Jobs in Lausanne
Aktualisiert:
Der Schweizer Stellenmarkt mit den ältesten Inseraten — und ein Ring von Gemeinden rundherum, in dem dieselbe Liste doppelt so schnell dreht.
Kurz gesagt
Lausanne hat die ältesten Stelleninserate der Schweiz. Das mittlere Lausanner Inserat ist 44 Tage alt; in Genf sind es 25, in Basel 20, in Zürich 19, in Bern 17, im Landesschnitt 20. Vier von zehn Lausanner Ausschreibungen sind älter als zwei Monate, und nur knapp jede elfte ist jünger als eine Woche. Verantwortlich sind nicht die Personalvermittler — deren Lausanner Inserate sind mit 25 Tagen die frischesten der Stadt. Es sind die Direktarbeitgeber. Sortiere in Lausanne deshalb immer nach Datum, bevor du die erste Seite liest.
Diese Seite ist eine Orientierung, keine Rechts- oder Sozialberatung. Für deine persönliche Situation ist dein ORP zuständig.
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Der zweite Punkt ist die Abdeckung. Anders als bei Zürich oder Genf gibt es bei Lausanne kein Schreibweisenproblem: Der Ortsname taucht in unserem gesamten Bestand nur ein einziges Mal auf der Welt auf, nämlich in der Waadt. Trotzdem erreichst du mit dem Wort «Lausanne» nur 48,2 Prozent der Waadtländer Inserate. Die andere Hälfte trägt einen Gemeindenamen, den du kennen musst, oder gar keinen Ort, sondern bloss den Kanton.
Und die Hälfte, die du verpasst, ist die schnellere. Im Ouest lausannois — Renens, Crissier, Prilly, Ecublens, Bussigny — ist das mittlere Inserat 24 Tage alt, an der Côte zwischen Nyon und Rolle 18 Tage, und dort sind 45 Prozent der Ausschreibungen keine zwei Wochen alt. In der Stadt selbst sind es 28 Prozent. Der Ring dreht schneller als das Zentrum, und er liegt im selben Pendlerraum.
Wer in Lausanne sucht, sucht also in zwei Schritten: erst die Stadt nach Datum sortiert und mit Blick auf das Erscheinungsdatum, dann der Ring über eine Ortsliste statt über ein einzelnes Suchwort. Und für die grossen öffentlichen Arbeitgeber der Region — Kanton, Universitätsspital, Hochschulen, Stadtverwaltung — führt kein Weg an deren eigenen Stellenportalen vorbei; in aggregierten Listen tauchen sie praktisch nicht auf.
Median der Tage seit Veröffentlichung, je Markt. Laufende Auswertung der von uns erfassten offenen Schweizer Inserate, Stand August 2026.
- Sortiere die Lausanner Liste nach Datum, bevor du sie liest. Vier von zehn Inseraten sind älter als zwei Monate.
- Suche nie nur nach «Lausanne»: Das Wort erreicht 48,2 Prozent des Kantons. Nimm eine Ortsliste dazu oder such über den Kanton.
- Der Ring ist frischer als die Stadt — an der Côte ist fast jede zweite Ausschreibung keine zwei Wochen alt.
- Kanton, Universitätsspital, Hochschulen und Stadtverwaltung besetzen über ihre eigenen Portale. Behandle sie als zweite Suchspur.
- Prüfe bei jedem Inserat, das älter als sechs Wochen ist, auf der Karriereseite des Arbeitgebers, ob es dort noch steht.
- Deutsch ist im Gürtel um die Stadt in fast jedem zweiten Inserat verlangt — in der Stadt nur in knapp jedem vierten.
Die Lausanner Liste ist älter, als sie aussieht
Von allen grossen Schweizer Märkten dreht Lausanne am langsamsten. 40,7 Prozent der Lausanner Inserate sind älter als 60 Tage, im Landesdurchschnitt sind es 27,7 Prozent. Umgekehrt sind nur 8,7 Prozent jünger als eine Woche, gegenüber 13,5 Prozent in der ganzen Schweiz. Wer die Liste unsortiert öffnet, sieht deshalb in Lausanne mit deutlich höherer Wahrscheinlichkeit eine Stelle, die längst besetzt oder still eingefroren ist.
Die naheliegende Erklärung wäre, dass Personalvermittler die Liste mit Dauerinseraten füllen. Sie stimmt hier nicht. Vermittler stellen zwar 23,8 Prozent der Lausanner Inserate — mehr als die 14,4 Prozent im übrigen Land —, aber ihre Ausschreibungen sind mit einem Median von 25 Tagen die frischesten der Stadt. Bei den Direktarbeitgebern liegt der Median bei 46 Tagen, und 43 Prozent ihrer Inserate sind älter als zwei Monate. Das Alter kommt also von den Firmen selbst, nicht von den Vermittlern.
Eine zweite Erklärung liegt darin, wer in Lausanne gar nicht ausschreibt. Öffentliche Arbeitgeber machen in der Waadt nur 1 Prozent der Inserate aus, gegenüber 1,9 Prozent im Rest des Landes — und das in einer Stadt, deren grösste Arbeitgeber genau dort sitzen. Kanton, Universitätsspital, die beiden Hochschulen und die Stadtverwaltung erscheinen in unserer Auswertung zusammen nur eine Handvoll Mal. Sie besetzen über ihre eigenen Portale, und diese Stellen fehlen jeder aggregierten Liste, auch unserer. Wer sie will, muss sie direkt ansteuern.
Praktisch heisst das: Sortiere zuerst nach Datum. Prüfe bei allem, was älter als sechs Wochen ist, ob das Inserat auf der Karriereseite des Arbeitgebers noch steht, bevor du eine Stunde in ein Motivationsschreiben investierst. Und behandle die grossen öffentlichen Häuser als eigene Suchspur.
Das Wort «Lausanne» findet knapp die Hälfte des Kantons
Lausanne hat kein Schreibweisenproblem. Der Name wird in jeder Sprache gleich geschrieben, und in unserem Bestand liegt kein einziges Inserat mit diesem Ortsnamen ausserhalb der Schweiz. Anders als bei Zürich, wo der Umlaut die Trefferliste spaltet, ist die Suche also sauber — sie ist nur klein. 48,2 Prozent der Waadtländer Inserate führen das Wort «Lausanne» in der Ortsangabe. Die restlichen 51,8 Prozent findest du damit nicht.
Ein grosser Teil davon steckt hinter einer einzigen Zeichenfolge: 16,9 Prozent der Waadtländer Inserate tragen als Ort nur den Kantonsnamen «Le Vaud». Das ist die Angabe, die internationale Bewerbungssysteme setzen, wenn sie eine Region statt einer Gemeinde melden. Dahinter stehen sehr reale Arbeitgeber — die Uhrenmanufaktur im Vallée de Joux, der europäische Fussballverband in Nyon, Grossverteiler, ein Pharmakonzern —, aber eben ohne Stadt im Feld.
Dieselbe Angabe zieht auch Inserate an, die gar nicht in der Schweiz liegen. Rund jedes sechste Inserat mit dem Ort «Le Vaud» ist auf Spanisch oder Portugiesisch verfasst und gehört zu nordamerikanischen Handels- und Bankketten, die ihre Regionalcodes gleich schreiben. Wir zählen diese Zeilen nicht zur Waadt; in einer Trefferliste, die stur nach Zeichenfolge sucht, stehen sie aber mitten drin.
Die Konsequenz ist unspektakulär, aber sie entscheidet über den halben Markt: Suche über den Kanton oder über eine Ortsliste — Renens, Crissier, Prilly, Ecublens, Bussigny, Morges, Nyon, Gland, Rolle, Yverdon, Vevey, Montreux, Aigle, Payerne —, nie über das eine Wort «Lausanne».
Der Ring dreht schneller als die Stadt
Die Waadt zerfällt in Teilmärkte, die sich in Tempo und Sprache deutlicher unterscheiden als in der Branche. An der Côte, zwischen Nyon und Rolle, ist das mittlere Inserat 18 Tage alt und 45 Prozent der Ausschreibungen sind keine zwei Wochen alt. Im Ouest lausannois liegt der Median bei 24 Tagen. In der Stadt Lausanne bei 44, an der Riviera zwischen Vevey und Montreux bei 48.
Die Riviera ist dabei ein Sonderfall: 38,5 Prozent ihrer Inserate stammen aus einem einzigen Konzern und seinen Tochtergesellschaften. Wenn du dort suchst, suchst du in Wahrheit bei einem Arbeitgeber — mit dem Vorteil, dass sich sein Bewerbungsweg lohnt zu lernen, und dem Nachteil, dass eine Absage dort einen grossen Teil der Region schliesst.
Im Gegensatz dazu ist der Lausanner Markt bemerkenswert unkonzentriert. Von allen Arbeitgebern, die in der Waadt ausschreiben, haben 51,3 Prozent genau ein einziges offenes Inserat. Der grösste einzelne Absender kommt auf 7,5 Prozent des Kantons — im übrigen Land erreicht der grösste Absender 11,3 Prozent. Anders gesagt: In Lausanne gibt es keine zehn Karriereseiten, die den Markt abdecken. Es sind Hunderte von kleinen Absendern, und genau deshalb lohnt sich hier die Liste mehr als anderswo — solange du sie nach Datum liest.
Deutsch ist im Ring die Bedingung, in der Stadt die Ausnahme
Französisch ist erwartungsgemäss die Regel: In 77,4 Prozent der Waadtländer Inserate mit Sprachangabe wird es verlangt, im Rest der Schweiz nur in 16,8 Prozent. Wo Französisch verlangt wird, geschieht das selten halbherzig — 83,5 Prozent dieser Inserate wollen es auf beruflichem Niveau, weitere 8,3 Prozent muttersprachlich. Auf Konversationsniveau reicht es nur in 7,6 Prozent der Fälle.
Interessanter ist, was passiert, wenn du die Stadtgrenze überschreitest. In der Stadt Lausanne verlangen 23,2 Prozent der Inserate Deutsch. Im Ouest lausannois, also in den unmittelbar angrenzenden Gemeinden, sind es 47,9 Prozent — fast das Doppelte. Der Grund ist die Wirtschaftsstruktur des Gürtels: Industrie- und Bauunternehmen, ein Versicherer, ein Getränkegrossist, eine Aufzugsgruppe, allesamt deutschschweizerisch geführte Häuser mit Sitz oder Zentrale ausserhalb der Romandie. Wer Deutsch spricht und Französisch lernt, hat dort einen Vorteil, den er in der Innenstadt nicht hätte.
Umgekehrt läuft die Côte: 32,9 Prozent ihrer Inserate mit Sprachangabe verlangen ausschliesslich Englisch, in der Stadt Lausanne sind es 22,8 Prozent, im Ouest lausannois nur 4,2 Prozent. Dahinter stehen eine Online-Bank, ein Medizintechnikkonzern und eine internationale Schule. Im Chablais wiederum verlangt jedes einzelne Inserat mit Sprachangabe Französisch und kein einziges kommt ohne aus.
Wenn du also nur eine Sprache mitbringst, entscheidet nicht dein Beruf, sondern die Himmelsrichtung, in welchem Teil der Waadt du überhaupt kandidieren kannst. Und für 28,2 Prozent aller Waadtländer Inserate steht im Text gar keine Sprachanforderung — dort entscheidet die Sprache des Inserats selbst. Die Hälfte der Waadtländer Ausschreibungen ist auf Französisch verfasst, ein Fünftel auf Englisch, weniger als jede fünfzigste auf Deutsch.
Was die Waadt ausschreibt, das sonst niemand ausschreibt
Der auffälligste Unterschied zum Rest des Landes steht am Anfang der Laufbahn. 8,3 Prozent der Waadtländer Inserate sind Praktika, Trainee- oder Lehrstellen; im übrigen Land sind es 2,5 Prozent. Titel mit Junior-, Assistenz- oder Einstiegsbezeichnung machen 14,1 Prozent aus gegenüber 4,1 Prozent. Für Berufseinsteiger und Studienabgänger ist die Waadt damit der zugänglichste grosse Markt der Schweiz — was auch erklärt, warum die Bezirke Lausanne und Ouest lausannois mit je 5,8 Prozent die höchsten Arbeitslosenquoten des Kantons tragen, während der Kanton insgesamt bei 4,7 Prozent liegt.
Der zweite Block ist der internationale Sport. 91,7 Prozent aller Inserate von Sportverbänden und Sportorganisationen, die wir schweizweit erfassen, liegen in der Waadt — vom Internationalen Olympischen Komitee über den europäischen Fussballverband bis zum Weltschwimmverband. Der Kanton beziffert selbst «plus de 60 fédérations et autres organisations sportives internationales» auf seinem Gebiet, und die Stadt trägt seit 1994 den Titel der olympischen Hauptstadt; das IOK sitzt seit 1915 hier. Für Bewerber ist der praktische Hinweis wichtiger als die Zahl: Über die Hälfte dieser Ausschreibungen sind Praktika, oft mit klarer Laufzeit und internationalem Bewerberfeld.
Dazu kommen zwei Bereiche, die im Rest der Schweiz deutlich seltener ausschreiben: Bauberufe und Baustellenfunktionen erreichen in der Waadt 9,1 Prozent der Inserate gegenüber 2 Prozent im übrigen Land, Gastronomie und Hotellerie 5,1 Prozent gegenüber 2,2 Prozent. Gesundheits- und Sozialberufe liegen bei 14,8 Prozent gegenüber 10,3 Prozent, Forschung und technologienahe Rollen bei 7,1 Prozent gegenüber 4 Prozent.
Und eine Zahl, die gegen die Erwartung läuft: Teilzeit ist in der Waadt seltener als anderswo. 3,8 Prozent der Inserate sind ausdrücklich Teilzeit, im übrigen Land 5,6 Prozent. Wer ein reduziertes Pensum sucht, muss hier häufiger danach fragen, als er es in der Deutschschweiz müsste.
Wenn du im Kanton Waadt arbeitslos wirst
Die Anmeldung läuft über das Office régional de placement, das Waadtländer Gegenstück zum RAV. Der Kanton nennt zwei Wege: online über job-room.ch mit der Rubrik «Inscription auprès du service de l’emploi (ORP)», oder ohne Termin direkt am Schalter des ORP deiner Region. Meldest du dich online an, hält der Kanton ausdrücklich fest: «L’ORP de votre région vous contactera ensuite par téléphone sous 24 heures» — bleib in diesem Zeitfenster erreichbar, sonst kann die Anmeldung nicht abgeschlossen werden.
Der Kanton weist ebenso ausdrücklich darauf hin, dass travail.swiss für Informationen und job-room.ch für die Online-Dienste die einzigen offiziellen Seiten sind. Alles, was dir sonst eine Anmeldung gegen Gebühr anbietet, ist keine.
Zur Lage: Ende Juli 2026 lag die Waadtländer Arbeitslosenquote bei 4,7 Prozent und damit stabil, während sie national und in der Romandie um 0,1 Punkte stieg. Ein Jahr zuvor waren es 4,3 Prozent. Innerhalb des Kantons sind die Bezirke Lausanne und Ouest lausannois mit je 5,8 Prozent am stärksten betroffen, gefolgt von Aigle mit 5,2 Prozent. Das ist die andere Seite derselben Medaille wie die vielen Einstiegsstellen: viel Bewegung, viel Konkurrenz.
Diese Seite ersetzt keine Beratung. Prüfe deine persönliche Situation immer mit deinem ORP — Fristen, Anspruch und Vermittlungsfähigkeit werden dort und nicht hier entschieden.
Marktangaben aus unserer laufenden Auswertung der von uns erfassten offenen Schweizer Inserate, Stand August 2026. «Waadtländer Inserate» meint den Kanton Waadt, bestimmt über die Ortsangabe des Inserats: Gemeindenamen des Kantons sowie die Kantonsangabe selbst. Inserate, deren Ortsangabe zwar Waadtländisch aussieht, deren Text aber auf Spanisch oder Portugiesisch verfasst ist oder deren Arbeitgeber ausserhalb der Schweiz sitzt, sind ausgeschlossen und im Text eigens ausgewiesen. Das Alter eines Inserats ist der Abstand zwischen Veröffentlichungsdatum und dem 23. August 2026; für 98,9 Prozent der Waadtländer Inserate liegt ein Veröffentlichungsdatum vor. Sprachangaben beziehen sich auf die 71,8 Prozent der Waadtländer Inserate, die überhaupt Anforderungen nennen. Branchen und Senioritätsstufen werden aus Stellentitel und Arbeitgebernamen abgeleitet und sind eine Näherung. Wir veröffentlichen Anteile, keine absoluten Bestandszahlen. Angaben zur Anmeldung beim ORP, zur Arbeitslosenquote und zum internationalen Sport stammen vom Kanton Waadt, die Angaben zur olympischen Hauptstadt von der Stadt Lausanne.
Quellen
- Kanton Waadt — Anmeldung der Stellensuchenden beim ORP
- Kanton Waadt — Arbeitslosigkeit im Juli 2026: Quote stabil bei 4,7 Prozent
- Kanton Waadt — Internationaler Sport im Kanton
- Stadt Lausanne — internationale Sportverbände und olympische Hauptstadt
- Kanton Waadt als Arbeitgeber — offene Stellen
- CHUV Lausanne — Stellenportal des Universitätsspitals
- arbeit.swiss — Informationen für Stellensuchende
Verwandte Fragen
Was unser Stellenindex über den Schweizer Markt sagt
Live aus unserem eigenen Index berechnet, nicht aus einer Studie zitiert. Nur Anteile, Stand heute.
Sprache der Inserate
- Deutsch
- 60%
- English
- 23%
- Français
- 13%
- Italiano
- 3%
Von den Inseraten mit Sprachanforderung verlangen
- Deutsch
- 70%
- English
- 43%
- Français
- 21%
- Italiano
- 3%
19% in den letzten 7 Tagen ausgeschrieben · Grösste Märkte: Zürich 18% · Bern 10% · Genève 5% · Basel 5%






