Motivationsschreiben: SwissJobs.app oder Canva-Vorlagen?
Aktualisiert:
Kurz gesagt
Nimm Canva, wenn das Blatt gestaltet aussehen soll, und nimm SwissJobs.app, wenn der Text auf ein bestimmtes Inserat antworten soll. Canva liefert eine Vorlage, die du selbst füllst; wir erzeugen den Entwurf aus dem Inseratstext und dem Lebenslauf, den du schon hast, in Schweizer Briefform mit Betreffzeile, Ort, Datum und Beilagenzeile. Beim Preis gewinnt Canva: die Gratisstufe kostet dort CHF 0 im Jahr. Wer eine einzige schöne Bewerbung braucht, ist dort richtig; wer zwanzig verschiedene Inserate beantwortet, hier.
Diese Seite vergleicht nicht Geschmäcker, sondern zwei Arbeitsweisen an einem einzigen Dokument: dem Brief, der dem Lebenslauf beiliegt. Wir haben dafür am 4. September 2026 Canvas eigene Seiten aufgerufen — die Anschreiben-Seite in vier Sprachen, die Schweizer Abo-Seite, die Vorlagengalerie und eine einzelne Vorlagenseite — und daneben unsere eigenen Seiten und den eigenen Programmcode nachgezählt statt aus dem Gedächtnis geschrieben.
Ein Konto bei Canva haben wir dafür nicht angelegt. Alles, was hinter deren Anmeldung liegt, steht hier so, wie Canva es selbst beschreibt, und nicht als selbst durchlaufener Ablauf.
Gezählt am 4. September 2026 aus der Trefferangabe der Vorlagengalerie von Canva, je Sprachfassung mit dem dort üblichen Suchbegriff: «cover-letter» (englisch), «lettera di presentazione» (italienisch), «Anschreiben» (deutsch), «lettre de motivation» (französisch). Die englische und die italienische Galerie führen ein Vielfaches der deutschen und der französischen.
- Canva — Preis: Free CHF 0 im Jahr, Pro 128 CHF im Jahr, Business 210 CHF im Jahr pro Person, jeweils in der Jahresansicht der Schweizer Abo-Seite · Konto: zum Speichern und Herunterladen nötig, die Galerie und die Vorlagenvorschau sind ohne Anmeldung sichtbar · Bezug zum Inserat: keiner im Werkzeug selbst; du bringst den Text mit, «Magic Write» erzeugt daraus einen ersten Entwurf und ist auf Free enthalten · Dateien: PDF und Druck, auf der Vorlagenseite auch ein Druckauftrag über 25 Blatt Briefpapier · Gestaltung: nach eigener Angabe mehr als 1,6 Millionen Vorlagen auf Free und über 4,7 Millionen Fotos, Videos, Grafiken und Audiotracks · Sprachen: die Anschreiben-Seite gibt es in 29 Sprachfassungen, keine davon mit Schweizer Kürzel.
- SwissJobs.app — Preis: Ausprobieren gratis, Gratis-Konto fünf Schreiben am Tag und zehn im rollenden Monat, dazu fünf KI-Änderungen am Tag und zehn im Monat, danach sieben Tage Testphase, dann CHF 15 im Monat oder CHF 95 im Jahr · Konto: der Editor öffnet ohne Anmeldung, für die Erzeugung aus dem Inserat und fürs Herunterladen braucht es ein Gratis-Konto mit E-Mail-Adresse, keine Karte · Bezug zum Inserat: der Inseratstext ist die Grundlage des Entwurfs, danach ist jede Zeile von Hand oder auf Zuruf änderbar · Dateien: PDF und Word, keines von beiden mit Wasserzeichen; das ausgeschriebene Musterschreiben gibt es zusätzlich als Word-Datei ohne Konto · Gestaltung: 54 Designvarianten, also 2 Layouts x 3 Schriften x 9 Akzentfarben — deutlich weniger Auswahl als bei Canva · Sprachen: vier, Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch, mit je eigenen Seiten.
- Was beide gleich sehen: dass ein Motivationsschreiben kurz ist. Canvas häufige Fragen setzen es auf «in der Regel zwischen 250 und 400 Wörtern», die Schweizer Praxis auf eine Seite mit drei bis vier Absätzen. Über die Länge gibt es hier keinen Streit — der Unterschied liegt darin, woher der Inhalt kommt.
- Wo Canva klar vorn liegt: beim Preis, bei der Menge und beim Aussehen. Canva Free kostet nichts, hält nach eigener Angabe auf der Abo-Seite ein KI-Kontingent von bis zu 200 Aufrufen der Standard-KI bereit und öffnet eine vollständige Gestaltungsanwendung. Wir verlangen ein Konto und am Ende Geld, und unsere 54 Designvarianten sind gegen 1,6 Millionen Vorlagen keine Auswahl, sondern eine Handvoll.
Wen wählen?
Der Unterschied ist nicht das Werkzeug, sondern womit es anfängt: Bei uns liegt das Inserat schon da. Du wählst die Stelle direkt aus unserem eigenen Schweizer Stellenindex — bei Canva-Vorlagen hinein.
Nimm Canva-Vorlagen, wenn
Canva-Vorlagen — unschlagbar, wenn der Lebenslauf gestalterisch auffallen soll — Design-Freiheit, die kein CV-Tool bietet.
Nimm SwissJobs.app, wenn
Die Stelle direkt auswählen — Wir führen den Stellenindex selbst. Der Inseratstext ist bereits drin, und alles Weitere entsteht gegen genau diesen Text — kein Suchen, kein Kopieren, kein Einfügen.
Vier Werkzeuge statt einem — Lebenslauf, Motivationsschreiben zum selben Inserat, CV-Check gegen dieses Inserat und Interviewvorbereitung — aus einem Konto und mit denselben Daten.
Das RAV-Formular — Die Arbeitsbemühungen werden aus deinem Bewerbungstracker gefüllt und als offizielles SECO-Blatt ausgedruckt. Kein anderes Werkzeug in diesem Vergleich hat das.
Word-Export ohne Wasserzeichen — PDF und DOCX, beide sauber. Viele Anbieter geben im Gratisplan nur eine Textdatei heraus oder setzen ein Wasserzeichen aufs Dokument.
Anfangen ohne Konto — Die Werkzeuge öffnen ohne Anmeldung. Nach dem Konto gefragt wird beim Speichern und ab dem zweiten Dokument — der erste Download geht ohne.
Funktionsvergleich
| Funktion | SwissJobs.app | Canva-Vorlagen | Canva |
|---|---|---|---|
| Motivationsschreiben erstellen | Ja | nicht ausgewiesen | nicht ausgewiesen |
| Start ohne Konto | Ja | nicht ausgewiesen | nicht ausgewiesen |
| Auf ein konkretes Inserat zugeschnitten | Ja | Nein | nicht ausgewiesen |
| Inseratstext kommt aus eigenem Stellenindex | Ja | Nein | nicht ausgewiesen |
| Änderung per KI-Prompt in Sekunden | Ja | nicht ausgewiesen | nicht ausgewiesen |
| Vollständiges manuelles Editieren | Ja | Ja | nicht ausgewiesen |
| PDF-Export ohne Wasserzeichen | Ja | nicht ausgewiesen | nicht ausgewiesen |
| Word-/DOCX-Export | Ja | nicht ausgewiesen | nicht ausgewiesen |
| Schweizer Anschreiben-Konventionen | Ja | nicht ausgewiesen | nicht ausgewiesen |
| Passender Lebenslauf zum selben Inserat | Ja | Nein | nicht ausgewiesen |
| Sprachen | DE / EN / FR / IT | nicht ausgewiesen | nicht ausgewiesen |
| In der Schweiz gebaut | Ja | nicht ausgewiesen | nicht ausgewiesen |
Stand 4. September 2026. «nicht ausgewiesen» heisst: auf der Anbieterseite nicht lesbar — nicht «gibt es nicht». Unsere Angaben stammen aus dem Code (lib/stripe/trialConfig.ts) und dem live durchlaufenen Ablauf, nicht aus Marketingtexten.
Preise nebeneinander
| Was du zahlst | SwissJobs.app | Canva-Vorlagen | Canva |
|---|---|---|---|
| Monatspreis | CHF 15 — alle sechs Werkzeuge, ein Abo | nicht ausgewiesen | nicht ausgewiesen |
| Jahrespreis | CHF 95 im Jahr (= CHF 7.92 im Monat) — dieselben sechs Werkzeuge | nicht ausgewiesen | nicht ausgewiesen |
| Gratis testenUnsere sieben Tage sind der volle Funktionsumfang, nicht eine eingeschränkte Vorschau. | 7 Tage voller Zugang, monatlich kündbar | nicht ausgewiesen | nicht ausgewiesen |
| Was ohne Zahlung gehtWir schreiben die Grenze hin, weil das die Zahl ist, die ein Vergleich sonst weglässt. | Werkzeuge ohne Konto öffnen; Gratiskonto: 5 Dokumente/Tag, 10 pro rollender Woche | nicht ausgewiesen | nicht ausgewiesen |
| Währung | CHF | nicht ausgewiesen | nicht ausgewiesen |
| AbrechnungAchte bei jedem Anbieter auf Vier-Wochen-Perioden: das sind 13 Abbuchungen im Jahr statt 12. | Kalendermonat, jederzeit kündbar | nicht ausgewiesen | nicht ausgewiesen |
Stand 4. September 2026. «nicht ausgewiesen» heisst: auf der Anbieterseite nicht lesbar — nicht «gibt es nicht». Unsere Angaben stammen aus dem Code (lib/stripe/trialConfig.ts) und dem live durchlaufenen Ablauf, nicht aus Marketingtexten.
Was Canva für ein Motivationsschreiben tatsächlich anbietet
Die deutschsprachige Seite heisst «Gestalte kreative Designs für Motivationsschreiben» und verspricht vier Dinge: «Einfacher Drag & Drop-Editor», «Mehr als eine Million professionell gestalteter Vorlagen», «Erstelle Inhalte und Medien mit KI» und «Designs ganz einfach herunterladen oder teilen». Das ist zutreffend beschrieben. Wer ohne Gestaltungserfahrung ein Blatt bauen will, das nach etwas aussieht, kommt dort schnell ans Ziel.
Interessant wird es eine Ebene tiefer. Wir haben in der Galerie eine einzelne Vorlage geöffnet, «Beige Neutral Schlicht Einfach Anschreiben Brief». Der Pfad über der Seite lautet Startseite › Vorlagen › Briefköpfe, und die Zeile unter dem Titel sagt «Briefkopf von Everlin Piccinini». Ein Motivationsschreiben ist bei Canva also unter Briefpapier einsortiert, und es ist von einer Gestalterin gemacht, nicht von einer Laufbahnberatung.
Das grösste Angebot auf dieser Vorlagenseite ist «Mit Canva drucken»: eine Auswahl zwischen Standard-Papier mit 118 bis 148 Gramm pro Quadratmeter und Premium-Papier mit 148 bis 216 Gramm, eine Menge von 25 Briefköpfen und der Hinweis «Vorrätig und bereit für den Druck». Für eine Schweizer Bewerbung, die als PDF in ein Formular hochgeladen oder an eine Adresse geschickt wird, ist ein Stapel von 25 bedruckten Bogen keine Hilfe. Es zeigt aber genau, wofür das Werkzeug gebaut ist.
Daneben stand der Knopf «Kostenlose Vorlage anpassen» — die Vorlage selbst kostet also nichts. Sieben der auf derselben Seite vorgeschlagenen verwandten Vorlagen trugen dagegen die Markierung «Pro».
Die Zahl, die Canva selbst nennt — und die auf Englisch verschwindet
Auf der deutschsprachigen Anschreiben-Seite steht wörtlich: «Ein Anschreiben kann der Grund dafür sein, dass deine Bewerbung angenommen wird oder nicht, und es besteht tatsächlich nur eine Chance von 17 %, dass der Personalverantwortliche dieses überhaupt liest.» Die französische Fassung sagt dasselbe: «Saviez-vous qu’il n’y a que 17 % de chances qu’un recruteur lise votre lettre de motivation ?»
Die englische Fassung derselben Seite, die zugleich die Standardfassung für alle Länder ohne eigene Sprachversion ist, verzichtet auf die Zahl und schreibt nur «there’s only a slight chance that your recruiter will read it». Die italienische Fassung nennt sie gar nicht und behauptet das Gegenteil der Stossrichtung: die Lettera di presentazione sei «ancora oggi uno strumento fondamentale».
Wir geben die 17 Prozent hier wieder als das, was sie sind: eine Aussage von Canva über ihr eigenes Produkt, ohne genannte Quelle. Wir haben keinen Beleg dafür im Schweizer Markt gefunden und behaupten die Zahl nicht. Bemerkenswert ist etwas anderes — eine Verkaufsseite für Motivationsschreiben eröffnet damit, dass das Motivationsschreiben meistens ungelesen bleibt.
29 Sprachfassungen, keine davon schweizerisch
Im Quelltext der Anschreiben-Seite stehen die Verweise auf alle anderen Sprachfassungen. Wir haben sie gezählt: 29, von Arabisch bis Vietnamesisch, dazu eine Standardfassung. Für Deutsch führt der Verweis nach /de_de/, für Französisch nach /fr_fr/, für Italienisch nach /it_it/. Ein Schweizer Kürzel — de-CH, fr-CH, it-CH — gibt es in dieser Liste nicht. Als Standardfassung ist die englische hinterlegt.
Das ist keine Kleinigkeit für den Brief, denn genau hier weicht die Schweizer Praxis von der deutschen ab. Die deutsche Seite verwendet durchgehend das ß — «außerdem», «groß» — das in der Schweiz nicht geschrieben wird. Sie schlägt in der Galerie eine «Bewerbung Business Deckblatt Job Dokument»-Vorlage vor, obwohl ein Deckblatt in der Schweiz selten erwartet wird und in Deutschland verbreiteter ist. Und sie nennt das Dokument auf einer einzigen Seite mit vier verschiedenen Wörtern: im Titel Motivationsschreiben, im Pfad «Begleitschreiben erstellen», im Knopf «Ein Anschreiben gestalten», in der Galerie Bewerbungsschreiben.
Für ein Schweizer Dossier ist die Bezeichnung geklärt. arbeit.swiss, betrieben vom Staatssekretariat für Wirtschaft, führt den Abschnitt unter «Bewerbungsschreiben / Motivationsschreiben» und nennt beides in einem Atemzug. In Inseraten steht häufiger Bewerbungsschreiben, Bewerbende sagen eher Motivationsschreiben, gemeint ist dasselbe Blatt.
Was in den Vorlagennamen steht — und was in keinem steht
Die deutschsprachige Galerie zur Suche «Anschreiben» meldete am 4. September 2026 mehr als 985 Vorlagen. Ihre Namen sind Gestaltungsnamen: «Beige Weiß Professionell Modern Minimalistisch Schlicht Bewerbung Anschreiben», «Grün Neutral Schlicht Einfach Bewerbung Anschreiben Lebenslauf A4», «Hellblau und Weiß Modern Bewerbung Lebenslauf». Zuerst kommt die Farbe, dann der Stil, dann erst der Zweck.
Das ist folgerichtig für eine Gestaltungsanwendung und es ist genau die Stelle, an der ein Schweizer Bewerbungsbrief anders funktioniert. arbeit.swiss zählt die formellen Bestandteile eines Bewerbungsschreibens auf — Absenderadresse, Empfängeradresse, Datum, Betreffzeile, Anrede, Grussformel und Unterschrift — und beschreibt das Schreiben als «persönliche Visitenkarte». Keiner dieser sieben Punkte ist eine Farbe.
Dazu kommt, was in den Vorlagen einer internationalen Gestaltungsanwendung nicht vorgesehen ist, weil ihr Publikum es nicht braucht: die Zeile zur Arbeitsbewilligung, die Sprachniveaus von A1 bis C2 statt des Wortes «fliessend», der Verweis auf Arbeitszeugnisse und die Beilagenzeile am Fuss. Das ist kein Vorwurf an Canva. Es ist der Grund, warum eine Vorlage aus dieser Galerie in der Schweiz umgebaut werden muss, bevor sie stimmt.
«Das Design an das Unternehmen anpassen» — was das im Bestand heisst
Ein Satz auf der deutschen Canva-Seite verdient eine Nachrechnung: «Ja, du kannst das Design sogar an das Unternehmen anpassen, bei dem du dich bewirbst, um von vorneherein ein Gefühl der Vertrautheit zu schaffen.» Die französische Fassung sagt dasselbe deutlicher — man solle die Bildmarke des Unternehmens spiegeln.
In den offenen Inseraten unseres Index vom 3. September 2026 ist bei 30,9 Prozent überhaupt kein Firmenlogo hinterlegt. Bei fast einem Drittel der Stellen gibt es also nicht einmal eine Bildmarke, an der sich eine Gestaltung ausrichten liesse — und dort, wo es eine gibt, ist die Arbeitgeberseite so zersplittert, dass die Arbeit kaum je ein zweites Mal genutzt wird: knapp die Hälfte der Arbeitgeber in unserem Bestand hat genau ein einziges offenes Inserat, gemessen im August 2026.
Pro Bewerbung ein eigenes Design zu bauen ist damit eine Rechnung, die selten aufgeht. Pro Bewerbung einen eigenen Text zu schreiben dagegen schon — denn was sich zwischen zwei Inseraten unterscheidet, ist nicht die Farbe, sondern die Anforderung.
Canvas eigener Rat widerspricht sich zwischen den Sprachen
Wer die vier Sprachfassungen nebeneinanderlegt, findet zwei Empfehlungen, die nicht zusammenpassen. Die deutsche, englische und französische Fassung setzen die Länge in den häufigen Fragen übereinstimmend auf 250 bis 400 Wörter. Die italienische Fassung, als einzige eigenständig geschrieben, rät: «Mantieni la lettera breve: idealmente tra 8 e 12 righe» — halte den Brief kurz, ideal sind acht bis zwölf Zeilen. Acht bis zwölf Zeilen sind nicht 250 bis 400 Wörter, sondern etwa ein Drittel davon.
Dieselbe italienische Seite empfiehlt ausserdem ausdrücklich das Gegenteil dessen, was ein Schweizer Bewerbungsbrief leisten soll: «Crea una volta, utilizza per sempre» — einmal erstellen, für immer verwenden. Die einmal geschriebene «lettera di presentazione generica» bleibe im Profil gespeichert, man müsse nur noch den Text an das Angebot anpassen.
Genau dagegen spricht unser eigener Bestand. Stellt man zwei Inserate nebeneinander, die dieselbe Funktion bei zwei Häusern ausschreiben und in derselben Sprache verfasst sind, überschneidet sich ihr Wortlaut im Median zu 24,7 Prozent — und bei 39,4 Prozent solcher Paare noch weniger. Das ist bei uns bereits veröffentlicht und im August 2026 gemessen. Ein generischer Brief trifft damit in der Mehrheit der Fälle die Wörter nicht, die im Inserat stehen.
Was Canva besser kann, ohne Einschränkung
Die Schweizer Abo-Seite von Canva zeigt am 4. September 2026 in der Jahresansicht vier Stufen mit dem Hinweis «Spare ab 16 %» auf die jährliche Zahlung: Free bei 0 CHF im Jahr für eine Person, Pro bei 128 CHF, Business bei 210 CHF pro Person, Enterprise ohne Preis mit dem Knopf «Vertrieb kontaktieren». Free enthält nach dieser Seite «Mehr als 1,6 Millionen Vorlagen für schnellen Start», «Über 4,7 Millionen Fotos, Videos, Grafiken und Audiotracks», 5 GB Speicher und ein KI-Kontingent von «Bis zu 200 Aufrufen von Standard-KI oder bis zu 20 Aufrufen von Premium-KI».
Diese Rechnung geht nicht zu unseren Gunsten aus, und wir stellen sie trotzdem hin. Wer nichts ausgeben will, bekommt bei Canva eine vollständige Gestaltungsanwendung für CHF 0, mit einem KI-Kontingent, das der Zahl nach grösser ist als unsere zehn Schreiben im rollenden Monat. Wer eine einzelne Bewerbung schreibt und ein schönes Blatt will, sollte Canva nehmen.
Und es gibt Berufe, in denen das Blatt selbst die Arbeitsprobe ist. Wer sich als Grafikerin, Art Director, Illustrator oder Fotograf bewirbt, gibt mit dem Dokument eine Kostprobe ab; dort ist ein gestaltetes Schreiben kein Schmuck, sondern Teil der Bewerbung. Für diese Gruppe lautet unsere Empfehlung ohne Einschränkung: nimm Canva, und nimm dir Zeit dafür.
Was wir machen — und wo wir aufhören
Bei uns ist der Ausgangspunkt nicht ein Design, sondern das Inserat. Du wählst eine Stelle aus unserem Bestand oder fügst den Text ein, dazu deinen Lebenslauf, und daraus entsteht der Entwurf — in Schweizer Briefform: Ort und Datum, Betreffzeile mit der genauen Stellenbezeichnung, Anrede, drei bis vier Absätze auf einer Seite, Grussformel, Beilagenzeile. Danach ist jede Zeile änderbar, von Hand im Editor oder mit einer Anweisung im Chatfenster.
Am 4. September 2026 im Programmcode und auf den Live-Seiten nachgezählt: Der Editor öffnet ohne Anmeldung — ein Entwurf entsteht anonym. Die Erzeugung aus dem Inserat und das Herunterladen verlangen ein Gratis-Konto mit E-Mail-Adresse, ohne Karte. Damit sind fünf Schreiben am Tag und zehn im rollenden Monat frei, dazu fünf KI-Änderungen am Tag und zehn im Monat; das Motivationsschreiben hat ein eigenes Kontingent und zehrt nicht am Kontingent für Lebensläufe. Danach sieben Tage Testphase, dann CHF 15 im Monat oder CHF 95 im Jahr, jederzeit kündbar. Export als PDF und als Word-Datei, keines von beiden mit Wasserzeichen. Das ausgeschriebene Musterschreiben lässt sich zusätzlich ohne Konto als Word-Datei herunterladen; wir haben das am selben Tag geprüft.
Wo wir aufhören, gehört genauso hierher. Wir haben 54 Designvarianten — 2 Layouts mal 3 Schriften mal 9 Akzentfarben — und das ist gegen eine Gestaltungsanwendung keine Auswahl. Wir haben keine Bildbibliothek, keine Bildbearbeitung, keine Markenkits und keinen Druckauftrag. Wer die Gestaltung sucht, sucht bei uns falsch.
Für wen Canva richtig ist, und für wen wir
Nimm Canva, wenn du in einem Gestaltungsberuf arbeitest und das Dokument als Arbeitsprobe zählt. Wenn du genau eine Bewerbung schreibst und einen Abend Zeit hast. Wenn du kein Geld ausgeben willst — die Gratisstufe kostet dort nichts, und dafür muss sich niemand entschuldigen. Und wenn dir die Auswahl an Layouts wichtiger ist als der Text darin.
Nimm SwissJobs.app, wenn du dich nacheinander auf mehrere Schweizer Inserate bewirbst und jedes Mal ein Schreiben brauchst, das die Anforderungen dieses einen Inserats aufgreift. Wenn du willst, dass Betreffzeile, Beilagenzeile, Bewilligungsstatus und Sprachniveaus schon an der richtigen Stelle stehen. Und wenn du das Schreiben in der Sprache des Inserats brauchst — in unserem Bestand ist gut jedes vierte Inserat nicht auf Deutsch verfasst.
Und wenn du beides willst, gibt es den offensichtlichen Weg: den Text bei uns aus dem Inserat erzeugen lassen und ihn in eine Canva-Vorlage setzen. Der Inhalt ist der Teil, der pro Inserat neu sein muss; das Layout ist der Teil, der bleiben darf.
Alle Angaben zu Canva stammen aus eigenen Aufrufen von canva.com am 4. September 2026: der Anschreiben-Seite auf Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch, der Schweizer Abo-Seite, der Vorlagengalerie zur Suche «Anschreiben» und einer einzelnen Vorlagenseite. Die Zahl der Sprachfassungen ist aus den im Quelltext hinterlegten Verweisen auf die anderen Sprachversionen gezählt. Wir haben kein Konto bei Canva angelegt und den Editor nicht geöffnet; alles hinter deren Anmeldung ist so wiedergegeben, wie Canva es selbst beschreibt. Die Angabe von 17 Prozent ist eine Aussage von Canva ohne genannte Quelle, keine Feststellung von uns. Die Angaben zum Schweizer Bewerbungsschreiben stammen von arbeit.swiss, am selben Tag in allen vier Sprachfassungen gelesen. Der Anteil der Inserate ohne Firmenlogo ist aus den offenen Inseraten unseres Index vom 3. September 2026 gerechnet, ohne Lehrstellen; absolute Bestandeszahlen veröffentlichen wir nicht. Die Angaben zur Ähnlichkeit von Inseraten und zur Streuung der Arbeitgeber sind bereits veröffentlichte Auswertungen vom August 2026. Unsere eigenen Preise, Limiten und Designvarianten sind am 4. September 2026 im Programmcode und auf den Live-Seiten nachgezählt.
Quellen
Verwandte Fragen
Was unser Stellenindex über den Schweizer Markt sagt
Live aus unserem eigenen Index berechnet, nicht aus einer Studie zitiert. Nur Anteile, Stand heute.
Sprache der Inserate
- Deutsch
- 60%
- English
- 23%
- Français
- 13%
- Italiano
- 3%
Von den Inseraten mit Sprachanforderung verlangen
- Deutsch
- 70%
- English
- 43%
- Français
- 21%
- Italiano
- 3%
19% in den letzten 7 Tagen ausgeschrieben · Grösste Märkte: Zürich 18% · Bern 10% · Genève 5% · Basel 5%