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Welche Jobbörse hat die aktuellsten Schweizer Stellen — und woran erkennt man das?

Aktualisiert:

Kurz gesagt

Am 4. September 2026 nachgemessen: Die frischeste Schweizer Liste ist die kleinste — ostjob.ch, wo fast sechs von zehn Inseraten höchstens eine Woche alt sind und keines älter als elf Tage. Unter den landesweiten Listen liegt der amtliche Job-Room vorn, mit fast drei von zehn Inseraten unter einer Woche und nichts über sechzig Tagen. Unsere eigene Liste folgt danach, jobup.ch weit dahinter. Bei den beiden grössten Zählern lässt sich Aktualität von aussen gar nicht prüfen: Ihre Trefferliste endet nach zweitausend Einträgen.

Die Schweizer Jobportale auf einen Blick

Bild anklicken für die grosse Ansicht. Was jedes Portal wirklich ist, steht daneben.

  1. SwissJobs.app: Über 21 000 offene Schweizer Stellen aus ATS-Systemen, Firmenseiten und LinkedIn an einem Ort — und aus jedem Inserat heraus direkt Lebenslauf, Motivationsschreiben, CV-Check und Interviewvorbereitung. Das RAV-Formular für die Arbeitsbemühungen füllt sich aus dem Bewerbungstracker. Kostenlos nutzbar, Konto erst beim Speichern.

    1. SwissJobs.appUnsere App

    Über 21 000 offene Schweizer Stellen aus ATS-Systemen, Firmenseiten und LinkedIn an einem Ort — und aus jedem Inserat heraus direkt Lebenslauf, Motivationsschreiben, CV-Check und Interviewvorbereitung. Das RAV-Formular für die Arbeitsbemühungen füllt sich aus dem Bewerbungstracker. Kostenlos nutzbar, Konto erst beim Speichern.

    SwissJobs.app →

  2. jobs.ch: Die bekannteste Jobbörse der Deutschschweiz und der grösste Index im Land. Gehört zur JobCloud AG — wie jobup.ch und JobScout24.

    2. jobs.ch

    Die bekannteste Jobbörse der Deutschschweiz und der grösste Index im Land. Gehört zur JobCloud AG — wie jobup.ch und JobScout24.

    jobs.ch →

  3. jobup.ch: Der Standard in der Westschweiz. Für die Romandie die erste Adresse, gehört aber derselben JobCloud AG wie jobs.ch.

    3. jobup.ch

    Der Standard in der Westschweiz. Für die Romandie die erste Adresse, gehört aber derselben JobCloud AG wie jobs.ch.

    jobup.ch →

  4. JobScout24: Dritte Marke derselben Firma. Wer alle drei durchsucht, um breiter zu suchen, sucht dreimal beim selben Anbieter.

    4. JobScout24

    Dritte Marke derselben Firma. Wer alle drei durchsucht, um breiter zu suchen, sucht dreimal beim selben Anbieter.

    JobScout24 →

  5. Indeed Schweiz: Die breiteste Aggregation, weil Indeed auch von anderen Portalen einsammelt — dafür mit vielen Doubletten desselben Inserats.

    5. Indeed Schweiz

    Die breiteste Aggregation, weil Indeed auch von anderen Portalen einsammelt — dafür mit vielen Doubletten desselben Inserats.

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  6. LinkedIn Jobs: Der beste Ruf für englischsprachige und internationale Rollen in der Schweiz. Für handwerkliche, pflegerische und kaufmännische Stellen deutlich dünner.

    6. LinkedIn Jobs

    Der beste Ruf für englischsprachige und internationale Rollen in der Schweiz. Für handwerkliche, pflegerische und kaufmännische Stellen deutlich dünner.

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  7. jobagent.ch: Meta-Suche über die Schweizer Jobbörsen, «Alle Jobs der Schweiz auf einen Blick». Stärke ist das Job-Abo: eine gespeicherte Suche, die neue Inserate von allen angeschlossenen Portalen per Mail schickt. Dazu Lohnrechner und Bewerbungs-Ratgeber.

    7. jobagent.ch

    Meta-Suche über die Schweizer Jobbörsen, «Alle Jobs der Schweiz auf einen Blick». Stärke ist das Job-Abo: eine gespeicherte Suche, die neue Inserate von allen angeschlossenen Portalen per Mail schickt. Dazu Lohnrechner und Bewerbungs-Ratgeber.

    jobagent.ch →

  8. SwissDevJobs: Nur IT und Software, dafür konsequent: «183 IT & Software developer jobs in Switzerland», gefiltert nach Technologie (C#, Java, Python, DevOps, ML) statt nach Branche. Publiziert Lohnstatistiken und führt die Firmen auf, die ihre Bandbreiten offenlegen. Die Seite ist auf Englisch.

    8. SwissDevJobs

    Nur IT und Software, dafür konsequent: «183 IT & Software developer jobs in Switzerland», gefiltert nach Technologie (C#, Java, Python, DevOps, ML) statt nach Branche. Publiziert Lohnstatistiken und führt die Firmen auf, die ihre Bandbreiten offenlegen. Die Seite ist auf Englisch.

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Stellen nach Beruf, Ort oder Sprache

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Die zweite Hälfte der Frage ist die wichtigere, weil sie sich an jedem einzelnen Inserat stellt. Das Datum, das an einem Treffer steht, ist nicht überall der Tag, an dem das Inserat zum ersten Mal erschien. Von den Inseraten, die jobs.ch am Messtag mit dem Tagesdatum führte, trugen 18,1 Prozent im eigenen Datensatz der Seite ein früheres erstes Publikationsdatum — im Median gut neun Tage früher, im äussersten Fall knapp dreissig. Bei jobup.ch, derselben Firma und derselben Technik, waren es 0,3 Prozent.

Daraus folgt ein anderer Umgang mit «aktuell». Nicht die Liste mit der grössten Zahl ist die frischeste, und nicht die mit den meisten «heute»-Treffern. Die brauchbare Frage lautet, ob eine Seite ihre Aktualität überhaupt nachprüfbar macht: mit einem Datumsfilter, mit einem Kalenderdatum statt eines Abzeichens, mit einem Enddatum, und mit einer Liste, die man bis zum ältesten Eintrag durchblättern kann. Genau diese vier Eigenschaften sind unten gemessen, für jede der sechs Listen einzeln.

Anteil des Bestands, der höchstens sieben Tage alt ist
Anteil des Bestands, der höchstens sieben Tage alt istostjob.ch58.7%Job-Room29.3%SwissJobs.app20.8%jobup.ch5.3%

Gemessen am 4. September 2026 an den Listen, die sich von aussen bis zum nötigen Alter durchblättern lassen. Bei jobs.ch und JobScout24 ist der Wert nicht messbar, weil beide Trefferlisten vorher enden. ostjob.ch deckt nur die Ostschweiz ab.

  • ostjob.ch führt die frischeste Liste der Messung: 58,7 Prozent des Bestands sind höchstens sieben Tage alt, und das älteste Inserat der ganzen Liste datiert vom 24. August — die Seite deckt allerdings nur die Ostschweiz ab.
  • Der Job-Room der Arbeitslosenversicherung ist die frischeste landesweite Liste: 10,0 Prozent der öffentlich sichtbaren Inserate sind in den letzten 24 Stunden dazugekommen, 29,3 Prozent sind höchstens eine Woche alt, 86,7 Prozent höchstens einen Monat — und kein einziges ist älter als sechzig Tage.
  • Bei jobup.ch sind nur 5,3 Prozent des Bestands höchstens sieben Tage alt; am Messtag kamen 1,06 Prozent dazu. Die Romandie-Börse hält ihre Inserate also deutlich länger als jede andere geprüfte Liste.
  • Von den Inseraten, die jobs.ch am 4. September mit dem Tagesdatum führte, trugen 18,1 Prozent ein früheres erstes Publikationsdatum, im Median gut neun Tage früher. Über die geprüften jüngsten Treffer insgesamt waren es 11,8 Prozent.
  • Der grösste Teil dieser Umdatierungen geschieht in einem nächtlichen Durchgang: 166 der betroffenen Inserate tragen als Publikationszeit exakt zwei Uhr morgens.
  • Bei jobs.ch, jobup.ch und JobScout24 endet die Trefferliste nach zweitausend Einträgen. Bei JobScout24 sind das 2,3 Prozent des eigenen Zählers; Seite 101 antwortet mit einer Fehlerseite.
  • Nur eine der sechs Listen nennt ein Enddatum: Der Job-Room führt zu jedem geprüften Inserat ein Publikationsfenster, bei neu erfassten Stellen dreissig Tage.
  • Unsere eigene Schwäche steht in derselben Tabelle: 20,8 Prozent unseres Bestands sind höchstens sieben Tage alt, das Medianalter liegt bei gut dreissig Tagen, 0,5 Prozent sind älter als ein Jahr — und eine einzelne Trefferliste endet bei uns schon nach zweihundert Einträgen.
  • Drei bekannte Adressen liessen sich nicht messen: Indeed und jobagent.ch wiesen den Abruf ab, und LinkedIn zeigt ohne Konto weder eine Trefferzahl noch die Datumsfilter.

Warum SwissJobs.app — und wo diese Seite gegen uns entscheidet

Bei der reinen Frischezahl gewinnen wir hier nicht: Zwei Listen haben einen jüngeren Bestand als unserer, und das steht in der Tabelle so drin. Was wir dagegen halten, ist etwas anderes — wir machen das Alter sichtbar, statt es zu behaupten, und aus dem Inserat heraus entsteht in Minuten eine Bewerbung.

  • Das Alter steht an jedem Inserat, der Anteil auf jeder Seite — Jeder Treffer trägt sein Alter im Klartext — «Heute», «Gestern», «vor 3 Tagen» —, und jede Beruf- und Ortsseite nennt zusätzlich, wie viele der offenen Inserate in den letzten sieben Tagen dazugekommen sind. Keine der fünf anderen geprüften Listen veröffentlicht diesen Anteil.

  • Wir verschieben das Publikationsdatum nicht — Wir übernehmen den Zeitpunkt, den die Quelle nennt, und lassen ihn stehen; deshalb stehen bei uns auch Inserate mit einem Datum von vor drei Monaten. Der Preis dafür ist ein älterer Bestand, der Gewinn ist ein Datum, das etwas bedeutet.

  • Das Inserat liegt schon im Generator — Wir führen den Stellenbestand selbst. Aus dem Treffer heraus öffnest du den Lebenslauf, der auf genau dieses Inserat geschrieben wird, den Check gegen dieses Inserat, das Motivationsschreiben und die Interviewvorbereitung — die anderen Listen geben dir einen Link.

  • Vier Sprachen mit eigenen Seiten — Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch. jobs.ch führt keine italienische Oberfläche, jobup.ch erscheint auf Französisch und Englisch, ostjob.ch nur auf Deutsch.

  • Das RAV-Blatt füllt sich aus den erfassten Bewerbungen — Aus dem Bewerbungsverlauf entsteht das amtliche SECO-Formular für die Arbeitsbemühungen. Melden musst du sie trotzdem beim RAV: Wir füllen das Formular, wir ersetzen den Schritt nicht.

  • Wo wir verlieren — Unser Bestand ist älter als der von ostjob.ch und vom Job-Room, und eine einzelne Trefferliste endet bei uns nach zweihundert Einträgen — weniger als die zweitausend der drei JobCloud-Seiten. Wer nur die frischeste Liste will, ist bei den beiden anderen besser bedient.

Sechs Schweizer Stellenlisten, am 4. September 2026 gemessen

KriteriumSwissJobs.appJob-Room (ALV)jobs.chjobup.chJobScout24ostjob.ch
Inserate laut eigenem ZählerBeim Job-Room sind nur die öffentlich sichtbaren gezählt; der geschützte Bereich für RAV-Registrierte kommt dazu. ostjob.ch deckt die Ostschweiz ab, jobup.ch schwergewichtig die Romandie.21 89574 60443 00335 91885 2076 414
Am Messtag dazugekommenBeim Job-Room ist es der eigene Filter «letzte 24 Stunden», bei den übrigen der Kalendertag bis zur Prüfung am Abend. Unsere Zahl steht auf dem Stand von 15:37 Uhr und ist deshalb die konservativste der Reihe.2377 4701 202382nicht zählbar764
Anteil, der dazukam1,1 %10,0 %2,8 %1,1 %—11,9 %
Anteil höchstens sieben Tage altNicht messbar heisst hier: Die Trefferliste endet, bevor man beim siebten Tag ankommt — nicht, dass die Zahl schlecht wäre.20,8 %29,3 %nicht messbar5,3 %nicht messbar58,7 %
Ältestes Inserat, das die Liste zeigtüber ein Jahr60 Tagenicht sichtbarnicht sichtbarnicht sichtbar24. August, elf Tage
Anteil älter als 60 Tage28,6 %0 %nicht sichtbarnicht sichtbarnicht sichtbar0 %
Wie weit sich die Liste durchblättern lässtjobs.ch und jobup.ch brechen mit dem Hinweis «Upper limit of results reached 2000» ab, JobScout24 mit einer Fehlerseite auf Seite 101. Bei uns ist die Grenze niedriger, dafür gibt es eigene Seiten je Beruf und Ort.200 Treffer je Listemindestens 4 0002 0002 0002 000 (Seite 100)ganze Liste (Seite 321)
Datumsfilter in der Suchenein, aber Sortierung «Neueste»ja: 1, 2, 3, 7, 14, 30, 60 Tageja: 1, 3, 7, 30 Tageja: 1, 3, 7, 30 Tagenein, nur Sortierung «Aktualität»ja, Sortierung nach Datum
Was am Treffer stehtrelatives Alter (Heute, Gestern, vor 3 Tagen)Publikations- und EnddatumKalenderdatumKalenderdatumnur ein Abzeichen (New, 3 T, 1+M)Kalenderdatum
Enddatum der PublikationBeim Job-Room trugen alle zweihundert geprüften Inserate ein Publikationsfenster; bei neu erfassten Stellen sind es dreissig Tage.neinja, bei allen geprüftenneinneinneinnein
Umdatierte Inserate unter den heute datiertenGemessen als: Das erste Publikationsdatum im Datensatz der Seite liegt auf einem früheren Kalendertag als das angezeigte. Bei uns bleibt das Datum der Quelle stehen — datiert die Quelle selbst um, erben wir das allerdings.keinenicht geprüft18,1 %0,3 %nicht prüfbarnicht prüfbar
Hervorgehobene Platzierung über der SortierungJobScout24 veröffentlicht Inserate gratis und bietet kostenpflichtige Werbeprodukte zur Erhöhung der Sichtbarkeit an, laut eigener Arbeitgeberseite ab CHF 488. Am Messtag standen als «Top Listing» gekennzeichnete Treffer sowohl in der Standardsortierung als auch in der Sortierung nach Aktualität zuoberst.neinneinnicht ausgewiesennicht ausgewiesenja, «Top Listing»nicht ausgewiesen
Konto nötig, um die Liste zu sehenneinnein; geschützter Bereich nur für RAV-Registrierteneinneinneinnein
OberflächensprachenDeutsch, Englisch, Französisch, ItalienischDeutsch, Französisch, Italienisch, EnglischDeutsch, Französisch, EnglischFranzösisch, EnglischDeutsch, Französisch, EnglischDeutsch
Werkzeuge direkt am InseratLebenslauf, Motivationsschreiben, Check, Interviewvorbereitung, RAV-BlatteService der ALV——Vorlagen zum Herunterladen—

Alle Werte am 4. September 2026 zwischen 17 und 20 Uhr an den öffentlich abrufbaren Seiten erhoben. Indeed und jobagent.ch wiesen den Abruf ab, LinkedIn zeigt ohne Konto keine Trefferzahl — deshalb fehlen sie.

Fünf Handgriffe, mit denen du jede Liste selbst prüfst

PrüfungSo geht esWas das Ergebnis bedeutet
Zähler durch Datumsfilter teilenGesamtzahl notieren, dann den Filter «letzte 24 Stunden» setzen und die zweite Zahl durch die erste teilen.Der Anteil, der täglich dazukommt. Unter einem Prozent heisst: Der Bestand erneuert sich in Monaten, nicht in Wochen.
Auf die letzte Seite springenNach Datum sortieren und die Seitenzahl so weit hochsetzen, bis nichts mehr kommt.Drei der sechs geprüften Listen enden nach zweitausend Treffern, egal was der Zähler oben nennt.
Abzeichen gegen KalenderdatumNachsehen, ob am Treffer «vor 3 Tagen» oder ein Datum steht.Ein relatives Abzeichen lässt sich nicht gegenprüfen. Ein Kalenderdatum kannst du mit der Arbeitgeberseite vergleichen.
Nach einem Enddatum suchenEin Inserat öffnen und schauen, ob dort steht, bis wann es läuft.Nur eine der sechs Listen nennt es. Wo keines steht, sagt dir niemand, ob die Ausschreibung noch läuft.
Dasselbe Inserat noch einmal suchenFirmenname und Stellentitel in die Suche derselben Seite eingeben.Erscheint dieselbe Stelle mehrfach mit verschiedenen Daten, zählt das älteste. Unter den geprüften jüngsten Treffern von jobs.ch kamen 31 Titel-Firma-Paare mehrfach vor und machten 47 zusätzliche Treffer aus.

Die fünf Prüfungen zielen auf die Liste, nicht auf das einzelne Inserat. Ob eine bestimmte Stelle noch zu haben ist, beantwortet nur die Seite des Arbeitgebers selbst.

Aktualität besteht aus drei Grössen, und keine Seite weist alle drei aus

Wie frisch eine Stellenliste ist, hängt an drei Dingen: wie viel täglich dazukommt, wie alt der Bestand insgesamt ist, und wie konsequent Altes wieder verschwindet. Die dritte Grösse bewegt am meisten und wird nie beworben.

Eine Liste, die jedes Inserat nach dreissig Tagen automatisch entfernt, hat zwangsläufig einen jüngeren Bestand als eine, die nichts entfernt — ohne eine einzige Stelle mehr gefunden zu haben. Genau das erklärt das Ergebnis dieser Messung: Die beiden frischesten Listen sind die beiden mit einer harten Verfallsregel. Im ganzen öffentlichen Bestand des Job-Room ist kein Inserat älter als sechzig Tage, bei ostjob.ch ist das älteste elf Tage alt. Bei uns sind 28,6 Prozent älter als sechzig Tage.

Beides hat seinen Preis, und der fällt bei dir an. Eine Liste mit Verfallsdatum zeigt weniger, dafür seltener etwas längst Vergebenes. Eine Liste ohne Verfallsdatum zeigt auch die Stelle, die seit drei Monaten offen ist, weil sich niemand gemeldet hat — und gerade dort ist der Bewerbungsstapel dünn.

Wie gemessen wurde

Am 4. September 2026, zwischen 17 und 20 Uhr, wurde jede der sechs Listen an ihren öffentlich abrufbaren Seiten abgefragt. Die Gesamtzahl stammt jeweils vom Zähler der Seite selbst, nicht aus einer Schätzung.

Beim Job-Room liess sich die Altersverteilung direkt am eingebauten Filter ablesen: für ein, zwei, drei, sieben, vierzehn, dreissig und sechzig Tage je einmal, und die Trefferzahl dazu. Bei jobs.ch und jobup.ch wurde die nach Datum sortierte Liste Seite für Seite gelesen, bis sie abbrach, und jedes Inserat mit seinem Publikationsdatum notiert. Bei ostjob.ch wurde die nach Datum sortierte Liste an den Tagesgrenzen eingegabelt, bis die Seitenzahl feststand, ab der ein neuer Kalendertag beginnt. JobScout24 lieferte den Zähler, aber keine Altersverteilung, weil die Liste vorher endet und die Treffer nur ein relatives Abzeichen tragen.

Unsere eigenen Werte stammen aus derselben Auswertung, die auch die Beruf- und Ortsseiten speist, mit dem Publikationsdatum, das die jeweilige Quelle nennt. Sie entstand am Messtag um 15:37 Uhr und ist damit rund vier Stunden älter als die übrigen Zahlen — unsere Tagesmenge steht deshalb als einzige eher zu tief.

Drei Adressen fehlen, und zwar ausdrücklich statt stillschweigend: Indeed und jobagent.ch beantworteten den Abruf gar nicht, LinkedIn zeigt ohne Konto weder eine Trefferzahl noch die Datumsfilter. Über sie steht hier deshalb nichts — geraten wird auf dieser Seite nicht.

Das Datum am Inserat ist nicht immer der Tag, an dem es erschien

Der auffälligste Befund der Messung steht nicht in einem Zähler, sondern in den Daten der Inserate selbst. Bei jobs.ch führt jeder Treffer zwei Zeitpunkte mit sich: das angezeigte Publikationsdatum und ein erstes Publikationsdatum. Bei 11,8 Prozent der geprüften jüngsten Treffer liegen die beiden auf verschiedenen Kalendertagen. Nimmt man nur die Inserate, die am Messtag das Tagesdatum trugen, sind es 18,1 Prozent — im Median gut neun Tage Abstand, im äussersten Fall knapp dreissig.

Zwei Beispiele lassen sich nachschlagen: ein Inserat für eine Instandhaltungsstelle bei HYDRO Exploitation und eines für eine Laborstelle bei Unilabs. Beide tragen als Publikationszeitpunkt den 4. September, zwei Uhr morgens; im Datensatz derselben Seite steht bei beiden der 5. August. Maschinenlesbar an Suchmaschinen und Sprachmodelle weitergegeben wird der 4. September, ein Enddatum zu keinem der beiden.

Die Uhrzeit verrät den Mechanismus: 166 der umdatierten Inserate tragen als Publikationszeit exakt zwei Uhr morgens, also einen nächtlichen Durchgang, der bestehende Ausschreibungen wieder nach oben schiebt. Das ist keine Unterstellung, sondern das, was in den ausgelieferten Daten steht — und es ist im Markt gängige Praxis, nicht die Eigenart einer Seite.

Bemerkenswert ist der Vergleich mit dem Schwesterportal. jobup.ch läuft auf derselben Technik desselben Unternehmens, und dort trug ein einziges von zweitausend geprüften Inseraten ein früheres erstes Datum. Dieselbe Möglichkeit, zwei verschiedene Praxen. Wer wissen will, wie alt ein Treffer wirklich ist, muss ihn also je Portal unterschiedlich lesen.

Für dich heisst das nicht, jobs.ch zu meiden — die Seite hatte am Messtag mit gut zwölfhundert Inseraten die zweitgrösste Tagesmenge der ganzen Reihe, und das ist ein echter Vorteil. Es heisst, das Wort «heute» an einem Treffer als das zu lesen, was es ist: eine Angabe der Seite, nicht ein gemessener Wert.

Der Zähler oben ist nicht die Liste, die du durchsehen kannst

JobScout24 nannte am Messtag über fünfundachtzigtausend offene Stellen und ist damit die grösste Zahl der Reihe. Blättert man die Trefferliste durch, endet sie auf Seite 100; Seite 101 antwortet mit einer Fehlerseite. Zwanzig Treffer je Seite ergeben zweitausend Inserate — 2,3 Prozent dessen, was der Zähler verspricht.

Dieselbe Grenze gilt bei jobs.ch und jobup.ch, dort mit einem ausdrücklichen Abbruchhinweis nach zweitausend Ergebnissen. Der Job-Room liess sich am Messtag mindestens bis zum viertausendsten Treffer durchblättern, ostjob.ch bis zum letzten seiner gut sechstausend. Unsere eigene Trefferliste endet bereits nach zweihundert Einträgen; wir gleichen das mit eigenen Seiten je Beruf und Ort aus, aber die Grenze ist die niedrigste der Reihe.

Praktisch heisst das: Eine grosse Zahl auf der Startseite sagt nichts darüber, wie viel du davon zu Gesicht bekommst. Wer breit sucht, sieht bei drei der sechs Listen dieselben zweitausend Inserate wie alle anderen — und was danach kommt, erreichst du nur, indem du die Suche enger stellst: Ort, Pensum, Berufsbezeichnung. Das ist kein Nachteil der Seiten, aber es ist der Grund, warum «fünfundachtzigtausend Stellen» und «fünfundachtzigtausend Stellen, die man durchsehen kann» zwei verschiedene Aussagen sind.

Eine einzige Liste sagt, bis wann ein Inserat läuft

Von den sechs geprüften Listen nennt nur der Job-Room ein Enddatum. Bei allen zweihundert geprüften Inseraten stand eines dabei; bei den neu erfassten Stellen umfasst das Fenster dreissig Tage, bei älteren häufig sechzig und in Einzelfällen mehr. Danach verschwindet die Ausschreibung aus der öffentlichen Liste — das ist der Grund, warum dort nichts über sechzig Tage alt ist.

Bei jobs.ch, JobScout24 und ostjob.ch stand an den geprüften Inseraten kein Enddatum. Das ist nichts Ungewöhnliches: Für Stellenausschreibungen ist das Anfangsdatum eine erforderliche Angabe, das Enddatum nur eine empfohlene. Wie unzuverlässig das Fehlen eines Enddatums ist und wie oft eine Stelle beim Arbeitgeber trotzdem noch steht, haben wir an sechshundert nachgeprüften Inseraten separat beantwortet.

Für die Frage nach der Aktualität ist das Enddatum trotzdem die ehrlichste Einzelangabe, die eine Liste machen kann. Es ist die einzige, die etwas über die Zukunft des Inserats sagt statt über seine Vergangenheit — und die einzige, an der sich eine Seite später messen lassen muss.

Was diese Messung über uns selbst sagt

Wir landen bei der Frischezahl auf dem dritten Platz von vier messbaren Listen, und das hat drei Gründe, die alle bei uns liegen. Erstens entfernen wir Inserate nicht nach einer festen Frist, sondern erst, wenn wir sie als beendet erkennen; 28,6 Prozent unseres Bestands sind älter als sechzig Tage, 0,5 Prozent älter als ein Jahr. Zweitens ist unsere Tagesmenge mit rund einem Prozent des Bestands kleiner als die der grossen Portale. Drittens hat unsere Erfassung in der letzten Augustwoche eine sichtbare Lücke — zwischen dem 23. und dem 28. August liegen im Bestand auffällig wenige Inserate, was unsere eigene Alterskurve in dieser Woche verzerrt.

Was wir dagegenhalten, ist nicht die Zahl, sondern die Nachprüfbarkeit. Jeder Treffer trägt sein Alter im Klartext, jede Beruf- und Ortsseite nennt zusätzlich, wie viele der offenen Inserate in den letzten sieben Tagen dazugekommen sind — auf der Seite für Pflegefachfrauen waren das am Messtag 105 von 535. Diesen Anteil veröffentlicht sonst keine der geprüften Listen, und er ist genau die Zahl, die man bräuchte, um eine Liste zu beurteilen.

Und wir verschieben das Publikationsdatum nicht. Das ist der Grund für unseren älteren Bestand und zugleich der Grund, warum das Datum bei uns etwas bedeutet. Eine Einschränkung gehört dazu: Wir übernehmen den Zeitpunkt, den die Quelle nennt. Datiert eine Quelle ihr Inserat selbst um, erben wir dieses Datum, ohne es zu erkennen.

Wer aus Deutschland auf diese Listen schaut

Wer den deutschen Arbeitsmarkt kennt, erwartet ein amtliches Portal als grösste und vollständigste Adresse — und liegt damit hier halb richtig. Der Job-Room ist tatsächlich die frischeste landesweite Liste und mit über siebzigtausend öffentlich sichtbaren Inseraten auch eine der grössten. Aber er ist kein Register, in dem alle Schweizer Stellen zusammenlaufen: Ein Teil des Marktes steht ausschliesslich auf privaten Portalen, und der geschützte Bereich mit den meldepflichtigen Stellen ist nur für beim RAV registrierte Stellensuchende sichtbar.

Die zweite Überraschung kostet Treffer und ist sprachlicher Natur: Eine Suche nach «Stellenanzeige» oder «Gehalt» geht an der hiesigen Wortwahl vorbei. In Schweizer Inseraten steht Stelleninserat, Lohn und Ferien, das Arbeitspensum in Prozent — und im Dossier kommt später die Bewilligungszeile dazu, die keine deutsche Vorlage kennt.

Für wen welche Liste die richtige ist

Wer in der Ostschweiz sucht, fängt bei ostjob.ch an. Keine andere geprüfte Liste hat einen derart jungen Bestand, und die Seite zeigt an jedem Treffer ein Kalenderdatum. Der Preis ist der Zuschnitt: ausserhalb der Ostschweiz nützt sie nichts.

Wer beim RAV angemeldet ist, gehört ohnehin in den Job-Room, und zwar aus einem Grund, der schwerer wiegt als jede Frischezahl: In den meldepflichtigen Berufsarten erscheinen Stellen dort vor allen privaten Portalen, und Arbeitsbemühungen zählen nur, wenn sie beim RAV gemeldet sind. Wir sind an dieser Stelle eine Erleichterung obendrauf und kein Ersatz — wer das anders darstellt, riskiert deine Taggelder.

Wer möglichst viele frische Inserate an einem Tag sehen will, ist bei jobs.ch am besten bedient: gut zwölfhundert neue Treffer am Messtag, die zweitgrösste Tagesmenge der Reihe. Wer in der Romandie sucht, nimmt jobup.ch für die Breite, sollte aber wissen, dass der Bestand dort alt ist — nur 5,3 Prozent sind höchstens eine Woche alt. Und wer die grösste Auswahl will, nimmt JobScout24, muss aber die Suche eng stellen, weil die Liste sonst nach zweitausend Treffern endet.

Für uns spricht der Fall, in dem aus dem Treffer eine Bewerbung werden soll: Das Inserat liegt bereits im Generator, der Lebenslauf wird auf diesen Text geschrieben, das Motivationsschreiben dazu, und der Bewerbungsverlauf füllt später das RAV-Formular. Für die reine Frage «welche Liste ist die frischeste» ist die Antwort dieser Seite eine andere — und sie steht oben in der Tabelle.

Alle Werte wurden am 4. September 2026 zwischen 17 und 20 Uhr an den öffentlich abrufbaren Seiten der sechs Portale erhoben. Gesamtzahlen stammen vom Zähler der jeweiligen Seite. Beim Job-Room stammt die Altersverteilung aus dessen eigenem Filter für ein bis sechzig Tage; bei jobs.ch und jobup.ch aus den zweitausend jüngsten Treffern, die die Seiten ausliefern, weshalb dort nur Angaben bis zur Reichweite dieses Fensters möglich sind; bei ostjob.ch aus der nach Datum sortierten Liste, deren Tagesgrenzen seitenweise eingegabelt wurden, mit einer Unschärfe von bis zu zwanzig Treffern je Grenze. Bei JobScout24 war ausser dem Zähler nichts messbar. Die Angaben zu umdatierten Inseraten vergleichen zwei Zeitpunkte, die beide Seite selbst ausliefert, auf Kalendertage in Schweizer Zeit; die beiden genannten Einzelfälle wurden zusätzlich auf der jeweiligen Inseratsseite nachgeprüft. Unsere eigenen Werte stammen aus unserer laufenden Auswertung der erfassten offenen Schweizer Inserate, Stand 4. September 2026, 15:37 Uhr, und beschreiben unseren Bestand, nicht den Markt; wir veröffentlichen Anteile und Tagesmengen, keine Bestandsvergleiche mit fremden Zählweisen. Indeed, jobagent.ch und LinkedIn liessen sich nicht messen und sind deshalb nicht aufgeführt.

Offene Stellen nach Beruf und Ort — mit Alter an jedem Inserat

Quellen

Verwandte Fragen

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Was unser Stellenindex über den Schweizer Markt sagt

Live aus unserem eigenen Index berechnet, nicht aus einer Studie zitiert. Nur Anteile, Stand heute.

Sprache der Inserate

Deutsch
60%
English
23%
Français
13%
Italiano
3%

Von den Inseraten mit Sprachanforderung verlangen

Deutsch
70%
English
43%
Français
21%
Italiano
3%

19% in den letzten 7 Tagen ausgeschrieben · Grösste Märkte: Zürich 18% · Bern 10% · Genève 5% · Basel 5%