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Lebenslauf-Tool mit RAV-Nachweis der Arbeitsbemühungen — gibt es das?

Aktualisiert:

Kurz gesagt

Ja, seit kurzem — und es sind genau drei, alle drei schweizerisch: SwissJobs.app, cvswiss.ch und Awaso. Die ersten beiden füllen die amtliche Formulardatei der Arbeitslosenversicherung selbst aus, Awaso erzeugt ein eigenes sauberes Blatt. Alle drei schreiben daneben den Lebenslauf. Keines davon reicht etwas ein: der Nachweis zählt erst, wenn er über den eService im Job-Room oder auf dem Kanal deines RAV eintrifft, spätestens am fünften Tag des Folgemonats. Stand: 4. September 2026.

Verbindlich sind allein die Auskunft deines RAV und die Verfügung deiner Arbeitslosenkasse. Jede Beurteilung erfolgt im Einzelfall. Dieser Text ist redaktionell, keine Rechtsberatung.

Die Frage hat lange keine gute Antwort gehabt, und das aus einem strukturellen Grund. Bewerbungswerkzeuge sind ein internationaler Markt, der Nachweis der Arbeitsbemühungen ist ein schweizerisches Verwaltungsformular ohne Gegenstück im Ausland. Wer ein Lebenslaufwerkzeug baut, verkauft es in dreissig Ländern; wer das Formular ausfüllt, verkauft es in einem. Deshalb liegen die beiden Hälften einer Schweizer Stellensuche fast überall in zwei getrennten Programmen — und deshalb ist die Liste unten so kurz.

Geprüft am 4. September 2026. Die Angaben zum amtlichen Formular stammen aus der Datei selbst und aus den vier Sprachfassungen der Formularseite von arbeit.swiss, die Fristenregel aus dem konsolidierten Verordnungstext auf Fedlex, die Angaben zu den drei fremden Anbietern von deren eigenen Funktions- und Preisseiten, gelesen am selben Tag.

Wie viel einer Formularzeile schon im Inserat steht — Anteil der offenen Inserate
Wie viel einer Formularzeile schon im Inserat steht — Anteil der offenen InserateStellenbezeichnung100 %Firma99.9 %Ort99.8 %Pensum als Zahl23.7 %Strasse mit Hausnummer0.3 %

Eigener Bestand offener Schweizer Inserate am 4. September 2026, ohne Lehr- und Praktikumsstellen. Gemessen an den Feldern, die unser Inseratsdatensatz führt: eine Kontaktperson oder eine Telefonnummer, die nur im Fliesstext eines Inserats steht, ist darin nicht enthalten und deshalb hier nicht dargestellt. «Pensum als Zahl» heisst eine Prozentangabe im Stellentitel.

  • Die Vergleichstabelle, zeilenweise gelesen als: Werkzeug — schreibt es den Lebenslauf? · was für ein Nachweis kommt heraus? · woher kommen die Zeilen? · Preis in CHF · Sprachen des Nachweises · reicht es ein? Alles am 4. September 2026 geprüft.
  • SwissJobs.app — ja, Lebenslauf und Motivationsschreiben pro Inserat · die amtliche Formulardatei selbst, Feld für Feld ausgefüllt, mit deiner Unterschrift als Bild · aus dem Bewerbungs-Tracker: was du als «beworben» markierst, wird eine Zeile; telefonische und persönliche Bemühungen trägst du nach · Erfassen gratis, der erste Nachweis nach der Registrierung ebenfalls, danach CHF 15 im Monat oder CHF 95 im Jahr mit sieben Tagen gratis · Deutsch, Französisch, Italienisch · nein.
  • cvswiss.ch — ja, Lebenslauf und Motivationsschreiben · dieselbe amtliche Formulardatei, nach eigener Angabe mit weiterhin bearbeitbaren Feldern · aus dem eigenen Bewerbungs-Tracker, den man von Hand füllt: «Firma, Stelle, Datum, Status — 30 Sekunden pro Bewerbung, gratis» · Erfassen gratis, der Export gehört ins Abo zu CHF 15 im Monat · Deutsch, Französisch, Italienisch · nein.
  • Awaso — ja, ein Generator mit einer Gratisvorlage, Premium-Vorlagen ab CHF 10 · ein eigenes PDF, nicht die amtliche Datei; die Felder sind knapper als die des Formulars · aus einem Tracker, der ausschliesslich im Browser lebt, ohne Konto · gratis · nur Deutsch · nein.
  • Easy Job Room — nein, kein Lebenslaufwerkzeug · gar kein Blatt: die Erweiterung tippt deine Bemühungen direkt in die Eingabemaske des eService · aus importierten Stellen von LinkedIn, Jobup, jobs.ch und Indeed · gratis für sechs Bewerbungen, danach CHF 7 im Monat, CHF 15 für drei Monate, CHF 25 für sechs · Oberfläche in vier Sprachen · nein, du klickst «Übermitteln» selbst.
  • Job-Room, der eService der Arbeitslosenversicherung — nein, kein Lebenslaufwerkzeug · die amtliche Erfassung selbst, ohne Papier · von Hand, ausser das Inserat steht auf Job-Room · gratis · Deutsch, Französisch, Italienisch, Englisch · ja, als einziger auf dieser Liste.
  • lebenslauf.ch, bewerbung.ch und RadarJob schreiben den Lebenslauf und kennen den Nachweis nicht: auf keiner ihrer am 4. September 2026 gelesenen Seiten kommt das Wort Arbeitsbemühungen vor. Das ist keine Kritik, sondern die Regel — sie sind Bewerbungswerkzeuge und nicht Verwaltungswerkzeuge.
  • Gemeinsamer Boden, den keine Tabelle zeigt: Der Bund selbst liefert die Datei gratis, in drei Sprachen, seit Jahren. Sie am Computer auszufüllen und auszudrucken kostet nichts und funktioniert auch dann noch, wenn ein Anbieter zumacht. Alles Bezahlte in dieser Liste kauft dir Zeit, nicht Gültigkeit.

Wen wählen?

Die anderen Werkzeuge hier sind echt und für ihren Zweck gut — die Tabelle sagt bei jedem, wofür. Der Grund, warum wir oben stehen, ist eine einzige Zeile darin: der Stellenindex ist unser eigener, also liegt das Inserat schon da.

Nimm SwissJobs.app, wenn

  • Die Stelle direkt auswählen — Du wählst die Ausschreibung aus unserem eigenen Schweizer Index, und Lebenslauf, Schreiben und Check entstehen gegen genau diesen Text — kein Suchen, kein Kopieren.

  • Vier Werkzeuge statt einem — Lebenslauf, Motivationsschreiben, CV-Check und Interviewvorbereitung aus einem Konto und mit denselben Daten.

  • Das RAV-Formular — Arbeitsbemühungen aus dem Tracker, gedruckt auf dem offiziellen SECO-Blatt. Keines der anderen Werkzeuge in dieser Liste hat das.

  • Ohne Konto anfangen — Öffnen und schreiben ohne Anmeldung; nach dem Konto gefragt wird beim Speichern und ab dem zweiten Dokument.

  • CHF 15 im Monat, sieben Tage gratis vorweg — Voller Zugang im Test, monatlich kündbar, in Franken abgerechnet — keine Vier-Wochen-Perioden, kein Kursrisiko.

Die Werkzeuge im direkten Vergleich

KriteriumSwissJobs.appExcelGoogle SheetsNotionHuntr
PreisCHF 15/Mt · CHF 95/JTeil von Microsoft 365gratisGratis-Stufek. A.
Bewerbungen festhaltenJaJaJaJaJa
Das Inserat wird mitgeführtJaNeinNeinNeink. A.
Aus der Stellensuche befülltJaNeinNeinNeinNein
RAV-Formular (SECO)JaNeinNeinNeinNein
Druckfertiges MonatsblattJaNeinNeinNeinNein
Lebenslauf je Bewerbung verknüpftJaNeinNeinNeink. A.
Ohne HandarbeitJaNeinNeinNeink. A.
Schweizer BezugJaNeinNeinNeinNein

Stand 4. September 2026. Jede Angabe zu einem fremden Werkzeug stammt von dessen eigener Seite; «k. A.» heisst, dass sie dort nicht lesbar war — nicht, dass es die Funktion nicht gibt. Unsere Zeile stammt aus dem Code und dem live durchlaufenen Ablauf.

Warum die beiden Hälften fast nie im selben Programm liegen

Eine Schweizer Stellensuche mit RAV-Anmeldung hat zwei Ausgänge, und sie sehen sich nicht ähnlich. Der eine ist das Bewerbungsdossier: Lebenslauf, Motivationsschreiben, Arbeitszeugnisse, pro Inserat neu zugeschnitten, an einen Betrieb gerichtet. Der andere ist ein Verwaltungsformular an eine Amtsstelle, das nicht überzeugen, sondern belegen soll — vierzehn Zeilen, Kreuze, eine Unterschrift.

Wirtschaftlich zieht das die Werkzeuge auseinander. Ein Lebenslaufgenerator lässt sich in jedem Land verkaufen, in dem Leute sich bewerben; die Vorlage muss man übersetzen, nicht neu erfinden. Ein Nachweisformular der Arbeitslosenversicherung dagegen gibt es nur hier, es hat im Ausland kein Gegenstück, und der ganze adressierbare Markt sind die beim RAV gemeldeten Personen in einem Land mit knapp neun Millionen Einwohnern. Für einen internationalen Anbieter ist das kein Geschäft, sondern eine Sonderlocke.

Deshalb sieht die Landschaft aus, wie sie aussieht: viele gute Lebenslaufwerkzeuge, die vom RAV nichts wissen; einige gute RAV-Helfer, die keinen Lebenslauf schreiben; und in der Mitte eine sehr kurze Liste. Wer die Frage in dieser Reihenfolge stellt — erst das Formular, dann der Lebenslauf —, findet schneller, was es gibt.

Was für ein Dokument hier eigentlich gemeint ist

Das amtliche Blatt heisst «Nachweis der persönlichen Arbeitsbemühungen». Es ist ein ausfüllbares PDF von zwei A4-Seiten mit vierzehn Zeilen für Bewerbungen. Zählt man die interaktiven Felder in der Datei nach, sind es 201: 61 Textfelder und 140 Ankreuzfelder, verteilt auf neunzehn verschiedene Feldnamen, die sich Zeile für Zeile wiederholen. «Firma Adresse», «Stellenbezeichnung», «Zuweisung RAV», «Vollzeit», «Teilzeit (%)», «schriftlich», «persönlich», «Telefonisch», «noch offen», «Vorstellungsgespräch», «Anstellung», «Absage», «Absagegrund» — das ist die ganze Grammatik einer Bewerbung, wie die Arbeitslosenversicherung sie sieht.

Interessant wird es beim Vergleich der drei Sprachfassungen, denn sie sind nicht dieselbe Datei mit anderem Text. Alle drei stammen aus einem einzigen Word-Dokument vom Februar 2012 — dessen interner Titel steckt bis heute in allen drei Dateien, und er lautet in der französischen und der italienischen Ausgabe ebenfalls noch auf das deutsche Kürzel. Die deutsche und die italienische Fassung tragen als letzte Änderung den 6. August 2019. Die französische wurde am 3. September 2024 neu herausgegeben und ist damit die einzige, die in diesem Jahrzehnt überarbeitet wurde. Auf der Formularseite von arbeit.swiss stehen die Ausgabedaten genauso nebeneinander.

Auf Englisch gibt es das Formular nicht, und arbeit.swiss sagt das ungewöhnlich klar: Die englische Formularseite führt die Liste unter der Überschrift, dass die Formulare für Stellensuchende auf Deutsch vorliegen, und setzt hinter jeden Eintrag noch einmal den Vermerk. Wer nur Englisch liest, füllt also ein deutsches Amtsformular aus — daran ändert kein Werkzeug etwas, weil keines eine Sprachfassung erfinden darf, die es nicht gibt.

Zwei Anweisungen des Bundes gehören zu jedem Werkzeugvergleich dazu, weil sie erklären, warum das Ausfüllen am Bildschirm überhaupt eine Rolle spielt. Erstens: Das Formular ist am Computer auszufüllen, weil die Arbeitslosenkasse es mit einer Schrifterkennungssoftware einliest — getippte Zeichen liest die Maschine, Handschrift nicht zuverlässig. Zweitens: Die Datei ist für jeden Vorgang neu herunterzuladen, damit sicher die aktuellste Fassung im Umlauf ist. Die zweite Anweisung ist zugleich der Einwand gegen jedes Werkzeug, das eine Kopie der Vorlage mitliefert, unseres eingeschlossen.

SwissJobs.app — die Originaldatei, gefüllt aus dem Tracker

Was es tut: Der Nachweis entsteht aus dem Bewerbungs-Tracker. Was du als «beworben» markierst, wird automatisch eine Zeile; telefonische und persönliche Bemühungen trägst du einmal mit Datum, Firma und Kontakt nach und sie bleiben für den Monat gespeichert. Ab der fünfzehnten Bemühung entsteht automatisch ein zweites Blatt. Ein Foto deiner Unterschrift wird beim Hochladen freigestellt — heller Hintergrund wird transparent — und sitzt danach an der richtigen Stelle im PDF; Name, AHV-Nummer und Unterschrift landen ausschliesslich in der erzeugten Datei.

Was daran nachprüfbar ist, und zwar von dir: Wir bilden das Formular nicht nach, wir beschreiben die Originaldatei. Am 4. September 2026 haben wir die drei Sprachfassungen von arbeit.swiss heruntergeladen und mit den Dateien verglichen, die unsere Seite unter dem Pfad /forms/ ausliefert. Die Prüfsummen stimmen in allen drei Sprachen exakt überein — es ist Byte für Byte dieselbe Datei. Wer das nachrechnen will, braucht dafür kein Konto: beide Adressen sind öffentlich.

Was es kostet: Bewerbungen erfassen ist gratis, und die Liste nimmt Einträge sogar ohne Konto entgegen. Der erste Nachweis nach der Registrierung ist bewusst frei — wer wegen des Formulars kommt, soll es einmal in der Hand halten, bevor irgendetwas verlangt wird. Ab dem zweiten Export greift die übliche Stufe: sieben Tage gratis, danach CHF 15 im Monat oder CHF 95 im Jahr, jederzeit kündbar. Das Gratiskonto erlaubt daneben fünf Dokumente pro Tag und zehn pro rollender Woche.

Wo es aufhört, und das gehört auf dieselbe Seite: Wir übermitteln nichts. Die Landingpage zum Nachweis gibt es heute nur auf Deutsch — die Formulardatei kommt in allen drei Amtssprachen heraus und die Oberfläche spricht vier, aber die erklärende Seite selbst ist deutsch, und darin ist cvswiss.ch uns voraus. Und wer gar kein Konto will, ist bei Awaso besser aufgehoben als bei uns.

cvswiss.ch — dieselbe Datei, hinter dem Abo

cvswiss.ch hat für diese Frage eine eigene Seite, überschrieben mit «Neu bei CVSwiss», und beschreibt dort denselben Weg: Bewerbungen im Tracker erfassen — «Firma, Stelle, Datum, Status — 30 Sekunden pro Bewerbung, gratis» —, am Monatsende mit einem Klick das ausgefüllte amtliche Formular als PDF, in Deutsch, Französisch oder Italienisch, kontrollieren, unterschreiben, einreichen. Sie schreiben ausdrücklich, dass sie exakt das offizielle Formular des Bundes ausfüllen und die Felder bearbeitbar bleiben.

Der Preisunterschied ist der einzige harte: Das Erfassen ist auch dort gratis, der Export des Formulars gehört bei ihnen ins Abo zu CHF 15 im Monat. Es gibt keinen freien ersten Nachweis. Dafür liegt im selben Abo unbegrenzt Lebenslauf und Motivationsschreiben, und wer nur eine einzige Bewerbung schreibt, kommt mit ihrem Einmalpreis von CHF 5 günstiger weg als mit jedem Abo, auch mit unserem — allerdings ausdrücklich ohne spätere Änderungen am heruntergeladenen Dokument.

Wo sie besser sind, ohne Umschweife: Ihre Seite zum Nachweis existiert in drei richtigen Sprachfassungen mit je eigener Adresse, jeweils mit der lokalen Behördenbezeichnung und dem passenden Verordnungskürzel. Unsere gibt es auf Deutsch. Für eine Romande oder einen Tessiner, der auf Französisch oder Italienisch nachlesen will, wie das Ding funktioniert, bevor er sich irgendwo anmeldet, ist das kein kleiner Unterschied. Ihr eigener Hinweis, dass sie weder mit dem SECO noch mit dem RAV verbunden sind, steht auf derselben Seite und ist korrekt — für uns gilt er unverändert.

Eine Unstimmigkeit auf ihrer Seite, ohne Wertung: Die Antwort zum Preis nennt neben dem Abo einen «30-Tage-Pass», auf der Preisseite selbst stehen am 4. September 2026 nur zwei Angebote, der Einmalpreis und das Monatsabo. Wer den Pass sucht, fragt besser nach, statt ihn einzuplanen.

Awaso, Easy Job Room und der eService — die drei Nachbarfälle

Awaso ist der dritte Anbieter, der beide Hälften hat, und der einzige, der für beide nichts verlangt: ein Lebenslauf-Generator mit Schweizer Feldern und einer Gratisvorlage, Premium-Vorlagen ab CHF 10, dazu ein Arbeitsbemühungen-Tracker mit einem PDF am Monatsende. Kein Konto, keine Installation, die Daten liegen nach eigener Angabe ausschliesslich im Browser. Der Unterschied, der bei diesem Thema zählt: Sein Nachweis ist ein eigenes, sauber gesetztes Blatt und nicht die amtliche Datei, und die Felder sind knapper als die des Formulars. Und es gibt Awaso nur auf Deutsch. Für jemanden in der Deutschschweiz, der kein Konto anlegen will, ist es trotzdem die beste Antwort auf dieser Seite.

Easy Job Room löst dieselbe Zumutung von der anderen Seite. Es schreibt keinen Lebenslauf und erzeugt kein Blatt, sondern tippt: Eine Browser-Erweiterung mit Apps für iOS und Android importiert Stellen von LinkedIn, Jobup, jobs.ch und Indeed und füllt anschliessend die Eingabemaske des eService automatisch aus. Gratis sind sechs Bewerbungen, danach kostet es CHF 7 im Monat, CHF 15 für drei Monate oder CHF 25 für sechs. Wer sein Dossier ohnehin anderswo schreibt und dessen einzige Qual das Abtippen im Job-Room ist, kauft hier genau die richtige Sache. Auffällig: Die eigene Antwortenliste sagt am selben Tag, alle Funktionen seien derzeit kostenlos und eine Premium-Version sei in Vorbereitung — die Preistabelle darüber sagt etwas anderes.

Und dann der eService «Arbeitsbemühungen» im Job-Room selbst, der auf dieser Liste eine Sonderstellung hat: Er ist gratis, amtlich, in vier Sprachen bedienbar — und er ist der einzige, der einreicht. Alle anderen hier, unseres eingeschlossen, sind Sammelstellen davor. Steht das Inserat auf Job-Room, übernimmt der eService die Angaben ohnehin direkt in den Nachweis, und diese Zeile musst du dann nirgends mehr übertragen. Wer Zugang hat, sollte dort erfassen; die Werkzeuge oben lohnen sich für die Bewerbungen, die anderswo entstehen — und das ist der grössere Teil.

Was ein Inserat von einer Formularzeile hergibt — und was nicht

Ein Werkzeug, das den Nachweis aus deinen Bewerbungen füllt, kann nur so gut sein wie das, was in einer Bewerbung überhaupt steht. Das lässt sich an unserem eigenen Bestand offener Schweizer Inserate nachrechnen, Lehr- und Praktikumsstellen herausgerechnet, Stand 4. September 2026. Vier der Angaben, die eine Formularzeile verlangt, liefert praktisch jedes Inserat: das Datum ohnehin, die Stellenbezeichnung in allen Fällen, die Firma in 99,9 und einen Ort in 99,8 Prozent.

Dann bricht es ab. Eine Zahl fürs Pensum steht in 23,7 Prozent der Inserate — knapp jedes vierte schreibt sie in den Titel, der Rest lässt das Kreuz zwischen Vollzeit und Teilzeit offen. Und die Adresse, nach der das Feld «Firma Adresse» wörtlich fragt, ist praktisch nie da: In 84,4 Prozent der Fälle ist die Ortsangabe ein blosser Ortsname, eine Strasse mit Hausnummer taucht in 0,3 Prozent auf. Kontaktperson und Telefonnummer führt unser Inseratsdatensatz gar nicht.

Daraus folgt etwas Praktisches, das kein Anbieter gern auf die Startseite schreibt: Der automatische Teil eines automatisch ausgefüllten Nachweises ist der halbe. Datum, Firma, Ort und Stellenbezeichnung erscheinen von selbst; Adresse, Kontaktperson, Telefonnummer, Pensum und Ergebnis trägst du nach. Genau deshalb ist die Frage, wie gut sich eine Zeile von Hand korrigieren lässt, bei diesen Werkzeugen wichtiger als die Frage, wie viel sie automatisch tun.

Die Sprachlücke, die keinem der Werkzeuge gehört

Es gibt eine Asymmetrie zwischen den beiden Hälften, die auffällt, sobald man sie misst. Der Lebenslauf richtet sich nach der Sprache des Inserats; das Formular gibt es in drei Sprachen und keiner weiteren. Von den offenen Inseraten in unserem Bestand, bei denen die Sprache eindeutig bestimmt ist — knapp drei Viertel —, sind 31,2 Prozent in einer Sprache verfasst, für die keine Ausgabe des Formulars existiert. Fast alles davon ist Englisch, mit 29,7 Prozent.

Das ist keine Randgruppe, sondern beinahe ein Drittel des sichtbaren Marktes, und es betrifft nicht nur Zugezogene: Von diesen Inseraten verlangen 28,6 Prozent trotzdem eine Landessprache. Das typische Ergebnis ist ein Monat, in dem das Dossier auf Englisch entsteht und der Nachweis darüber auf Deutsch abgegeben wird, mit von Hand übersetzten Stellenbezeichnungen in der Spalte.

Für die Werkzeugwahl heisst das zweierlei. Erstens ist ein englischer Nachweis kein Merkmal, das jemand liefern könnte — wer ihn verspricht, verspricht ein Dokument, das der Bund nicht herausgibt. Zweitens ist die Sprache der Oberfläche das Einzige, was hier überhaupt geht: Ob du das Werkzeug auf Englisch bedienen kannst, während das erzeugte Blatt deutsch, französisch oder italienisch ist, ist der ganze Unterschied. Bei uns und bei Easy Job Room geht das, bei Awaso nicht.

Wer welches nehmen sollte

Bist du beim RAV gemeldet und hast Zugang zum eService: dort erfassen, laufend, am Tag der Bewerbung. Das ist der einzige Weg, bei dem nichts übertragen werden muss, und er kostet nichts.

Schreibst du daneben für jedes Inserat ein eigenes Dossier und willst die Angaben nicht zweimal tippen: SwissJobs.app. Die Zeile entsteht dort, wo du dich bewirbst, das Blatt am Ende ist die amtliche Datei, und der erste Nachweis kostet nach der Registrierung nichts.

Willst du auf Französisch oder Italienisch nachlesen, wie das Ding funktioniert, bevor du dich irgendwo anmeldest, oder brauchst du für eine einzelne Bewerbung einen Lebenslauf für CHF 5: cvswiss.ch. Willst du weder Konto noch Abo und liest Deutsch: Awaso, mit dem Vorbehalt, dass sein Blatt nicht die amtliche Datei ist. Schreibst du dein Dossier längst anderswo und stört dich nur das Abtippen im Job-Room: Easy Job Room.

Und der Satz, der über allen anderen steht: Kein Werkzeug auf dieser Seite reicht deinen Nachweis ein. Die Bemühungen eines Kalendermonats müssen spätestens am fünften Tag des Folgemonats oder am ersten darauffolgenden Werktag bei der zuständigen Amtsstelle liegen; wer die Frist ohne entschuldbaren Grund verstreichen lässt, dessen Bemühungen werden nicht mehr berücksichtigt. Ein Programm, das dich rechtzeitig erinnert, ist viel wert. Eines, das dir das Gefühl gibt, damit sei die Sache erledigt, ist gefährlich.

Aufbau, Feldzahl und Feldnamen des amtlichen Formulars sind am 4. September 2026 aus den drei Sprachfassungen der Datei selbst ausgelesen, nicht von einer Beschreibung abgeschrieben; die Ausgabedaten und die Ausfüllanweisungen stammen von der Formularseite von arbeit.swiss, am selben Tag in allen vier Sprachfassungen gelesen. Die Fristenregel ist dem konsolidierten Verordnungstext auf Fedlex entnommen, Fassung mit Wirkung ab 1. August 2026. Die Übereinstimmung der von uns ausgelieferten Dateien mit den Dateien von arbeit.swiss ist am 4. September 2026 über die Prüfsummen aller drei Sprachfassungen festgestellt worden. Die Angaben zu cvswiss.ch, Awaso und Easy Job Room stammen von deren eigenen Funktions- und Preisseiten, am 4. September 2026 gelesen und, wo zitiert, wörtlich übernommen; ein Konto haben wir bei keinem dieser Anbieter angelegt, weshalb alle Aussagen über deren Abläufe ihre eigenen sind und nicht von uns durchlaufen wurden. Dass lebenslauf.ch, bewerbung.ch und RadarJob den Nachweis nicht kennen, beruht auf den an diesem Tag gelesenen Seiten. Unsere eigenen Preise und Kontingente stammen aus den Konstanten im Programmtext, am selben Tag nachgezählt. Die Marktanteile sind aus den offenen Inseraten unseres eigenen Bestands vom 4. September 2026 gerechnet, ohne Lehr- und Praktikumsstellen; absolute Bestandeszahlen veröffentlichen wir nicht. Die Sprachanteile beziehen sich auf jene Inserate, deren Sprache eindeutig bestimmt wurde — 74,8 Prozent des Bestands.

Den RAV-Nachweis aus deinen Bewerbungen füllen

Quellen

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Sprache der Inserate

Deutsch
60%
English
23%
Français
13%
Italiano
3%

Von den Inseraten mit Sprachanforderung verlangen

Deutsch
70%
English
43%
Français
21%
Italiano
3%

19% in den letzten 7 Tagen ausgeschrieben · Grösste Märkte: Zürich 18% · Bern 10% · Genève 5% · Basel 5%