Was ist eine Alternative zu Xing für die Stellensuche in der Schweiz?
Aktualisiert:
Kurz gesagt
Die naheliegendste Alternative zu Xing für die Stellensuche in der Schweiz ist SwissJobs.app: Schweizer Inserate ohne Konto durchsuchen, nach Kanton und Pensum filtern, in vier Sprachen. Xings Oberfläche gibt es nur auf Deutsch und Englisch — xing.com/fr und xing.com/it landen beide auf der englischen Seite. Stark bleibt Xing dort, wo es herkommt: in Deutschland und Österreich, und als Netzwerk, in dem man gefunden wird, statt zu suchen. Zu den meisten Inseraten zeigt Xing zudem eine Lohnspanne und schreibt dazu, ob sie vom Unternehmen stammt oder geschätzt ist. Das tun wir nicht. Stand: 25. August 2026.
Die Schweizer Jobportale auf einen Blick
Bild anklicken für die grosse Ansicht. Was jedes Portal wirklich ist, steht daneben.

1. SwissJobs.appUnsere App
Über 21 000 offene Schweizer Stellen aus ATS-Systemen, Firmenseiten und LinkedIn an einem Ort — und aus jedem Inserat heraus direkt Lebenslauf, Motivationsschreiben, CV-Check und Interviewvorbereitung. Das RAV-Formular für die Arbeitsbemühungen füllt sich aus dem Bewerbungstracker. Kostenlos nutzbar, Konto erst beim Speichern.
Stellen nach Beruf, Ort oder Sprache
Tippe einen Beruf, eine Stadt oder eine Sprache, die Seite zeigt die aktuell offenen Inserate dazu.
Nach Beruf
- Berater
- Projektleiter
- Verkauf
- Pflegefachfrau
- Pflege
- Sachbearbeiter
- Account Manager
- Software Engineer
- Öffentliche Verwaltung
- Architekt
- Versicherung
- Koch
71 weitere — Suchbegriff eingrenzen
Nach Sprache
Nach Arbeitsform
Der Vergleich lohnt sich vor allem für eine bestimmte Leserin und einen bestimmten Leser: Menschen, die Xing aus Deutschland kennen und es jetzt für die Schweiz benutzen wollen. Das funktioniert — Schweizer Inserate stehen dort. Nur trägt Xing dabei die deutschen Masseinheiten mit: Vollzeit statt Pensum, Gehalt statt Lohn, eine Lohnschiene in Euro, Mini-Jobs im Menü.
Wir haben am 25. August 2026 sieben Schweizer Xing-Seiten geöffnet, ohne uns anzumelden, und notiert, was dort zu lesen war — die Landesseite, Zürich, Basel, Bern, Genf, Lausanne und Lugano — dazu drei einzelne Inserate, den Lebenslauf-Editor und das Impressum. Das Ergebnis steht unten, gerechnet gegen Anteile aus unserem eigenen Schweizer Inseratebestand.
Anteil an den Inseraten, deren Kanton sich bestimmen lässt (70,5 Prozent des am 25. August 2026 offenen Bestandes auf SwissJobs.app). Xing bietet keinen Kantonsfilter, sondern einen Umkreis von zwanzig Kilometern um eine Stadt.
- xing.com/fr und xing.com/it landen beide auf xing.com/en — Xings Oberfläche gibt es auf Deutsch und Englisch, nicht auf Französisch oder Italienisch (abgerufen am 25. August 2026).
- Der Lohnfilter auf der Seite mit dem Chip «Standort: Schweiz» ist in Euro eingestellt: «Gehalt: 0 € – EUR 200'000».
- Von rund hundert Lohnspannen auf den sieben Schweizer Xing-Seiten standen vierzehn in Euro — darunter EUR 72'000 bis EUR 78'000 für eine Produktionsstelle in Köniz, gekennzeichnet als «Unternehmensangabe».
- Xing schreibt bei jeder Spanne dazu, ob sie geschätzt oder vom Unternehmen angegeben ist — «91.000 CHF – 124.000 CHF (von XING geschätzt)». Wir zeigen zu einem Inserat gar keinen Lohn.
- Ein Inserat mit dem Titel «Projektleiter mit Französischkenntnissen im 20-60% Pensum» war in Xings Feld als «Art der Beschäftigung: Vollzeit» geführt.
- «Mehr als 999» meldeten die Landesseite, Zürich, Basel und Bern gleichermassen — die Zahl ist eine Anzeigegrenze, kein Mass. Lausanne meldete 33, Genf und Lugano zeigten ihre Zahl ohne gesetzten Standortfilter.
- Auf der Genfer Trefferliste stand an erster Stelle eine Stelle in Illingen im Saarland, dazu eine in Frankfurt am Main.
- Es gibt keinen Kantonsfilter; die Geografie ist ein Kreis von zwanzig Kilometern um eine Stadt — um Basel liegt der zu einem guten Teil in Deutschland und Frankreich.
- In unserem Bestand entfallen 27,7 Prozent der ortsbestimmbaren Inserate auf die Romandie und 1,8 Prozent auf das Tessin; 13,3 Prozent sind auf Französisch und 2,2 Prozent auf Italienisch verfasst.
- 21,9 Prozent unserer Inserate tragen eine Prozentzahl im Titel und 12,7 Prozent eine Spanne wie «80 – 100 %» — ein Schalter mit Vollzeit und Teilzeit kann das nicht abbilden.
- Was Xing Premium kostet, ist ohne Konto nicht einsehbar: xing.com/premium leitet auf login.xing.com um.
Wen wählen?
Bei Xing endet es beim Inserat. Bei uns fängt es dort an: aus derselben Ausschreibung entstehen Lebenslauf, Motivationsschreiben, der Check dagegen und der Eintrag im RAV-Nachweis.
Nimm Xing, wenn
Xing — im deutschsprachigen Raum verankert, für DACH-Kontakte und Firmen, die dort ihr Profil pflegen.
Nimm SwissJobs.app, wenn
Die Stelle direkt auswählen — Wir führen den Stellenindex selbst. Der Inseratstext ist bereits drin, und alles Weitere entsteht gegen genau diesen Text — kein Suchen, kein Kopieren, kein Einfügen.
Vier Werkzeuge statt einem — Lebenslauf, Motivationsschreiben zum selben Inserat, CV-Check gegen dieses Inserat und Interviewvorbereitung — aus einem Konto und mit denselben Daten.
Das RAV-Formular — Die Arbeitsbemühungen werden aus deinem Bewerbungstracker gefüllt und als offizielles SECO-Blatt ausgedruckt. Kein anderes Werkzeug in diesem Vergleich hat das.
Word-Export ohne Wasserzeichen — PDF und DOCX, beide sauber. Viele Anbieter geben im Gratisplan nur eine Textdatei heraus oder setzen ein Wasserzeichen aufs Dokument.
Anfangen ohne Konto — Die Werkzeuge öffnen ohne Anmeldung. Nach dem Konto gefragt wird beim Speichern und ab dem zweiten Dokument — der erste Download geht ohne.
Funktionsvergleich
| Funktion | SwissJobs.app | |
|---|---|---|
| Schweizer Stellen | Ja | Ja |
| Alle 26 Kantone | Ja | nicht ausgewiesen |
| Suche ohne Konto | Ja | nicht ausgewiesen |
| Job-Alarm per E-Mail | Ja | nicht ausgewiesen |
| KI-Abgleich mit deinem Profil | Ja | Nein |
| Aus dem Inserat direkt einen CV erzeugen | Ja | Nein |
| Motivationsschreiben zum Inserat | Ja | Nein |
| CV-Check gegen dieses Inserat | Ja | Nein |
| Bewerbungstracker | Ja | Nein |
| RAV-Formular Arbeitsbemühungen (SECO) | Ja | Nein |
| Stellen mit wenigen Bewerbern sichtbar | Ja | nicht ausgewiesen |
| Kostenlos nutzbar | Ja | nicht ausgewiesen |
| Sprachen der Oberfläche | DE / EN / FR / IT | nicht ausgewiesen |
| In der Schweiz gebaut | Ja | nicht ausgewiesen |
Stand 4. September 2026. «nicht ausgewiesen» heisst: auf der Anbieterseite nicht lesbar — nicht «gibt es nicht». Unsere Angaben stammen aus dem Code (lib/stripe/trialConfig.ts) und dem live durchlaufenen Ablauf, nicht aus Marketingtexten.
Preise nebeneinander
| Was du zahlst | SwissJobs.app | |
|---|---|---|
| StellensucheDie Suche ist bei uns nicht Teil des Abos. Bezahlt werden die Werkzeuge danach. | Gratis — Suche, Filter, Job-Alarm und Bewerbungs-Tracker kosten nichts | Gratis für Stellensuchende |
| Monatspreis | CHF 15 — alle sechs Werkzeuge, ein Abo | nicht ausgewiesen |
| Jahrespreis | CHF 95 im Jahr (= CHF 7.92 im Monat) — dieselben sechs Werkzeuge | nicht ausgewiesen |
| Gratis testenUnsere sieben Tage sind der volle Funktionsumfang, nicht eine eingeschränkte Vorschau. | 7 Tage voller Zugang, monatlich kündbar | nicht ausgewiesen |
| Was ohne Zahlung gehtWir schreiben die Grenze hin, weil das die Zahl ist, die ein Vergleich sonst weglässt. | Werkzeuge ohne Konto öffnen; Gratiskonto: 5 Dokumente/Tag, 10 pro rollender Woche | nicht ausgewiesen |
| Währung | CHF | nicht ausgewiesen |
| AbrechnungAchte bei jedem Anbieter auf Vier-Wochen-Perioden: das sind 13 Abbuchungen im Jahr statt 12. | Kalendermonat, jederzeit kündbar | nicht ausgewiesen |
Stand 4. September 2026. «nicht ausgewiesen» heisst: auf der Anbieterseite nicht lesbar — nicht «gibt es nicht». Unsere Angaben stammen aus dem Code (lib/stripe/trialConfig.ts) und dem live durchlaufenen Ablauf, nicht aus Marketingtexten.
Was auf Xings Schweizer Seiten wirklich steht
Die Seite xing.com/jobs/schweiz meldet «Mehr als 999 Schweiz Jobs» und setzt den Filterchip «Standort: Schweiz». Dieselbe Zahl steht auf der Zürcher Seite, auf der Basler Seite und auf der Berner Seite: «Mehr als 999». Wenn Zürich allein gleich viel meldet wie das ganze Land, ist die Angabe eine Anzeigegrenze und kein Mass für den Bestand. Wer daraus liest, wie viele Schweizer Stellen dort liegen, liest etwas heraus, was nicht drinsteht.
Weiter westlich und südlich wird es merkwürdig. Die Lausanner Seite meldete 33 Stellen, mit gesetztem Chip «Lausanne (20 km)» — eine Zahl, die man tatsächlich lesen kann. Die Genfer Seite meldete 337 und die Luganeser 758, aber auf beiden war überhaupt kein Standortfilter gesetzt. Entsprechend sahen die Trefferlisten aus: Die Genfer Liste begann mit einer Innendienststelle in Illingen im Saarland und enthielt eine weitere in Frankfurt am Main; die Luganeser Liste führte nach dem ersten Treffer über Luzern, Konstanz, Lausanne, Genf und Sulgen im Thurgau. Die Zahl über der Liste beschreibt also nicht immer den Ort im Seitentitel.
Die Filter sind schnell aufgezählt, weil es wenige sind: Veröffentlichung (letzte 24 Stunden, letzte Woche, letzter Monat), Arbeitsplatz (im Home-Office, teilweise möglich, vor Ort), Beschäftigungsart (Teilzeit, Vollzeit, Selbstständig, Studierende, Saisonarbeit, Aushilfe, Ehrenamt), Karriere-Stufe in sechs Abstufungen und eine Lohnschiene. Einen Kantonsfilter gibt es nicht. Die Geografie ist ein Kreis von zwanzig Kilometern um eine Stadt — und ein Kreis von zwanzig Kilometern um Basel liegt zu einem guten Teil in Deutschland und in Frankreich. Ein Kanton ist keine Scheibe um einen Bahnhof, und wer nach Arbeitsweg, Steuerfuss oder Familiensituation sucht, sucht nach Kanton.
Was ein Xing-Abo kostet, sieht man ohne Konto nicht: xing.com/premium und xing.com/purchase/premium leiten beide auf login.xing.com um. Angeboten werden laut Impressum zwei Mitgliedschaften, Premium und ProJobs; betrieben wird das Ganze von der New Work SE. Suchen und ein Profil anlegen kosten nichts.
Der Lohn, der auf Xing manchmal ein Euro ist
Der auffälligste Befund steht ganz unten auf der Schweizer Seite, im Filterblock. Die Lohnschiene ist dort auf «Gehalt: 0 € – EUR 200'000» eingestellt. Nicht auf der deutschen Startseite, sondern auf der Seite, die «Standort: Schweiz» im Chip trägt. Wer den Regler benutzt, filtert Schweizer Stellen nach einer Euro-Grenze.
Das setzt sich in den Trefferkarten fort. Über die sieben Schweizer Seiten hinweg — rund hundertvierzig Karten — trugen etwa hundert eine Lohnspanne, und vierzehn davon waren in Euro ausgewiesen. Bei einer Produktionsstelle in Köniz, deren Text ausdrücklich den Standort Bern-Liebefeld nennt, stand eine Spanne von EUR 72'000 bis EUR 78'000. Bei einer Verkaufsleitung in Bern stand EUR 100'000 bis EUR 120'000. Beide waren mit «Unternehmensangabe» gekennzeichnet — Xing hat sie also nicht umgerechnet, sondern so übernommen, wie sie geliefert wurden.
Und hier gehört eine Anerkennung hin, die man Xing nicht wegnehmen sollte: Die Plattform schreibt bei jeder Spanne dazu, woher sie kommt. Eine Zürcher Projektleitung war mit «91.000 CHF – 124.000 CHF (von XING geschätzt)» ausgezeichnet, die Berner Stelle mit «(Unternehmensangabe)». Diese Trennung zwischen Schätzung und Angabe machen die wenigsten Portale so deutlich, und wir machen sie gar nicht — wir zeigen zu einem Inserat überhaupt keinen Lohn. Wer eine Lohnspanne vor dem Klick sehen will, ist bei Xing besser bedient als bei uns.
Nur trägt eine Schweizer Jahreszahl Fragen mit sich, die eine Euro-Spanne nicht beantwortet. Ob eine Jahressumme zwölf oder dreizehn Monatslöhne meint, steht selten dabei — der dreizehnte Monatslohn ist in der Schweiz verbreitet, aber nicht selbstverständlich, und er verschiebt eine Jahreszahl um gut acht Prozent. Wer aus Deutschland zupendelt, rechnet zudem mit Quellensteuer statt mit Lohnsteuerkarte.
Vollzeit oder Teilzeit — die Schweiz rechnet in Prozent
Ein Inserat aus Winterthur trug am 25. August 2026 den Titel «Projektleiter mit Französischkenntnissen im 20-60% Pensum». In Xings eigenem Feld stand darunter: «Art der Beschäftigung: Vollzeit». Ein zweites, eine Projektleitung in Zürich mit «(80 - 100%)» im Titel, ebenfalls: Vollzeit. Über die sieben Seiten hinweg war rund jede siebte Karte als Teilzeit gekennzeichnet und fast alles übrige als Vollzeit. Keine einzige Karte trug eine Prozentzahl in Xings Feld — die Prozentzahl stand jeweils im Titel, also im Text, den die Arbeitgeberin geschrieben hat.
Das ist keine Kleinigkeit, weil das Pensum in der Schweiz die eigentliche Masseinheit ist. In unserem Bestand tragen 21,9 Prozent der Inserate eine Prozentzahl schon im Titel. 12,7 Prozent nennen dort eine Spanne wie «80 – 100 %», und 5,3 Prozent nennen ein Pensum unter hundert Prozent. Eine Spanne im Titel ist dabei eine Einladung zum Verhandeln, keine Verlegenheit: Sie sagt, dass über den Beschäftigungsgrad noch geredet wird. Ein Schalter, der nur Vollzeit oder Teilzeit kennt, kann das nicht abbilden — er wirft die Information weg, die eine Bewerberin am dringendsten braucht.
In dieselbe Richtung zeigt ein Eintrag im Xing-Menü, der einer deutschen Leserin gar nicht auffällt: «Mini-Jobs». Das ist eine deutsche Beschäftigungsform mit eigener Beitragslogik. In der Schweiz gibt es sie nicht, und der Begriff kommt in unserem Bestand in weniger als einem von tausend Inseraten vor. Kleine Pensen werden hier nicht als Mini-Job ausgeschrieben, sondern als Prozentzahl — «Verkauf 20 – 40 %».
Vier Sprachregionen, zwei Sprachen im Menü
Xing führt seine Oberfläche auf Deutsch und auf Englisch. Der Aufruf von xing.com/fr und von xing.com/it endet in beiden Fällen auf xing.com/en. Die Startseite ist als deutschsprachiges Dokument ausgezeichnet, Sprachalternativen für Suchmaschinen sind nicht hinterlegt, und der Sprachwähler im Fuss zeigt «Deutsch». Selbst die englische Fassung bleibt halb deutsch: Die Arbeitgeberkarten stehen dort weiter auf Deutsch, und als Kategorie werden «Mini-jobs» angeboten.
Die Inserate selbst sind mehrsprachig, die Oberfläche darüber nicht. Auf der Luganeser Seite stand ein italienisch verfasstes Inserat für einen Sicherheitsdienst im Luganese — mit dem deutschen Etikett «Teilzeit» daneben. Auf der Lausanner Seite standen französisch verfasste Handwerksstellen, «Monteur en ventilation (H/F)» und «Menuisier-Ébéniste», mit dem Etikett «Vollzeit». Wer auf Französisch sucht, tippt aber nicht «Monteur» in ein deutsches Suchfeld, und wer auf Italienisch sucht, sucht nicht nach «Teilzeit».
Wie viel damit ausserhalb bleibt, lässt sich beziffern. In unserem Bestand liegt der Kanton bei 70,5 Prozent der Inserate fest; von diesen entfallen 27,7 Prozent auf die Romandie — Genf, Waadt, Wallis, Neuenburg, Freiburg, Jura — und 1,8 Prozent auf das Tessin. Bei den Inseraten, deren Sprache sich sauber bestimmen lässt, sind 13,3 Prozent auf Französisch und 2,2 Prozent auf Italienisch verfasst. Das ist kein Rand, das ist gut ein Viertel des Landes.
Und die Sprache eines Inserats ist in der Schweiz keine Formsache, sondern die Vorauswahl: Sie entscheidet mit, wer sich überhaupt bewirbt. Deshalb führen wir alle vier Sprachen als eigene Oberfläche — /stellen, /jobs, /emplois, /lavoro — und nicht als Übersetzung einer deutschen Seite.
Wo Xing wirklich besser ist
In Deutschland und Österreich. Xing beziffert seinen Bestand mit «Mehr als 1 Mio. Jobs» und wirbt mit gut einer Viertelmillion Arbeitgeber. Auf der Startseite standen am 25. August 2026 sechzehn Arbeitgeberkarten: Deutsche Post, Deutsche Bahn, dm, Siemens, Amazon, IKEA, Ottobock, BMW, Porsche, AOK, SAP, REWE, BASF, Kaufland, ROSSMANN und ein Personalvermittler. Alle sechzehn sind deutsche Namen — das ist keine Schwäche, das ist die Zielgruppe. Wer in Deutschland sucht, wer zurückwechseln könnte oder wer beide Seiten der Grenze offenhält, ist dort am richtigen Ort und bei uns am falschen.
Das Netzwerk. Bei Xing kann man gefunden werden, ohne selbst zu suchen: ein Profil anlegen, Job-Wünsche hinterlegen, und laut Xing durchsuchen über zwanzigtausend Recruiterinnen und Recruiter dort die Profile. Wir haben kein Netzwerk, keine Profile und keinen Feed, und eine Jobbörse kann das auch nicht nachbauen. Wer den Arbeitgeber wechseln möchte, ohne dass der aktuelle davon erfährt, kommt mit einem Profil weiter als mit jeder Trefferliste.
Die Bewerbungswerkzeuge. Xing betreibt unter xing.com/lebenslauf einen kostenlosen Lebenslauf-Editor mit Vorlagen und PDF-Download und dazu einen Anschreiben-Editor, der laut eigener Beschreibung «Deine Details und die Job-Beschreibung» entgegennimmt und daraus ein Anschreiben verfasst. Das heisst: Xing schneidet ein Anschreiben durchaus auf ein konkretes Inserat zu, wenn man den Text hineinkopiert. Wir behaupten deshalb nicht, das Zuschneiden auf ein Inserat sei unsere Erfindung — cvswiss.ch führt es sogar als Hauptfunktion. Unser Unterschied ist enger und überprüfbar: Bei uns liegt das Inserat schon vor, weil wir Stellensuche und Lebenslauf am selben Ort betreiben. Es wird nichts hineinkopiert.
Zur Aktualität, damit die Rechnung in beide Richtungen stimmt: Auf den Schweizer Xing-Seiten trugen mehrere Karten «Vor 3 Stunden» oder «Vor 8 Stunden», und rund ein Drittel war als «Externes Job-Angebot. Von einem Partner.» gekennzeichnet — viel davon aus Personaldienstleistungen, die laufend nachliefern. Bei uns ist das mittlere Inserat 23 Tage alt, 31 Prozent sind höchstens zwei Wochen alt. Wer die allerneuesten Einträge sucht, findet auf Xing frischeres Material.
Zuletzt die Grenzgängerfrage, und sie fällt zugunsten von Xing aus. Das Königer Inserat warb im eigenen Text ausdrücklich um Pendlerinnen und Pendler aus Lörrach, Weil am Rhein, Rheinfelden, Bad Säckingen, Waldshut-Tiengen, Singen und Konstanz. Wer auf der deutschen Seite der Grenze wohnt und dort bleiben will, hat mit Xings deutschem Schwerpunkt beide Arbeitsmärkte in derselben Liste.
Was sich zwischen Deutschland und der Schweiz tatsächlich unterscheidet
Für die grösste Lesergruppe dieser Seite — Deutsche, die in der Schweiz arbeiten oder es vorhaben — ist der nützlichste Teil nicht der Portalvergleich, sondern die Liste der Unterschiede, die ein deutsches Werkzeug nicht kennt. Das Arbeitszeugnis gehört ausdrücklich nicht dazu: Das gibt es in Deutschland genauso, und ein deutsches Dossier bringt es mit.
Anders ist erstens das Pensum in Prozent, das schon im Stelleninserat steht und im Dossier wieder auftauchen sollte. Zweitens die Bewilligung: Wer keinen Schweizer Pass hat, nennt im Lebenslauf die Kategorie — B, C oder G für Grenzgängerinnen und Grenzgänger. Drittens die Sprachniveaus, die Schweizer Inserate von A1 bis C2 erwarten statt «verhandlungssicher». Viertens das Bewerbungsfoto, von dem in Deutschland eher abgeraten wird und das hier weiterhin die Regel ist. Fünftens das Vokabular: Lohn statt Gehalt, Ferien statt Urlaub, Stelleninserat statt Stellenanzeige, ss statt ß. Sechstens die Institutionen: RAV statt Agentur für Arbeit, Gesamtarbeitsvertrag statt Tarifvertrag.
Nichts davon ist gross. Zusammen entscheiden diese Zeilen aber darüber, ob ein Dossier gelesen wird wie eines von hier — und keines dieser Felder findet sich in einem Werkzeug, das für den deutschen Markt gebaut wurde.
Wer was nehmen sollte
Xing, wenn dein Suchraum Deutschland oder Österreich einschliesst, wenn du an der Grenze wohnst und beide Seiten offenhalten willst, wenn du gefunden werden willst statt zu suchen, oder wenn du vor dem Klick eine Lohnspanne sehen möchtest. Auch der kostenlose Lebenslauf-Editor ist ein ordentliches Werkzeug, wenn ein sauberes PDF alles ist, was du brauchst.
LinkedIn, wenn dein Feld international ist oder du auf Englisch arbeitest — dort ist der englischsprachige Teil des Schweizer Marktes am dichtesten besetzt. Was dabei für und gegen LinkedIn spricht, haben wir unter swissjobs.app/fragen/alternative-zu-linkedin-jobs-schweiz auseinandergenommen.
jobs.ch, wenn dir zählt, dass die Arbeitgeberin das Portal kennt; jobup.ch für die Suche westlich der Saane. Welches Schweizer Portal wofür taugt, steht gebündelt unter swissjobs.app/vergleich/beste-jobboersen-schweiz.
Job-Room, das Portal der öffentlichen Arbeitsvermittlung, sobald du beim RAV gemeldet bist. Der Nachweis deiner Arbeitsbemühungen läuft über den Weg, den das RAV vorgibt — die Stelle darfst du finden, wo du willst, nur die Meldung gehört dorthin. Welche Form dein Kanton verlangt, sagt dir deine Beraterin; kein privates Portal, unseres eingeschlossen, tritt an die Stelle dieses Nachweises.
SwissJobs.app, wenn du dich in der Schweiz bewirbst und nach Kanton und Pensum filtern willst, wenn du auf Französisch oder Italienisch suchst, wenn du ohne Konto anfangen möchtest — und wenn du pro Inserat ein zugeschnittenes Dossier willst, ohne den Anzeigentext irgendwohin zu kopieren. Nimm stattdessen Xing, wenn Deutschland zu deinem Suchraum gehört oder dir ein Profil, das gefunden wird, mehr bringt als ein Kantonsfilter.
Xing wurde am 25. August 2026 ohne Anmeldung auf www.xing.com gelesen: Startseite auf Deutsch und Englisch, die Jobseiten für Schweiz, Zürich, Basel, Bern, Genf, Lausanne und Lugano, drei einzelne Schweizer Inserate, der Lebenslauf-Editor und das Impressum. Alle Zitate geben Xings eigenen Wortlaut wieder. Gezählt wurden die Karten, die auf der jeweils ersten Seite ohne Anmeldung sichtbar waren — nicht Xings vollständiger Bestand; die Zahlen über den Listen sind Xings eigene Angaben und teils gedeckelt. Unsere Anteile beziehen sich auf die Schweizer Inserate, die am selben Tag auf SwissJobs.app abrufbar waren. Der Kanton wird aus Orts- und Regionsangaben abgeleitet und war bei 70,5 Prozent bestimmbar, die Inseratesprache maschinell erkannt und bei 74,1 Prozent eindeutig; das Alter zählt ab dem Erscheinungsdatum. Publiziert werden nur Anteile; absolute Bestandszahlen nennen wir nicht, und die Anteile verschieben sich täglich.
Schweizer Stellen nach Kanton und Pensum durchsuchen — ohne Konto
Quellen
Verwandte Fragen
Was unser Stellenindex über den Schweizer Markt sagt
Live aus unserem eigenen Index berechnet, nicht aus einer Studie zitiert. Nur Anteile, Stand heute.
Sprache der Inserate
- Deutsch
- 60%
- English
- 23%
- Français
- 13%
- Italiano
- 3%
Von den Inseraten mit Sprachanforderung verlangen
- Deutsch
- 70%
- English
- 43%
- Français
- 21%
- Italiano
- 3%
19% in den letzten 7 Tagen ausgeschrieben · Grösste Märkte: Zürich 18% · Bern 10% · Genève 5% · Basel 5%






