Wie oft erscheinen neue Stellen — und wie oft lohnt es sich, nachzuschauen?
Aktualisiert:
Kurz gesagt
Über den ganzen von uns erfassten Schweizer Bestand liegen zwischen zwei neuen Inseraten nur wenige Minuten — eine Zahl, die dir nichts nützt. In der Suche, die du wirklich machst, dauert es Stunden bis Tage: eine Informatikstelle im Kanton Zürich erscheint rund alle anderthalb Stunden, eine Pflegestelle dort etwa alle vier, eine kaufmännische alle zehn Stunden. Konstant bleibt etwas anderes: Fast jede Suche erneuert sich pro Woche um ein Fünftel bis ein Drittel. Zweimal wöchentlich nachschauen reicht deshalb fast überall.
Die Frage klingt nach einer einzigen Zahl und hat in Wahrheit drei Antworten, die nichts miteinander zu tun haben: eine über den Tag, eine über deine Filter und eine über das Jahr. Über den Tag erscheinen Inserate in einem Nachmittagsblock. Über deine Filter entscheidet sich, ob du auf das nächste Stunden oder Tage wartest. Und über das Jahr hat der Schweizer Stellenmarkt eine erstaunlich beharrliche Form, deren Tiefpunkt jedes Mal im Dezember liegt.
Was du unten findest, ist deshalb weniger eine Zahl als eine Umrechnung: von «wie oft erscheint etwas» in «wie oft muss ich schauen». Die zweite Frage lässt sich beantworten, die erste nur mit Untergrenzen — und warum das so ist, steht im letzten Abschnitt.
Anteil der Inserate nach Publikationszeitpunkt in Schweizer Zeit, in Blöcken von drei Stunden. Gerechnet auf allen von uns erfassten offenen Schweizer Inseraten mit Zeitstempel, Stand 30. August 2026. Der Block zwischen Mitternacht und 6 Uhr besteht weitgehend aus geplanten Veröffentlichungen.
- Neue Inserate kommen am Nachmittag: 26,9 Prozent tragen einen Publikationszeitpunkt zwischen 12 und 15 Uhr Schweizer Zeit, 19,7 Prozent zwischen 15 und 18 Uhr. Die stärkste einzelne Stunde ist 14 Uhr mit 10,8 Prozent.
- Das Loch liegt am Morgen, nicht in der Nacht: zwischen 6 und 9 Uhr erscheinen 4,4 Prozent der Inserate — weniger als zwischen 21 und 24 Uhr.
- Bis 9 Uhr ist rund ein Fünftel des Tagesertrags publiziert, bis 18 Uhr rund vier Fünftel, bis 21 Uhr über neun Zehntel. Morgens siehst du im Wesentlichen gestern, abends fast den ganzen heutigen Tag.
- Die Wartezeit hängt an der Enge der Suche, nicht am Markt: im Kanton Zürich rund anderthalb Stunden für eine Informatikstelle, gut drei für eine Verkaufsstelle, gut vier für eine Pflegestelle, zehn für eine kaufmännische und sechzehn für eine Ingenieurstelle.
- Derselbe Beruf, anderer Ort: Eine Informatikstelle erscheint in Zürich alle anderthalb Stunden, in Bern alle gut drei, in Genf alle gut fünf, in Basel-Stadt und im Aargau je alle knapp sieben, in Luzern alle gut dreizehn und in der Waadt alle gut vierzehn Stunden.
- Was fast überall gleich bleibt, ist die wöchentliche Erneuerung: In fast allen Kombinationen aus Beruf und Kanton liegt sie zwischen 12 und 44 Prozent, meistens zwischen 20 und 35. Die Wartezeit schwankt um den Faktor dreissig, die Erneuerung um weniger als vier.
- 45,7 Prozent der Arbeitgeber in unserem Bestand haben genau ein offenes Inserat und tragen zusammen 7,7 Prozent aller Inserate; 1,5 Prozent der Arbeitgeber mit je über fünfzig offenen Stellen tragen 32,7 Prozent.
- Über das Jahr ist der Dezember der schwächste Monat: im Mittel der Jahre 2021 bis 2025 liegen die bei den RAV gemeldeten offenen Stellen im Dezember bei 82,5 Prozent des Jahresmittels, im Juni bei 108,3 Prozent. In 15 der 22 vollständigen Jahre seit 2004 war der Dezember der tiefste Monat seines Jahres.
Die Uhr im Arbeitstag: morgens siehst du gestern, abends siehst du heute
Inserate erscheinen nicht gleichmässig über den Tag verteilt, sondern in einem Nachmittagsblock. In unserem Bestand offener Schweizer Inserate tragen 26,9 Prozent einen Publikationszeitpunkt zwischen 12 und 15 Uhr Schweizer Zeit und weitere 19,7 Prozent zwischen 15 und 18 Uhr. Die stärkste einzelne Stunde ist 14 Uhr mit 10,8 Prozent. Der Vormittag ist dagegen schwach, und das Loch liegt genau dort, wo man es nicht vermutet: Zwischen 6 und 9 Uhr erscheinen 4,4 Prozent — weniger als in den drei Stunden vor Mitternacht.
Daraus folgt die einzige Regel zu dieser Frage, die man wirklich anwenden kann. Bis 9 Uhr ist rund ein Fünftel des Tagesertrags draussen, bis 18 Uhr rund vier Fünftel, bis 21 Uhr über neun Zehntel. Wer morgens vor der Arbeit schaut, sieht deshalb im Wesentlichen den gestrigen Tag; wer am Abend schaut, sieht den heutigen fast vollständig. Das ist kein grosser Vorsprung, aber es ist der einzige in diesem Text, der nichts kostet und keine Registrierung verlangt.
Ein Teil dieser Verteilung ist nicht menschlich. Rund 16,5 Prozent der Inserate tragen einen Zeitstempel zwischen Mitternacht und 6 Uhr — geplante Veröffentlichungen, keine Personalverantwortlichen am Schreibtisch. Bei den Inseraten, die von den Karriereseiten der Betriebe selbst stammen, ist der Block noch enger: Dort ist die Hälfte bis 13 Uhr publiziert, die stärkste Stunde ist 12 Uhr mit 25,1 Prozent, und nach 18 Uhr kommen nur noch 4,5 Prozent. Inserate, die über Portale laufen, verteilen sich flacher und reichen viel weiter in den Abend: 20,1 Prozent erscheinen nach 18 Uhr.
Für die Wochentage gilt dasselbe Muster in gröberer Auflösung — der Schweizer Stellenmarkt ist ein Werktagsmarkt, und die Zahlen dazu stehen bereits in unserer Antwort zum Job-Alarm. Wir wiederholen sie hier nicht, weil die praktisch wichtigere Grösse eine andere ist: nicht wann etwas erscheint, sondern wie lange du auf das nächste wartest.
«Oft» ist keine Eigenschaft des Markts, sondern deiner Filter
In einem sauber gemessenen Zehntagesfenster erscheint über alle von uns erfassten offenen Schweizer Inserate hinweg im Schnitt alle zwei bis drei Minuten ein neues. Setzt du einen einzigen Filter — Kanton Zürich —, wird daraus rund eine Viertelstunde. Nimmst du den Beruf dazu, wird aus der Viertelstunde bei einer Informatikstelle rund anderthalb Stunden, bei einer Verkaufsstelle gut drei, bei einer Pflegestelle gut vier, bei einer kaufmännischen Stelle zehn und bei einer Ingenieurstelle sechzehn. Und wer zusätzlich ein Teilzeitpensum verlangt, wartet in der Kombination Pflege plus Zürich plus Teilzeit im Schnitt rund eineinhalb Tage.
Der Ort wirkt dabei genauso stark wie der Beruf. Dieselbe Informatiksuche wartet im Kanton Zürich rund anderthalb Stunden auf das nächste Inserat, in Bern gut drei, in Genf gut fünf, in Basel-Stadt und im Aargau je knapp sieben, in Luzern gut dreizehn und in der Waadt gut vierzehn Stunden. Zwischen der schnellsten und der langsamsten dieser sieben Regionen liegt der Faktor zehn — bei identischem Suchwort und identischem Beruf.
In der Pflege ist das Gefälle ähnlich steil, aber anders geordnet: Zürich gut vier Stunden, Bern knapp zehn, Luzern knapp dreizehn, Basel-Stadt fünfzehn, Waadt gut eineinhalb Tage. Wer also aus Bern nach Lausanne zieht und dieselbe Suche mitnimmt, bekommt nicht dieselbe Liste in einer anderen Sprache — er bekommt einen ungefähr viermal langsameren Takt.
Die praktische Konsequenz ist unangenehm und nützlich zugleich. Wenn du das Gefühl hast, «es kommt nichts», ist das fast nie eine Aussage über den Arbeitsmarkt und fast immer eine über die Enge deiner Suche. Zwei Filter weniger — der Radius statt der Wohngemeinde, das Berufsfeld statt der genauen Stellenbezeichnung — verkürzen die Wartezeit um ein Vielfaches. Häufigeres Nachschauen verkürzt sie um exakt nichts.
Der Takt, der überall fast gleich ist
Das Bemerkenswerte an diesen Zahlen ist nicht, wie weit sie auseinandergehen, sondern was dabei konstant bleibt. Rechnet man statt der Wartezeit den Anteil, um den sich eine Trefferliste pro Woche erneuert, liegen fast alle Kombinationen aus Beruf und Kanton zwischen 12 und 44 Prozent, die grosse Mehrheit zwischen 20 und 35. Die Wartezeit schwankt zwischen den Suchen um rund den Faktor dreissig; die wöchentliche Erneuerung schwankt um weniger als den Faktor vier.
Der Grund ist einfach: Wo wenig Neues erscheint, steht auch wenig da. Die Waadtländer Informatikliste ist entsprechend kürzer als die Zürcher, deshalb wiegt dort ein Zugang pro halben Tag ähnlich schwer wie in Zürich ein gutes Dutzend Zugänge pro Tag. Für die Frage «wie oft soll ich schauen» ist genau diese Grösse die richtige — und sie fällt für fast alle gleich aus.
Daraus folgt die Antwort, die dieser Text schuldig ist. Wenn sich eine Liste pro Woche um ungefähr ein Viertel erneuert, siehst du bei zwei Besuchen pro Woche jedes Inserat, während es noch jung ist. Täglich schauen liefert in den langsamen Kombinationen an vier von sieben Tagen null neue Treffer. Es kostet Zeit, und schlimmer: Es fühlt sich nach Arbeit an, ohne welche zu sein. Die halbe Stunde, die eine zugeschnittene Bewerbung braucht, ist in derselben Woche besser investiert.
Die Ausnahme sind die schnellen Kombinationen — Informatik und Ingenieurwesen in den grossen Zentren. Dort erscheinen mehrere Inserate pro Tag, dort ist die erste Woche tatsächlich das Rennen, und dort lohnt sich der tägliche Blick oder ein Alarm. Das ist aber eine Aussage über zwei Berufsfelder in drei Kantonen und nicht über den Schweizer Arbeitsmarkt.
Die meisten Arbeitgeber schreiben nicht laufend aus
Hinter «neue Stellen erscheinen» stehen keine gleichmässig tickenden Betriebe, sondern sehr wenige laute und sehr viele stille. 45,7 Prozent der Arbeitgeber in unserem Bestand haben genau ein offenes Inserat; zusammen tragen sie 7,7 Prozent aller Inserate. Am anderen Ende stehen 1,5 Prozent der Arbeitgeber mit je über fünfzig offenen Stellen — sie tragen 32,7 Prozent.
Der Abstand zwischen zwei Ausschreibungen desselben Arbeitgebers zeigt dasselbe Bild von der Zeitachse her. Bei Betrieben mit zwei oder drei offenen Stellen liegt der mittlere Abstand bei rund dreizehn Tagen, bei vier bis zehn Stellen bei knapp sechs Tagen, bei elf bis fünfzig bei einem Tag — und bei den grössten praktisch bei null, weil sie ihre Stellen in Blöcken aufschalten. Über alle Arbeitgeber hinweg liegen 64 Prozent der Abstände zwischen zwei Ausschreibungen unter einem Tag: Ausschreiben ist ein Ereignis, kein Fluss.
Im Zehntagesfenster haben 52,8 Prozent der Ausschreibenden genau ein einziges neues Inserat beigesteuert; zusammen kommen sie auf 13 Prozent der Neuzugänge. Wer fragt, wie oft neue Stellen erscheinen, fragt in Wahrheit nach zwei verschiedenen Dingen: nach dem Dauerrauschen einiger weniger Grossausschreibender und nach dem seltenen, einmaligen Inserat des Betriebs mit acht Mitarbeitenden. Das zweite ist meistens das interessantere und im Datumsfilter fast unsichtbar.
Ein Einwand liegt nahe: Verzerrt dieses Ungleichgewicht die Wartezeiten weiter oben? Wir haben es geprüft und den mit Abstand grössten Ausschreibenden — er allein stellt 15,3 Prozent der Neuzugänge des Fensters — vollständig herausgerechnet. Landesweit ändert sich am Abstand zwischen zwei Inseraten nichts, im Kanton Zürich werden aus rund zwölf Minuten rund fünfzehn. Die Konzentration verschiebt also, wer in der Liste steht — das ist der Gegenstand unserer Antwort zu den aktuellen Stellenangeboten —, aber kaum, wie schnell die Liste nachwächst.
Was die offizielle Statistik zählt — und was sie ausdrücklich nicht zählt
Es gibt eine amtliche Zahl zu offenen Stellen in der Schweiz, und man sollte wissen, was sie ist, bevor man sie zitiert. Das SECO veröffentlicht monatlich die bei den RAV gemeldeten offenen Stellen. Im Juli 2026 lag diese Zahl 4,4 Prozent unter dem Vormonat und 13,4 Prozent über dem Vorjahresmonat; saisonbereinigt betrug der Rückgang gegenüber dem Vormonat 0,6 Prozent. 65,9 Prozent der gemeldeten Stellen unterlagen der Meldepflicht.
Entscheidend ist der Satz, den das SECO selbst in die Erläuterungen des Berichts schreibt: «Die gemeldeten offenen Stellen decken nur einen Teil aller offenen Stellen in der Schweiz ab.» Es handelt sich also nicht um eine Zählung des Markts, sondern um eine Zählung dessen, was bei den RAV eingeht. Und es ist ein Bestand, keine Zugangsrechnung: Als offen gilt eine Stelle, die der Arbeitgeber sofort oder in naher Zukunft besetzen will und für die bereits Massnahmen zur Rekrutierung ausserhalb des Betriebs ergriffen wurden oder in Vorbereitung sind.
Auch die Frequenz der Statistik selbst gehört zur Antwort auf diese Frage. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt erscheint einmal im Monat nach einem im Voraus publizierten Kalender — der Bericht zum August 2026 am Montag, 7. September 2026 um 9 Uhr, jener zum September am Dienstag, 6. Oktober. Die breitere Erhebung des Bundesamts für Statistik zu den offenen Stellen läuft vierteljährlich; ihr aktueller Punkt betrifft das zweite Quartal und wurde am 27. August 2026 publiziert.
Wer also heute wissen will, wie viele Stellen heute offen sind, findet nirgends eine amtliche Antwort. Die amtlichen Antworten sind Wochen alt, decken jeweils nur einen Ausschnitt ab und sagen das auch. Das ist kein Mangel der Statistik, sondern der Grund, warum die praktisch brauchbare Antwort auf «wie oft» aus dem Takt einer konkreten Suche kommen muss und nicht aus einer Landeszahl.
Das Jahr hat eine Form: der Dezember ist der schwächste Monat
Unsere eigenen Zahlen können zur Saison nichts sagen — sie beschreiben, was heute offen ist, nicht was letzten November offen war. Die SECO-Reihe der gemeldeten offenen Stellen reicht dagegen bis 2004 zurück und beantwortet die Frage sauber. Über den Durchschnitt der Jahre 2021 bis 2025, mit dem jeweiligen Jahresmittel als 100 gesetzt, ergibt sich: Juni 108,3, März 107,0, Mai 105,4, April 105,3, Februar 104,1, September 103,9, Juli 103,1, August 101,8, Januar 95,8, Oktober 95,1, November 87,6 und Dezember 82,5.
Der Dezember ist damit nicht knapp, sondern deutlich der schwächste Monat des Jahres, und er ist es beharrlich: In 15 der 22 vollständigen Jahre seit 2004 war der Dezember der tiefste Monat seines Jahres. Zwischen dem Junihoch und dem Dezembertief liegen rund 26 Punkte, und der November ist im Mittel der zweitschwächste. Dass es sich um eine echte Schwankung und nicht um Rauschen handelt, sieht man auch daran, dass das SECO seine Reihen ausdrücklich saisonbereinigt veröffentlicht.
Ein methodischer Hinweis, weil er das Ergebnis kippt: Wir rechnen nur über 2021 bis 2025. Am 1. Juli 2018 wurde die Stellenmeldepflicht eingeführt, und die Zahl der gemeldeten offenen Stellen hat sich von einem Monat auf den nächsten annähernd verdoppelt. Wer über diesen Bruch hinweg mittelt, misst nicht die Saison, sondern eine Gesetzesänderung — die Jahre davor zeigen ein ganz anderes Muster mit einem Hoch im Spätsommer. Genau daran erkennt man übrigens, ob eine Aussage zur Saisonalität des Schweizer Stellenmarkts geprüft oder abgeschrieben ist.
Praktisch heisst das wenig für den einzelnen Tag und einiges für die Planung. Wer im November oder Dezember kündigt und darauf zählt, «dann schaue ich mal, was so kommt», trifft den flachsten Teil des Jahres. Wer im Januar zu suchen beginnt, läuft in eine Phase, die bis in den Frühsommer trägt. Das ist kein Grund, eine Bewerbung zu verschieben — die Stelle, die dich interessiert, erscheint dann, wenn sie erscheint. Aber es ist ein guter Grund, die Trockenphase um den Jahreswechsel nicht als persönliches Scheitern zu lesen.
Warum jede genaue Zahl zu dieser Frage falsch ist
Vier Gründe, und sie ziehen alle in dieselbe Richtung. Erstens erfasst niemand alles: Unser Bestand ist ein Ausschnitt des Schweizer Markts, die SECO-Zahl ist ein anderer, und beide sagen das offen. Jede Angabe zur Häufigkeit ist deshalb eine Untergrenze — es erscheinen mindestens so viele Stellen, wie eine Quelle sieht, nie weniger.
Zweitens ist ein Teil der Neuzugänge nicht neu. Wiederveröffentlichte Inserate kommen als frische Treffer an, und Filialinserate desselben Arbeitgebers vervielfachen eine einzige Ausschreibungsentscheidung auf Dutzende Zeilen. Wie gross dieser Anteil ist und woran man ihn erkennt, steht in unserer Antwort zum Job-Alarm.
Drittens lässt sich aus einem heutigen Bestand die Vergangenheit nicht rückwärts zählen. Ein Inserat, das vor drei Wochen erschien und letzte Woche besetzt wurde, ist heute nicht mehr da. Rechnungen über weiter zurückliegende Zeiträume unterschätzen die Häufigkeit deshalb systematisch, und zwar umso stärker, je weiter man zurückgeht. Wir haben aus diesem Grund ein enges, frisches Fenster gewählt und nennen die Zahlen als das, was sie sind.
Und viertens ist «erschienen» nicht «offen». Ein Inserat vom Dienstag kann am Freitag eine Shortlist haben; eines von vor sechs Wochen kann noch völlig frei sein. Die Häufigkeit, nach der du eigentlich fragst — wie oft eine Stelle für dich tatsächlich frei wird — steht in keiner Datenbank. Messbar ist der Takt der Publikation. Der ist regelmässiger, als es sich anfühlt, und langsamer, als das Etikett «neu» suggeriert.
Alle Angaben zum eigenen Bestand stammen aus unserer laufenden Auswertung der von uns erfassten offenen Schweizer Inserate, Stand 30. August 2026, und sind bewusst als Anteile und Zeitabstände formuliert; absolute Bestandszahlen veröffentlichen wir nicht. Die Wartezeiten sind auf einem zusammenhängenden Fenster von zehn Tagen gerechnet (10. bis 19. August 2026) und in vier voneinander unabhängigen Fenstern gegengeprüft; sie schwanken dabei landesweit zwischen zwei und dreieinhalb Minuten und im Kanton Zürich zwischen zehn und siebzehn Minuten. Es sind Untergrenzen: Inserate, die inzwischen wieder geschlossen sind, fehlen, und rund drei von zehn Inseraten lassen sich keinem Kanton eindeutig zuordnen, weshalb die kantonalen Abstände eher zu lang als zu kurz ausfallen. Berufsfelder sind über marktübliche Titelschreibweisen in allen vier Sprachen abgegrenzt. Kombinationen mit weniger als fünf Neuzugängen im Fenster nennen wir nicht; für den Kanton Tessin und für St. Gallen veröffentlichen wir hier keine Wartezeit, weil die Zuordnung dort zu unsicher beziehungsweise die Zahl der Ausschreibenden zu klein ist. Alle Angaben zu den gemeldeten offenen Stellen, zur Saisonfigur und zum Publikationskalender stammen vom SECO beziehungsweise von arbeit.swiss; die Saisonfigur ist von uns aus der SECO-Tabelle «Offene Stellen seit 2004» als Mittel der Jahre 2021 bis 2025 gerechnet.
Quellen
Verwandte Fragen
Was unser Stellenindex über den Schweizer Markt sagt
Live aus unserem eigenen Index berechnet, nicht aus einer Studie zitiert. Nur Anteile, Stand heute.
Sprache der Inserate
- Deutsch
- 60%
- English
- 23%
- Français
- 13%
- Italiano
- 3%
Von den Inseraten mit Sprachanforderung verlangen
- Deutsch
- 70%
- English
- 43%
- Français
- 21%
- Italiano
- 3%
19% in den letzten 7 Tagen ausgeschrieben · Grösste Märkte: Zürich 18% · Bern 10% · Genève 5% · Basel 5%