SwissJobs.app oder Google Gemini — kann ein Chatbot einen Schweizer CV?
Aktualisiert:
Kurz gesagt
Die Sätze ja, die Datei nein. arbeit.swiss sagt es unmissverständlich: Bewerbungsunterlagen werden als PDF-Datei gespeichert und versendet. Googles eigene Hilfe nennt als Ausgabewege für ein Canvas-Dokument «Export to Docs» und «Copy contents» — PDF steht dort für Folien und für Dokumente mit LaTeX, ein Word-Export nirgends. Gemini formuliert deutschen Bewerbungstext souverän und kostet in der Grundversion CHF 0 im Monat. Für das Dokument, das am Ende verschickt wird, brauchst du danach ein zweites Produkt. Stand: 4. September 2026.
Das ist keine Kleinigkeit, sondern der ganze Unterschied zwischen einem Text und einem Bewerbungsdossier. Ein Schweizer Lebenslauf ist ein gestaltetes Blatt: Kopfzeile mit Wohnort und Bewilligung, eine Spalte mit Sprachen und Pensum, ein Foto oben rechts, alles auf eine kontrollierte Seitenzahl gebracht. Das entsteht nicht dadurch, dass jemand gute Sätze schreibt. Es entsteht dadurch, dass ein Werkzeug weiss, wie breit eine Spalte ist und wann eine Seite voll ist.
Deshalb läuft die ehrliche Antwort auf diese Frage nicht auf «Chatbot gut» oder «Chatbot schlecht» hinaus, sondern auf eine Arbeitsteilung. Für alles, was Sprache ist — kürzen, übersetzen, eine Formulierung entschärfen, ein langes Inserat für dich lesen — ist Gemini gratis und stark. Für alles, was Dokument ist, brauchst du etwas, das eine Seite setzen und exportieren kann.
In Tagen, aus den Fristen, die Google in seinen Datenschutzhinweisen für Gemini-Apps selbst nennt, gelesen am 4. September 2026: 72 Stunden, drei Monate, achtzehn Monate, drei Jahre. Der letzte Balken ist der wichtige — Unterhaltungen, die Prüfer angesehen haben, verschwinden laut derselben Seite nicht, wenn du deine Aktivitäten löschst.
- Google Gemini — Preis in der Schweiz: CHF 0 im Monat mit einem Google-Konto, Google AI Plus CHF 5, Google AI Pro CHF 17, Google AI Ultra ab CHF 100 und CHF 170 für die höchste Stufe · Konto: Chatten geht mit Konto, Canvas ausdrücklich nur angemeldet («you must be signed in to Gemini Apps») · Bezug zum Inserat: nur so gut wie das, was du selbst hineinkopierst; das Modell kennt keine offene Schweizer Stelle · Ausgabe: Export nach Google Docs, Entwurf in Gmail, Tabellen nach Google Sheets, Code nach Colab und Replit — PDF nennt die Canvas-Hilfe für Folien und für Dokumente mit LaTeX, Word nirgends · Schweizer Zeilen: kein Feld für Bewilligung, Pensum oder Sprachniveau, weil ein Chatfenster keine Felder hat · Sprachen: über 70 in der Web-App, Deutsch, Französisch und Italienisch darunter.
- SwissJobs.app — Preis: sieben Tage gratis, danach CHF 15 im Monat oder CHF 95 im Jahr; wer beim Gratis-Konto bleibt, hat 5 Dokumente pro Tag und 10 pro rollender Woche · Konto: erst beim Sichern und beim Herunterladen verlangt, davor arbeitet der Editor anonym · Bezug zum Inserat: die Ausschreibung ist der Ausgangstext, nicht eine leere Vorlage; jede erzeugte Zeile bleibt anschliessend von Hand und per Anweisung veränderbar · Ausgabe: zwei Dateiformate, PDF und Word, keines davon mit Wasserzeichen — im Word-File fehlt allerdings das Porträt, weil dieser Export nur Text und Struktur mitnimmt · Schweizer Zeilen: eigenes Feld für die Bewilligung, sichtbar im Kopf und in der Seitenspalte, dazu Sprachniveaus, Porträt, Pensum und das Blatt für die Arbeitsbemühungen · Sprachen: vier eigenständige Sprachfassungen.
Wen wählen?
Der Unterschied ist nicht das Werkzeug, sondern womit es anfängt: Bei uns liegt das Inserat schon da. Du wählst die Stelle direkt aus unserem eigenen Schweizer Stellenindex — bei Google Gemini hinein.
Nimm SwissJobs.app, wenn
Die Stelle direkt auswählen — Wir führen den Stellenindex selbst. Der Inseratstext ist bereits drin, und alles Weitere entsteht gegen genau diesen Text — kein Suchen, kein Kopieren, kein Einfügen.
Vier Werkzeuge statt einem — Lebenslauf, Motivationsschreiben zum selben Inserat, CV-Check gegen dieses Inserat und Interviewvorbereitung — aus einem Konto und mit denselben Daten.
Das RAV-Formular — Die Arbeitsbemühungen werden aus deinem Bewerbungstracker gefüllt und als offizielles SECO-Blatt ausgedruckt. Kein anderes Werkzeug in diesem Vergleich hat das.
Word-Export ohne Wasserzeichen — PDF und DOCX, beide sauber. Viele Anbieter geben im Gratisplan nur eine Textdatei heraus oder setzen ein Wasserzeichen aufs Dokument.
Anfangen ohne Konto — Die Werkzeuge öffnen ohne Anmeldung. Nach dem Konto gefragt wird beim Speichern und ab dem zweiten Dokument — der erste Download geht ohne.
Funktionsvergleich
| Funktion | SwissJobs.app | Google Gemini |
|---|---|---|
| Lebenslauf-Editor | Ja | Ja |
| Start ohne Konto | Ja | nicht ausgewiesen |
| PDF-Export ohne Wasserzeichen | Ja | nicht ausgewiesen |
| Word-/DOCX-Export | Ja | nicht ausgewiesen |
| KI passt den CV an ein konkretes Inserat an | Ja | nicht ausgewiesen |
| Inseratstext kommt aus eigenem Stellenindex | Ja | Nein |
| Änderung per KI-Prompt in Sekunden | Ja | nicht ausgewiesen |
| Vollständiges manuelles Editieren | Ja | Ja |
| Designvarianten | 54 (2 Layouts x 3 Schriften x 9 Akzentfarben) | nicht ausgewiesen |
| Schweizer Konventionen (Foto, Bewilligung, GER, Pensum) | Ja | nicht ausgewiesen |
| ATS-Struktur | Ja | nicht ausgewiesen |
| CV-Check gegen ein Inserat | Ja | Nein |
| Motivationsschreiben zum selben Inserat | Ja | Nein |
| Interviewvorbereitung | Ja | Nein |
| Bewerbungstracker | Ja | Nein |
| RAV-Formular Arbeitsbemühungen (SECO) | Ja | Nein |
| Eigener Schweizer Stellenindex | Ja | Nein |
| Job-Alarm per E-Mail | Ja | Nein |
| Sprachen der Oberfläche | DE / EN / FR / IT | nicht ausgewiesen |
| In der Schweiz gebaut | Ja | nicht ausgewiesen |
Stand 4. September 2026. «nicht ausgewiesen» heisst: auf der Anbieterseite nicht lesbar — nicht «gibt es nicht». Unsere Angaben stammen aus dem Code (lib/stripe/trialConfig.ts) und dem live durchlaufenen Ablauf, nicht aus Marketingtexten.
Preise nebeneinander
| Was du zahlst | SwissJobs.app | Google Gemini |
|---|---|---|
| Monatspreis | CHF 15 — alle sechs Werkzeuge, ein Abo | nicht ausgewiesen |
| Jahrespreis | CHF 95 im Jahr (= CHF 7.92 im Monat) — dieselben sechs Werkzeuge | nicht ausgewiesen |
| Gratis testenUnsere sieben Tage sind der volle Funktionsumfang, nicht eine eingeschränkte Vorschau. | 7 Tage voller Zugang, monatlich kündbar | nicht ausgewiesen |
| Was ohne Zahlung gehtWir schreiben die Grenze hin, weil das die Zahl ist, die ein Vergleich sonst weglässt. | Werkzeuge ohne Konto öffnen; Gratiskonto: 5 Dokumente/Tag, 10 pro rollender Woche | nicht ausgewiesen |
| Währung | CHF | nicht ausgewiesen |
| AbrechnungAchte bei jedem Anbieter auf Vier-Wochen-Perioden: das sind 13 Abbuchungen im Jahr statt 12. | Kalendermonat, jederzeit kündbar | nicht ausgewiesen |
Stand 4. September 2026. «nicht ausgewiesen» heisst: auf der Anbieterseite nicht lesbar — nicht «gibt es nicht». Unsere Angaben stammen aus dem Code (lib/stripe/trialConfig.ts) und dem live durchlaufenen Ablauf, nicht aus Marketingtexten.
Was Gemini beim Lebenslauf wirklich gut kann — und das ist mehr, als ihm zugetraut wird
Fangen wir bei dem an, wo der Chat gewinnt, sonst ist der Rest nichts wert. Gemini ist in der Grundversion gratis, und Googles eigene Verfügbarkeitsseite sagt, die Web-App laufe in über 70 Sprachen und in über 230 Ländern und Gebieten; Deutsch, Französisch und Italienisch stehen auf der Liste, die Schweiz ebenfalls. Für einen Bewerbungstext heisst das konkret: Du kannst einen deutschen Lebenslauf ins Französische bringen lassen, eine zu lange Passage auf drei Zeilen kürzen, eine schwammige Aufgabenbeschreibung in ein Verb mit Ergebnis verwandeln — und es kostet nichts.
Zweitens liest ein Modell ein Inserat schneller als du. Wenn eine Ausschreibung dreissig Zeilen Anforderungen aufzählt und du wissen willst, welche fünf davon wirklich tragend sind, ist genau das eine Aufgabe, für die ein Sprachmodell gebaut ist. Drittens: Es widerspricht. Du kannst ihm deinen bestehenden Lebenslauf geben und fragen, welche Stelle darin für eine Aussenstehende unverständlich bleibt. Diese Rückfrage bekommst du von keiner Vorlage.
Und viertens gibt es einen Weg, auf dem Gemini doch ein formatiertes Dokument anfasst: in Google Docs selbst. Googles Verfügbarkeitsliste für die Workspace-Experimente führt für «Help me create», also das Erzeugen formatierter Dokumente, unter anderem Englisch, Französisch, Deutsch und Italienisch auf. Wer ohnehin in Docs arbeitet, hat dort eine Schreibhilfe im Dokument statt daneben. Das ist ein realer Vorteil und der Grund, weshalb «Chatbot kann keine Dokumente» als pauschaler Satz falsch wäre.
Wo der Chat aufhört: beim Knopf, der die Datei erzeugt
Gemini hat für längere Texte eine eigene Arbeitsfläche, Canvas. Man kann dort direkt im Text schreiben, eine Auswahl markieren und umformulieren lassen, Länge und Tonfall verstellen und zu einer früheren Fassung zurück. Wer die Hilfeseite zu Canvas liest, findet aber auch, welche Werkzeuge die Leiste über dem Dokument bietet: Überschriften auszeichnen, fett, kursiv, Aufzählungszeichen, nummerierte Liste. Das ist die vollständige Liste.
Für einen Aufsatz reicht das. Für einen Lebenslauf reicht es nicht, und zwar an genau den Stellen, an denen ein Schweizer Dossier erkennbar wird: keine zweite Spalte für Sprachen und Fähigkeiten, kein Platz für ein Bewerbungsfoto, keine Kontrolle über Schrift, Farbe oder Seitenumbruch. Ein Lebenslauf ist kein langer Absatz mit Zwischentiteln.
Dann der Ausgang. Googles Hilfeartikel zum Exportieren zählt auf, wohin eine Antwort aus Gemini gehen kann: in ein neues Google-Doc, als Entwurf nach Gmail, eine Tabelle nach Google Sheets, Code nach Colab oder Replit. In der Canvas-Hilfe stehen für ein Dokument zwei Wege — «Export to Docs» und «Copy contents»; PDF wird dort für Folien genannt und für Dokumente, die LaTeX enthalten. Ein Word-Export kommt in beiden Artikeln nicht vor.
Praktisch heisst das: Der Weg vom Chat zur Bewerbungsdatei führt über Google Docs, dort setzt du das Layout selbst, und erst dort lädst du PDF oder Word herunter. Google sagt dazu in derselben Hilfe einen Satz, den man beim Bewerben mitdenken sollte: Wenn du Inhalte aus Gemini exportierst, gelten für sie die Bedingungen des Dienstes, in den du exportierst. Der Text wechselt also das Produkt, und mit ihm die Regeln.
Und ausgerechnet an dieser Stelle wird die amtliche Anleitung konkret. arbeit.swiss verlangt, die Bewerbungsunterlagen als PDF-Dateien zu speichern und zu versenden, und für die Zeugnisse geht die Vorgabe noch weiter: ohne Lücken, neuestes zuoberst, alles in einer einzigen PDF-Datei zusammengefasst, Diplome eingeschlossen. Dieselbe Anweisung steht auch in der französischen, italienischen und englischen Fassung der Seite. Das Format, das die Behörde verlangt, ist also genau jenes, das in Googles Hilfeartikeln für ein Textdokument nirgends auftaucht.
Die Schweizer Preisleiter, direkt von Googles Seite abgelesen
Auf der Abo-Seite von Gemini steht als Land «Schweiz», und die Beträge stehen in Franken: Die Gratisstufe kostet CHF 0 im Monat mit einem Google-Konto. Google AI Plus kostet CHF 5 und verspricht doppelt so hohe Nutzungslimits wie die Gratisversion. Google AI Pro kostet CHF 17 bei vierfachen Limits und enthält Gemini in Gmail, Docs und weiteren Apps. Google AI Ultra beginnt bei CHF 100 im Monat, die höchste Stufe kostet CHF 170.
Ein Detail, das man selten liest: Dieselbe Seite auf Englisch springt auf «United States» und zeigt Dollar — 0, 4.99, 19.99, 99.99 und 199.99 im Monat. Die Schweizer Stufe für AI Pro liegt damit unter der amerikanischen. Wer von aussen auf die englische Seite schaut und dort einen Preis abliest, liest den falschen; das Land ist auf der Seite umstellbar.
Für die Bewerbungsfrage ist die Leiter aber gar nicht der Punkt. Die Gratisstufe schreibt bereits sehr guten Text, und wer ein einzelnes Schreiben formulieren will, braucht kein Abo. Bezahlt wird bei Google für höhere Limits, für Videogenerierung, für Speicher und dafür, dass der Assistent in den Google-Apps sitzt — nicht dafür, dass am Ende ein Bewerbungsdossier herauskommt. Unsere CHF 15 kaufen die andere Hälfte: das Dokument.
Der Absatz, den Google selbst über deine Daten schreibt
Ein Lebenslauf ist kein beliebiger Text. Er enthält deinen vollen Namen, deine Adresse, dein Geburtsdatum, deinen Aufenthaltsstatus, oft ein Foto und die Namen aller Arbeitgeber, für die du gearbeitet hast. Bevor man das in ein Chatfenster kopiert, lohnt sich ein Blick in Googles eigene Datenschutzhinweise für Gemini-Apps. Dort steht wörtlich: «Geben Sie keine vertraulichen Informationen ein, die ein Prüfer nicht sehen oder die Google nicht zur Verbesserung seiner Dienste, einschliesslich Technologien für maschinelles Lernen, verwenden soll.»
Dieselbe Seite erklärt, was gemeint ist. Ein Teil der Unterhaltungen wird von Prüferinnen und Prüfern angesehen, auch von geschulten Dienstleistern; sie beurteilen die Antwortqualität und schlagen bessere Antworten vor. Und: «Geprüfte Chats werden bis zu drei Jahre lang aufbewahrt.» Der entscheidende Satz steht ein paar Zeilen darunter — Chats, die Prüfer angesehen haben, werden nicht gelöscht, wenn du deine Aktivitäten löschst.
Die übrigen Fristen nennt Google ebenfalls selbst: Der Aktivitätsverlauf löscht standardmässig nach 18 Monaten, umstellbar auf 3 oder 36 Monate oder gar nicht. Temporäre Unterhaltungen und alles, was du bei ausgeschalteter Einstellung «Aktivitäten speichern» schreibst, bleiben 72 Stunden im Konto. Auch dann, schreibt Google, werden die Chats weiterhin genutzt, um zu antworten und um Google, die Nutzerinnen und Nutzer und die Öffentlichkeit zu schützen — «auch mithilfe von Prüferinnen und Prüfern».
Das ist keine Skandalmeldung, sondern eine Produktbeschreibung, die Google offen hinschreibt. Sie führt nur zu einer klaren Regel: Wer Gemini beim Bewerben nutzt, gibt ihm die Aufgabe, nicht die Personalien. «Kürze diesen Absatz auf drei Zeilen» braucht deine Adresse nicht. «Schreib meinen ganzen Lebenslauf um» gibt sie mit.
Das Bewerbungsfoto — genau die Datei, von der Google spricht
Hier trennen sich die Gewohnheiten diesseits und jenseits der Grenze, und die Trennung fällt ausgerechnet mit dem heikelsten Datenpunkt zusammen. Wer in Deutschland zuletzt eine Bewerbung geschrieben hat, ist es gewohnt, das Foto wegzulassen — dort ist es aus vielen Dossiers verschwunden. Die Schweizer Anleitung sagt das Gegenteil: arbeit.swiss führt unter den persönlichen Daten ausdrücklich das Bewerbungsfoto auf und setzt den Umfang bei drei Seiten an, nicht bei einer. Wer aus Deutschland kommt und hier bewirbt, lässt aus Gewohnheit oft beides weg.
Und damit landet ein biometrisch auswertbares Porträt genau in dem Bereich, den Googles Hinweise beschreiben. Der Text ist unmissverständlich: Wenn du ein Foto über die Upload-Funktion mit Gemini-Apps teilst und die Einstellung «Aktivitäten speichern» aktiviert ist, wird es verwendet, um Google-Dienste zu verbessern — mit Unterstützung durch Prüfer.
Für unseren Editor gilt eine andere Mechanik, und die Grenze ist ebenso konkret: Das Foto liegt im Dokument, nicht in einer Unterhaltung, und es geht in die PDF-Datei. In den Word-Export geht es nicht mit — unser DOCX-Export läuft über die Struktur des Dokuments und nimmt keine Bilder mit. Wer die Word-Datei braucht, weil eine Personalvermittlung sie zum Kommentieren will, verschickt sie ohne Bild.
Was ein Schweizer Dossier trägt, wofür ein Chatfenster kein Feld hat
Ein Chat hat keine Felder, und darum kann er nichts vergessen und nichts erzwingen. Genau das ist beim Schweizer Dossier das Problem, weil hier ein paar Zeilen erwartet werden, die anderswo keine Rolle spielen.
Die Bewilligung ist die erste. Wer keinen Schweizer Pass hat, schreibt seinen Status ins Dokument — B, C oder G —, weil die Personalabteilung sonst rechnen muss, statt zu lesen. Bei uns ist das ein eigenes Profilfeld: Es landet in der Kopfzeile neben dem Wohnort und noch einmal in der Seitenspalte. Ein Modell schreibt die Zeile nur, wenn du es daran erinnerst.
Die zweite ist das Pensum. Schweizer Inserate rechnen in Prozent, nicht in Wochenstunden, und wer 80 Prozent gearbeitet hat, schreibt 80 Prozent hin. Die dritte sind die Sprachen. Es gibt hier keine einheitliche Konvention: In den Inseraten steht mal eine Stufe wie B2 oder C1, mal ein Wort wie «verhandlungssicher», mal beides. Die brauchbare Regel ist deshalb nicht «immer eine Stufe», sondern: so, wie es die Ausschreibung selbst formuliert. Wer diesen Abschliff nicht anordnet, bekommt vom Chat die Variante, die im Training am häufigsten war.
Die vierte ist gar keine CV-Zeile, sondern ein eigenes Dokument: das Arbeitszeugnis. Ein Schweizer Dossier ist eine Mappe, kein Blatt — Lebenslauf, Schreiben, Zeugnisse, Diplome. Die amtliche Seite setzt die Obergrenze für den Lebenslauf bei drei Seiten an, nicht bei einer, und hält fest, dass Referenzpersonen im Dokument üblicherweise nur als auf Anfrage verfügbar erwähnt werden. Ein Chatfenster liefert einen Text; die Mappe baust du selber.
Unsere eigene Zeile, im Code nachgezählt
Zur Fairness gehört, die eigene Zeile genauso zu prüfen wie die fremde. Am 4. September 2026 im Code nachgezählt: Der Editor kennt 2 Layouts, 3 Schriften und 9 Akzentfarben, also 54 Gestaltungsvarianten, frei kombinierbar. Das sind keine 54 einzeln entworfenen Vorlagen, sondern Abwandlungen eines Schweizer Formats — wer eine grosse Design-Galerie sucht, ist bei einem Vorlagenanbieter besser bedient.
Der Ablauf: Du fügst ein Schweizer Inserat ein, der Lebenslauf entsteht daraus, Abschnitt für Abschnitt, in rund einer Minute. Was dann folgt, ist die Bequemlichkeit, wegen der Leute überhaupt zu einem Chatbot greifen — eine Anweisung ins Textfeld, und die Stelle ändert sich —, nur zielt sie hier auf das Dokument statt daneben, und daneben liegt weiterhin die Maus für den Handbetrieb. Am Ende steht ein Download in PDF oder Word, ohne Wasserzeichen auf beiden.
Wo genau nach dem Konto gefragt wird, ist die Frage, an der sich solche Werkzeuge unterscheiden — bei uns erst am Ende: Der Editor öffnet und rechnet anonym, die E-Mail-Adresse wird beim Sichern und beim Herunterladen verlangt. Ein Gratis-Konto trägt danach 5 Dokumente pro Tag und 10 in sieben rollenden Tagen, ebenso viele Briefe und ebenso viele Anweisungen an die KI. Erst darüber hinaus beginnt die Bezahlschwelle: sieben Gratis-Tage, danach CHF 15 im Monat oder CHF 95 im Jahr, kündbar wann du willst.
Und der Unterschied, der die ganze Frage trägt: Der Chat kennt kein einziges offenes Schweizer Inserat, weil die heute ausgeschriebenen Stellen in keinem Trainingsdatensatz stehen. Wir halten über zwanzigtausend davon. Der Lebenslauf entsteht deshalb nicht aus einer Vorstellung davon, wie eine solche Stelle aussieht, sondern aus dem Text, den der Arbeitgeber diese Woche geschrieben hat.
Wer beim RAV gemeldet ist — und wo unsere Zuständigkeit endet
Zur Anmeldung beim RAV gehört der Nachweis der Arbeitsbemühungen. Unter /arbeitsbemuehungen entsteht das amtliche Blatt der Arbeitslosenversicherung aus den Bewerbungen, die du bei uns mitführst — auf Deutsch, Französisch oder Italienisch. Ein Chatfenster kann das nicht: Es kennt weder die Bewerbungen noch das Blatt.
Die Grenze gehört in denselben Absatz, weil sie ernst ist. Massgebend ist, was dein RAV entgegennimmt; die Erfassung selbst gehört auf Job-Room beziehungsweise auf den vom Kanton verlangten Weg. Wir erzeugen das ausgefüllte Blatt, die Anerkennung spricht dein RAV aus — nicht wir und erst recht kein Chatfenster.
Kurz gesagt: wem was
Nimm Gemini, wenn du einen Text brauchst und kein Dokument: eine Passage kürzen, einen Lebenslauf in eine Sprache bringen, die du nicht schreibst, ein langes Inserat für dich lesen lassen, dich auf ein Gespräch vorbereiten. Es kostet CHF 0, kann Deutsch, Französisch und Italienisch, und wer ohnehin in Google Docs arbeitet, hat die Schreibhilfe direkt im Dokument. Für eine einzelne Bewerbung ist das oft die vernünftigere Wahl als ein Abo.
Nimm SwissJobs.app, wenn am Ende eine Bewerbungsdatei stehen soll und wenn es nicht bei einer Bewerbung bleibt. Dort entsteht der Lebenslauf aus dem Inserat, die Bewilligung und das Pensum haben ein Feld, das Foto sitzt, und der Download ist PDF oder Word ohne Wasserzeichen. Ab der dritten Bewerbung ist das der Unterschied zwischen Arbeit und Knopfdruck.
Und die eine Regel, die für beide Wege gilt: Was du in ein Chatfenster kopierst, kopierst du in ein fremdes System, dessen Fristen und Prüfprozesse in Googles Hinweisen nachlesbar sind. Gib dem Modell die Aufgabe. Deine Personalien braucht es dafür nicht.
Alle Angaben zu Gemini stammen aus unserem eigenen Aufruf von Googles Seiten am 4. September 2026 — Abo-Seite mit Land «Schweiz» und in der englischen Fassung, Datenschutzhinweise für Gemini-Apps, Hilfeartikel zu Canvas und zum Exportieren, Verfügbarkeitsseiten für die Web-App und für die Workspace-Experimente. Zitate stehen im Wortlaut der jeweiligen Seite. Wir haben Gemini nicht selbst befragt: Dieser Text entsteht ohne Aufrufe fremder KI-Dienste, und eine Aussage über eine einzelne Modellantwort wäre ohnehin nicht überprüfbar. Alle Angaben zum eigenen Produkt sind am selben Tag im Programmcode nachgezählt und auf den Live-Seiten nachgesehen. Preise ändern sich; prüfe sie vor einem Abschluss auf der Anbieterseite nach.
Schreib für jede Bewerbung einen passenden Lebenslauf
Die meisten schicken überall denselben Lebenslauf. Der Editor schreibt deinen auf das Inserat um — Schweizer Format, richtige Sprache, in etwa einer Minute.
Lebenslauf mit KI erstellen: für ein konkretes InseratQuellen
- Google — Gemini Abos und Preise, Land «Schweiz» (gelesen am 4. September 2026)
- Google — Datenschutzhinweise für Gemini-Apps (gelesen am 4. September 2026)
- Google — Dokumente und mehr mit Canvas erstellen (gelesen am 4. September 2026)
- Google — Antworten aus Gemini-Apps exportieren (gelesen am 4. September 2026)
- Google — Wo die Gemini-Web-App verfügbar ist (gelesen am 4. September 2026)
- Google — Wo die Workspace-Experimente verfügbar sind, mit Sprachlisten (gelesen am 4. September 2026)
- arbeit.swiss (SECO) — Bewerbungstipps: Dossier und Lebenslauf
- berufsberatung.ch — Lebenslauf erstellen
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Was unser Stellenindex über den Schweizer Markt sagt
Live aus unserem eigenen Index berechnet, nicht aus einer Studie zitiert. Nur Anteile, Stand heute.
Sprache der Inserate
- Deutsch
- 60%
- English
- 23%
- Français
- 13%
- Italiano
- 3%
Von den Inseraten mit Sprachanforderung verlangen
- Deutsch
- 70%
- English
- 43%
- Français
- 21%
- Italiano
- 3%
19% in den letzten 7 Tagen ausgeschrieben · Grösste Märkte: Zürich 18% · Bern 10% · Genève 5% · Basel 5%