SwissJobs.app oder ostjob.ch — welche Seite für die Stellensuche in der Ostschweiz?
Aktualisiert:
Kurz gesagt
Für die Ostschweiz ist ostjob.ch die tiefere Liste: Am 4. September 2026 standen dort gut viertausenddreihundert offene Inserate in den sieben Ostschweizer Kantonen, bei uns knapp zweitausend. Ihr Median-Inserat ist auch jünger, knapp 24 Tage gegen gut 30. Der Grund für den zweiten Blick liegt am Rand der Liste: 14,3 Prozent ihrer Inserate wurden vor mehr als einem halben Jahr erstmals publiziert, bei uns 1,5 Prozent. Und in Graubünden, Schaffhausen und Glarus stehen bei uns mehr offene Stellen als bei ihnen.
Kurz: Wer in St. Gallen, im Thurgau oder im Appenzell sucht, öffnet ostjob.ch zuerst — dort steht das Zwei- bis Zwölffache dessen, was wir für diese Kantone führen. Wer in Graubünden, Schaffhausen oder Glarus sucht, nicht auf Deutsch liest oder aus einer gefundenen Ausschreibung heraus ein Dossier braucht, ist bei uns richtig. Beides gleichzeitig zu tun kostet nichts: Beide Seiten lassen ohne Konto suchen.
Alle Zahlen unten stammen vom selben Tag und aus der öffentlichen Stellenliste von ostjob.ch selbst — nicht aus einer Stichprobe, sondern aus deren vollständigem Bestand. Wo eine Angabe von ihrer Werbeseite stammt statt aus der Liste, steht es dabei.
Am 4. September 2026. ostjob.ch: der gesamte offene Bestand aus ihrer eigenen öffentlichen Stellenliste, ohne Lehrstellen und Praktika, Feld «erstmals publiziert». SwissJobs.app: der gesamte offene Bestand in den sieben Ostschweizer Kantonen am selben Tag, ohne Lehrstellen, Feld «Ausschreibungsdatum».
- Bestand am 4. September 2026: ostjob.ch nannte auf der Startseite gut sechstausendvierhundert Jobs. Ohne Lehrstellen und Praktika bleiben knapp fünftausendneunhundert, und davon liegen 74,9 Prozent in einem der sieben Ostschweizer Kantone.
- Ein Viertel der Ostschweizer Börse liegt nicht in der Ostschweiz: 25,1 Prozent ihrer Inserate stehen vollständig ausserhalb der sieben Kantone — 7,1 Prozent im Kanton Zürich, 3,9 Prozent in Liechtenstein, 2,6 Prozent im Kanton Solothurn, je 2,0 Prozent im Aargau und in Vorarlberg.
- Aktualität, gemessen: 20,6 Prozent ihrer Inserate sind höchstens sieben Tage alt, bei uns 22,9 Prozent. Beim Median liegen sie vorn — knapp 24 Tage gegen gut 30 bei uns. Am Rand kehrt sich das um: 7,0 Prozent ihrer offenen Inserate wurden vor mehr als einem Jahr erstmals publiziert, bei uns 0,4 Prozent. Das älteste stammt vom Februar 2015.
- Ihre Liste ist breiter aufgestellt als unsere: gut tausendeinhundert Arbeitgeber mit mindestens einer offenen Stelle, und die zehn grössten machen 17,0 Prozent aller Inserate aus. Bei uns sind es für dieselbe Region gut vierhundert Arbeitgeber und 32,3 Prozent auf die zehn grössten.
- Ein Einzelinserat kostet den Arbeitgeber dort CHF 540 für dreissig Tage, die Erfassung durch die Redaktion CHF 80, ein Jahresabo je nach Firmengrösse CHF 2100 bis CHF 6600 — alles exklusive Mehrwertsteuer und alles auf ihrer eigenen Preisliste nachlesbar. Das ist der Filter, der bestimmt, welche Stellen dort überhaupt erscheinen.
- Was sie besser können: ein Pensumsregler von 10 bis 100 Prozent, und 54,3 Prozent ihrer Inserate bieten tatsächlich weniger als ein Vollpensum an. Dazu über fünfhundert offene Lehrstellen, gut zweihundert Inserate mit Video und knapp jedes fünfte mit einer PDF-Fassung der Ausschreibung.
- Sprache entscheidet mit: ostjob.ch erscheint nur auf Deutsch — /fr, /en und /it antworteten am 4. September 2026 alle mit einem Fehler. In den Ostschweizer Inseraten unseres Bestands, die überhaupt eine Sprache verlangen, wird zu 91,9 Prozent Deutsch genannt und zu 62,6 Prozent ausschliesslich Deutsch. Im Kanton Zürich sind es 38,0 Prozent.
- Für Suchende kostet beides nichts, und beide lassen ohne Konto suchen. Bei uns sind auch die Job-Alarme ohne Konto zu haben; ostjob.ch nennt sein Jobabo «kostenlos» und verspricht täglich passende Jobs per E-Mail.
Wen wählen?
ostjob.ch ist eine Stellenliste. Wir sind eine Stellenliste plus das, was danach kommt: Das Inserat liegt schon im Generator, und daraus entsteht in etwa einer Minute ein Lebenslauf, der auf genau diesen Text geschrieben ist. Kein anderes Werkzeug in diesem Vergleich macht beides.
Nimm SwissJobs.app, wenn
Die Stelle direkt übernehmen — Wir führen den Stellenindex selbst. Du öffnest den Generator aus einer Ausschreibung heraus, der Inseratstext ist bereits drin, und der Lebenslauf entsteht gegen genau diesen Text — kein Suchen, kein Kopieren, kein Einfügen.
Vier Sprachen mit eigenen Seiten — Suche, Oberfläche und Dokumente laufen auf Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch. ostjob.ch erscheint ausschliesslich auf Deutsch.
Graubünden, Schaffhausen, Glarus — In diesen drei Kantonen führen wir am 4. September 2026 mehr offene Stellen als ostjob.ch. Die Ostschweiz ist nicht ein Markt, sondern sieben.
Der RAV-Nachweis — Die Arbeitsbemühungen werden aus deinem Bewerbungstracker in das offizielle SECO-Formular gefüllt, auf Deutsch, Französisch oder Italienisch. Angemeldet werden müssen sie weiterhin bei deinem RAV oder im Job-Room — wir füllen das Blatt, wir ersetzen den Schritt nicht.
Anfangen ohne Konto — Suchen, Job-Alarm setzen und den Editor öffnen geht ohne Anmeldung. Nach dem Konto gefragt wird beim Speichern und ab dem zweiten Dokument — der erste Download geht ohne.
SwissJobs.app und ostjob.ch nebeneinander — Stand 4. September 2026
| Kriterium | SwissJobs.app | ostjob.ch |
|---|---|---|
| Offene Inserate, Kanton St. Gallen | 803 | 2497 |
| Offene Inserate, Kanton Thurgau | 400 | 1127 |
| Offene Inserate, Graubünden | 430 | 324 |
| Offene Inserate, Schaffhausen | 160 | 31 |
| Offene Inserate, Glarus | 47 | 43 |
| Offene Inserate, Appenzell Ausserrhoden | 19 | 254 |
| Offene Inserate, Appenzell Innerrhoden | 6 | 88 |
| Summe der sieben Ostschweizer KantoneUnsere Zahl ist eine Untergrenze: Ortsangaben, die in mehreren Kantonen vorkommen (Wil, Gossau, Buchs), zählen wir nicht mit. Lehrstellen sind auf beiden Seiten ausgenommen. | 1865 | 4361 |
| Anteil des eigenen Bestands in diesen sieben KantonenBei ostjob.ch liegen 25,1 Prozent der Inserate vollständig ausserhalb — Zürich, Liechtenstein, Solothurn, Aargau, Vorarlberg. | 9,0 % | 74,9 % |
| Arbeitgeber mit mindestens einer offenen Stelle in der Region | 424 | 1046 |
| Anteil der zehn grössten Arbeitgeber am Bestand | 32,3 % | 17,0 % |
| Inserate höchstens sieben Tage alt | 22,9 % | 20,6 % |
| Medianalter eines offenen Inserats | 30,3 Tage | 23,6 Tage |
| Inserate älter als ein halbes Jahr | 1,5 % | 14,3 % |
| Inserate älter als ein JahrDas älteste offene Inserat auf ostjob.ch wurde im Februar 2015 erstmals publiziert. Ein altes Datum heisst nicht zwingend, dass die Stelle weg ist — ihr Feld «aktualisiert» steht im Median bei knapp zwölf Tagen. | 0,4 % | 7,0 % |
| Offene Lehrstellen ausgewiesen | nein | 506 |
| Pensum als Filter von 10 bis 100 Prozent54,3 Prozent der Inserate auf ostjob.ch bieten weniger als ein Vollpensum an. Unser Bestand führt den Anstellungsgrad nicht als Prozentwert, sondern nur als Kategorie. | Teilzeit / Vollzeit | ja |
| OberflächensprachenDie Adressen /fr, /en und /it von ostjob.ch antworteten am 4. September 2026 mit einem Fehler. | Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch | Deutsch |
| Suchen ohne Konto | ja | ja |
| Job-Alarm per E-Mail | ja, ohne Konto | ja, «kostenloses Jobabo» |
| Inserat mit Video | nein | 202 Inserate |
| Inserat als PDF-Fassung | nein | 1333 Inserate |
| Lebenslauf pro Inserat neu geschrieben | ja, in etwa einer Minute | nein |
| Änderung des Dokuments per Prompt | ja | nein |
| Vollständiges manuelles Bearbeiten | ja | nein |
| Designvarianten | 54 (2 Layouts x 3 Schriften x 9 Akzentfarben) | nein |
| Schweizer Konventionen im Dokument angelegt | Foto, Bewilligungszeile, GER-Niveaus, Pensum in Prozent | nein |
| Lebenslauf-Check gegen ein konkretes Inserat | ja | nein |
| Motivationsschreiben zum selben Inserat | ja | nein |
| Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch | ja | nein |
| Bewerbungstracker | ja | Merkliste |
| RAV-Nachweis der Arbeitsbemühungen | offizielles SECO-Formular, DE/FR/IT | nein |
| PDF- und Word-Export ohne Wasserzeichen | ja | nicht zutreffend |
| In der Schweiz gebaut | ja | ja, CH Media Classifieds AG, St. Gallen |
Alle Angaben zu ostjob.ch am 4. September 2026 aus ihrer eigenen öffentlichen Stellenliste und von ihren eigenen Seiten gelesen; unsere aus dem Code und aus Abrufen der Live-Seite am selben Tag. «nicht ausgewiesen» hiesse: auf der Anbieterseite nicht lesbar — hier steht nirgends eine geratene Angabe.
Was es kostet — für Suchende und für Arbeitgeber
| Was du zahlst | SwissJobs.app | ostjob.ch |
|---|---|---|
| Suchen und bewerben | gratis | gratis |
| Konto nötig, um zu suchen | nein | nein |
| Job-Alarm | gratis, ohne Konto | gratis («Kostenloses Jobabo») |
| Gratisstufe mit KontoDieselbe Grenze gilt für Motivationsschreiben und für Änderungen per Prompt. | 5 Dokumente pro Tag, 10 pro rollender Woche | nicht zutreffend |
| Gratis-Testphase | 7 Tage voller Zugang | nicht zutreffend |
| Danach | CHF 15 pro Monat oder CHF 95 pro Jahr (CHF 7.92 pro Monat), monatlich kündbar | nicht zutreffend |
| Einzelinserat für den ArbeitgeberAlle Arbeitgeberpreise von ostjob.ch exklusive Mehrwertsteuer, aus ihrer eigenen Preisliste vom 4. September 2026. Ostschweiz plus Vorarlberg oder plus Süddeutschland CHF 620, alle drei Regionen CHF 650. | nicht zutreffend | CHF 540 für 30 Tage |
| Jahresabo für den Arbeitgeber | nicht zutreffend | CHF 2100 (KMU unter 20 Angestellten), CHF 4200 (über 20), CHF 6600 (mit Dauerlogo auf der Startseite) |
| Inserat von der Redaktion erfassen lassen | nicht zutreffend | CHF 80 pro Inserat |
| Bezahlte Platzierung in der TrefferlisteDazu Firmenprofil CHF 500 pro Jahr, «Social Media Push» CHF 990 für 14 Tage, ein Banner auf tagblatt.ch CHF 1990 und ein Radiospot auf FM1 ab CHF 390. | gibt es nicht | Job-Pin CHF 200 / 300 / 390 für 7 / 14 / 21 Tage |
| Währung und Abrechnung | CHF, monatlich oder jährlich | CHF, pro Inserat oder pro Jahr |
Unsere Preise aus dem Code, die von ostjob.ch aus der Preisliste, die ihre Seite «Preise & Leistungen» am 4. September 2026 ausliefert. Preise ändern sich — lies sie vor dem Bezahlen selbst nach.
Wie tief die Liste in der eigenen Region wirklich ist
ostjob.ch nennt sich «Das führende Stellenportal für die Ostschweiz», und für den Kern der Region stimmt das. Am 4. September 2026 haben wir ihre gesamte offene Stellenliste ausgezählt — nicht eine Stichprobe der ersten Trefferseiten, sondern jeden einzelnen Eintrag. Ohne Lehrstellen und Praktika bleiben knapp fünftausendneunhundert Inserate. Im Kanton St. Gallen führen sie rund das Dreifache unseres Bestands, im Thurgau knapp das Dreifache, im Appenzell ein Vielfaches.
Die Ostschweiz ist aber nicht ein Markt, sondern sieben Kantone, und das Verhältnis kippt drei Mal. In Graubünden stehen bei uns mehr offene Stellen als bei ihnen, in Schaffhausen gut das Fünffache, in Glarus knapp mehr. Der Grund ist die Netzstruktur: ostjob.ch gehört zu CH Media Classifieds, und für Graubünden und Liechtenstein betreibt dasselbe Haus ein eigenes Portal. Schaffhausen fällt in keinem dieser Zuschnitte richtig zu — der Kanton liegt nördlich des Rheins und wird von der Ostschweizer Börse nur am Rand mitgeführt.
Praktisch heisst das: Wer in St. Gallen, im Thurgau oder im Appenzell sucht, verliert etwas, wenn er ostjob.ch nicht öffnet. Wer in Schaffhausen sucht, verliert deutlich mehr, wenn er nur dort sucht.
Ein Viertel der Ostschweizer Börse liegt nicht in der Ostschweiz
Regionale Börsen werden nach ihrem Namen beurteilt, selten nach ihrem Inhalt. Bei ostjob.ch tragen die Inserate eine Kantonsangabe, und die lässt sich zählen. 74,9 Prozent liegen in einem der sieben Ostschweizer Kantone. Die restlichen 25,1 Prozent liegen vollständig ausserhalb: 7,1 Prozent im Kanton Zürich, 3,9 Prozent im Fürstentum Liechtenstein, 2,6 Prozent im Kanton Solothurn, je 2,0 Prozent im Aargau und im österreichischen Vorarlberg, dazu Basel-Stadt, Luzern, Schwyz, Bern und das Wallis.
Das ist keine Unehrlichkeit, sondern die Folge ihres Verbundes: Ein Inserat kann gleichzeitig auf ostjob.ch, auf westjob.at für Vorarlberg und auf nicejob.de für Süddeutschland laufen, und ihre Preisliste verkauft genau diese Kombination. Für die Suche ist es trotzdem relevant. Wer die Trefferzahl auf der Startseite als Mass für den Ostschweizer Arbeitsmarkt liest, liest ein Viertel zu hoch.
Auf einen Teil davon lohnt sich ein zweiter Blick: 3,9 Prozent der Inserate liegen im Fürstentum Liechtenstein. Das ist ein eigener Staat, der nicht zur Schweiz und nicht zur EU gehört und sein Ausländerrecht selbst setzt. Wer aus der Schweiz heraus auf eine Stelle in Vaduz oder Schaan klickt, bewirbt sich im Ausland — auch wenn der Weg dorthin zwanzig Minuten dauert. Welche Bewilligung dafür nötig ist, sagt die liechtensteinische Landesverwaltung, nicht das kantonale Migrationsamt.
Der Rand der Liste: was älter als ein halbes Jahr ist
Die verbreitete Erwartung an eine regionale Börse ist, dass sie langsamer ist als eine nationale. Gemessen stimmt das nicht: 20,6 Prozent der Inserate auf ostjob.ch sind höchstens sieben Tage alt, bei uns 22,9 Prozent — praktisch gleichauf. Beim Median liegen sie sogar vorn, knapp 24 Tage gegen gut 30 bei uns. Wer nach Aktualität sucht, findet dort keinen Nachteil.
Der Unterschied liegt am anderen Ende. 14,3 Prozent ihrer offenen Inserate wurden vor mehr als einem halben Jahr erstmals publiziert, 7,0 Prozent vor mehr als einem Jahr; das älteste stammt vom Februar 2015. Bei uns sind es 1,5 und 0,4 Prozent. Ein langer Schwanz entsteht dort, wo Inserate laufen, bis jemand sie abbestellt — bei einem Jahresabo, das ohnehin bezahlt ist, macht das keinen Unterschied im Preis.
Fair bleibt: Ein altes Erstpublikationsdatum heisst nicht zwingend, dass die Stelle vergeben ist. ostjob.ch führt ein zweites Datum für die letzte Aktualisierung, und das liegt im Median bei knapp zwölf Tagen. Ein Teil dieser alten Inserate wird also gepflegt. Sicher wissen kann man es nur durch Nachfragen — und genau das ist die Arbeit, die ein Datum eigentlich ersparen sollte.
Was ein Inserat dort kostet — und warum das die Liste formt
Die Preisliste von ostjob.ch ist öffentlich, und sie erklärt die Liste besser als jede Beschreibung. Ein Einzelinserat für die Ostschweiz kostet CHF 540 für dreissig Tage, exklusive Mehrwertsteuer. Wer das Inserat nicht selbst erfassen will, zahlt CHF 80 zusätzlich. Für Firmen mit unter zwanzig Angestellten gibt es ein Jahresabo für CHF 2100, für grössere CHF 4200, und wer sein Logo dauerhaft auf der Startseite haben will, zahlt CHF 6600.
Darüber liegt eine zweite Ebene: der «Job-Pin», der ein Inserat für CHF 200 bis CHF 390 an den Anfang der Trefferliste und auf die Startseite hebt, ein «Social Media Push» für CHF 990, ein Banner auf tagblatt.ch für CHF 1990 und ein zwanzigsekündiger Radiospot auf FM1 ab CHF 390. Das ist keine Anklage — es steht so auf ihrer eigenen Preisliste, und Werbung zu verkaufen ist das Geschäft eines Verlags. Es ist aber der Grund, warum die ersten Zeilen einer Trefferliste nicht dasselbe sind wie die relevantesten.
Und es erklärt, wen man dort findet. Ein Preis pro Inserat ist ein Filter: Er wirkt zugunsten von Arbeitgebern, die regelmässig ausschreiben und ein Budget dafür haben. Gut tausendeinhundert Arbeitgeber hatten am 4. September 2026 eine offene Stelle auf ostjob.ch, und die zehn grössten machten 17,0 Prozent aller Inserate aus — eine bemerkenswert breite Verteilung. Unser Bestand ist in dieser Hinsicht der schmalere: gut vierhundert Arbeitgeber für dieselbe Region, und 32,3 Prozent entfallen auf die zehn grössten. Das ist die ehrliche Kehrseite eines Index, der aus Karriereseiten und Portalen zusammenläuft statt aus bezahlten Aufträgen.
Was ostjob.ch besser kann als wir
Der Pensumsregler. Man stellt einen Bereich von 10 bis 100 Prozent ein, und das ist in der Schweiz kein Detail: 54,3 Prozent ihrer Inserate bieten tatsächlich weniger als ein Vollpensum an. Unser Bestand führt den Anstellungsgrad nur als Kategorie — Teilzeit oder Vollzeit —, nicht als Prozentwert. Wer ein 60-Prozent-Pensum sucht, filtert dort präziser.
Die Lehrstellen. Über fünfhundert offene Lehrstellen stehen auf ostjob.ch, mit eigener Rubrik. Unser Index führt Lehrstellen nicht als eigenes Angebot, und für diese Antwort haben wir sie auf beiden Seiten herausgerechnet, damit die Zahlen vergleichbar bleiben. Wer eine Lehrstelle in der Ostschweiz sucht, ist bei ihnen richtig und bei uns nicht.
Die Darstellung der Ausschreibung. Gut zweihundert Inserate tragen ein Video, knapp jedes fünfte eine PDF-Fassung des Originalinserats, viele ein ausführliches Firmenporträt. Regionale Arbeitgeber, die auf einer nationalen Börse untergehen, bekommen hier eine Bühne. Dazu ein Verzeichnis der Personaldienstleister der Region, das es so anderswo nicht gibt.
Sprache: eine Oberfläche gegen vier — und was in den Inseraten verlangt wird
ostjob.ch erscheint ausschliesslich auf Deutsch. Die Adressen /fr, /en und /it antworteten am 4. September 2026 alle mit einem Fehler, und die Seite ist im Quelltext als deutschsprachig ausgezeichnet. Bei uns haben Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch je eigene Seiten, und das erzeugte Dokument entsteht in der Sprache der Oberfläche.
Ob das im Alltag zählt, hängt vom Inserat ab, nicht vom Portal. Wir haben unsere Ostschweizer Inserate danach ausgewertet, welche Sprachen sie verlangen. Von denen, die überhaupt eine nennen, verlangen 91,9 Prozent Deutsch und 62,6 Prozent ausschliesslich Deutsch. Englisch kommt in 33,2 Prozent vor, Französisch in 3,4, Italienisch in 3,0 und Rätoromanisch in 1,1 Prozent — Letzteres praktisch nur in Graubünden.
Zum Vergleich: Im Kanton Zürich verlangen nur 38,0 Prozent ausschliesslich Deutsch, und Englisch steht in 59,7 Prozent der Inserate. Die Ostschweiz ist der deutschsprachigere Arbeitsmarkt der beiden. Eine einsprachige Oberfläche ist dort also weniger Nachteil, als sie in Zürich wäre — aber wer ohne Deutsch sucht, findet in der Ostschweiz strukturell weniger, und das liegt am Markt, nicht am Portal.
Für Zugezogene und Grenzgänger aus Deutschland
Die Ostschweiz hat eine lange deutsche Grenze, und Kreuzlingen liegt an Konstanz wie ein Quartier. Für Grenzgänger gilt die Bewilligung G, die an eine Anstellung in der Schweiz gebunden ist und wöchentliche Rückkehr an den Wohnort verlangt. ostjob.ch bespielt diesen Raum bewusst mit: Ihre Partnerportale westjob.at und nicejob.de decken Vorarlberg und Süddeutschland ab, und ihre Preisliste verkauft die Regionen als Paket.
Was viele unterschätzen: Das Bewerbungsdossier ist hier ein anderes als in Deutschland. Ein Foto ist in der Schweiz die Regel und kein Fehler, Arbeitszeugnisse gehören dazu und werden gelesen, Sprachkenntnisse stehen als Niveau nach dem Europäischen Referenzrahmen statt als «verhandlungssicher», der Anstellungsgrad steht als Pensum in Prozent, und zwei Seiten sind die Norm. Auch die Wörter fallen auf: Lohn statt Gehalt, Ferien statt Urlaub, Stelleninserat statt Stellenanzeige. Dazu kommen der 13. Monatslohn, die Quellensteuer und der Gesamtarbeitsvertrag, den es so nirgends nördlich der Grenze gibt. Unser Editor legt diese Konventionen von Anfang an an; ostjob.ch ist eine Stellenliste und hat mit dem Dossier nichts zu tun.
Für wen welche Seite die richtige ist
Nimm ostjob.ch, wenn du in St. Gallen, im Thurgau oder im Appenzell suchst, wenn du eine Lehrstelle suchst, wenn du ein bestimmtes Pensum brauchst, oder wenn du regionale Arbeitgeber sehen willst, die auf einer nationalen Börse untergehen. Für diese vier Fälle ist es die bessere Seite, und die Zahlen oben sagen das deutlich.
Nimm SwissJobs.app, wenn du in Graubünden, Schaffhausen oder Glarus suchst, wenn du nicht auf Deutsch liest, wenn dich alte Inserate stören, oder wenn du dich tatsächlich bewirbst statt zu stöbern — weil aus der gefundenen Ausschreibung heraus in etwa einer Minute ein darauf zugeschnittener Lebenslauf entsteht, dazu das Motivationsschreiben zum selben Inserat und der Nachweis der Arbeitsbemühungen für das RAV.
Und der ehrlichste Rat für die Ostschweiz lautet: beide. Sie kosten nichts, sie verlangen kein Konto, und sie überschneiden sich weniger, als ihre Namen vermuten lassen. Ein Job-Alarm auf jeder Seite dauert zusammen fünf Minuten und deckt einen Markt ab, den keine der beiden allein abdeckt.
Alle Angaben zu ostjob.ch stammen aus eigenen Abrufen vom 4. September 2026 ohne Anmeldung: die Startseite, die öffentliche Stellenliste in ihrer Gesamtheit, die Seite «Preise & Leistungen» samt der Preisliste, die sie ausliefert, die Seiten für Inserierende und Personaldienstleister sowie die Prüfung der Adressen /fr, /en und /it. Ausgezählt wurde ihr vollständiger offener Bestand, nicht eine Stichprobe; Lehrstellen und Praktika sind auf beiden Seiten herausgerechnet, damit die Zahlen vergleichbar bleiben. Unsere eigenen Zahlen stammen vom selben Tag aus dem Bestand offener Schweizer Inserate, den wir führen, und die Zuordnung zu Kantonen erfolgt über das amtliche Gemeindeverzeichnis; Ortsangaben, die in mehreren Kantonen vorkommen, zählen wir nicht mit, weshalb unsere Ostschweizer Zahl eine Untergrenze ist. Preise und Funktionen ändern sich: Lies sie vor einer Entscheidung selbst nach.
Quellen
Verwandte Fragen
Was unser Stellenindex über den Schweizer Markt sagt
Live aus unserem eigenen Index berechnet, nicht aus einer Studie zitiert. Nur Anteile, Stand heute.
Sprache der Inserate
- Deutsch
- 60%
- English
- 23%
- Français
- 13%
- Italiano
- 3%
Von den Inseraten mit Sprachanforderung verlangen
- Deutsch
- 70%
- English
- 43%
- Français
- 21%
- Italiano
- 3%
19% in den letzten 7 Tagen ausgeschrieben · Grösste Märkte: Zürich 18% · Bern 10% · Genève 5% · Basel 5%