Alle Fragen

Tools im Vergleich

SwissJobs.app oder Rezi — welches Werkzeug schreibt den besseren Lebenslauf für eine Schweizer Bewerbung?

Aktualisiert:

Kurz gesagt

Rezi baut Lebensläufe für Bewerbungssysteme: eine Spalte, Standardüberschriften, kein Foto. Das steht so in ihrer eigenen Vorlagen-Hilfe — «No tables, text boxes, graphics, or photos». Für ein Schweizer Bewerbungsdossier fehlen damit genau die Felder, die hier üblich sind: Foto, Bewilligungszeile, Arbeitszeugnisse. SwissJobs.app schreibt den Lebenslauf gegen ein konkretes Schweizer Stelleninserat, dessen Text bereits vorliegt, und setzt diese Felder von Beginn an. Rezis Gratisstufe gibt dafür drei echte PDF-Downloads ohne Kreditkarte — unsere gibt das nicht.

Das ist die kurze Antwort, und sie fällt in beide Richtungen aus. Rezi ist ein sauber gebautes Werkzeug mit einer klaren Aufgabe: einen Lebenslauf so zu formen, dass eine Bewerbungssoftware ihn fehlerfrei einliest. Diese Aufgabe löst es gut und seit Jahren. Nur ist es dafür entworfen worden, dass am anderen Ende ein amerikanisches oder britisches Portal steht — und ein Schweizer Bewerbungsdossier ist kein Resume mit anderem Briefkopf, sondern eine andere Gattung Dokument.

Alle Angaben zu Rezi stammen vom 4. September 2026 und wurden ohne Konto direkt auf rezi.ai gelesen: die Preisseite samt vollständiger Funktionstabelle, die Vorlagenseite, die Seite, die Rezi eigens für KI-Assistenten geschrieben hat, die Datenschutz- und Nutzungsbedingungen sowie elf Ratgeberseiten. Die Zahlen aus unserem eigenen Bestand an Schweizer Inseraten stammen vom 3. September 2026.

Reicht Englisch allein? Anteil der Inserate mit Sprachanforderung, nach der Sprache des Inserats (Stand 3. September 2026)
Reicht Englisch allein? Anteil der Inserate mit Sprachanforderung, nach der Sprache des Inserats (Stand 3. September 2026)Inserat auf Deutsch0.4Inserat auf Italienisch0.8Inserat auf Französisch0.9Inserat auf Englisch67.7
  • Rezi — Preis: gratis mit einem Lebenslauf und drei PDF-Downloads · Pro USD 29 im Monat (rund CHF 23) · einmalig USD 149 (rund CHF 120) für dauerhaften Zugang · Konto: für den Bezug nötig, aber ohne Kreditkarte, und die Preisseite sagt das ausdrücklich · Bezug zum Inserat: Inseratstext einfügen, das «Keyword Targeting» ist gratis nur eingeschränkt verfügbar · Foto und Schweizer Felder: keine, und laut eigener Hilfe mit Absicht · Dateien: PDF gratis, Word und Google Drive erst im Pro-Plan · Sprachen: nur Englisch, es gibt weder eine deutsche noch eine französische noch eine italienische Ausgabe.
  • SwissJobs.app — Preis: sieben Tage Probezeit, danach CHF 15 im Monat oder CHF 95 im Jahr, jederzeit kündbar · Konto: der Editor läuft ohne Konto, gespeichert und heruntergeladen wird mit Konto, und der Download selbst setzt Probezeit oder Abo voraus · Bezug zum Inserat: der Inseratstext ist bereits im Produkt, der Lebenslauf entsteht daraus statt aus einer Vorlage · Foto und Schweizer Felder: Foto, Bewilligungszeile, Sprachniveaus von A1 bis C2 und Arbeitszeugnisse sind vorgesehen · Dateien: PDF und Word, auf beiden kein Wasserzeichen · Sprachen: vier eigene Ausgaben, und die fertige Datei trägt die Sprache, in der gearbeitet wurde, nicht eine Übersetzung davon.
  • Gemeinsamer Boden: beide Werkzeuge schreiben Inhalt mit KI, statt eine leere Vorlage auszuliefern · beide lassen jede Zeile danach von Hand ändern · beide liefern am Schluss eine PDF-Datei ohne Wasserzeichen · und beide verlangen, dass jemand den erzeugten Text gegenliest, bevor er weggeht. Rezi schreibt das auf der eigenen Seite sogar hin: die KI-Ausgabe müsse geprüft werden, sie ersetze das Nachdenken nicht.
  • Nur bei Rezi: Interviewtraining mit KI, ein Generator für Kündigungsschreiben, eine Chrome-Erweiterung, eine Schnittstelle für Sprachmodelle und eine bezahlte Durchsicht durch einen Menschen ab USD 8. Nur bei uns: die Schweizer Stelleninserate im selben Produkt, die vier Sprachausgaben und das ausgefüllte Arbeitsbemühungen-Blatt für das RAV.

Wen wählen?

Der Unterschied ist nicht das Werkzeug, sondern womit es anfängt: Bei uns liegt das Inserat schon da. Du wählst die Stelle direkt aus unserem eigenen Schweizer Stellenindex — bei Rezi hinein.

Nimm SwissJobs.app, wenn

  • Die Stelle direkt auswählen — Wir führen den Stellenindex selbst. Der Inseratstext ist bereits drin, und alles Weitere entsteht gegen genau diesen Text — kein Suchen, kein Kopieren, kein Einfügen.

  • Vier Werkzeuge statt einem — Lebenslauf, Motivationsschreiben zum selben Inserat, CV-Check gegen dieses Inserat und Interviewvorbereitung — aus einem Konto und mit denselben Daten.

  • Das RAV-Formular — Die Arbeitsbemühungen werden aus deinem Bewerbungstracker gefüllt und als offizielles SECO-Blatt ausgedruckt. Kein anderes Werkzeug in diesem Vergleich hat das.

  • Word-Export ohne Wasserzeichen — PDF und DOCX, beide sauber. Viele Anbieter geben im Gratisplan nur eine Textdatei heraus oder setzen ein Wasserzeichen aufs Dokument.

  • Anfangen ohne Konto — Die Werkzeuge öffnen ohne Anmeldung. Nach dem Konto gefragt wird beim Speichern und ab dem zweiten Dokument — der erste Download geht ohne.

Funktionsvergleich

FunktionSwissJobs.appRezi
Lebenslauf-EditorJaJa
Start ohne KontoJanicht ausgewiesen
PDF-Export ohne WasserzeichenJanicht ausgewiesen
Word-/DOCX-ExportJanicht ausgewiesen
KI passt den CV an ein konkretes Inserat anJanicht ausgewiesen
Inseratstext kommt aus eigenem StellenindexJaNein
Änderung per KI-Prompt in SekundenJanicht ausgewiesen
Vollständiges manuelles EditierenJaJa
Designvarianten54 (2 Layouts x 3 Schriften x 9 Akzentfarben)nicht ausgewiesen
Schweizer Konventionen (Foto, Bewilligung, GER, Pensum)Janicht ausgewiesen
ATS-StrukturJanicht ausgewiesen
CV-Check gegen ein InseratJaNein
Motivationsschreiben zum selben InseratJaNein
InterviewvorbereitungJaNein
BewerbungstrackerJaNein
RAV-Formular Arbeitsbemühungen (SECO)JaNein
Eigener Schweizer StellenindexJaNein
Job-Alarm per E-MailJaNein
Sprachen der OberflächeDE / EN / FR / ITnicht ausgewiesen
In der Schweiz gebautJanicht ausgewiesen

Stand 4. September 2026. «nicht ausgewiesen» heisst: auf der Anbieterseite nicht lesbar — nicht «gibt es nicht». Unsere Angaben stammen aus dem Code (lib/stripe/trialConfig.ts) und dem live durchlaufenen Ablauf, nicht aus Marketingtexten.

Preise nebeneinander

Was du zahlstSwissJobs.appRezi
MonatspreisCHF 15 — alle sechs Werkzeuge, ein Abonicht ausgewiesen
JahrespreisCHF 95 im Jahr (= CHF 7.92 im Monat) — dieselben sechs Werkzeugenicht ausgewiesen
Gratis testenUnsere sieben Tage sind der volle Funktionsumfang, nicht eine eingeschränkte Vorschau.7 Tage voller Zugang, monatlich kündbarnicht ausgewiesen
Was ohne Zahlung gehtWir schreiben die Grenze hin, weil das die Zahl ist, die ein Vergleich sonst weglässt.Werkzeuge ohne Konto öffnen; Gratiskonto: 5 Dokumente/Tag, 10 pro rollender Wochenicht ausgewiesen
WährungCHFnicht ausgewiesen
AbrechnungAchte bei jedem Anbieter auf Vier-Wochen-Perioden: das sind 13 Abbuchungen im Jahr statt 12.Kalendermonat, jederzeit kündbarnicht ausgewiesen

Stand 4. September 2026. «nicht ausgewiesen» heisst: auf der Anbieterseite nicht lesbar — nicht «gibt es nicht». Unsere Angaben stammen aus dem Code (lib/stripe/trialConfig.ts) und dem live durchlaufenen Ablauf, nicht aus Marketingtexten.

Was Rezi am 4. September wirklich anbietet

Die Preisseite trägt drei Stufen. Gratis kostet nichts und deckt einen Lebenslauf ab, ein Übungsgespräch und drei PDF-Downloads. Pro kostet USD 29 im Monat und hebt alle Zähler auf. Daneben steht ein einmaliger Kauf über USD 149, der dauerhaft gilt. Für Organisationen gibt es eine vierte Stufe zu USD 99 im Monat je zweihundert Nutzende. Der Seitentitel verspricht bei allen Plänen dreissig Tage Geld-zurück.

Interessanter als die Preise ist die Funktionstabelle darunter, weil sie zeilenweise zeigt, wo die Gratisstufe endet. Die Word-Datei fehlt dort — DOCX ist ausdrücklich als nicht enthalten markiert, ebenso der Export nach Google Drive und der Anschreiben-Generator. Von fünf Layouts ist genau eines gratis; die anderen vier hängen am Pro-Plan. Und die drei Dinge, für die Rezi eigentlich bekannt ist — die Punktzahl, der Abgleich mit den Stichworten aus dem Inserat und die laufende Textprüfung — stehen in der Gratisspalte nicht als «enthalten», sondern als «Limited».

Das ist erwähnenswert, weil die Vorlagenseite an anderer Stelle schreibt, Rezi erlaube den Bezug jeder Vorlage als Word-Dokument. Beides stimmt, aber nur zusammengelesen: im Pro-Plan gilt der Satz, in der Gratisstufe nicht. Wer die Word-Datei braucht — und in der Schweiz braucht man sie regelmässig, weil Personalberatende und RAV-Beratende im Dokument selbst kommentieren —, bezahlt bei Rezi dafür.

Die Punktzahl selbst ist ordentlich dokumentiert: Rezi prüft den Lebenslauf nach dreiundzwanzig Kennzahlen und rechnet daraus einen Wert. Das ist mehr Transparenz, als die meisten Werkzeuge dieser Art bieten, und es ist der Grund, weshalb Rezi seit Jahren empfohlen wird.

Der ehrliche Punkt zuerst: ihre Gratisstufe ist grosszügiger als unsere

Wer nichts bezahlen will, bekommt bei Rezi drei fertige PDF-Dateien und muss dafür nur eine E-Mail-Adresse angeben. Keine Karte, kein Kündigungsdatum, kein Ablaufdatum. Das steht auf der Preisseite und in der Datenschutzerklärung, und es ist eine ehrliche Stärke.

Bei uns ist es anders herum gebaut, und das muss auf dieser Seite so klar stehen wie auf unserer eigenen. Der Editor läuft ohne Konto — der Lebenslauf entsteht, die Vorschau ist vollständig, niemand fragt vorher nach etwas. Ein Gratiskonto erlaubt fünf Dokumente am Tag und zehn in sieben rollenden Tagen, für Motivationsschreiben und KI-Änderungen gilt dasselbe. Aber die Datei mitnehmen — PDF wie Word — geht erst mit laufender Probezeit oder Abo, und die Probezeit verlangt eine Karte. Wer nur einen einzigen Lebenslauf braucht und keine Karte hinterlegen will, ist bei Rezi besser bedient. Das ist kein Detail, sondern der wichtigste Unterschied für jemanden, der genau eine Bewerbung schreibt.

Auf lange Sicht kehrt sich das um, und auch das gehört hierher. Ein Jahr bei uns kostet CHF 95. Ein Jahr Rezi Pro kostet USD 348, nach dem Referenzkurs vom 3. September rund CHF 281. Der einmalige Kauf über USD 149 — rund CHF 120 — ist dagegen billiger als fünfzehn Monate bei uns und läuft nie ab. Wer damit rechnet, über Jahre hinweg immer wieder Bewerbungen zu schreiben, findet bei Rezi ein Preismodell, das wir schlicht nicht anbieten.

«No tables, text boxes, graphics, or photos» — und was das in der Schweiz kostet

Der Satz steht in Rezis eigener Vorlagen-Hilfe, als Antwort auf die Frage, was eine Vorlage überhaupt maschinenlesbar macht: eine Spalte, Standardüberschriften, gewöhnliche Schriften, und keine Tabellen, Textfelder, Grafiken oder Fotos, weil Auswertungssoftware diese überspringt oder verstümmelt. Direkt danach: Rezis Vorlagen halten sich standardmässig an diese Regeln.

Für den amerikanischen Markt ist das die richtige Entscheidung, klar begründet und konsequent umgesetzt. In der Schweiz kostet sie das Foto — und das Foto ist hier keine Geschmacksfrage, sondern Konvention. Ein Dossier ohne Bild fällt auf, und zwar nicht angenehm.

Das Bemerkenswerte ist, dass Rezi das selbst weiss. In elf gelesenen Ratgeberseiten mit rund einer Viertelmillion Zeichen kommt das Wort «Switzerland» genau einmal vor, in einem Beitrag über britische Lebensläufe, und der Satz lautet: Fotos seien in Ländern wie der Schweiz, Italien, Österreich, Deutschland, Belgien und Spanien üblich, in Grossbritannien dagegen nicht. Das ist richtig, es ist präzise, und es ist die einzige Stelle. An allen anderen — im Beitrag über den Briefkopf, in der Checkliste für den ersten Lebenslauf, in der Anleitung zum CV — steht die Gegenrichtung: Foto weglassen, Geburtsdatum weglassen, Adresse weglassen.

Die anderen beiden Schweizer Felder tauchen überhaupt nicht auf. «Arbeitszeugnis» kommt in diesem Textbestand null Mal vor; «work permit», «residence permit» und «permit» ebenfalls null Mal. Zürich, Genf und Basel je null Mal, «CHF» null Mal. Das ist kein Vorwurf — Rezi verspricht nirgends, ein Schweizer Produkt zu sein. Es ist die Antwort auf die Frage, welches der beiden Werkzeuge hier weiss, wovon es redet.

Was Rezis Ratgeber richtig macht, und zwar besser als manche Schweizer Seite

Zwei Dinge verdient Rezi ausdrücklich gutgeschrieben. Erstens die Sprachniveaus: Der Ratgeber sagt, man solle eine ehrliche Einstufung angeben — B2, C1 nach dem europäischen Referenzrahmen — statt vager Wörter wie «fliessend», und erklärt die sechsstufige Skala von A1 bis C2 sauber. Genau so gehört es in ein Schweizer Dossier, und es steht dort mehrfach und ohne Umschweife.

Zweitens die Länge. In den Vereinigten Staaten sei eine Seite die Regel, schreibt Rezi, ausserhalb der USA dürften Lebensläufe zwei oder auch drei Seiten haben. Das ist der Unterschied, an dem amerikanische Werkzeuge sonst reihenweise scheitern, und Rezis Redaktion benennt ihn von selbst.

Der Bruch verläuft also nicht zwischen einem guten und einem schlechten Werkzeug, sondern zwischen Rezis Redaktion und Rezis Produkt. Was im Ratgeber steht, ist differenziert. Was der Editor herstellt, ist ein einspaltiges Dokument ohne Bildfeld — für jedes Land dasselbe.

Englisch allein — wie weit trägt das auf dem Schweizer Markt?

Rezi gibt es nur auf Englisch. Die Seite trägt kein einziges Sprach-Alternativ im Quelltext, die Adressen mit /de, /fr und /it antworten mit 404, und von den 707 Adressen im Verzeichnis der Seite führt keine einzige zu einer nicht-englischen Fassung. Für ein Werkzeug, das laut eigener Angabe über vier Millionen Konten hat und Nutzende in den USA, Indien, Kanada, Grossbritannien und Europa zählt, ist das eine bewusste Vereinfachung.

Was sie für die Schweiz bedeutet, lässt sich messen. In unserem Bestand offener Inserate — Lehrstellen und Praktika ausgenommen — trägt gut ein Dreiviertel eine erkennbare Inseratssprache. Darunter sind 54,8 Prozent deutschsprachig, 29,4 Prozent englischsprachig, 13,7 Prozent französisch und 2,0 Prozent italienisch. Der englische Anteil ist also beachtlich, und wer nur dort sucht, findet durchaus Arbeit.

Die zweite Zahl ist die entscheidende. Von den Inseraten, die überhaupt eine Sprachanforderung nennen, reicht Englisch allein bei den deutschsprachigen in 0,4 Prozent der Fälle, bei den französischsprachigen in 0,9 und bei den italienischsprachigen in 0,8 Prozent. Nur dort, wo das Inserat selbst auf Englisch geschrieben ist, genügt Englisch häufig — und selbst dann nur in 67,7 Prozent. Anders gesagt: auch im englischsprachigen Teil des Schweizer Marktes verlangt jedes dritte Inserat zusätzlich Deutsch, Französisch oder Italienisch.

Ein Werkzeug, das nur ein englisches Dokument herstellt, deckt also nicht ein Drittel des Marktes ab, sondern ungefähr zwei Drittel eines knappen Drittels. Für den Rest braucht es ein zweites Dokument in einer Sprache, die Rezi nicht bedient.

Wo die Firma sitzt, und was auf ihrer Datenschutzseite steht

Rezi unterhält eine eigene Seite, die ausdrücklich für KI-Assistenten geschrieben ist und «verifizierte, strukturierte Informationen» über die Firma bereitstellt — eine ungewöhnliche und eigentlich löbliche Idee. Dort steht: gegründet 2015, als Software-Dienst gestartet 2019, Sitz in Gangnam, Seoul, Südkorea, Gründer Jacob Jacquet, über vier Millionen registrierte Konten.

Auf derselben Seite stehen zwei Selbsteinschätzungen, die ehrlicher sind als die Werbung: Rezi stelle derzeit keine gestalterisch aufwendigen Lebensläufe her, die Formatierung sei bewusst minimal; und die Jobsuche sei momentan vor allem eine Verwaltung eigener Bewerbungen und werde erst schrittweise zu einer echten Stellensuche ausgebaut. Das steht in einer gewissen Spannung zur Werbeseite derselben Funktion, die von 1,3 Millionen direkt bei Firmen eingesammelten Stellen spricht. Beide Sätze stammen von Rezi; wir geben sie so wieder, wie sie dort stehen.

Auf derselben Seite sind mehrere Felder nie ausgefüllt worden. Bei den Integrationen steht «[insert others]», bei der Infrastruktur «[insert provider — e.g., AWS / GCP]», und bei der Rechtskonformität steht «[Insert — e.g., GDPR / CCPA] compliant». Ausgerechnet auf der Seite, die Sprachmodellen sagen soll, was stimmt, ist die Zeile zum Datenschutz eine unausgefüllte Vorlage geblieben. Das ist Redaktionsarbeit, kein Beweis über den tatsächlichen Umgang mit Daten — aber wer in der Schweiz sein ganzes Berufsleben in ein Formular tippt, darf die Frage stellen.

Die eigentliche Datenschutzerklärung ist ausführlicher und an einer Stelle sogar überraschend kulant: man dürfe Rezi ohne Konto benutzen, und ohne Konto werde nichts von dem, was man erstellt, auf Servern abgelegt. Für ein Konto genüge eine E-Mail-Adresse, sonst nichts. Beim Datentransfer ins Ausland nennt der Text allerdings noch den EU-US Privacy Shield — eine Grundlage, die nach dem Schrems-II-Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom Juli 2020 abgelöst und 2023 durch das EU-US Data Privacy Framework ersetzt wurde, wie die Europäische Kommission auf ihrer eigenen Seite festhält. Die Schweiz und das revidierte Schweizer Datenschutzgesetz kommen im ganzen Text nicht vor.

Als wir app.rezi.ai am 4. September aufgerufen haben, landeten wir auf der Anmeldeseite. Wir haben kein Konto angelegt und den Weg deshalb nicht weiter abgeschritten — was die Datenschutzerklärung über das Arbeiten ohne Konto sagt, geben wir als ihre Aussage wieder, nicht als etwas, das wir selbst ausprobiert hätten.

Für wen welches Werkzeug das richtige ist

Nimm Rezi, wenn du dich bei amerikanischen, britischen, indischen oder kanadischen Arbeitgebern über deren Portale bewirbst; wenn du ein einspaltiges, maschinenlesbares Dokument ohne Foto willst und genau weisst, warum; wenn du drei Downloads brauchst und keine Kreditkarte hinterlegen möchtest; wenn dich das Interviewtraining reizt; oder wenn dir ein einmaliger Kauf lieber ist als ein Abo. Für internationale Remote-Stellen, die von der Schweiz aus auf Englisch besetzt werden, ist Rezi eine vernünftige Wahl.

Nimm SwissJobs.app, wenn die Bewerbung in die Schweiz geht. Jeder Abschnitt wird gegen das ausgewählte Inserat verfasst, dessen Wortlaut das Werkzeug schon hat — nichts muss gesucht und nichts eingefügt werden. Foto, Bewilligungszeile, Sprachniveaus und Arbeitszeugnisse haben ihren Platz, weil das Format für diesen Markt entworfen wurde und nicht für einen anderen. Für die Gestaltung stehen 54 Designvarianten bereit — 2 Layouts mal 3 Schriften mal 9 Akzentfarben, frei kombinierbar. Und das Dokument entsteht auf Deutsch, Französisch, Italienisch oder Englisch, je nachdem, in welcher Sprache das Inserat geschrieben ist.

Ein letzter Punkt, der nur eine Seite betrifft: Angemeldete Stellensuchende können sich das amtliche Blatt für die Arbeitsbemühungen aus den bereits erfassten Bewerbungen aufbauen lassen. Übergeben wird das fertig ausgefüllte Blatt; über die Anerkennung befindet deine eigene Beratungsstelle, und die rechtlich zählende Erfassung muss weiterhin auf dem amtlichen Weg erfolgen. Ein Werkzeug aus Seoul hat dafür naturgemäss nichts im Angebot — aber es verspricht es auch nirgends.

Alle Angaben zu Rezi am 4. September 2026 ohne Konto von einem Schweizer Anschluss aus selbst abgerufen: die Preisseite mit der vollständigen Funktionstabelle, die Vorlagenseite, die Seite mit den Angaben für KI-Assistenten, die Datenschutz- und Nutzungsbedingungen, das Adressverzeichnis der Seite sowie elf Ratgeber- und Werkzeugseiten. Die Wortzählung stützt sich auf diese Seiten, zeilenweise entdoppelt, damit die auf jeder Seite wiederholte Navigation nur einmal zählt. Umrechnung von US-Dollar in Franken nach dem Referenzkurs der Europäischen Zentralbank vom 3. September 2026 (USD/CHF 0,8084). Die Marktzahlen stammen aus unserem eigenen Bestand offener Schweizer Inserate vom 3. September 2026; Lehrstellen und Praktika sind ausgeschlossen, Sprachanforderungen je Inserat gezählt, nicht je Eintrag. Rund ein Viertel der Inserate trägt keine erkennbare Inseratssprache und bleibt in den Sprachanteilen unberücksichtigt. Die eigenen Preise, Grenzwerte und Designzahlen wurden im Code nachgesehen, nicht aus dem Gedächtnis geschrieben.

Schreib für jede Bewerbung einen passenden Lebenslauf

Die meisten schicken überall denselben Lebenslauf. Der Editor schreibt deinen auf das Inserat um — Schweizer Format, richtige Sprache, in etwa einer Minute.

Lebenslauf mit KI erstellen: für ein konkretes Inserat

Quellen

Verwandte Fragen

← Alle Fragen

Was unser Stellenindex über den Schweizer Markt sagt

Live aus unserem eigenen Index berechnet, nicht aus einer Studie zitiert. Nur Anteile, Stand heute.

Sprache der Inserate

Deutsch
60%
English
23%
Français
13%
Italiano
3%

Von den Inseraten mit Sprachanforderung verlangen

Deutsch
70%
English
43%
Français
21%
Italiano
3%

19% in den letzten 7 Tagen ausgeschrieben · Grösste Märkte: Zürich 18% · Bern 10% · Genève 5% · Basel 5%