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CV-Score verbessern: nachschärfen lassen oder selbst umschreiben?

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Kurz gesagt

Beides, aber nicht für dasselbe. Wir haben am 4. September 2026 denselben Lebenslauf gegen zwei Schweizer Inserate mit identischem Stellentitel geprüft. Original: 48 von 100. Nach einer Nachschärfung, die nur Wörter tauschte und keine einzige Tatsache erfand: 57 — die Keyword-Note stieg von 62 auf 82. Gegen das zweite Inserat brachte dieselbe nachgeschärfte Fassung 53, und die Keyword-Note blieb exakt bei 62. Nachschärfen kauft Wortabgleich, und zwar für ein einziges Inserat. Die beiden tiefsten Noten, Motivation und Erfolge, bewegten sich in keinem einzigen Lauf.

Das ist die ganze Arbeitsteilung. Eine Nachschärfung ist eine Umformulierung: Sie nimmt die Wörter des Inserats und legt sie über Sätze, die du schon hast. Das ist echte Arbeit, sie geht schnell, und für die Note, die den Wortabgleich misst, wirkt sie sofort. Was sie nicht kann: eine Zahl in einen Erfolg schreiben, den du nie aufgeschrieben hast, oder einen Grund erfinden, warum ausgerechnet dieser Arbeitgeber. Genau dort standen unsere Noten am tiefsten, und genau dort blieben sie stehen — in der ehrlichen Fassung wie in der unehrlichen.

Die unehrliche Fassung haben wir absichtlich auch geprüft: drei Zeilen mit Erfahrung, die der Kandidat nicht hat, formuliert mit den Wörtern des Inserats. Sie erzielte den höchsten Wert des ganzen Versuchs. Ein Score kann Wahrheit nicht von Behauptung unterscheiden — ein Bewerbungsgespräch schon, und in der Schweiz auch das Arbeitszeugnis, das im selben Dossier mitgeht.

Was die Nachschärfung an der Keyword-Note bewegt
Was die Nachschärfung an der Keyword-Note bewegtInserat A, Original62 von 100Inserat A, nachgeschärft82 von 100Inserat B, Original62 von 100Inserat B, dieselbe Nachschärfung62 von 100

Derselbe Lebenslauf, dieselbe Nachschärfung — auf Inserat A geeicht. Gegen Inserat B, gleicher Stellentitel, anderer Arbeitgeber, bewegte sich die Note nicht. Eigene Prüfläufe, 4. September 2026.

  • Derselbe unveränderte Lebenslauf: 48 von 100 gegen das eine Inserat, 47 gegen das andere — der Score beschreibt ein Paar, nicht ein Dokument.
  • Ehrliche Nachschärfung auf Inserat A: Keyword-Note 62 auf 82. Dieselbe Fassung gegen Inserat B: 62 auf 62.
  • Motivation und Erfolge blieben in allen sieben Läufen praktisch unverändert — die zwei Dimensionen, für die neue Tatsachen nötig wären.
  • Die Fassung mit erfundener Erfahrung erzielte den höchsten Wert des Versuchs (62, Keyword-Note 88, Fachnote 93).
  • Zwei deutschsprachige Inserate mit demselben Stellentitel teilen im Mittel 7,3 Prozent ihres kennzeichnenden Wortschatzes; bei verschiedenen Titeln sind es 2,2 Prozent.
  • Nur 15,0 Prozent der offenen deutschsprachigen Inserate teilen ihren Stellentitel überhaupt mit einem anderen Arbeitgeber.
  • Eine KI-Anwendung bei bewerbung.ch kostet rund 40 bis 50 Rappen; cvswiss.ch beziffert auf der eigenen Preisseite einen professionellen CV-Schreibdienst mit CHF 200 bis 500.

Nachschärfen oder selbst umschreiben — die Entscheidung in fünf Punkten

Wir haben in dieser Frage kein Interesse an einer Seite: Unser eigenes Werkzeug hat beide Knöpfe. Was die Prüfläufe zeigen, ist keine Grundsatzfrage, sondern eine Reihenfolge.

  • Selbst schreiben zuerst, und zwar die Tatsachen — Zahlen, Resultate, Verantwortung, Gründe: Das sind die Angaben, die kein Werkzeug herbeischreiben kann, weil nur du sie kennst. In unseren Läufen bewegte sich die Note für Erfolge kein einziges Mal — weder durch ehrliches noch durch unehrliches Nachschärfen.

  • Nachschärfen danach, und zwar pro Inserat — Die Nachschärfung ist auf das Inserat geeicht, gegen das sie gemacht wurde. Beim zweiten Inserat mit demselben Stellentitel blieb die Keyword-Note unverändert bei 62 — der Gewinn übertrug sich nicht.

  • Der Score misst die Passung zu einem Text, nicht deine Qualität — Derselbe unveränderte Lebenslauf erhielt gegen Inserat A 48 und gegen Inserat B 47. Nicht du wirst benotet, sondern das Paar aus deinem Dossier und einer bestimmten Ausschreibung.

  • Erfundene Zeilen erhöhen den Wert — und das ist der Grund, ihm nicht zu folgen — Unsere erfundene Fassung erreichte 62 und die höchste Fachnote des Versuchs, 93. Das Schweizer Dossier trägt Arbeitszeugnisse; eine Aufgabe, die dort nicht steht, fällt im Gespräch auf.

  • Wer den Fix schreibt, vergibt auch die Note — Bei Jobscan steigt die Match Rate, während du Jobscans eigene Vorschläge annimmst. Bei uns wäre es dasselbe. Deshalb haben wir die Nachschärfung von Hand gemacht und nur die Messung dem Werkzeug überlassen.

Sieben Prüfläufe, ein Lebenslauf, zwei Inserate — 4. September 2026

GemessenOriginalNachgeschärft, ohne neue TatsachenNachgeschärft, mit erfundener Erfahrung
Gesamtscore gegen Inserat A (Projektleiter/in, Rubigen BE)Nachgeschärft wurde auf Inserat A — dort ist der Heimvorteil.48 (Wiederholung: 48)57nicht geprüft
Gesamtscore gegen Inserat B (Projektleiter*in, Wettswil ZH)4753 (Wiederholung: 51)62
Keyword-Note gegen Inserat A6282nicht geprüft
Keyword-Note gegen Inserat BDie Zeile, um die es geht: der ehrliche Wortgewinn übertrug sich zu null Prozent auf das zweite Inserat.626288
Fachliche Anforderungen gegen Inserat B687293
Note für MotivationIn sieben Läufen nie über 18 — Umformulieren erreicht diese Dimension nicht.12 bis 181818
Note für Erfolge18 bis 222222
Erfundene Angaben im Dokumentkeinekeinedrei Zeilen

Ein anonymer CV-Check pro Lauf auf swissjobs.app, deutschsprachige Oberfläche, 4. September 2026. Der Lebenslauf ist erfunden, die beiden Inserate sind echt und stammen aus unserem eigenen Bestand. Zwei Läufe wurden wiederholt, um zu prüfen, wie stark die Zahl von sich aus schwankt: 48 gegen 48, und 53 gegen 51.

Die Wege im Vergleich — was jeder tatsächlich ändert

WegWas es ändertAuf ein einzelnes Inserat geeicht?Kann es Tatsachen erfinden?Schweizer KriterienZeitaufwand
Selbst umschreiben (Word, Pages, lebenslauf.ch)lebenslauf.ch von universaljob ist gratis und ohne Login nutzbar, mit fünf Vorlagen und direkter Bearbeitung im Dokument; eine KI-Optimierung bietet die Seite nicht an.alles, auch Inhalt und Strukturnur wenn du es tustneinso gut, wie du sie kennsteine bis drei Stunden beim ersten Mal
ChatGPT oder ein anderes ChatmodellWortwahl, Satzbau, Strukturnur mit eingefügtem Inseratstextja, ohne Warnungnicht ausgewiesenMinuten
Jobscan AI OptimizeEigene Formulierung: «Watch your resume’s Match Rate increase in real-time as you accept suggestions.» Die Note steigt also, während du die Vorschläge desselben Anbieters annimmst.Vorschlag pro Zeile, einzeln annehmbarja, Inserat wird eingefügtOriginal bleibt erhalten, Vorschläge prüfst dunein, US-Resume-Logik«under 5 minutes» laut eigener Seite
ReziEigene Formulierung: «Paste a job description and Rezi pulls every keyword you’re missing. Add them in seconds.»fehlende Keywords einsetzen, KI-Bulletpointsja, Inserat wird eingefügtjaneinMinuten
bewerbung.ch (BeKI)Pro KI-Anwendung wird ein Credit eingelöst; drei Credits gibt es beim Eröffnen des Kontos gratis.«Lebenslauf optimieren» als eine von sechs KI-Anwendungenauf ihrer Seite nicht ausgewiesenjaSchweizer Anbieter, Daten auf Schweizer ServernMinuten
cvswiss.chDer Gratis-Check ist ohne Konto nutzbar (PDF oder DOCX). Ein Feld für das Stelleninserat gibt es dort nicht.Gratis-ATS-Check mit Note, Stärken und Baustellennein — der Check nimmt nur den Lebenslaufim Check nichtja, Schweizer FormatMinuten
SwissJobs.app CV-Check und «Mit KI verbessern»Ein Gratis-Check pro Browser ohne Konto, danach ein Gratiskonto.Bericht in zehn Kategorien, danach Umformulierung im Editorja, gegen das konkrete Inseratdie Anweisung verbietet es ausdrücklichBewilligung, Sprachniveaus A1–C2, Foto, Pensumunter einer Minute pro Prüfung

Alle Angaben am 4. September 2026 auf den Seiten der Anbieter gelesen. Wo eine Seite etwas nicht ausweist, steht «nicht ausgewiesen» und keine Vermutung.

Was das Nachschärfen kostet

WerkzeugGratisBezahltKosten pro nachgeschärftem Lebenslauf
Selbst umschreibenganznichtsnull Franken, ein bis drei Stunden
bewerbung.ch (BeKI)Keine automatische Verlängerung. Den Datenimport aus dem alten Lebenslauf erledigt ein Mensch — als Zusatz für CHF 80 (1 Monat) beziehungsweise CHF 70 (3 Monate).drei Credits beim Eröffnen des Kontos10 Credits CHF 5, 25 Credits CHF 10; Premium 1 Monat CHF 20, 3 Monate CHF 50rund 40 bis 50 Rappen pro KI-Anwendung
cvswiss.chBeim Einzel-CV steht auf der Preisseite «No edits after download» — nach dem Herunterladen ist Schluss mit Ändern. Dieselbe Seite beziffert einen professionellen CV-Schreibdienst mit CHF 200 bis 500.ATS-Check ohne KontoEinzel-CV CHF 5 einmalig, Abo CHF 15 pro MonatCHF 5 für ein Dokument
JobscanVerrechnet wird in US-Dollar; umgerechnet zum Kurs vom 3. September 2026 sind das etwa CHF 40 im Monat oder CHF 73 im Quartal, plus was deine Karte für Fremdwährung verlangt.5 Scans pro MonatUSD 49.95 pro Monat oder USD 89.95 pro Quartalrund CHF 40 pro Monat
ReziGratisstufeUSD 29 pro Monatrund CHF 23 pro Monat
SwissJobs.appDie Grenze des Gratiskontos ist eine echte Grenze: fünf Dokumente am Tag, zehn in der laufenden Woche, dieselbe Zahl für Motivationsschreiben und KI-Anweisungen.ein Check pro Browser ohne Konto; mit Gratiskonto 5 Dokumente pro Tag und 10 pro laufender Woche7 Tage Testphase, danach CHF 15 pro Monat oder CHF 95 pro Jahrim Gratisrahmen null

Preise am 4. September 2026 auf den Preisseiten der Anbieter gelesen. Fremdwährungen zum EZB-Kurs vom 3. September 2026 umgerechnet und als Näherung ausgewiesen.

Was wir gemacht haben, damit die Zahlen etwas bedeuten

Wir haben einen Lebenslauf erfunden, der in der Schweiz oft vorkommt: Konstrukteur EFZ, danach fünf Jahre Konstruktion, seit 2021 technischer Sachbearbeiter in einem Metallbaubetrieb, Zertifikatslehrgang Projektmanagement, Deutsch als Muttersprache, Französisch B1, Englisch B2. Rund 210 Wörter, eine Seite, nichts Aussergewöhnliches.

Dazu zwei echte Inserate aus unserem eigenen Bestand, beide mit dem Stellentitel Projektleiter/in, beide zu diesem Zeitpunkt offen: eines eines Berner Betriebs in Rubigen, das Kundenprojekte, Offerten, Kalkulationen und Terminübersichten verlangt, und eines von AS Aufzüge in Wettswil, das Auftragsleitung von Aufzugsprojekten, Erfahrung mit Ersatzanlagen und Modernisierungen sowie CAD- und SAP-Kenntnisse nennt. Gleicher Titel, zwei völlig verschiedene Texte.

Dann drei Fassungen des Lebenslaufs. Die erste ist das Original. Die zweite ist die Nachschärfung auf das erste Inserat: Sie tauscht Wörter, sie ordnet Sätze um, sie übernimmt die Begriffe des Inserats — und sie erfindet nichts. Wir haben uns dabei genau an die Anweisung gehalten, die unser eigener Knopf «Meinen Lebenslauf mit KI verbessern» an das Modell schickt: Sätze ersetzen statt anhängen, fehlende Stichwörter nur dort einweben, wo die Person die Erfahrung wirklich hat, niemals Arbeitgeber, Daten, Zahlen oder Fähigkeiten erfinden. Die dritte Fassung bricht diese Regel absichtlich und behauptet Aufzugserfahrung, die der Kandidat nicht hat.

Jeder Lauf war ein eigener anonymer Check, jeder in einem frischen Browser-Profil, damit kein Lauf den nächsten kennt. Zwei Läufe haben wir wiederholt, um das Eigenrauschen zu messen: Das Original gegen Inserat A ergab beide Male 48, die nachgeschärfte Fassung gegen Inserat B 53 und 51. Die Unterschiede, um die es unten geht, sind also grösser als die Schwankung des Werkzeugs — aber es bleibt ein Lebenslauf, zwei Inserate, ein Tag. Das ist ein Versuch, keine Statistik.

Was die Nachschärfung gekauft hat

Gegen das Inserat, für das sie gemacht war, wirkte sie sofort: 48 auf 57, und die Note für den Wortabgleich sprang von 62 auf 82. Auch die fachlichen Anforderungen stiegen (68 auf 80) und die weichen Fähigkeiten (72 auf 85), weil das Inserat Wörter wie Organisationstalent, strukturierte Arbeitsweise und kaufmännisches Verständnis nennt und die nachgeschärfte Fassung sie enthält.

Das ist kein Trick, sondern der eigentliche Mechanismus. Ein Prüfwerkzeug vergleicht zwei Texte. Wer im eigenen Text die Wörter des fremden Textes verwendet, wird ähnlicher — und Ähnlichkeit ist das, was gemessen wird. Der Kandidat hat in beiden Fassungen exakt dieselbe Berufsbiografie.

Im Modell unseres Checks bedeutet der Sprung von 48 auf 57 einen Wechsel des Bandes: von «Teilweise Passung» zu «Mässige Passung», und die angezeigte Schätzung für ein HR-Gespräch geht von rund 4 auf rund 8 Prozent. Unser eigenes Werkzeug schreibt unter diese Schätzung den Satz, dass sie aus dem Score abgeleitet und keine Messung echter Bewerbungen ist. Das ist die richtige Warnung, und sie gilt für jede solche Prozentzahl im Markt.

Was sie nicht gekauft hat — und diese Zeile ist die Antwort auf die Frage

Gegen das zweite Inserat, gleicher Stellentitel, anderer Arbeitgeber, blieb die Keyword-Note bei exakt 62. Nicht ein Punkt des Gewinns von 20 Punkten hat sich übertragen. Der Gesamtscore stieg trotzdem leicht (47 auf 53), aber über allgemeine Dimensionen — Selbstdarstellung, weiche Fähigkeiten —, nicht über die Passung zum Text.

Zwei Noten sind in allen sieben Läufen praktisch stehen geblieben: Motivation zwischen 12 und 18, Erfolge zwischen 18 und 22. Kein Umformulieren hat sie bewegt, auch das unehrliche nicht. Das ist logisch, sobald man hinschaut: Eine Motivation ist ein Grund für diesen einen Arbeitgeber, und ein Erfolg ist eine Zahl oder ein Resultat. Beides steht nicht im Dokument, weil es niemand aufgeschrieben hat — und ein Werkzeug, das nichts erfinden darf, kann es nicht ergänzen.

Wenn dein Score tief ist und du wissen willst, ob Nachschärfen reicht: Schau auf die Aufteilung, nicht auf die Gesamtzahl. Fehlen Wörter, hilft eine Nachschärfung in Minuten. Fehlen Zahlen, Resultate und ein Grund, hilft nur eine Stunde mit dir selbst.

Warum ein nachgeschärfter Lebenslauf nicht auf das nächste Inserat passt

Der Versuch zeigt es an einem Paar; unser eigener Bestand zeigt, dass das Paar kein Sonderfall ist. Wir haben alle offenen deutschsprachigen Inserate genommen, die denselben Stellentitel bei mindestens drei verschiedenen Arbeitgebern tragen, die Lehrstellen ausgeschlossen und die Wiederveröffentlichungen desselben Textes entfernt. Dann haben wir gemessen, wie viel vom kennzeichnenden Wortschatz des einen Inserats im anderen überhaupt vorkommt.

Ergebnis: 7,3 Prozent im Mittel, im Median 4,9 Prozent, über 584 gerichtete Paare aus 69 Stellentiteln. Zur Einordnung dieselbe Messung an zufälligen Paaren mit verschiedenen Titeln: 2,2 Prozent. Der gleiche Stellentitel bringt also etwas — aber gut neun Zehntel der kennzeichnenden Wörter eines Inserats stehen nicht im nächsten Inserat für dieselbe Funktion.

Und der gleiche Titel ist ohnehin die Ausnahme: Von den offenen deutschsprachigen Inseraten teilt gerade einmal 15,0 Prozent den Stellentitel mit einem anderen Arbeitgeber. Fünf von sechs deutschsprachigen Inseraten sind in diesem Moment das einzige Inserat mit genau diesem Titel. Es gibt also selten «den Lebenslauf für diese Rolle». Es gibt den Lebenslauf für dieses Inserat.

Die Probe aufs Exempel: die Fassung, die lügt

Die dritte Fassung behauptet, was das zweite Inserat verlangt: Auftragsleitung von Aufzugsprojekten, Erfahrung mit Ersatzanlagen und Modernisierungen, Bauvorarbeiten- und Dispositionspläne, CAD und SAP. Nichts davon steht in der Berufsbiografie des Kandidaten. Der Check gab 62 — der höchste Wert des ganzen Versuchs — mit einer Keyword-Note von 88 und einer fachlichen Note von 93.

Das ist keine Schwäche unseres Checks im Besonderen, sondern die Grenze jedes Prüfwerkzeugs: Es liest zwei Texte und vergleicht sie. Ob der eine wahr ist, kann es nicht wissen. Jede Zahl, die dir eine Software für deinen Lebenslauf gibt, belohnt die Behauptung genauso wie die Tatsache.

In der Schweiz kommt dazu, was im Dossier mitgeht. Ein Bewerbungsdossier enthält Arbeitszeugnisse, und dort steht, was du wirklich gemacht hast. Eine Aufgabe, die im Lebenslauf glänzt und im Zwischenzeugnis fehlt, ist kein Detail, sondern ein Widerspruch in denselben Unterlagen. Das ist der praktische Grund, warum die Regel «nur umformulieren, nie behaupten» hier strenger wiegt als in einem Markt, der nur ein Resume kennt.

Wer den Fix schreibt, vergibt auch die Note

Jobscan beschreibt seine Funktion AI Optimize so: Vorschläge, die an die geforderten Fähigkeiten der Stelle gebunden sind, einzeln annehmbar oder ablehnbar, und dazu der Satz «Watch your resume’s Match Rate increase in real-time as you accept suggestions.» Das ist ehrlich beschrieben und es ist zugleich das Problem: Der Anbieter, der die Note vergibt, liefert die Änderungen, die die Note heben.

Bei uns wäre es genau dasselbe. Unser Knopf «Meinen Lebenslauf mit KI verbessern» nimmt den Bericht des Checks und schickt daraus eine Anweisung an das Modell — inklusive der fehlenden Stichwörter aus genau der Dimension, die danach neu benotet wird. Deshalb haben wir für diesen Versuch die Nachschärfung von Hand gemacht und dem Werkzeug nur das Messen überlassen. Der Massstab bleibt trotzdem unserer; wer das anders prüfen will, soll dieselben drei Fassungen durch cvswiss.ch oder Jobscan schicken.

Was in der Anweisung steht, ist dafür überprüfbar und gilt unabhängig vom Anbieter als Massstab für eine seriöse Nachschärfung: fehlende Stichwörter nur dort einweben, wo die Person die Erfahrung tatsächlich hat; niemals Arbeitgeber, Daten, Zahlen oder Fähigkeiten erfinden; wenn eine Kennzahl fehlt, den vorhandenen Erfolg schärfer formulieren statt eine Zahl zu erfinden; nicht verlängern, sondern ersetzen, damit das Dokument gleich lang bleibt; und die Sprache des Dokuments nicht wechseln.

Was das Selberumschreiben liefert, das kein Knopf liefert

Erstens: Du kannst es im Gespräch wiederholen. Ein Satz, den du selbst formuliert hast, hält der Frage «erzählen Sie mir mehr dazu» stand. Ein Satz, den du angenommen hast, weil er die Note hob, hält ihr nicht immer stand.

Zweitens: Beim Selberschreiben entstehen die Angaben, die dem Modell fehlen. Wie viele Projekte gleichzeitig? Wie gross war das grösste? Was ist messbar besser geworden, seit du da bist? Diese Antworten stehen in keinem Dokument, das man umformulieren könnte — sie entstehen, während du überlegst. Danach kann ein Werkzeug sie ins richtige Vokabular giessen.

Drittens: die Schweizer Zeilen, die ein internationales Werkzeug nicht kennt. Pensum in Prozent statt Vollzeit oder Teilzeit; Sprachniveaus als A1 bis C2 statt «fliessend»; die Bewilligung, wenn du keinen Schweizer Pass hast; Arbeitszeugnisse als Teil des Dossiers; das Bewerbungsfoto, das hier üblich ist, während es in Deutschland abgeraten wird. Wenn du in Deutschland Bewerbungen geschrieben hast, ist das die kürzeste Liste dessen, was du anders machen musst — und sie ist inhaltlich, nicht sprachlich.

Der Gegenwert dazu, ehrlich: Selber umschreiben kostet beim ersten Mal ein bis drei Stunden, und ab der fünften Bewerbung wird die Wiederholung zur eigentlichen Last. Genau dort ist die Nachschärfung ihr Geld oder ihre Minute wert.

Die Reihenfolge, die wir empfehlen

Einmal, für dich: Schreib die Tatsachen selbst auf. Pro Station zwei bis drei Zeilen mit dem, was du verantwortet hast, und wo möglich eine Zahl. Das ist der Teil, den du nie wieder machen musst und den kein Werkzeug für dich machen kann.

Pro Bewerbung: Nimm das Inserat, lass die Fassung dagegen prüfen und schärfe die Formulierungen nach — von Hand oder mit einem Knopf, das ändert am Ergebnis wenig. Rechne mit einem Gewinn in der Grössenordnung unseres Versuchs, also einer knappen Bandbreite, nicht mit einer Verwandlung. Und wirf die nachgeschärfte Fassung nicht auf das nächste Inserat: Für das ist sie nicht gemacht.

Nie: eine Zeile stehen lassen, die dein Arbeitszeugnis nicht trägt. Der Score belohnt sie, das Gespräch nicht.

Wenn du dich nur einmal bewirbst und kein Werkzeug willst: lebenslauf.ch ist gratis, ohne Login, mit fünf Vorlagen und direkter Bearbeitung im Dokument — für ein sauberes Dokument reicht das vollkommen. Wenn du gegen ein konkretes Schweizer Inserat prüfen und danach umformulieren willst, ohne dich anzumelden, ist unser Check dafür gebaut: ein Gratis-Check pro Browser, Bericht in zehn Kategorien inklusive Bewilligung, Sprachniveaus und Foto, und das Inserat kommt aus demselben Bestand, in dem du die Stelle gefunden hast.

Prüfläufe: sieben anonyme CV-Checks auf swissjobs.app am 4. September 2026, ein erfundener Lebenslauf gegen zwei echte offene Inserate mit identischem Stellentitel, jeder Lauf in einem frischen Browser-Profil, zwei Läufe wiederholt. Wortschatz-Messung: alle offenen Inserate unseres Bestands vom 4. September 2026 ohne Lehrstellen, Titel normalisiert, ein Inserat pro Arbeitgeber und Titel, Wiederveröffentlichungen desselben Textes entfernt; als kennzeichnend gilt ein Wort ab vier Buchstaben, das in höchstens einem Zehntel einer zufälligen Vergleichsziehung von 250 Inseraten derselben Sprache vorkommt. Anbieterangaben und Preise am 4. September 2026 auf deren eigenen Seiten gelesen.

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Kostenlos: Sprachen, Bewilligung, Anforderungen und mehr — bewertet gegen ein konkretes Inserat.

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Quellen

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Live aus unserem eigenen Index berechnet, nicht aus einer Studie zitiert. Nur Anteile, Stand heute.

Sprache der Inserate

Deutsch
60%
English
23%
Français
13%
Italiano
3%

Von den Inseraten mit Sprachanforderung verlangen

Deutsch
70%
English
43%
Français
21%
Italiano
3%

19% in den letzten 7 Tagen ausgeschrieben · Grösste Märkte: Zürich 18% · Bern 10% · Genève 5% · Basel 5%