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SwissJobs.app oder LinkedIn Jobs — wo bewirbt man sich in der Schweiz besser?

Aktualisiert:

Kurz gesagt

Die Bewerbung selbst landet in der Schweiz fast nie dort, wo du das Inserat gefunden hast. Bei den Inseraten in unserem Index führt der Bewerbungs-Button bei 44,4 Prozent auf die eigene Website des Arbeitgebers, bei 40,7 Prozent in ein Bewerbersystem und nur bei 14,9 Prozent auf ein Portal. LinkedIn schreibt dasselbe in seiner Hilfe: Je nach Einstellung des Arbeitgebers wirst du «zur Website bzw. zum Jobportal des jeweiligen Unternehmens weitergeleitet». Nimm LinkedIn, wenn du gefunden werden willst. Nimm SwissJobs.app, wenn du pro Inserat ein Schweizer Dossier brauchst. Stand: 4. September 2026.

Wen wählen?

Der Unterschied liegt nicht in der Suche, sondern in dem, was du beim Arbeitgeber ablieferst und was nach dem Absenden bei dir bleibt.

Nimm LinkedIn Jobs — für den Moment des Bewerbens, wenn

  • LinkedIn Jobs — für den Moment des Bewerbens — englischsprachige und internationale Rollen, und der Weg über Menschen, Recruiter suchen dort aktiv nach Profilen.

  • Netzwerk statt Formular — das Profil ist die Bewerbung, «Open to work» meldet Verfügbarkeit an Recruiter, und manche Stellen stehen nirgends sonst.

  • Kader und international — am stärksten bei internationalen Firmen und Führungsrollen, dünn bei Handwerk, Pflege und Verkauf.

Nimm SwissJobs.app, wenn

  • Das Inserat liegt schon im Generator — Du wählst die Stelle aus unserem Schweizer Index aus, und der Lebenslauf wird gegen genau diesen Text geschrieben — kein Kopieren, kein Einfügen, kein zweites Fenster.

  • Ein Dossier statt einer Datei — Lebenslauf, Motivationsschreiben zum selben Inserat, Abgleich gegen dieses Inserat und Interview-Vorbereitung entstehen an einem Ort, weil eine Schweizer Bewerbung selten aus einem einzigen Dokument besteht.

  • Die Bewerbung bleibt nachweisbar — Jede beworbene Stelle wird eine Zeile im offiziellen SECO-Formular für die Arbeitsbemühungen — gefüllt aus deinem Tracker, mit Datum, Firma und Stellenbezeichnung.

  • Word-Export ohne Wasserzeichen — Bewerbersysteme verlangen oft eine bearbeitbare Datei; PDF und DOCX kommen bei uns beide ohne Wasserzeichen heraus.

  • Anfangen ohne Konto — Suche und Editor laufen anonym; ein Konto verlangen wir erst beim Speichern und ab dem zweiten Dokument — auf LinkedIn ist das Absenden ohne Login gar nicht möglich.

Die Schweizer Jobportale auf einen Blick

Bild anklicken für die grosse Ansicht. Was jedes Portal wirklich ist, steht daneben.

  1. SwissJobs.app: Über 21 000 offene Schweizer Stellen aus ATS-Systemen, Firmenseiten und LinkedIn an einem Ort — und aus jedem Inserat heraus direkt Lebenslauf, Motivationsschreiben, CV-Check und Interviewvorbereitung. Das RAV-Formular für die Arbeitsbemühungen füllt sich aus dem Bewerbungstracker. Kostenlos nutzbar, Konto erst beim Speichern.

    1. SwissJobs.appUnsere App

    Über 21 000 offene Schweizer Stellen aus ATS-Systemen, Firmenseiten und LinkedIn an einem Ort — und aus jedem Inserat heraus direkt Lebenslauf, Motivationsschreiben, CV-Check und Interviewvorbereitung. Das RAV-Formular für die Arbeitsbemühungen füllt sich aus dem Bewerbungstracker. Kostenlos nutzbar, Konto erst beim Speichern.

    SwissJobs.app →

  2. LinkedIn Jobs: Der beste Ruf für englischsprachige und internationale Rollen in der Schweiz. Für handwerkliche, pflegerische und kaufmännische Stellen deutlich dünner.

    2. LinkedIn Jobs

    Der beste Ruf für englischsprachige und internationale Rollen in der Schweiz. Für handwerkliche, pflegerische und kaufmännische Stellen deutlich dünner.

    LinkedIn Jobs →

«Wo bewirbt man sich besser» ist damit keine Frage nach der besseren Bewerbungsmaske, sondern danach, was du beim Arbeitgeber ablieferst und was nach dem Absenden bei dir bleibt. Auf LinkedIn ist die Bewerbung ein Profil plus eine hochgeladene Datei; danach kannst du sie nicht mehr ändern. Bei uns entsteht pro Inserat ein Dossier — Lebenslauf und Motivationsschreiben aus dem Inseratstext geschrieben, in Schweizer Form — und die Bewerbung bleibt im Tracker, aus dem sich das RAV-Formular füllt.

Beide Wege schliessen sich nicht aus, und für viele Suchende ist die Kombination die ehrliche Antwort: das Profil auf LinkedIn sichtbar halten, die Bewerbung mit einem auf das Inserat zugeschnittenen Dossier absenden.

Wohin der Bewerbungs-Button bei Schweizer Inseraten führt — Anteil in Prozent
Wohin der Bewerbungs-Button bei Schweizer Inseraten führt — Anteil in ProzentEigene Website des Arbeitgebers44.4%Bewerbersystem (z. B. Workday, SmartRecruiters)40.7%Portal oder Personalvermittler14.9%

Ausgezählt über die am 4. September 2026 offenen Inserate unseres Index, gruppiert nach der Domain hinter dem Bewerbungslink.

  • Wohin die Bewerbung geht, ausgezählt über die aktuell offenen Inserate unseres Index: 44,4 Prozent eigene Website des Arbeitgebers, 40,7 Prozent Bewerbersystem, 14,9 Prozent Portal oder Vermittler.
  • Die Ziele sind extrem verstreut: die zehn grössten decken zusammen nur 31,3 Prozent der Inserate ab, und 43,9 Prozent aller Bewerbungsziele kommen genau einmal vor.
  • LinkedIn Hilfe, am 4. September 2026 nachgelesen: «Sie können Bewerbungen, die Sie bereits über LinkedIn gesendet haben, weder bearbeiten noch zurückziehen.»
  • Für «Einfach bewerben» gilt: «müssen Sie bei Ihrem LinkedIn Konto eingeloggt sein» — ohne Konto ist die Suche lesbar, die Bewerbung nicht.
  • Seit rund einem Jahr gelten Limits: ein Tageslimit für «Einfach bewerben», das erst «am Ende des Tages (UTC)» zurückgesetzt wird, plus eine Tempo-Pause bei schnell aufeinanderfolgenden Bewerbungen. Die Zahl selbst veröffentlicht LinkedIn nicht.
  • Mit jeder LinkedIn-Bewerbung geht laut derselben Hilfe «Ihr vollständiges LinkedIn Profil» und die primäre E-Mail-Adresse an die Inserierenden — unabhängig davon, was in der hochgeladenen Datei steht.
  • Die englische Fassung der Hilfeseite nennt zwei Punkte, die in der deutschen Fassung fehlen: gespeichert werden bis zu vier Lebensläufe, und Antworten sowie Lebensläufe können zur «Produktverbesserung, einschliesslich Training generativer KI-Modelle» verwendet werden; abschaltbar in den Einstellungen.
  • Was ein Schweizer Inserat verlangt, hat im Profil kein Feld: 23,5 Prozent der Inserate tragen das Pensum in Prozent schon im Titel, und von den Inseraten mit Sprachangabe verlangen 66,9 Prozent Deutsch, 44,7 Prozent Englisch, 22,5 Prozent Französisch.
  • Auch englischsprachige Inserate sind kein Freipass: 31,2 Prozent von ihnen verlangen zusätzlich Deutsch, Französisch oder Italienisch.

Bewerben im Vergleich — was jedes Werkzeug im Moment der Bewerbung leistet

FunktionSwissJobs.appLinkedIn JobsLinkedIn
Ohne Konto nutzbarLinkedIn Hilfe: «müssen Sie bei Ihrem LinkedIn Konto eingeloggt sein».Suche und CV-Editor ohne Konto; Konto erst beim Speichern und ab dem zweiten DokumentInserate lesbar; Bewerbung nur eingeloggtnicht ausgewiesen
Wo die Bewerbung eingereicht wirdBeim Arbeitgeber, über den Link aus dem Inserat«Einfach bewerben» auf LinkedIn oder Weiterleitung zum Arbeitgebernicht ausgewiesen
Bewerbung nachträglich ändern oder zurückziehenLäuft über den Arbeitgeber; das Dokument bleibt bei dir und lässt sich neu erzeugenNein — «weder bearbeiten noch zurückziehen»nicht ausgewiesen
Lebenslauf pro Inserat neu geschriebenJa — jeder Abschnitt gegen den InseratstextNein — die Datei bringst du mitnicht ausgewiesen
Inseratstext aus einem eigenen StellenindexJa, mehr als 20 000 offene Schweizer InserateInserate liegen auf LinkedIn, ohne Dokumenterzeugungnicht ausgewiesen
Änderung am Dokument per KI-PromptJa, in SekundenNeinnicht ausgewiesen
Vollständiges manuelles BearbeitenJa, jede ZeileProfilfelder, kein Dokument-Editornicht ausgewiesen
Motivationsschreiben zum selben InseratJaNur als Datei, je nach Arbeitgebernicht ausgewiesen
Abgleich mit dem InseratLinkedIn: «Every job seeker can access a match summary» — der Abgleich beruht auf dem Profil, nicht auf einem hochgeladenen Dossier.CV-Check gegen genau dieses InseratJob Match — Abgleich des Profils mit dem Inseratnicht ausgewiesen
Vorbereitung auf das VorstellungsgesprächJaPremium-Funktionen ohne Konto nicht einsehbarnicht ausgewiesen
BewerbungstrackerJa, mit dem Inserat je BewerbungStatusmeldungen zu Bewerbungen, die über LinkedIn gesendet wurden; beim Arbeitgeber eingereichte bleiben aussen vornicht ausgewiesen
RAV-Formular Arbeitsbemühungen (SECO ALV 716.007)Ja, aus dem Tracker gefülltNeinnicht ausgewiesen
Gespeicherte LebensläufeZahl aus der englischen Fassung der Hilfeseite; die deutsche Fassung nennt keine Obergrenze.Eine eigene Fassung je BewerbungBis zu viernicht ausgewiesen
Was mit der Bewerbung mitgehtNur die Dateien, die du beim Arbeitgeber hochlädstVollständiges Profil und primäre E-Mail-Adressenicht ausgewiesen
Verwendung der Lebensläufe für KI-TrainingNeinLaut englischer Hilfeseite möglich, in den Einstellungen abschaltbarnicht ausgewiesen
Tageslimit für BewerbungenKeines; die Gratisstufe begrenzt Dokumente, nicht BewerbungenJa — Tageslimit und Tempo-Pause, Zahl nicht veröffentlichtnicht ausgewiesen
Rückmeldung, ob die Bewerbung angesehen wurdeEin echter Vorteil von LinkedIn — keine Schweizer Jobbörse liefert diese Rückmeldung.NeinJa, bei «Einfach bewerben»: Ansicht und Lebenslauf-Downloadnicht ausgewiesen
Gefunden werden, ohne selbst zu suchenNeinJa — Profil, #OpenToWork, Recruiter-Suchenicht ausgewiesen
Schweizer Konventionen im DokumentFoto, Bewilligungszeile, GER-Niveaus, Pensum in Prozent, Zweiseiten-NormProfilfelder folgen dem weltweit gleichen Musternicht ausgewiesen
PDF- und Word-Export ohne WasserzeichenBeide, ohne WasserzeichenProfil als PDF — laut Hilfe nur bei englischer Profilsprache; kein Word-Exportnicht ausgewiesen
Designvarianten54 (2 Layouts x 3 Schriften x 9 Akzentfarben)Ein Profillayoutnicht ausgewiesen
Job-Alarm per E-MailJaJanicht ausgewiesen
SprachenDE / EN / FR / IT, je eigene Seiten; Dokument in der Sprache der OberflächeViele Oberflächensprachen, weltweit gleiche Strukturnicht ausgewiesen
In der Schweiz gebautJaGlobale Plattform mit Schweizer Länderseitenicht ausgewiesen

LinkedIn-Spalte aus den Hilfeseiten von LinkedIn, gelesen am 4. September 2026; unsere Spalte aus dem laufenden Produkt am selben Tag.

Preise nebeneinander

KriteriumSwissJobs.appLinkedIn JobsLinkedIn
StellensucheDie Suche ist bei uns nicht Teil des Abos. Bezahlt werden die Werkzeuge danach.Gratis — Suche, Filter, Job-Alarm und Bewerbungs-Tracker kosten nichtsGratis für StellensuchendeGratis für Stellensuchende
Bewerben selbstKostenlosKostenlos, Konto vorausgesetztnicht ausgewiesen
Monatspreislinkedin.com/premium/products leitet auf die Anmeldeseite um — geprüft am 4. September 2026. Wir nennen deshalb keine Zahl, statt eine veraltete zu übernehmen.CHF 15 — alle sechs Werkzeuge, ein AboPremium-Preis ohne Konto nicht einsehbarnicht ausgewiesen
JahrespreisCHF 95 im Jahr (= CHF 7.92 im Monat) — dieselben sechs WerkzeugeNicht ausgewiesennicht ausgewiesen
Gratis testen7 Tage voller Zugang, monatlich kündbarNicht ohne Konto einsehbarnicht ausgewiesen
Was ohne Zahlung gehtSuche, Editor ohne Konto; Gratiskonto: 5 Dokumente pro Tag, 10 pro rollender WocheSuchen, sich bewerben, Job-Alarme — im Rahmen der Bewerbungslimitsnicht ausgewiesen
WährungCHFNicht ausgewiesennicht ausgewiesen
AbrechnungMonatlich oder jährlich, jederzeit kündbarNicht ausgewiesennicht ausgewiesen

Unsere Werte aus den Preiskonstanten des Produkts; LinkedIn am 4. September 2026 geprüft.

Wo die Bewerbung wirklich landet

Beide Plattformen sind für den Grossteil der Schweizer Inserate nur die Vorhalle. Wir haben die aktuell offenen Inserate unseres Index nach der Domain hinter dem Bewerbungslink gruppiert: 44,4 Prozent führen auf die eigene Website des Arbeitgebers, 40,7 Prozent in ein Bewerbersystem wie Workday, SmartRecruiters oder Prospective, 14,9 Prozent auf ein Portal oder zu einem Personalvermittler.

Bemerkenswert ist nicht der Split, sondern die Streuung. Die zehn häufigsten Bewerbungsziele decken zusammen nur 31,3 Prozent der Inserate ab; 43,9 Prozent aller Ziele kommen genau einmal vor. Wer in der Schweiz zwanzig Bewerbungen schreibt, legt fast zwanzig verschiedene Formulare aus, oft mit einem neuen Konto pro Firma. Das ist der eigentliche Aufwand beim Bewerben — und keine der beiden Plattformen nimmt ihn dir ab.

LinkedIn selbst sagt das offen. Auf der Hilfeseite zum Bewerben steht: «Je nach Einstellungen des Arbeitgebers, sehen Sie den Button ‹Einfach bewerben› oder ‹Bewerben›» — und beim zweiten wirst du «zur Website bzw. zum Jobportal des jeweiligen Unternehmens weitergeleitet, um die Bewerbung fortzusetzen». Was am Ende zählt, ist also nicht, wo der Button steht, sondern welche Datei du hochlädst, wenn er dich weiterreicht.

Was LinkedIn im Moment des Absendens festlegt

Drei Dinge stehen in LinkedIns Hilfe und haben mehr Gewicht als jede Funktionsliste. Erstens brauchst du ein Konto: «Um sich auf einen Job zu bewerben, müssen Sie bei Ihrem LinkedIn Konto eingeloggt sein.» Die Inserate lassen sich ohne Konto lesen, die Bewerbung nicht absenden.

Zweitens ist die Bewerbung endgültig: «Sie können Bewerbungen, die Sie bereits über LinkedIn gesendet haben, weder bearbeiten noch zurückziehen.» Wer den falschen Lebenslauf angehängt hat, kann die Person, die inseriert hat, anschreiben — mehr nicht.

Drittens geht mehr mit, als in der Datei steht. Dieselbe Hilfeseite hält fest, dass LinkedIn den Inserierenden «Ihr vollständiges LinkedIn Profil» sowie die primäre E-Mail-Adresse des Kontos übermittelt. Die englische Fassung derselben Seite nennt zwei weitere Punkte, die in der deutschen fehlen: gespeichert werden bis zu vier Lebensläufe, und Antworten wie Lebensläufe können der Produktverbesserung dienen, «einschliesslich Training und Verbesserung generativer KI-Modelle». Abschalten lässt sich das in den Einstellungen — man muss nur wissen, dass es existiert.

Die Limits bei «Einfach bewerben» — neu, und selten erwähnt

Seit rund einem Jahr begrenzt LinkedIn, wie viele Bewerbungen über «Einfach bewerben» hinausgehen dürfen. Es gibt ein Tageslimit, das erst «am Ende des Tages (UTC)» zurückgesetzt wird, und eine zweite Bremse für Tempo: «Das schnelle Einreichen von Bewerbungen in kurzer Zeit löst eine vorübergehende Pause bei ‹Einfach bewerben› aus.» Bei auffälligem Verhalten kann das Tageslimit zusätzlich gesenkt werden.

Die konkrete Zahl veröffentlicht LinkedIn nicht, und die Hilfe hält fest, dass die meisten Mitglieder das Limit selten erreichen. Wichtig ist die Richtung, in die es zeigt: Der Vorteil des schnellen Klickens ist im Verschwinden, und LinkedIns eigene Empfehlung lautet, den Lebenslauf auf die Stelle zuzuschneiden. Genau das ist die Arbeit, die eine Bewerbungsmaske nicht abnimmt — und die bei uns zum Inserat gehört, statt danach von Hand zu passieren.

Wer beim RAV gemeldet ist, sollte den Punkt kennen, bevor er zur Monatsmitte auffällt: Ein Tageslimit auf der Plattform ändert nichts an der Zahl der Bewerbungen, die dein Kanton für die Kontrollperiode erwartet.

Was ein Schweizer Dossier verlangt, wofür ein Profil kein Feld hat

Ein LinkedIn-Profil ist weltweit gleich gebaut. Ein Schweizer Bewerbungsdossier kennt vier Elemente, für die dieses Muster keinen Platz vorsieht: das Pensum in Prozent, die Bewilligungszeile für Nicht-Schweizerinnen und Nicht-Schweizer, die Arbeitszeugnisse früherer Arbeitgeber und Sprachniveaus nach GER statt «fliessend».

Das ist keine Stilfrage. In unserem Index tragen 23,5 Prozent der Inserate die Pensumzahl schon im Titel — «80 – 100 %» ist keine Randnotiz, sondern die Bedingung. Von den Inseraten, die überhaupt Sprachanforderungen nennen — 67,3 Prozent tun das —, verlangen 66,9 Prozent Deutsch, 44,7 Prozent Englisch, 22,5 Prozent Französisch und 3,8 Prozent Italienisch. Wer aus Deutschland zuzieht, unterschätzt vor allem zwei Dinge: dass das Foto hier üblich ist, wo es in Deutschland abgeraten wird, und dass Arbeitszeugnisse zum Dossier gehören, statt auf Nachfrage zu erscheinen.

Und die englischsprachige Abkürzung trägt nicht so weit, wie sie aussieht: 31,2 Prozent der auf Englisch verfassten Inserate verlangen zusätzlich eine Landessprache.

Wo LinkedIn klar besser ist

Die Gegenrichtung. Dort kommt die Stelle zu dir: Das Profil steht sichtbar, #OpenToWork signalisiert Wechselbereitschaft, und Personalverantwortliche durchsuchen die Profile von sich aus. Eine Jobbörse kann das grundsätzlich nicht, und wir auch nicht.

Ein zweiter Punkt, den man nicht kleinreden sollte, ist die Rückmeldung: Nach einer Bewerbung über «Einfach bewerben» benachrichtigt LinkedIn dich, wenn die inserierende Person deine Bewerbung angesehen oder deinen Lebenslauf heruntergeladen hat. Die Hilfe warnt zu Recht, dass daraus kein Gespräch folgen muss — aber es ist mehr Information als das Schweigen, das eine normale Bewerbung begleitet.

Und für Rollen, die auf Englisch ausgeschrieben sind, international besetzt werden oder im Konzernumfeld von Zug, Genf, Zürich und Basel liegen, ist LinkedIn schlicht der Ort, an dem die Leute sind. Wer diskret wechseln will, während er angestellt ist, findet dort ausserdem die einzige leise Variante.

Eine Einschränkung gehört allerdings dazu, und sie trifft dieses Land besonders: Das Profil als PDF zu speichern funktioniert laut LinkedIns Hilfe nur, wenn die Profilsprache auf Englisch steht — «Profiles must be in English». Wer sein Profil auf Deutsch, Französisch oder Italienisch führt, hat also nicht einmal diesen Notausgang zu einem Dokument.

Wenn du beim RAV gemeldet bist

Dann gilt eine Regel, die über beiden Plattformen steht: Deine Arbeitsbemühungen müssen dem RAV nachgewiesen werden, für jede Kontrollperiode und bis zum fünften Tag des Folgemonats — so hält es die Arbeitslosenversicherungsverordnung fest, und die Formulare der öffentlichen Arbeitsvermittlung sind der Weg dorthin. Job-Room und das kantonale Formular sind der amtliche Kanal; keine App ersetzt ihn.

Wir sind dort eine Bequemlichkeitsschicht, kein Ersatz: Bewerbungen, die du bei uns als «beworben» markierst, füllen das offizielle Formular des SECO Zeile für Zeile — Datum, Firma, Kontaktperson, Stellenbezeichnung, auf Deutsch, Französisch oder Italienisch. Ab fünfzehn Bewerbungen entsteht automatisch ein zweites Blatt. Name, AHV-Nummer und Unterschrift landen ausschliesslich im erzeugten PDF.

LinkedIn führt die über die Plattform gesendeten Bewerbungen selbst nach und meldet dir ihren Status; in das amtliche Formular überführen lässt sich das nicht. Wer beide Wege nutzt, trägt die LinkedIn-Bewerbungen von Hand nach — und sollte im Zweifel mit der Beratungsperson klären, was der Kanton als Nachweis akzeptiert.

Wer sich wo besser bewirbt

LinkedIn, wenn dein Feld international ist, wenn du auf Englisch arbeitest, wenn dich Personalverantwortliche finden sollen statt umgekehrt, wenn du dich diskret umsiehst — oder wenn dir die Rückmeldung wichtig ist, ob jemand deine Bewerbung überhaupt geöffnet hat.

SwissJobs.app, wenn deine Bewerbung ein Schweizer Dossier sein muss: Pensum, Bewilligungszeile, Sprachniveaus, Motivationsschreiben zum konkreten Inserat, PDF oder Word ohne Wasserzeichen — und wenn du beim RAV nachweisen musst, was du getan hast. Der Weg dorthin beginnt bei der Stelle, nicht bei der Vorlage: Inserat wählen, Dossier erzeugen, beim Arbeitgeber einreichen, Bewerbung im Tracker behalten.

Und die ehrlichste Antwort für die meisten: beides, mit klarer Rollenteilung. Das Profil hält dich sichtbar. Das Dossier gewinnt die Stelle.

LinkedIn-Angaben am 4. September 2026 ohne Konto von den Hilfeseiten «Auf LinkedIn um einen Job bewerben», «Direkt auf LinkedIn auf Stellen bewerben», «Limits für ‹Einfach bewerben›», «Speichern Ihrer Bewerbungsinformationen» und «Was nach der Bewerbung passiert» gelesen, in der deutschen und der englischen Fassung; wo beide Fassungen abweichen, ist das im Text vermerkt. Die Preisseite von LinkedIn Premium leitete am selben Tag auf die Anmeldung um, deshalb steht dort keine Zahl. Unsere Zahlen sind Anteile aus den Inseraten, die am 4. September 2026 auf SwissJobs.app offen standen: Das Bewerbungsziel ergibt sich aus der Domain hinter dem Bewerbungslink, die Sprachanforderungen werden je Inserat gezählt, nicht je Nennung, und die Sprache des Inserats wird maschinell erkannt. Veröffentlicht werden ausschliesslich Anteile.

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Quellen

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Sprache der Inserate

Deutsch
60%
English
23%
Français
13%
Italiano
3%

Von den Inseraten mit Sprachanforderung verlangen

Deutsch
70%
English
43%
Français
21%
Italiano
3%

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