SwissJobs.app oder Glassdoor — was hilft bei der Stellensuche in der Schweiz mehr?
Aktualisiert:
Kurz gesagt
Die beiden Seiten beantworten zwei verschiedene Fragen. Glassdoor sagt dir, wie es bei einem bestimmten Arbeitgeber ist: Erfahrungsberichte, Berichte aus Vorstellungsgesprächen, Lohnmeldungen von Beschäftigten. SwissJobs.app sagt dir, welche Stellen gerade offen sind, und schreibt dir die Bewerbung dazu. Wer sich bewirbt, braucht zuerst das Inserat — und in unserem offenen Bestand hat 45,1 Prozent der Arbeitgeber genau ein einziges Inserat ausgeschrieben. Für solche Firmen gibt es selten eine Bewertung. Vor dem Gespräch mit einem grossen Arbeitgeber ist Glassdoor die bessere Adresse. Geprüft am 4. September 2026.
Der Reflex «erst die Bewertungen lesen» stammt aus einem Markt mit wenigen grossen Arbeitgebern. Der Schweizer Stellenmarkt ist anders gebaut, und das lässt sich beziffern. Zählt man die Arbeitgeber in unserem offenen Bestand, ohne Lehrstellen und mit zusammengeführten Schreibweisen, dann hat fast die Hälfte genau ein Inserat offen, und 75,7 Prozent haben höchstens vier. Diese drei Viertel der Arbeitgeber machen zusammen 20,8 Prozent aller Inserate aus. Am anderen Ende stehen 5,4 Prozent der Arbeitgeber für 51,6 Prozent der Inserate.
Daraus folgt der praktische Unterschied. Bewertungen entstehen dort, wo viele Menschen arbeiten und einige davon etwas schreiben. Inserate entstehen überall, auch bei der Praxis mit acht Angestellten und beim Gemeindewerk, das alle zwei Jahre jemanden sucht. Für die grossen Arbeitgeber am oberen Ende ist Glassdoor eine echte Hilfe. Für den langen Rest — und dort liegen drei Viertel der Arbeitgeber, die gerade jemanden suchen — bleibt die Seite entweder leer oder trägt eine Handvoll Meldungen, aus denen sich kein Bild ergibt.
Der zweite Unterschied liegt darin, wer die Inhalte schreibt. Ein Inserat stammt vom Arbeitgeber und beschreibt eine offene Stelle. Eine Bewertung stammt von einer Person, die sich dafür entschieden hat, etwas zu schreiben — meistens, weil sie einen Grund dazu hatte. Glassdoor selbst formuliert die Bedingung dafür auf seiner Arbeitgeberseite so: «review contributors have to share content to see content, which encourages measured and balanced ratings». Wer lesen will, gibt zuerst selbst etwas ab. Das ist eine bewusste Konstruktion, sie steht auf ihren eigenen Seiten, und sie erklärt beides: warum es überhaupt so viele Berichte gibt, und warum die Auswahl nicht zufällig ist.
Offene Inserate auf SwissJobs.app am 4. September 2026, ohne Lehrstellen, Schreibweisen zusammengeführt. Fast die Hälfte der Arbeitgeber schreibt genau eine Stelle aus — und genau dort ist eine Bewertungsseite in aller Regel leer.
- Glassdoor beschreibt die Bedingung selbst, unter der man Bewertungen liest. Auf ihrer Arbeitgeberseite steht am 4. September 2026: «On Glassdoor, review contributors have to share content to see content, which encourages measured and balanced ratings.» Wer lesen will, gibt zuerst selbst etwas ab. Das erklärt die Menge des Materials — und dass die Auswahl der Schreibenden nicht zufällig ist.
- Die Schweizer Fassung weist automatisierte Abrufe ab. Ein gewöhnlicher Abruf von www.glassdoor.ch am 4. September 2026 endete auf einer Sperrseite mit dem Titel «Security | Glassdoor». Deshalb steht in der Vergleichstabelle bei mehreren Zeilen «nicht ausgewiesen»: Was wir nicht selbst lesen konnten, raten wir nicht.
- Ihre Preisseite für Arbeitgeber nennt keinen Preis. Sie kennt zwei Stufen, «Free» und «Paid», und hinter der zweiten steht «Contact Sales». Zum bezahlten Profil gehört unter anderem, die Stellen von Mitbewerbern aus dem eigenen Profil zu entfernen und die eigenen Stellen auf fünf bis zehn Profilen von Mitbewerbern zu platzieren — beides ihre eigene Beschreibung.
- Der Bewerbungsweg führt teilweise über Indeed. Die robots.txt der Schweizer Fassung enthält eine Adresse für einen Rückruf von Indeed, mit dem Kommentar «Indeed callback only», und der Markenhinweis auf ihren eigenen Seiten nennt Indeed, Inc. als Inhaberin der Marke Glassdoor.
- Die Konzentration wirkt in beide Richtungen. 5,4 Prozent der Arbeitgeber in unserem offenen Bestand stehen für 51,6 Prozent der Inserate. Wer nur bei diesen grossen Namen sucht, findet zwar überall Bewertungen — verpasst aber die Hälfte des Marktes, und darin die Stellen mit der geringsten Konkurrenz.
Warum SwissJobs.app neben Glassdoor — und wofür Glassdoor bleibt
Wir konkurrieren nicht um dieselbe Frage. Glassdoor beschreibt Arbeitgeber, wir bringen dich zur offenen Stelle und durch die Bewerbung. Der Vergleich lohnt sich trotzdem, weil viele mit «Firma googeln» beginnen und dabei Wochen verlieren, in denen das Inserat schon wieder weg ist.
Das Inserat liegt schon im Generator — Du wählst die Stelle aus unserem eigenen Schweizer Stellenindex, und der Lebenslauf wird gegen genau diesen Text geschrieben — kein Kopieren, kein Wechsel zwischen zwei Seiten.
Vier Werkzeuge statt einer Recherche — Lebenslauf, Motivationsschreiben zum selben Inserat, Check gegen dieses Inserat und Vorbereitung aufs Gespräch — alles am gefundenen Inserat und nicht an einer Firmenseite.
Alles offen, ohne Gegenleistung — Unsere Stellenseiten, der Job-Alarm und der Editor sind ohne Konto lesbar und nutzbar; ein Konto verlangen wir erst beim Speichern und ab dem zweiten Dokument.
Der RAV-Nachweis — Erfasste Bewerbungen werden am Monatsende zum ausgefüllten offiziellen SECO-Formular, auf Deutsch, Französisch oder Italienisch. Die Bemühungen musst du weiterhin bei deinem RAV melden — wir füllen das Papier, wir ersetzen den Schritt nicht.
Vier Schweizer Sprachfassungen — Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch, jede mit eigenen Stellenseiten. Die Schweizer Fassung von Glassdoor gibt es auf Deutsch und Französisch.
Funktionsvergleich
| Funktion | SwissJobs.app | Glassdoor |
|---|---|---|
| Was die Seite im Kern ist | eigener Schweizer Stellenindex mit Bewerbungswerkzeugen | Bewertungsplattform mit Stellenteil |
| Wer die Inhalte schreibt | Arbeitgeber schreiben die Inserate, wir werten sie aus | Beschäftigte und Bewerbende schreiben Bewertungen, Löhne, Interviewberichte |
| Firmenbewertungen | nein — und nicht geplant | ja, das Kernprodukt |
| Berichte aus Vorstellungsgesprächen | nein | ja, eigene Rubrik |
| Lohnmeldungen von Beschäftigten | nein — unser Lohnrechner zeigt Bundeszahlen | ja, eigene Rubrik |
| Inhalte lesen ohne eigenen BeitragDer Satz stammt wörtlich von der Arbeitgeberseite von Glassdoor, abgerufen am 4. September 2026. | ja, alles offen | «review contributors have to share content to see content» |
| Stellenseiten nach Beruf und Ort | 810 verlinkte Seiten allein in der deutschen Fassung | Stellenrubrik vorhanden, Umfang nicht ausgewiesen |
| Meistausschreibende Firmen je Beruf und Ort genannt | ja, auf jeder Stellenseite | nicht ausgewiesen |
| «Neu diese Woche» je Suche | ja, auf jeder Stellenseite | nicht ausgewiesen |
| Job-Alarm per E-Mail ohne Konto | ja | nicht ausgewiesen |
| BewerbungswegDie robots.txt der Schweizer Fassung führt eine Adresse mit dem Vermerk «Indeed callback only». | direkt zum Inserat des Arbeitgebers | unter anderem über Indeed Apply |
| Lebenslauf zum konkreten Inserat erzeugen | ja, rund eine Minute | keine solche Rubrik |
| Dokument per KI-Prompt ändern | ja, in Sekunden | keine solche Rubrik |
| Vollständiges manuelles Bearbeiten | ja, jede Zeile | keine solche Rubrik |
| Motivationsschreiben zum selben Inserat | ja | keine solche Rubrik |
| Lebenslauf-Check gegen ein Inserat | ja | keine solche Rubrik |
| Vorbereitung aufs Vorstellungsgespräch | ja, zum konkreten Inserat | Erfahrungsberichte anderer Bewerbender |
| Bewerbungstracker | ja, mit dem Inserat je Bewerbung | nicht ausgewiesen |
| RAV-Arbeitsbemühungen als offizielles SECO-Formular | ja — Formular ALV 716.007, aus dem Tracker gefüllt, DE/FR/IT | nein |
| PDF- und Word-Export ohne Wasserzeichen | ja, beides | keine Dokumentfunktion |
| Ohne Konto starten | ja — Konto erst beim Speichern und ab dem zweiten Dokument | nicht ausgewiesen |
| Schweizer Konventionen im Dossier | Foto, Bewilligungszeile, GER-Niveaus, Pensum in Prozent, Zweiseiten-Norm | keine Dokumentfunktion |
| Designvarianten | 54 (2 Layouts × 3 Schriften × 9 Akzentfarben) | keine Dokumentfunktion |
| Schweizer SprachfassungenAm 4. September 2026 waren it.glassdoor.ch und en.glassdoor.ch nicht auflösbar. | vier: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch | zwei: de.glassdoor.ch und fr.glassdoor.ch |
| Für KI-Assistenten freigegeben | ja, ausdrücklich in unserer robots.txt | nein — Abschnitt «Partially Block High-Quality AI/LLM Bots» |
| Eigentümer | SwissJobs.app, Schweiz | Indeed, Inc. — laut Markenhinweis auf ihren eigenen Seiten |
Angaben zu Glassdoor am 4. September 2026 auf deren eigenen Seiten nachgelesen. «Keine solche Rubrik» heisst: Der Bereich kommt im Adressraum der Schweizer Fassung nicht vor, so wie ihn ihre eigene robots.txt auflistet. «Nicht ausgewiesen» heisst: Wir konnten es nicht prüfen, weil die Schweizer Fassung automatisierte Abrufe abweist — sie antwortete an diesem Tag mit einer Sperrseite. Unsere Angaben stammen aus dem Code und aus Abrufen unserer Live-Seiten am selben Tag.
Preise nebeneinander
| Was du zahlst | SwissJobs.app | Glassdoor |
|---|---|---|
| Stellen suchen und lesen | gratis | gratis |
| Konto nötig, um Inhalte zu lesen | nein | für Bewertungen verlangt die Seite einen eigenen Beitrag |
| Ohne Konto nutzbar | Suche, Job-Alarm, Editor und Check zum Ausprobieren | nicht ausgewiesen |
| Gratisstufe mit Konto | 5 Dokumente pro Tag, 10 pro rollender Woche — dasselbe für Briefe und KI-Prompts | entfällt, keine Dokumentfunktion |
| Gratis-Testphase | 7 Tage voller Zugang | entfällt |
| Danach | CHF 15 im Monat oder CHF 95 im Jahr, entspricht CHF 7.92 im Monat; jederzeit kündbar | kein Bezahlangebot für Stellensuchende ausgewiesen |
| Was Arbeitgeber zahlenZum bezahlten Profil gehört laut ihrer eigenen Seite, dass die Stellen von Mitbewerbern aus dem eigenen Profil verschwinden und die eigenen Stellen auf fünf bis zehn Profilen von Mitbewerbern erscheinen. | nichts — Inserate werden nicht bezahlt platziert | «Free» und «Paid»; die Preisseite nennt keine Zahl, sondern «Contact Sales» |
| Währung | CHF | nicht ausgewiesen |
Der Name auf dem Inserat ist oft nicht der Arbeitgeber
Es gibt einen zweiten Grund, warum die Bewertungssuche bei einer konkreten Bewerbung oft ins Leere läuft, und er hat mit der Struktur des Schweizer Marktes zu tun. Der grösste einzelne Ausschreiber in unserem offenen Bestand ist kein Arbeitgeber, sondern eine Vermittlungsplattform: Rocken® steht allein für 6,3 Prozent aller offenen Inserate. Die Firma beschreibt sich auf der eigenen Startseite als Vermittlerin, die «Menschen und Unternehmen» vernetzt. Auf Platz sieben folgt Michael Page, deren eigene Schweizer Seite mit «Recruitment agency connecting businesses with top talent» überschrieben ist.
Wer den Namen aus einem solchen Inserat in eine Bewertungssuche eingibt, liest anschliessend Berichte über die Vermittlerin — über deren Bewerbungsprozess, deren Beraterinnen und Berater, deren Umgangston. Über den Betrieb, in dem man am Ende arbeiten würde, steht dort nichts, weil er im Inserat gar nicht steht. Das ist kein Fehler der Bewertungsplattform. Es ist eine Eigenschaft des Marktes, in dem Personalvermittlung einen erheblichen Teil der ausgeschriebenen Stellen abwickelt.
Für die Praxis heisst das: Die Bewertungsfrage lässt sich sinnvoll erst stellen, wenn der Name des Betriebs bekannt ist — also meistens nach dem ersten Gespräch, nicht davor. Bis dahin entscheidet etwas anderes darüber, ob sich die Bewerbung lohnt: der Inseratstext, das Pensum, der Ort, die verlangten Sprachen und wie alt die Ausschreibung ist.
Was ein bezahltes Firmenprofil verändert
Bewertungsplattformen verdienen ihr Geld nicht an den Lesenden, sondern an den bewerteten Firmen, und Glassdoor beschreibt das auf seinen Arbeitgeberseiten offen. Kostenlos sind das Grundprofil, das Beantworten von Bewertungen und das Anfordern weiterer Bewertungen bei den eigenen Angestellten. Kostenpflichtig ist das erweiterte Profil, und was es enthält, steht dort ebenfalls: eine ausgewählte Bewertung hervorheben, «ensure only your jobs appear on your profile by removing competitor jobs» — also die Stellen von Mitbewerbern aus dem eigenen Profil entfernen — und die eigenen Stellen auf fünf bis zehn Profilen von Mitbewerbern platzieren.
Das ist keine Anklage, sondern ein Mechanismus, den man kennen sollte, bevor man ein Firmenprofil als neutrale Übersicht liest. Welche Stellen auf einem Profil erscheinen und welche Bewertung oben steht, hängt teilweise davon ab, ob die Firma zahlt. Was auf ihrer Preisseite dagegen nicht steht, ist ein Betrag: Die Seite kennt genau zwei Stufen, «Free» und «Paid», und hinter der zweiten steht «Contact Sales».
Bei uns läuft die Finanzierung anders herum, und auch das gehört in einen ehrlichen Vergleich: Arbeitgeber zahlen nichts für Sichtbarkeit, es gibt keine bezahlten Platzierungen in den Trefferlisten, und bezahlt wird von der bewerbenden Person — für die Dokumente, nach sieben Testtagen, CHF 15 im Monat. Wer nur Stellen sucht und den Job-Alarm nutzt, zahlt gar nichts.
Was unsere Stellenseiten zeigen, was eine Firmenseite nicht zeigt
Unsere Stellenseiten sind nach Beruf und Ort geschnitten — allein die deutsche Fassung verlinkt 810 solche Seiten, die französische 591 und die italienische 413. Jede beantwortet vier Fragen auf einen Blick: wie viele Stellen gerade offen sind, wie viele davon in den letzten sieben Tagen dazugekommen sind, welche Firmen in diesem Beruf und an diesem Ort am meisten ausschreiben, und welche Sprachen die Inserate tatsächlich verlangen.
Der dritte Punkt ist der interessante, weil er die Frage nach dem Arbeitgeber von der anderen Seite beantwortet. Statt eine Firma zu nennen und nach Meinungen zu suchen, zeigt die Seite, wer in diesem Beruf und in dieser Stadt überhaupt gerade einstellt. Auf der Seite für Pflegefachfrauen in Zürich standen am 4. September 2026 74 offene Stellen, davon 22 aus den letzten sieben Tagen, mit dem Kantonsspital Winterthur an der Spitze der Ausschreibenden. Das ist eine andere Auskunft als ein Sternedurchschnitt, und sie ist es, mit der eine Bewerbung anfängt.
Dazu kommt der Job-Alarm auf jeder dieser Seiten, ausdrücklich ohne Konto: Adresse eintragen, neue Inserate zu genau dieser Suche kommen per E-Mail. Und von jedem Inserat führt der Weg direkt in den Generator, der den Lebenslauf gegen diesen Text schreibt — das ist der Schritt, für den es auf einer Bewertungsplattform naturgemäss keine Entsprechung gibt.
Wofür Glassdoor die bessere Adresse ist
Es gibt eine Frage, die wir nicht beantworten können und auch nicht beantworten wollen: wie es ist, bei einem bestimmten Arbeitgeber zu arbeiten. Führungskultur, Umgangston, Arbeitsbelastung, was im Vorstellungsgespräch tatsächlich gefragt wurde — dafür gibt es keine amtliche Statistik und kein Inseratsfeld. Glassdoor hat für diese Frage über Jahre Material gesammelt, und für einen grossen, international tätigen Arbeitgeber ist das ein echter Vorteil.
Der Zeitpunkt entscheidet allerdings darüber, ob der Vorteil greift. Nützlich wird das Material, wenn der Arbeitgeber bekannt ist und ein Termin steht: vor dem Gespräch, vor der Zusage, beim Abwägen zwischen zwei Angeboten. Vor der Bewerbung, wenn noch gar nicht klar ist, wo überhaupt etwas offen ist, führt es in die Irre — auch weil die Zahl der Meldungen bei kleineren Betrieben so klein ist, dass zwei verärgerte Personen den Durchschnitt bestimmen.
Ein zweiter Fall gehört ebenfalls Glassdoor: der Blick über die Grenze. Wer aus Deutschland, Frankreich oder Italien überlegt, ob sich ein Wechsel in die Schweiz lohnt, findet dort dieselbe Rolle in mehreren Ländern in derselben Darstellung. Was dabei zu berücksichtigen ist: Ihre eigenen Belege sind amerikanisch gemessen. Die Reichweitenangabe auf ihrer Arbeitgeberseite beruft sich auf eine Comscore-Erhebung der «18+ U.S. Job Search Audience» vom Juli 2023, und die Angabe von über 55 Millionen Besuchenden im Monat stammt aus ihrer eigenen Statistik für das zweite Quartal 2023.
Für Zuziehende aus Deutschland: was hier anders läuft
Wer aus Deutschland kommt, bringt eine Gewohnheit mit, die hier weniger trägt, als sie sollte: erst das Arbeitgeberprofil lesen, dann entscheiden. Das funktioniert in einem Markt mit vielen grossen Arbeitgebern. Die Schweiz ist kleinteiliger, und die Zahlen oben zeigen, wie kleinteilig: Drei Viertel der Arbeitgeber mit offenen Stellen schreiben höchstens vier davon aus.
Der zweite Unterschied betrifft das Dossier selbst. Ein Schweizer Bewerbungsdossier enthält Arbeitszeugnisse, ein Foto ist üblich statt verpönt, Sprachkenntnisse werden als GER-Niveau angegeben und nicht als «fliessend», das Pensum steht in Prozent, und zwei Seiten sind die Norm. Wer ohne Schweizer Pass oder Niederlassung bewirbt, nennt zudem die Bewilligung. Keine internationale Plattform bildet das ab, weil es die Kategorien dort nicht gibt.
Und der dritte: Wer sich beim RAV angemeldet hat, muss die Arbeitsbemühungen nachweisen. Das ist ein Formular, kein Bauchgefühl, und es hat mit Bewertungen nichts zu tun. Unser Tracker füllt daraus das offizielle Formular des Bundes aus; melden musst du die Bemühungen weiterhin bei deinem RAV, wir ersetzen diesen Schritt nicht.
Kurz: welche Seite für welchen Schritt
Offene Stellen in einem Beruf und an einem Ort finden, mit Aktualität und den Firmen, die dort ausschreiben: SwissJobs.app.
Lebenslauf, Motivationsschreiben und Vorbereitung zum konkreten Inserat, dazu der RAV-Nachweis: SwissJobs.app.
Wie ein bestimmter grosser Arbeitgeber von innen aussieht, und was im Gespräch gefragt wurde: Glassdoor — im Wissen, dass man Erfahrungsberichte liest und keine Erhebung.
Ob sich der Wechsel aus dem Nachbarland überhaupt lohnt, als erster Überschlag: Glassdoor. Für die Verhandlung dann die Bundeszahlen.
Die Firma hinter einem Vermittlungsinserat beurteilen: keine der beiden Seiten, bevor der Name des Betriebs bekannt ist.
Alle Angaben zu Glassdoor stammen aus eigenen Abrufen vom 4. September 2026: die Arbeitgeberseiten von Glassdoor (Übersicht, «How it works», «The Glassdoor Difference», «Reviews», «Features & Pricing»), die robots.txt der deutschen und der französischen Schweizer Fassung sowie ein Abruf der Schweizer Startseite, der auf einer Sperrseite endete. Zitate sind wörtlich übernommen und in der Originalsprache belassen. Was wir nicht selbst lesen konnten, steht in den Tabellen als «nicht ausgewiesen». Unsere eigenen Anteile stammen aus dem Bestand offener Schweizer Inserate am selben Tag, ohne Lehrstellen und mit zusammengeführten Firmenschreibweisen; veröffentlicht werden Anteile, keine absoluten Grössen. Preise und Funktionen ändern sich: Lies beide Seiten vor einer Entscheidung selbst nach.
Quellen
- Glassdoor for Employers — Reviews (abgerufen 04.09.2026)
- Glassdoor for Employers — Plans & Pricing (abgerufen 04.09.2026)
- Glassdoor for Employers — How it works (abgerufen 04.09.2026)
- Glassdoor for Employers — The Glassdoor Difference (abgerufen 04.09.2026)
- Glassdoor Schweiz — robots.txt der deutschen Fassung (abgerufen 04.09.2026)
- Rocken® — Startseite (abgerufen 04.09.2026)
- Michael Page Schweiz — Startseite (abgerufen 04.09.2026)
- SwissJobs.app — Stellen nach Beruf und Ort
Verwandte Fragen
Was unser Stellenindex über den Schweizer Markt sagt
Live aus unserem eigenen Index berechnet, nicht aus einer Studie zitiert. Nur Anteile, Stand heute.
Sprache der Inserate
- Deutsch
- 60%
- English
- 23%
- Français
- 13%
- Italiano
- 3%
Von den Inseraten mit Sprachanforderung verlangen
- Deutsch
- 70%
- English
- 43%
- Français
- 21%
- Italiano
- 3%
19% in den letzten 7 Tagen ausgeschrieben · Grösste Märkte: Zürich 18% · Bern 10% · Genève 5% · Basel 5%