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Foto, Bewilligung, Sprachniveaus: welcher CV-Check kennt die Schweizer Kriterien?

Aktualisiert:

Kurz gesagt

Von den sechs am 4. September 2026 geprüften CV-Checks benotet nur einer die drei Schweizer Kriterien als eigene Kategorien: SwissJobs.app führt Bewilligung, Sprachkenntnisse und Profilbild je als benotetes Feld. cvswiss.ch kennt die Kriterien, behandelt sie aber in Ratgebern und nicht im Gratis-Check. Jobscan, Resume Worded, Enhancv und Kickresume nennen keines der drei in ihren veröffentlichten Prüflisten — Kickresume rät auf der Checker-Seite sogar ausdrücklich, Fotos wegzulassen.

Das ist kein Versehen der Anbieter, sondern eine Folge ihrer Bauweise. Wer den Lebenslauf gegen den Inseratstext misst, kann nur finden, was im Inserat steht. In einer Stichprobe offener Schweizer Inserate, gezogen am 4. September 2026 und auf drei Inserate pro Arbeitgeber und Sprache begrenzt, nennen 55,4 Prozent überhaupt eine Sprache, aber nur 8,0 Prozent schreiben ein Niveau von A1 bis C2 hin. Eine Bewilligung oder Eligibilität verlangen 4,0 Prozent, ein Foto erwähnt 1,0 Prozent.

Die drei Kriterien sind also Konvention, nicht Inseratstext. Sie stehen im ungeschriebenen Teil der Schweizer Bewerbung — und genau diesen Teil kann ein Keyword-Abgleich strukturell nicht sehen. Ein Werkzeug muss die Schweizer Regel selbst mitbringen, sonst prüft es ein anderes Land.

Wie oft ein Schweizer Inserat das Kriterium selbst nennt
Wie oft ein Schweizer Inserat das Kriterium selbst nenntSprache überhaupt genannt55.4%Pensum in Prozent27.7%Sprachniveau A1–C28%Bewilligung / Eligibilität4%Foto erwähnt1%

502 offene Inserate von 343 Arbeitgebern, Ziehung vom 4. September 2026, höchstens drei Inserate pro Arbeitgeber und Sprache. Gemessen am Inseratstext des Arbeitgebers.

  • Unter den Inseraten, die eine Sprache nennen, schreiben nur 13,7 Prozent ein GER-Niveau hin; 46,4 Prozent umschreiben es mit Worten wie «verhandlungssicher», 39,9 Prozent nennen gar kein Niveau.
  • Deutschsprachige Inserate nennen die Bewilligung am seltensten: 0,6 Prozent gegenüber 7,2 Prozent in französischsprachigen und 4,3 Prozent in italienischsprachigen Inseraten.
  • Die Bewerbungstipps des Bundes führen das Foto in allen vier Sprachfassungen unter den persönlichen Daten und die Sprachkenntnisse als eigenen Block — eine Bewilligung und eine Niveauskala kommen in keiner der vier Fassungen vor.
  • Enhancv veröffentlicht seine 27 Prüfungen namentlich. Keine davon heisst Foto, Bewilligung oder Sprachniveau; eine ganze Rubrik heisst «Bias & discrimination».
  • Jobscan nennt fünf Prioritäten für seine Match Rate und schreibt dazu, dass Wortzahl und messbare Resultate nicht einfliessen.
  • Resume Worded nimmt laut eigenem Hinweis über dem Upload-Feld nur englische Lebensläufe an — für drei der vier Schweizer Sprachregionen fällt es damit aus.

Wen wählen?

Der Unterschied fängt vor der Prüfung an: Bei uns liegt das Inserat schon vor, weil wir gleichzeitig eine Schweizer Stellensuche sind — und die Schweizer Konventionen sind fest eingebaut, statt aus dem Inserat abgeleitet zu werden.

Nimm SwissJobs.app, wenn

  • Das Inserat ist schon da — Du wählst die Stelle in unserem eigenen Schweizer Stellenindex aus, statt sie anderswo zu suchen und hineinzukopieren — kein anderes CV-Werkzeug im Vergleich trägt einen eigenen Stellenindex.

  • Die drei Kriterien sind ein eigenes Feld — Bewilligung, Sprachen und Profilbild werden je mit vorhanden, teilweise oder fehlend benotet und mit einer konkreten Korrektur versehen — nicht als Nebensatz in einem Formatbericht.

  • Auch ohne Inserat wird schweizerisch gemessen — Lädst du nur den Lebenslauf hoch, prüft der Check gegen die Schweizer Konventionen statt gegen eine amerikanische Vorlage: zwei bis drei Seiten, Foto, Bewilligungszeile, Niveaus, Pensum.

  • Vier Werkzeuge zum selben Inserat — Nach dem Check entstehen aus demselben Inseratstext der Lebenslauf, das Motivationsschreiben und die Interviewvorbereitung; die Bewerbung landet im Tracker.

  • Das RAV-Formular fällt hinten heraus — Aus den getrackten Bewerbungen füllen wir das SECO-Formular für die Arbeitsbemühungen — erfasst werden müssen sie weiterhin beim RAV, wir liefern nur das Papier.

  • Ohne Konto anfangen — Der erste Check läuft ohne Anmeldung; das Gratiskonto kommt erst danach, und es kostet nichts ausser einer E-Mail-Adresse.

Welcher CV-Check benotet welches Schweizer Kriterium

WerkzeugBewerbungsfotoBewilligung / EligibilitätSprachniveau A1–C2Prüfung gegen ein konkretes InseratSprachen
SwissJobs.app CV-CheckDie drei bilden im Bericht ein eigenes Feld «Schweizer Bereitschaft», je mit have / medium / missing und einer konkreten Korrektur.Ja — eigene benotete KategorieJa — eigene benotete Kategorie (B, C, L, EU/EFTA)Ja — A1–C2 oder Muttersprache verlangtJa — Inserat aus dem eigenen Stellenindex oder eingefügtDE, EN, FR, IT
cvswiss.ch Gratis-ATS-CheckDie eigene Beschreibung des Gratis-Checks nennt «Lesbarkeit und ATS-Kompatibilität». Die Kriterien selbst behandelt cvswiss ausführlich in Ratgebern und in einer 23-Punkte-Checkliste per E-Mail — nur eben nicht im automatischen Check.Im Gratis-Check nicht ausgewiesenIm Gratis-Check nicht ausgewiesenIm Gratis-Check nicht ausgewiesenNein — kein InseratsfeldDE, EN, FR, IT
JobscanDie Match Rate beruht laut eigener Seite auf fünf Prioritäten in dieser Reihenfolge: Hard Skills, Ausbildungsstufe (nur wenn das Inserat einen höheren Abschluss nennt), Stellenbezeichnung, Soft Skills, übrige Keywords.NeinNeinNeinJa — Inserat einfügenEnglisch
Resume WordedDie einzelnen Prüfungen sind nicht veröffentlicht — die Seite nennt nur «30+ recruiter checks» —, deshalb steht hier dreimal «nicht ausgewiesen» und kein Nein. Über dem eigenen Upload-Feld steht dagegen klar: «English resumes in PDF or DOCX only. Max 2MB file size.» Damit fällt das Werkzeug für ein deutsches, französisches oder italienisches Dossier ohnehin aus.Nicht ausgewiesenNicht ausgewiesenNicht ausgewiesenJa — «Targeted Resume»Nur englische Lebensläufe
Enhancv Resume CheckerEnhancv veröffentlicht seine 27 Prüfungen einzeln. Keine davon betrifft Foto, Bewilligung oder Sprachniveau; eine ganze Rubrik heisst «Bias & discrimination» und prüft Altersangaben.NeinNeinNeinJa — Inserat einfügbarOberfläche mehrsprachig, Prüfliste englisch
Kickresume ATS-CheckerAuf der Checker-Seite selbst steht als Gestaltungsrat: «drop photos, background patterns, graphic skill bars, and two-column layouts».Nein — rät ausdrücklich abNeinNeinNur über «Resume Tailoring»Oberfläche auch auf Deutsch
RAV-PersonalberatungKostenlos und menschlich, aber an einen Termin gebunden. Für die Anmeldung und die Arbeitsbemühungen bleibt ohnehin das RAV zuständig.Ja — im GesprächJaJaNur im GesprächKantonssprache

Stand 4. September 2026. Jede Zelle stammt von der öffentlichen Seite des Anbieters, an diesem Tag von hier aus abgerufen. «Nicht ausgewiesen» heisst: auf der Seite nicht auffindbar — nicht: kommt nicht vor.

Funktionsvergleich im Detail

KriteriumSwissJobs.appJobscancvswiss.ch
Check ohne Konto möglichJa — ein Gratis-Check pro BrowserJa — 5 Scans pro Monat im GratisplanJa — ohne Anmeldung
Prüfung gegen ein konkretes InseratJaJaNein
Inseratstext aus einem eigenen StellenindexJaNein — selbst einfügenNein
Bewerbungsfoto benotetJaNeinNicht ausgewiesen
Bewilligung / Eligibilität benotetJaNeinNicht ausgewiesen
Sprachniveau A1–C2 benotetJaNeinNicht ausgewiesen
Pensum in ProzentJa — Teil der Schweizer KonventionenNeinNicht ausgewiesen
Arbeitszeugnisse im DossierJa — im Schweizer MassstabNeinIn den Ratgebern
ATS-Formataudit (Spalten, Titel, Daten)Ja — neun feste PunkteJaJa
Keyword-Abgleich mit dem InseratJa, mit Häufigkeit je BegriffJa — das KernstückNein
Hard Skills und Soft Skills getrenntJaJaNicht ausgewiesen
Motivation und USP bewertetJa — eigene DimensionenNeinNicht ausgewiesen
Messbare Resultate bewertetJa — eigene DimensionNein — laut eigener Seite nicht Teil der Match RateNicht ausgewiesen
GesamtprozentzahlJa — zehn KategorienJa — Match Rate, empfohlen ab 75 %Ja — CV-Score
Konkrete Korrektur je BefundJaJaJa
Massgeschneiderten Lebenslauf erzeugenJa — aus demselben InseratJa — AI Resume BuilderJa
Motivationsschreiben zum selben InseratJaJaJa
InterviewvorbereitungJaInterview Practice als ZusatzNein
BewerbungstrackerJaJa — Job TrackerNein
Arbeitsbemühungen-Formular (SECO)Ja — aus dem Tracker gefülltNeinEigenes Nachweis-Werkzeug
Eigener Schweizer StellenindexJaNeinNein
DOCX-Export ohne WasserzeichenJaNicht ausgewiesenPDF beim Einzelkauf
Oberfläche auf Deutsch, Französisch, ItalienischJa, je eigene SeitenNeinJa
In der Schweiz gebautJaNeinJa

Jobscan- und cvswiss-Zellen aus deren eigenen Seiten, abgerufen am 4. September 2026; die eigene Spalte aus dem laufenden Produkt am selben Tag.

Was der Check kostet

WerkzeugGratis nutzbarBezahltAbrechnung
SwissJobs.appHier hört die Gratisstufe auf, und das gehört auf jede Vergleichsseite: 5 Dokumente pro Tag und 10 pro rollender Woche. Der Probemonat ist voller Zugang, nicht eine abgespeckte Fassung.Ein Check pro Browser ohne Konto; danach GratiskontoCHF 15 pro Monat oder CHF 95 pro JahrMonatlich kündbar, 7 Tage gratis testen
cvswiss.chBeim Einzelkauf steht auf der Preisseite: «No edits after download» — die CHF 5 kaufen einen PDF-Download, keine spätere Änderung.ATS-Check gratis, ohne AnmeldungEinzelner CV CHF 5, Abo CHF 15 pro MonatEinmalzahlung oder Monatsabo
JobscanDer günstigere Preis heisst «Quarterly» und wird als USD 29.98 pro Monat angezeigt, aber als USD 89.95 alle drei Monate abgebucht. In Franken sind das rund CHF 40 beziehungsweise CHF 73 — der Betrag schwankt mit dem Kurs, weil in Dollar verrechnet wird.5 Scans pro MonatUSD 49.95 pro Monat oder USD 89.95 je 3 MonateNach 7 Tagen Gratistest
KickresumeIn der eigenen Plantabelle steht beim «AI Resume Checker» in der Free-Spalte ein Strich. Der Checker ist die Werbefläche, nicht die Gratisleistung.Gratisstufe vorhanden — ohne den CheckerEUR 24 pro Monat, EUR 54 je 3 Monate, EUR 96 pro JahrMonat, Quartal oder Jahr
EnhancvDie Beträge auf der Preisseite werden nachgeladen und blieben beim Abruf leer. Deshalb steht hier nur, was die Seite selbst im Titel ausschreibt — geraten wird nichts.Free Plan, gültig 7 TageSeitentitel nennt «Starting from $16.50»Quartal oder Jahr
Resume WordedDie Preisseite antwortete am 4. September 2026 mit einem Fehler 404. Eine ältere Zahl abzuschreiben wäre bequemer und falscher.Score gratis, beliebig oft hochladenNicht ermittelbar—

Alle Beträge am 4. September 2026 auf der Seite des Anbieters gelesen. Fremdwährungen bleiben in der Originalwährung, weil der Anbieter in ihr abrechnet.

Warum ein Keyword-Abgleich die drei Kriterien gar nicht sehen kann

Jobscan, Resume Worded, Enhancv und Kickresume arbeiten alle nach demselben Grundprinzip: Du lädst den Lebenslauf hoch, fügst den Inseratstext ein, und das Werkzeug rechnet aus, wie stark sich beide überschneiden. Innerhalb dieser Logik ist das Ergebnis ehrlich. Nur entscheidet sie eben, was überhaupt geprüft werden kann — nämlich ausschliesslich das, was der Arbeitgeber hingeschrieben hat.

Genau daran scheitert die Schweizer Bewerbung. In unserer Ziehung nennen 4,0 Prozent der Inserate eine Bewilligung oder eine Eligibilität, und 1,0 Prozent erwähnen ein Foto. Ein Abgleich gegen diesen Text kann also in 96 von 100 Fällen gar nicht bemerken, dass die Bewilligungszeile im Lebenslauf fehlt — im Inserat steht nichts, was fehlen könnte.

Beim Sprachniveau ist es noch deutlicher, weil hier die Lücke zwischen Erwartung und Formulierung liegt. Mehr als die Hälfte der Inserate nennt eine Sprache, aber nur 13,7 Prozent dieser Inserate schreiben ein Niveau hin. Der Arbeitgeber erwartet trotzdem, dass im Lebenslauf eines steht. Die Skala muss aus der Konvention kommen, nicht aus dem Inserat.

Was der Bund selbst schreibt — und was er weglässt

Die Bewerbungstipps von arbeit.swiss sind die offizielle Referenz für das Schweizer Dossier. Der Lebenslauf heisst dort «der Kern Ihrer Bewerbung», soll nicht mehr als drei Seiten umfassen und enthält der Reihe nach: den Titel, «Persönliche Daten, gegebenenfalls mit Bewerbungsfoto», die bisherigen Tätigkeiten, Schulen und Weiterbildungen, die Sprachkenntnisse, besondere Kenntnisse, Interessen und die Referenzen.

Zwei Dinge daran sind für diese Frage entscheidend. Erstens: Das Foto steht in der offiziellen Liste, und die Sprachkenntnisse bilden einen eigenen Block. Ein Werkzeug, das beides für überflüssig hält, widerspricht nicht einer Meinung, sondern der Empfehlung des Bundes. Zweitens: Eine Bewilligung kommt in der Liste nicht vor, und eine Niveauskala auch nicht. Wir haben alle vier Sprachfassungen der Seite abgerufen und durchsucht — kein «Bewilligung», kein «permis», kein «permesso», kein «permit», und in keiner Fassung ein A1 bis C2.

Das ist die eigentliche Falle. Das Kriterium, das über die Einladung am härtesten entscheidet, steht weder im Inserat noch in der offiziellen Checkliste. Wer nicht im Voraus weiss, dass die Bewilligungszeile dazugehört, erfährt es von keinem der beiden Orte — und von keinem internationalen Prüfwerkzeug.

Jobscan: gründlich, aber der Massstab ist das Inserat

Jobscan schreibt auf der eigenen Startseite, worauf die Match Rate beruht — fünf Prioritäten in dieser Reihenfolge: Hard Skills, Ausbildungsstufe (und ausdrücklich nur dann, wenn das Inserat einen höheren Abschluss verlangt), Stellenbezeichnung, Soft Skills, übrige Keywords. Direkt darunter steht, dass Wortzahl und messbare Resultate nicht in die Match Rate einfliessen. Als Zielwert empfiehlt Jobscan 75 Prozent.

Diese Offenheit ist ein Qualitätsmerkmal, und die Analyse selbst ist die gründlichste im Feld. Für eine Bewerbung in den USA oder in Grossbritannien ist Jobscan das bessere Werkzeug als unseres, und wer viele Inserate desselben Typs abarbeitet, holt aus der Keyword-Auswertung mehr heraus.

Für ein Schweizer Dossier fehlt trotzdem der halbe Massstab. Die zweite Priorität, die Ausbildungsstufe, zählt nur bei einem höheren Abschluss — womit das EFZ, die häufigste Schweizer Qualifikation überhaupt, ausserhalb der Bewertung liegt. Foto, Bewilligung und Sprachniveau kommen in den fünf Prioritäten nicht vor, und die Oberfläche gibt es nur auf Englisch.

Resume Worded, Enhancv, Kickresume: was auf ihren eigenen Seiten steht

Resume Worded verspricht «30+ recruiter checks» und einen Score von 100, mit dem Hinweis, ab 90 vervielfachten sich die Einladungen. Über dem eigenen Upload-Feld steht aber auch die Grenze: «English resumes in PDF or DOCX only. Max 2MB file size.» Für ein deutsches, französisches oder italienisches Dossier ist das Werkzeug damit nicht knapp, sondern gar nicht zuständig. Die Preisseite antwortete am 4. September 2026 mit einem Fehler 404.

Enhancv ist unter den vier internationalen Werkzeugen das ehrlichste, weil es seine 27 Prüfungen einzeln auflistet: Dateiformat und Grösse, ATS-taugliche Gestaltung, seriöse E-Mail-Adresse, Dateiname, Datumsformate, Pflichtabschnitte, Kontaktangaben, Abschnittsreihenfolge, Parse-Rate, quantifizierte Wirkung, Wiederholungen, Rechtschreibung, Bulletlänge, Hard und Soft Skills, Aktivverben, Stellenbezeichnung, Glaubwürdigkeit, Interviewrisiken, Vergleich mit Gleichrangigen, LinkedIn-Abgleich, Alters- und Datumsverzerrung, Lücken, Laufbahnentwicklung, Skill-Belege und Führungssignale. Man kann diese Liste ganz durchgehen, ohne auf ein Schweizer Kriterium zu stossen — dafür heisst eine Rubrik «Bias & discrimination» und prüft, ob Altersangaben ein Risiko darstellen.

Kickresume nennt «more than 20 different checks» und ist damit die kompakteste Prüfung. Bemerkenswert ist nicht die Zahl, sondern der Rat auf derselben Seite: «drop photos, background patterns, graphic skill bars, and two-column layouts». Für den amerikanischen Markt, für den der Text geschrieben ist, stimmt das. In der Schweiz führt derselbe Rat dazu, dass man ein Element streicht, das die offizielle Bewerbungsseite des Bundes ausdrücklich aufführt.

cvswiss.ch: kennt die Kriterien, prüft sie aber nicht automatisch

cvswiss.ch ist der einzige direkte Schweizer Wettbewerber in diesem Vergleich, und der Unterschied ist feiner, als eine Ja-Nein-Tabelle vermuten lässt. Inhaltlich kennt cvswiss die drei Kriterien genau: Auf der Startseite wird eine Checkliste mit 23 Punkten angeboten, die ausdrücklich «Format, photo, and personal info requirements» und «Language levels, work permit, and Swiss-specific fields» nennt, dazu kommen eigene Ratgeber zu Bewilligungen im Lebenslauf und zum Grenzgänger-CV.

Der automatische Gratis-Check ist aber etwas anderes. Seine eigene Beschreibung lautet: eine sofortige, KI-gestützte Analyse der Lesbarkeit und ATS-Kompatibilität, ohne Anmeldung, für PDF oder DOCX. Ein Feld für ein Inserat gibt es nicht, und die drei Schweizer Kriterien werden dort nicht als Kategorien ausgewiesen.

Für einen bestimmten Leser ist cvswiss trotzdem die schnellere Antwort: Wer in einer halben Minute eine Zahl zur Lesbarkeit will, ohne eine E-Mail-Adresse zu hinterlassen, ist dort am besten bedient. Wer wissen will, ob sein Dossier zu einem konkreten Inserat passt, bekommt dort keine Antwort, weil das Inserat nirgends hineinkommt.

Was unser Check bei den drei Kriterien tatsächlich tut

Der Bericht führt zehn schweizspezifische Kategorien — Bewilligungspassung, Sprachkenntnisse, Erfolge, USP, Soft Skills, Hard Skills, Ausbildung, Berufserfahrung, Portfolio und Profilbild — und daneben ein Formataudit mit neun festen Punkten für die Maschinenlesbarkeit. Die drei Kriterien dieser Frage bilden im Bericht ein eigenes Feld: Bewilligung und Eligibilität, Sprachen mit Niveau, Profilbild, je mit vorhanden, teilweise oder fehlend und mit einer konkreten Korrektur, wenn es nicht «vorhanden» ist.

Für die Bewilligung heisst die Regel im Werkzeug: Die Situation gehört nach vorn, mit dem Ausweistyp — B, C, L oder EU/EFTA — und mit der Angabe, ob eine Unterstützung nötig wäre. Bewertet wird die Klarheit der Angabe, nicht die Berechtigung selbst; ob du eine Bewilligung bekommst, entscheidet die Migrationsbehörde und kein Prüfwerkzeug.

Bei den Sprachen verlangt der Check jede Sprache mit Niveau, A1 bis C2 oder Muttersprache. Das ist die Übersetzung des Befunds aus der Ziehung: Weil vier von zehn Inseraten, die eine Sprache nennen, kein Niveau hinschreiben, muss die Skala aus dem Lebenslauf kommen. «Gute Französischkenntnisse» ist eine Selbsteinschätzung, «Französisch B2» ist eine Angabe, die ein Recruiter gegen die Stelle halten kann.

Beim Foto ist die eingebaute Regel ausdrücklich gegen die angelsächsische Voreinstellung formuliert: Ein professionelles Foto gilt in der Schweiz als üblich und positiv, und es wird nie abgewertet, nur weil der Text es nicht erwähnt. Erkannt wird es über die Bilddaten der ersten PDF-Seite, denn geprüft wird extrahierter Text — ein Foto ist im Text selbst nicht sichtbar.

Was unser Check nicht kann

Niemand sieht in das Filtersystem eines Arbeitgebers hinein, wir auch nicht. Kein Werkzeug kann versprechen, dass ein Lebenslauf «durch den ATS kommt» — die ehrliche Aussage ist ein Mechanismus, kein Ergebnis: Ein Dossier, das die Wörter des Inserats und die Angaben der Schweizer Konvention enthält, passt besser zu einer Suche, die auf genau diesen Wörtern beruht.

Ausserdem prüft der Check den Text, nicht das Layout als Bild. Ein Foto wird über die Bildinformation der ersten Seite erkannt; wer den Lebenslauf als reines Bild ohne Textebene hochlädt, bekommt weniger zurück. Und die Bewilligungsnote sagt nur, ob deine Angabe klar ist — sie ersetzt keine Auskunft der kantonalen Migrationsbehörde.

Für die Arbeitsbemühungen gilt derselbe Massstab: Wir füllen das SECO-Formular aus den erfassten Bewerbungen, aber gemeldet werden müssen sie weiterhin über das RAV. Das Werkzeug ist eine Bequemlichkeitsschicht, kein Ersatz.

Der deutschsprachige Sonderfall: dieselbe Sprache, andere Konvention

Deutschsprachige Inserate nennen die Bewilligung am seltensten von allen — 0,6 Prozent, gegenüber 7,2 Prozent bei französischsprachigen und 4,3 Prozent bei italienischsprachigen Inseraten. Ausgerechnet der Leser, der am ehesten aus Deutschland kommt und die Zeile am nötigsten hätte, findet im Inseratstext also fast nie einen Hinweis darauf.

Dazu kommt die Foto-Umkehr. Wer in Deutschland Bewerbungsratgeber gelesen hat, kennt die Empfehlung, das Foto wegzulassen — sie ist dort begründet und verbreitet. In der Schweiz führt die offizielle Seite des Bundes das Bewerbungsfoto unter den persönlichen Daten auf. Ein Ratgeber, der über die Grenze mitgenommen wird, ist deshalb nicht falsch übersetzt, sondern für ein anderes Land richtig.

Der dritte Punkt ist das Pensum. 38,9 Prozent der deutschsprachigen Inserate nennen einen Beschäftigungsgrad in Prozent — mehr als in jeder anderen Inseratssprache. Wer «Vollzeit» schreibt statt «100 %», gibt eine Angabe in einer Form ab, die zur Suche des Arbeitgebers nicht passt.

Wer welches Werkzeug nehmen sollte

Für Bewerbungen auf Schweizer Inserate, bei denen Bewilligung, Sprachniveau und Foto eine Rolle spielen, ist unser Check die vollständigere Antwort — er ist der einzige im Vergleich, der die drei benotet und das Inserat gleich mitliefert. Für Bewerbungen in den USA oder Grossbritannien ist Jobscan die bessere Wahl, mit der gründlicheren Keyword-Auswertung und einer Gratisstufe von fünf Scans pro Monat.

Wer in dreissig Sekunden eine Lesbarkeitszahl will, ohne eine E-Mail-Adresse anzugeben, nimmt den Gratis-Check von cvswiss.ch. Wer einen englischen Lebenslauf für einen internationalen Arbeitgeber prüft und eine transparente Prüfliste schätzt, ist bei Enhancv gut aufgehoben. Kickresume ist ehrlich in dem, was es ist — ein ATS-Simulator mit angelsächsischen Gestaltungsregeln.

Und die kostenlose Möglichkeit, die in keinem Werkzeugvergleich auftaucht: Die Personalberatung des RAV kennt alle drei Kriterien, kostet nichts und schaut sich das Dossier persönlich an. Sie ist langsamer als ein Upload, aber sie ist die einzige Stelle in dieser Liste, die auch die kantonale Praxis kennt.

Inseratszahlen aus einer Zufallsziehung offener, nicht-Lehrstellen-Inserate vom 4. September 2026, auf drei Inserate pro Arbeitgeber und Sprache begrenzt: 502 Inserate von 343 Arbeitgebern, gemessen am Text des Arbeitgebers selbst. Alle Anbieterangaben an demselben Tag von deren öffentlichen Seiten gelesen.

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Quellen

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Sprache der Inserate

Deutsch
60%
English
23%
Français
13%
Italiano
3%

Von den Inseraten mit Sprachanforderung verlangen

Deutsch
70%
English
43%
Français
21%
Italiano
3%

19% in den letzten 7 Tagen ausgeschrieben · Grösste Märkte: Zürich 18% · Bern 10% · Genève 5% · Basel 5%