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CV-Check: SwissJobs.app oder Resume Worded — was prüft gegen ein Schweizer Inserat?

Aktualisiert:

Kurz gesagt

Resume Worded prüft gegen ein Inserat, das du hineinkopierst: Der «Relevancy Score» misst, wie viele der geforderten Begriffe in deinem Lebenslauf stehen, mit mehr Gewicht auf den zwingenden Anforderungen. SwissJobs.app prüft gegen ein Inserat aus dem eigenen Schweizer Stellenindex und benotet zusätzlich drei Felder, die ein Schweizer Inserat setzt: Arbeitsberechtigung, Sprachniveaus und Bewerbungsfoto. Der Unterschied ist messbar: In unserem Bestand tragen 88,1 Prozent der deutschsprachigen Inserate eine Sprachanforderung, aber nur 49,1 Prozent schreiben sie im Inseratstext aus und 6,3 Prozent nennen ein Niveau dazu. Eine Wortabdeckung sieht davon nur die mittlere Schicht.

Der Unterschied liegt also nicht darin, ob ein Werkzeug ein Feld für das Inserat hat — beide haben eines. Er liegt darin, was im Inserat steht und ob die Prüfung damit etwas anfangen kann. «Eidg. Fachausweis in Finanz- und Rechnungswesen» ist kein Schlagwort, das man ergänzt: Man hat ihn oder man hat ihn nicht. «Sehr gute Kenntnisse in Deutsch (C1) und gute Kenntnisse in Englisch (B2)» ist keine Wortabdeckung, sondern ein Niveau, das gegen die eigene Sprachliste zu halten ist. Genau diese Sätze stehen in Schweizer Inseraten, und wir haben ausgezählt, wie oft.

Was deutschsprachige Schweizer Inserate verlangen
Was deutschsprachige Schweizer Inserate verlangenMindestens eine dieser Schwellen54.4%Sprachanforderung im Text ausgeschrieben49.1%Ein Schweizer Abschluss (EFZ, HF, FH)32.4%Ein Pensum in Prozent29.6%Zwei oder mehr Sprachen im Text24.4%Ein Niveau nach dem Referenzrahmen (A1–C2)6.3%

Anteil der Inserate, in deren Text die Anforderung ausgeschrieben ist. Rund 285 zufällig gezogene offene deutschsprachige Inserate aus unserem eigenen Bestand, Stand 4. September 2026, Lehr- und Praktikumsstellen ausgenommen. Zum Vergleich: Eine Sprachanforderung überhaupt tragen 88,1 Prozent der deutschsprachigen Inserate im gesamten offenen Bestand.

  • Nachgezählt am 4. September 2026, je rund 285 zufällig gezogene offene Inserate pro Inseratssprache aus unserem eigenen Bestand, Lehr- und Praktikumsstellen ausgenommen: 54,4 Prozent der deutschsprachigen Inserate schreiben mindestens eine harte Schwelle in den Text — eine Sprachanforderung, einen Schweizer Abschluss, ein Pensum in Prozent, einen Führerausweis oder eine Bewilligung. Auf Französisch sind es 59,2 Prozent, auf Italienisch 35,8 Prozent, auf Englisch nur 13,3 Prozent.
  • Was Resume Worded prüft, steht auf ihren eigenen Seiten: über dreissig Prüfpunkte in vier Gruppen (Wirkung und quantifizierte Ergebnisse, Kürze und Stil, Wachstums- und Führungssignale, Lesbarkeit für Bewerbersysteme), dazu der «Relevancy Score» gegen einen eingefügten Inseratstext, ab 80 gilt er als gute Passung. Über dem Upload-Feld steht «English resumes in PDF or DOCX only».
  • Was unsere Prüfung am 4. September 2026 zurückgab, an einem echten Inserat aus unserem Bestand (Finance & Accounting Specialist, 40–50 Prozent, Kanton Luzern): sieben Einzelnoten, neun benotete ATS-Elemente, eine Tabelle der Begriffe aus dem Inserat mit ihrer Häufigkeit dort — und drei Schweizer Felder. Das Feld «Sprachen» zitierte die Anforderung des Inserats zurück: C1 Deutsch, B2 Englisch, Französisch von Vorteil.
  • Und eine unangenehme Zahl über uns selbst: Derselbe Lebenslauf, dasselbe Inserat, drei Durchgänge — 37, 30 und 34 Punkte. Die Gesamtzahl schwankt um sieben Punkte. Die Befunde nicht: Alle drei Male kamen dieselben drei Schweizer Felder mit derselben Note zurück und dieselben fehlenden Begriffe. Lies die Liste, nicht die Zahl.

Wen wählen?

Wir führen den Stellenindex selbst. Das Inserat liegt schon da, wenn du die Prüfung öffnest — du wählst die Stelle aus, statt ihren Text irgendwo herauszukopieren.

Nimm Resume Worded — wenn das Inserat ein Schweizer ist, wenn

  • Resume Worded — wenn das Inserat ein Schweizer ist — volle Kontrolle über das Layout, offline, ohne Konto, und jede Personalabteilung kann die Datei öffnen.

Nimm SwissJobs.app, wenn

  • Das Inserat kommt aus unserem eigenen Bestand — Du suchst die Stelle in unserer Suche und wählst sie aus; geprüft wird gegen genau diesen Text. Jedes andere Werkzeug verlangt, dass du das Inserat anderswo findest und einfügst.

  • Drei Schweizer Felder werden einzeln benotet — Arbeitsberechtigung, Sprachniveaus und Bewerbungsfoto kommen als eigene Zeilen mit Note und Begründung zurück — die drei Punkte, an denen ein Schweizer Dossier von einem amerikanischen Lebenslauf abweicht.

  • Vier Werkzeuge zum selben Inserat — Lebenslauf, Motivationsschreiben, Prüfung gegen das Inserat und Interviewvorbereitung greifen auf dieselbe Stelle und dieselben Daten zu, aus einem Konto.

  • Das RAV-Formular aus dem Bewerbungstracker — Die Arbeitsbemühungen werden aus den erfassten Bewerbungen in das offizielle SECO-Formular ALV 716.007 gefüllt — auf Deutsch, Französisch oder Italienisch. Gemeldet wird weiterhin dort, wo es zählt.

  • Vier Sprachen, und der Anfang ohne Konto — Die Oberfläche und die Bewertung gibt es auf Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch. Die erste Prüfung läuft ohne Anmeldung, eine pro Browser; erst danach fragen wir nach einem Gratiskonto.

Was jede der beiden Prüfungen kann — geprüft am 4. September 2026

FunktionSwissJobs.appResume Worded
Lebenslauf prüfen und benotenJaJa
Prüfung gegen ein konkretes InseratJaJa («Targeted Resume»)
Inserat direkt aus einem eigenen Stellenindex wählbarJaNein — Text einfügen
Erste Prüfung ohne KontoJa, eine pro BrowserDatei ohne Konto hochladbar, danach führt der Weg auf eine Anmeldeseite
Lebenslauf auf Deutsch, Französisch oder ItalienischJaÜber dem Upload-Feld: «English resumes in PDF or DOCX only»
OberflächeDE, EN, FR, ITEnglisch
Sprachniveaus gegen die Anforderung des Inserats benotetJa, als eigenes Feldnicht ausgewiesen
Arbeitsberechtigung / Bewilligung als eigenes FeldJanicht ausgewiesen
BewerbungsfotoAls Schweizer Norm bewertetDer eigene ATS-Ratgeber rät von Bildern im Lebenslauf ab
Schweizer Abschluss im Inserat erkannt (EFZ, eidg. Fachausweis)Ja, im Durchgang belegtnicht ausgewiesen
Einzelnoten je KategorieSieben, gleich gewichtetEine Gesamtzahl; der volle Bericht ist kostenpflichtig
Benotete ATS-PrüflisteNeun ElementeJa, eigener Bewerbersystem-Scanner
Fehlende Begriffe aus dem Inserat benanntJa, mit Häufigkeit im InseratJa
Rückmeldung Zeile für ZeileNein — Befunde je KategorieJa, kostenpflichtig
Schwache Zeilen automatisch umschreiben lassenJa, im Editor per AnweisungJa («AutoFix»), kostenpflichtig
Lebenslauf zum Inserat neu erstellenJa, in etwa einer MinuteVorlagen, kostenpflichtig
PDF-Export ohne WasserzeichenJaJa (eigene Angabe «no watermarks»)
Word-Export (DOCX)JaJa
Motivationsschreiben zum selben InseratJaJa
InterviewvorbereitungJa, als Spickzettel zur StelleGeneratoren für einzelne Antworten
BewerbungstrackerJanicht ausgewiesen
RAV-Arbeitsbemühungen als offizielles SECO-FormularJa, aus dem Tracker gefülltNein
Eigener Schweizer StellenindexJaNein
LinkedIn-Profil prüfenNeinJa
Beispielzeilen aus erfolgreichen LebensläufenNeinJa, über 250
Punktzahl bei identischer Eingabe reproduzierbarUnsere drei Durchgänge liefen am 4. September 2026 mit demselben Lebenslauf gegen dasselbe Inserat. Die Befunde und die drei Schweizer Felder waren jedes Mal gleich, die Gesamtzahl nicht.Nein — 37, 30 und 34 in drei DurchgängenDer Anbieter sagt ja

Die Spalte Resume Worded stammt von deren eigenen Seiten (Startseite, «Score My Resume», «Targeted Resume», «Get Pro», Score-Erklärung, Hilfe-Center), abgerufen am 4. September 2026. Der Ablauf wurde nicht bis in den Bericht hinein durchlaufen — dafür wäre ein Konto nötig. «nicht ausgewiesen» heisst: auf ihren Seiten nicht lesbar, nicht «gibt es nicht». Unsere Spalte stammt aus dem Code und aus vier Durchgängen auf der Live-Seite.

Was die Prüfung kostet

PreisSwissJobs.appResume Worded
Ohne KontoEine Prüfung pro Browser, vollständiger BerichtDatei-Upload möglich; der Bericht steht hinter einer Registrierung
Mit GratiskontoIn der eigenen Vergleichstabelle von Resume Worded stehen «Access to full Score My Resume report» und «Access to full Targeted Resume report» beide nur in der Pro-Spalte — während die Seite «Targeted Resume» schreibt «And it’s all for free». Beide Sätze stammen vom selben Anbieter, am selben Tag gelesen.5 Dokumente pro Tag, 10 pro rollender WochePunktzahl mit den wichtigsten Befunden
Gratis-Testphase7 Tage voller ZugangKeine Testphase ausgewiesen
MonatCHF 15USD 49
Quartal—USD 99, also USD 33 im Monat
JahrCHF 95, also CHF 7.92 im MonatUSD 229, also USD 19.08 im Monat
Erster bezahlter MonatCHF 7.50 auf dem AnmeldewegVoller Preis
Währung und AbrechnungDie Abrechnung in Dollar heisst Wechselkurs und je nach Karte eine Fremdwährungsgebühr — beides steht auf keiner der beiden Preisseiten.CHF, monatlich kündbarUSD über einen externen Zahlungsdienst, «cancel anytime»

Stand 4. September 2026, beide Seiten am selben Tag gelesen. Unsere Zahlen stammen aus dem Code, nicht aus der Werbung.

Was in einem Schweizer Inserat wirklich steht — ausgezählt am 4. September 2026

Im Inseratstext genanntDeutschFranzösischItalienischEnglisch
Eine Sprachanforderung überhaupt (ganzer offener Bestand)88,1 %88,9 %80,2 %92,5 %
Die Sprachanforderung im Inseratstext ausgeschrieben49,1 %50,5 %35,1 %40,7 %
Zwei oder mehr Sprachen24,4 %33,6 %12,1 %26,7 %
Ein Niveau nach dem Europäischen Referenzrahmen (A1–C2)6,3 %7,3 %6,7 %2,8 %
Ein Schweizer Abschluss (EFZ, CFC, AFC, HF, FH, eidg. Fachausweis)32,4 %38,4 %18,8 %1,1 %
Ein Pensum in Prozent29,6 %20,4 %5,7 %5,6 %
Ein Führerausweis6,6 %13,8 %10,6 %1,8 %
Bewilligung oder Arbeitsberechtigung0,7 %3,8 %2,5 %2,1 %
Bewerbungsunterlagen (Zeugnisse, Diplome, Dossier)11,5 %12,8 %4,3 %1,1 %
Mindestens eine dieser Schwellen54,4 %59,2 %35,8 %13,3 %

Die erste Zeile stammt aus unserer Auswertung des gesamten offenen Bestands, alle übrigen aus je rund 285 zufällig gezogenen offenen Inseraten pro Inseratssprache, Lehr- und Praktikumsstellen ausgenommen. Im Text zählt eine Sprache nur, wenn ein Niveau- oder Anforderungswort im selben Satzfenster steht — «Englischkenntnisse von Vorteil» zählt, der Firmenname «English Language School» nicht.

Was ein Schweizer Inserat verlangt, und warum das die ganze Frage entscheidet

Ein Prüfwerkzeug kann nur benoten, was es im Inserat findet und im Lebenslauf wiedererkennt. Also haben wir zuerst das Inserat ausgezählt, nicht das Werkzeug. Aus unserem eigenen Bestand haben wir am 4. September 2026 je rund 285 offene Inserate pro Inseratssprache zufällig gezogen, Lehr- und Praktikumsstellen ausgenommen, und den vollen Text nach den Anforderungen durchsucht, die eine Schwelle setzen statt ein Stichwort zu liefern.

Auf Deutsch schreiben 49,1 Prozent der Inserate mindestens eine Sprache als Anforderung in den Text, 24,4 Prozent gleich zwei. Ein Schweizer Abschluss — EFZ, HF, FH, eidgenössischer Fachausweis — steht in 32,4 Prozent, ein Pensum in Prozent in 29,6 Prozent, ein Führerausweis in 6,6 Prozent. Zusammengenommen trägt mehr als die Hälfte der deutschsprachigen Inserate, 54,4 Prozent, mindestens eine solche Schwelle im Text.

Bei der Sprache liegen drei Schichten übereinander, und das ist die eigentliche Pointe. In unserer Auswertung des gesamten offenen Bestands tragen 88,1 Prozent der deutschsprachigen Inserate überhaupt eine Sprachanforderung. Ausgeschrieben im Inseratstext ist sie in 49,1 Prozent. Und mit einem Niveau nach dem Europäischen Referenzrahmen versehen ist sie in 6,3 Prozent. Ein Werkzeug, das Wörter zwischen zwei Texten abgleicht, sieht nur die mittlere Schicht — «sehr gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift» oder «Französisch von Vorteil» erfüllt es mühelos, während ein Recruiter beides anders liest. Die zweite wichtige Zahl: Auf Englisch tragen nur 13,3 Prozent der Inserate eine dieser Schwellen im Text. Wer sich in der Schweiz auf Englisch bewirbt, bewegt sich also in genau dem Teil des Marktes, für den ein amerikanisches Prüfwerkzeug gebaut ist.

Was Resume Worded am 4. September 2026 prüft

Das Werkzeug ist ernst zu nehmen, und die Beschreibung stammt von ihren eigenen Seiten, an diesem Tag gelesen. «Score My Resume» prüft den Lebenslauf allein: über dreissig Prüfpunkte, nach Karrierestufe bis gegen vierzig, in vier Gruppen — Wirkung und quantifizierte Ergebnisse, Kürze und Stil, Wachstums- und Führungssignale, Lesbarkeit für Bewerbersysteme. Heraus kommt eine Zahl von 0 bis 100; als gut gilt 85 aufwärts.

«Targeted Resume» ist der Teil, um den es hier geht: Du fügst einen Inseratstext ein und erhältst einen «Relevancy Score». Ihre eigene Erklärseite sagt, was er misst — die richtigen Begriffe und die passende Erfahrung, wobei zwingende Anforderungen stärker zählen als erwünschte Zusatzkenntnisse; ab 80 gilt der Lebenslauf als gut auf die Stelle abgestimmt. Dazu kommen ein Bewerbersystem-Scanner, der den ausgelesenen Text zeigt, ein Anschreiben-Generator und die Prüfung des LinkedIn-Profils.

Zwei Sätze auf ihren Seiten entscheiden für Schweizer Bewerbungen mehr als die ganze Funktionsliste. Über dem Upload-Feld steht «English resumes in PDF or DOCX only». Und im eigenen Ratgeber zur Lesbarkeit für Bewerbersysteme steht unter anderem: keine Tabellen, eine Spalte, und keine eingebetteten Bilder, Diagramme oder Fotos. Das ist für einen amerikanischen Lebenslauf richtig. Ein Schweizer Bewerbungsfoto fällt darunter.

Was unsere Prüfung an einem echten Inserat zurückgab

Wir haben am 4. September 2026 einen erfundenen, plausibel schwachen Lebenslauf gebaut — Marc Bühler, kaufmännische Grundbildung, zehn Jahre KMU-Buchhaltung, Aufgaben statt Resultate, «Sprachen: Deutsch, Englisch» ohne Niveaus, kein Foto — und ihn ohne Anmeldung gegen ein echtes offenes Inserat aus unserem Bestand geprüft: Finance & Accounting Specialist, 40 bis 50 Prozent, ein Innerschweizer Industrieunternehmen. Das Inserat verlangt einen eidgenössischen Fachausweis in Finanz- und Rechnungswesen, «sehr gute Kenntnisse in Deutsch (C1) und gute Kenntnisse in Englisch (B2), Französisch von Vorteil», dazu Intrastat- und ZM-Meldungen.

Zurück kamen sieben Einzelnoten — Stichwort- und ATS-Passung 52, Fachkenntnisse 48, Soft Skills 62, Motivation 18, Passung zum Umfeld 44, Alleinstellung 20, belegte Ergebnisse 15 —, neun benotete ATS-Elemente vom Kontaktblock bis zum Datumsformat, und eine Tabelle der Begriffe aus dem Inserat mit ihrer Häufigkeit dort: gefunden waren Abacus, SAP, MWST-Abrechnung, Jahresabschluss, Debitoren und Kreditoren; als fehlend aufgeführt Intrastat, Zusammenfassende Meldungen, Intercompany-Abstimmungen, Konzernreporting — und der eidgenössische Fachausweis.

Der Teil, den eine Wortabdeckung nicht liefern kann, waren die drei Schweizer Felder. «Arbeitsberechtigung» kam als erfüllt zurück. «Sprachen» kam als teilweise erfüllt zurück, mit der Anforderung des Inserats im Klartext: Deutsch und Englisch seien genannt, aber ohne Niveaustufen, während die Stelle C1 und B2 verlange. «Profilfoto» kam als fehlend zurück, mit dem Hinweis, in der Schweiz sei ein Bewerbungsfoto Standard — die Gegenregel zu dem, was der amerikanische Ratgeber empfiehlt.

Zur Kontrolle haben wir denselben Lebenslauf ein zweites Mal geschickt, diesmal mit ausgeschriebenen Niveaus (Deutsch C1/C2, Englisch B2, Französisch A2) und einer Foto-Zeile. Das Foto-Feld sprang auf erfüllt; das Sprachfeld blieb bei teilweise erfüllt, begründete das aber neu: Deutsch und Englisch erfüllten die Anforderung, das Französisch auf A2 liege unter dem, was die internationalen Schnittstellen der Stelle bräuchten. Die Prüfung liest also nicht nach, ob ein Wort vorkommt, sondern hält ein Niveau gegen ein verlangtes.

Wo Resume Worded klar besser ist — und wo wir eine unangenehme Zahl haben

Vier Dinge kann Resume Worded, die wir nicht können. Sie prüfen das LinkedIn-Profil; wir bieten dazu gar nichts an, obwohl auch Schweizer Recruiter dort zuerst suchen. Sie halten über 250 Beispielzeilen aus Lebensläufen bereit, die zu Vorstellungsgesprächen geführt haben — wer vor einer leeren Zeile sitzt, kommt damit schneller weiter als mit jeder Prüfung. Sie geben eine Rückmeldung Zeile für Zeile. Und ihre Prüfung ist unabhängig von jedem Inserat brauchbar, weil sie den Text als solchen bewertet.

Der wichtigste Punkt ist aber ein Vorwurf an uns. Resume Worded wirbt damit, dass derselbe Lebenslauf immer dieselbe Zahl ergibt — man kann überarbeiten, erneut hochladen und den Fortschritt messen. Wir haben denselben Lebenslauf am selben Tag dreimal gegen dasselbe Inserat geschickt und 37, 30 und 34 Punkte erhalten. Sieben Punkte Streuung ohne jede Änderung am Text. Wer bei uns eine Verbesserung um fünf Punkte misst, misst nichts.

Was in allen drei Durchgängen stabil war, sind die Befunde: dieselben drei Schweizer Felder mit derselben Note, dieselben fehlenden Begriffe, dieselben vier Sofortmassnahmen. Die brauchbare Lesart unseres Berichts ist deshalb die Liste, nicht die Zahl — und wenn du eine reproduzierbare Punktzahl als Fortschrittsanzeige willst, ist das ein Grund, Resume Worded zu nehmen, kein Grund, uns zu nehmen.

Warum die amerikanische Prüfregel in der Schweiz an drei Stellen kippt

Erstens das Foto. In Deutschland gilt es inzwischen als heikel und wird oft weggelassen, in den USA rät jeder Ratgeber davon ab — auch der von Resume Worded, der Bilder im Lebenslauf ausdrücklich als Problem für die maschinelle Auslesung nennt. In der Schweiz ist es Konvention, und in 11,5 Prozent der deutschsprachigen Inserate werden die Bewerbungsunterlagen sogar ausdrücklich verlangt, mehrfach mit dem Zusatz «mit Foto». Wer der amerikanischen Regel folgt, entfernt hier etwas, das erwartet wird.

Zweitens die Länge. «Kürze» ist bei Resume Worded eine eigene Prüfgruppe, und sie ist auf ein amerikanisches Format geeicht, das auf eine Seite passt. Ein Schweizer Dossier ist zwei bis drei Seiten lang, weil es lückenlos ist und die Arbeitszeugnisse dazugehören. Was dort ein Abzug ist, ist hier die Norm.

Drittens der Dokumentbegriff. Verschickt wird in der Schweiz kein einzelnes Blatt, sondern ein Dossier: Lebenslauf, Motivationsschreiben, Arbeitszeugnisse, Diplome. Eine Prüfung, die nur die eine Datei kennt, sagt nichts über die Mappe, in der sie liegt — und die Zeile «Bewilligung B, keine Sponsoring nötig», die für Nicht-Schweizer über die halbe Bewerbung entscheidet, kommt in keiner amerikanischen Prüfliste vor.

Wer welches Werkzeug nehmen sollte

Nimm Resume Worded, wenn dein Lebenslauf auf Englisch geschrieben ist und du dich bei einem internationalen Arbeitgeber bewirbst — in der Schweiz oder anderswo. Das ist der Markt, für den es gebaut ist, und unsere eigene Auszählung stützt das: Englischsprachige Inserate in der Schweiz tragen nur in 13,3 Prozent der Fälle eine der Schwellen, an denen sich ein amerikanisches Werkzeug verschluckt. Nimm es auch, wenn du dein LinkedIn-Profil überarbeiten willst oder eine Punktzahl brauchst, die sich über Wochen vergleichen lässt.

Nimm SwissJobs.app, wenn das Inserat auf Deutsch, Französisch oder Italienisch geschrieben ist, wenn du dich auf eine bestimmte Stelle bewirbst und wenn im Text Dinge stehen, die man hat oder nicht hat: ein EFZ, ein Niveau, ein Pensum, eine Bewilligung. Die Prüfung startet ohne Konto, das Inserat holst du aus unserer Suche statt aus der Zwischenablage, und der Bericht kommt in der Sprache, in der du arbeitest.

Und wenn du gar kein bestimmtes Inserat vor dir hast, sondern wissen willst, ob dein Lebenslauf handwerklich in Ordnung ist: Dann ist die Frage nach dem Schweizer Inserat gar nicht gestellt, und beide Werkzeuge tun dasselbe — Resume Worded etwas gründlicher am einzelnen Satz, wir etwas näher an den Schweizer Konventionen.

Die Prozentwerte stammen aus unserem eigenen Bestand offener Schweizer Inserate, gezogen am 4. September 2026: je rund 285 Inserate pro Inseratssprache, zufällig ausgewählt, Lehr- und Praktikumsstellen ausgenommen. Gezählt wird pro Inserat, nicht pro Nennung. Die vier Durchgänge unserer eigenen Prüfung liefen am selben Tag ohne Anmeldung auf der Live-Seite.

Prüfe, wie dein Lebenslauf zu einer Stelle passt

Kostenlos: Sprachen, Bewilligung, Anforderungen und mehr — bewertet gegen ein konkretes Inserat.

ATS-Lebenslauf prüfen: gegen ein konkretes Inserat, kostenlos

Quellen

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Live aus unserem eigenen Index berechnet, nicht aus einer Studie zitiert. Nur Anteile, Stand heute.

Sprache der Inserate

Deutsch
60%
English
23%
Français
13%
Italiano
3%

Von den Inseraten mit Sprachanforderung verlangen

Deutsch
70%
English
43%
Français
21%
Italiano
3%

19% in den letzten 7 Tagen ausgeschrieben · Grösste Märkte: Zürich 18% · Bern 10% · Genève 5% · Basel 5%