Was ist eine Alternative zu Teal?
Aktualisiert:
Kurz gesagt
Acht ernsthafte Alternativen: die Bewerbungsliste von SwissJobs.app, im Job-Room der eService für die Arbeitsbemühungen, Huntr, Simplify, Careerflow, Notion, Excel und Google Sheets. Wer sich auf Schweizer Inserate bewirbt, nimmt am besten unsere Liste — gratis im Konto, und eine gemerkte Stelle bringt Titel, Firma, Ort, Link und Datum gleich mit. Als reiner Tracker ist Teal uns voraus: Kanban-Ansicht, Erinnerungen, Auswertungen, eine Browser-Erweiterung, und die Gratisstufe erfasst bereits unbegrenzt viele Bewerbungen. Bist du beim RAV angemeldet, ersetzt keines dieser Werkzeuge den amtlichen Nachweis. Stand: 28. August 2026.
Warum die Frage hier anders ausgeht als in den USA, steht in den Bewerbungslinks selbst. Teals Erweiterung ist dafür gebaut, ein Inserat von einer Jobbörse zu übernehmen; genannt werden auf der eigenen Seite Indeed, Glassdoor und BuiltIn. Von den offenen Inseraten auf SwissJobs.app führen aber nur rund 6 Prozent des Bewerbungslinks auf eine Jobbörse. Gut ein Fünftel zeigt auf ein Bewerbersystem mit bekanntem Namen — Workday, SmartRecruiters, Greenhouse, Lever, Ashby, dazu Schweizer Anbieter wie refline oder Umantis. Und rund sieben von zehn führen auf die Karriereseite eines Arbeitgebers oder auf ein Schweizer Recruiting-Portal wie rocken.jobs, ohws.prospective.ch oder dualoo. Über alle offenen Inserate hinweg sind das rund zwölf verschiedene Bewerbungsziele je hundert Inserate.
Dazu kommt die Sprache. Von den Inseraten, deren Sprache sich bestimmen lässt, sind rund 54 Prozent deutsch, 28 Prozent englisch, 14 Prozent französisch und 2 Prozent italienisch. Ein Werkzeug mit englischer Oberfläche, das Stichwörter aus dem Inserat zieht, arbeitet also bei der Mehrheit der Schweizer Inserate in einer Sprache, für die es nicht entworfen wurde. Alle Preise unten stammen von den Seiten der Anbieter selbst, gelesen am 28. August 2026; Dollarbeträge sind zum Euro-Referenzkurs der Europäischen Zentralbank vom selben Tag in Franken umgerechnet und gerundet.
Anteile der offenen Inserate auf SwissJobs.app nach Ziel des Bewerbungslinks, Stand 28. August 2026. Die Zuordnung stammt aus der Form der Adresse, nicht aus einer Prüfung Anbieter für Anbieter.
- Teal: Gratisstufe mit unbegrenztem Tracking; Teal+ USD 13 pro Woche, wöchentlich, monatlich oder quartalsweise abgerechnet — rund CHF 10.45 die Woche.
- SwissJobs.app: gratis mit einem Gratis-Konto, keine Stufen, kein Test, der ausläuft.
- Job-Room / arbeit.swiss: gratis und amtlich — und für RAV-Angemeldete keine Frage der Wahl.
- Huntr: gratis bis 100 verfolgte Stellen; Pro USD 40 im Monat, USD 90 für drei und USD 160 für sechs Monate — rund CHF 32, CHF 72, CHF 129.
- Simplify: Gratisstufe mit Erweiterung und Tracker; einen öffentlichen Preisplan nennt der Anbieter nicht.
- Careerflow: Gratisstufe mit ausdrücklich begrenztem Tracker; Premium USD 8.99 pro Woche oder USD 23.99 im Monat — rund CHF 7.25 beziehungsweise CHF 19.
- Notion: Gratisplan für eine Person; Plus USD 10 pro Person und Monat, rund CHF 8.
- Excel: im Web gratis; Microsoft 365 Single CHF 99.95 im Jahr, Family CHF 139.95.
SwissJobs und Teal im Vergleich
| Punkt | Teal | SwissJobs.app |
|---|---|---|
| Kostenlose Stufe | unbegrenzt Lebensläufe und Tracking | begrenzt: 10 Dokumente pro Woche |
| Preis der bezahlten Stufe | Teal+ USD 13 pro 7 Tage — also rund USD 56 im Monat (Stand 3.9.2026) | CHF 15 im Monat |
| Ohne Konto nutzbar | nein | eine KI-Generierung und eine CV-Prüfung |
| Schweizer Konventionen | keine | Foto, Bewilligung, Sprachniveaus, Pensum |
| Sprachen der Ausgabe | Englisch | Deutsch, Französisch, Italienisch, Englisch |
| Stellenmarkt | Tech-Jobboard, international | 22’518 Schweizer Inserate im Index |
| Prüfung gegen ein konkretes Inserat | ja, Match Score | ja, gegen Schweizer Inserate |
| RAV-Arbeitsbemühungen | nicht vorgesehen | Nachweis und Formular |
| Interview-Training | ja | ja, auf den Schweizer Ablauf zugeschnitten |
| Job-Tracking | stark, Kern des Produkts | vorhanden, weniger ausgebaut |
| Wann Teal die bessere Wahl ist | internationale oder Tech-Suche, viel Tracking | — |
Geprüft auf Teals eigenen Seiten am 3. September 2026. Preise ändern sich — die aktuelle Angabe steht auf ihrer Preisseite, nicht hier.
Teal
Was es ist: ein amerikanischer Bewerbungstracker mit angebautem Lebenslauf-Werkzeug. Status pro Bewerbung, Notizen, Bewertung der eigenen Begeisterung, Abgleich der Stichwörter zwischen Inserat und Lebenslauf, E-Mail-Vorlagen je Bewerbungsphase — dazu eine Chrome-Erweiterung, die laut Startseite Stellen von «über 40 populären Jobbörsen» speichert, während die Produktseite zum Tracker im selben Atemzug von «50+» spricht.
Preis: Die Gratisstufe erfasst unbegrenzt viele Bewerbungen und unbegrenzt viele Lebensläufe, begrenzt aber die KI-Guthaben, die Vorlagen auf zehn und den Stichwortabgleich auf die fünf wichtigsten. Teal+ kostet USD 13 pro Woche und wird wöchentlich, monatlich oder quartalsweise abgerechnet — rund CHF 10.45 pro Woche, für ein Quartal gut CHF 135.
Für wen: für alle, die viele Bewerbungen parallel führen, den eigenen Trichter sehen wollen und auf Englisch arbeiten. Die Grenze: Teal kennt die Schweiz nicht. Kein Pensum in Prozent, keine Arbeitszeugnisse, keine Zeile für die Bewilligung, keine Felder, die zum Nachweis der Arbeitsbemühungen passen — und eine Erweiterung, die auf Seiten zielt, auf denen Schweizer Bewerbungen selten enden.
SwissJobs.app
Was es ist: kein eigenes Tracker-Produkt, sondern die Bewerbungsliste direkt neben der Stellensuche. Merkst du eine Stelle im Job-Feed, ist die Zeile fertig: Titel, Firma, Ort, Link, Datum. Ein Klick auf das Häkchen setzt sie auf «beworben»; stimmt das Datum nicht, korrigierst du es von Hand. Bewerbungen von anderswo trägst du von Hand nach — Stellenbezeichnung, Firma, Ort, Adresse des Inserats, Datum und Kontaktperson.
Preis: gratis, ein Gratis-Konto genügt. Für wen: für alle, die Schweizer Inserate ohnehin hier suchen. Dann entfällt genau der Schritt, den jedes andere Werkzeug wieder einführt — das Abtippen. Und weil die Liste im selben Konto sitzt wie CV-Check und Lebenslauf, entsteht der zugeschnittene Lebenslauf gegen ein Inserat, das du hier gefunden hast, statt gegen einen Text, den du erst hineinkopierst.
Die Grenze, und sie ist echt: kein Export, keine Druckansicht, keine Browser-Erweiterung, keine Erinnerungen und keine Auswertung des Trichters. Wer eine Datei zum Einreichen oder Kanban-Spalten mit Statistik braucht, ist bei Teal oder Huntr besser bedient. Ohne Konto und ohne Internet siehst du die Liste nicht.
Job-Room / arbeit.swiss
Was es ist: der amtliche Weg, und für einen Teil der Leserschaft der einzige, der zählt. Wer beim RAV angemeldet ist, weist seine persönlichen Arbeitsbemühungen nach — Art. 26 AVIV verlangt sie für jede Kontrollperiode. arbeit.swiss schreibt, die Arbeitslosenkasse könne deine Angaben am effizientesten verarbeiten, wenn du die im Job-Room angebotenen eServices nutzt; dafür meldest du dich zuerst beim RAV zur Arbeitsvermittlung an und registrierst dich danach im Job-Room.
Preis: gratis. Für wen: für alle, die Arbeitslosenentschädigung beziehen oder beziehen werden. Hier ist nichts zu vergleichen — ein privater Tracker ist die Gedächtnisstütze, nicht der Nachweis. Auch unserer nicht.
Die Grenze: Als tägliches Arbeitsmittel ist der eService karg. Keine Spalten, keine Erinnerungen, keine Auswertung, und die Praxis ist von Kanton zu Kanton verschieden — wie viele Bewerbungen pro Kontrollperiode erwartet werden, vereinbarst du mit deinem RAV. Viele führen deshalb zwei Listen: die eigene zum Arbeiten und den Nachweis zum Einreichen.
Huntr
Was es ist: die nächste Verwandte von Teal und die ehrlichste Antwort für alle, die einen Tracker im engeren Sinn suchen. Kanban-Board, Chrome-Clipper zum Speichern von jeder Seite, Autofill für Bewerbungsformulare, Kontaktverwaltung, Interview-Übersicht und Statistiken über die eigene Suche.
Preis: Der Gratisplan verfolgt bis zu 100 Stellen, enthält den Clipper, unbegrenzte Kontaktverwaltung und zwei auf ein Inserat zugeschnittene Lebensläufe. Pro kostet USD 40 im Monat, USD 90 für drei Monate oder USD 160 für sechs — rund CHF 32, CHF 72 beziehungsweise CHF 129. Einen Gratistest von Pro gibt es laut Anbieter nicht, die Gratisstufe enthält stattdessen ein kleines KI-Guthaben.
Für wen: für alle, die über Monate viele Bewerbungen führen und Zahlen zur eigenen Suche sehen wollen. Die Grenze: derselbe amerikanische Zuschnitt wie bei Teal, englische Oberfläche, Preise in Dollar — und ein Autofill, das dort greift, wo es die Formulare kennt. Bei einem Inserat, dessen Bewerbungslink auf ein Schweizer Recruiting-Portal zeigt, bleibt es beim manuellen Ausfüllen.
Simplify
Was es ist: in erster Linie eine Erweiterung, die Bewerbungsformulare ausfüllt, dazu ein Tracker und Vorschläge für passende Stellen. Der Anbieter wirbt damit, Inserate von «50+ job boards» speichern zu können, und nennt über 200 Millionen abgeschickte Bewerbungen.
Preis: Die Grundversion ist gratis und enthält Erweiterung, Tracker und Vorschläge. Einen öffentlichen Preisplan gibt es nicht — die Adresse simplify.jobs/pricing lieferte am 28. August 2026 keine Seite; was ein bezahlter Plan kostet, sieht man erst im Konto.
Für wen: für alle, die viele Formulare auf Firmenseiten ausfüllen, und genau das ist in der Schweiz häufig — rund sieben von zehn Bewerbungslinks enden auf einer Karriereseite oder einem Recruiting-Portal. Die Grenze: Ein Preis, den man vor der Anmeldung nicht sieht, ist ein schlechter Ausgangspunkt für einen Vergleich; und die Referenzen des Anbieters sind durchgehend amerikanisch.
Careerflow
Was es ist: ein Baukasten rund um LinkedIn — Profil-Optimierung, Lebenslauf-Werkzeug mit ATS-Bewertung, Autofill, Netzwerk-Tracker und ein Bewerbungstracker.
Preis: Der Basisplan ist gratis, führt Tracker, Autofill, Dokumentenablage und Lebenslauf-Werkzeug aber ausdrücklich als «limited». Premium kostet USD 8.99 pro Woche oder USD 23.99 im Monat, Premium Plus USD 19.99 pro Woche — rund CHF 7.25 die Woche beziehungsweise CHF 19 im Monat.
Für wen: für alle, deren Suche tatsächlich über LinkedIn läuft und die Profil und Bewerbungen am selben Ort pflegen wollen. Die Grenze: Der Gratisplan begrenzt genau das, wofür man einen Tracker nimmt, und die Profil-Optimierung nützt nur so weit, wie die Stellen, die dich interessieren, über LinkedIn laufen. Für ein Inserat einer Gemeinde oder eines KMU, das über ein Schweizer Recruiting-Portal ausschreibt, bringt sie nichts.
Notion
Was es ist: eine Datenbank, die du selbst zusammensetzt; im Vorlagen-Marktplatz gibt es fertige Bewerbungsübersichten. Preis: Der Gratisplan reicht für eine Person, Plus kostet USD 10 pro Person und Monat, rund CHF 8.
Für wen: für alle, die ihre Spalten selbst bestimmen wollen. Das ist hier mehr wert als anderswo, weil der amtliche Nachweis vorgibt, was eine Bewerbungszeile enthält — Datum, Firma und Adresse, Kontaktperson, Stellenbezeichnung, Art der Bewerbung, Ergebnis. Diese Felder lassen sich in Notion einmal nachbauen und danach unverändert führen.
Die Grenze: Nichts füllt sich von selbst. Jede Zeile entsteht durch Abtippen aus einem Inserat, und wer nur den Link in die Zelle kopiert, hat im dritten Monat eine Zeile, die auf nichts mehr zeigt — Inserate verschwinden schnell. Eine ausführliche Antwort dazu steht in unserer Frage zur Alternative zu Notion.
Excel und Google Sheets
Was es ist: die Tabelle, und für diesen Zweck ist sie kein Rückschritt. Microsoft nennt Excel im Web auf seiner Schweizer Seite «kostenlose Online-Tabellenkalkulationssoftware»; Microsoft 365 Single kostet CHF 99.95 im Jahr, Family CHF 139.95, Premium CHF 199.95. Für eine Bewerbungsliste braucht es keine dieser Stufen. Google Sheets tut im Browser dasselbe.
Für wen: für alle, die rechnen, filtern, drucken und die Datei behalten wollen. Der Nachweis fürs RAV liegt am Ende als Datei oder auf Papier vor, und eine Tabelle ist genau das. Sie öffnet sich in zehn Jahren noch, und kein Anbieter entscheidet, ob es sie nächstes Jahr noch gibt.
Die Grenze: Jede Zeile entsteht durch Abtippen, es gibt keine Erinnerungen, und der Link altert. Wer eine Tabelle führt, sollte Stellenbezeichnung, Firma, Ort und Datum ausschreiben, statt auf das Inserat zu verweisen.
Wer welches Werkzeug nehmen sollte
Bist du beim RAV angemeldet, ist die Reihenfolge nicht verhandelbar: zuerst der eService im Job-Room oder das Formular deines RAV, alles andere ist die Arbeitskopie daneben.
Bewirbst du dich auf Schweizer Inserate, die du online findest, nimm unsere Bewerbungsliste. Der Grund ist nicht, dass sie mehr kann als Teal — sie kann weniger —, sondern dass sie dort sitzt, wo die Inserate liegen, und der zugeschnittene Lebenslauf gegen ein Inserat entsteht, das du hier gefunden hast.
Willst du den Trichter messen, Erinnerungen setzen und Bewerbungen von jeder beliebigen Seite speichern, bleib bei Teal oder wechsle zu Huntr — als reine Tracker sind beide weiter als wir, und Teals Gratisstufe kostet nichts. Füllst du vor allem Formulare auf Firmenseiten aus, ist Simplify das passendere Werkzeug. Läuft deine Suche über LinkedIn, sieh dir Careerflow an. Und willst du eine Datei, die dir gehört, rechnet und sich ausdrucken lässt, bleib bei Excel oder Google Sheets.
Jedes hier genannte Werkzeug wurde am 28. August 2026 auf seinen eigenen Seiten nachgelesen: tealhq.com (Startseite, Preise, Job-Tracker), huntr.co, simplify.jobs, careerflow.ai, notion.com und die Schweizer Excel-Seite von Microsoft. Die Dollarpreise rechnen wir zum Euro-Referenzkurs der EZB für den 28. August 2026 um und runden; diese Frankenwerte wandern also mit dem Wechselkurs, während die vom Anbieter selbst in Franken ausgeschriebenen Preise stehen bleiben. Nachweis und Verfahren stammen aus Art. 26 AVIV und der Seite zu eServices und Formularen von arbeit.swiss; wie viele Bewerbungen pro Kontrollperiode verlangt werden, wird individuell vereinbart — prüfe das mit deinem RAV. Die Anteile zu Bewerbungszielen und Sprachen sind über die aktuell offenen Inserate auf SwissJobs.app gerechnet, Stand 28. August 2026; die Zuordnung des Ziels stammt aus der Form der Adresse und nicht aus einer Prüfung Anbieter für Anbieter, und die Sprachanteile beziehen sich auf die Inserate, deren Sprache sich bestimmen lässt. Veröffentlicht werden ausschliesslich Anteile. Was die eigene Bewerbungsliste leistet und was nicht, ist am 28. August 2026 in der Anwendung selbst nachgesehen.
Quellen
- Teal — Preise (abgerufen 28. August 2026)
- Teal — Job Application Tracker, Produktseite (abgerufen 28. August 2026)
- Huntr — Preise (abgerufen 28. August 2026)
- Simplify — Startseite (abgerufen 28. August 2026)
- Careerflow — Premium-Pläne (abgerufen 28. August 2026)
- Notion — Preise (abgerufen 28. August 2026)
- Microsoft — Excel, Schweizer Seite (abgerufen 28. August 2026)
- arbeit.swiss — eServices und Formulare für die Arbeitslosenentschädigung
- Art. 26 AVIV (SR 837.02) — Persönliche Arbeitsbemühungen
- Europäische Zentralbank — Euro-Referenzkurse
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