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SwissJobs.app oder lebenslaufapp.ch — welche der beiden Schweizer CV-Apps passt zu meiner Bewerbung?

Aktualisiert:

Kurz gesagt

lebenslaufapp.ch ist die Schweizer Ausgabe von Resume.io: dieselbe Anwendung, die dieselbe Firma unter mehr als zwei Dutzend Länderadressen betreibt. Du bekommst achtunddreissig Gestaltungen, eine Rechtschreibprüfung, vorformulierte Textbausteine und einen Bewerbungs-Tracker — gratis allerdings nur einen Lebenslauf, und herunterladen lässt er sich dann bloss als TXT-Datei. Bei SwissJobs.app entsteht der Lebenslauf aus dem Text eines konkreten Schweizer Inserats, als PDF und als Word-Datei ohne Wasserzeichen, in vier Sprachen. Wer vor allem Auswahl beim Aussehen sucht, fährt dort besser; wer sich auf Schweizer Inserate bewirbt, aus unserer Sicht hier. Stand: 4. September 2026.

Diese Seite ist eine Empfehlung in eigener Sache, und wir sagen das lieber vorne als im Kleingedruckten. Was sie tragfähig macht, sind nachlesbare Angaben statt Adjektive: Wir haben am 4. September 2026 ohne Anmeldung die Startseite, die Preisseite, die Seite «Lebenslauf erstellen», die Vorlagengalerie, das Beispiel «Lebenslauf Schweiz», die Nutzungsbedingungen, die Datenschutzerklärung und die Seite zum Rücktrittsrecht von lebenslaufapp.ch gelesen. Der Editor selbst ist eine Anwendung im Browser, die uns nur eine leere Hülle lieferte — was dort hinter der Anmeldung passiert, geben wir deshalb als ihre eigenen Angaben wieder und nicht als etwas, das wir durchgespielt hätten.

Jede Zeile der folgenden Aufstellung enthält genau eine überprüfbare Angabe und kein Adjektiv. Damit ist allerdings erst die Ausstattung beschrieben. Der Unterschied, der die Bewerbung entscheidet, liegt eine Ebene tiefer: Beide Werkzeuge bauen einen Lebenslauf, doch nur eines von beiden liest dazu das Inserat, auf das du dich bewirbst. Weiter unten zählen wir aus, wie weit ihre Beispielbibliothek in den offenen Schweizer Stellen überhaupt reicht.

Wie weit die vier Schweizer Berufsbeispiele von lebenslaufapp.ch reichen
Wie weit die vier Schweizer Berufsbeispiele von lebenslaufapp.ch reichenKein Beispiel für diesen Beruf93.2%Gesundheits- und Krankenpflege3.1%Kundenservice2.1%Kaufmännische Sachbearbeitung1.2%Koch/Köchin0.6%

Anteil der offenen Schweizer Inserate, deren Stellentitel in einen der vier Berufe fällt, für die lebenslaufapp.ch ein Schweizer Lebenslauf-Beispiel veröffentlicht. Eigener Bestand offener Inserate, Lehr- und Praktikumsstellen ausgenommen, alle Inseratssprachen, Stand 4. September 2026. Inserate, die auf zwei Berufe passen, zählen in der Gesamtsumme nur einmal.

  • Gratis-Ausgang — lebenslaufapp.ch: der «Nulltarif» kostet CHF 0.00 und erlaubt einen Lebenslauf und ein Anschreiben, «Downloads nur im TXT-Format», Teilen und Analysieren eingeschränkt. SwissJobs.app: der Editor startet ohne Anmeldung und liefert ein fertiges Dokument im Schweizer Format; gratis mitnehmen lässt sich davon aber nichts.
  • Günstigster Weg zu einer sauberen Datei — lebenslaufapp.ch: CHF 2.95 für sieben Tage, danach laut Preisseite CHF 14.95 im Monat; als Einmalzahlung CHF 44.95 für sechs Monate oder CHF 74.95 für zwölf. SwissJobs.app: eine Probezeit von sieben Tagen, anschliessend CHF 15 monatlich, oder CHF 95 für das Jahr — umgerechnet gut CHF 7.92 im Monat.
  • Word-Datei (DOCX) — lebenslaufapp.ch: die Preiskarten nennen «unbegrenzte PDF-Downloads»; die Startseite verspricht Word oder PDF, und ihre eigene Fragenliste schränkt ein, du könnest «bestimmte Lebensläufe» als DOCX herunterladen. SwissJobs.app: beide Formate liegen auf derselben Stufe und keines trägt ein Wasserzeichen; die im Editor gewählte Akzentfarbe geht mit.
  • Zuschnitt aufs Inserat — lebenslaufapp.ch: in ihrer eigenen Fragenliste beschrieben als bestehenden Lebenslauf duplizieren, Links zur Jobanzeige einfügen und die wichtigen Abschnitte selbst anpassen; ein Feld, in das der Inseratstext kommt, steht auf keiner der gelesenen Seiten. SwissJobs.app: der Inseratstext wird gelesen und jeder Abschnitt darauf umgeschrieben, das Inserat kommt aus unserer eigenen Suche über zwanzigtausend offener Schweizer Stellen.
  • Sprachen — lebenslaufapp.ch: die Schweizer Adresse ist deutsch, und im Länderwähler steht die Schweiz genau einmal; die französische und die italienische Ausgabe des Hauses sind cvapp.fr und cvapp.it, also die Produkte für Frankreich und Italien. SwissJobs.app: Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch mit je eigenen Seiten, und geschrieben wird das Dokument in der Sprache, in der die Oberfläche gerade läuft.
  • Gestaltung — lebenslaufapp.ch: achtunddreissig benannte Entwürfe in der Galerie, darunter zwei japanische Formulare, Rirekisho und Shokumukeirekisho; an anderer Stelle wirbt dieselbe Startseite mit achtzehn Vorlagen. SwissJobs.app: heute in den Konstanten nachgezählt, 54 Gestaltungsvarianten — 2 Layouts mal 3 Schriften mal 9 Akzentfarben, frei mischbar. Das sind Abwandlungen eines einzigen Schweizer Formats und keine achtunddreissig eigenständigen Entwürfe.
  • Stellensuche und Nachverfolgung — lebenslaufapp.ch: laut eigener Seite Stellen suchen, auf die Wunschliste setzen und über Bewerbung, Gespräch, Angebot und Absage verfolgen; hinter der Suche steht eine Anmeldung, sie blieb uns deshalb verschlossen. SwissJobs.app: die Inserate liegen auf denselben Seiten wie der Generator, und die erfassten Bewerbungen speisen das Nachweisformular.
  • Nachweis der Arbeitsbemühungen — lebenslaufapp.ch: auf den gelesenen Seiten kommt weder das RAV noch ein Formular dafür vor. SwissJobs.app: unter /arbeitsbemuehungen wird die amtliche Vorlage auf Deutsch, Französisch oder Italienisch im Browser aus deinen erfassten Bewerbungen gefüllt.
  • Konto — lebenslaufapp.ch: ihre eigene Anleitung nennt drei Schritte, und der erste heisst Registrieren, wahlweise über LinkedIn, Facebook, Google oder mit Name und E-Mail-Adresse. SwissJobs.app: der Editor läuft ohne Konto; erst Speichern und Herunterladen verlangen eines, gratis und ohne Kreditkarte.

Wen wählen?

Der Unterschied ist nicht der Editor, sondern womit der Editor anfängt: Bei uns liegt das Inserat schon da. Du wählst die Stelle direkt aus unserem eigenen Schweizer Stellenindex — bei lebenslaufapp.ch suchst du das Inserat woanders und kopierst es hinein.

Nimm lebenslaufapp.ch, wenn

  • lebenslaufapp.ch — ein Gratis-Generator für Lebenslauf und Anschreiben, der ohne Bezahlung ausprobiert werden kann.

Nimm SwissJobs.app, wenn

  • Die Stelle direkt auswählen — Wir führen den Stellenindex selbst. Du öffnest den Generator aus einer Ausschreibung heraus, der Inseratstext ist bereits drin, und der Lebenslauf entsteht gegen genau diesen Text — kein Suchen, kein Kopieren, kein Einfügen.

  • Vier Werkzeuge statt einem — Lebenslauf, Motivationsschreiben zum selben Inserat, CV-Check gegen dieses Inserat und Interviewvorbereitung — aus einem Konto und mit denselben Daten.

  • Das RAV-Formular — Die Arbeitsbemühungen werden aus deinem Bewerbungstracker gefüllt und als offizielles SECO-Blatt ausgedruckt. Kein anderes Schweizer CV-Tool in diesem Vergleich hat das.

  • Word-Export ohne Wasserzeichen — PDF und DOCX, beide sauber. Viele Anbieter geben im Gratisplan nur eine Textdatei heraus oder setzen ein Wasserzeichen aufs Dokument.

  • Anfangen ohne Konto — Der Editor öffnet ohne Anmeldung. Nach dem Konto gefragt wird beim Speichern und ab dem zweiten Dokument — der erste Download geht ohne.

Funktionsvergleich

FunktionSwissJobs.applebenslaufapp.ch
Lebenslauf-EditorJaJa
Start ohne KontoJanicht ausgewiesen
PDF-Export ohne WasserzeichenJanicht ausgewiesen
Word-/DOCX-ExportJanicht ausgewiesen
KI passt den CV an ein konkretes Inserat anJaNein
Inseratstext kommt aus eigenem StellenindexJaNein
Änderung per KI-Prompt in SekundenJaNein
Vollständiges manuelles EditierenJaJa
Designvarianten54 (2 Layouts x 3 Schriften x 9 Akzentfarben)nicht ausgewiesen
Schweizer Konventionen (Foto, Bewilligung, GER, Pensum)Janicht ausgewiesen
ATS-StrukturJanicht ausgewiesen
CV-Check gegen ein InseratJaNein
Motivationsschreiben zum selben InseratJaNein
InterviewvorbereitungJaNein
BewerbungstrackerJaNein
RAV-Formular Arbeitsbemühungen (SECO)JaNein
Eigener Schweizer StellenindexJaNein
Job-Alarm per E-MailJaNein
Sprachen der OberflächeDE / EN / FR / ITDE
In der Schweiz gebautJaJa

Alle Angaben zu lebenslaufapp.ch am 4. September 2026 von der Anbieterseite selbst gelesen; unsere aus dem Code (lib/stripe/trialConfig.ts) und dem live durchlaufenen Ablauf. «nicht ausgewiesen» heisst: auf der Anbieterseite nicht lesbar — nicht «gibt es nicht».

Preise nebeneinander

Was du zahlstSwissJobs.applebenslaufapp.ch
MonatspreisCHF 15 — alle sechs Werkzeuge, ein Abonicht ausgewiesen
JahrespreisCHF 95 im Jahr (= CHF 7.92 im Monat) — dieselben sechs Werkzeugenicht ausgewiesen
Einzelnes Dokument—nicht ausgewiesen
Gratis testenUnsere sieben Tage sind der volle Funktionsumfang, nicht eine eingeschränkte Vorschau.7 Tage voller Zugang, monatlich kündbarkostenlos testen
Was ohne Zahlung gehtWir schreiben die Grenze hin, weil das die Zahl ist, die ein Vergleich sonst weglässt.Editor ohne Konto; Gratiskonto: 5 Dokumente/Tag, 10 pro rollender WocheGratis-Generator beworben
WährungCHFnicht ausgewiesen
AbrechnungAchte bei jedem Anbieter auf Vier-Wochen-Perioden: das sind 13 Abbuchungen im Jahr statt 12. Die Preisseite war am 4. September 2026 nicht erreichbar (HTTP 404), deshalb steht hier kein Preis statt eines geschätzten.Kalendermonat, jederzeit kündbarnicht ausgewiesen

Alle Angaben zu lebenslaufapp.ch am 4. September 2026 von der Anbieterseite selbst gelesen; unsere aus dem Code (lib/stripe/trialConfig.ts) und dem live durchlaufenen Ablauf. «nicht ausgewiesen» heisst: auf der Anbieterseite nicht lesbar — nicht «gibt es nicht».

Was lebenslaufapp.ch am 4. September 2026 kostet

Die Preisseite führt vier Karten. CHF 2.95 kaufen sieben Testtage mit allen Vorlagen und Farben; darunter steht der Satz «Der Preis für 7 Tage ändert sich zu CHF 14.95 pro Monat». Daneben zwei Einmalzahlungen ohne Kündigungspflicht: CHF 44.95 für sechs Monate, CHF 74.95 für zwölf. Und schliesslich der «Nulltarif» zu CHF 0.00 — ein Lebenslauf, ein Anschreiben, «Downloads nur im TXT-Format». Auf allen drei bezahlten Karten steht eine siebentägige Geld-zurück-Garantie, bezahlt wird über Adyen.

Die Gratis-Stufe ist damit anders gebaut, als man es von Lebenslauf-Werkzeugen kennt. Üblich ist ein Wasserzeichen quer über die Seite; hier bekommst du stattdessen deinen Text als reine Textdatei, also ohne jede Gestaltung. Für jemanden, der den Inhalt sichern und anderswo setzen will, ist das ehrlicher als ein verunstaltetes PDF. Wer die Vorlage will, für die er gekommen ist, hat damit nichts.

Eine Stelle solltest du vor dem Bezahlen selbst nachlesen, weil zwei Seiten desselben Hauses Verschiedenes sagen. Die Preiskarte lässt die Testphase in ein Monatsabo zu CHF 14.95 übergehen. Die Seite zum Rücktrittsrecht schreibt dagegen: «Nach Ablauf des Testzeitraums wird das Abonnement automatisch für einen Zeitraum von 6 Monaten zum Preis von 44.95 CHF verlängert.» Das sind zwei verschiedene Folgekosten für dieselbe Testphase. Wir lösen den Widerspruch nicht auf, wir nennen ihn — und derselbe Rat gilt für unsere Preise: lies sie vor dem Kauf auf der Seite selbst nach, nicht in einem Vergleich.

Dieselbe Seite hält ausserdem fest, dass beim Abschluss eines Abonnements das Rücktrittsrecht entfällt, weil die digitalen Inhalte sofort bereitstehen; für die Testphase greift die Geld-zurück-Garantie. Über zwölf Monate gerechnet, ohne Aktionen: bei ihnen CHF 74.95 einmalig, bei uns CHF 95 fürs Jahr. Sie sind für ein Jahr billiger, und das bleibt so, wenn dein Bedarf ein einziges, gut gestaltetes Dokument ist.

Wer dahintersteht — die Adresse ist nicht die Firma

Im Fuss jeder Seite steht «Resume.io // Imkey BV», mit Adresse in Breda in den Niederlanden. Die Nutzungsbedingungen nennen als Vertragspartei Talent, Inc. samt Tochter- und verbundenen Unternehmen und beschreiben die Plattform career.io. Die Zeitleiste auf ihrer Seite «Über uns» erzählt es selbst: 2019 wird Resume.io zum Editor mit Präsenz in mehreren Ländern, 2021 übernimmt Talent Inc., 2023 wandern die Werkzeuge ins Karriereportal Career.io. lebenslaufapp.ch ist die Schweizer Tür in dieses Haus.

Das ist kein Vorwurf. Ein weltweit gebautes Produkt ist oft ausgereifter als ein lokales, und die Zahl der Nutzenden, mit der sie werben, geht in die Millionen. Es ändert aber, was «Schweizer CV-App» heisst: Der Schweizer Anteil ist die Sprache der Oberfläche, ein Beispieltext und eine Preisliste in Franken. Die Anwendung darunter ist dieselbe, die in Dänemark, Mexiko und Japan läuft — sichtbar daran, dass in derselben Galerie, aus der du deine Schweizer Vorlage wählst, die japanischen Formulare Rirekisho und Shokumukeirekisho stehen.

Wenn dir wichtig ist, welchem Recht dein Dossier untersteht, lohnt ein Blick in ihre Bedingungen, und zwar in beide Teile. Der allgemeine Teil stellt die Nutzung unter das Recht der Vereinigten Staaten und des Staates Delaware, mit Gerichtsstand in Kent County. Ein Zusatz für Ansässige im Europäischen Wirtschaftsraum stellt sie unter niederländisches Recht mit Gericht in Amsterdam. Ihre Datenschutzerklärung definiert diesen Raum ausdrücklich als «die Länder der Europäischen Union sowie Norwegen, Liechtenstein und Island». Die Schweiz kommt in dieser Aufzählung nicht vor. Was daraus für dich folgt, sagen wir nicht — das ist eine Frage für eine Rechtsberatung, nicht für eine Vergleichsseite. Wir sagen nur, wo es steht.

Erwähnenswert ist noch ihr eigener Cookie-Hinweis, weil er ungewöhnlich offen formuliert ist: Mit der Einwilligung stimmst du zu, dass Daten in die USA übermittelt werden könnten, wo «US-Behörden könnten geheim und ohne Rechtsbehelfsmöglichkeiten dagegen darauf zugreifen». Das ist ihr Satz, nicht unserer, und er steht auf jeder ihrer Seiten.

Wie schweizerisch der Schweizer Teil wirklich ist

Ihr Beispiel «Lebenslauf Schweiz», zuletzt am 22. August 2026 aktualisiert, ist besser als erwartet und länger als die meisten Ratgeber. Es erklärt, dass das Foto in der Kopfzeile hierzulande gern gesehen wird, im Gegensatz zu den angelsächsischen Ländern. Es führt durch Primar-, Sekundarstufe, Lehre und Hochschule, damit ein Abschluss richtig eingeordnet wird. Es rät beim Profil zur Zurückhaltung — «nicht übertreiben» — und setzt das ausdrücklich gegen das nördliche Nachbarland ab. Und es endet bei den Helvetismen: Couvert, Lichtsignal, und statt des scharfen S immer Doppel-s. Das ist genau die Art Hinweis, die einem Deutschen in Zürich hilft, und wir würden die Seite jemandem zeigen.

Auffällig ist, was auf derselben Seite nicht vorkommt. Das Wort Bewilligung steht nirgends, obwohl der Ausweis B, C oder G für jeden ohne Schweizer Pass die erste Frage der Personalabteilung ist. Ein Sprachniveau nach europäischem Referenzrahmen kommt nicht vor: Der Musterlebenslauf listet unter Sprachen «Deutsch, Französisch, Englisch» ohne jede Stufe, während Schweizer Inserate B2 und C1 verlangen. Und das Arbeitszeugnis fehlt ganz. Die Seite erwähnt Referenzen und hält fest, ein Empfehlungsschreiben werde auf Anfrage vom vorherigen Arbeitgeber ausgestellt.

Beim Arbeitszeugnis lohnt der Blick ins Gesetz statt ins Gedächtnis. Artikel 330a des Obligationenrechts, Fassung Stand 1. Januar 2026, hält fest: «Der Arbeitnehmer kann jederzeit vom Arbeitgeber ein Zeugnis verlangen, das sich über die Art und Dauer des Arbeitsverhältnisses sowie über seine Leistungen und sein Verhalten ausspricht.» Ein Zeugnis ist damit etwas anderes als ein Empfehlungsschreiben, das tatsächlich ein Gefallen ist — und es ist der Beleg, den ein Schweizer Bewerbungsdossier üblicherweise mitschickt. Wer nur der Seite folgt, legt es nicht bei. Was daraus im Einzelfall folgt, klärst du mit einer Rechtsberatung; hier steht nur, was der Artikel sagt.

Die Erklärung für diese Lücken liegt in der Bauweise: Ein Produkt, das in mehr als zwei Dutzend Ländern dasselbe Formular ausfüllt, kann kein Feld für die Aufenthaltsbewilligung haben, weil dieses Feld in vierundzwanzig anderen Ländern sinnlos wäre. Ein Werkzeug, das nur die Schweiz kennt, kann es haben. Das ist der ganze Unterschied, und er ist nicht ideologisch, sondern eine Folge der Produktarchitektur.

Fünf Beispiele gegen einen ganzen Stellenmarkt

Der Kern des Modells von lebenslaufapp.ch ist die Vorlage plus der vorformulierte Satz: Du wählst ein Aussehen, wählst aus vorgeschlagenen Formulierungen und füllst den Rest selbst aus. Damit ein solches Werkzeug dir Arbeit abnimmt, muss es für deinen Beruf etwas Vorformuliertes bereithalten. Für die Schweiz veröffentlicht es fünf Lebenslauf-Beispiele — ein allgemeines «Lebenslauf Schweiz» und vier Berufe: Kundenservice, Gesundheits- und Krankenpflege, Kaufmann/-frau und Koch/Köchin — sowie fünf Beispiel-Anschreiben.

Wir haben nachgezählt, wie weit diese vier Berufe im tatsächlich offenen Stellenmarkt reichen. Grundlage sind die offenen Schweizer Inserate, die wir führen, ohne Lehr- und Praktikumsstellen; ein Inserat zählt als abgedeckt, wenn sein Titel eindeutig in einen der vier Berufe fällt, in jeder Inseratssprache. Ergebnis: 6,8 Prozent der offenen Stellen fallen in einen dieser vier Berufe, 93,2 Prozent in keinen. Am weitesten trägt die Pflege mit 3,1 Prozent, dann Kundenservice mit 2,1, kaufmännische Sachbearbeitung mit 1,2 und die Küche mit 0,6 Prozent.

Das heisst ausdrücklich nicht, dass du dort für andere Berufe keinen Lebenslauf bauen kannst — natürlich kannst du. Es heisst, dass die Vorformulierung dann aufhört und du wieder vor dem leeren Feld sitzt, mit einem schönen Rahmen darum. Und die Deckung verteilt sich ungleich: In deutschsprachigen Inseraten liegt sie bei 10,1 Prozent, in französischsprachigen bei 3,7, in englischsprachigen bei 2,2 Prozent. Für die italienischsprachigen Inserate ist der Bestand zu klein, um eine Quote zu veröffentlichen, die etwas bedeutet.

Genau an dieser Stelle sitzt der Unterschied im Ansatz. Wir brauchen kein Beispiel für deinen Beruf, weil wir statt eines Beispiels das Inserat lesen, auf das du dich gerade bewirbst: Der Text der Ausschreibung geht in die Erzeugung ein, und jeder Abschnitt wird darauf umgeschrieben — auch für Berufe, für die niemand je ein Muster geschrieben hat. Danach kannst du jede Zeile von Hand ändern oder per Anweisung ändern lassen.

Was SwissJobs.app kann — und wo es gegen uns ausgeht

Unsere eigenen Angaben haben wir heute im Code und an der Live-Seite geprüft, nicht aus dem Gedächtnis geschrieben. Ohne Anmeldung geöffnet, antwortet unsere Startroutine anonym mit einem fertigen Dokument im Schweizer Format — probiert am selben Tag. Beim Speichern hört die Anonymität auf: Diese Route weist eine Anfrage ohne Konto ab. Das Konto selbst ist gratis, verlangt eine Adresse und keine Karte, und seine Grenzen sind Zahlen aus unserem Code: fünf Dokumente am Tag, zehn in einer rollenden Woche, gleich viele KI-Anweisungen, und für Motivationsschreiben fünf täglich, zehn im Monat.

Die fertige Datei ist die bezahlte Stufe: Für den Download, gleich ob PDF oder Word, braucht es die Probezeit von sieben Tagen oder ein laufendes Abo — CHF 15 monatlich, CHF 95 jährlich. Die Word-Fassung baut der Browser aus genau dem Dokument, das gerade vor dir steht, Akzentfarbe eingeschlossen, und ein Wasserzeichen trägt sie nie — sie ist die Fassung, in der eine Personalvermittlerin ihr Logo setzt und eine RAV-Beraterin kommentiert.

Und hier dreht sich der Vergleich gegen uns, an drei Stellen. Erstens: Dort verlässt du das Werkzeug gratis mit einer Datei in der Hand — reiner Text zwar, aber deiner. Diesen Weg haben wir nicht. Zweitens: Achtunddreissig gezeichnete Entwürfe sind mehr optische Auswahl als unsere 54 Gestaltungsvarianten, die aus 2 Layouts mal 3 Schriften mal 9 Akzentfarben entstehen — wir wandeln ein Schweizer Format ab, sie bieten verschiedene Formate an, und wer ein auffälliges Layout für eine Kreativbewerbung sucht, findet es dort. Drittens: Für ein ganzes Jahr sind CHF 74.95 als Einmalzahlung günstiger als unsere CHF 95, und niemand muss an eine Kündigung denken.

Was wir dagegenhalten, ist nicht «wir verstehen die Schweiz» — das behaupten beide, und bei ihrem Ratgeber stimmt es weitgehend. Es ist die Verbindung, die es sonst nirgends gibt: der Lebenslauf aus dem Text eines konkreten Inserats, das schon in der Suche daneben liegt; vier Sprachen mit je eigenen Seiten statt einer; die Word-Datei in derselben Stufe wie das PDF; und das Formular für die Arbeitsbemühungen, das sich aus den Bewerbungen füllt, die im Tracker sowieso schon stehen.

Wer welches Werkzeug nehmen sollte

Nimm lebenslaufapp.ch, wenn du deinen Lebenslauf ohnehin selbst schreibst und vor allem eine schöne, geprüfte Form suchst — dann sind achtunddreissig Entwürfe und CHF 74.95 für ein Jahr ein gutes Geschäft. Nimm es auch, wenn du dich nicht nur in der Schweiz bewirbst: Ein Haus mit Länderausgaben von Dänemark bis Mexiko ist für eine Suche über Grenzen hinweg gebaut, unsere nicht. Und nimm es, wenn du gratis wenigstens deinen Text mitnehmen willst — die TXT-Datei kostet nichts.

Nimm SwissJobs.app, wenn du dich auf Schweizer Inserate bewirbst und pro Stelle einen zugeschnittenen Lebenslauf willst statt einer Vorlage, die du jedes Mal von Hand nachziehst. Das gilt besonders, wenn dein Beruf nicht Pflege, Kundenservice, Sachbearbeitung oder Küche heisst, also in gut neun von zehn offenen Stellen. Es gilt ebenso, wenn du in der Romandie oder im Tessin suchst, denn dort steht auf der Schweizer Adresse des anderen Anbieters nichts für dich, und es gilt, wenn du die Datei als Word brauchst oder dem RAV monatlich einen Nachweis abgibst.

Und wenn du keines von beiden willst: Eine Word-Vorlage kostet nichts, gehört dir, funktioniert offline und altert nicht. Sie hat nur keine Ahnung, was in dem Inserat steht, auf das du dich bewirbst — und das ist der Punkt, an dem eine der beiden Apps anfängt, ihr Geld wert zu sein.

Was hier über lebenslaufapp.ch steht, haben wir am 4. September 2026 ohne Konto selbst abgerufen — Startseite, Preisseite, «Lebenslauf erstellen», Vorlagengalerie, Lebenslauf-Beispiele, das Beispiel «Lebenslauf Schweiz», Nutzungsbedingungen, Datenschutzerklärung, Rücktrittsrecht und Kontaktseite. Ihr Editor ist eine Anwendung im Browser, die uns nur eine leere Hülle lieferte; wir haben den Bezahlvorgang deshalb nicht durchlaufen, und die Angaben dazu stammen aus ihren eigenen Texten. Die Verweise «FAQ» in ihrer Navigation führten an diesem Tag auf eine Fehlerseite; die Fragenliste auf ihrer Startseite war erreichbar. Tarife ändern sich und werden je nach Land anders angezeigt; massgebend ist die Preisseite zum Zeitpunkt deines Kaufs. Unsere eigenen Angaben sind am selben Tag im Code und an der Live-Seite geprüft. Die Marktzahlen sind am 4. September am eigenen Bestand offener Schweizer Inserate gerechnet, Lehrstellen und Praktika bleiben draussen, und veröffentlicht sind nur Anteile, nie Stückzahlen. Der Gesetzestext ist die auf Fedlex veröffentlichte Fassung Stand 1. Januar 2026.

Schreib für jede Bewerbung einen passenden Lebenslauf

Die meisten schicken überall denselben Lebenslauf. Der Editor schreibt deinen auf das Inserat um — Schweizer Format, richtige Sprache, in etwa einer Minute.

Lebenslauf mit KI erstellen: für ein konkretes Inserat

Quellen

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Was unser Stellenindex über den Schweizer Markt sagt

Live aus unserem eigenen Index berechnet, nicht aus einer Studie zitiert. Nur Anteile, Stand heute.

Sprache der Inserate

Deutsch
60%
English
23%
Français
13%
Italiano
3%

Von den Inseraten mit Sprachanforderung verlangen

Deutsch
70%
English
43%
Français
21%
Italiano
3%

19% in den letzten 7 Tagen ausgeschrieben · Grösste Märkte: Zürich 18% · Bern 10% · Genève 5% · Basel 5%