CV-Check: SwissJobs.app oder Jobscan — Keyword-Match oder Schweizer Kriterien?
Aktualisiert:
Kurz gesagt
Jobscan bewertet einen Wortabgleich: Die Trefferquote stützt sich laut der eigenen FAQ auf fünf Prioritäten in dieser Reihenfolge — harte Fachkenntnisse, Abschlussniveau, Stellentitel, weiche Fähigkeiten, übrige Stichwörter; messbare Resultate zählen ausdrücklich nicht mit. Unser Check benotet zehn Kategorien, drei davon schweizerisch: Bewilligung, Sprachniveaus, Bewerbungsfoto. Der Unterschied wird an Priorität drei sichtbar: In unserer Auszählung vom 4. September 2026 sind 81,1 Prozent der deutschsprachigen Schweizer Inseratstitel kein blosser Stellentitel — sie tragen einen Genderzusatz, ein Pensum oder einen Ortsnamen. Bei englischsprachigen Inseraten in der Schweiz sind es 21,1 Prozent; dort passt Jobscans Modell.
Beide Werkzeuge machen also etwas Verschiedenes, und keines davon ist falsch. Jobscan optimiert ein Dokument gegen den Text eines Inserats, sehr gründlich und mit über dreissig Formatprüfungen. Unser Check misst dasselbe Dokument zusätzlich an dem, was ein Schweizer Dossier ausmacht und in keinem Stichwort steht: ob die Bewilligung geklärt ist, ob die Sprachen mit Niveau dastehen, ob ein Foto vorhanden ist.
Die ehrliche Trennlinie verläuft entlang der Inseratssprache, nicht entlang der Werkzeugqualität. Wer sich auf englischsprachige Inserate bei internationalen Konzernen bewirbt, arbeitet in genau der Welt, für die Jobscan gebaut wurde. Wer sich auf deutsch-, französisch- oder italienischsprachige Schweizer Inserate bewirbt, arbeitet in einer Welt, deren Konventionen dort nirgends abgebildet sind. Stand: 4. September 2026.
Auszählung vom 4. September 2026: 2 688 deutschsprachige offene Inserate von 1 423 Arbeitgebern, Lehrstellen ausgenommen, identische Titel desselben Arbeitgebers entfernt, höchstens drei Inserate je Arbeitgeber.
- Jobscans Trefferquote kennt fünf Prioritäten (harte Fachkenntnisse, Abschlussniveau, Stellentitel, weiche Fähigkeiten, übrige Stichwörter). Bewilligung, Sprachniveau und Foto kommen darin nicht vor — auf ihren Seiten wird dazu nichts ausgewiesen.
- 81,1 Prozent der deutschsprachigen Schweizer Inseratstitel sind kein blosser Stellentitel: 67,9 Prozent tragen einen Genderzusatz, 37,0 Prozent ein Pensum, 7,3 Prozent einen Ortsnamen, 5,5 Prozent ein Schweizer Abschlusskürzel wie EFZ oder HF.
- Bei englischsprachigen Inseraten in der Schweiz sind 78,9 Prozent der Titel blosse Stellentitel — die Annahme hinter einem Titelabgleich stimmt dort meistens.
- 34,6 Prozent aller ausgewerteten Inserate verlangen zwei oder mehr Sprachen, 8,4 Prozent drei oder mehr. Eine Sprachbedingung ist kein Stichwort, sondern ein Niveau.
- Jobscan kostet USD 49.95 im Monat oder USD 89.95 pro Quartal (USD 29.98 im Monat), dazu Verkaufssteuer nach Rechnungsadresse; gratis sind fünf Scans pro Monat. Bei uns: CHF 15 im Monat oder CHF 95 im Jahr, der erste Check ohne Konto.
- Jobscan erkennt das konkrete Bewerbersystem hinter einem Inserat und optimiert LinkedIn-Profile. Beides können wir nicht.
Wen wählen?
Beide prüfen einen Lebenslauf gegen ein Inserat. Der Unterschied liegt darin, welche Inserate greifbar sind und welche Kriterien überhaupt benotet werden.
Nimm Jobscan für Schweizer Bewerbungen, wenn
Jobscan für Schweizer Bewerbungen — der bekannteste reine Keyword-Abgleich gegen ein Inserat. Die Preisseite liegt hinter einem Login, wir konnten sie nicht prüfen und geben deshalb keine Zahl an.
Nimm SwissJobs.app, wenn
Das Schweizer Inserat ist schon da — Du wählst die Stelle aus unserem Bestand offener Schweizer Inserate, der Inseratstext steht sofort im Check — Jobscan hat ebenfalls eine eigene Stellensuche mit Scan-Knopf, Schweizer Inserate sind dort aber nicht ausgewiesen.
Drei Schweizer Kriterien als eigene Noten — Bewilligung und Eligibilität, Sprachen mit Niveau und das Bewerbungsfoto werden je einzeln benotet, zusätzlich zu den sieben inhaltlichen Kategorien.
Vier Werkzeuge zum selben Inserat — Lebenslauf, Motivationsschreiben, Check und Interviewvorbereitung greifen auf denselben Inseratstext zu, statt dass du ihn viermal einfügst.
Das RAV-Formular fällt hinten heraus — Die Arbeitsbemühungen lassen sich aus den erfassten Bewerbungen in das offizielle SECO-Formular übertragen — eingetragen werden sie weiterhin beim RAV.
In Franken, und der erste Check ohne Konto — CHF 15 im Monat oder CHF 95 im Jahr statt einer Dollarrechnung mit Verkaufssteuer nach Rechnungsadresse.
Was die beiden tatsächlich bewerten
| Kriterium | SwissJobs.app | Jobscan |
|---|---|---|
| Stichwörter aus dem Inserat | Ja, eine von zehn Kategorien | Ja, der Kern der Trefferquote |
| Harte Fachkenntnisse | Ja, eigene Note | Ja, erste Priorität |
| Weiche Fähigkeiten | Ja, eigene Note | Ja, vierte Priorität |
| StellentitelBeide fragen nach dem exakten Titel aus dem Inserat — in deutschsprachigen Schweizer Inseraten ist der Titel in 81,1 Prozent der Fälle kein blosser Stellentitel. | Als einer von neun Formathinweisen | Dritte Priorität in der Trefferquote |
| Abschlussniveau | Nicht als eigene Note | Ja, zweite Priorität, wenn das Inserat einen höheren Abschluss verlangt |
| Messbare ResultateJobscans FAQ: Wortzahl und messbare Resultate fliessen nicht in die Trefferquote ein. | Ja, eigene Note | Als Recruiter-Hinweis ja |
| Motivation für diese Stelle | Ja, eigene Note | Nicht ausgewiesen |
| Senioritäts- und Umfeldpassung | Ja, eigene Note | Als Recruiter-Hinweis («Job level match») |
| Bewilligung und Eligibilität | Ja, eigenes benotetes Feld (B, C, L, EU/EFTA) | Nicht ausgewiesen |
| Sprachen mit Niveau A1–C2 | Ja, eigenes benotetes Feld | Nicht ausgewiesen |
| BewerbungsfotoZwei Konventionen, die sich hier direkt widersprechen — für den jeweiligen Markt hat jede recht. | Ja, als Schweizer Norm positiv gewertet | Grafiken werden zum Entfernen markiert |
| Pensum in Prozent | Über den Inseratsabgleich, kein eigenes Feld | Nicht ausgewiesen |
| Einspaltigkeit, Schrift, Ränder | Grundprüfung | Detailliert, über dreissig Prüfungen |
| Konkretes Bewerbersystem erkennen | Nein | Ja, aus Firmenname und Inseratsadresse |
| LinkedIn-Profil prüfen | Nein | Ja |
Beide Spalten am 4. September 2026 gelesen: Jobscan auf der Startseite, der Scanner-Seite und der Preisseite; unsere Spalte in der Prüflogik selbst.
Funktionsvergleich im Detail
| Funktion | SwissJobs.app | Jobscan |
|---|---|---|
| CV-Check gegen ein konkretes Inserat | Ja | Ja |
| Inseratstext aus eigenem StellenbestandJobscans «Jobs» zeigt Treffer zum Lebenslauf mit einem Scan-Knopf je Inserat; ob und wie viele Schweizer Inserate darin liegen, ist auf ihren Seiten nicht ausgewiesen. | Ja, Schweizer Inserate direkt auswählbar | Ja, aus ihrer eigenen Stellensuche |
| Lebenslauf-Editor | Ja | Ja |
| Ohne Konto anfangen | Ja, Editor und erster Check | Konto nötig; Gratisplan mit fünf Scans pro Monat |
| PDF-Export ohne Wasserzeichen | Ja | Nicht ausgewiesen |
| Word-Export (DOCX) | Ja, ohne Wasserzeichen | Ja; .docx wird ausdrücklich empfohlen |
| KI-Anpassung an ein konkretes Inserat | Ja, ganzes Dokument neu geschrieben | Ja, Vorschläge je Zeile zum Annehmen oder Ablehnen |
| Änderung per freiem Prompt | Ja | Nicht ausgewiesen; Vorschläge annehmen oder ablehnen |
| Vollständiges manuelles Editieren | Ja | Ja, im Bearbeitungsmodus |
| Designvarianten | 54 (2 Layouts x 3 Schriften x 9 Akzentfarben) | ATS-taugliche Vorlagen; Anzahl nicht ausgewiesen |
| Schweizer Konventionen | Foto, Bewilligungszeile, Niveaus A1–C2, Pensum, Zweiseiten-Norm | Nicht ausgewiesen |
| ATS-Struktur und Lesbarkeit | Ja, neun Formatprüfungen | Ja, über dreissig Prüfungen |
| Motivationsschreiben zum selben Inserat | Ja | Ja |
| Interviewvorbereitung | Ja | Ja («AI Interview Practice») |
| Bewerbungstracker | Ja | Ja, auch im Gratisplan |
| RAV-Arbeitsbemühungen als Formular | Ja, offizielles SECO-Formular aus den erfassten Bewerbungen | Nein |
| Eigener Schweizer Stellenbestand | Ja, in vier Sprachen | Nicht ausgewiesen |
| Stellen-Alarm per E-Mail | Ja | Nicht ausgewiesen |
| Automatisches Bewerben | Nein | Ja, mit Guthaben |
| Browser-Erweiterung | Nein | Ja, für Chrome |
| LinkedIn-Optimierung | Nein | Ja |
| Oberflächensprachen | Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch | Englisch; weitere nicht ausgewiesen |
| Dokumentsprache | In der Sprache der Oberfläche | Englisch; weitere nicht ausgewiesen |
| In der Schweiz gebaut | Ja | Nein, USA |
Jobscan-Spalte aus deren Start-, Scanner-, Optimierungs- und Preisseite, gelesen am 4. September 2026. «Nicht ausgewiesen» heisst: auf ihren Seiten nicht auffindbar, nicht: gibt es nicht.
Was der Check kostet
| Position | SwissJobs.app | Jobscan |
|---|---|---|
| Monatlich | CHF 15 | USD 49.95 (rund CHF 40) |
| QuartalDer Quartalspreis gilt nach der Testphase; abgerechnet wird das ganze Quartal im Voraus. | — | USD 89.95, ausgewiesen als USD 29.98 im Monat (rund CHF 24) |
| Jährlich | CHF 95, entspricht CHF 7.92 im Monat | Nicht ausgewiesen |
| Ohne Zahlung nutzbar | Editor und erster Check ohne Konto; Gratiskonto: 5 Dokumente pro Tag, 10 pro rollender Woche | Fünf Scans pro Monat im Gratisplan |
| Gratis-Testphase | 7 Tage voller Zugang | 7 Tage, danach Quartalsabrechnung |
| Währung und Steuern | CHF; keine zusätzliche Steuer ausgewiesen | USD; Verkaufssteuer nach Rechnungsadresse |
| KündigungJobscans FAQ: Läuft das Abo aus, entfällt der Zugang zu den kostenpflichtigen Funktionen und zu allen damit verbundenen Daten. | Monatlich kündbar | Jederzeit kündbar |
Preise am 4. September 2026 auf jobscan.co/pricing gelesen. Umrechnung zum EZB-Referenzkurs vom 3. September 2026: USD 1 = rund CHF 0.81.
Was Jobscan am 4. September 2026 misst — und was nicht
Jobscan schreibt seine Bewertungslogik selbst hin, was selten ist und den Vergleich überhaupt erst möglich macht. In der FAQ auf der Startseite steht, worauf die Trefferquote beruht: «Deine Trefferquote beruht auf diesen fünf Prioritäten, in dieser Reihenfolge» — harte Fachkenntnisse, Abschlussniveau (nur wenn das Inserat einen höheren Abschluss verlangt), Stellentitel, weiche Fähigkeiten, übrige Stichwörter. Und im selben Absatz: Wortzahl und messbare Resultate fliessen nicht in die Trefferquote ein.
Das ist ein Wortabgleich, sauber deklariert. Rundherum liegt deutlich mehr: Die Seite des Scanners nennt über dreissig Prüfungen, darunter Einspaltigkeit, Schriftart und Ränder, Datumsformate, Rechtschreibung, ein Abgleich der Berufsjahre und ein Abschlussabgleich. Es gibt Recruiter-Hinweise zu messbaren Resultaten, zur Senioritätsstufe, zum Ton und zur Wortzahl — sie erscheinen als Hinweis, aber eben nicht in der Zahl, die oben steht. Dazu ein Merkmal, das wir nicht haben: Aus Firmenname und Inseratsadresse erkennt Jobscan das konkrete Bewerbersystem und richtet die Empfehlungen daran aus.
Jobscan ist dabei längst kein einzelner Scanner mehr: Zur Prüfung kommen eine eigene Stellensuche, die Treffer zum Lebenslauf vorschlägt und je Inserat einen Scan-Knopf trägt, ein Bewerbungstracker, ein Motivationsschreiben-Generator, eine Interviewübung und ein automatisches Bewerben mit Guthaben. Wer die beiden Werkzeuge vergleicht, vergleicht zwei Bündel, nicht zwei Funktionen.
Als Zielwert empfiehlt Jobscan eine Trefferquote von 75 Prozent und schreibt dazu, dass viele Nutzerinnen und Nutzer auch mit 65 Prozent Erfolg haben — und dass es einen überoptimierten Lebenslauf gibt. Das ist eine faire Aussage über die eigenen Grenzen, und sie gehört in jeden Vergleich, der Jobscan ernst nimmt.
Was unser Check benotet: zehn Kategorien, drei davon schweizerisch
Unser Check vergibt Noten in sieben gleich gewichteten inhaltlichen Kategorien: Stichwort- und ATS-Abgleich, harte Fachkenntnisse, weiche Fähigkeiten, Motivation für genau diese Stelle, Persönlichkeits- und Umfeldpassung, das eigene Alleinstellungsmerkmal und die messbaren Resultate. Dazu kommen drei separat benotete Schweizer Felder: Bewilligung und Eligibilität (B, C, L, EU/EFTA und ob eine Unterstützung nötig ist), Sprachen (steht das Niveau da, und passt es zu dem, was das Inserat verlangt) und das Bewerbungsfoto. Zusammen sind das die zehn Kategorien, die auf der Check-Seite stehen.
Zwei dieser Kategorien sind genau das, was Jobscan bewusst weglässt. Messbare Resultate sind bei uns eine der sieben gleich gewichteten Noten; bei Jobscan sind sie ein Hinweis neben der Zahl. Und die Motivation für diese eine Stelle wird bei uns überhaupt benotet — auf Jobscans veröffentlichten Prüflisten kommt sie nicht vor.
Beim Foto steht in der Prüfregel eine Anweisung, die für ein amerikanisches Werkzeug undenkbar wäre: In der Schweiz ist ein professionelles Bewerbungsfoto üblich und positiv, und es darf nicht abgewertet werden, bloss weil der extrahierte Text es nicht erwähnt. Gleichzeitig wird die Spannung zum Bewerbersystem vermerkt, denn ein eingebettetes Bild bleibt für viele Systeme unsichtbar. Beides zusammen ist die ehrliche Antwort auf eine Frage, auf die es keine saubere gibt.
Priorität drei trifft auf den Schweizer Inseratstitel
Der Stellentitel ist Jobscans dritte Priorität, und in der Schweiz ist er kein Wort, sondern eine kleine Zeile Verwaltung. Wir haben deshalb ausgezählt, wie Schweizer Inseratstitel tatsächlich aussehen. Grundlage sind die offenen Inserate in unserem Bestand am 4. September 2026, beschränkt auf die vier Landessprachen des Bewerbungsmarktes, ohne Lehrstellen, ohne identische Titelwiederholungen desselben Arbeitgebers und mit höchstens drei Inseraten je Arbeitgeber und Sprache, damit kein Personaldienstleister die Zahl macht.
In den deutschsprachigen Inseraten sind 81,1 Prozent der Titel kein blosser Stellentitel. 67,9 Prozent tragen einen Genderzusatz — (m/w/d), (w/m/d), die Doppelpunktform oder die Schrägstrichform. 37,0 Prozent tragen ein Pensum, meist als Spanne wie «80–100 %». 7,3 Prozent nennen den Ort, 5,5 Prozent ein Abschlusskürzel wie EFZ, HF oder FH. Ein Drittel der Titel trägt gleich zwei dieser Merkmale: «Zeichner:in / Konstrukteur:in Infrastrukturbau 60-100% - Zürich» ist kein Ausreisser, sondern der Normalfall.
Der springende Punkt ist nicht, dass ein Werkzeug daran scheitern muss. Ein guter Abgleich normalisiert solche Titel. Der Punkt ist, dass die Normalisierung eine Konvention betrifft, für die Jobscan nicht gebaut wurde, und dass auf ihren Seiten kein Wort dazu steht. Jobscans FAQ beschreibt den Abgleich von Stellentiteln aus dem Inserat mit dem Lebenslauf. Was ein Lebenslauf niemals enthält, ist «(m/w/d) 80–100 % — Zürich». Wer wissen will, wie viel seiner Trefferquote an dieser Stelle Rauschen ist, muss es selbst nachrechnen, weil es niemand ausweist.
Für einen Leser aus Deutschland ist das eine halb vertraute Zeile: (m/w/d) kennt er, das Pensum in Prozent nicht. In Deutschland steht «Vollzeit» oder «Teilzeit» im Text; in der Schweiz steht «80–100 %» im Titel, und die Spanne ist verhandelbar. Wer sie im Lebenslauf nicht spiegelt — als eigene Zeile zur Verfügbarkeit —, beantwortet eine Frage nicht, die das Inserat gestellt hat.
Die Falle steckt auch in unserem eigenen Werkzeug
Es wäre unredlich, dieses Argument nur gegen Jobscan zu richten. Unser eigener Check führt unter den neun Formatprüfungen einen Punkt «Stellentitel-Abgleich», und der fragt wörtlich, ob der Lebenslauf den exakten Stellentitel aus dem Inserat enthält. Dieselbe Annahme, dieselbe Schwäche.
Der Unterschied ist das Gewicht und das Umfeld. Bei uns ist der Titelabgleich einer von neun Formathinweisen und geht nicht in die Note ein, die oben steht; die Note kommt aus den sieben inhaltlichen Kategorien plus den drei Schweizer Feldern. Bei Jobscan ist der Stellentitel die dritte von fünf Prioritäten der Trefferquote selbst. Wenn dieselbe Annahme in beiden Werkzeugen steckt, entscheidet, wie viel sie zählt.
Wir nennen das hier, weil ein Vergleich, der nur die Schwächen der Gegenseite auszählt, nichts wert ist. Wer unseren Check benutzt, sollte den Titelhinweis genau wie bei Jobscan als das lesen, was er ist: ein Formathinweis, kein Urteil über die Passung.
Zwei Sprachen sind eine Bedingung, kein Stichwort
Die zweite Stelle, an der ein reiner Wortabgleich in der Schweiz zu kurz greift, ist die Sprache. 34,6 Prozent der ausgewerteten Inserate verlangen zwei oder mehr Sprachen, 8,4 Prozent drei oder mehr. Bei den deutschsprachigen Inseraten sind es 35,9 Prozent mit zwei oder mehr Sprachen.
Ein Stichwortabgleich sieht davon die halbe Wahrheit. Steht «Französisch» im Inserat und «Französisch» im Lebenslauf, ist der Abgleich erfüllt — auch wenn das Inserat Verhandlungssicherheit verlangt und im Lebenslauf Schulfranzösisch gemeint ist. Genau deshalb ist «Sprachen» bei uns ein eigenes benotetes Feld, das nach dem Niveau fragt und nicht nach dem Wort: A1 bis C2 oder Muttersprache, gegen das, was das Inserat verlangt. Auf Jobscans veröffentlichten Prüflisten steht dazu nichts.
Umgekehrt gilt die Einschränkung auch für uns: Welche Sprache ein Inserat verlangt, lesen wir automatisch aus dem Inseratstext heraus. Das ist eine Schätzung aus dem Text des Arbeitgebers, keine wörtliche Wiedergabe seiner Formulierung, und bei kurzen Inseraten kann sie danebenliegen. Die Grössenordnung — jedes dritte Inserat mit mehr als einer Sprache — hält jeder Stichprobe stand; die einzelne Kommastelle nicht.
Foto, Pensum, Bewilligung: wo sich die beiden Doktrinen widersprechen
Jobscans Formatlehre ist konsequent, und sie ist für amerikanische Bewerbersysteme richtig: einspaltig, keine Tabellen, keine Textfelder, keine Kopf- und Fusszeilen, keine Grafiken; Schriften wie Arial, Calibri oder Garamond; .docx statt PDF, weil manche Systeme Word zuverlässiger auslesen. Auf der Scanner-Seite steht ausdrücklich, dass Tabellen, Textfelder, Kopfzeilen, Fusszeilen und Grafiken zum Entfernen markiert werden.
Ein Schweizer Bewerbungsfoto ist eine Grafik. Genau hier stossen die beiden Konventionen aufeinander, und keine Seite hat einfach recht: Das Foto ist in der Schweiz üblich und wird von Recruitern erwartet, und es ist zugleich für die Textextraktion unsichtbar. Unsere Prüfregel löst das, indem sie das Foto positiv wertet und die Spannung zum Bewerbersystem als Hinweis danebenschreibt. Jobscans Lehre löst es, indem sie die Grafik entfernt — was für den amerikanischen Markt stimmt und für ein Schweizer Dossier ein Fehler wäre.
Dasselbe gilt für die Bewilligungszeile. Für Bewerberinnen und Bewerber ohne Schweizer Pass ist der Satz «wohnhaft in Zürich · B-Bewilligung · keine Unterstützung nötig» oft die wichtigste Zeile des Dokuments, weil sie eine Frage vorwegnimmt, die sonst zur Absage führt. Sie besteht aus Wörtern, die in keinem Inserat stehen — ein Stichwortabgleich kann sie deshalb weder finden noch vermissen.
Wo Jobscan die bessere Wahl ist
Bewirbst du dich auf englischsprachige Inserate, ist Jobscan das passendere Werkzeug, und die Zahl aus unserer eigenen Auszählung sagt warum: 78,9 Prozent der englischsprachigen Inseratstitel in der Schweiz sind blosse Stellentitel, gegen 18,9 Prozent bei den deutschsprachigen. Die Annahme hinter einem Titelabgleich stimmt in dieser Hälfte des Marktes fast immer. Dazu kommen der Median der Titellänge von 35 Zeichen gegen 42 auf Deutsch und die 7,8 Prozent Pensumsangaben gegen 37,0 Prozent — englischsprachige Inserate in der Schweiz sind schlicht amerikanischer geschrieben.
Ebenso klar zu Jobscan gehören: Bewerbungen im Ausland, ein LinkedIn-Profil, das optimiert werden soll, und die Frage, welches Bewerbersystem hinter einem konkreten Inserat steckt — alles drei können wir nicht. Wer sehr viel bewirbt, bekommt bei Jobscan im Abo unbegrenzte Scans, und wer nur gelegentlich prüft, bekommt fünf Scans pro Monat ohne Zahlung. Ihre Formatprüfung ist ausserdem feiner als unsere: Ränder, Seitenformat, Schriftgrössen und Farbkontraste prüfen wir nicht in dieser Tiefe.
Und ein Satz, der oft untergeht: Wer schon einen guten, englischsprachigen Lebenslauf hat und ihn nur gegen eine Ausschreibung schärfen will, braucht keinen Generator. Dafür ist Jobscans Optimierungsansicht mit Annehmen und Ablehnen je Zeile das direktere Werkzeug.
Was beide kosten
Jobscans Preisseite nennt am 4. September 2026 drei Stufen: gratis mit fünf Scans pro Monat, ein Quartalsabo zu USD 89.95 (ausgewiesen als USD 29.98 im Monat) nach sieben Testtagen, und ein Monatsabo zu USD 49.95. Die Rechnung läuft in Dollar, und ihre eigene FAQ hält fest, dass Verkaufssteuer nach der Rechnungsadresse dazukommt. Zum EZB-Referenzkurs vom 3. September 2026 (USD 1 rund CHF 0.81) sind das etwa CHF 40 im Monat oder rund CHF 24 im Monat im Quartalsabo.
Bei uns kostet der volle Zugang CHF 15 im Monat oder CHF 95 im Jahr, was rechnerisch CHF 7.92 im Monat entspricht, mit sieben Tagen vollem Gratiszugang vorweg und monatlicher Kündigung. Der Editor öffnet ohne Konto; das Gratiskonto erlaubt fünf Dokumente pro Tag und zehn pro rollender Woche, dieselbe Grenze gilt für Motivationsschreiben und für Änderungen per Prompt.
Ein Satz aus Jobscans eigener FAQ gehört in jeden Preisvergleich, weil er selten irgendwo steht: Läuft das Abo aus, verlierst du den Zugang zu den kostenpflichtigen Funktionen «und allen damit verbundenen Daten». Wer dort seine Bewerbungen verwaltet, verwaltet sie auf Zeit.
Wer welches nehmen sollte
Bewirbst du dich auf deutsch-, französisch- oder italienischsprachige Schweizer Inserate, nimm SwissJobs.app: Der Inseratstext ist schon da, Bewilligung, Sprachniveau und Foto werden einzeln benotet, und die Rechnung kommt in Franken.
Bewirbst du dich auf Englisch — bei einem internationalen Konzern in der Schweiz oder auf eine Stelle im Ausland —, nimm Jobscan: Die Titel sind dort blosse Titel, die Formatprüfung ist feiner, und die Erkennung des konkreten Bewerbersystems hat kein Schweizer Werkzeug.
Und wer beides tut, kann beides tun. Die fünf Gratis-Scans pro Monat bei Jobscan und unser erster Check ohne Konto kosten zusammen nichts; wo sich die beiden Urteile widersprechen, liegt fast immer eine Schweizer Konvention dazwischen.
Alle Angaben zu Jobscan stammen aus dem eigenen Abruf ihrer Startseite, der Scanner-Seite, der Optimierungsseite und der Preisseite am 4. September 2026, ohne Konto; die Preisseite war an diesem Tag frei zugänglich. Nicht selbst durchlaufen wurde ihr Scan, weil dafür ein Konto nötig ist — alle Aussagen über ihre Prüflogik stammen deshalb aus ihren eigenen Beschreibungen, nicht aus einem Test. Die Inseratszahlen stammen aus den offenen Inseraten in unserem Bestand am 4. September 2026: vier Sprachen, Lehrstellen ausgenommen, identische Titel desselben Arbeitgebers entfernt, höchstens drei Inserate je Arbeitgeber und Sprache. Die verlangten Sprachen werden automatisch aus dem Inseratstext gelesen und sind eine Schätzung, keine wörtliche Wiedergabe. Wir veröffentlichen Anteile, keine Bestandszahlen. Preise und Funktionen ändern sich — prüfe sie vor dem Kauf selbst.
Prüfe, wie dein Lebenslauf zu einer Stelle passt
Kostenlos: Sprachen, Bewilligung, Anforderungen und mehr — bewertet gegen ein konkretes Inserat.
ATS-Lebenslauf prüfen: gegen ein konkretes Inserat, kostenlosQuellen
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Was unser Stellenindex über den Schweizer Markt sagt
Live aus unserem eigenen Index berechnet, nicht aus einer Studie zitiert. Nur Anteile, Stand heute.
Sprache der Inserate
- Deutsch
- 60%
- English
- 23%
- Français
- 13%
- Italiano
- 3%
Von den Inseraten mit Sprachanforderung verlangen
- Deutsch
- 70%
- English
- 43%
- Français
- 21%
- Italiano
- 3%
19% in den letzten 7 Tagen ausgeschrieben · Grösste Märkte: Zürich 18% · Bern 10% · Genève 5% · Basel 5%