Seite zeigt die aktuell offenen Inserate dazu.
Nach Beruf
- Berater
- Projektleiter
- Verkauf
- Pflegefachfrau
- Pflege
- Sachbearbeiter
- Account Manager
- Software Engineer
- Öffentliche Verwaltung
- Architekt
- Versicherung
- Koch
71 weitere — Suchbegriff eingrenzen
Nach Sprache
Nach Arbeitsform
Der zweite Filter ist deine Grenze selbst. Die Grenzgängerstatistik weist zu jedem Arbeitskanton den Wohnsitzstaat aus, und das Bild ist fast überall eindeutig: In Genf wohnen 99,5 Prozent der Grenzgängerinnen in Frankreich, im Tessin 99,6 Prozent in Italien, in Schaffhausen 98,6 Prozent in Deutschland, in St. Gallen 69,0 Prozent in Österreich. Wer von einer bestimmten Seite pendelt, bewirbt sich also faktisch in zwei, drei Kantonen — und trifft dort auf Arbeitgeber, für die dein Wohnsitzland Alltag ist.
Basel ist die Ausnahme, und deshalb der interessanteste Markt: In Basel-Stadt wohnen 53,5 Prozent der Grenzgängerinnen in Frankreich und 45,2 Prozent in Deutschland, in Basel-Landschaft 58,4 zu 40,3 Prozent. Kein anderer Kanton zieht in dieser Grössenordnung aus zwei Ländern gleichzeitig. Für die Bewerbung heisst das: Dein ausländischer Wohnort ist hier kein Sonderfall, sondern die Normalität eines Personaldiensts, der beide Seiten kennt.
Der dritte Filter ist die Sprache — und sie unterscheidet sich zwischen den Grenzen stärker als jede andere Anforderung. In unserem Bestand offener Schweizer Inserate verlangen in der Region Basel 79,6 Prozent der Ausschreibungen, die überhaupt eine Sprache nennen, Deutsch; im St. Galler Rheintal sind es 94,0, am Bodensee 97,1 Prozent. In Genf nennen dagegen 66,1 Prozent Englisch und nur 52,9 Prozent Französisch, und 41,4 Prozent kommen mit Englisch allein aus. Dieselbe Bewerbung öffnet an zwei Grenzen völlig verschiedene Türen.
Anteil am gesamtschweizerischen Bestand ausländischer Grenzgängerinnen und Grenzgänger mit Ausweis G nach Arbeitskanton, Ende Juni 2026. Quelle: BFS, Grenzgängerstatistik (GGS), veröffentlicht am 6. August 2026. Die übrigen elf Kantone tragen zusammen weniger als 5 Prozent.
- Fünf Kantone tragen 73,8 Prozent aller Grenzgängerinnen und Grenzgänger, aber nur rund 27 Prozent der Inserate, die wir einem Kanton zuordnen können. Der Kanton Zürich kehrt das Verhältnis um: 3,0 Prozent der Grenzgänger, aber der grösste einzelne Inserateblock — und 79,1 Prozent seiner Grenzgänger wohnen in Deutschland.
- Grenzgängerarbeit ist nicht auf den Grenzstreifen beschränkt: In gut vier von fünf Schweizer Gemeinden arbeitet mindestens eine Person mit Ausweis G. Die zehn stärksten Arbeitsgemeinden tragen trotzdem 39,6 Prozent — Genf 10,9, Basel 8,5, Lugano 3,8, Meyrin 3,3, Mendrisio 2,6 Prozent.
- Der Personalverleih ist eine der grössten Einzeltüren: 6,2 Prozent aller Grenzgängerinnen und Grenzgänger arbeiten schweizweit im Wirtschaftszweig «Tätigkeiten der Arbeitsvermittlung», in Genf 9,5, in der Waadt 8,6, im Wallis 7,8 Prozent. Auch in unserem Bestand ist der grösste einzelne Inserent in den Regionen Genf und Tessin ein Personaldienstleister (Pemsa).
- Neuenburg und Jura sind ein eigener Markt: 21,1 respektive 18,4 Prozent ihrer Grenzgänger arbeiten in der Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen — die Uhren- und Mikrotechnik. In Basel-Stadt stehen dafür Chemie 8,2 und Pharma 7,6 Prozent nebeneinander.
- Wo die Konkurrenz um Sichtbarkeit klein ist, reicht eine Handvoll Karriereseiten: Im St. Galler Rheintal decken die zehn grössten Inserenten 74 Prozent der regionalen Ausschreibungen ab, im Fricktal 63,5 und im Tessin 62,2 Prozent — in Genf dagegen nur 30,5 Prozent.
- Teilzeit ist an der Nordgrenze ein realistischer Einstieg: In unserem Bestand sind in der Region Schaffhausen 15,0 Prozent der Inserate mit klarer Angabe Teilzeitstellen und in Graubünden 14,2 Prozent, gegenüber 6,1 Prozent schweizweit und 3,8 Prozent in Genf.
Die Landkarte, die der Bund quartalsweise nachführt
Die Grenzgängerstatistik des Bundesamts für Statistik ist die einzige Quelle, die diese Frage direkt beantwortet: Sie zählt jedes Quartal, wer mit Ausweis G in welchem Kanton und in welcher Gemeinde arbeitet. Ende Juni 2026 lag die Gesamtzahl gut ein Prozent über dem Vorjahresquartal; über fünf Jahre gerechnet ist sie um 21,3 Prozent gewachsen. Diese Zahlen sind kein Angebot an offenen Stellen, aber sie sind die verlässlichste Karte davon, welche Arbeitgeber Grenzgängerinnen tatsächlich anstellen.
Die Konzentration ist dabei das eigentliche Ergebnis. Zehn Gemeinden tragen 39,6 Prozent, 25 Gemeinden 53,8 Prozent des ganzen Bestands. Genf-Stadt allein steht für 10,9 Prozent, Basel für 8,5. Danach folgen Orte, die auf keiner Städteliste stehen: Meyrin 3,3, Mendrisio 2,6, Carouge 2,4, Plan-les-Ouates 2,2, Lancy 1,9, Vernier 1,9, Stabio 1,3, Satigny 1,3 Prozent.
Gleichzeitig ist der Bestand breiter gestreut, als die Grenzstreifen-Vorstellung vermuten lässt: In gut vier von fünf Schweizer Gemeinden arbeitet mindestens eine Person mit Ausweis G. Die Karte hat also einen sehr dichten Kern und einen sehr langen Ausläufer — und beide Teile gehören zur Suche.
Deine Grenze bestimmt, welche Kantone überhaupt in Frage kommen
Pro Arbeitskanton weist die Statistik den Wohnsitzstaat aus, und die Zuordnung ist fast überall eindeutig. Genf 99,5 Prozent Frankreich, Waadt 99,5, Neuenburg 99,8, Jura 99,9. Tessin 99,6 Prozent Italien, Graubünden 90,6. Schaffhausen 98,6 Prozent Deutschland, Thurgau 88,3, Aargau 79,5. St. Gallen ist der einzige Kanton mit österreichischer Mehrheit: 69,0 Prozent, dazu 22,1 Prozent aus Deutschland. Im Wallis stehen Italien mit 50,0 und Frankreich mit 47,6 Prozent fast gleichauf.
Für die Suche ist das eine Abkürzung. Wer im Elsass oder im Genfer Umland wohnt, hat einen Markt aus Genf, Waadt, Neuenburg, Jura und der Region Basel; wer im südlichen Baden-Württemberg wohnt, einen aus Basel, Fricktal, Schaffhausen und Thurgau; wer im Vorarlberg wohnt, praktisch nur das St. Galler Rheintal und Graubünden. Alles andere ist nicht verboten, aber es ist eine andere Lebensentscheidung als ein Arbeitsweg.
Der Kanton Zürich zeigt, dass die Regel nicht starr ist: Er trägt nur 3,0 Prozent aller Grenzgängerinnen, aber 79,1 Prozent davon wohnen in Deutschland — Menschen, die eine deutlich längere Strecke fahren, weil dort der grösste Inserateblock des Landes liegt. Wer diese Fahrzeit akzeptiert, verdoppelt sein Angebot.
Welche Sprache die Inserate auf deiner Seite verlangen
Die Sprachanforderung ist der Filter, der über die Bewerbung entscheidet — und sie fällt an jeder Grenze anders aus. In unserem Bestand offener Schweizer Inserate, gerechnet auf die Ausschreibungen, die überhaupt eine Sprache nennen, verlangen am Bodensee 97,1 Prozent Deutsch, im St. Galler Rheintal 94,0, in Graubünden 93,6, in Schaffhausen 84,6 und in der Region Basel 79,6 Prozent. Englisch allein reicht am Bodensee in 1,5 Prozent der Fälle, im Rheintal in 6,0.
An der Westgrenze kippt das Bild. In Genf nennen 66,1 Prozent der Inserate Englisch und 52,9 Prozent Französisch, und 41,4 Prozent verlangen ausschliesslich Englisch. Im Waadtländer Grenzgebiet bleibt Französisch mit 76,1 Prozent dominant, im Jurabogen sind es 62,2 Prozent Französisch neben 21,9 Prozent Deutsch. Im Tessin verlangen 76,6 Prozent Italienisch, aber 24,4 Prozent zusätzlich Deutsch — die Nordschweizer Kundschaft steht im Anforderungsprofil.
Ein Viertel bis ein Drittel der Inserate nennt gar keine Sprache: in Genf 25,2, in der Region Basel 22,9, am Bodensee 41,6 Prozent. Das ist keine Entwarnung, sondern eine offene Frage, die im Erstgespräch beantwortet wird. Die ehrlichste Vorbereitung ist deshalb, die Landessprache der Region mindestens auf Gesprächsniveau anzugeben und die Stufe zu benennen.
Die Türen: Industrie, Gesundheit — und der Personalverleih
Über alle Kantone gerechnet arbeiten 69,8 Prozent der Grenzgängerinnen und Grenzgänger im Dienstleistungssektor und 29,5 Prozent im zweiten Sektor. Die grössten einzelnen Zweige sind das verarbeitende Gewerbe mit 21,1 Prozent, Handel und Fahrzeugreparatur mit 12,8, freiberufliche und technische Dienstleistungen mit 11,6, Gesundheit und Soziales mit 10,9 und die sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen mit 10,7 Prozent. Bau steht bei 7,8, Verkehr bei 5,3, Gastgewerbe bei 4,7 Prozent.
Eine Zahl darin ist für die Suche wichtiger als alle anderen: 6,2 Prozent aller Grenzgängerinnen sind bei Betrieben der Arbeitsvermittlung angestellt — in Genf 9,5, in der Waadt 8,6, im Wallis 7,8, in Neuenburg 7,0 Prozent. Der Personalverleih ist an der Westgrenze also die grösste einzelne Arbeitgeberkategorie überhaupt. In unserem Bestand bestätigt sich das von der anderen Seite: Der grösste einzelne Inserent in den Regionen Genf, Tessin und Wallis ist ein Personaldienstleister.
Daneben lohnt sich der direkte Blick auf wenige Karriereseiten, weil das Angebot in kleinen Grenzregionen extrem konzentriert ist. Im St. Galler Rheintal decken zehn Inserenten 74 Prozent der Ausschreibungen ab — VAT Group, Stadler, SFS Group, NeoVac gehören dazu; im Fricktal 63,5 Prozent, mit Solvias, Roche, Feldschlösschen und ERNE; in Schaffhausen 47,5 Prozent, mit der Stadt Schaffhausen, Syntegon, Georg Fischer und IVF Hartmann. In Basel führen Roche, Endress+Hauser, das Universitätsspital und der Kanton Basel-Landschaft, im Tessin das Ente Ospedaliero Cantonale, in Graubünden das Kantonsspital und die Graubündner Kantonalbank.
Was der Ausweis G erlaubt — und was er einschränkt
Für Staatsangehörige der EU und EFTA hat das Staatssekretariat für Migration die geografische Frage längst beantwortet: «Für sie gelten keine Grenzzonen mehr. Sie können somit überall in der EU/EFTA wohnen und überall in der Schweiz arbeiten, Bedingung ist lediglich die wöchentliche Rückkehr an den ausländischen Wohnort.» Wer also in Freiburg im Breisgau wohnt und in Zug arbeiten will, scheitert nicht an der Bewilligung, sondern höchstens am Fahrplan.
Anders für Angehörige von Drittstaaten. Ihnen kann die Bewilligung laut SEM nur erteilt werden, wenn sie ein dauerhaftes Anwesenheitsrecht in einem Nachbarstaat besitzen und seit mindestens sechs Monaten in der Grenzzone wohnen. Die erste Bewilligung wird in der Regel für ein Jahr ausgestellt und gilt nur für die Grenzzone des Kantons, der sie erteilt hat; Stellenwechsel und selbstständige Erwerbstätigkeit sind bewilligungspflichtig. In dieser Konstellation ist die Kantonswahl also tatsächlich eine Einschränkung.
Die Bewilligung selbst folgt dem Vertrag, nicht umgekehrt: Sie wird beantragt, wenn die Stelle da ist. Für die Suche heisst das, dass die Bewilligungsfrage in die Bewerbung gehört — als eine Zeile mit Wohnort und Stand, nicht als Thema. Was in deinem Fall gilt, klärst du mit der Migrationsbehörde des Arbeitskantons, die die Bewilligung erteilt.
Eine Suchreihenfolge, die zu dieser Geografie passt
Zuerst die Kantone deiner Grenze filtern, nicht die Gemeinde. Die Gemeindesuche ist gerade an der Grenze unzuverlässig: Carouge trägt 2,4 Prozent aller Grenzgängerinnen, taucht in unserem Bestand aber nur in einem Bruchteil eines Prozents der Inserate als Ort auf; Pratteln und Muttenz zusammen fast 1,7 Prozent der Grenzgänger, als Inserateort praktisch gar nicht. Industriegemeinden beschäftigen viel und schreiben wenig öffentlich aus.
Dann die Kanäle in dieser Reihenfolge: die Kantonsfilter auf einer Stellensuche, die alle vier Landessprachen abdeckt; das öffentliche Job-Room-Portal der Arbeitsvermittlung; zwei, drei Personaldienstleister der Region, weil dort statistisch jede sechzehnte Grenzgängerstelle liegt; und zuletzt die Karriereseiten der zehn grössten Arbeitgeber deiner Grenzregion, die in kleinen Regionen zwei Drittel des Angebots abdecken.
Und rechne mit dem Tempo der Region. In unserem Bestand ist das Medianinserat im St. Galler Rheintal 16 Tage online und in der Region Basel 18, in Schaffhausen dagegen 26 Tage. Wo schnell gedreht wird, entscheidet die wöchentliche Suche; wo langsam gedreht wird, entscheidet die Vollständigkeit der Unterlagen.
Amtliche Zahlen aus der Grenzgängerstatistik des Bundesamts für Statistik zum 2. Quartal 2026, veröffentlicht am 6. August 2026, samt der Tabelle nach Arbeitsort und der Tabelle nach Arbeitskanton, Wirtschaftszweig und Wohnland. Bewilligungsregeln nach den Seiten des Staatssekretariats für Migration zum Ausweis G. Alle Angaben zu Inseraten stammen aus unserer laufenden Auswertung der von uns erfassten offenen Schweizer Stelleninserate, Stand August 2026; Grenzregionen sind über die Ortsangabe der Inserate gebildet, Sprachanteile beziehen sich auf Inserate, die überhaupt eine Sprache nennen. Wir veröffentlichen Anteile, keine absoluten Bestandszahlen. Was wir erfassen, ist ein Ausschnitt des öffentlich ausgeschriebenen Angebots — wenige Inserate in einer Gemeinde heissen nicht, dass es dort wenig Arbeit gibt.
Quellen
- BFS — Grenzgängerstatistik im 2. Quartal 2026
- BFS — Ausländische Grenzgänger/-innen nach Arbeitsort (Datentabelle)
- BFS — Grenzgängerstatistik (GGS)
- SEM — Ausweis G EU/EFTA (Grenzgängerbewilligung)
- SEM — Ausweis G (Grenzgängerbewilligung) für Drittstaatsangehörige
- Job-Room — Stellenportal der öffentlichen Arbeitsvermittlung
Verwandte Fragen
Was unser Stellenindex über den Schweizer Markt sagt
Live aus unserem eigenen Index berechnet, nicht aus einer Studie zitiert. Nur Anteile, Stand heute.
Sprache der Inserate
- Deutsch
- 60%
- English
- 23%
- Français
- 13%
- Italiano
- 3%
Von den Inseraten mit Sprachanforderung verlangen
- Deutsch
- 70%
- English
- 43%
- Français
- 21%
- Italiano
- 3%
19% in den letzten 7 Tagen ausgeschrieben · Grösste Märkte: Zürich 18% · Bern 10% · Genève 5% · Basel 5%






