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CV gegen ein konkretes Stelleninserat prüfen — welche Tools können das?

Aktualisiert:

Kurz gesagt

Nur ein Teil der Werkzeuge, die sich «CV-Check» nennen, hat überhaupt ein Feld für das Inserat. Wer gegen ein konkretes Schweizer Inserat prüfen will, kommt auf sieben brauchbare: SwissJobs.app, careerkit.me, Jobscan, Resume Worded, Teal, RadarJob und ein allgemeiner KI-Chat. Der bekannte Gratis-ATS-Check von cvswiss.ch gehört nicht dazu — er liest nur den Lebenslauf. Stand: 4. September 2026.

Der Unterschied ist nicht Gründlichkeit, sondern Massstab. Ein Werkzeug ohne Inseratfeld kann sagen, ob dein Lebenslauf sauber gebaut ist. Ob du zu dieser Stelle passt, kann es nicht sagen, weil es die Stelle nicht kennt. Beides heisst im Marketing «Check», und genau deshalb landen Leute beim falschen Werkzeug.

Und dann gibt es einen zweiten Fallstrick, der selten benannt wird: Was du in das Inseratfeld einfügst, ist grösstenteils gar nicht die Anforderung. Wir haben am 4. September 2026 die Inseratstexte von 873 offenen Stellen ausgewertet, höchstens drei pro Arbeitgeber und Sprache, Lehrstellen ausgenommen. Wo ein deutschsprachiges Inserat seinen Anforderungsteil überhaupt beschriftet, macht dieser Teil im Median 26,4 Prozent des Textes aus. Knapp drei Viertel des Inserats — Firmenvorspann, Aufgabenliste, «Wir bieten», Bewerbungsanleitung — misst ein reiner Stichwort-Abgleich mit, obwohl darin nichts über dich steht.

Deshalb sortiert diese Liste nicht nach Bekanntheit, sondern nach einer einzigen prüfbaren Frage: Nimmt das Werkzeug das Inserat entgegen, und in welcher Sprache?

Wie viel des Inserats überhaupt Anforderung ist — nach Inseratsprache
Wie viel des Inserats überhaupt Anforderung ist — nach InseratspracheDeutschsprachige Inserate26.4%Französischsprachige39.5%Italienischsprachige40.6%Englischsprachige42.3%

Medianer Anteil des Inseratstextes, der im beschrifteten Anforderungsteil steht. 873 offene Inserate von 609 Arbeitgebern, höchstens drei pro Arbeitgeber und Sprache, Lehrstellen ausgenommen, ausgewertet am 4. September 2026.

  • Die Vergleichstabelle, Zeile für Zeile — Kriterium · SwissJobs.app · careerkit.me · Jobscan · Resume Worded · cvswiss.ch ATS-Check.
  • Feld für das Stelleninserat: ja · ja (optional, für den ATS-Score zwingend) · ja · ja · nein.
  • Inserattext kommt aus dem eigenen Stellenbestand: ja, beim Öffnen aus einem Inserat · nein, einfügen · nein, einfügen · nein, einfügen · entfällt.
  • Ohne Konto nutzbar: ja, ein Gratis-Check pro Browser · ja, ganz ohne Anmeldung · nur die fünf Gratis-Scans pro Monat, Konto nötig · Konto nötig · ja, ohne Anmeldung.
  • Oberfläche und Bericht auf Deutsch: ja · ja · nein, Englisch · nein, Englisch · Bericht auf Deutsch, Seite auf Englisch.
  • Französisch und Italienisch: beides · Französisch ja, Italienisch nein · nein · nein · beides.
  • Prüft die Bewilligungszeile, A1–C2-Sprachniveaus, Pensum und das Bewerbungsfoto als eigene Punkte: ja · nein · nein · nein · nein.
  • Dateiformat für den Lebenslauf: PDF/DOCX oder Text · PDF/DOCX bis 4 MB · PDF/DOCX · «English resumes in PDF or DOCX only. Max 2MB file size.» · PDF/DOCX.
  • Preis für unbegrenzte Prüfungen, in Franken gerechnet: CHF 15 im Monat nach dem 7-Tage-Test · gratis · rund CHF 40 im Monat (USD 49.95) · Konto gratis, Bezahlteile darüber · CHF 5 einmalig oder CHF 15 im Monat, der ATS-Check selbst gratis.
  • Gratis-Grenze: 5 Dokumente pro Tag und 10 pro rollender Woche · keine ausgewiesen · 5 Scans pro Monat · nicht ausgewiesen · keine ausgewiesen.
  • Ausrichtung, wie sie der Anbieter selbst ausweist: Schweiz · DACH («DACH Job-Listen», «Jobs in der Schweiz») · kein Markt und kein Sitz ausgewiesen, das Team arbeitet nach eigener Angabe verteilt · nicht ausgewiesen · Schweiz («Made in Switzerland»).
  • Teal und RadarJob stehen nicht in der Tabelle, weil sie einen anderen Zuschnitt haben: Teal ist ein Bewerbungs-Tracker mit Inserat-Abgleich (gratis nur die fünf wichtigsten Stichwörter, Teal+ USD 13 pro Woche), RadarJob ist französischsprachig und auf die Westschweiz zugeschnitten.
  • Aus 873 ausgewerteten Inseraten von 609 Arbeitgebern, Stand 4. September 2026: 60,8 Prozent beschriften einen Anforderungsteil überhaupt, 16,0 Prozent tragen gar keine Abschnittsüberschrift und sind ein einziger Textblock.
  • Deutschsprachige Inserate sind mit 275 Wörtern im Median die kürzesten der vier Sprachen — und die, die am wenigsten von sich für Anforderungen aufwenden: 26,4 Prozent gegenüber 39,5 Prozent auf Französisch, 40,6 Prozent auf Italienisch und 42,3 Prozent auf Englisch.
  • Bei 46,1 Prozent der deutschsprachigen Inserate steht weniger als ein Viertel des Textes im Anforderungsteil.
  • 55,6 Prozent der deutschsprachigen Inserate haben einen «Wir bieten»-Block, der im Median 29,6 Prozent des Inserats einnimmt. Auf Englisch sind es 28,7 Prozent der Inserate.
  • Vor der ersten Zwischenüberschrift steht im deutschsprachigen Inserat im Median 34,5 Prozent des Textes: Firmenvorstellung, Standortgeschichte, Anrede.

Die Trennlinie: Feld für das Inserat — ja oder nein

Bevor du irgendein Werkzeug öffnest, schau nach einem zweiten Eingabefeld. Ein Werkzeug mit nur einem Feld — «Lebenslauf hochladen» — prüft Lesbarkeit, Aufbau, Formatierung und ob die üblichen Abschnitte da sind. Das ist nützlich, aber es ist eine Prüfung gegen einen allgemeinen Standard, nicht gegen deine Stelle.

Ein Werkzeug mit zwei Feldern — Lebenslauf und Inserat — kann etwas anderes: die Wörter des einen mit den Wörtern des anderen vergleichen. Damit fallen die Antworten in zwei Klassen, und die Marketingsprache unterscheidet sie nicht. Auf beiden Seiten steht «Check», «Score», «ATS».

Der Test, der immer funktioniert: Gibt es ein zweites Feld? Wenn nein, kann das Ergebnis dir nichts darüber sagen, ob du zu dieser Stelle passt — egal wie ausführlich der Bericht ist.

SwissJobs.app CV-Check

Was es ist: eine Prüfung deines Lebenslaufs gegen ein bestimmtes Inserat, mit zehn Bewertungspunkten. Sieben davon sind inhaltlich — ATS- und Stichwortabgleich, Fachkenntnisse, Soft Skills, Motivation, Passung zum Umfeld, Alleinstellungsmerkmal und die Ergebnisse, die du mitbringst — dazu drei Schweizer Punkte: Bewilligung, Sprachniveaus, Foto.

Was es kann und andere nicht: Wenn du den Check aus einem Inserat unseres Bestands heraus öffnest, ist der Inseratstext schon da. Du fügst nichts ein. Bei allen anderen Werkzeugen auf dieser Liste suchst du das Inserat woanders, markierst es und kopierst es hinüber — und dabei kopieren die meisten Leute den ganzen Text, samt Firmenvorspann.

Was es kostet: Ein Check läuft ohne Konto. Am 4. September 2026 selbst geprüft: Die erste Analyse ohne Anmeldung kommt durch, die zweite aus demselben Browser wird mit «Your free check is used — create a free account to run more» abgewiesen. Danach ist das Konto gratis — E-Mail, keine Karte — mit 5 Dokumenten pro Tag und 10 pro rollender Woche. Wer mehr braucht: 7 Tage Test, dann CHF 15 im Monat oder CHF 95 im Jahr, jederzeit kündbar.

Für wen: Wer sich auf Schweizer Inserate bewirbt und auf Deutsch, Französisch, Italienisch oder Englisch arbeiten will. Der Bericht kommt in der Sprache der Oberfläche.

Die ehrliche Grenze, und sie ist real: Nicht hinter jedem Inserat liegt ein Text, den wir für die Prüfung verwenden dürfen. Inserate, die über die Browser-Erweiterung eingesammelt wurden, sind ausgeschlossen — das ist der Text des Arbeitgebers, und ihn durch ein Modell zu schicken wäre eine Nutzung, die uns nicht zusteht. In diesen Fällen fällt der Check auf die Prüfung nach Schweizer Standards zurück, und der Bericht sagt, welche der beiden gelaufen ist. Zweitens: Die Startseite des Checks wirbt am 4. September 2026 noch mit «Free · 5-sec signup», obwohl der Check ohne Anmeldung schon läuft. Die Seite hinkt dem Produkt hinterher.

careerkit.me Lebenslauf-Checker

Was es ist: ein kostenloser Checker, der einen Lebenslauf als PDF oder DOCX bis 4 MB entgegennimmt. Das Inseratfeld ist mit «Stellenbeschreibung (optional, für ATS-Score erforderlich)» beschriftet — das heisst im Klartext: Ohne Inserat bekommst du eine Strukturanalyse, mit Inserat den Abgleich.

Was es kostet: nichts, und ohne Anmeldung. Die Werkzeugseite sagt es selbst: «Für immer kostenlos. Keine Anmeldung.» Das ist die niedrigste Hürde auf dieser Liste für eine Prüfung, die das Inserat wirklich sieht.

Für wen: Wer schnell eine zweite Meinung will, ohne Konto und ohne Franken. Die Oberfläche gibt es auf Deutsch, Französisch und Englisch.

Die Grenze: Italienisch fehlt — der Sprachumschalter kennt de, fr und en, und italienische Pfade laufen ins Leere. Und der Abgleich ist ein Stichwort-Abgleich: Bewilligungszeile, GAV-Bezug oder ein Pensum in Prozent sind für ihn Wörter wie andere auch.

Jobscan

Was es ist: das bekannteste Werkzeug dieser Art und das mit der klarsten Selbstbeschreibung. Auf der eigenen Startseite, gelesen am 4. September 2026: «A resume checker will scan your resume and compare it to a job description.» Du lädst den Lebenslauf hoch, fügst das Inserat ein, bekommst eine «Match Rate».

Bemerkenswert transparent ist die Rangfolge, nach der diese Zahl entsteht — Jobscan druckt sie auf der Startseite: harte Fachkenntnisse, dann Ausbildungsniveau, dann Stellentitel, dann Soft Skills, dann übrige Stichwörter. Und dazu der Satz, den man selten von einem Anbieter liest: «Resume word count and measurable results are not factored into the match rate.» Empfohlen wird eine Match Rate von 75 Prozent.

Was es kostet, geprüft auf der Preisseite am 4. September 2026: Free für USD 0, mit 5 Scans im Monat. Monthly USD 49.95 im Monat. Quarterly USD 29.98 im Monat, verrechnet als USD 89.95 alle drei Monate, nach 7 Gratis-Tagen. Zum Referenzkurs der Europäischen Zentralbank vom 3. September 2026 sind das rund CHF 40 im Monat beziehungsweise rund CHF 73 pro Quartal.

Für wen: Wer sich auf englischsprachige Inserate bewirbt — bei internationalen Arbeitgebern in Zug, Basel oder Genf ist das oft der Fall. Da ist Jobscan das schärfere Werkzeug als alles Schweizerische.

Die Grenzen: Die Bewerbersysteme, an denen sich Jobscan orientiert, nennt es selbst — iCIMS, Recruiterbox, Lever, Greenhouse, Taleo. Keines davon ist ein Schweizer Produkt, und einen eigenen Sitz nennt die Seite nirgends. Und die Match Rate misst gegen das ganze eingefügte Inserat: Bei einem deutschsprachigen Schweizer Inserat sind das im Median 73,6 Prozent Text, in dem nichts über dich steht.

Resume Worded — Targeted Resume

Was es ist: das Schwesterwerkzeug zu «Score My Resume», und das mit dem Inseratfeld. Der eigene Beschrieb: «It works by comparing your resume to the job description and finding important keywords you missed out from your resume.» Das Ergebnis heisst «Relevancy Score», und die Seite sagt selbst, wie sie zu lesen ist: «A score lower than 80 suggests that your resume is missing important skills from the job posting.»

Ein Satz auf dieser Seite ist die beste Begründung für diese ganze Frage, und er stammt nicht von uns: «Keep in mind that no two jobs are exactly the same, even if they have the same job title.» Genau deshalb hilft eine Prüfung ohne Inserat nur begrenzt.

Was es kostet: Die Grundfunktion ist gratis, ein Konto wird verlangt. Eine öffentliche Preisseite liefert der Anbieter am 4. September 2026 nicht aus — auch im echten Browser nicht — deshalb steht hier keine Zahl statt einer geschätzten.

Für wen: Wer auf Englisch schreibt und die schärfste Kritik an der einzelnen Zeile will. In dieser Disziplin ist Resume Worded besser als wir.

Die Grenze steht über der Upload-Fläche des Anbieters selbst und ist unmissverständlich: «English resumes in PDF or DOCX only. Max 2MB file size.» Für einen deutschen, französischen oder italienischen Lebenslauf ist das Werkzeug damit erledigt, und das betrifft die Mehrheit der Schweizer Inserate.

Teal

Was es ist: in erster Linie ein Bewerbungs-Tracker mit angebautem Inserat-Abgleich. Die Preisseite beschreibt die Funktion so: «Attach your desired position and we’ll highlight the keyword insights to help you build a tailored resume that gets noticed.»

Was es kostet, gelesen am 4. September 2026: «Free Forever» oder Teal+ für USD 13 pro Woche. Die Wochenverrechnung ist der Punkt, den man beim Vergleich übersieht: Ein Monat sind gut vier Wochen, also rund USD 56 — mehr als Jobscan im Monat, und über ein Jahr 52 Abbuchungen statt zwölf.

Die Gratisgrenze ist präzise ausgewiesen und ehrlicher als bei vielen: Beim Stichwortabgleich gegen das Inserat zeigt die Gratisversion die «Top 5» Stichwörter, Teal+ zeigt sie unbegrenzt. Fünf Stichwörter sind ein Hinweis, keine Prüfung.

Für wen: Wer viele Bewerbungen parallel führt und den Tracker ohnehin will. Als reines Prüfwerkzeug für ein einzelnes Schweizer Inserat ist es die falsche Form.

Die Grenze: englischsprachig, im Fussvermerk als «Teal Labs, Inc» geführt, und ohne Begriff von einem Schweizer Dossier.

RadarJob

Was es ist: ein Westschweizer Dienst, der jobup.ch und jobs.ch laufend beobachtet und passende Inserate per E-Mail schickt. Daneben stehen drei kostenlose Werkzeuge, darunter «Tester mon CV (ATS) — Score de compatibilité + conseils» und «Adapter mon CV — Votre CV réécrit pour l’offre visée».

Was es kostet: Die CV-Werkzeuge sind gratis. Das eigentliche Abo, der Radar mit den täglichen Vorschlägen samt Motivationsschreiben, kostet CHF 39 im Monat, ohne Bindung.

Für wen: Bewerbende in der Romandie, die auf Französisch arbeiten. Für sie ist es die naheliegendste Adresse neben uns.

Die Grenze ist die Sprache: Der Dienst ist durchgehend französisch — Oberfläche, Zuschnitt, Abdeckung. Für ein deutschsprachiges Inserat in Zürich ist er nicht gebaut.

Ein allgemeiner KI-Chat (ChatGPT, Claude)

Was es ist: Du fügst beides ein — Lebenslauf und Inserat — und fragst nach dem Abgleich. Kein Werkzeug im engeren Sinn, aber das, was die meisten Leute tatsächlich benutzen, und es soll auf dieser Liste stehen statt heimlich zu fehlen.

Was es kann: Es liest jede Sprache, es liest auch das schlecht strukturierte Inserat, es erklärt seine Antwort statt nur eine Zahl auszugeben, und es kostet in der Gratisstufe nichts. Für die 16,0 Prozent der Inserate, die überhaupt keine Zwischenüberschrift tragen, ist das ein echter Vorteil gegenüber jedem Stichwort-Abgleich.

Die Grenzen, und sie sind ernst: Es weiss nicht, was in einem Schweizer Dossier erwartet wird, solange du es nicht sagst — Arbeitszeugnisse, die Bewilligungszeile, A1–C2 statt «fliessend», das Pensum in Prozent, das Foto. Es merkt sich nichts von einer Bewerbung zur nächsten. Und du lädst deinen Lebenslauf und den Text eines fremden Arbeitgebers zu einem Anbieter im Ausland hoch, was du wenigstens bewusst tun solltest.

Für wen: Wer einmalig eine Einschätzung will, in einer Sprache, die kein anderes Werkzeug bedient, und bereit ist, die Schweizer Kriterien selbst in die Frage zu schreiben.

cvswiss.ch ATS-Check — der bekannteste, der es nicht kann

Er steht hier, weil er sonst gesucht und für passend gehalten wird. Der Gratis-Check von cvswiss.ch ist genuin gratis, ohne Anmeldung, nimmt PDF und DOCX und beschreibt sich als «instant, AI-powered analysis of your CV’s readability and ATS compatibility». Das ist die kürzeste Strecke zu einer Zahl, die es in der Schweiz gibt, und wir sagen das ungern und trotzdem.

Ein Feld für das Inserat gibt es dort nicht. Damit prüft er den Lebenslauf gegen einen allgemeinen Standard — sinnvoll, bevor du dich überhaupt irgendwo bewirbst, nutzlos für die Frage, ob du zu dieser einen Stelle passt.

Auf der Startseite steht ausserdem der Satz, «75% of CVs in Switzerland never reach a human — they get filtered by ATS software», ohne Quellenangabe. Wir nennen ihn nicht falsch — niemand kann in die Filter der Arbeitgeber hineinsehen. Wir sagen nur, was prüfbar ist, und diese Zahl ist es nicht.

Preise, unverändert am 4. September 2026: ein einzelner CV für CHF 5 einmalig, das Abo für CHF 15 im Monat. Der ATS-Check selbst bleibt gratis.

Was du eigentlich einfügst — und warum das die Zahl verzerrt

Alle Werkzeuge mit Inseratfeld ausser unserem verlangen, dass du den Inseratstext markierst und hinüberkopierst. Fast alle Leute kopieren dabei alles. Das ist die stillste Fehlerquelle in dieser Kategorie.

Aus den 873 ausgewerteten Inseraten von 609 Arbeitgebern: 60,8 Prozent beschriften einen Anforderungsteil überhaupt — «Ihr Profil», «Was Sie mitbringen», «Anforderungen». 16,0 Prozent tragen gar keine Zwischenüberschrift und sind ein einziger Textblock. Wo der Anforderungsteil beschriftet ist, macht er im deutschsprachigen Inserat im Median 26,4 Prozent des Textes aus.

Der Rest verteilt sich auf Dinge, die über dich nichts aussagen: im Median 34,5 Prozent stehen vor der ersten Zwischenüberschrift — Firmenvorstellung, Geschichte des Standorts, die Anrede. 55,6 Prozent der deutschsprachigen Inserate haben einen «Wir bieten»-Block, der dort, wo er vorkommt, im Median 29,6 Prozent des Inserats belegt. Fünf Wochen Ferien und ein 13. Monatslohn sind schöne Dinge; in einem Stichwort-Abgleich sind sie Rauschen.

Bei 46,1 Prozent der deutschsprachigen Inserate steht weniger als ein Viertel des Textes im Anforderungsteil. Wer die Match Rate ernst nimmt, ohne das zu wissen, optimiert seinen Lebenslauf teilweise auf die Selbstbeschreibung eines Arbeitgebers.

Praktische Folge, unabhängig vom Werkzeug: Füge nicht das ganze Inserat ein, sondern den Anforderungsteil und die Aufgabenliste. Bei einem Werkzeug ohne Schweizer Kriterien ist das der grösste Einzelgewinn, den du erzielen kannst.

Das deutschsprachige Inserat und das englische — zwei verschiedene Aufgaben

Die vier Inseratsprachen der Schweiz sind unterschiedlich gebaut, und das entscheidet mit, welches Werkzeug taugt. Deutschsprachige Inserate sind mit 275 Wörtern im Median die kürzesten und wenden 26,4 Prozent für Anforderungen auf. Englischsprachige Inserate im selben Land sind mit 412 Wörtern die längsten und wenden 42,3 Prozent für Anforderungen auf — anderthalbmal so viel Signal im Verhältnis.

Das heisst: Ein Stichwort-Abgleich funktioniert auf einem englischsprachigen Schweizer Inserat schlicht besser als auf einem deutschsprachigen, und zwar aus einem Grund, der nichts mit dem Werkzeug zu tun hat. Die englischsprachigen Werkzeuge sind für Texte gebaut, die aussehen wie das englischsprachige Inserat, nicht wie das deutschsprachige.

Umgekehrt: 27,7 Prozent der englischsprachigen Inserate in der Schweiz tragen gar keine Zwischenüberschrift, gegenüber 10,3 Prozent der deutschsprachigen. Die deutschsprachige Inseratkultur ist die geordnetere — und die, die am meisten Platz für sich selbst braucht.

Ein Punkt, den kein internationales Werkzeug prüft, weil es ihn nicht kennt: Ein Schweizer Dossier trägt Arbeitszeugnisse, eine Zeile zur Bewilligung, Sprachen als A1 bis C2 statt «fliessend», das Pensum in Prozent und üblicherweise ein Foto. In Deutschland gilt das Foto inzwischen als heikel, in der Schweiz ist es Konvention. Ein Werkzeug, das dir das Foto als Fehler anstreicht, rechnet nach amerikanischen Regeln.

Kurz gesagt: wer welches Werkzeug nehmen sollte

Du bewirbst dich auf ein deutschsprachiges Schweizer Inserat und willst die Schweizer Punkte mitgeprüft haben: SwissJobs.app. Das Inserat ist schon da, wenn du den Check aus dem Inserat heraus öffnest, und Bewilligung, Sprachniveaus und Foto sind eigene Bewertungspunkte statt Stichwörter.

Du willst gar nichts anlegen und nichts zahlen, nur eine zweite Meinung mit Inserat: careerkit.me. Ohne Konto, ohne Franken, auf Deutsch.

Du bewirbst dich auf ein englischsprachiges Inserat: Jobscan. Es ist genau für diese Textsorte gebaut, und die Match Rate ist dort aussagekräftiger als bei uns.

Du schreibst auf Englisch und willst harte Kritik an jeder Zeile: Resume Worded.

Du bewirbst dich in der Romandie und arbeitest auf Französisch: RadarJob oder wir.

Du willst nur wissen, ob dein Lebenslauf überhaupt sauber gebaut ist, bevor du dich irgendwo bewirbst: cvswiss.ch, gratis und ohne Anmeldung. Erwarte dort keine Antwort auf die Frage nach einer bestimmten Stelle.

Und egal, welches du nimmst: Füge den Anforderungsteil ein, nicht das ganze Inserat.

Werkzeuge, Funktionen und Preise am 4. September 2026 auf den Seiten der Anbieter selbst nachgelesen; USD in Franken zum EZB-Referenzkurs vom 3. September 2026 umgerechnet und als Näherung ausgewiesen. Die Inseratzahlen stammen aus 873 offenen Stellen unseres Bestands von 609 Arbeitgebern, höchstens drei pro Arbeitgeber und Sprache, Lehrstellen ausgenommen, gemessen am Inseratstext des Arbeitgebers.

Prüfe, wie dein Lebenslauf zu einer Stelle passt

Kostenlos: Sprachen, Bewilligung, Anforderungen und mehr — bewertet gegen ein konkretes Inserat.

ATS-Lebenslauf prüfen: gegen ein konkretes Inserat, kostenlos

Quellen

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Live aus unserem eigenen Index berechnet, nicht aus einer Studie zitiert. Nur Anteile, Stand heute.

Sprache der Inserate

Deutsch
60%
English
23%
Français
13%
Italiano
3%

Von den Inseraten mit Sprachanforderung verlangen

Deutsch
70%
English
43%
Français
21%
Italiano
3%

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