Job-Alerts im Vergleich: welche Schweizer Jobbörse meldet zuerst?
Aktualisiert:
Kurz gesagt
Zuerst meldet der Job-Room der Arbeitslosenversicherung — aber nur bei meldepflichtigen Berufsarten. Dort darf ein Inserat erst fünf Arbeitstage nach der Publikation im geschützten Bereich anderswo ausgeschrieben werden, und 2026 arbeiten 10,8 Prozent der Erwerbstätigen in solchen Berufsarten. Bei den privaten Portalen gibt es kein «sofort»: jobs.ch und jobup.ch lassen in der Alert-Einstellung nur täglich oder wöchentlich zu und verlangen ein Konto, der Job-Room täglich, alle 3 oder alle 5 Tage. Unser Alert geht an Werktagen am Morgen raus, ohne Konto. Stand: 4. September 2026.
Die Schweizer Jobportale auf einen Blick
Bild anklicken für die grosse Ansicht. Was jedes Portal wirklich ist, steht daneben.

1. SwissJobs.appUnsere App
Über 21 000 offene Schweizer Stellen aus ATS-Systemen, Firmenseiten und LinkedIn an einem Ort — und aus jedem Inserat heraus direkt Lebenslauf, Motivationsschreiben, CV-Check und Interviewvorbereitung. Das RAV-Formular für die Arbeitsbemühungen füllt sich aus dem Bewerbungstracker. Kostenlos nutzbar, Konto erst beim Speichern.
Stellen nach Beruf, Ort oder Sprache
Tippe einen Beruf, eine Stadt oder eine Sprache, die Seite zeigt die aktuell offenen Inserate dazu.
Nach Beruf
- Berater
- Projektleiter
- Verkauf
- Pflegefachfrau
- Pflege
- Sachbearbeiter
- Account Manager
- Software Engineer
- Öffentliche Verwaltung
- Architekt
- Versicherung
- Koch
71 weitere — Suchbegriff eingrenzen
Nach Sprache
Nach Arbeitsform
Diese Antwort beruht nicht auf Werbetexten. Am 4. September 2026 haben wir die Startseiten und Trefferlisten der Portale abgerufen, die Oberflächentexte von jobs.ch und jobup.ch gelesen, die Sprachdateien des Job-Room in allen vier Landesversionen geöffnet und die Seiten von arbeit.swiss zur Stellenmeldepflicht durchgearbeitet. Wo auf den geprüften Seiten nichts stand, steht in der Tabelle «nicht ausgewiesen» — und nicht «gibt es nicht».
Der Takt ist ohnehin nur die halbe Antwort. Eine Börse kann dich erst benachrichtigen, wenn das Inserat bei ihr angekommen ist, und diese Zeitspanne weist kein Portal aus. Wir tun es: In unserem Bestand liegt zwischen dem Publikationszeitpunkt, den die Quelle nennt, und der Aufnahme bei uns im Median 10,3 Stunden; 93,8 Prozent der Inserate der letzten 30 Tage sind innerhalb eines Tages erfasst.
Anteil der Inserate nach dem Publikationszeitpunkt, den die jeweilige Quelle nennt, in Schweizer Zeit. Grundlage sind die Inserate der letzten 30 Tage in unserem Bestand offener Schweizer Stellen, Stand 4. September 2026. Bei Inseraten, die über eine Sammelquelle eingespeist werden, ist der Zeitpunkt der Zeitpunkt der Einspeisung — auch das ist der Moment, ab dem die Stelle sichtbar ist.
- Meldepflichtig ist eine Berufsart, wenn ihre Arbeitslosenquote schweizweit mindestens fünf Prozent beträgt — gemessen über zwölf Monate nach der Berufsnomenklatur CH-ISCO-19 des BFS. 2025 betraf das 6,5 Prozent der Erwerbstätigen, 2026 sind es 10,8 Prozent.
- Neu meldepflichtig im Jahr 2026 sind Reinigungspersonal und Hilfskräfte in Büros und Hotels sowie Köchinnen und Köche, beide mit einer Quote von 5,3 Prozent. Wer in diesen Berufen sucht, verschenkt ohne RAV-Registrierung fünf Arbeitstage.
- Die Sperrfrist läuft in beide Richtungen: Das zuständige RAV übermittelt dem meldenden Arbeitgeber innert drei Arbeitstagen Dossiers passender Stellensuchender. Der schnellste «Alert» ist in diesen Berufen unter Umständen der, den der Arbeitgeber über dich bekommt.
- Der Job-Alert des Job-Room kennt drei Takte — täglich, alle 3 Tage, alle 5 Tage — und höchstens fünf gleichzeitig aktive Benachrichtigungen. Meldepflichtige Stellen sind laut demselben Hinweistext nur im geschützten Bereich und nur eingeloggt sichtbar.
- Bei jobs.ch und jobup.ch stehen in der Einstellung genau drei Optionen: keine, tägliche oder wöchentliche Benachrichtigung. In der Navigationsleiste beschreibt jobs.ch denselben Dienst mit «Informiert sofort über neue Jobs».
- Beide Portale begrenzen den Suchbegriff eines Alerts auf 35 Zeichen und weisen nach der Abmeldung darauf hin, dass es bis zu einer Stunde dauern kann, bis keine Benachrichtigungen mehr eintreffen.
- Schweizer Inserate erscheinen am Nachmittag, nicht am Morgen: 47,7 Prozent der Inserate der letzten 30 Tage tragen einen Publikationszeitpunkt zwischen 12 und 18 Uhr, 23,1 Prozent zwischen 18 und Mitternacht — und nur 3,8 Prozent zwischen 6 und 9 Uhr.
- Unsere schwächste Stelle steht in derselben Auswertung: Inserate, die wir von Firmen-Karriereseiten übernehmen, sind im Median erst nach 20,7 Stunden erfasst, und ein Viertel davon braucht länger als acht Tage. Bei Inseraten aus der LinkedIn-Quelle sind es 98,3 Prozent innerhalb eines Tages.
Wen wählen?
Ein Alert ist erst dann etwas wert, wenn aus der Mail eine Bewerbung wird. Genau dort trennen sich die Werkzeuge: Die anderen Portale schicken dir einen Link, bei uns liegt das Inserat bereits im Generator.
Nimm Job-Room (ALV), wenn
Job-Room (ALV) — das Portal der öffentlichen Arbeitsvermittlung: gratis, und meldepflichtige Stellen erscheinen dort fünf Arbeitstage früher.
Nimm SwissJobs.app, wenn
Das Inserat ist schon geladen — Wir führen den Stellenbestand selbst. Aus dem Alert heraus öffnest du den Lebenslauf, der auf genau dieses Inserat geschrieben wird, den Check gegen dieses Inserat, das Motivationsschreiben und die Interviewvorbereitung — kein anderes CV-Werkzeug hat einen eigenen Schweizer Stellenbestand daneben.
Alert ohne Konto — Auf jeder Berufs- und Ortsseite steht dasselbe Formular: E-Mail eintragen, «Alert aktivieren», fertig. «Kein Konto nötig, jederzeit abbestellbar» — bei jobs.ch, jobup.ch und JobScout24 beginnt derselbe Weg mit einer Registrierung.
Nur wirklich Neues, höchstens acht — Verschickt wird, was seit der letzten Mail für genau diese Suche dazugekommen ist, begrenzt auf acht Inserate. Ist nichts Neues da, kommt keine Mail — die schnellste Art, eine Liste zu verlieren, ist, zweimal dasselbe zu schicken.
Vier Sprachen, vier Alerts — Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch, jede Sprache mit eigenen Seiten und eigenem Alert-Text. jobs.ch führt keine italienische Oberfläche, jobscout24.ch/it antwortete am 4.9.2026 mit 404, und jobup.ch erscheint auf Französisch und Englisch.
Das RAV-Blatt füllt sich mit — Aus den erfassten Bewerbungen entsteht das amtliche SECO-Formular für die Arbeitsbemühungen, auf Deutsch, Französisch oder Italienisch. Melden musst du sie trotzdem beim RAV: Wir füllen das Formular, wir ersetzen den Schritt nicht.
Job-Alerts der Schweizer Stellenportale — Stand 4. September 2026
| Kriterium | SwissJobs.app | Job-Room (ALV) | jobs.ch | jobup.ch | JobScout24 | ostjob.ch |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Kürzester TaktKein einziges der geprüften Portale bietet eine Benachrichtigung im Minutentakt an. | Werktags am Morgen | Täglich | Täglich | Täglich | nicht ausgewiesen | Täglich |
| Weitere Takte zur Auswahl | — | Alle 3 Tage, alle 5 Tage | Wöchentlich | Wöchentlich | nicht ausgewiesen | nicht ausgewiesen |
| Konto nötig für den AlertBei jobs.ch führt /konto/job-alarm/neu/ direkt auf die Anmeldung; JobScout24 nennt den E-Mail-Versand als Vorteil der Registrierung. | Nein | Ja, Registrierung beim RAV | Ja | Ja | Ja | nicht ausgewiesen |
| Kosten | Gratis | Gratis | Gratis | Gratis | Gratis | Gratis |
| Gesetzlicher Vorsprung bei meldepflichtigen StellenDie Sperrfrist gilt für alle privaten Kanäle gleichermassen: vor Ablauf darf die Stelle dort gar nicht erscheinen. | Nein | Ja, fünf Arbeitstage | Nein | Nein | Nein | Nein |
| Höchstzahl gleichzeitiger Alerts | nicht begrenzt | 5 | nicht ausgewiesen | nicht ausgewiesen | nicht ausgewiesen | nicht ausgewiesen |
| Worauf der Alert liegtHier liegt unsere Grenze: Wir hängen den Alert an eine bestehende Beruf- und Ortsseite, jobs.ch und jobup.ch nehmen freien Text — allerdings laut eigenem Hinweis nur bis 35 Zeichen. | Auf einer Beruf- oder Ortsseite, nicht auf freiem Text | Auf einem Suchprofil | Freier Suchbegriff, 35 Zeichen | Freier Suchbegriff, 35 Zeichen | nicht ausgewiesen | Suchbegriff, Umkreis oder Firma |
| Mail nur bei wirklich neuen InseratenIst seit dem letzten Versand nichts Neues dazugekommen, schicken wir keine Mail. | Ja | nicht ausgewiesen | nicht ausgewiesen | nicht ausgewiesen | nicht ausgewiesen | nicht ausgewiesen |
| Inserate pro Mail | Höchstens 8 | nicht ausgewiesen | nicht ausgewiesen | nicht ausgewiesen | nicht ausgewiesen | nicht ausgewiesen |
| OberflächensprachenAm 4.9.2026 geprüft: jobs.ch/it landet auf der deutschen Seite, jobup.ch/de auf der französischen, jobscout24.ch/it antwortet mit 404. | Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch | Deutsch, Französisch, Italienisch, Englisch | Deutsch, Französisch, Englisch | Französisch, Englisch | Deutsch, Französisch, Englisch | Deutsch |
| Abdeckung | Ganze Schweiz | Ganze Schweiz, inkl. geschütztem Bereich | Ganze Schweiz | Schwerpunkt Romandie | Ganze Schweiz | Ostschweiz |
| Werkzeuge direkt am Inserat | Lebenslauf, Motivationsschreiben, Check, Interviewvorbereitung | Nein | nicht ausgewiesen | nicht ausgewiesen | Vorlagen zum Download | Nein |
| Nachweis der ArbeitsbemühungenGemeldet werden müssen die Bemühungen in jedem Fall beim RAV — wir füllen das Formular, wir ersetzen den Schritt nicht. | Ja, amtliches SECO-Formular ALV 716.007 aus den erfassten Bewerbungen | Ja, eService der ALV | Nein | Nein | Nein | Nein |
| AbmeldungEigener Hinweis von jobs.ch nach der Abmeldung: es könne bis zu einer Stunde dauern, bis keine Benachrichtigungen mehr kommen. | Ein Klick in jeder Mail | In der Einstellung deaktivierbar | Ein Klick, bis zu einer Stunde Nachlauf | Ein Klick, bis zu einer Stunde Nachlauf | nicht ausgewiesen | nicht ausgewiesen |
Alles am 4. September 2026 selbst abgerufen: die Startseiten und Trefferlisten der Portale, die Oberflächentexte von jobs.ch und jobup.ch, die Sprachdateien des Job-Room und die Seiten von arbeit.swiss. «nicht ausgewiesen» heisst: auf den geprüften Seiten stand dazu nichts — nicht, dass es die Funktion nicht gibt.
Wo die Zeit zwischen Publikation und Postfach vergeht
| Abschnitt | Dauer | Woher die Zahl stammt |
|---|---|---|
| Meldepflichtige Stelle: Sperrfrist im geschützten Bereich | Fünf Arbeitstage | arbeit.swiss, FAQ zur Stellenmeldepflicht |
| RAV meldet dem Arbeitgeber passende Dossiers | Innert drei Arbeitstagen | arbeit.swiss, FAQ zur Stellenmeldepflicht |
| Publikation bis Aufnahme in unseren Bestand (Median) | 10,3 Stunden | Eigene Auswertung, Inserate der letzten 30 Tage |
| Publikation bis Aufnahme, neun von zehn Inseraten | Unter 23 Stunden | Eigene Auswertung, Inserate der letzten 30 Tage |
| Inserate von Firmen-Karriereseiten (Median) | 20,7 Stunden | Eigene Auswertung; ein Viertel dieser Inserate braucht länger als acht Tage |
| Aufnahme bis Alert-Mail | Bis zum nächsten Werktagmorgen | Eigener Versandplan, Montag bis Freitag |
Die beiden ersten Zeilen sind Recht, die übrigen Messung. Ein Alert kann nie schneller sein als die Summe dieser Abschnitte — deshalb sagt der Takt allein wenig darüber aus, wer zuerst meldet.
Der einzige gesetzliche Vorsprung: fünf Arbeitstage im Job-Room
Seit dem 1. Januar 2020 sind Arbeitgeber verpflichtet, offene Stellen in Berufsarten mit mindestens fünf Prozent Arbeitslosigkeit dem RAV zu melden. arbeit.swiss beschreibt die Folge in einem Satz: Erst fünf Arbeitstage nach der Publikation im geschützten Bereich des Stellenportals Job-Room darf die Stelle anderweitig ausgeschrieben werden. Dieselbe Seite hält fest, dass diese Sperrfrist «nicht verkürzt oder umgangen werden» kann.
Damit ist die Frage nach dem «zuerst» für einen Teil des Marktes nicht eine Frage der Technik, sondern des Rechts. Wer beim RAV als stellensuchend gemeldet und eingeloggt ist, sieht diese Inserate, bevor irgendein privates Portal sie überhaupt zeigen darf — der Hinweistext im Job-Room sagt es unmissverständlich: Meldepflichtige Stellen sind nur im geschützten Bereich für registrierte Stellensuchende sichtbar, und nur im eingeloggten Zustand.
Wie gross dieser Teil ist, steht ebenfalls auf arbeit.swiss. Einziges Kriterium ist die Arbeitslosenquote einer Berufsart, gemessen gesamtschweizerisch über zwölf Monate nach der Berufsnomenklatur CH-ISCO-19 des BFS. 2025 arbeiteten 6,5 Prozent der Erwerbstätigen in meldepflichtigen Berufsarten, 2026 sind es 10,8 Prozent. Neu dazugekommen sind Reinigungspersonal und Hilfskräfte in Büros und Hotels sowie Köchinnen und Köche, beide mit einer Quote von 5,3 Prozent.
Für uns folgt daraus eine klare Empfehlung gegen uns selbst: Wer beim RAV angemeldet ist und in einer meldepflichtigen Berufsart sucht, richtet den Alert zuerst im Job-Room ein. Es gibt keinen privaten Weg, an diese fünf Arbeitstage heranzukommen, und wer es anders darstellt, kostet dich Zeit. Dasselbe gilt für den Nachweis: Arbeitsbemühungen zählen erst, wenn sie beim RAV gemeldet sind — unser Formular füllt sich aus deinen erfassten Bewerbungen, ersetzt die Meldung aber nicht.
Der Vorsprung läuft übrigens auch in die andere Richtung. Nach der Meldung übermittelt das zuständige RAV dem Arbeitgeber innert drei Arbeitstagen Dossiers passender Stellensuchender oder meldet zurück, dass keine vorhanden sind. In diesen Berufen ist der schnellste Kanal also unter Umständen gar keine Mail an dich, sondern dein Dossier auf dem Tisch des Arbeitgebers.
«Sofort» steht in der Navigation, «täglich» in der Einstellung
jobs.ch beschreibt den Job Alert in der Navigationsleiste mit «Informiert sofort über neue Jobs». Öffnet man die Einstellung, kennt sie genau drei Werte: keine, tägliche oder wöchentliche Benachrichtigung. Der Erklärtext im Formular sagt es selbst — man erhalte passende Stellenangebote täglich per E-Mail. Beides steht in denselben Oberflächentexten, die die Seite am 4. September 2026 ausgeliefert hat.
jobup.ch läuft auf derselben Plattform und zeigt dieselben drei Werte auf Französisch: keine, quotidienne, hebdomadaire. Zwei weitere Details gelten für beide Portale und stehen in ihren eigenen Hinweistexten: Ein Alert funktioniert derzeit nur mit Suchbegriffen von bis zu 35 Zeichen, und nach der Abmeldung kann es bis zu einer Stunde dauern, bis tatsächlich keine Benachrichtigungen mehr eintreffen.
Der Job-Room ist in dieser Hinsicht ehrlicher gebaut: Seine Sprachdateien nennen die drei Takte täglich, alle 3 Tage und alle 5 Tage, dazu die Obergrenze von fünf gleichzeitig aktiven Benachrichtigungen. Bei JobScout24 steht der E-Mail-Versand auf der Startseite als Vorteil der Registrierung — «nur eine E-Mail-Adresse und ein Passwort» —, ein Takt wird dort nicht genannt. ostjob.ch bewirbt sein kostenloses Jobabo mit «täglich passende Jobs direkt in Ihr E-Mail Postfach», beschränkt sich aber auf die Ostschweiz und erscheint nur auf Deutsch.
Zwei bekannte Namen fehlen in der Tabelle mit Absicht: jobagent.ch, Indeed und LinkedIn haben unsere Abrufe am 4. September 2026 abgewiesen. Über jobagent.ch gibt es bei uns eine eigene, ausführlich geprüfte Antwort; für Indeed und LinkedIn hätten wir raten müssen, und geraten wird hier nicht.
Die unsichtbare Hälfte: bis das Inserat überhaupt vorliegt
Ein Alert kann nie schneller sein als die Erfassung dahinter. Diese Zeitspanne weist kein Portal aus, obwohl sie den Takt in vielen Fällen dominiert: Ein tägliches Mail nützt wenig, wenn das Inserat erst drei Tage nach seiner Publikation im Bestand landet.
Deshalb messen wir sie an uns selbst. Für die Inserate der letzten 30 Tage liegen zwischen dem Publikationszeitpunkt, den die Quelle nennt, und der Aufnahme bei uns im Median 10,3 Stunden. Ein Viertel ist nach 4,3 Stunden erfasst, 93,8 Prozent innerhalb eines Tages, neun von zehn in unter 23 Stunden.
Der Durchschnitt versteckt allerdings zwei sehr unterschiedliche Wege. Inserate, die über die LinkedIn-Quelle hereinkommen, sind zu 98,3 Prozent innerhalb eines Tages erfasst, im Median nach 9,0 Stunden. Inserate, die wir direkt von den Karriereseiten der Firmen übernehmen, brauchen im Median 20,7 Stunden — und ein Viertel von ihnen länger als acht Tage. Das ist unsere schwächste Stelle, und sie steht hier, weil eine Vergleichsseite, die nur die eigenen guten Zahlen zeigt, nichts wert ist.
Daraus folgt auch der ehrlichste Rat dieser Seite: Wenn du auf eine bestimmte Firma zielst, ist der schnellste Alert der auf ihrer eigenen Karriereseite. Dort erscheint die Stelle zuerst, dort gibt es keine Zwischenstation — und jede Börse, auch unsere, ist ein Schritt danach.
Schweizer Inserate erscheinen am Nachmittag
Wer wissen will, was ein Takt kostet, muss wissen, wann Inserate überhaupt aufgeschaltet werden. In unserem Bestand tragen 47,7 Prozent der Inserate der letzten 30 Tage einen Publikationszeitpunkt zwischen 12 und 18 Uhr, weitere 23,1 Prozent zwischen 18 Uhr und Mitternacht. Zwischen 6 und 9 Uhr, also im klassischen Zeitfenster für Morgenmails, erscheinen 3,8 Prozent. Die dichteste einzelne Stunde ist 14 Uhr mit 13,4 Prozent.
Das erklärt, warum eine Mail am Vormittag kein verlorener Tag ist: Sie trägt genau die Inserate von gestern Nachmittag und gestern Abend, also den grössten Teil der Tagesproduktion, und sie erreicht dich zu einer Zeit, in der du dich tatsächlich bewerben kannst. Eine Sofortmeldung um 14:20 Uhr am Arbeitsplatz führt selten zu einer schnelleren Bewerbung, sondern zu einer, die du am Abend nochmals suchst.
Eine Einschränkung gehört dazu: Der Zeitpunkt ist der, den die jeweilige Quelle nennt. Bei Inseraten, die über eine Sammelquelle eingespeist werden, ist das der Zeitpunkt der Einspeisung und nicht der Moment, in dem jemand im Personalbüro auf «publizieren» geklickt hat. Für die Frage, ab wann eine Stelle sichtbar ist — und nur darum geht es beim Alert —, ist es trotzdem der richtige Zeitpunkt.
Was ein Alert kostet — und wo unsere Gratisgrenze liegt
Der Alert selbst ist bei allen geprüften Portalen gratis, auch bei uns. Bezahlt wird anderswo, und weil das die Zahl ist, die Vergleichsseiten gern weglassen, hier unsere: Der Editor läuft ohne Konto, gespeichert und heruntergeladen wird mit einem kostenlosen Konto, und gratis sind 5 Dokumente pro Tag und 10 pro rollender Woche — dieselbe Grenze gilt für Motivationsschreiben und für KI-Anweisungen im Editor. Danach folgen 7 Tage Test mit vollem Zugang und anschliessend CHF 15 pro Monat oder CHF 95 pro Jahr, jederzeit kündbar. PDF und Word-Export tragen kein Wasserzeichen.
Beim Job-Room ist der Preis kein Geld, sondern eine Bedingung: Die mit der Registrierung verbundenen Dienstleistungen stehen laut arbeit.swiss ausschliesslich Personen zur Verfügung, die bei einem RAV als stellensuchend gemeldet sind, und die Registrierung selbst verlangt ein AGOV-Login, die AHV-Nummer und die achtstellige Personennummer vom RAV. Wer in Arbeit ist und nur schauen will, kommt dort nicht an einen Alert.
Was Zugezogene an diesem System überrascht
Die Stellenmeldepflicht hat in Deutschland, Frankreich und Italien keine Entsprechung. Wer aus einem dieser Länder kommt, erwartet ein öffentliches Portal als zusätzliche Adresse — nicht als Kanal, der einen Teil der Stellen fünf Arbeitstage lang exklusiv führt. Das ist der wichtigste Satz dieser Seite für alle, die noch nicht lange hier sind: In bestimmten Berufen entscheidet die Anmeldestelle darüber, ob du ein Inserat überhaupt siehst.
Dazu kommt die Sprache der Inserate selbst. Ein Alert auf «Stellenanzeige» oder «Gehalt» geht an der Schweizer Wortwahl vorbei: Hier steht Stelleninserat, Lohn, Ferien und Pensum in Prozent. Wer den Alert mit den hiesigen Wörtern füttert, bekommt mehr Treffer als mit denen, die er aus dem Nachbarland mitgebracht hat — und im Bewerbungsdossier gehört später die Bewilligungszeile dazu, die es in keiner deutschen Vorlage gibt.
Wer welchen Alert nehmen sollte
Beim RAV angemeldet und in einer meldepflichtigen Berufsart unterwegs: zuerst der Job-Alert im Job-Room, täglich eingestellt. Die fünf Arbeitstage sind der grösste Vorsprung, den es in diesem Markt zu holen gibt, und kein privates Portal kann ihn ausgleichen.
Möglichst breite Abdeckung des Schweizer Marktes und ein Konto ist kein Hindernis: jobs.ch, in der Romandie jobup.ch. Beide bieten täglich oder wöchentlich, beide sind gross, beide sind gratis — und beide begrenzen den Suchbegriff auf 35 Zeichen, was bei zusammengesetzten Berufsbezeichnungen schneller stört, als es klingt.
Suche in der Ostschweiz: ostjob.ch, täglich und ohne Umweg. Ein regionales Portal ist bei regionaler Suche oft aufgeräumter als ein nationales.
Ohne Konto starten, den Alert auf eine ganz bestimmte Suche legen und aus der Mail heraus gleich das Dossier schreiben: dafür sind wir gebaut. Wir sind nicht das grösste Portal und behaupten es nicht — unser Argument ist, dass zwischen Mail und Bewerbung kein Schritt liegt und dass wir als einzige offenlegen, wie lange ein Inserat zu uns unterwegs ist. Dafür ist unser Alert an eine bestehende Beruf- und Ortsseite gebunden: Wer einen sehr eigenwilligen Suchbegriff überwachen will, ist bei jobs.ch besser bedient.
Und das Kombinieren ist die eigentliche Antwort: Zwei Alerts auf zwei Portalen kosten nichts, überschneiden sich teilweise und decken zusammen mehr ab als jeder einzelne. Wer nur einen einzigen einrichtet, wählt keinen Kanal, sondern verzichtet auf die anderen.
Alle Angaben zu den Portalen wurden am 4. September 2026 selbst abgerufen: Startseiten, Trefferlisten und Oberflächentexte von jobs.ch, jobup.ch, JobScout24 und ostjob.ch, die vier Sprachdateien des Job-Room sowie die Seiten von arbeit.swiss zur Registrierung und zur Stellenmeldepflicht. Die Prozentwerte zu Publikationszeitpunkt und Erfassungsdauer sind auf unserem eigenen Bestand offener Schweizer Inserate gerechnet, Stand 4. September 2026, jeweils auf den Inseraten der letzten 30 Tage.
Stellen nach Beruf und Ort — mit Alert auf jede Suche, ohne Konto
Quellen
- FAQ zur Stellenmeldepflicht — arbeit.swiss (SECO)
- Stellenmeldepflicht und meldepflichtige Berufsarten 2026 — arbeit.swiss
- Registrierung Stellensuchende: Vorteile inkl. Job-Alert — arbeit.swiss
- Job-Room — Stellenportal der Arbeitslosenversicherung
- jobs.ch — Stellensuche und Job Alert
- jobup.ch — Stellensuche in der Romandie
- JobScout24 — Registrierung und Jobsuche
- ostjob.ch — kostenloses Jobabo
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Was unser Stellenindex über den Schweizer Markt sagt
Live aus unserem eigenen Index berechnet, nicht aus einer Studie zitiert. Nur Anteile, Stand heute.
Sprache der Inserate
- Deutsch
- 60%
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- 13%
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- 3%
Von den Inseraten mit Sprachanforderung verlangen
- Deutsch
- 70%
- English
- 43%
- Français
- 21%
- Italiano
- 3%
19% in den letzten 7 Tagen ausgeschrieben · Grösste Märkte: Zürich 18% · Bern 10% · Genève 5% · Basel 5%






