Alle Fragen

Jobsuche

Wo finde ich Jobs über 50 — und wonach muss ich dafür eigentlich suchen?

Aktualisiert:

Kurz gesagt

Nach dem Alter zu suchen bringt nichts: Ein Alterswort wie «50+» kommt in den ausgewerteten Inseraten praktisch nie vor, es gibt also kein Segment, das du ansteuern könntest. Was es gibt, ist eine Jahresschwelle — und die steht seltener, als du denkst. Nur 8,1 Prozent der ausgewerteten Inseratstexte nennen überhaupt eine Zahl von Jahren, und von jenen, die fünf Jahre oder mehr verlangen, sind 73,6 Prozent englischsprachig. In deutschsprachigen Inseraten steht eine Jahresschwelle in 0,9 Prozent der Fälle. Such deshalb nach Beruf, Ort und Pensum.

Diese Seite erklärt öffentlich zugängliche Zahlen und Angebote und ersetzt keine Beratung. Ob du Anspruch auf viamia oder auf Leistungen der Arbeitslosenversicherung hast, entscheidet nicht diese Seite, sondern die Anlaufstelle in deinem Wohnkanton beziehungsweise dein RAV. Die kantonale Praxis unterscheidet sich.

Die Schweizer Jobportale auf einen Blick

Bild anklicken für die grosse Ansicht. Was jedes Portal wirklich ist, steht daneben.

  1. SwissJobs.app: Über 21 000 offene Schweizer Stellen aus ATS-Systemen, Firmenseiten und LinkedIn an einem Ort — und aus jedem Inserat heraus direkt Lebenslauf, Motivationsschreiben, CV-Check und Interviewvorbereitung. Das RAV-Formular für die Arbeitsbemühungen füllt sich aus dem Bewerbungstracker. Kostenlos nutzbar, Konto erst beim Speichern.

    1. SwissJobs.appUnsere App

    Über 21 000 offene Schweizer Stellen aus ATS-Systemen, Firmenseiten und LinkedIn an einem Ort — und aus jedem Inserat heraus direkt Lebenslauf, Motivationsschreiben, CV-Check und Interviewvorbereitung. Das RAV-Formular für die Arbeitsbemühungen füllt sich aus dem Bewerbungstracker. Kostenlos nutzbar, Konto erst beim Speichern.

    SwissJobs.app →

  2. jobs.ch: Die bekannteste Jobbörse der Deutschschweiz und der grösste Index im Land. Gehört zur JobCloud AG — wie jobup.ch und JobScout24.

    2. jobs.ch

    Die bekannteste Jobbörse der Deutschschweiz und der grösste Index im Land. Gehört zur JobCloud AG — wie jobup.ch und JobScout24.

    jobs.ch →

  3. jobup.ch: Der Standard in der Westschweiz. Für die Romandie die erste Adresse, gehört aber derselben JobCloud AG wie jobs.ch.

    3. jobup.ch

    Der Standard in der Westschweiz. Für die Romandie die erste Adresse, gehört aber derselben JobCloud AG wie jobs.ch.

    jobup.ch →

  4. JobScout24: Dritte Marke derselben Firma. Wer alle drei durchsucht, um breiter zu suchen, sucht dreimal beim selben Anbieter.

    4. JobScout24

    Dritte Marke derselben Firma. Wer alle drei durchsucht, um breiter zu suchen, sucht dreimal beim selben Anbieter.

    JobScout24 →

  5. Indeed Schweiz: Die breiteste Aggregation, weil Indeed auch von anderen Portalen einsammelt — dafür mit vielen Doubletten desselben Inserats.

    5. Indeed Schweiz

    Die breiteste Aggregation, weil Indeed auch von anderen Portalen einsammelt — dafür mit vielen Doubletten desselben Inserats.

    Indeed Schweiz →

  6. LinkedIn Jobs: Der beste Ruf für englischsprachige und internationale Rollen in der Schweiz. Für handwerkliche, pflegerische und kaufmännische Stellen deutlich dünner.

    6. LinkedIn Jobs

    Der beste Ruf für englischsprachige und internationale Rollen in der Schweiz. Für handwerkliche, pflegerische und kaufmännische Stellen deutlich dünner.

    LinkedIn Jobs →

  7. jobagent.ch: Meta-Suche über die Schweizer Jobbörsen, «Alle Jobs der Schweiz auf einen Blick». Stärke ist das Job-Abo: eine gespeicherte Suche, die neue Inserate von allen angeschlossenen Portalen per Mail schickt. Dazu Lohnrechner und Bewerbungs-Ratgeber.

    7. jobagent.ch

    Meta-Suche über die Schweizer Jobbörsen, «Alle Jobs der Schweiz auf einen Blick». Stärke ist das Job-Abo: eine gespeicherte Suche, die neue Inserate von allen angeschlossenen Portalen per Mail schickt. Dazu Lohnrechner und Bewerbungs-Ratgeber.

    jobagent.ch →

  8. SwissDevJobs: Nur IT und Software, dafür konsequent: «183 IT & Software developer jobs in Switzerland», gefiltert nach Technologie (C#, Java, Python, DevOps, ML) statt nach Branche. Publiziert Lohnstatistiken und führt die Firmen auf, die ihre Bandbreiten offenlegen. Die Seite ist auf Englisch.

    8. SwissDevJobs

    Nur IT und Software, dafür konsequent: «183 IT & Software developer jobs in Switzerland», gefiltert nach Technologie (C#, Java, Python, DevOps, ML) statt nach Branche. Publiziert Lohnstatistiken und führt die Firmen auf, die ihre Bandbreiten offenlegen. Die Seite ist auf Englisch.

    SwissDevJobs →

Stellen nach Beruf, Ort oder Sprache

Tippe einen Beruf, eine Stadt oder eine Sprache, die Seite zeigt die aktuell offenen Inserate dazu.

Alle offenen Stellen durchsuchen →

Der zweite Punkt ist der Kontext, den die Frage meistens nicht mitliefert. Das Bundesamt für Statistik weist für die 55- bis 64-Jährigen eine Erwerbsquote von 77,8 Prozent aus, gegenüber 71,6 Prozent zehn Jahre zuvor. Und die Erwerbslosenquote nach ILO-Definition liegt in dieser Altersgruppe bei 3,4 Prozent — tiefer als die 4,3 Prozent über alle 15- bis 74-Jährigen. Wer über fünfzig eine Stelle hat, verliert sie also seltener als der Durchschnitt. Das ist die eine Hälfte der Wahrheit; die andere steht in der Arbeitslosenstatistik des SECO.

Dort machen die 50- bis 64-Jährigen 27,8 Prozent aller registrierten Arbeitslosen aus, die 25- bis 49-Jährigen 63,2 Prozent und die 15- bis 24-Jährigen 8,8 Prozent. Diese Anteile sind kein Risikomass — die mittlere Gruppe umfasst 25 Jahrgänge, die ältere 15. Aussagekräftig ist die Dauer daneben: 54,4 Prozent aller Arbeitslosen sind ein bis sechs Monate registriert, 28,9 Prozent sieben bis zwölf Monate, 16,7 Prozent länger als ein Jahr. Der Engpass über fünfzig liegt nicht bei der Anstellung, sondern beim Wiedereinstieg — also genau bei der Suche.

Und die Suche hat drei Stellschrauben, die sich an den Inseraten selbst ablesen lassen. Erstens die Sprache des Inserats: In deutschsprachigen Ausschreibungen wird Erfahrung genannt, aber nicht quantifiziert. Zweitens das Berufsfeld: In der Pflege nennt 1,0 Prozent der Texte eine Jahreszahl, in der Medizin 1,2, im Gastgewerbe 1,9, im Verkauf 2,0 und im Handwerk 4,0 Prozent — im Finanzbereich dagegen 16,6 Prozent. Drittens das Pensum: 22,4 Prozent aller Inseratstitel tragen eine Prozentzahl, und bei 74 Prozent davon beginnt das Pensum unter 100 Prozent.

Anteil der Inserate, die eine Zahl von Jahren an Erfahrung nennen, nach Berufsfeld
Anteil der Inserate, die eine Zahl von Jahren an Erfahrung nennen, nach BerufsfeldBank & Versicherung16.6ProzentPharma & Life Sciences13.3ProzentIT8.6ProzentLogistik7.9ProzentBau & Planung7.8ProzentKaufmännisch & HR5ProzentHandwerk & Technik4ProzentBildung & Betreuung3.3Prozent

Je Berufsfeld: Anteil der ausgewerteten Inseratstexte, in denen eine konkrete Jahreszahl als Erfahrungsanforderung steht. Laufende Auswertung der erfassten offenen Schweizer Inserate, Stand August 2026.

  • Such nach Beruf, Ort und Pensum — nie nach dem Alter. In den ausgewerteten Inseratstexten steht ein Alterswort wie «50+» oder «ab 50» zweimal, in den Titeln kein einziges Mal. Ein Suchwort, das nirgends steht, liefert auch nichts.
  • Bleib in den deutschsprachigen Inseraten, wenn deine Laufbahn lang ist. Dort nennen 73,9 Prozent der Texte Erfahrung, aber nur 0,9 Prozent eine Jahreszahl. «Mehrjährig» steht in 1,2 Prozent, «langjährig» in 0,4 Prozent — beides ohne Obergrenze nach oben.
  • Die Felder, in denen niemand Jahre zählt: Pflege 1,0 Prozent, Medizin 1,2, Gastgewerbe 1,9, Verkauf 2,0, Handwerk 4,0. Die Felder, in denen gezählt wird: Finanzbereich 16,6 Prozent, Pharma und Life Sciences 13,3, IT 8,6.
  • Nimm das Pensum als zweiten Filter. 22,4 Prozent der Inseratstitel nennen eine Prozentzahl; bei 74 Prozent davon startet das Pensum unter 100 Prozent. Am dichtesten ist das Angebot in der Medizin mit 61,0 Prozent Teilzeitsignal und in der Pflege mit 59,1 Prozent.
  • Geh bei den institutionellen Arbeitgebern direkt auf die Stellenseite: Kanton, Stadt, Gemeinde, Spital, Klinik, Heim, Spitex, Schule, Hochschule. Sie stellen 8,4 Prozent der Inserate, aber 45,4 Prozent davon tragen ein Teilzeitsignal gegenüber 17,6 Prozent beim Rest — und nur 1,5 Prozent nennen eine Jahreszahl.
  • Nutze viamia, die kostenlose Standortbestimmung der kantonalen Laufbahnberatung ab 40 Jahren. Voraussetzung ist laut viamia, dass du «keinen Anspruch auf vergleichbare Angebote von ALV, IV oder Sozialhilfe» hast. Bist du beim RAV angemeldet, läuft die Beratung über das RAV.

Was die amtlichen Zahlen über die Fünfzigjährigen sagen

Die Frage «Wo finde ich Jobs über 50?» trägt eine Annahme mit sich: dass der Arbeitsmarkt ab fünfzig eng wird. Die Statistik des Bundes stützt diese Annahme nur zur Hälfte. In der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung 2024 lag die Erwerbsquote der 55- bis 64-Jährigen bei 77,8 Prozent. Zehn Jahre zuvor waren es 71,6 Prozent, der Zuwachs beträgt also 6,1 Prozentpunkte. Bei den Frauen fiel er mit 7,8 Punkten auf 71,9 Prozent stärker aus als bei den Männern mit 4,5 Punkten auf 83,6 Prozent. Der Anteil dieser Altersgruppe am Arbeitsmarkt ist über ein Jahrzehnt hinweg nicht geschrumpft, sondern deutlich gewachsen.

Noch klarer ist die zweite Zahl aus derselben Erhebung. Die Erwerbslosenquote nach der Definition des Internationalen Arbeitsamtes lag 2024 bei den 55- bis 64-Jährigen bei 3,4 Prozent, bei den 15- bis 74-Jährigen insgesamt bei 4,3 Prozent. Frauen dieser Altersgruppe kamen mit 3,1 Prozent sogar unter die gleichaltrigen Männer mit 3,8 Prozent. Das Bundesamt formuliert es in einem Satz: Personen im Alter von 55 bis 64 Jahren sind seltener erwerbslos als die Gesamtbevölkerung von 15 bis 74 Jahren. Wer diese Frage stellt, steht also nicht vor einem Markt, der ihn nicht will.

Dazu passt ein drittes Detail aus der Erhebung, das für die Suche brauchbarer ist, als es zunächst aussieht: Das Durchschnittsalter der Erwerbsbevölkerung liegt bei 42,3 Jahren, in der Land- und Forstwirtschaft aber bei 47,9 und im Gastgewerbe bei 40,6. Und Selbstständigerwerbende sind mit 49,2 Jahren im Schnitt fast sieben Jahre älter als Arbeitnehmende mit 42,4. Die Altersstruktur ist keine Eigenschaft «des» Arbeitsmarkts, sondern eine Eigenschaft von Branchen und Erwerbsformen. Genau deshalb lohnt es sich, die Suche über Branche und Erwerbsform zu steuern statt über eine Formulierung im Lebenslauf.

Der Engpass liegt beim Wiedereinstieg, nicht bei der Anstellung

Die zweite amtliche Quelle ist die monatliche Arbeitsmarktstatistik des SECO. Im Juli 2026 lag die Arbeitslosenquote schweizweit bei 3,0 Prozent. Von allen registrierten Arbeitslosen entfielen 27,8 Prozent auf die 50- bis 64-Jährigen, 63,2 Prozent auf die 25- bis 49-Jährigen und 8,8 Prozent auf die 15- bis 24-Jährigen; auf die ab 65-Jährigen entfiel 0,1 Prozent.

Diese Anteile werden oft falsch gelesen. Sie sagen nicht, wie hoch das Risiko in einer Altersgruppe ist, sondern nur, wie sich der Bestand zusammensetzt — und die mittlere Gruppe umfasst 25 Jahrgänge, die ältere bloss 15. Wer daraus ein Risiko ableiten will, braucht die Quote, und die steht in der Erhebung des Bundesamts: 3,4 gegenüber 4,3 Prozent, zugunsten der Älteren.

Aussagekräftig ist dagegen die Dauer, die das SECO im selben Monat ausweist. 54,4 Prozent der registrierten Arbeitslosen sind seit einem bis sechs Monaten gemeldet, 28,9 Prozent seit sieben bis zwölf Monaten und 16,7 Prozent seit über einem Jahr. Der letzte Anteil ist die eigentliche Grösse hinter der Frage: Wer über fünfzig aus einer Stelle herausfällt, sucht im Schnitt länger, weil die Zahl der Stellen, die zu einer dreissigjährigen Laufbahn passen, kleiner ist als die Zahl der Stellen überhaupt. Der Rest dieser Antwort handelt davon, wo diese Stellen stehen.

Jahre werden in Schweizer Inseraten fast nie gezählt

In unserer laufenden Auswertung der erfassten offenen Schweizer Inserate nennen 76,4 Prozent der Texte Erfahrung in irgendeiner Form. Eine konkrete Zahl von Jahren steht in 8,1 Prozent. Fünf Jahre oder mehr verlangen 4,9 Prozent aller Inserate, zehn Jahre oder mehr 0,9 Prozent. Unter den Inseraten, die überhaupt zählen, ist die Fünf die häufigste Zahl mit 34,1 Prozent, gefolgt von drei Jahren mit 19,7 und zwei Jahren mit 11,8 Prozent. Eine Anforderung von zwanzig oder dreissig Jahren existiert praktisch nicht.

Der auffälligste Befund ist aber nicht die Höhe der Schwelle, sondern wo sie steht. Von den Inseraten, die fünf Jahre oder mehr verlangen, sind 73,6 Prozent englischsprachig und 19,2 Prozent französischsprachig; deutschsprachige machen 4,8 Prozent aus. Zum Vergleich: Im gesamten ausgewerteten Bestand sind 57,8 Prozent der Inserate deutsch- und 25,8 Prozent englischsprachig. Die Jahresschwelle ist also weit überwiegend eine Konvention der englischsprachigen Ausschreibung — importiert mit einer Vorlage, nicht gewachsen aus dem Schweizer Arbeitsmarkt.

Dasselbe von der anderen Seite gerechnet: In deutschsprachigen Inseraten nennen 73,9 Prozent der Texte Erfahrung, aber nur 0,9 Prozent eine Jahreszahl. Statt zu zählen, nennen sie einen Abschluss — EFZ, Fachausweis, Diplom oder Studium stehen in 21,3 Prozent der deutschsprachigen Texte. Bei englischsprachigen Inseraten stehen Abschluss und Jahreszahl mit 19,5 gegenüber 21,1 Prozent etwa gleichauf. Ein deutschsprachiges Inserat fragt, was du gelernt hast und was du machen kannst; ein englischsprachiges fragt zusätzlich, wie lange.

Ein Wort zur Belastbarkeit: Diese Auswertung liest gekürzte Zusammenfassungen der Inserate, nicht jeden Satz jedes Textes, und sie deckt rund drei Viertel der erfassten Inserate ab. Die absoluten Anteile sind deshalb eher zu tief als zu hoch. Der Vergleich zwischen den Gruppen bleibt trotzdem gültig, weil alle Gruppen gleich gemessen werden — und er wurde zusätzlich mit einem groben Test gegengeprüft, der jede Wortkombination aus Zahl und Jahresangabe im ganzen Text sucht: 1,0 Prozent bei deutschsprachigen Inseraten, 21,3 bei englischsprachigen, 14,5 bei französischsprachigen und 12,6 bei italienischsprachigen.

Wo Erfahrung verlangt, aber nicht gezählt wird

Damit lässt sich die Frage nach dem Wo beantworten, ohne über das Alter zu sprechen. Gesucht sind Felder, in denen Erfahrung ausdrücklich verlangt wird, die Anforderung aber nie in eine Jahreszahl übersetzt wird — dort kann eine lange Laufbahn nicht am Zahlenvergleich scheitern. In der Pflege steht eine Jahreszahl in 1,0 Prozent der Texte, in der Medizin in 1,2, im Gastgewerbe in 1,9, im Verkauf in 2,0, im Bildungs- und Betreuungsbereich in 3,3 und im Handwerk in 4,0 Prozent. Am anderen Ende stehen der Finanzbereich mit 16,6 Prozent, Pharma und Life Sciences mit 13,3 und die IT mit 8,6 Prozent.

Der zweite Zugang führt über den Arbeitgebertyp. Inserate von Kantonen, Städten, Gemeinden, Spitälern, Kliniken, Heimen, Spitex-Organisationen, Schulen, Hochschulen und Anstalten des Bundes machen 8,4 Prozent des erfassten Bestands aus. In dieser Gruppe nennen 66,8 Prozent der Texte Erfahrung, aber nur 1,5 Prozent eine Jahreszahl — ein Sechstel des Marktdurchschnitts. In der Deutschschweiz stammen 9,5 Prozent der Inserate von solchen Arbeitgebern, in der Romandie 2,6 und im Tessin 0,7 Prozent. Von allen Pflegeinseraten stammen 39,6 Prozent von ihnen.

Und ein dritter Hinweis liegt in der Standzeit. Inserate mit einer Jahreszahl stehen im Median 36 Tage offen, die übrigen 24. Bei denen, die fünf Jahre oder mehr verlangen, bleiben 39,7 Prozent länger als zwei Monate online gegenüber 29,6 Prozent aller ausgewerteten Inserate. Wer die Schwelle erfüllt, bewirbt sich also überdurchschnittlich oft auf eine Stelle, die der Betrieb seit Wochen nicht besetzt bekommt. Das ist die einzige Stelle, an der eine hohe Jahreszahl im Inserat ein Vorteil ist — vorausgesetzt, du bewirbst dich, statt sie als Ausschlusskriterium zu lesen.

Das Pensum ist der Filter, den fast niemand benutzt

Viele, die diese Frage stellen, wollen nicht dieselbe Stelle wie mit vierzig, sondern eine mit weniger Prozenten — als Übergang, aus gesundheitlichen Gründen oder weil daneben Betreuungsarbeit liegt. Das ist in Schweizer Inseraten erstaunlich gut sichtbar: 22,4 Prozent aller Inseratstitel tragen eine Prozentzahl im Titel selbst. Bei 74 Prozent dieser Titel beginnt das Pensum unter 100 Prozent, das sind 16,6 Prozent aller erfassten Inserate. Die häufigste Angabe ist die Bandbreite von 80 bis 99 Prozent mit 46,1 Prozent der Pensumstitel, gefolgt von 100 Prozent mit 26,0, von 60 bis 79 Prozent mit 12,9 und von unter 60 Prozent mit 7,2 Prozent.

Wie dicht das Angebot ist, hängt stark vom Feld ab. Zählt man das Teilzeitsignal aus Anstellungsart und Pensumsangabe zusammen, tragen es 61,0 Prozent der Inserate in der Medizin, 59,1 Prozent in der Pflege, 45,9 Prozent im Bildungs- und Betreuungsbereich, 29,4 Prozent im kaufmännischen Bereich und 24,5 Prozent im Bau. Am unteren Ende stehen Logistik mit 9,7, Pharma mit 10,0 und Handwerk mit 10,3 Prozent. Wer ein reduziertes Pensum sucht, sucht damit faktisch in Gesundheit, Bildung und Verwaltung — dieselben Felder, in denen niemand Jahre zählt.

Regional ist das Angebot ebenfalls ungleich verteilt: In der Deutschschweiz trägt 22,1 Prozent der Inserate ein Teilzeitsignal, in der Romandie 11,2 und im Tessin 9,6 Prozent, wobei die Tessiner Zahl auf einer kleinen Basis steht. Bei den institutionellen Arbeitgebern liegt der Anteil bei 45,4 Prozent gegenüber 17,6 Prozent bei allen übrigen — das ist der grösste einzelne Unterschied in dieser ganzen Auswertung.

viamia: die kostenlose Standortbestimmung ab 40

Für die Suche selbst gibt es ein offizielles Angebot, das genau auf diese Altersgruppe zugeschnitten ist und erstaunlich wenig bekannt ist: viamia. Es richtet sich an Menschen ab 40 Jahren, wird von den kantonalen Berufs-, Studien- und Laufbahnberatungen durchgeführt und ist für die Ratsuchenden kostenlos. Auf der Startseite steht die Einladung, «eine kostenlose persönliche Beratung» zu buchen; gemeinsam wird die berufliche Situation analysiert, geprüft, ob die eigenen Fähigkeiten auf dem Arbeitsmarkt gefragt sind, und geschaut, welche Weiterentwicklung möglich ist.

Eine Bedingung ist ausdrücklich festgehalten und wird oft übersehen: Du hast «keinen Anspruch auf vergleichbare Angebote von ALV, IV oder Sozialhilfe». Wer beim RAV angemeldet ist, bekommt die Standortbestimmung also über das RAV und nicht über viamia — nicht als Schlechterstellung, sondern weil die Arbeitslosenversicherung dieselbe Leistung bereits schuldet. Wer unsicher ist, fragt bei der viamia-Anlaufstelle im Wohnkanton nach; genau dazu rät die Website selbst.

Die Umsetzung ist kantonal, und sie ist nicht überall gleich. Für den Kanton Aargau hält viamia ausdrücklich fest, dass das Angebot dort nicht geführt wird und man sich direkt beim Kanton nach Alternativen erkundigen soll. In den übrigen Kantonen führt die Website je eine Anlaufstelle mit Adresse und Telefonnummer auf — in der Deutschschweiz die BIZ und Laufbahnzentren, in der Romandie die Offices d'orientation und die Cité des Métiers in Genf, im Tessin das Ufficio dell'orientamento scolastico e professionale in Lugano. Daneben gibt es ein Online-Portal zur Selbsterkundung mit Fragebögen zur Standortbestimmung.

Die Suche in vier Schritten

Erstens: Stell die Suche von der Person auf die Stelle um. Ein Alterswort taucht in den ausgewerteten Inseratstexten zweimal auf und in keinem einzigen Titel; es gibt also weder ein Segment noch einen Vorwurf, gegen den du dich verteidigen müsstest. Was du eingibst, ist der Berufsname, der Ort und, wenn du reduzieren willst, das Pensum.

Zweitens: Lies die Sprache des Inserats als Filter mit. Ein englischsprachiges Inserat setzt in mehr als jedem fünften Fall eine Jahresschwelle, ein deutschsprachiges in weniger als jedem hundertsten. Wenn deine Laufbahn lang ist und dein Deutsch, Französisch oder Italienisch gut, kostet dich die Beschränkung auf die Landessprache wenig und erspart dir den Zahlenvergleich fast ganz.

Drittens: Nimm die Arbeitgeber, nicht nur die Inserate. 8,4 Prozent der Ausschreibungen stammen von Kantonen, Gemeinden, Spitälern, Heimen und Schulen — jene Gruppe mit dem höchsten Teilzeitanteil und der tiefsten Zählquote. Diese Arbeitgeber schreiben zusätzlich auf ihren eigenen Stellenseiten aus, und viele davon in Wellen, die nicht überall gleichzeitig sichtbar werden.

Viertens: Buch die Standortbestimmung, bevor du hundert Bewerbungen schreibst. viamia ab 40 ist kostenlos, und die Frage, die dort beantwortet wird — welche deiner Fähigkeiten auf dem heutigen Markt gefragt sind —, ist dieselbe Frage, die über die Trefferquote deiner Bewerbungen entscheidet. Bist du beim RAV angemeldet, stellst du sie dort.

Die Anteile zu den Inseraten stammen aus der laufenden Auswertung der von uns erfassten offenen Schweizer Inserate, Stand August 2026. Ausgewertet werden gekürzte Zusammenfassungen der Inseratstexte, die für rund drei Viertel der erfassten Inserate vorliegen; Anforderungen, die nur im Volltext stehen, fehlen darin. Die absoluten Anteile sind deshalb eher zu tief angesetzt, die Vergleiche zwischen Sprachen, Feldern und Arbeitgebertypen werden aber alle gleich gemessen. Die Zahlen zur Erwerbsbeteiligung stammen aus der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung 2024 des Bundesamts für Statistik, die Zahlen zur Arbeitslosigkeit aus der Arbeitsmarktstatistik des SECO für Juli 2026.

Offene Stellen nach Beruf, Ort und Pensum durchsuchen

Quellen

Verwandte Fragen

← Alle Fragen

Was unser Stellenindex über den Schweizer Markt sagt

Live aus unserem eigenen Index berechnet, nicht aus einer Studie zitiert. Nur Anteile, Stand heute.

Sprache der Inserate

Deutsch
60%
English
23%
Français
13%
Italiano
3%

Von den Inseraten mit Sprachanforderung verlangen

Deutsch
70%
English
43%
Français
21%
Italiano
3%

19% in den letzten 7 Tagen ausgeschrieben · Grösste Märkte: Zürich 18% · Bern 10% · Genève 5% · Basel 5%